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Tag: 13. Oktober 2026

Einheitliche Erbschaftsteuer statt Steuerwettbewerb zwischen den Ländern

Schwerin – Minister Dr. Heiko Geue lehnt Bayerns Vorstoß zur Regionalisierung der Erbschaftsteuer ab. Statt Steuerwettbewerb zwischen den Ländern fordert Mecklenburg-Vorpommern mehr Steuergerechtigkeit, weniger Ausnahmen für große Vermögen und bessere Bedingungen für Unternehmensnachfolgen.

Zur gestrigen Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts über den Normenkontrollantrag „Erbschaftsteuer – Gesetzgebungskompetenzen“ der Bayerischen Staatsregierung erklärt Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue: „Eine Regionalisierung der Freibeträge und Steuersätze, wie sie Bayern anstrebt, lehnen wir entschieden ab.

Stattdessen wollen wir mehr Steuergerechtigkeit und eine Erbschaftsteuer, die in der Praxis funktioniert. Es ist schwer vermittelbar, wenn sehr große Vermögen durch weitreichende Ausnahmeregelungen nahezu steuerfrei übertragen werden können, während andere Erbinnen und Erben regulär Steuern zahlen.

Deshalb setzen wir uns für eine Reform der Verschonungsbedarfsprüfung und für eine stärkere Besteuerung sehr hoher Vermögen ein. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass Unternehmen fortgeführt und Arbeitsplätze erhalten werden können. Dafür brauchen wir praktikable Lösungen, beispielsweise durch großzügigere Stundungsmöglichkeiten. Entscheidend ist ein fairer Ausgleich zwischen Steuergerechtigkeit und dem Schutz wirtschaftlicher Substanz.“

Unterschiedliche Freibeträge und Steuersätze würden einen Steuerwettbewerb zwischen den Ländern begünstigen, zusätzliche Bürokratie verursachen und die einheitliche Anwendung des Steuerrechts erschweren. Die Höhe der Erbschaftsteuer darf nicht davon abhängen, in welchem Bundesland jemand lebt.

Die anstehenden Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer werden wichtige Hinweise für den weiteren Reformbedarf geben. Mecklenburg-Vorpommern setzt sich dafür ein, die notwendigen Reformen auf dieser Grundlage zügig voranzubringen.

Fast 10.000 Menschen suchen Hilfe

Alkohol bleibt Suchtproblem Nummer eins in M-V / Drese: Sucht zerstört nicht nur Gesundheit, sondern belastet ganze Familien – Land setzt auf frühe Prävention, digitale Beratung und besseren Jugendschutz.

Schwerin – Knapp 10.000 Menschen haben 2025 in Mecklenburg-Vorpommern wegen eigener Suchtprobleme oder als Angehörige Unterstützung in einer Suchtberatungsstelle gesucht.

Das geht aus dem Landessuchtbericht 2025 hervor, den Gesundheitsministerin Stefanie Drese und die Geschäftsführerin der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen (LAKOST), Birgit Grämke, am Dienstag im Rahmen der Landespressekonferenz vorstellten. Neben aktuellen Zahlen informierten Drese und Grämke über digitale Beratung, Präventionsprojekte und die geplante Abschaffung des begleiteten Trinkens.

„Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, der mit seiner Abhängigkeit kämpft, und oft eine ganze Familie, die darunter leidet. Sucht ist kein persönliches Versagen. Wir müssen Betroffene ohne Vorurteile unterstützen und verhindern, dass aus riskantem Konsum eine Abhängigkeit wird“, sagte Drese.

Insgesamt 9.959 Menschen nutzten 2025 die Suchtberatung – 186 mehr als im Vorjahr. Darunter waren 8.968 Menschen mit eigener Suchtthematik und 991 Angehörige. Alkohol war mit 5.287 betreuten Klientinnen und Klienten mit Abstand das häufigste Problem.

„Erstmals seit 2019 stiegen die Fallzahlen hier wieder“, verdeutlichte Grämke. Auch Beratungen wegen Stimulanzien, Kokain, Mehrfachkonsum, exzessiver Mediennutzung und Glücksspiel nahmen nach Angaben von Grämke zu. Das Durchschnittsalter der Menschen mit Kokainproblemen sank binnen eines Jahres von 41,9 auf 36,1 Jahre.

Besonders alarmierend ist die Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien: 3.767 Minderjährige waren 2025 von der Suchterkrankung eines Elternteils betroffen, 2.333 lebten mit diesem in einem Haushalt. Die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, weil nicht alle Familien Hilfe suchen.

