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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Immer mehr Kinder werden ganztags betreut

Oldenburg: Beitragsfreie Kita ist chancengerechte Bildung

Schwerin – Immer mehr Kinder werden in Mecklenburg-Vorpommern ganztägig in Kindertageseinrichtungen betreut, gebildet und gefördert. Während im Jahr 2019 noch rund 72 Prozent der Kinder ganztägig betreut wurden, waren es im vergangenen Jahr bereits 80 Prozent. Hingegen hat sich die Anzahl der Familien, die einen Teilzeitplatz in Anspruch genommen haben, im gleichen Zeitraum von 27 auf 20 Prozent verringert. Die Förderung beträgt bei einem Ganztagsplatz 50 Stunden pro Woche, bei einem Teilzeitplatz 30 Wochenstunden.

„Diese Entwicklung zeigt, dass wir mit der beitragsfreien Kita den Weg für mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit ebnen, indem wir allen Kindern, unabhängig ihrer sozialen Herkunft, die Möglichkeit einer qualitativ hochwertigen Kindertagesförderung bieten. Auch tragen wir mit der kostenlosen Bildung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf Rechnung, denn die Eltern haben die Möglichkeit, ihren Beruf in Vollzeit auszuüben. Gleichzeitig werden ihre Kinder in den Kitas und bei der Kindertagespflege vielseitig und liebevoll gebildet, erzogen und betreut“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Seit sechs Jahren sind Krippe, Kita, Kindertagespflege und Hort für Eltern in Mecklenburg-Vorpommern beitragsfrei. Die dafür entstehenden jährlichen Kosten von über 230 Millionen Euro werden allein durch das Land getragen.

Insgesamt belaufen sich die Ausgaben des Landes für die Kindertagesförderung derzeit auf knapp 533 Millionen Euro jährlich. Das entspricht 55,2 % der Gesamtkosten, die weitere Mittel werden durch die Kommunen getragen.

Im Forum „Gute Kita 2030“ berät die Landesregierung gemeinsam mit allen Beteiligten der Kindertagesförderung über Maßnahmen zu einer zukunftsfähigen Ausgestaltung der Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern. In einem intensiven und ergebnisoffenen Austausch werden zentrale Leitfragen identifiziert und Vorschläge für notwendige Veränderungen erarbeitet. Der Prozess ist bewusst über die laufende Wahlperiode hinaus angelegt und wird unter anderem durch eigenverantwortlich arbeitende Arbeitsgruppen fortgeführt. Folgende Arbeitsgruppen wurden gebildet:

  • Arbeitsgruppe I: qualitativ hochwertige Bildung, Erziehung, Betreuung und Förderung
  • Arbeitsgruppe II: Pädagogisches Personal
  • Arbeitsgruppe III: Perspektiven und Bedarfe von Eltern und Kindern
  • Arbeitsgruppe IV: Finanzierung, Bedarfsplanung, demografischer Wandel und Sicherung der Kindertageseinrichtungen.

Land wirbt für ein Studium in „#MVwow“ MV

Schwerin – Die Hochschulmarketingkampagne „Studieren mit Meerwert – Studieren in Mecklenburg-Vorpommern“ wirbt ab dem 23.02.2026 auf knapp 180 öffentlichen digitalen Flächen und weiteren 5.797 Bildschirmen in S- und U-Bahnen sowie Metroboards in den fünf Ländern Schleswig- Holstein, Hamburg, Berlin, Niedersachsen, und Brandenburg für ein Studium in MV. In Zusammenarbeit mit den staatlichen Hochschulen des Landes, dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und dem Landesmarketing in der Staatskanzlei soll mit den Motiven Aufmerksamkeit für die Qualität des Hochschulstandortes MV und seine guten Bedingungen für Studierende erzeugt werden.

„Im Land zum Leben laden wir junge Menschen ein, ihren Studienplatz zu finden und das `Meer´ an exzellenter Forschung und Lehre an den sieben hervorragenden staatlichen Universitäten und Hochschulen unseres Landes für sich zu entdecken. Die große Bandbreite an Studienfächern sowie die kurzen Wege in das eigene Berufsleben, gepaart mit praxisorientierter, individueller Betreuung, bieten perfekte Rahmenbedingungen für ein Studium in Mecklenburg- Vorpommern. MV setzt erfolgreich Reformen um, die Bildung und Forschung fördern und nachhaltig stärken – und das kostenlos von der Kita bis zur Hochschule“, sagt der Chef der Staatskanzlei, Patrick Dahlemann.

