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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Bildungsministerium informiert über Risiken von Online-Challenges

Oldenburg: Aufklärung und Vertrauen sind der beste Schutz vor gefährlichen Online-Trends

Schwerin – Gefährliche Online-Challenges wie die sogenannte „Blackout-Challenge“ verbreiten sich immer wieder über soziale Medien und können insbesondere Kinder und Jugendliche dazu verleiten, riskante Mutproben nachzuahmen. Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern informiert deshalb die öffentlichen Schulen im Land über die Risiken solcher Challenges und sensibilisiert zugleich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern für das Thema.

„Kinder und Jugendliche bewegen sich selbstverständlich in digitalen Räumen. Umso wichtiger ist es, dass sie dabei von Erwachsenen begleitet werden. Ich möchte Eltern ermutigen, mit ihren Kindern regelmäßig über Inhalte zu sprechen, die ihnen in sozialen Netzwerken begegnen – auch über sogenannte Challenges oder Mutproben. Ein offenes Gespräch kann dabei helfen, Risiken besser einzuordnen und Kinder darin zu stärken, gefährliche Trends kritisch zu hinterfragen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Bei der sogenannten „Blackout Challenge“ handelt es sich um eine lebensgefährliche Mutprobe, die erhebliche gesundheitliche Folgen haben oder gar zum Tod führen kann. Solche Mutproben verbreiten sich häufig über soziale Medien und können Kinder und Jugendliche dazu verleiten, sie nachzuahmen.

Wenn Eltern unsicher sind, wie sie das Thema der gefährlichen Online-Challenges mit ihren Kindern besprechen können, oder wenn das Thema bei Schülerinnen und Schülern Sorgen hervorruft, finden sie beim Zentralen Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) kompetente Beratung und Unterstützung.

Startchancen-Programm: gezielte Unterstützung für Schulen

Zwei Jahre nach Start: Schulen nutzen zusätzliche Möglichkeiten für mehr Bildungschancen

Schwerin – Mit dem Startchancen-Programm stärkt Mecklenburg-Vorpommern 72 Schulen, die unter besonders herausfordernden Bedingungen arbeiten. Zwei Jahre nach dem Programmstart zieht Bildungsministerin Simone Oldenburg eine erste Bilanz. „Noch immer hängt in Deutschland der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen stark vom sozialen Umfeld ab. Mit dem Startchancen-Programm investieren Bund und Länder gemeinsam in mehr Bildungsgerechtigkeit. Das Programm ist weit mehr als ein Förderprogramm. Es eröffnet Schulen die Möglichkeit, ihre besonderen Aufgaben in den Blick zu nehmen und Lösungen für ihre Schülerinnen und Schüler zu entwickeln“, sagte die Ministerin.

Seit dem Start hat Mecklenburg-Vorpommern die Umsetzung des Programms gemeinsam mit Schulen, Schulträgern und weiteren Partnern aufgebaut. Zielvereinbarungen, Beratungs- und Begleitangebote sowie landesweite Netzwerke schaffen die Grundlage dafür, dass Schulen die zusätzlichen Möglichkeiten passgenau für ihre Schülerinnen und Schüler nutzen können. Die Erfahrungen aus der ersten Umsetzungsphase fließen bereits in die weitere Entwicklung des Programms ein.

Auf dieser Grundlage entscheiden die Schulen selbst, welche Schwerpunkte sie setzen. Sie kennen die lokalen Gegebenheiten am besten und entwickeln daraus maßgeschneiderte Angebote für ihre Schülerinnen und Schüler. So entstehen neue Förderangebote, moderne Lernorte, zusätzliche Unterstützung durch multiprofessionelle Teams und Projekte, die Bildungsübergänge begleiten – von der Kita in die Grundschule bis zum Übergang in Ausbildung und Beruf. „Mit dem Startchancen-Programm stärken wir die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in Deutsch und Mathematik sowie im sozial-emotionalen Bereich. Die Schulen zeigen dabei, wie vielfältig eine gute Förderung aussehen kann“, sagte Simone Oldenburg.