„Kinder können sich ihre familiäre Situation nicht aussuchen. Sie erleben häufig Ängste und Unsicherheit, über die sie aus Scham oder Loyalität kaum sprechen. Diese Kinder dürfen wir nicht übersehen“, sagte Drese. Mit der Landesfachstelle KipsFam und acht regionalen Anlaufstellen unterstütze das Land betroffene Kinder und Familien. Weitere Maßnahmen umfassen den Ausbau der Beratung zu alkoholbedingten Schädigungen vor der Geburt (FASD), die Qualifizierung von Fachkräften und die Ausbildung regionaler Suchtpräventionsfachkräfte.

Seit Juni 2026 bietet Mecklenburg-Vorpommern mit DigiSucht Beratung per Video, Chat oder E-Mail an. Sie soll insbesondere Menschen erreichen, für die lange Wege, Zeitmangel oder persönliche Hemmschwellen den Zugang zu einer Beratungsstelle erschweren. Derzeit beteiligen sich 14 Suchtberatungsstellen. Zum Jahresende soll das Angebot verstärkt beworben werden, unter anderem mit Plakaten, QR-Codes und kurzen Videos für TikTok.

„Wer Hilfe braucht, soll sie möglichst unkompliziert bekommen – unabhängig davon, ob jemand in einer größeren Stadt oder in einem kleinen Dorf lebt“, betonte Drese. LAKOST-Geschäftsführerin Grämke sieht in der digitalen Beratung zusätzliche Chancen: „Der erste Schritt muss nicht gleich der Gang in eine Beratungsstelle sein. Manchmal hilft es schon, anonym und unkompliziert über den eigenen Konsum sprechen zu können.“

Mit der Wanderausstellung „BE.LIKE.ME – Social Media und ich“ klärt das Land Jugendliche über Chancen und Risiken sozialer Medien auf. Vom 3. November bis zum 18. Dezember ist sie im E-Werk in Schwerin zu sehen. Laut wissenschaftlicher Evaluation der Ausstellung verstanden 91,5 Prozent der Teilnehmenden die Folgen ihrer Social-Media-Nutzung besser, 76,3 Prozent reflektierten ihren eigenen Konsum.

Wie dringend frühe Prävention ist, zeigt die vom Land finanzierte Studie KiJuSucht 2025 der Universität Greifswald. „Erstmals haben wir damit repräsentative Daten speziell für MV“, hob Drese hervor. Dafür wurden 576 Menschen zwischen 10 und 30 Jahren befragt. Bei 40,1 Prozent der befragten Minderjährigen zeigte sich ein riskantes Alkohol-Konsummuster, bei 24,6 Prozent gab es Hinweise auf eine auffällige bzw. abhängige Smartphone-Nutzung. Der erste Kontakt mit Energy-Drinks oder Koffein erfolgt im Durchschnitt bereits mit 10,2 Jahren.

„Wir dürfen Prävention nicht auf später verschieben. Wir müssen Eltern und Schulen einbeziehen und junge Menschen frühzeitig stärken“, sagte Drese. Die Studie zeige zudem, dass der Konsum im Freundeskreis das Risiko erhöhe, während eine gute Bindung an Schule oder Ausbildung schützend wirke.

Die Ministerin informierte zudem über den Stand bei der Abschaffung des begleiteten Trinkens. Drese setzt sich seit Jahren dafür ein. Auf Initiative des Landes hatten sich 2025 die Gesundheitsministerkonferenz und der Bundesrat für die Abschaffung ausgesprochen. Im August 2026 beschloss das Bundeskabinett, die Ausnahmeregelung im Jugendschutzgesetz zu streichen. Damit sollen 14- und 15-Jährige künftig auch in Begleitung ihrer Eltern in der Öffentlichkeit keinen Alkohol wie Bier, Wein oder Sekt trinken dürfen. Die Gesetzesänderung ist noch nicht abgeschlossen; der Bundesrat soll sich am 18. Dezember 2026 erneut damit befassen.

„Die Abschaffung des begleiteten Trinkens wäre ein wichtiges Signal für konsequenten Jugendschutz. Genauso wichtig ist es in die Köpfe der jungen Alkoholkonsumenten zu kommen und problematischen Alkoholkonsum ins Bewusstsein zu rücken. Regeln, Aufklärung und frühzeitige Prävention müssen Hand in Hand gehen“, sagte Drese.

22 Kulturorte bei der KULTURNACHT SCHWERIN

Schwerin – Wenn sich die Sommerzeit verabschiedet und der Nacht eine zusätzliche Stunde schenkt, findet in Schwerin wieder die KULTURNACHT statt.