Die Kampagne umfasst Werbung in Großstädten wie Hamburg und Berlin, aber auch in Kiel, Hannover, Potsdam und weiteren Städten. Begleitet wird die digitale Video-Schaltung durch die Platzierung von bis zu 31.000 „Gratispostkarten“ an 310 ausgewählten Standorten z.B. in Restaurants, Kneipen und weiteren öffentlichen Orten.

Vom 23. Februar bis zum 1. März sind die sieben Motive mit ihren Hochschulbotschafterinnen und -botschaftern zu sehen. Begleitet wird die Kampagne durch Onlineauftritte und die Bewerbung auf Social Media-Plattformen wie Meta und TikTok.

Alle Motive sind auch auf dem Portal der Hochschulmarketingkampagne des Landes veröffentlicht:
www.studieren-mit-meerwert.de/kampagnenmotive/

Die Kommunikation für „Studieren mit Meerwert“ wird im Rahmen der Landesmarketingkampagne „MV tut gut.“ durch die Agenturen Werk 3 Rostock und Mandarin Medien Schwerin betreut und umgesetzt.

M-V bildet 2026 neue Moorspezialist*innen aus

Schwerin – Das „Institut zur Ausbildung von Moorspezialisten (IMS)“ am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V bildet seit April 2025 in einem anspruchsvollen Modellvorhaben Moorspe­zialistinnen und Moorspezialisten aus, um den Mangel an Fach­kräften im Bereich des Natürlichen Klimaschutzes auszugleichen. Für den zweiten Jahrgang schreibt das IMS zurzeit neue Stellen für angehende Moorspezialist*innen aus und lädt interessierte Institutionen ein, als Einsatzstelle die praktische Ausbildung zu unterstützen.

Zum Sommer 2026 startet das Institut mit 18 neuen Teilneh­menden in Mecklenburg-Vorpommern, die sich über drei Jahre fachpraktisch und theoretisch für die Umsetzung von Wiederver­nässungsprojekten im Moorklimaschutz qualifizieren und zum Abschluss ein Zertifikat erwerben. Zudem ist geplant, erstmals zwei weitere Stellen des Qualifizierungsprogramms in Nieder­sachsen auszuschreiben, die ebenfalls vom IMS in Mecklenburg-Vorpommern inhaltlich und organisatorisch betreut werden sollen.

„Mit dem Qualifizierungsprogramm Moorspezialisten, das als Modellvorhaben im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz gefördert wird, hat das Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Ostseestiftung und der Universität Greifswald einen Meilenstein entwickelt, um die hohen Ambitionen des Landes im Moor-Klimaschutz und beim Wasserrückhalt in der Landschaft abzusichern“, sagt Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Der theoretische Teil der Ausbildung wird von der Universität Greifswald mit der vom Land geförderten Professur Moorkunde angeboten. „In dem praktischen Ausbildungsteil vermitteln u.a. Wasser- und Bodenverbände, Vorhabenträger, Behörden und Planungsbüros als Einsatzstellen Fachkenntnisse zum Wasser­haushalt und Wasserbau, im Boden- und Naturschutz und nicht zuletzt im Wasserrecht, die wir bei Fachkräften unbedingt brauchen, um Moorprojekte sachgerecht und zügig umzusetzen“, erklärt Backhaus.

„Ich durfte die ersten Teilnehmenden des Qualifizierungs­programms und ihre Projekte nach einem halben Jahr Qualifizierung kennenlernen und war begeistert von der Expertise, die sie sich in dieser kurzen Zeit bereits erarbeitet haben“, so Backhaus weiter.

Antonia Stefer, Leiterin des Institutes zur Ausbildung von Moorspezialisten, schätzt die breite Unterstützung und das Bekenntnis von Land und Bund zum Programm:

„Wir werden fachlich und organisatorisch von Politik und Verwaltung sowie Wissenschaftlern und Fachpraktikern aus dem eigenen Land und dem ganzen Bundesgebiet intensiv in der Ausbildung unterstützt. Daneben sind wir durch das Gesamtbudget i. H. v. 34 Mio. Euro in der Lage, mit unserem neu gegründeten Institut die Qualifizierung äußerst professionell umsetzen.“

Gefördert wird das Projekt im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (90 %). Weitere Finanzierung erhält das Projekt aus Landesmitteln aus dem Sondervermögen Natürlicher Klimaschutz.