Wie unterschiedlich die Schulen das Startchancenprogramm mit Leben füllen, zeigen zwei Beispiele aus Mecklenburg-Vorpommern:

Grundschule Ost „Hans Christian Andersen“ Europaschule, Neubrandenburg: Leseförderung gezielt stärken

Die Grundschule Ost setzt einen Schwerpunkt auf die Stärkung der Lesekompetenz. Dafür werden verschiedene Angebote miteinander verbunden:

  • Lesepatinnen und Lesepaten sowie studentische Fachkräfte unterstützen Schülerinnen und Schüler bei individuellen Förderangeboten.
  • Die Lernverlaufsdiagnostik „Quop“ wird eingesetzt, um die Entwicklung der Lesekompetenz sichtbar zu machen und Fördermaßnahmen gezielt anzupassen. Lehrkräfte werden für die Nutzung von „Quop“ fortgebildet.
  • Die Lern-App „Lernmax“ unterstützt eine stärkere Differenzierung im Unterricht.
  • Die Schulbibliothek wird mit neuen, kindgerechten und interessenorientierten Büchern weiterentwickelt und unter anderem als Lernort für die Leseförderung genutzt.
  • Mit „Lernen durch Engagement“ und „Ein Quadratkilometer Bildung“ werden Bildungsübergänge begleitet und Kooperationen im Sozialraum gestärkt.

Regionale Schule mit Grundschule „bernsteinSchule“, Ribnitz-Damgarten: Schul- und Unterrichtsentwicklung gezielt weiterentwickeln

Die „bernsteinSchule“ nutzt das Startchancen-Programm, um ihre Schul- und Unterrichtskultur weiter zu entwickeln und die basalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken:

  • Die Schule entwickelt ihr Qualitätsmanagement weiter und baut eine datenbasierte Schulentwicklung auf.
  • Eine Lernverlaufsdiagnostik hilft dabei, Lernstände frühzeitig zu erkennen und Förderangebote gezielter auszurichten.
  • Eine externe Schulentwicklungsbegleitung unterstützt den Entwicklungsprozess.
  • Unterrichtsbegleitungen, Hospitationen und Praxisaustausch fördern die gemeinsame Weiterentwicklung des Kollegiums.
  • Investitionen in die Lernumgebung werden aus den pädagogischen Zielen und den konkreten Anforderungen der Schule abgeleitet.

Die Erfahrungen aus den Schulen werden landesweit gesammelt, ausgewertet und weiterentwickelt. Zu diesem Zweck wurden sechs thematische Netzwerke zu den Bereichen Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik, überfachliches Lernen, datengestützte Qualitätsentwicklung, berufliche Orientierung und multiprofessionelle Zusammenarbeit aufgebaut.  Ziel ist es, erfolgreiche Ansätze sichtbar zu machen und voneinander zu lernen. „Die Umsetzung des Programms lebt vom Austausch und der Zusammenarbeit aller Beteiligten. Gute Ideen sollen nicht an einzelnen Schulen bleiben, sondern möglichst vielen Schülerinnen und Schülern zugutekommen“, sagte Oldenburg.

Die Auswahl der 72 Startchancen-Schulen erfolgte auf Grundlage wissenschaftlicher Kriterien, die Bund und Länder gemeinsam vereinbart haben. Berücksichtigt wurden unter anderem der Anteil von Schülerinnen und Schülern aus einkommensarmen Familien, mit Migrationshintergrund sowie weitere Indikatoren für besondere pädagogische Herausforderungen. Die teilnehmenden Schulen besuchen rund zwölf Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern.

