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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Land stärkt Resilienz und Lernförderung

Landesschülerrat, Landeselternrat und Bildungsministerium stellen neue Handreichung zur Resilienz- und Lernförderung vor

Schwerin – Wie können Schulen Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, mit Belastungen umzugehen, Konflikte zu bewältigen und gleichzeitig erfolgreich zu lernen? Mecklenburg-Vorpommern setzt dabei auf einen ganzheitlichen Ansatz. Das Land verbindet Resilienzförderung mit der gezielten Unterstützung beim Lernen. Die neue Handreichung „Kinder und Jugendliche stark machen für die Zukunft: Resilienzförderung im Schulalltag“ zeigt Schulen konkrete Möglichkeiten auf, wie sie psychische Widerstandskraft, soziale Kompetenzen und Lernfähigkeiten von Schülerinnen und Schülern stärken. Die Handreichung bietet Lehrkräften eine Auswahl an Übungen, die sich leicht in den Unterricht oder Schulalltag integrieren lassen.

Bildungsministerin Simone Oldenburg: „Die Folgen der Corona-Pandemie wirken bis heute nach. Schülerinnen und Schüler brauchen deshalb nicht nur Unterstützung, wenn es um Lernrückstände geht. Sie brauchen ebenso Selbstvertrauen, soziale Teilhabe und Strategien, wie sie mit Belastungen und Konflikten umgehen können. Der Landesschülerrat und die Bundesschülerkonferenz haben zurecht immer wieder darauf aufmerksam gemacht. Wir wollen Resilienzförderung deshalb stärker als verbindendes Element im Schulalltag verankern. Dazu gehören verlässliche Strukturen, klare Regeln, ein gutes Miteinander und konkrete Hilfen beim Lernen. Schulen sollen Orte sein, an denen Kinder und Jugendliche Orientierung und Sicherheit finden und ihre eigenen Stärken entwickeln können.“

Diana Zander, Vorsitzende des Landeselternrates Mecklenburg-Vorpommern: „Wir begrüßen die neue Handreichung zur Resilienzförderung sowie das Programm zur Lernförderung ausdrücklich. Kinder und Jugendliche müssen mit ihren Sorgen, Belastungen und individuellen Bedürfnissen ernst genommen werden. Gleichzeitig müssen die Eltern und Sorgeberechtigten über die vorhandenen Unterstützungsangebote informiert und Familien, die Hilfe benötigen, frühzeitig Orientierung und Zugänge zu passenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten ermöglicht werden. Umso wichtiger ist es, dass Schulen und pädagogisches Personal nun niedrigschwellig und kompakt, auf praxisnahe Unterstützungsangebote zugreifen und daraus passgenau auswählen können, was vor Ort gebraucht wird. Entscheidend wird aber sein, dass neben den vielen Herausforderungen des Schulalltags auch die notwendigen Zeitressourcen dafür zur Verfügung stehen. Denn gute Angebote können nur dann wirken, wenn Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte auch die Zeit haben, hinzuschauen und zuzuhören, um Kinder und Jugendliche individuell zu begleiten.“

Felix Wizowsky, Vorsitzender des Landesschülerrates Mecklenburg-Vorpommern: „Die Handreichung zur Resilienzförderung stellt eine gute Grundlage zur Verbesserung des Umgangs mit mentaler Gesundheit in Schulen dar. Wir sehen eine große Sensibilität innerhalb der obersten Schulbehörde gegenüber dem Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern. Jedoch bleibt es notwendig, strukturelle Veränderungen, beispielsweise bei der Fehlerkultur innerhalb unseres Schulsystems, einzuführen, um die Situation für uns Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu verbessern.“

Die Handreichung bündelt praxisnahe Hinweise, Übungen und Maßnahmen. Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte wählen daraus aus, welche Angebote zu ihrer Schule, ihrer Klasse und der jeweiligen Situation passen. Die Sammlung versteht sich ausdrücklich nicht als abschließendes Konzept, sondern als Werkzeugkasten für den Schulalltag. Die Handreichung und weitere Unterlagen stehen auf dem Bildungsserver MV zum Download bereit.

