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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Zuwendungsbescheide für Handwerkskammern

Meyer: Handwerkliche Berufsbilder bei Jugendlichen bekannter machen

Schwerin – Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat am heute Zuwendungsbescheide an die Handwerkskammer Schwerin und Ostmecklenburg-Vorpommern übergeben für die Abwicklung der neuen, vom Land Mecklenburg-Vorpommern initiierten Schülerpraktikumsprämie.

„Im Handwerk gibt es eine Vielzahl attraktiver, innovativer und chancenreicher Arbeitsplätze. Um die unterschiedlichen Berufsbilder bei Schülerinnen und Schülern noch bekannter zu machen, sind Praktika ein guter Weg. Denn: Über das Hineinschnuppern in einen Beruf können Jugendliche am besten von einer Ausbildung überzeugt werden. Deshalb unterstützen wir künftig freiwillige Ferienpraktika von Schülerinnen und Schülern in einem Betrieb im Bereich der Handwerkskammern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Im Zukunftsbündnis Mecklenburg-Vorpommern ist im April 2024 beschlossen worden, dass eine Attraktivitätsinitiative für Praktika durch eine modellhafte Anschubfinanzierung des Landes unterstützt wird. Schülerinnen und Schüler sollen für ein freiwilliges Praktikum in den Schulferien aus Mitteln des Landes eine Unterstützung von bis zu 120 Euro pro Woche für maximal drei Wochen erhalten können.

Das Land stellt dafür in den Jahren 2024 und 2025 Mittel in Höhe von bis zu 220.000 Euro jährlich zur Verfügung. Die Abwicklung der Praktikumsprämie erfolgt über die Handwerkskammern. Die Handwerkskammern leiten die Zuwendungen an die Jugendlichen weiter. Basierend auf dem Verhältnis der Ausbildungsverträge im Jahr 2022 wird der Handwerkskammer Schwerin eine Zuwendung von bis zu 80.000 Euro pro Jahr und der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern von bis zu 140.000 Euro pro Jahr bewilligt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Prämie als Anerkennung für die wochenweise erfolgreiche Ableistung des außerschulischen Praktikums.

Schüler staunen: die nächste Runde

Schwerin – Zwölf Schulen aus der Region Rostock wurden heute im Rathaus der Hansestadt für ihre Arbeiten im 20. Wettbewerb „Schüler staunen“ ausgezeichnet. Insgesamt wurden 21 Projekte prämiert. Zu gewinnen gab es Geld und Sachpreise im Gesamtwert von 5.000 Euro.

„Es ist wichtig, unseren Kindern und Enkeln einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen zu vermitteln. Sich für den Umweltschutz einzusetzen, lohnt sich. Genau hier setzt der Projektwettbewerb an. Er vereint in hervorragender Weise interessierte Schüler und Lehrer mit fachlichen Ausschreibungspartnern aus den Bereichen von Verwaltung, Wirtschaft, Forschung und Vereinen mit der Zielrichtung, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) mit regionalen Praxispartnern zu verbinden.

Die zielgerichtete Bildung für nachhaltige Entwicklung ist für die zukunftsfähige Entwicklung unserer Gesellschaft in MV von zentraler Bedeutung. Gerade in der heutigen Zeit sind die Fragen des Klimaschutzes für die Bereiche Natur, Landwirtschaft, Wasser und Boden, Küstenschutz sowie Immissionsschutz von prägnanter Bedeutung. Dazu bedarf es engagierter gut ausgebildeter Fachkräfte in unserem Bundesland. Und Fachkräftegewinnung beginnt bereits in der Schule.

Darum möchte ich mich zugleich bei allen fachlichen Partnern, die diesen vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) organisierten Wettbewerb bereits über Jahre unterstützen, bedanken“, sagte der Schirmherr, Minister Dr. Till Backhaus.

Den traditionsreichen Wettbewerb gibt es seit 1994. Es standen folgende Themenbereiche zur Auswahl:

  • Energie und Rohstoffe,
  • Nachhaltigkeit,
  • Lebenselixier Wasser,
  • gesunde Ernährung,
  • Ostseeküste: ein zukunftsfähiger mobiler Lebensraum der Natur,
  • Digitalisierung

Der Wettbewerb richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen eins bis zwölf aller Schularten aus der Hansestadt und dem Landkreis Rostock. Es sind dabei vor allem regionale praxisbezogene Projektideen zu den Ausschreibungsthemen gefragt. Nach der Auszeichnung eröffnete Minister Dr. Backhaus die 21. Wettbewerbsrunde 2024-2026. Einsendeschluss ist der 13. April 2026.