Das Startchancen-Programm läuft über zehn Jahre. Ziel ist es, Bildungschancen zu verbessern, Basiskompetenzen zu stärken und Schulen nachhaltig in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Freiwilliges 10. Schuljahr erfolgreich beendet

Oldenburg: Wichtige Voraussetzung, um eine Ausbildung zu beginnen

Schwerin – Das Freiwillige 10. Schuljahr richtet sich an Jugendliche, die mehr Zeit zum Lernen brauchen. Es eröffnet ihnen die Möglichkeit, einen bundesweit anerkannten Schulabschluss zu erwerben und ihre beruflichen Perspektiven zu verbessern. Im Schuljahr 2025/2026 wurden 28 Klassen an 24 Regionalen Schulen und Gesamtschulen eingerichtet. 328 Schülerinnen und Schüler haben das Freiwillige 10. Schuljahr besucht. 307 Jugendliche haben die Berufsreife erlangt. Das entspricht einer Abschlussquote von 93 Prozent.

„Das ist eine tolle Leistung der Schülerinnen und Schüler“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Mit dem Abschluss der Berufsreife verbessern sie ihre Chancen auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Ich freue mich für alle Jugendlichen, weil sie somit die besten Voraussetzungen für eine Berufsausbildung haben. Die, die noch keine haben, werden durch die Arbeitsagenturen unterstützt, damit auch ihnen der Einstieg in eine Ausbildung gelingt, die zu den eigenen Fähigkeiten und Interessen passt.“

Für das Schuljahr 2026/2027 sind 29 Klassen an 24 Schulen mit rund 430 Schülerinnen und Schülern geplant. Voraussetzung für den Besuch des Freiwilligen 10. Schuljahres ist eine Empfehlung der Klassenkonferenz. Sie wird ausgesprochen, wenn die Leistungen in Deutsch, Mathematik sowie Biologie, Chemie und Physik erwarten lassen, dass die Berufsreife erfolgreich absolviert werden kann.

Seit dem Schuljahr 2023/2024 können Schülerinnen und Schüler das Freiwillige 10. Schuljahr an Regionalen Schulen und Gesamtschulen besuchen, um die Berufsreife zu erlangen. Zuvor war dies nur an Förderschulen möglich. Das flächendeckende Angebot wird bis 2028 mit insgesamt 24 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) und des Landes Mecklenburg-Vorpommern finanziert.

Landeszootag: Lernen mit allen Sinnen im Tierpark

Oldenburg: Kinder und Jugendliche entdecken Zusammenhänge, die sich in der Kita und im Klassenzimmer nur schwer vermitteln lassen

Wismar – Bildungsministerin Simone Oldenburg hat am Landeszootag den Tierpark Wismar besucht. Gemeinsam mit Kindern der Kita „De Lütten Plappersnuten“ aus Proseken nahm sie an einem geführten Rundgang teil und informierte sich über die Bildungsangebote des Tierparks. „Zoos und Tierparks sind lebendige Lernorte. Kinder und Jugendliche erleben Tiere und die Natur unmittelbar. Sie entdecken Zusammenhänge, die sich in der Kita und im Klassenzimmer nur schwer vermitteln lassen. Lernen mit allen Sinnen weckt Neugier und schafft bleibende Eindrücke“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Der Landeszootag ist eine gemeinsame Aktion des Landeszooverbandes Mecklenburg-Vorpommern und den Zoos. Der Aktionstag wird vom Land finanziell unterstützt. Am letzten Schultag vor den Sommerferien haben Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre freien Eintritt in die 18 Zoos und Tierparks des Verbands. „Der Landeszootag verbindet Bildung, Freizeit und Familienerlebnisse auf besondere Weise. Ich freue mich, dass viele Kinder die Gelegenheit nutzen können, einen Zoo oder Tierpark zu besuchen und dabei spannende Einblicke in die Tierwelt erhalten“, so Oldenburg weiter.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nach Angaben des Landeszooverbandes neun Landeszooschulen. Sie machen Kita-Gruppen und Schulklassen pädagogische Angebote. Hierzu zählen die Zooschulen in Greifswald, Rostock, Schwerin, Stralsund und Ueckermünde. Insgesamt engagieren sich 73 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – von abgeordneten Lehrkräften bis zu den Zoo-Guides – für die Umwelt- und Naturbildung. Im vergangenen Jahr nahmen rund 60.000 Kinder aus Schulen und Kitas an den Bildungsangeboten teil.