Im Mittelpunkt stehen soziale und strukturelle Schutzfaktoren. Dazu gehören transparente und für alle verständliche Regeln, ein respektvoller Umgang sowie regelmäßige positive Rückmeldungen zu Leistungen und Lernfortschritten. Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern und sozialen Einrichtungen spielt eine wichtige Rolle. Schülerinnen und Schüler sollen bei Bedarf frühzeitig Zugang zu kommunalen Beratungs- und Unterstützungsangeboten erhalten.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf einem resilienten Lernumfeld. Schulen können feste Bewegungs- und Entspannungszeiten in den Schulalltag integrieren und Rückzugsorte („Chill-out-Areas“) schaffen. Gleichzeitig werden Kinder und Jugendliche stärker an der Gestaltung ihrer Schule beteiligt – etwa im Klassen- oder Schülerrat oder bei Patenschaften. Kooperationen mit Horten, Beratungsstellen, Vereinen, Verbänden, Stiftungen, Krankenkassen und Hochschulen können das Angebot zusätzlich erweitern. Als Beispiele nennt die Handreichung unter anderem die Programme „Gute Gesunde Schule“, „Eigenständig werden“ und die Potenzialanalyse „Mission ICH“. Familienklassenzimmer und Familiengrundschulzentren stärken zudem die Zusammenarbeit mit den Eltern bzw. Sorgeberechtigten.

Auch das Miteinander in der Klassen- und Schulgemeinschaft hat eine zentrale Bedeutung. Willkommenswochen können Grundschulkindern den Einstieg erleichtern und von Anfang an eine Verbindung zur Schule schaffen. Klassenregeln, Geburtstagsrituale, Projekttage, Rollenspiele und Morgenkreise fördern das soziale Miteinander. Achtsamkeits-, Konzentrations- und Atemübungen tragen dazu bei, dass Kinder und Jugendliche zu Ruhe kommen und ihr Wohlbefinden stärken.

Resilienzförderung wird dabei eng mit konkreter Lernförderung verbunden. Kompetenzorientierte Lernangebote sollen fachliches Lernen mit der Entwicklung von Lernkompetenzen verknüpfen. Individuelle Förderpläne und digitale Werkzeuge können dabei unterstützen. Lernrückstände und individueller Förderbedarf sollen früh erkannt werden, damit Lehrkräfte gezielt gegensteuern können und Schülerinnen und Schüler Lernfortschritte erreichen.

Ein konkretes Unterstützungsangebot gibt es bereits beim Zentralen Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) des Bildungsministeriums. Schülerinnen und Schüler können regelmäßig an einer digitalen Sprechstunde teilnehmen und dort vertraulich mit Schulpsychologinnen und Schulpsychologen über ihre Konflikte, Ängste und Sorgen sprechen. Die Anmeldung ist telefonisch unter 0385 588 7777 oder per E-Mail an leitstelle-zds@bm.mv-regierung.de möglich. Die nächsten Sprechstunden sind am Mittwoch, 2. September 2026, und Mittwoch, 16. September 2026, geplant. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 bis 6 können gemeinsam mit ihren Erziehungsberechtigten an der Sprechstunde teilnehmen.

Wie gut, die Maßnahmen zur Resilienz- und Lernförderung wirken, soll regelmäßig überprüft werden. Die Handreichung nennt dafür unter anderem die Entwicklung von Kompetenzen, Veränderungen im Unterricht sowie die Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern. Die Ergebnisse fließen in die weitere Schul- und Unterrichtsentwicklung ein.

Neues Berufliches Bildungszentrum Gesundheit und Soziales

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in Schwerin einen Zuwendungsbescheid für den Neubau des Regionalen Bildungszentrum Gesundheit und Soziales in Höhe von rund 103,5 Millionen Euro an den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin Sebastian Ehlers übergeben. Außerdem übergab sie einen weiteren Zuwendungsbescheid für den Neubau der dazugehörigen Sporthalle in Höhe von 6,1 Millionen Euro.

„Mit dem Neubau können die bisher auf drei Orte verteilten Ausbildungsgänge an einem Ort zusammengeführt werden, in modernen Lern- und Fachräumen mit digitalen Möglichkeiten. Wir wollen die Ausbildungsqualität verbessern, die Attraktivität der beruflichen Ausbildung erhöhen und damit die regionale Fachkräftebasis stärken“ erklärte die Ministerpräsidentin.

