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Autor: Rügenbote

Breitbandausbau im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Altentrebtow – Mehr als 2.600 Kilometer Glasfaser wurden verlegt, über 16.000 Anschlüsse erstellt – heute am Montag, den 11.05.2026, wurde in Altentreptow feierlich der Abschluss des von Bund und Land geförderte Breitbandausbaus in fünf Projektgebieten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gefeiert.

„Ein leistungsfähiges Breitbandnetz ist heute kein optionales Extra mehr, sondern ein wichtiger Standortfaktor für unseren ländlichen Raum. Nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger, sondern insbesondere auch für die Wirtschaft“, sagte Landrat Thomas Müller bei seiner Begrüßung in der Stadtbibliothek Altentreptow. Gerade in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung sei die Frage nach hohen Übertragungsraten für viele Unternehmen von zentraler Bedeutung. Insgesamt wurden in den fünf Projektgebieten 471 Unternehmen an das Glasfasernetz angeschlossen.

Staatssekretärin Ina-Maria Ulbrich betont die Relevanz schneller Internetanschlüsse, u.a. auch für den Tourismus im Land und schildert den enormen Fortschritt, den MV in den letzten 10 Jahren bereits gemacht hat: „2015 lag die Glasfaserquote in MV bei gerade einmal 2,1 %, heute sind es bereits 64 %. Das ist eine enorme Leistung, die wir zu einem großen Teil mit Fördermitteln von Bund, Land und Kommunen erbracht haben.“

„Als Bund und Land das Förderprogramm aufgelegt haben, waren wir in Neubrandenburg bereits mitten im Glasfaserausbau. Wir konnten also auf wertvolle Erfahrung zurückgreifen und wussten, dass wir ein Projekt dieser Größenordnung im Ausbaugebiet erfolgreich umsetzen können“, blickte neu-medianet Geschäftsführer Ingo Meyer zurück.

Die neu-medianet GmbH, ein Tochterunternehmen der Neubrandenburger Stadtwerke, hatte den von Bund und Land geförderten und durch den Landkreis koordinierten Ausbau in den Projektgebieten Stavenhagen-Land, Burg-Stargard-Trollenhagen, Friedland, Altentreptow und Penzlin-Kratzeburg ausgeführt. In den insgesamt siebeneinhalb Jahren Bauzeit seien so dafür rund 1.150 Kilometer Trasse und 2.636 Kilometer Glasfaser gebaut worden. Die Investitionssumme von Bund und Land in den fünf Fördergebieten beläuft sich auf rund 83 Millionen Euro.

Innenminister Christian Pegel lobt die Arbeit des Landkreises und der neumedia-net. „Den ersten Förderbescheid hat der Landkreis Mecklenburgisch Seenplatte von uns im August 2016 erhalten. Das war unser Startpunkt für den großen Sprung, den Mecklenburg-Vorpommern in nur einer Dekade geschafft hat. Ein großer Teil der Bevölkerung hat jetzt schon die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss zu nutzen. Darauf können wir alle stolz sein“, so Christian Pegel: „Auch in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern gilt, dass der Glasfaserausbau nicht an den Standgrenzen enden, sondern muss bis in die letzte Milchkanne reichen.“

Seit 2015 stellt der Bund im Rahmen des sog. „Weiße-Flecken-Programms“ rund 17 Milliarden Euro Fördermittel für den flächendeckenden Breitbandausbau in Deutschland zur Verfügung. In Mecklenburg-Vorpommern koordinieren die Landkreise den Ausbau in den förderfähigen Gebieten, garantieren dem Bund gegenüber die Erreichung der Projektziele und stellen hierbei insbesondere einen diskriminierungsfreien Zugang über die gesamte Projektlaufzeit sicher.

Für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden im Rahmen des Weiße-Flecken-Programms 20 Projektgebiete mit einer Gesamtfördersumme von Bund und Land in Höhe von rund 360 Mio. Euro festgelegt. Maßgebliches Kriterium für die Förderfähigkeit eines Gebietes gemäß den Breitbandleitlinien der EU ist die Aufgreifschwelle von 30 Mbit/s verfügbare Internetgeschwindigkeit. Nur dann, wenn diese 30 Mbit/s unterschritten werden, handelt es sich um ein förderfähiges Gebiet.