„Wir freuen uns nun auf unseren neuen Jahrgang mit engagierten, lernbegeisterten jungen Teilnehmenden“, sagt Stefer.

Bachelor- und Masterabsolventen und –absolventinnen unterschiedlicher Studienfachrichtungen können sich ab sofort auf die ausgeschriebenen Stellen bewerben. Interessierte Institutionen können sich bis zum 15. April an einem Interessensbekundungsverfahren beteiligen, um Einsatzstelle für den praktischen Ausbildungsteil des zweiten Jahrgangs zu werden.

Link Stellenausschreibung: www.karriere-in-mv.de

Link Interessensbekundungsverfahren: www.lung.mv-regierung.de

Seit 2016 rund 880 Millionen Euro für Schulbau bereitgestellt

Schwerin – Seit 2016 hat das Land Mecklenburg-Vorpommern massiv in den Schulbau investiert. Insgesamt wurden landesweit rund 550 Schulbauvorhaben bei Gesamtinvestitionen von rund 1,4 Milliarden Euro mit einem Fördervolumen von etwa 880 Millionen Euro in Förderprogramme des Landes aufgenommen oder Fördermittel in Aussicht gestellt. Rund 540 Millionen Euro davon sind bereits ausgezahlt worden.

„Gute Schulen sind die Grundlage für gute Bildung – und gute Bildung ist die Grundlage für die Zukunft unseres Landes. Gute Lernbedingungen sind die Grundlage für Bildungsgerechtigkeit, Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mecklenburg-Vorpommern steht vor großen Herausforderungen – vom demografischen Wandel bis zur digitalen Transformation. Umso wichtiger ist es, dass unsere Schulen baulich modern, energetisch sinnvoll saniert und technisch zeitgemäß ausgestattet sind. Deshalb hat der Schulbau für die Landesregierung seit Jahren höchste Priorität“, betont MV-Bauminister Christian Pegel.

Breites Förderspektrum – gezielte Investitionen

Allein im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Inneres und Bau MV wurden im Zeitraum 2016 bis 2025 rund 300 Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von etwa 715 Millionen Euro begleitet oder bewilligt. Damit deckt das Bauministerium rund 81 Prozent des gesamten Fördervolumens der Schulbauförderung des Landes ab.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem 2017 gestarteten „Sonderprogramm für den Schulbau“ mit einem Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro. Finanziert wurden 26 Vorhaben – darunter auch Schulbauprojekte an überregionalen Förderzentren – über das Bundesprogramm Kommunalinvestitionsförderung (KInvF) Teil II Schulbau sowie den Strategiefonds des Landes. Ziel war insbesondere der barrierefreie Umbau und die Stärkung inklusiver Schulstandorte.

„Wir investieren gezielt dort, wo Schulen modernisiert, erweitert oder neu gebaut werden müssen – und zwar so, dass sie den Anforderungen von Inklusion, Barrierefreiheit und zeitgemäßer Pädagogik gerecht werden“, so Christian Pegel weiter.

Programme zeigen Wirkung

Zu den wichtigsten Programmen der vergangenen Jahre zählen unter anderem:

  • Im Rahmen der Kommunalinvestitionsförderung Teil 1 Städtebau (2018–2024) konnten zwölf große Schulbauvorhaben und eine Machbarkeitsstudie mit einem Fördervolumen von rund 45,7 Millionen Euro umgesetzt werden. Ein Beispiel ist das Schulzentrum in Sundhagen. Dort wurde im September 2021 der Neubau einer Grund- und Regionalen Schule mit einer Zweifeld-Sporthalle und Außenanlagen fertiggestellt.
  • Im Rahmen der Kommunalinvestitionsförderung Teil 2 Schulbau (2019–2026) wurden 13 große Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 75,2 Millionen Euro unterstützt, von denen neun fertiggestellt wurden. Mit diesem Programm konnte beispielsweise der Ersatzbau der Europaschule – Regionalschule mit Grundschulteil – in Hagenow realisiert werden, der im September 2024 fertiggestellt wurde. Bis zum Ende des Jahres 2026 werden voraussichtlich weitere vier Vorhaben fertiggestellt.
  • Im Strategiefonds Schulbau M-V (2020–2025) konnten 13 Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 23,7 Millionen Euro vollständig umgesetzt werden, darunter der Schulcampus Käthe-Kollwitz in Anklam. Die Sanierung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes wurde im September 2025 abgeschlossen.
  • Das landeseigene Schulbauprogramm (hervorgegangen aus dem M-V-Schutzfonds zur Finanzierung von Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen., 2020–2026) unterstützte 73 Vorhaben – davon 38 kleinere und 35 größere Schulbauvorhaben – zur Verbesserung der räumlichen Kapazitäten und der Hygienestandards mit einem Gesamtvolumen von rund 73 Millionen Euro. Dabei wurden elf Schulbauvorhaben freier Träger aufgenommen. Bis zum Ende des Jahres 2025 wurden 65 Schulbauvorhaben fertiggestellt. Bis zum Jahresende 2026 werden voraussichtlich weitere acht im Bau befindliche Vorhaben fertiggestellt. Teil dieses Programms war z. B. der Neubau der Mosaik-Schule als Teil der Entwicklung des Schulcampus in Grevesmühlen. Die Schule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ wurde im September 2025 fertiggestellt.

Ergänzend wurden Schulbauprojekte unter anderem über EFRE, ELER, die Bund-Länder-Städtebauförderung sowie verschiedene Investitionspakte unterstützt.

Schulbau bleibt Daueraufgabe

Der Schulbau bleibt weiterhin ein zentrales Handlungsfeld der Landesregierung. Im Rahmen des Konjunkturprogramms Schulbau 2024–2027 nach § 10a FAG M-V wurden zusätzlich 200 Millionen Euro bereitgestellt.

Ab 2026 stehen weiterhin Mittel der Bund-Länder-Städtebauförderung zur Verfügung. Im Rahmen des EFRE-Programms M-V 2021-2027 wurden im Bereich nachhaltige Stadtentwicklung und Verbesserung der Energieeffizienz für Vorhaben der Bildungsinfrastruktur rund 16,5 Millionen Euro bewilligt und rund 18,6 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Ab 2026 bis 2037 werden darüber hinaus 600 Millionen Euro mit dem „MV-Plan 2035“ für Vorhaben der Bildungsinfrastruktur im Rahmen des neuen Sondervermögens Infrastruktur des Bundes durch das Land über die Landkreise bereitgestellt. Der Start wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 erfolgen.

„Mit gezielten Investitionen schaffen wir nicht nur sichere und attraktive Lernorte für Schülerinnen und Schüler, sondern unterstützen auch Lehrkräfte in ihrer wichtigen Arbeit. Gleichzeitig stärken wir die Kommunen, entlasten sie langfristig und setzen wichtige Impulse für regionale Wertschöpfung. Schulbau ist damit weit mehr als eine Pflichtaufgabe – er ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit Mecklenburg-Vorpommerns. Wir werden diesen Kurs konsequent fortsetzen“, sagt Bauminister Christian Pegel abschließend.

Land erhöht Anzahl von Klassenfahrten

Oldenburg: In der Schullaufbahn eines Kindes sind zwei zusätzliche Fahrten möglich

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern stehen in diesem Jahr mehr Mittel für Klassenfahrten bereit als im vergangenen Jahr. Im Jahr 2026 sind 1,2 Millionen Euro eingeplant, im vergangenen Jahr standen 968.500 Euro zur Verfügung. „Wie bereits in den Vorjahren konnten auch für das Kalenderjahr 2026 sämtliche Klassenfahrten genehmigt werden, die den Voraussetzungen entsprachen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Das haben wir geschafft, weil wir die Zuschüsse für die Reisekosten der Lehrkräfte erhöht haben. Trotz der angespannten Haushaltslage ist es uns gelungen, den Etat anzuheben“, sagte Oldenburg.