„Seit meinem Amtsantritt haben wir beinahe eine Milliarde Euro in den Bau und die Digitalisierung unserer Schulen gesteckt“, betonte Schwesig. „Auf diesem Weg wollen wir weitergehen. Ein Drittel unserer Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes, 600 Millionen Euro, setzen wir für die Modernisierung unserer Schulen und damit für gute Bildung ein. Hinzu kommen 250 Millionen nur für die Berufsschulen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Wir wollen die beste Bildung und die beste berufliche Ausbildung für die Schülerinnen und Schüler in unserem Land.“

Die Landesregierung messe den sozialen Berufen hohe Bedeutung zu. „Seit der Etablierung der generalistischen Pflegeausbildung ist die Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern schulgeldfrei: Und seit 2024 müssen auch die Auszubildenden der Kranken- und Altenpflegehilfe in Mecklenburg-Vorpommern kein Schulgeld mehr bezahlen. Auch die Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher ist in Mecklenburg-Vorpommern schulgeldfrei. Wir brauchen diese sozialen Berufe“, sagte die Ministerpräsidentin.

Ausbildung von Straßenwärterinnen und Straßenwärtern

Neuer Ausbildungsjahrgang startet in der Straßen- und Ausbildungsmeisterei Teterow – Dreizehn angehende Straßenwärterinnen und Straßenwärter verstärken die Straßenbauverwaltung

Teterow – Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, begrüßt die neuen Auszu­bildenen in der Straßenbau- und Verkehrsverwaltung des Landes in Teterow.

Wie gewohnt steht der Beginn des Septembers ganz im Zeichen des Nachwuchses für den Straßenbetriebsdienst des Landes: Am Dienstag, dem 1. September 2026, wurden in der Straßenmeisterei Teterow (Landkreis Rostock) dreizehn neue Auszubildende feierlich willkommen geheißen.

Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, betonte bei der Begrü­ßung die Bedeutung der Nachwuchskräfte:

„Damit der Verkehr auf den rund 6.370 Kilometern Bundes- und Landesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern zuverlässig rollt, leisten unsere rund 550 Straßenwärterinnen und Stra­ßen-wärter in 25 Straßenmeistereien täglich einen unersetz­lichen Dienst. Es ist eine Aufgabe mit großer Verantwortung.

Dass sich dreizehn junge Menschen für diesen wichtigen Beruf entschieden haben, freut mich außer­ordentlich. Passend dazu sensibilisieren wir mit unserer aktuellen Kam­pagne ‚#Respekt für StraßenwärterInnen‘ die Öffentlichkeit für mehr Rücksicht, Abstand und Schutz unserer Beschäftigten im Verkehrsraum. Ich heiße die Auszubildenden herzlich in unserer Straßen-baufamilie willkommen!“

Abwechslungsreiche und praxisnahe Ausbildung

Das Berufsbild der Straßenwärterin und des Straßenwärters ist äußerst vielseitig. Im Zentrum stehen der Umgang, die Pflege und die Bedienung moderner Geräte, Werkzeuge und Spezialfahrzeuge. Darüber hinaus lernen die Auszubildenden die Instandsetzung von Straßen, Brücken und Radwegen sowie das fachgerechte Absichern von Unfall- und Baustellen. Auch der Landschafts- und Gehölzschutz gehört zum Auf­gabengebiet. Ergänzt wird die Praxis durch Kenntnisse im Stein-, Holz- und Betonbau, das Vermessen von Gelände­abschnitten sowie das Erstellen und Lesen technischer Zeichnungen und Skizzen.

Standorte und Lernorte

Die betriebliche Kernausbildung absolviert der Nachwuchs in der zentralen Straßen- und Ausbildungsmeisterei Teterow. Theoretisches Wissen wird am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Neustrelitz vermittelt, während ein über­betrieblicher Ausbildungsträger weitere praktische Lerninhalte übernimmt. Im Verlauf der dreijährigen Ausbildung folgen zudem praxisnahe Einsätze in verschiedenen regionalen Straßenmeistereien im ganzen Land.

Weitere Nachwuchskräfte in der Region

Neben den dreizehn Auszubildenden beim Land haben in Mecklenburg-Vorpommern sieben weitere Jugendliche ihre Ausbildung bei den Kommunen und Landkreisen aufge­nommen. Hinzu kommt ein neuer Umschüler bei privaten Bildungsträgern.

Neues Ausbildungszentrum bei Weber Food Technology eröffnet

Neubrandenburg – Das neue Ausbildungszentrum der Firma Weber Food Technology in Neubrandenburg ist gestern durch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig eröffnet worden. „Eine Ausbildung, ob im kaufmännischen oder im handwerklich-technischen Bereich, ist eine solide Grundlage und ein guter Start in den Beruf. Die duale Ausbildung ist wichtig zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Mecklenburg-Vorpommern.