Eine weitere Fördervoraussetzung besteht darin, dass das Projektgebiet nicht ohnehin zeitnah durch ein Telekommunikationsunternehmen ausgebaut wird. Als Nachfolgeprogramm wurde im April 2023 die Gigabitförderung 2.0, das sog. „Graue-Flecken-Programm“ in der der Schwellenwert auf eine Förderung auf mindestens 200 Mbit/s symmetrisch bzw. 500 Mbit/s im Download erhöht wurde. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat auch in diesem neuen Programm drei Projektgebiete definiert und nach erfolgreicher Antragstellung auf Bundes- und Landesförderung die vorläufigen Zuwendungsbescheide erhalten hat. Zurzeit befindet sich die Verwaltung noch in der Ausschreibungsphase.

Bund und Land haben sich zum Ziel gesetzt, eine flächendeckende Gigabitversorgung zu ermöglichen. Ende 2015 verfügten nur rund 2,1 % der Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern über einen Glasfaseranschluss. Bis heute konnte diese Zahl nach landesinternen Erhebungen auf 64 % gesteigert werden. Das sind rund 330.000 Adressen von insgesamt 520.000 erfassten Adressen im Land.

Von diesen bereits versorgten Adressen wurden mehr als 270.000, also 82 %, mit Hilfe von Fördermitteln von Bund, Land und Kommunen ausgebaut. Das zeigt den hohen Stellenwert, den die Förderung im Glasfaserausbau in Mecklenburg-Vorpommern hat. Bis heute haben 154 Projektgebiete einen Zuwendungsbescheid vom Bund und Land erhalten. Für diese Projekte stehen Fördermittel in Höhe von rund 2,9 Milliarden Euro zur Verfügung (von Bund und Land sowie einem kommunalen Eigenanteil).

Davon sind bereits mehr als die Hälfte verbaut. Der Ausbau der weißen Flecken (also Adressen mit unter 30 Mbit/s-Versorgung vor Förderbeginn) ist nahezu abgeschlossen. Nach Angaben der ausbauenden Unternehmen sind mit Hilfe der Fördermittel von Bund, Land und Kommunen bislang mehr als 18.000 Kilometer Trasse mit rund 51.000 Kilometern Glasfaserkabel fertiggestellt worden.

Training bis in die Abendstunden

SV Bad Kleinen bekommt neue LED-Flutlichtanlage

Bad Kleinen – Seit mehreren Jahren verzeichnet der gemeinnützige SV Bad Kleinen einen kontinuierlichen Zuwachs an Mitgliedern, insbesondere in der Fußballabteilung mit ihren Kinder-, Jugend- und Männermannschaften. Damit die Trainingszeiten verlängert und auch in der dunkleren Jahreszeit trainiert werden kann, überbrachte Sportministerin Stefanie Drese dem Verein heute einen Fördermittelbescheid in Höhe von 50.000 Euro aus dem Bürgerfonds des Landes für eine neue LED-Flutlichtanlage.

“Mit der neuen Flutlichtanlage schaffen wir verlässliche Trainingsbedingungen das gesamte Jahr über und ermöglichen gleichzeitig neue Nutzungsmöglichkeiten für den Rasenplatz, der regelmäßig auch von umliegenden Vereinen genutzt wird. Fußball, Federball, Popgymnastik und andere Outdoorsportarten profitieren damit gleichermaßen von der modernen und tageslichtunabhängigen Beleuchtung“, erklärte Drese bei der Übergabe des Bescheids.

Die Investition in die neue LED-Flutlichtanlage sei deshalb ein wichtiger Beitrag zur Förderung des Breitensports in der Region insgesamt. „Gerade Kinder und Jugendliche erhalten dadurch mehr Zeit auf dem Platz und bessere Bedingungen für ihre sportliche Entwicklung“, freute sich Drese. Zugleich werde die Attraktivität des Vereins auch nach außen weiter gesteigert. „Damit steht einem bunten, weiter wachsenden Vereinsleben nichts mehr im Wege“, so die Ministerin.

Große Erfolge beim Landesfinale des 17. Plattdeutsch-Wettbewerbs

Mehr als 200 junge Sprachtalente zeigen, wie lebendig und vielfältig die plattdeutsche Sprache ist

Güstrow – Beim Landesfinale des 17. Plattdeutsch-Wettbewerbs haben junge Sprachtalente aus Mecklenburg-Vorpommern ihre kreativen Beiträge präsentiert. Das Motto: „Plattdüütsch allerwägens ünnerwägens – 150 Johr Martha Müller-Grählert“. In der Aula der Regionalen Schule „Richard Wossidlo“ in Güstrow haben sie gezeigt, wie lebendig und vielfältig die plattdeutsche Sprache ist. Die Bandbreite reichte von Liedbeiträgen über szenische Darstellungen bis hin zu Kurzfilmen.