22 Kulturorte öffnen an diesem Abend ihre Türen. Museen, Galerien, Kunstvereine, Ateliers, Spielstätten, Cafés und Geschäfte laden zu spannenden Begegnungen mit Kunst, Handwerk, Tanz, Schauspiel, Film, Geschichte und Musik sowie mit den Künstlerinnen und Künstlern selbst ein.

„Die Schweriner Kulturnacht lebt für mich von den vielen kleinen Momenten, die sich im Laufe dieses Abends ergeben können. Gerade diese Offenheit macht die Kulturnacht so besonders. Sie schafft Raum für Kultur, für Begegnungen und für die Freude daran, Schwerin immer wieder mit neugierigem Blick neu zu erleben“, so Kulturdezernent Silvio Horn über das vielseitige Programm an den unterschiedlichsten Orten in Schwerin.

Unter dem Motto „Einmal zahlen, alles erleben“ gewährt das Ticket zum Preis von 10 Euro Eintritt in alle Lokalitäten der Kulturnacht. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt frei. Informationen zum Vorverkauf sowie das gesamte Programm sind unter www.schwerin.de/kulturnacht zu finden.

Nach der langen Zeit des Umbaus und der Modernisierung ist in diesem Jahr endlich auch das Staatliche Museum wieder dabei, und zwar Hand in Hand mit dem Theater. An vier ausgewählten Orten im Staatlichen Museum Schwerin erwarten das Publikum jeweils 15-minütige Konzerte von Musikerinnen und Musikern der Mecklenburgischen Staatskapelle. Flankiert werden die Klänge von Kurzführungen, Workshops und einem Escape Game.

Im Theaterzelt am Küchengarten wird zur offenen Balletprobe geladen und in der M*Halle ist Ruby Harlow zu Gast. Im Schloss wird es neben Live-Musik, szenischen Führungen, Puppenspiel und einer Sonderführung erneut eine KinderKunstWerkstatt geben.

Im Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus präsentiert das Künstlerkollektiv ad-hoc eine Musik- und Tanzperformance und in der gegenüberliegenden Aula der VHS kann man bei der beliebten Archivfilmnacht wieder auf Zeitreise gehen und einen Blick in die Vergangenheit unserer Stadt werfen.

Auch der Demmlersaal des Rathauses wird in diesem Jahr wieder Veranstaltungsort: Dort führen die Fotogruppe AUSLÖSER, die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern und die Sammlungen der Landeshauptstadt Schwerin mit ihrem Bildarchiv per Live-Multivisionsshows an markante Schauplätze in Mecklenburg-Vorpommern.

Neben weiteren zahlreichen tollen Ausstellungsangeboten wie u.a. im KunstWasserWerk (inkl. einer musikalischen Eröffnung) der MV-Foto-Galerie oder dem Dezernat5 kommen vor allem auch Musikliebhaber wieder voll auf ihre Kosten, denn allerorts singt und klingt es: Liebhaber südamerikanischer Rhythmen dürfen sich wieder über eine kubanische Nacht in den Schweriner Höfen (Digitalgarden) freuen, aber auch Jazz und klingende Namen im Raum am Ozean, Musik von Maria Daniel im Kontor, Garage/Beat/Pop from UK im Komplex, Schlagzeug + Plattenspieler im Speicher sowie Tango und Swing im Feinspitz werden geboten.

Auch im mecklenburgischen Eisenbahn- und Technikmuseum sowie im Flippermuseum gibt es ein musikalisches Begleitprogramm. Und auch die Möglichkeiten, an diesem Abend selbst kreativ zu werden, sind vielfältig.

Zusätzlich zum im Programmheft angekündigten Angebot öffnet die Kompass Galerie in der Goethestraße 15 ihre Türen. Um 17 Uhr präsentiert der neue Ort für Kunst und Kultur Arbeiten des Greifswalder Malers Felix Jess.

„Ich kann mich wie in den letzten Jahren immer nur wieder ganz herzlich bei all den vielen Mitwirkenden bedanken, ohne deren Engagement und Einfallsreichtum dieses besondere Kulturerlebnis nicht möglich wäre“, so Ulrike Just, die Organisatorin aus dem städtischen Kulturbüro. Damit in dieser besonderen Nacht auch längere Wege nicht zur Hürde werden, ist der Verein IFA M-V e. V. wieder mit dem beliebten Kulturnachtshuttle zur Stelle.