Hier bei Weber Food kann man die ganze Bandbreite spannender Berufe lernen: von Mechanik und Konstruktion über Logistik, Produktentwicklung und Produktdesign bis zur Informatik und in den kaufmännischen Bereich hinein. In diesem Ausbildungsjahr werden 47 Auszubildende bei Weber Food lernen. Darüber freuen wir uns sehr“, sagte die Ministerpräsidentin.

Das neue Azubicenter sei ein klares Bekenntnis zum Standort Mecklenburg-Vorpommern. „Eine Investition in Menschen, in die Zukunft und in die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region. Das neue Ausbildungszentrum bietet viel Platz, praxisnahe Abläufe und echte Maschinen zum Üben“, lobte die Ministerpräsidentin.

Die Landesregierung unterstütze die duale Ausbildung. „Zum Beispiel haben wir die berufliche Orientierung an den Schulen gestärkt. Auszubildende in Mecklenburg-Vorpommern können mit dem Azubi-Ticket, einem vergünstigten Deutschlandticket, für 43 Euro im Monat den gesamten Nahverkehr bundesweit nutzen.

Wir wollen die Berufsschulen mit 250 Millionen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ verbessern. Um die Ausbildung im Handwerk zu fördern, haben wir eine Schülerpraktikumsprämie eingeführt, die ich auf weitere Bereiche der Wirtschaft ausweiten will“, zählte Schwesig auf.

30 neue Finanzwirtinnen und Finanzwirte für M-V

Güstrow – 30 Anwärterinnen und Anwärter haben ihre Ausbildung für den mittleren Dienst der Finanzverwaltung Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich abgeschlossen. Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue übergab ihnen heute in der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow ihre Zeugnisse.

„Sie haben sich für eine Aufgabe entschieden, die für das Funktionieren unseres Gemeinwesens unverzichtbar ist. Steuern finanzieren das, was unser Land zusammenhält – von Bildung und sozialer Sicherheit über Infrastruktur bis hin zu Polizei und Justiz. Zugleich wandelt sich die Landesverwaltung. Wir bauen Bürokratie ab und digitalisieren unsere Verfahren. Dafür brauchen wir engagierte, gut ausgebildete Beschäftigte, die bereit sind, Veränderungen mitzugestalten. Ich wünsche den neuen Finanzwirtinnen und Finanzwirten viel Erfolg und freue mich darauf, sie als Teil unserer Finanzverwaltung willkommen zu heißen“, sagte Minister Dr. Geue bei seiner Festrede.

Am 1. September 2024 haben 42 Anwärterinnen und Anwärter ihre zweijährige Ausbildung begonnen. 31 von ihnen traten zur Laufbahnprüfung an. 30 bestanden die Prüfung im ersten Versuch erfolgreich und sind nun Finanzwirtinnen und Finanzwirte. Ein Anwärter wird die Wiederholungsprüfung ablegen.

Die Ausbildung zur Finanzwirtin bzw. zum Finanzwirt dauert zwei Jahre und verbindet theoretische Ausbildungsabschnitte an der Außenstelle Güstrow der Norddeutschen Akademie für Finanzen und Steuerrecht Hamburg mit praktischen Einsätzen in den Finanzämtern des Landes. Die Absolventinnen und Absolventen erwerben dabei steuerliches Grundlagenwissen sowie Kenntnisse über wirtschaftliche und juristische Zusammenhänge und lernen unterschiedliche Arbeitsbereiche der Finanzämter kennen.

Wer sich ebenfalls für eine Karriere in der Steuerverwaltung Mecklenburg-Vorpommern interessiert, kann sich aktuell wieder bewerben: Bis zum 30. November 2026 stehen insgesamt 96 Plätze für den Ausbildungs- und Studienbeginn im Herbst 2027 zur Verfügung – jeweils 48 Plätze für die Ausbildung zur Finanzwirtin bzw. zum Finanzwirt und für das duale Studium zur Diplom-Finanzwirtin bzw. zum Diplom-Finanzwirt. Weitere Informationen gibt es im Karriereportal der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern.