„Beim Plattdeutsch-Wettbewerb haben junge Menschen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie viel Freude und Kreativität in der Sprache steckt. Sie sind die besten Botschafter für das Plattdeutsche heute und in Zukunft“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Dieser Wettbewerb ist ein Fest der Sprache und der Gemeinschaft. Mein herzlicher Dank gilt allen, die diesen Tag möglich gemacht haben: den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, den Lehrkräften, den Eltern und Großeltern, die die Kinder und Jugendlichen so großartig unterstützen und nicht zuletzt dem Organisationsteam.“

Jette Bolz, Botschafterin für Niederdeutsch, hat als Mitglied der Jury die Preise und Urkunden überreicht: „Mir war es eine große Freude, so viel Talent und Begeisterung für das Niederdeutsche zu erleben. Jede Darbietung hatte ihre ganz eigene Handschrift und hat gezeigt, wie viel Leben, Kreativität und Herz in unserer Sprache stecken. Die Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen, am liebsten hätten wir noch viel länger zugehört.“

Insgesamt 219 Kinder und Jugendliche aus 21 angemeldeten Einrichtungen nahmen am Wettbewerb teil und hatten 32 Beiträge eingereicht. Die Finalisten überzeugten die Jury bereits in den Regionalwettbewerben der Schulamtsbereiche Greifswald, Schwerin, Rostock und Neubrandenburg mit ihren digitalen Projekten.

Der Plattdeutsch-Wettbewerb wird seit 2013 durch das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Bildungsministeriums organisiert. Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt.

Preisträgerinnen und Preisträger:

Kategorie Kita

  1. Platz: Kita „Knirpsenland“ aus Laage
  2. Platz: Kita Lüsewitz aus Groß Lüsewitz
  3. Platz: Kita „Muschelsucher“ aus Zingst

Kategorie Grundschule

  1. „Die andere Grundschule“ aus Groß Nemerow
  2. Grundschule Mönchgut aus Mönchgut
  3. Grundschule „Fritz Reuter“ aus Ludwigslust

Kategorie Klasse 5-9

  1. Evangelisches Schulzentrum Demmin „Katharina von Bora“
  2. Reuterstädter Schulcampus Stavenhagen
  3. Förderzentrum „Schule am Schwanenteich“ aus Rostock

Klasse 10-13

  1. Goethe-Gymnasium Demmin

Die prämierten Sprachtalente wurden mit folgenden Preisgeldern ausgezeichnet – für den 1. Platz mit 500 Euro, für den 2. Platz mit 300 Euro und für den 3. Platz mit 100 Euro. Außerdem wurden Sachpreise wie bunte Lieder- und Lesebücher, Sprach-Spiele, Viereckstücher und für Grundschulen die Heimatschatzkiste vergeben. Darüber hinaus konnten sich die Siegerinnen und Sieger in den oberen Klassenstufen über eine Einladung zum Sprachcamp „Plietsch und Platt“ in Schwerin-Mueß freuen.

Den Sonderpreis des Landes und damit je 250 Euro bekamen die Schülerinnen und Schüler der „Schule am Bodden“ aus Neuenkirchen bei Greifswald für Ihre Theaterstücke „Hänsel und Gretel“ und „Aschenputtel“ sowie das Förderzentrum „Schule am Schwanenteich“ aus Rostock, das auch den 3. Platz im Landesfinale belegte. Die Grundschüler aus Vorpommern erhielten zudem eine Heimatschatzkiste für den Unterricht.

15. Jahre Hospiz am Aubach

Schwesig: Jeder Mensch hat das Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat in ihrem Grußwort zum 15. Jubiläum des Hospizes am Aubach die dortige Arbeit gewürdigt: „Jeder Mensch hat das Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen. Das steht in der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Dazu gehört, dass die Vorstellungen, Werte und Wünsche von Sterbenden respektiert werden. Diesem Ziel fühlt sich auch das Hospiz am Aubach verpflichtet. Die Menschen, die im Hospiz tätig sind, sind Tag und Nacht für die Sterbenden und ihre Angehörigen da.“

Sie danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht auf die Uhr schauten, wenn zum Ende ihrer Arbeitszeit noch jemand etwas brauche. Sie danke für die Fachkunde, das Einfühlungsvermögen und die gute Zusammenarbeit im Team. Schwesig würdigte ebenso die Verdienste von Pflegedienstleitung, Katy Nülken, die sie als engagierte Hospizleiterin kennen- und schätzen gelernt habe. Sie habe mit ihrem Engagement das Hospiz am Aubach 15 Jahre lang nachhaltig geprägt.

