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Tag: 11. Juli 2026

Eröffnung eines neuen Regiomatenladen

Ines Jesse: „Innovative Ideen sichern die Daseinsvorsorge und machen unsere ländlichen Räume zukunftsfest.“

Tribsees – Mit der Eröffnung des Regiomatenladens in Tribsees erhält die historische Altstadt ein neues Angebot für die Nahver­sorgung. Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirt­schaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute gemein­sam mit dem Bürgermeister und Vertreterinnen und Vertretern der Stadt den Laden eröffnet. Das Vorhaben wurde im Rah­men der Landesinitiative Ländliche GestaltungsRäume mit über 150.000 Euro gefördert.

„Mit einer starken Daseinsvorsorge erhöhen wir die Lebens­qualität der Menschen in unserem Land und stärken die Attraktivität unserer ländlichen Räume. Der Regiomatenladen in Tribsees zeigt, wie innovative Ideen die Nahversorgung sichern, regionale Wertschöpfung fördern und zugleich die Ortskerne beleben. Mit diesen innovativen Projekten schaffen wir einen echten Mehrwert für die Menschen vor Ort“, so Staatssekretärin Jesse.

Der Regiomatenladen bietet rund um die Uhr regionale Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs an. Acht Automaten – teilweise mit Kühl- und Tiefkühlfunktion – ermög­lichen den Einkauf unabhängig von Ladenöffnungszeiten. Das Sortiment reicht von Honig, Milchprodukten, Wurstwaren sowie Ölen und Essig bis hin zu Nudeln, Getränken, Kerzen und handgefertigten Geschenkartikeln regionaler Erzeuger.

Mit der Förderung wurden die Räume des ehemaligen Kartof­felmuseums zu einem modernen Verkaufsraum umgebaut, barrierefrei gestaltet und technisch ausgestattet. Ziel ist es, die Nahversorgung in der Innenstadt zu verbessern, regionale Anbieter zu stärken und neue Impulse für die Entwicklung des historischen Stadtkerns zu setzen.

Das Vorhaben ist Teil der Landesinitiative Ländliche Gestal­tungsRäume, mit der das Land innovative Projekte zur Siche­rung der Daseinsvorsorge in besonders vom demografischen Wandel betroffenen Regionen unterstützt. Seit 2019 wurden über die Initiative 26 Vorhaben mit rund 12 Millionen Euro gefördert und damit Gesamtinvestitionen von mehr als 20 Mil­lionen Euro ermöglicht.

Netztechnische Erschließung eines Industrie- und Gewerbegebietes

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken Lubmin als Energie- und Industriestandort der Zukunft“

Greifswald – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute in Greifswald einen Zuwen­dungsbescheid in Höhe von 225.000 Euro an den Landkreis Vorpommern-Greifswald übergeben. Mit den Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirt­schaftsstruktur“ (GRW) wird die Erstellung einer Machbar­keitsstudie zur netztechnischen Erschließung und Erweiterung des Industrie- und Gewerbegebietes Lubminer Heide geför­dert. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf  300.000 Euro. 

„Lubmin ist einer der wichtigsten Energiestandorte Deutsch­lands und bietet hervorragende Voraussetzungen für die Ansiedlung weiterer, insbesondere energieintensiver Industrie bis hin zum Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffwirt­schaft. Mit der Machbarkeitsstudie schaffen wir die plane­rischen Grundlagen, um die notwendige Infrastruktur voraus­schauend auszubauen. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes und eröffnet Perspektiven für neue Investi­tionen und zukunftsfähige Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vor­pommern“, sagte Minister Dr. Blank.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie werden die netztech­nischen und wirtschaftlichen Durchführbarkeit und Potentiale für die Ansiedlung energieintensiver Unternehmen des produ­zierenden Gewerbes sowie für die Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff untersucht. Hintergrund sind mehrere geplante Elektrolyse-Großprojekte am Standort, deren Umset­zung eine leistungsfähigere technische Infrastruktur erfordert. Perspektivisch könnten am Standort Lubmin bis zum Jahr 2038 Elektrolysekapazitäten von bis zu vier Gigawatt ent­stehen. Im Rahmen des Vorhabens werden die Durchführbar­keit, das Potenzial und die Risiken sowie die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen geprüft und entwickelt.