„Die Zooschulen fördern die Bildung für nachhaltige Entwicklung. Sie vermitteln Wissen über Artenvielfalt, Natur- und Klimaschutz altersgerecht und praxisnah. Die Erfahrungen, die Kinder und Jugendliche hier machen, stärken ihr Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt“, so die Ministerin.

Zeugnisse für Notfallsanitäterausbildung

Greifswald – Mit einer feierlichen Zeugnisübergabe hat heute der erste Ausbildungsjahrgang der neuen Notfallsanitäterausbildung am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Greifswald

seinen erfolgreichen Abschluss gefeiert. Gesundheitsstaatssekretärin Sylvia Grimm gratulierte den Absolventinnen und Absolventen persönlich und würdigte den ersten Jahrgang als wichtigen Meilenstein für die Fachkräftesicherung im Rettungsdienst in Mecklenburg-Vorpommern.

„Mit der Einführung des Berufsbildes der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters im Jahr 2014 haben wir die bisherige Rettungsassistentenausbildung grundlegend reformiert. An die Stelle der zuvor überwiegend schulischen Ausbildung trat eine dreijährige duale Ausbildung an den Lernorten Berufsschule, Krankenhaus und Rettungswache. Das schafft mehr Raum für berufliche Praxis, stärkt die Handlungskompetenz der Auszubildenden und bereitet sie umfassend auf die hohen Anforderungen im Einsatz vor“, betonte die Staatssekretärin.

Zunächst standen entsprechende Ausbildungskapazitäten in Mecklenburg-Vorpommern ausschließlich an Standorten in Schwerin, in Teterow sowie an privaten Schulen in Rostock und Neubrandenburg zur Verfügung. „Es war jedoch absehbar, dass diese Kapazitäten auch mit Blick auf bevorstehende Ruhestandswellen nicht ausreichen werden. Ich freue mich daher sehr, dass der Kreis Vorpommern-Greifswald als Träger des Rettungsdienstes und Träger des Berufsschulzentrums sich so proaktiv dazu entschieden hat, jungen Menschen auch hier in Greifswald die Möglichkeit zu geben, diesen so wichtigen Beruf zu erlernen“, würdigte Grimm.

Im Jahr 2023 konnte so der erste Ausbildungsdurchgang am RBB Greifswald starten und 21 Nachwuchs-Notfallsanitäterinnen und -sanitäter heute ihre Zeugnisse erhalten. „Zu diesem großen Erfolg gratuliere ich Ihnen von Herzen. Die Berufsbezeichnung, die Sie nun führen, steht für größte gesundheitliche Kompetenz, für Empathie und Einfühlungsvermögen und für eine helfende Hand in den vermutlich schwierigsten Stunden Ihrer Patientinnen und Patienten. Eine enorm wichtige Aufgabe also, der Sie sich verschrieben haben, für die Sie aber auch hervorragend ausgebildet wurden“, so Grimm in ihrer Grußbotschaft.

Neben den Absolventinnen und Absolventen dankte Grimm aber auch allen, die zum Gelingen der Ausbildung beigetragen haben. „Dazu gehören natürlich die Lehrkräfte des RBB Greifswald, die vielen Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter aber auch die Kooperationspartner in unseren Krankenhäusern und Rettungsdiensten. Danke, dass Sie der nachfolgenden Generation zur Seite stehen und ihre Tipps und Einblicke geteilt haben. Ich bin mir sicher: Das alles trägt dazu bei, dass wir eine hochqualifizierte Abschlussklasse in das Berufsleben verabschieden dürfen.“

Ypsomed unterstützt Fachkräfteausbildung im Land

Bildungsministerin Simone Oldenburg nimmt in Schwerin Industrieanlage in Betrieb

Schwerin – Das Regionale Berufliche Bildungszentrum Technik der Landeshauptstadt Schwerin hat seine Ausstattung erweitert. Schülerinnen und Schüler im Ausbildungsberuf „Technologin/Technologe für Kunststoff- und Kautschuktechnik“ können jetzt an einer Anlage die Kunststoffverarbeitung erlernen. Übergeben wurde sie vom Medizintechnikunternehmen Ypsomed. Die vollelektrische Maschine ist für die hochpräzise Verarbeitung von Kunststoffteilen vorgesehen. Durch den Verzicht auf Hydraulik arbeitet sie besonders sauber, leise und sparsam.