„Besonders bedanken möchte ich mich auch bei den Ehrenamtlichen im Hospiz. Die Hospizbewegung hat ihre Wurzeln im Ehrenamt. Ehrenamtliche sind im Hospiz tätig, unterstützen die Gäste und ihre Familien. Sie hören zu. Sie geben Zeit. Ehrenamt im Hospiz ist anspruchsvolles, intensives Ehrenamt, das den ganzen Menschen fordert“, so die Ministerpräsidentin weiter. Für dieses Engagement danke sie sehr.

Sie ergänzte: „Das Hospiz am Aubach ist auch finanziell auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen. Fünf Prozent seiner Kosten muss das Hospiz aus Spenden und ehrenamtlicher Hilfe aufbringen.“ Daher gelte auch allen Unterstützerinnen und Unterstützern ein ganz herzliches Dankeschön. „Herzlichen Glückwunsch zu 15 Jahren Hospiz am Aubach und alles Gute“, wünschte sie zum Abschluss.

Zu Besuch in der Jenaplanschule

Im Jubiläumsjahr des Deutschen Schulpreises stehen Preisträgerschulen im Fokus

Rostock – Bildungsministerin Simone Oldenburg hat anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Deutschen Schulpreises die Jenaplanschule Rostock besucht. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Robert Bosch Stiftung sowie Mitgliedern der Jury des Deutschen Schulpreises informierte sie sich über die pädagogische Arbeit der Schule, die 2015 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde.

„Die Jenaplanschule Rostock zeigt eindrucksvoll, wie modernes Lernen gelingen kann – mit Gemeinschaft, Eigenverantwortung und individueller Förderung“, sagte Bildungsministerin Oldenburg während ihres Besuchs. „Die Auszeichnung mit dem Deutschen Schulpreis ist bis heute eine schöne Anerkennung für das große Engagement des Kollegiums und der gesamten Schulgemeinschaft.“

Der Deutsche Schulpreis feiert im Jahr 2026 sein 20-jähriges Bestehen. Seit 2006 zeichnen die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung gemeinsam mit Partnern Schulen aus, die mit innovativer Praxis und erfolgreicher Schulentwicklung überzeugen. Im Jubiläumsjahr besuchen Bildungsministerinnen und Bildungsminister bundesweit Preisträgerschulen, um gute Bildungspraxis sichtbar zu machen und den Austausch zu fördern.

Die Jenaplanschule Rostock ist eine Integrierte Gesamtschule mit Grundschulteil in öffentlicher Trägerschaft. Derzeit lernen dort 800 Schülerinnen und Schüler in 34 Klassen. Grundlage der pädagogischen Arbeit ist das Jenaplan-Konzept, das auf Gemeinschaft, Selbstständigkeit und individuelle Förderung setzt. Die reformpädagogische Schulform wurde in den 1920er Jahren von Peter Peterson entwickelt und ersetzt Jahrgangsklassen durch jahrgangsgemischte Stammgruppen. Der Unterricht fußt auf vier Säulen: Gespräch, Arbeit, Spiel und Feier.

Die Schulleitung und das Kollegium nutzten den Besuch der Bildungsministerin, um sich über aktuelle Aufgaben auszutauschen und Perspektiven moderner Schulentwicklung zu diskutieren. Bildungsministerin Simone Oldenburg hob dabei hervor: „Schulen wie die Jenaplanschule geben wichtige Impulse für unser Schulsystem. Moderne Schulkonzepte und Lernformen sind auch an öffentlichen Schulen möglich. Nicht die Trägerschaft – ob öffentlich oder frei – ist ausschlaggebend, sondern das Engagement der Lehrkräfte.“

Die Jenaplanschule Rostock gehört zu den vier Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, die bislang mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurden. Dazu zählen außerdem das Regionale Berufliche Bildungszentrum Müritz (Hauptpreisträger 2022), das Evangelische Schulzentrum Martinschule Greifswald (Hauptpreisträger 2018) sowie die Schule am Park Behrenhoff (Preisträger 2010).