Bericht „Bildung in Deutschland 2024“ liegt vor

Oldenburg: Gleiche Chancen für alle Schülerinnen und Schüler sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg

Schwerin – Der nationale Bildungsbericht bestätigt den eingeschlagenen Weg der Landesregierung, gerade in die Stärkung der Kernkompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu investieren. Ziel ist es, den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler von der sozialen Herkunft zu entkoppeln.

„Gleiche Chancen für alle Schülerinnen und Schüler und eine verbesserte Teilhabe sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Deshalb erhöhen wir die Anzahl der Unterrichtsstunden in den Fächern Deutsch, Mathematik und in der ersten Fremdsprache in jeder Schulart. Alle Schülerinnen und Schüler haben damit mehr Zeit zum Üben und Festigen. Mit dem Leseband in der Grundschule erhöhen wir ab dem kommenden Schuljahr die Lesezeit. Lesen, Schreiben und Rechnen sind die Grundqualifikationen für den Bildungserfolg. Mit dem Startchancen-Programm ab dem kommenden Schuljahr erhalten Schülerinnen und Schüler mit schwierigen Startbedingungen eine bessere Förderung“, so Oldenburg. Hier liege der Schwerpunkt bei den Grundschulen.

„Eine verbesserte Teilhabe setzt bei uns jedoch früher an“, erläuterte die Bildungsministerin. „Mit der beitragsfreien Kita haben wir die Voraussetzungen geschaffen. Die Landesregierung hat sich dafür eingesetzt, dass auch der Ferienhort auf Dauer beitragsfrei bleibt. Mit einer Betreuungsquote von 94,5 Prozent bei den Drei- bis Fünfjährigen erfüllt Mecklenburg-Vorpommern den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung. Wir sind Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich. Mit dem neuen Kindertagesförderungsgesetz investieren wir weiter in die Qualität der Bildung, Betreuung und Förderung in den Kitas. Außerdem haben wir den rechtlichen Rahmen dafür geschaffen, dass die Gruppen kleiner werden“, betonte sie.

Schwerpunkt des aktuellen Berichts ist die „Berufliche Bildung“. „Wir wollen erreichen, dass Jugendliche noch gezielter den Beruf anstreben, der am besten ihren Neigungen entspricht. Mit dem neuen Konzept für Berufliche Orientierung verbessern wir die Berufswahlkompetenzen der Kinder und Jugendlichen. Mit den Partnerinnen und Partnern des Zukunftsbündnisses haben wir uns eng abgestimmt. Die Berufliche Orientierung beginnt künftig in der Kita und wird bis zum Ende der Sekundarstufe II umgesetzt. Eine große Aufgabe besteht darin, im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern das Angebot der Bildungsgänge an den beruflichen Schulen zu erhalten. Hier wird es im Wesentlichen darauf ankommen, wie sich die Landkreise und kreisfreien Städten als Schulträger und als verantwortliche Stellen für die Schulentwicklungsplanung, das Zukunftsbündnis und der Landesausschuss für Berufsbildung verständigen“, erläuterte Oldenburg.

Der nunmehr zehnte Bericht dokumentiert deutschlandweit eine zugenommene Bildungsbeteiligung in nahezu allen Bildungsbereichen. Gründe liegen im Übergang geburtenstarker Jahrgänge in den Sekundarbereich und im Bevölkerungswachstum durch die Zuwanderung. Herausforderungen bestehen weiterhin bei der Integration einer hohen Anzahl an Geflüchteten und durch die angespannte Fachkräftesituation auch im Bildungsbereich.