Durch die weiteren finanziellen Mittel können Kinder und Jugendliche während ihrer Schullaufbahn an zwei weiteren Klassenfahrten teilnehmen, zusätzlich zu den bereits jetzt stattfindenden Klassen-, Studien- und Schülergruppenfahrten. „Somit wird es ab dem nächsten Jahr jeweils eine zusätzliche Fahrt in der Grundschule und in der Orientierungsstufe geben. Diese Fahrten waren zuvor nur in Ausnahmefällen möglich“, so die Bildungsministerin weiter. „Gemeinsame Unternehmungen sind für das soziale Miteinander besonders förderlich. Sie ermöglichen Kindern und Jugendlichen wichtige Erfahrungen in der Schulzeit. Diese positiven Erlebnisse wollen wir verstärken.“

Zudem erhalten die Schulen früher eine Genehmigung für die Schulfahrten. Bisher mussten Klassenfahrten bis zum 15. November eines jeden Jahres für die Schulfahrten-Jahresplanung eingereicht werden. „Diese Frist haben wir auf Anfang Oktober vorgezogen. Damit haben die Schulen mehr Planungssicherheit und einen größeren Planungsvorlauf“, sagte Oldenburg.

Im Jahr 2026 hat das Land rund 1.700 Schulfahrten genehmigt. Dabei haben die Schulen ganz unterschiedliche Reiseziele: Während Grundschulklassen überwiegend Orte in Mecklenburg-Vorpommern besuchen, sind Schülerinnen und Schüler in den höheren Jahrgangsstufen auch deutschlandweit oder im europäischen Ausland unterwegs. Viele Grundschulen besuchen das Feriencamp Gnitz auf der Insel Usedom, höhere Jahrgangsstufen fahren zum Beispiel nach Dresden oder Berlin.

Die organisatorischen Rahmenbedingungen regelt die Verwaltungsvorschrift „Durchführung von Schulwanderungen und Schulfahrten an öffentlichen, allgemein bildenden und beruflichen Schulen“. Die Verwaltungsvorschrift wird derzeit von einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitarbeitenden der Staatlichen Schulämter, Vertretungen der Schulleitungsvereinigungen sowie dem Bildungsministerium, überarbeitet.

Land fördert Schülerlabor Groß Lüsewitz

Oldenburg: Kinder und Jugendliche arbeiten im Labor, stellen Fragen und finden selbst Antworten

Groß Lüsewitz – Forschen, staunen, entdecken: Das Land fördert das Schülerlabor Groß Lüsewitz des Forschungsverbundes Mecklenburg-Vorpommern im Schuljahr 2026/2027 mit 48.900 Euro. Die finanzielle Unterstützung ist für das Projekt „NextGen MINT II“ vorgesehen, das Schülerinnen und Schüler frühzeitig für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen begeistern will. „Das Schülerlabor ist ein Ort, an dem junge Menschen Wissenschaft erleben“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg und übergab bei ihrem Besuch den Fördermittelbescheid. „Hier wird geforscht, hier wird experimentiert und hier wird Neugier geweckt.“

Im Mittelpunkt des geförderten Projekts, das im August 2026 starten soll, stehen Experimente von Schülerinnen und Schülern in Biologie und Chemie. „Kinder und Jugendliche lernen hier nicht aus Büchern. Sie arbeiten im Labor, stellen Fragen und finden selbst Antworten“, so die Bildungsministerin weiter. Das Schülerlabor besteht seit 20 Jahren und ist ein außerschulischer Lernort. Jährlich können hier bis zu 1.700 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen unter fachkundiger Anleitung experimentieren. „Das ist beeindruckend und zeigt, wie groß das Interesse an Naturwissenschaften ist“, so Oldenburg.

Für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 stehen niedrigschwellige Zugänge im Vordergrund: Die Kinder lernen grundlegende Arbeitsweisen im Labor kennen, führen einfache Experimente durch und erfahren, welche Rolle Naturwissenschaften im Alltag spielen. In den Jahrgangsstufen 5 bis 9 werden die Inhalte systematisch vertieft und mit Bezügen zu Umwelt, Alltag und Berufswelt verknüpft.

In den Jahrgangsstufen 10 bis 12 liegt der Schwerpunkt auf anspruchsvolleren Experimenten und analytischen Verfahren. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit moderner Labortechnik, führen komplexere Versuchsreihen durch und werten ihre Ergebnisse fachlich aus. „Beim Experimentieren wird wissenschaftliches Arbeiten geübt. Das stärkt die Schülerinnen und Schüler für ihren weiteren Bildungsweg“, sagte die Ministerin.