Land will neues Feuerwehrgerätehaus in Völschow fördern

Ines Jesse: „Wir stärken die Feuerwehren in unserem Land.“

Völschow – Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute an die Gemeinde Völschow eine Förderankündigung in Höhe von bis zu 600.000 Euro für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr übergeben.

„Leistungsfähige Feuerwehren brauchen zeitgemäße Rahmenbedingungen. Mit dem Neubau schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Kameradinnen und Kameraden vor Ort auch künftig schnell und zuverlässig helfen können“, sagte Staatssekretärin Jesse. „Damit stärken wir unsere Feuerwehren, das Ehrenamt und den ländlichen Raum insgesamt.“

Das Vorhaben in Völschow ist Teil des Projekts „Musterfeuerwehrhaus Mecklenburg-Vorpommern“. Ziel ist es, standardisierte und seriell herstellbare Feuerwehrgerätehäuser zu entwickeln, die von den Kommunen bedarfsgerecht abgerufen und zügig umgesetzt werden können. Durch die Standardisierung werden Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt und Baukosten reduziert. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit des Innenministeriums mit dem Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz (LPBK), den Feuerwehrverbänden, der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord sowie weiteren Partnern umgesetzt.

Für die modernen Musterfeuerwehrgerätehäuser stellt die Landesregierung mit dem neuen Programm 50 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt werden damit 58 Vorhaben im Land über Sonderbedarfszuweisungen gefördert. In den vergangenen Jahren wurden bereits 15 Millionen Euro für konventionelle Feuerwehrgerätehäuser bereitgestellt. Damit konnten bereits 32 Einzelvorhaben für Sanierungen, Erweiterungen und Neubauten ausgewählt werden.

Voraussetzung für die endgültige Bewilligung der Sonderbedarfszuweisung ist, dass die Gemeinde alle erforderlichen Unterlagen vollständig vorlegt. Die Gesamtkosten für das geplante zweistellige Musterfeuerwehrgerätehaus werden auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt.

Europäische Tagung der Leitungen von Justizvollzugsschulen in M-V

Justizministerin Jacqueline Bernhardt begrüßt in Güstrow Gäste aus 15 deutschen Bundesländern, Österreich und der Schweiz.

Güstrow – „Ich freue mich, die Leiterinnen und Leiter der Justizvollzugsschulen aus fast allen Bundesländern, der Schweiz und Österreich dieses Jahr in Güstrow begrüßen zu dürfen. Die jährliche Tagung hat in Güstrow historischen Charakter. Hier soll Luxemburg offiziell als neuer Teilnehmer aufgenommen werden. Der Austausch auf der Tagung ist wie die Arbeit im Vollzug sehr wichtig. Länderübergreifend haben wir alle ein Ziel:

Unsere Auszubildenden sollen das Rüstzeug für die Straffälligenarbeit, für Resozialisierungsarbeit bekommen. Wenn es uns gelingt, verurteilte Menschen nach der Haftentlassung auf ein Leben ohne neue Straftaten vorbereitet zu haben, dann haben wir für das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft das Beste geleistet. Das bedeutet aber auch, dass wir unsere Ausbildung stetig auf den Prüfstand stellen und mit der Zeit gehen“, sagte die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow zur Begrüßung der 20 Tagungsgäste.

„Wir haben unsere Ausbildung bewusst praxisnah ausgerichtet. Die Lernphasen in den Justizvollzugsanstalten sind unverzichtbar für das Verständnis im Vollzug. Auch dass wir am Ende der Ausbildung eine praktische Prüfung fordern, trägt zur Qualität der Ausbildung bei. Der theoretische Teil wurde weiterentwickelt. Als Ministerin, die neben der Justiz auch für Gleichstellung zuständig ist, bin ich sehr dankbar, dass aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und Themen Einzug in den Lehrplan gehalten haben wie etwa der Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz oder Mobbing. Diese Themen sollen aber nicht nur Theorie sein. Wir haben auch praktische Umsetzungen vollzogen. In der JVA Bützow beispielsweise gibt es ein Supervisions- und Schutzformat für weibliche Bedienstete“, so Ministerin Bernhardt.

„Die Gleichstellungspolitik hat in meiner Amtszeit einen sehr bedeutenden Platz in der gesamten Justiz eingenommen. Wenn ich mir die gesellschaftlichen Debatten und auch die Vorfälle zum Nachteil von Frauen ansehen, muss ich sagen: Endlich hat das Umdenken auch hier begonnen. In jedem Bereich des Lebens sollte Gleichstellung eine Rolle spielen“, erklärte die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt weiter.