„Die Transformation eröffnet große Chancen für die indu-strielle Entwicklung unseres Landes. Damit Unternehmen investieren können, müssen die infrastrukturellen Voraus­setzungen stimmen. Die Studie wird aufzeigen, wie die netz­technische Erschließung wirtschaftlich und technisch um­gesetzt werden kann und bildet damit eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Standortes Lubmin“, so Minister Dr. Blank.

„Sommerlinie“ verbindet Greifswald und Lubmin wieder per Bahn

Dr. Wolfgang Blank: „Ein starkes Signal für den ÖPNV in M-V“

Greifswald – Nach 27 Jahren rollen seit heute wieder regulär Personenzüge zwischen Greifswald und Lubmin. Mit dem Start der neuen „Sommerlinie“ wird die traditionsreiche Bahn­verbindung während der Sommerferien an den Wochenenden wieder für den Personenverkehr genutzt.

Im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern betreibt die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn (PRESS) die Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof Greifs­wald und dem Seebad Lubmin. Zum Auftakt der Sommerlinie fand am Samstag eine gemeinsame Premierenfahrt mit Ver­treterinnen und Vertretern des Landes, der Kommunen, der PRESS sowie weiterer Partner statt.

Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank betonte die Bedeutung des Projekts: „Dass nach 27 Jahren wieder regulär Personenzüge zwischen Greifswald und Lubmin fahren, ist ein weiteres starkes Signal für den öffentlichen Personennahverkehr in unserem Land. Im Rahmen unserer Mobilitätsoffensive haben wir das Mobilitätsangebot mit neuen Verbindungen und neuen Ruf- und Regiobussen deutlich verbessert und dafür von 2023 bis 2025 rund 120 Millionen Euro investiert. In diesem Jahr kommen weitere rund 60 Mil­lionen Euro dazu. Die aus langem Schlaf erweckte Sommer­linie bringt Menschen bequem an die Küste. Unser gemein­sames Ziel mit Landkreise und Kommunen mit ist es, auf Grundlage der Erfahrungen aus diesem Sommer ein trag­fähiges Konzept für die Wiederbelebung der Strecke zu ent­wickeln.“

Kay Kreisel, Geschäftsführer der Pressnitztalbahn sagte: „Die Reaktivierung einer Strecke im öffentlichen Personennah­verkehr ist immer ein starkes Signal für die Region und deren Mobilität. Wir freuen uns, dass mit dem Zuschlag an die Pressnitztalbahn ein zuverlässiger Eisenbahnverkehr auf einer weiteren Strecke in Mecklenburg-Vorpommern etabliert werden kann.“

Michael Sack, Landrat des Landkreises Vorpommern Greifs­wald ergänzte: „Die Wiederaufnahme des Schienenpersonen­verkehrs zwischen Greifswald und Lubmin ist ein tolles Signal für die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs in unserem Landkreis. Mit der Reaktivierung dieser traditionsreichen Stre­cke im Sommer wird ein attraktives Angebot für Einheimische und Gäste geschaffen, wobei die bestehende Infrastruktur sinnvoll genutzt wird. Es freut mich für unsere Region sehr, dass wieder Personenzüge auf dieser Strecke verkehren und die Anbindung zwischen Greifswald und Lubmin deutlich ver­bessert wird.“

„Die Wiederaufnahme des Personenverkehrs nach Lubmin ist für mich ein echtes Herzensprojekt. Seit 2022 arbeite ich daran, dass diese traditionsreiche Verbindung wieder für Fahrgäste nutzbar wird. Umso mehr freue ich mich, dass aus dieser Idee nun mit tatkräftiger Unterstützung des Landes Wirklichkeit geworden ist. Die neue Sommerlinie verbindet unsere Universitäts- und Hansestadt direkt mit der Küste und schafft eine attraktive Möglichkeit, die Region nachhaltig und bequem zu entdecken. Das ist ein großer Gewinn für den Tourismus, für die Menschen vor Ort und für unsere Gäste“, betonte Greifswalds Oberbürgermeister Dr. Stefan Fass­binder.