„Die neue Spritzgussmaschine ist weit mehr als eine moderne technische Anlage. Sie steht für das Vertrauen eines Unternehmens in den Bildungsstandort Mecklenburg-Vorpommern und für eine Partnerschaft, von der alle profitieren: die Auszubildenden, die Schule und die Wirtschaft“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg in ihrer Funktion als stellvertretende Ministerpräsidentin bei der symbolischen Inbetriebnahme. „Wenn Unternehmen, Schulen, Kammern und Kommunen an einem Strang ziehen, entstehen hervorragende Ausbildungsbedingungen. Genau das erleben wir am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Technik in Schwerin.“

Nach Oldenburgs Worten macht die neue Spritzgussmaschine den Berufsschulstandort attraktiver. „Besonders freue ich mich, dass damit die Landesfachklasse für Kunststoff- und Kautschuktechnologie in Mecklenburg-Vorpommern weiter gestärkt wird. Sie konnte mit Beginn dieses Schuljahres neu gebildet werden. Die Azubis lernen künftig an einer Maschine, die auch in modernen Industriebetrieben eingesetzt wird. Das erleichtert den Übergang in den Beruf und sichert Unternehmen qualifizierte Fachkräfte“, so die Bildungsministerin. Mit der Spritzgussmaschine können Chips für Einkaufswagen hergestellt werden. Dazu wird das Kunststoffgranulat auf 230 Grad erhitzt und in die entsprechende Form gepresst. Vier Chips können gleichzeitig produziert werden.

Im kommenden Schuljahr erwartet das Regionale Berufliche Bildungszentrum Technik zehn neue Berufsschülerinnen und -schüler. „Zusammen mit den derzeit 17 Auszubildenden im zweiten und dritten Lehrjahr wird die Maschine von Beginn an intensiv in die Ausbildung eingebunden. Durch die praxisnahe Ausbildung trägt sie zur Fachkräftesicherung bei“, sagte Oldenburg.

Die Bildungsministerin dankte dem Unternehmen Ypsomed für die Partnerschaft und das finanzielle Engagement: „Wer in Ausbildung investiert, investiert in die Zukunft unseres Landes. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie wirtschaftliche Verantwortung und gesellschaftliches Engagement zusammenwirken können. Ich wünsche den Auszubildenden viel Neugier und Erfolg beim Lernen mit der neuen Technik und allen Partnern weiterhin eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Solche Kooperationen machen Mecklenburg-Vorpommern als Wirtschafts- und Bildungsstandort stark.“

Zeugnisausgabe und Start in die Sommerferien

Oldenburg: Ich wünsche allen Kindern und Jugendlichen schöne Ferien und einen tollen Sommer

Schwerin – Mit der Zeugnisausgabe endet für 201.600 Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern das Schuljahr 2025/2026. Am Freitag, 10. Juli 2026, starten 164.900 Schülerinnen und Schüler an den allgemein bildenden Schulen sowie 36.700 Schülerinnen und Schüler an den beruflichen Schulen in die Sommerferien. Der Unterricht an den allgemein bildenden Schulen beginnt am Montag, 24. August 2026, wieder. An den beruflichen Schulen ist der erste Schultag im neuen Schuljahr Montag, 31. August 2026.

Bildungsministerin Simone Oldenburg wünscht allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und weiteren Beschäftigten an den Schulen eine erholsame Ferienzeit. „Ein Schuljahr mit einigen Neuerungen, zum Beispiel der Stärkung der Beruflichen Orientierung und der Basiskompetenzen, geht zu Ende und damit eine Zeit, in der Schülerinnen und Schüler viel gelernt, neue Erfahrungen gesammelt und sich persönlich weiterentwickelt haben. Die Sommerferien bieten Gelegenheit, zu entspannen und die Zeit mit der Familie und mit Freunden zu verbringen. Ich wünsche allen Kindern und Jugendlichen schöne Ferien und einen tollen Sommer.“

„Gute Schule lebt vom großen Einsatz vieler Menschen. Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, pädagogische Fachkräfte und alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Schulen leisten Tag für Tag einen unermesslichen Beitrag dafür, dass Kinder und Jugendliche erfolgreich lernen können. Ich danke für die sehr gute Zusammenarbeit“, so Oldenburg weiter.