Greifswald verbessert sich im Smart City Ranking 2026

Greifswald – Greifswald macht bei der digitalen Stadtentwicklung weiter Fortschritte. Im aktuellen Haselhorst Smart City Ranking wird die Universitäts- und Hansestadt mit einem Entwicklungsgrad von 42 Prozent bewertet. Damit verbessert sie sich gegenüber dem Vorjahr um weitere 3,2 Prozentpunkte und liegt deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 33,2 Prozent.

In der deutschlandweiten Gesamtbewertung erreicht Greifswald damit den 71. Platz von 418 untersuchten Städten. Unter den 111 großen Mittelstädten liegt die Stadt auf Platz 20. Im Vergleich der Städte in Mecklenburg-Vorpommern belegt Greifswald den zweiten Platz hinter Stralsund.

Bewertet werden mehrere Handlungsfelder. Besonders gut schneidet Greifswald im Bereich „Strategie und Basis“ ab. Hier erreicht die Stadt einen Entwicklungsgrad von 84 Prozent. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Digitalisierung als Stabsstelle eingerichtet wurde und unmittelbar beim Oberbürgermeister angesiedelt ist. Im Handlungsfeld „Verwaltung“ erreicht die Stadt 43 Prozent und damit den höchsten Wert in Mecklenburg-Vorpommern.

„Ich freue mich besonders über die gute Bewertung unserer digitalen Verwaltungsangebote.“, so Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder. „Wir haben in den vergangenen Jahren viele Online-Dienste auf den Weg gebracht und bauen dieses Angebot weiter aus. Unser Ziel ist, dass die Bürgerinnen und Bürger möglichst viele Anliegen einfach und direkt von zu Hause aus erledigen können.“

Seit diesem Jahr können beispielsweise Bauanträge vollständig digital eingereicht werden. Auch viele Dienstleistungen rund um Gewerbe und Gaststätten kann man online erledigen, angefangen von der Gewerbeanmeldung bis zur Gaststättenerlaubnis. Auch die Bescheinigung in Steuersachen, die so genannte Unbedenklichkeitsbescheinigung, kann online beantragt werden.

Mit dem neuen Open-Data-Portal stellt die Stadt zudem kommunale Daten kostenlos und maschinenlesbar zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise Statistiken zur Bevölkerungs- und Arbeitsmarktentwicklung, zu Steuererträgen, zum Wohngeldbezug, zum Kultur- und Sozialpass sowie zum Güterverkehr im Seehafen Ladebow.

Das Haselhorst Smart City Ranking wird seit 2018 jährlich durchgeführt. 2026 wurden 418 Städte mit mehr als 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern untersucht. Rund 60 Indikatoren fließen in die Bewertung ein. Neben öffentlich zugänglichen Daten werden auch Strategien und konkrete Projekte betrachtet. Insgesamt wurden mehr als 33.000 Datenpunkte ausgewertet.

„Hase und Igel“ in der historischen Mühle

Theaterklassiker im Zoo Stralsund

Stralsund – Ein herbstliches Erlebnis für die ganze Familie: Der Zoo Stralsund lädt im Oktober zu einer besonderen Aufführung des beliebten Märchenklassikers „Hase und Igel“ ein. In der malerischen Kulisse der historischen Mühle auf dem Zoogelände wird die charmante Geschichte um das ungleiche Wettrennen lebendig.

Das Theaterstück wird an zwei Terminen in den Herbstferien aufgeführt: am Samstag, den 17. Oktober, sowie am Donnerstag, den 22. Oktober. An beiden Tagen finden jeweils zwei Vorstellungen statt. Die Spielzeiten sind von 13:30 bis 14:00 Uhr sowie von 15:30 bis 16:00 Uhr.

Mit der historischen Mühle als Bühne bietet der Zoo Stralsund eine einmalige Atmosphäre, die den Ausflug zu einem ganz besonderen Erlebnis macht. Die kurzweiligen Vorstellungen sind ideal auch für die kleinsten Besucher und lassen sich perfekt in einen herbstlichen Zoorundgang integrieren.  Wer bei dem legendären Wettlauf letztendlich die Nase vorn hat, können die Zuschauer hautnah miterleben.

Ein großer Pluspunkt für Familien: Die Theatervorführung ist bereits im regulären Zoo-Eintritt enthalten. So lässt sich das kulturelle Erlebnis wunderbar mit einem anschließenden Spaziergang durch den herbstlich bunten Zoo verbinden.

Herbstferien im STRALSUND MUSEUM

„Giebel, Backstein & Farbe“

Stralsund – In den Herbstferien lädt das STRALSUND MUSEUM Familien zu zwei Nachmittagen in den historischen Saal des Wulflamhauses am Alten Markt ein.