„Für das Seebad Lubmin ist die Bahnlinie ein weiterer touris­tischer Punkt, um für unsere Gäste und Einwohner eine Mög­lichkeit zu schaffen, an den Wochenenden nach Lubmin und Greifswald zu kommen. Wir hoffen, dass viele die Bahn nut­zen, damit das Angebot auch im nächsten Jahr fortgeführt werden kann“, so der 1. stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Lubmin Frank Tornow.

„Wir beleben im Sommer den Personenverkehr nach 27 Jah­ren im Auftrag des Landes neu. Mit der Pressnitztalbahn haben wir einen verlässlichen Partner dafür gefunden. Wir freuen uns sehr über die neue Sommerlinie im Land und sind gespannt, wie die Sommerlinie von den Fahrgästen ange­nommen wird“, sagte Carsten Werfel, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH.

Die Sommerlinie verkehrt während der Sommerferien an den Wochenenden zwischen Greifswald und Lubmin. Mit dem zeitlich befristeten Angebot sollen Erfahrungen zur Nachfrage gesammelt und die Grundlage für weitere Entscheidungen zur Zukunft der Strecke geschaffen werden.

Nachbarschaftliches Engagement

Drese ruft zu Bewerbung für den Deutschen Nachbarschaftspreis auf

Schwerin – Bereits zum zehnten Mal zeichnet die nebenan.de Stiftung nachbarschaftliches Engagement mit dem Deutschen Nachbarschaftspreis aus. Noch bis zum 25. Juli können sich lokale Initiativen und Projekte für den mit bis zu 5.000 Euro dotierten Preis bewerben. Sozialministerin Stefanie Drese rief am Wochenende zu einer breiten Teilnahme auf.

„Ob es die Nachbarn sind, die lebendige Treffpunkte im eigenen Quartier geschaffen haben, der Gemeinschaftsgarten ums Eck, inklusive Sport- und Kulturangebote, die allen offenstehen oder ganz andere kreative Projekte: MV hat hier viel zu bieten“, zeigte sich die Ministerin sicher.

„Das beweist auch ein Blick auf die Landessieger der Vorjahre, die hervorragende Vorbilder sind und zeigen, wie unterschiedlich nachbarschaftliches Engagement aussehen kann“, betonte sie. So habe sich etwa Allerhand e.V. aus Qualitz mit einem offenen Werkstatthaus durchgesetzt, während Gäste bei der MittwochsMa(h)lzeit in Parchim nicht nur ein warmes Essen bekommen, sondern auch Gemeinschaft finden. Der Treffpunkt andersARTick hingegen steht Menschen mit und ohne Handicap offen und ist mit diesem inklusiven Konzept der jüngste Preisträger des Landes.

„Aber auch bundesweit hat sich MV bereits durchsetzen können. Die Nachbarschaftshilfe Karlshagen auf Usedom durfte sich so etwa über den bundesweiten Themensieg im Bereich Generationen freuen“, hob Drese hervor. „All das zeigt: MV kann Engagement und ich würde mich freuen, wenn wir das auch in diesem Jahr wieder mit vielen Bewerbungen für den Deutschen Nachbarschaftspreis sichtbar machen und an die vorherigen Erfolge anknüpfen können. Verdient haben es unsere Ehrenamtler allemal“, so die Ministerin.

Teilnahmeberechtigt sind Nachbarschaftsvereine, Stadtteilzentren, gemeinnützige Organisationen, Sozialunternehmen und Kommunen sowie engagierte Gruppen oder lose Zusammenschlüsse von engagierten Nachbarn, Bewerbungsschluss ist der 25. Juli 2026.

Im Anschluss bewertet die nebenan.de Stiftung alle Bewerbungen und trifft eine Vorauswahl von bis zu sechs Projekten pro Bundesland. Die nominierten Projekte werden dann 31. August 2026 bekannt gegeben, die Jury tagt im Anschluss bis zum 17. September, so dass die Landessieger am 06. Oktober feststehen. Die Auszeichnung erfolgt dann in einer festlichen Preisverleihung am 17. November in Berlin.

Alle Informationen zur Bewerbung, Portraits vergangener Gewinnerprojekte als Inspiration sowie eine umfangreiche FAQ finden Interessierte unter https://www.nachbarschaftspreis.de/