Zum Ende des Schuljahres liegen vorläufige Ergebnisse der Abschlussprüfungen zur Mittleren Reife und zur Allgemeinen Hochschulreife vor. Die Daten basieren auf einer Hochrechnung von 280 Schulen.

Prüfungsergebnisse – Mittlere Reife

Etwa 5.800 Schülerinnen und Schüler haben die Mittlere-Reife-Prüfung abgelegt. Der vorläufige landesweite Durchschnitt liegt laut erster Hochrechnung bei 2,5 – und bleibt damit unverändert zu den Vorjahren. Über 100 Schülerinnen und Schüler haben das Prädikat „sehr gut – mit Auszeichnung“ erreicht und konnten stolz die Ehrenurkunde von Ministerin Oldenburg entgegennehmen.

Die schriftlichen Prüfungen ergaben in den Hauptfächern folgende Durchschnittsnoten:

  • Deutsch: 3,2 (2025: 3,0)
  • Mathematik: 3,6 (2025: 3,4)
  • Englisch: 2,8 (2025: 3,0)

Prüfungsergebnisse – Allgemeine Hochschulreife

4.700 Schülerinnen und Schüler an Gymnasien, Gesamtschulen, Beruflichen Gymnasien und Abendgymnasien haben in diesem Schuljahr das Abitur bestanden. Der vorläufige landesweite Abiturdurchschnitt liegt nach einer ersten Schnellauswertung bei einem Notendurchschnitt von 2,3. Dieser Wert wurde auch in den Jahren 2025 und 2024 erzielt. 150 Schülerinnen und Schüler haben die Durchschnittsnote 1,0 erreicht.

Die schriftlichen Prüfungen in den Kernfächern ergaben folgende Durchschnittspunktzahlen:

Deutsch:

  • Grundkurs: 8,4 Punkte (2025: 8,3)
  • Leistungskurs: 9,2 Punkte (2025: 9,2)

Englisch:

  • Grundkurs: 8,6 Punkte (2025: 8,6)
  • Leistungskurs: 9,8 Punkte (2025: 9,3)

Mathematik:

Daten mit CAS (Computeralgebrasystem) und WTR (wissenschaftlichem Taschenrechner)

  • Grundkurs (mit WTR): 5,1 Punkte (2025: 6,7)
  • Leistungskurs (mit WTR): 8,0 Punkte (2025: 7,7)
  • Grundkurs (mit CAS): 5,3 Punkte (2025: 6,4)
  • Leistungskurs (mit CAS): 8,1 Punkte (2025: 9,2)

Bildungsministerin Simone Oldenburg zieht auf Basis der vorläufigen Ergebnisse folgendes Fazit: „Der landesweite Abiturdurchschnitt bleibt stabil und ist mit den Vorjahren identisch. Das verdeutlichen die statistischen Ergebnisse. Auch die Punktzahlen in den Fächern Deutsch und Englisch sind nahezu gleich. In Mathematik gibt es im Leistungskurs mit wissenschaftlichem Taschenrechner eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Im Grundkurs mit WTR verzeichnen wir eine geringere Punktzahl. Sie ist aber immer noch besser als im Basisjahr 2023. Vor drei Jahren waren die Ergebnisse im Mathematikabitur nicht zufriedenstellend. Wir hatten uns mit der Vereinigung der Schulleiter an Gymnasien, dem Philologenverband, dem Landesschülerrat und dem Landeselternrat dazu entschlossen, die Noten im schriftlichen Mathematik-Abitur um einen Punkt anzuheben und den Abiturientinnen und Abiturienten aufgrund der Corona-Pandemie einen Nachteilsausgleich zu gewähren. Unsere Arbeitsgruppe der Mathematiklehrkräfte wird diese Entwicklung weiter evaluieren, mit den Fachlehrkräften besprechen und weitere Schlussfolgerungen für Fortbildungen zur Prüfungsvorbereitung sowie zur Unterrichtsgestaltung ziehen.“