Didaktisch zeichnet sich das Schülerlabor Groß Lüsewitz durch einen hohen Praxisanteil aus. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig oder in Kleingruppen an voll ausgestatteten Laborarbeitsplätzen. Die Angebote sind als Projekttage, Module oder Ferienkurse organisiert und folgen einem klaren Ablauf aus Einführung, Experimentierphase, Auswertung und Reflexion.

Das Schülerlabor des Forschungsverbundes M-V gGmbH verbindet schulische Inhalte der Naturwissenschaften mit authentischen Forschungs- und Laborumgebungen. „Damit leistet das Schülerlabor einen wichtigen Beitrag zur MINT-Förderung in Mecklenburg-Vorpommern, zur Öffnung der Schulen nach außen und zur Beruflichen Orientierung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Es ist damit auch ein Bindeglied zwischen schulischer Bildung, Forschungspraxis und Arbeitswelt“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Ausbau der Kinder- und Jugendbeteiligung

Land fördert Qualifizierungs- und Beratungsangebote

Schwerin – Das Land fördert den Ausbau der Kinder- und Jugendbeteiligung mit rund 43.000 Euro aus Mitteln des Bürgerfonds. Empfängerin ist die Bildungsstätte Schabernack e.V. in Güstrow als Trägerin der Akademie für Kinder- und Jugendparlamente in Mecklenburg-Vorpommern.

Am 2. April 2024 ist das Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz M-V in Kraft getreten. Seit dieser Zeit erhält Schabernack e.V. verstärkt Anfragen zur Qualifizierung ehrenamtlich engagierter junger Menschen sowie zur Fortbildung von Fachkräften und ehrenamtlichen Begleitpersonen. Darüber hinaus gibt es vermehrt Anfragen von Kommunen nach Beratung und Begleitung bei der Etablierung neuer Gremien.

„Das Land unterstützt deshalb den Austausch und die Vernetzung von Interessierten sowie den Kompetenzerwerb in Kinder- und Jugendbeteiligungsprozessen, sagte Sozial- und Jugendministerin Stefanie Drese am Montag in Schwerin.

Die Ministerin teilte mit, dass es im Land derzeit etwa 40 aktive Kinder- und Jugendbeteiligungsgremien gibt, die sich ehrenamtlich für die Interessen junger Menschen in ihrer Region einsetzen. In weiteren rund zehn Kommunen werde die Einrichtung solcher Beteiligungsgremien vorbereitet.

„Das zeigt, wie groß das Interesse ist, sich bei Planungen und Vorhaben, die die spezifischen Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren, in geeigneter Weise zu beteiligen“, verdeutlichte Drese.

Die Bildungsstätte Schabernack e.V. stelle durch vielfältige Qualifizierungs-, Beratungs- und Vernetzungsangeboten sicher, dass alle in Beteiligungsprozesse involvierten Personen über die erforderlichen fachlichen Kompetenzen verfügen. Zudem sei die Ausbildung von Multiplikatoren wichtig, um Kommunalpolitikerinnen und -politiker besser beraten und den Prozess vor Ort unterstützen zu können, so Drese.

Wetterlage: Zeugnisausgabe auch später möglich

Schnee, Eis und glatte Straßen in Mecklenburg-Vorpommern zum Start in die Winterferien

Schwerin – Wegen der winterlichen Verkehrsverhältnisse ist es einigen Schülerinnen und Schülern am letzten Schultag vor den Winterferien nicht möglich, die Schule zu erreichen. Das Bildungsministerium weist darauf hin, dass die Schulen grundsätzlich geöffnet sind und in jedem Fall eine Betreuung für die Grundschülerinnen und -schüler anbieten. Die Schulen organisieren in eigener Verantwortung den Unterricht oder unterbreiten digitale Lernangebote.

Außerdem teilen die Schulen den Schülerinnen, Schülern und Erziehungsberechtigten mit, dass die Zeugnisse auch in der kommenden Woche in der Schule abgeholt werden können, wenn Schülerinnen und Schüler sie heute nicht in Empfang nehmen können. Über die genauen Uhrzeiten informieren die Schulen. Können Schülerinnen, Schüler oder Erziehungsberechtigte sie auch in der kommenden Woche nicht abholen, erhalten Schülerinnen und Schüler die Zeugnisse in den ersten beiden Schultagen nach den Winterferien.

Das Bildungsministerium hat die Schulen über das Verfahren informiert.