Schwesig: Wir wollen, dass alle Kinder einen guten Start haben

Schwerin – In Schwerin ist heute der Neubau der Kita Feldstadtmäuse eröffnet worden. „Herzlichen Glückwunsch zu dem schönen neuen Kita-Gebäude“, gratulierte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Wir wollen, dass alle Kinder in unserem Land einen guten Start haben“, erklärte die Ministerpräsidentin. Das moderne Gebäude der Kita Feldstadtmäuse biete beste Bedingungen dafür.

„Wir haben bei uns in Mecklenburg-Vorpommern ein sehr gutes Kita-Angebot. Über 100 000 Kinder besuchen in unserem Bundesland eine Kita. Bei den 0- 3jährigen besuchen 56 Prozent aller Kinder eine Krippe, bei den 3-6jährigen werden sogar 96 Prozent der Kinder in den Kitas betreut. Damit liegen wir an der Spitze in Deutschland.

Jedes Kind, das einen Kita-Platz in MV braucht, bekommt auch einen“, sagte die Ministerpräsidentin. Dazu sei das Angebot in Mecklenburg-Vorpommern beitragsfrei. Und mit Gewerkschaften, Elternvertretern und Sozialverbänden sei mit dem „Zukunftsplan Kita“ vereinbart, dass die Gruppen in den Kitas in den nächsten Jahren weiter verkleinert werden.

Erfolgreiche Ausbildung

Blank: „Unsere Straßenwärter sorgen jeden Tag für Sicherheit und Mobilität“

Teterow – Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank hat am Freitag in Teterow den Absolventinnen und Absolventen der Straßenwärterausbildung zum erfolgreichen Abschluss gratuliert. Insgesamt 19 Straßenwärterinnen und Straßenwärter sowie Umschüler haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und wurden heute „freigesprochen“.

„Straßenwärterinnen und Straßenwärter sorgen jeden Tag dafür, dass wir sicher unterwegs sind. Sie arbeiten bei Hitze, Regen, Sturm und Schnee, halten Straßen und Brücken instand, sichern Arbeitsstellen und sorgen auch im Winter für freie Wege. Das ist eine vielseitige und verantwortungsvolle Arbeit, die viel Respekt verdient. Ich gratuliere allen Absolventinnen und Absolventen herzlich zu ihrem erfolgreichen Abschluss“, sagte Dr. Wolfgang Blank bei der heutigen Freisprechung im Rathaus Teterow.

Die Ausbildung zur Straßenwärterin beziehungsweise zum Straßenwärter dauert drei Jahre und umfasst ein breites Aufgabenspektrum. Dazu gehören unter anderem die Pflege von Grünflächen und Gehölzen, Reinigungs-, Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten an Straßen und Brücken, die Verkehrssicherung sowie die Bedienung und Wartung von Werkzeugen, Fahrzeugen und Maschinen. Auch das Schneeräumen und Streuen im Winterdienst gehört zu den Aufgaben.

Dr. Blank: „Straßenwärter sind echte Multitalente. Die Menschen auf unseren Straßen verlassen sich auf ihre Sorgfalt und ihre Einsatzbereitschaft. Deshalb legen wir großen Wert auf eine gute Ausbildung und darauf, junge Menschen für diesen wichtigen Beruf zu gewinnen. Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur besteht nicht nur aus Asphalt, Brücken und Radwegen. Es braucht vor allem Menschen, die sich jeden Tag darum kümmern. Mit dieser Ausbildung hat man sehr gute berufliche Perspektiven“, sagte Blank. „Den Absolventinnen und Absolventen wünsche ich für ihren weiteren Berufsweg viel Erfolg – und vor allem, dass sie nach jedem Einsatz gesund nach Hause kommen“.

Das Land will stärker für den Schutz der Straßenwärterinnen und -wärter sensibilisieren. Die Straßenbauverwaltung hat deshalb eine neue Öffentlichkeitskampagne auf den Weg gebracht, in deren Mittelpunkt mehr Respekt und Rücksichtnahme gegenüber Straßenwärterinnen und Straßenwärtern stehen.

„Wer auf und an den Straßen arbeitet, ist besonderen Gefahren ausgesetzt. Angepasste Geschwindigkeit, Abstand und Aufmerksamkeit sind deshalb keine Frage der Höflichkeit, sondern der Sicherheit. Unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter passen jeden Tag auf uns auf. Wir sollten genauso auf sie aufpassen“, so Blank.

Bereits in der kommenden Woche, am 1. September 2026, startet der nächste Ausbildungsjahrgang mit 19 neuen Auszubildenden.