Der Vorsitzende der Schulleitungsvereinigung gymnasialer Schulleiter in Mecklenburg-Vorpommern und Mitglied des beratenden externen Expertengremiums zur Erstellung der Abiturprüfung Mathematik, Heiko Helms, fasste die Ergebnisse wie folgt zusammen: „Die stabilen Ergebnisse im Mathematikabitur sind ein Zeichen für die Verlässlichkeit der schulischen Arbeit. Sie machen zugleich deutlich, dass die Schulen auch unter anspruchsvollen Bedingungen kontinuierlich und verantwortungsvoll arbeiten. Für die weitere Entwicklung bleibt entscheidend, Kompetenzorientierung und Praxisbezug noch konsequenter mit fachlicher Tiefe, klaren Erwartungshorizonten und transparenter Bewertung zu verbinden. Eine sorgfältige Begleitung und regelmäßige Evaluation des Prüfungsdesigns sind dafür der richtige Weg.“

Dr. Torsten Fischer, Lehrer am Gymnasium Fridericianum und Mitglied des beratenden externen Expertengremiums zur Erstellung der Abiturprüfung Mathematik ergänzte: „Die Prüfungsergebnisse unterliegen normalen Schwankungen, deren Ursachen vielfältig sein können. Bei der Konzipierung der Aufgaben wird darauf geachtet, die länderübergreifenden Standards einzuhalten und dabei auch die Rahmenpläne für Mecklenburg-Vorpommern besonders zu berücksichtigen. Beim Vergleich mit den Vorjahresergebnissen ist zu berücksichtigen, dass wir in diesem Jahr einen höheren Anteil von Jugendlichen verzeichnen, die sich für das mündliche Mathematik-Abitur entschieden haben.“

Zeugnissorgentelefon weiterhin erreichbar

Nicht für alle Schülerinnen und Schüler endet das Schuljahr mit der erhofften Freude über das Zeugnis. Manche Noten führen zu Enttäuschungen oder Unsicherheiten. Deshalb bietet das Bildungsministerium auch in diesem Jahr ein landesweites Zeugnissorgentelefon an. Schülerinnen und Schüler sowie Erziehungsberechtigte erhalten dort Unterstützung, Rat und Hilfe.

Das Zeugnissorgentelefon ist bis Freitag, 17. Juli 2026 (montags bis freitags sowie in der Zeugniswoche zusätzlich am Samstag) unter der Rufnummer 0385 588 7987 jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr erreichbar.

„Ein Zeugnis ist wichtig, aber es bestimmt nicht den ganzen weiteren Lebensweg“, sagte die Bildungsministerin. „Entscheidend ist, dass Kinder und Jugendliche Ermutigung erfahren und nach vorne blicken können. Wer Fragen oder Sorgen rund um das Zeugnis hat, findet beim Zeugnissorgentelefon kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Niemand muss mit seinen Sorgen allein bleiben“, so Oldenburg.

Kinderrechte brauchen ihren Platz an den Schulen

Acht Grund- und Förderschulen beginnen mit neuem Programm zur Stärkung von Kinderrechten, Beteiligung und Demokratiebildung

Schwerin – Mit dem „Kinderrechteschulen-Programm“ starten das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern und UNICEF Deutschland ein gemeinsames Projekt zur Schulentwicklung für Grund- und Förderschulen. Ziel ist es, Kinderrechte auf Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention dauerhaft im Schulalltag zu verankern und eine demokratische Teilhabe an Schulen zu stärken.

b Juli 2026 beteiligen sich zunächst fünf Grundschulen und drei Förderschulen aus allen Regionen in Mecklenburg-Vorpommern, die sich zuvor für die Pilotphase beworben haben. In den Folgejahren soll das Programm schrittweise auf weitere Schulen ausgeweitet werden. Das stärkt die Kinder, sich in die demokratische Schul- und Unterrichtsstruktur einzubringen.