Los geht es am Samstag, den 24. Oktober. Beim Familienatelier „Giebel, Backstein & Farbe“ dreht sich alles um die historischen Giebelhäuser der Stralsunder Altstadt. Kinder und Erwachsene gehen gemeinsam der Frage nach, was diese Häuser so besonders macht, und gestalten und bemalen ihr eigenes kleines Giebelhaus aus Holz, das anschließend mit nach Hause genommen werden kann.

Am Samstag, den 31. Oktober, folgt „Laterne, Laterne…“: Die Familien schauen gemeinsam den Film „Laternenposse“, erfahren Kurioses aus der Stralsunder Stadtgeschichte und gestalten anschließend fantasievolle Laternen für den Umzug am Sankt Martinstag oder für zu Hause.

Beide Familienateliers finden im Wulflamhaus, Alter Markt 5, jeweils von 14.00 bis 16.00 Uhr statt. Der Eintritt beträgt 4 Euro pro Person, das Material ist im Preis enthalten. Anmeldung telefonisch unter 03831 253 616 sowie per E-Mail an museum-veranstaltungen@stralsund.de möglich.

Veranstaltung informiert Unternehmen über Fördermittelprogramme

Neustrelitz – MVeffizient, das Angebot für Unternehmen der Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV), und die Förderberatung des Landeszentrums für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern (Leea e.V.) laden am 18. November 2026 in Neustrelitz zu einer gemeinsamen Fördermittelveranstaltung ein. Beginn ist um 10 Uhr im Landeszentrum für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern, Am Kiefernwald 1.

„Klimaschutz entsteht ganz praktisch vor Ort in den Unternehmen, Kommunen und Verwaltungen. Für sie spielen die Energiekosten eine wichtige Rolle. Viele Unternehmen in MV wollen sie senken und planen dafür Investitionen. Auf der Veranstaltung erfahren Geschäftsführende sowie Verantwortliche für Energie, Klimaschutz und Finanzen in Unternehmen MV, welche Förderprogramme dazu passen und was das Klimaverträglichkeitsgesetz des Landes für den eigenen Betrieb bedeutet. Denn für viele Betriebe bestimmt nicht zuletzt die Förderung, ob sich eine Investition rechnet“, sagt Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus.

Die Programme von Bund und Land unterscheiden sich in Voraussetzungen, Fristen und Förderquoten. Hierzu stellen Fachleute des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Klimaschutzministeriums MV aktuelle Förderprogramme und das neue Gesetz vor. An Infopoints stehen weitere Institutionen für Einzelgespräche bereit.

„Energiekosten bleiben für viele Betriebe im Land ein großes Thema. Wer investieren will, soll wissen, welche Unterstützung es gibt und was sich durch neue Regeln ändert“, sagt Gunnar Wobig, Geschäftsführer der LEKA MV. „Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die Programme von Bund und Land und bringt die Betriebe mit den zuständigen Ansprechpersonen zusammen. Das kann den Unternehmen Zeit und viele einzelne Anfragen sparen.“

Nach der Begrüßung durch Stefanie Beitz von der Förderberatung des Leea e.V. und Robert Reinschmidt, Technischer Berater bei MVeffizient, stellt Jona Knoke vom BAFA die Module der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) vor. Ein Vortrag zu den Kreditprogrammen der KfW folgt. Am Nachmittag erläutert Dr. Beatrix Romberg, Referatsleiterin im Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV, was das Klimaverträglichkeitsgesetz für Unternehmen im Land ändert. Ihr Kollege Henry Moß stellt im Anschluss die Klimaschutzförderrichtlinie des Landes für Unternehmen vor.

Ab 14 Uhr haben die Teilnehmenden viel Zeit für Gespräche an den Infopoints. Dort beraten das Klimaschutzministerium MV, das Landesförderinstitut MV, MVeffizient, das Leea e.V., die NORD/LB, die KfW, die Sparkassen und die Wirtschaftsfördergesellschaften des Landes.

„Die meisten Fragen aus der Praxis sind sehr konkret. Darf ich die Anlage vor dem Förderbescheid bestellen? Lässt sich Bundes- mit Landesförderung kombinieren?“, sagt Stefanie Beitz, Projektleiterin der Förderberatung beim Leea e.V., die durch den Tag führt. „Solche Fragen können die Unternehmen an den Infopoints mit den Stellen klären, die später über den Antrag entscheiden.“

Frank Liebetrau, ESG-Stratege der NORD/LB, spricht in seiner Keynote über die Transformation als eine Aufgabe, die über die Finanzierung hinausgeht. Ein offener Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden schließt die Veranstaltung ab.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung bis 10. November 2026 wird gebeten.