Land hat bislang 690 Lehrkräfte eingestellt

Oldenburg: Ich freue mich über jede Lehrkraft, die sich für eine Schule bei uns im Land entscheidet

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern hat trotz der angespannten Fachkräftesituation auf dem Arbeitsmarkt seit Jahresbeginn 690 unbefristete und befristete Lehrkräfte eingestellt. „Die Einstellungszahlen bewegen sich damit auf hohem Vorjahresniveau. Allerdings dürfen sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir auch in den kommenden Jahren einen Mangel an Lehrkräften zu verzeichnen haben“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wir stellen das ganze Jahr über Lehrkräfte ein, um freie Stellen möglichst schnell zu besetzen.“ Derzeit sind weitere 51 Stellen im Karriereportal für den Schuldienst unter www.lehrer-in-mv.de öffentlich ausgeschrieben.

Zum neuen Schuljahr beginnen 500 Lehrerinnen und Lehrer ihren Schuldienst. Darunter sind vier Personen, die über das Lehrkräfteaustauschverfahren nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen sind. 136 Referendarinnen und Referendare sind nach ihrem Vorbereitungsdienst direkt in den Schuldienst übernommen worden. „Die Übernahmegarantie ist ein Erfolg, weil wir ausgebildeten Lehrkräften einen nahtlosen Berufseinstieg ermöglichen und eine verlässliche Perspektive bieten. Eine erneute Bewerbung ist nicht notwendig, weil sie nach ihrer Ausbildung an ihrer Schule weiterbeschäftigt werden. Ich freue mich über jede Lehrkraft, die sich für eine Schule bei uns im Land entscheidet und wünsche allen Lehrerinnen und Lehrern einen guten Start ins neue Schuljahr“, so die Bildungsministerin weiter.

173 der neu eingestellten Personen im August 2026 sind Lehrkräfte im Seiteneinstieg. Die Quote hat sich zum zweiten Mal in Folge leicht verringert und liegt zum Start des Schuljahres bei 34,6 Prozent. Im Schuljahr 2025/2026 waren es zum gleichen Zeitpunkt 36 Prozent. „Wir stellen wieder mehr grundständig ausgebildete Lehrkräfte ein. Das ist ein gutes Zeichen. Dennoch brauchen wir dringend Lehrkräfte im Seiteneinstieg, weil es bundesweit zu wenige Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen gibt“, sagte Oldenburg. „Wichtig ist, dass wir Lehrkräfte im Seiteneinstieg weiterhin umfassend qualifizieren und in der Schule gut begleiten.“

In Mecklenburg-Vorpommern absolvieren Lehrkräfte im Seiteneinstieg eine dreimonatige Vorqualifizierung, bevor sie das erste Mal unterrichten. Vor drei Jahren hat das Land die Ausbildung von Lehrkräften im Seiteneinstieg neu aufgestellt. Als Bestandteil einer insgesamt 15-monatigen Grundlegenden Pädagogischen Qualifizierung (GPQ) enthält die Vorqualifizierung sowohl theoriegeleitete als auch schulpraktische Ausbildungsteile. Daran schließt sich eine dreijährige Modularisierte Qualifizierungsreihe (MQR) an, die mit einer Prüfung endet. Die Ausbildung dauert insgesamt über vier Jahre.

Allein in den kommenden fünf Jahren müssen rechnerisch etwa 3.600 Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern eingestellt werden. Von diesen 3.600 Lehrkräften, die für die Absicherung des Unterrichts notwendig sind, bildet das Land ca. 2.700 selbst aus. Das bedeutet, dass Mecklenburg-Vorpommern ca. 900 Personen einstellen muss, die die Qualifizierung für Lehrkräfte im Seiteneistieg absolvieren. „Geändert werden kann die Situation nur, wenn wieder mehr Lehramtsstudierende die Hochschulen mit einem Abschluss verlassen. Es ist gut, dass die Landesregierung in dieser Wahlperiode umgesteuert hat“, sagte Oldenburg.