Bildungsministerin Simone Oldenburg: „An Schulen kann man gar nicht früh genug damit beginnen, Kinder und Jugendliche zur Teilhabe an der Demokratie zu befähigen. Kinder müssen wissen, welche Rechte sie haben. Es ist unsere Aufgabe, ihnen Wege zu zeigen und ihre Rechte einzufordern. Mit UNICEF haben wir einen starken Partner gewonnen, um Demokratiebildung bereits in der Grundschule und speziell auch in Förderschulen zu stärken. Das Programm unterstützt Schulen dabei, Kinderrechte im Schulalltag erlebbar zu machen und nachhaltig im Schulprogramm zu verankern.“

UNICEF, Geschäftsführer, Christian Schneider: „Der Start des UNICEF Kinderrechteschulen-Programms markiert einen wichtigen Schritt für Kinderrechte in Mecklenburg-Vorpommern. Wir danken dem Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung für dieses klare Bekenntnis zur Schulentwicklung entlang der UN-Kinderrechtskonvention – und allen teilnehmenden Schulen, die sich dieser zusätzlichen Aufgabe stellen. Kinderrechte im Schulalltag zu verankern heißt, Kindern eine Stimme zu geben und Beteiligung an der Gestaltung von Schule und Gesellschaft für Kinder erfahrbar zu machen. Wo Kinder ihre Rechte kennen und mitgestalten dürfen, wächst Demokratie von klein auf. Genau das ist das Ziel des Programms.“

Folgende Schulen nehmen an der Pilotphase des Projekts teil:

  • Grundschule „Am See“, Löcknitz
  • Grundschule „Fritz Reuter“, Crivitz
  • Grundschule „Fritz Reuter“, Ludwigslust
  • Grundschule „Marlower Loris“, Marlow
  • Grundschule „Theodor Körner“, Wöbbelin
  • Kranichschule Neubrandenburg (Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung)
  • Förderschule „J.-A. Komensky“, Barth (Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen)
  • Schule „Am Wallberg“, Neuburg (Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung)

Voraussetzung für die Teilnahme am „Kinderrechteschulen-Programm“ ist ein Beschluss der Schulkonferenz sowie die Bereitschaft von Schulleitung, Lehrkräften, dem weiteren pädagogischen Personal, Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern, den Entwicklungsprozess gemeinsam zu gestalten. An jeder teilnehmenden Schule wird ein Kinderrechte-Team gebildet. Dieses koordiniert den etwa zweijährigen Schulentwicklungsprozess und bezieht die gesamte Schulgemeinschaft aktiv in die Schulentwicklung ein. Geschulte UNICEF-Trainerinnen und -Trainer begleiten den Prozess.

Bestandteil des Programms ist ein siebenstufiges Training für das Schul- und Fachpersonal. In fünf Modulen werden zum Beispiel Beteiligungsformate mit und für Kinder entwickelt, ein Anti-Diskriminierungskonzept ausgearbeitet sowie Formate zur Lösung von Streit, Gewalt und Mobbing erprobt und eingeführt. Das Kinderrechte-Training ist flexibel angelegt und baut auf bereits bestehenden schulischen Strukturen auf.

Nach erfolgreichem Abschluss des Programms erhalten die Schulen das Siegel „Kinderrechteschule – Wir leben Kinderrechte“ und werden Teil eines bundesweiten Netzwerks. Mecklenburg-Vorpommern ist nach Schleswig-Holstein, Sachsen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen das fünfte Bundesland, das das „Kinderrechteschulen-Programm“ von UNICEF umsetzt.

Das „Kinderrechteschulen Programm“ ist Teil der Demokratiebildung an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern und Bestandteil des BNE-Masterplans des Landes. Es ergänzt bestehende Ansätze wie „Lernen durch Engagement“ oder „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und unterstützt Schulen dabei ihre demokratischen Schul- und Lernkultur weiterzuentwickeln.