„Wie alle suchen auch wir händeringend Nachwuchs. Dafür investieren wir. In diesem Jahr wurde die Zulage für Anwärterinnen und Anwärter von 35 auf 50 Prozent erhöht. Das machen immerhin rund 200 Euro mehr im Monat aus. Wir haben das Einstiegsalter auf 18 herabgesetzt. Somit sind die Klassen jünger geworden. Früher lag der Durchschnitt um 26 bis 29 Jahre.

Heute liegt er im Schnitt bei 22 Jahren. Wir werben auf Social Media oder auf Ausbildungsmessen. Die Justizvollzugsanstalten organisieren Berufsinfotage, an denen junge Menschen hautnah den Beruf im Vollzug kennenlernen können. Auf Veranstaltungen wie dem MV-Tag, den Gänsemarkttagen in Bützow oder bei Tagen der offenen Tür im Ministerium in Schwerin fahren wir den großen Gefangenenbus auf. Das alles hat uns zumindest in den letzten Jahren wieder steigende Bewerbungszahlen beschert.

Wir müssen laut trommeln, um sogar innerhalb des öffentlichen Dienstes auf uns aufmerksam zu machen. Das machen wir, obwohl der Justizvollzug eigentlich am erfolgreichsten ist, wenn es nahezu still um ihn ist. Aber er ist eben eine der verantwortungsvollsten und damit wichtigsten Bereiche unseres Rechtsstaates. Einher geht auch die Frage nach der Gewinnung von Lehrkräften. Denn keine Ausbildung ohne Ausbilderinnen und Ausbilder“, so Ministerin Bernhardt.

Erster wettkampfgerechter Baseballplatz in M-V eröffnet

Drese: „Meilenstein für den Baseballsport in unserem Land“

Greifswald – Mit der feierlichen Einweihung der ersten wettkampfgerechten Baseball-Sportstätte in Mecklenburg-Vorpommern wurde am Wochenende in Greifswald nach Ansicht von Sportministerin Stefanie Drese ein sporthistorischer Meilenstein des Landes erreicht. „Mit dieser Anlage erhält die Sportart erstmals eine professionelle Heimat in unserem Land und das richtigerweise im Geburtsort unseres erfolgreichsten Baseballteams, den Greifswald Baltic Mariners“, freute sich Drese bei der Eröffnung.

Mit dem neuen Platz können die Spielerinnen und Spieler ihren Sport nun erstmals unter offiziellen Wettkampfbedingungen ausüben. „Das ist ein enormer Zugewinn für die Baltic Mariners und zugleich eine verdiente Anerkennung für die jahrelange Pionierarbeit, die der Verein für seinen Sport seit der Gründung im Jahr 2011 geleistet hat“, unterstrich die Ministerin. Gleichzeitig sende der neue Baseballplatz ein wichtiges Signal: „Nämlich, dass auch weniger verbreitete Sportarten in Mecklenburg-Vorpommern ihren festen Platz haben“, so die Ministerin weiter.

Neben dem Baseball-Team soll die Sportstätte so auch anderen Randsportarten wie dem Ultimate Frisbee offenstehen. An spielfreien Wochenenden wird die Anlage außerdem für Familien sowie zur freien sportlichen Nutzung geöffnet. “Diese Sport- und Bewegungsangebote für Jung und Alt stärken natürlich in großem Maße auch das gesellschaftliche Miteinander und die Lebensqualität vor Ort“, so Drese.

Sie hoffe, dass die modernen Bedingungen noch mehr Menschen für den Sport im Verein begeistern. „Der weiteren Entwicklung der Baseball-Abteilung steht nun nichts mehr im Wege, bestehende Kapazitäten anderer Sportstätten können durch die neu sanierte Anlage entlastet werden. Beste Vorzeichen also, um künftig noch mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene für Sport und Spaß zu gewinnen“, erklärte die Ministerin.

Sie freue sich deshalb sehr, dass das Land gemeinsam mit dem Landessportbund und der Universitäts- und Hansestadt Greifswald dieses Projekt finanzieren und umsetzen konnte. So wurde die Baumaßnahme mit Landesmitteln in Höhe von fast 423.000 EUR als vereinseigene Sportstätte gefördert. Hinzu kamen rund 62.000 Euro aus dem Bürgerfonds des Landes sowie Mittel in Höhe von 18.716 Euro aus dem Fonds für Vorpommern und das östliche Mecklenburg.