Die Landesregierung hat zudem viele Maßnahmen ergriffen, um den Schuldienst attraktiver zu gestalten und Lehrkräfte schneller einzustellen. „Wir haben die Bewerbungsverfahren gestrafft, sodass vom Zeitpunkt der Bewerbung bis zur Aushändigung des Arbeitsvertrages in der Regel nur sechs Wochen vergehen. Mit der Übernahmegarantie sorgen wir dafür, dass Referendarinnen und Referendare nach ihrer praktischen Ausbildung direkt in den Schuldienst einsteigen können. Referendarinnen und Referendare erhalten Zuschläge, wenn sie ihren Vorbereitungsdienst an einer Schule im ländlichen Raum absolvieren.“

Neben den Lehrkräften beschäftigt das Land 817 unterstützende pädagogische Fachkräfte (upF), 29 multiprofessionelle Fachkräfte, 48 Verwaltungsfachkräfte und 231 Alltagshilfen, die bei organisatorischen Tätigkeiten unterstützen. „An unseren Schulen arbeitet heute viel mehr Personal als noch vor einigen Jahren. Wir setzen dabei verstärkt auf multiprofessionelle Teams. Schritt für Schritt bauen wir diese Teams weiter aus. Damit reagieren wir auf gestiegene Anforderungen, die über den eigentlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag hinausgehen. Multiprofessionelle Teams tragen dazu bei, dass sich Lehrkräfte auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können“, sagte die Bildungsministerin.

Das Schuljahr 2026/2027 beginnt mit weiteren Neuerungen und Verbesserungen, auf die sich die Schulen seit Längerem vorbereitet haben.

  •  Lebenspraxis an Grundschulen vermitteln

Zum neuen Schuljahr startet an den Grundschulen das Unterrichtsangebot „Lebenspraxis“. Mädchen und Jungen lernen praxisnah den Umgang mit alltäglichen Dingen. In dem neuen Angebot sollen Fragen aufgegriffen werden, wie zum Beispiel „Warum wackeln meine Zähne?“ oder „Welche Zutaten brauche ich, um einen Geburtstagskuchen zu backen?“. Im Themenbereich „Ohne Moos nichts los” geht es um den richtigen Umgang mit Geld. Projekte im Umgang mit Gefühlen wie Wut und Trauer und Übungen zur Stressbewältigung gehören ebenfalls dazu. Das Unterrichtsangebot kann zwei- bis dreimal im Schuljahr im regulären Unterricht integriert werden. Möglich sind auch Projekttage oder Schulwanderungen.

  •  Mit Schule und Betrieb zum Schulabschluss

An 32 Regionalen Schulen und Gesamtschulen gibt es das neue Bildungsangebot „Praxisorientierte Berufsreife“. Das Land hat damit das „Produktive Lernen“ und die „Berufsreife dual“ zusammengeführt. Die „Praxisorientierte Berufsreife“ ist ein zweijähriges Bildungsangebot der flexiblen Schulausgangsphase. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die praxisbezogen besser lernen. Das Angebot verbindet schulisches Lernen mit Erfahrungen aus der Arbeitswelt und motiviert Jugendliche auf diese Weise. Im neuen Schuljahr besuchen 350 Schülerinnen und Schüler das Angebot der „Praxisorientierten Berufsreife“.

  •  Bessere Rahmenbedingungen für Ganztagsangebote

Außerschulische Kooperationspartner, die Angebote an Ganztagsschulen im ländlichen Raum gestalten, können einen Fahrtkostenzuschuss erhalten. Weite Wege und dadurch hohe Fahrtkosten erschweren es ganztägig arbeitenden Schulen im ländlichen Raum, Kooperationspartner zu finden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, zahlt das Land außerschulischen Kooperationspartnern ab dem 15. Entfernungskilometer einer einfachen Fahrt einen Zuschuss von fünf Euro je durchgeführtem Angebot. Ab dem 50. Entfernungskilometer beträgt der Zuschuss zehn Euro je Angebot.

  •  Ausbildungschancen für Jugendliche weiter verbessern

Mit Beginn des neuen Schuljahres ist in Mecklenburg-Vorpommern das neue Bildungsangebot „Ausbildungsvorbereitung dual“ (AVdual) gestartet. An zunächst 11 beruflichen Schulen erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich gezielt auf eine Berufsausbildung vorzubereiten. Voraussichtlich 640 Jugendliche werden dieses Angebot wahrnehmen. AVdual richtet sich an berufsschulpflichtige Jugendliche mit oder ohne Schulabschluss, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Der einjährige Bildungsgang verbindet Unterricht mit intensiver betrieblicher Praxis. Das Land führt den neuen Bildungsgang zunächst modellhaft ein und will ihn schrittweise ausbauen.