Der Bildungsbericht beschreibt alle zwei Jahre die Gesamtentwicklung des deutschen Bildungswesens. Er ist Bestandteil der KMK-Strategie zum Bildungsmonitoring und wird von einer unabhängigen Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verfasst. Der Bericht enthält datenbasierte Aussagen zum Stand und zu den Entwicklungsperspektiven des deutschen Bildungssystems von der frühen Bildung über die Ausbildung bis zur Weiterbildung. Adressaten sind Bildungspolitik, Bildungsverwaltung und Bildungspraxis. Die datengestützte Darstellungsform des Bildungsberichts ist allerdings nicht darauf ausgerichtet, daraus unmittelbar Handlungsempfehlungen für politische oder pädagogische Maßnahmen abzuleiten. Gleichwohl stellen die Befunde eine starke Datengrundlage zur Identifikation von Handlungsfeldern und -bedarfen dar.

Klimaschutz: 45 Schulen ausgezeichnet

Rostock – Heute wurden von Dr. Thorsten Permien, Leiter des Referats für Moore, Ökosystemleistungen, Kompetenzzentrum Ökowertpapiere und Bildung für nachhaltige Entwicklung des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV 45 Schulen des Landes in Rostock als „Internationale Nachhaltigkeitsschule/ Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet.

Hierzu beglückwünscht Minister Dr. Backhaus, der durch die Landtagssitzung nicht persönlich anwesend sein konnte, die jungen Leute. „Mich beeindruckt sehr, dass ihr euch dem großen und allgegenwärtigen Thema Klimaschutz gestellt habt. Dass ihr euch nicht nur theoretisch damit befasst, sondern gemeinsam mit den Lehrkräften und außerschulischen Partnern zahlreiche Projekte mit Herz und Hand umgesetzt habt.

Ihr beweist, dass man über ein Thema nicht nur reden und sich informieren, sondern das Erlernte auch in die Tat umsetzen muss. Hier verweise ich auf das Klimaschutzgesetz. Es hat das Ziel, MV bis 2040 klimaneutral zu machen. Der Beteiligungsprozess wurde erfolgreich beendet und der Gesetzesentwurf liegt in weiten Teilen vor. Aber es sind noch weitere Hürden zu bewältigen. Ein Bremsklotz sind etwa die mitumzusetzenden Bundesgesetze, die uns noch nicht abschließend vorliegen.

Denn gerade in der aktuellen Situation ist es schwierig, Akzeptanz für so wichtige und komplexe Themen wie den Klimaschutz einzuwerben. Ich wünsche mir, dass die Menschen ihn als Chance und nicht als Bürde betrachten. Ihr zeigt mit euren Projekten, dass das möglich ist und seid damit ein Vorbild für uns alle. Hierfür danke ich allen Beteiligten.“

Seit September 2022 läuft ein weiterer Durchgang des 2001 gestarteten Projektes „Umweltschule in Europa/ Internationale Schule der Nachhaltigkeit“. Das LM unterstützt den Ausrichterverein, die Deutsche Gesellschaft für Umweltbildung e. V., mit rund 8.800 Euro. Minister Dr. Backhaus ist seit 2007 Schirmherr dieses Wettbewerbs.

Das zweijährige Projekt steht unter dem Motto „Klimaschutz in Schulen – Was können wir tun?“. 2013 erfolgte eine Neuausrichtung und intensivere Beteiligung des Bildungsressorts, insbesondere die Betreuung der Schulen wird durch die vier Regionalberater für Bildung und nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Schulamtsbereichen sichergestellt. Die von den Schulen vorgestellten Projekte wurden in einer ersten Jurysitzung im Januar 2023 zugelassen. Im April 2024 fand die abschließende Bewertungsrunde statt.

Dabei ging es darum, ob die selbstgesteckten Aufgaben erledigt und die Ziele gemäß den Kriterien des Landes erreicht wurden. Das Ziel dieser Auszeichnung besteht in der Weiterentwicklung von Schulen, die sich den Herausforderungen der Bildung für nachhaltige Entwicklung stellen. Das Netzwerk aller Umweltschulen in Europa ist ein anerkannter Akteur im UNESCO-Weltaktionsprogramm BNE und Bestandteil im Nationalen Aktionsplan BNE.

Deutsch-Polnische Naturforscher in Gingst

40 Jugendliche experimentieren eine Woche lang in Schule, Wissenswelt und Ozeaneum

Insel Rügen – Gelungen! 40 deutsche und polnische Schüler trafen sich in der letzten Maiwoche auf Ummanz und engagierten sich eine Woche lang als junge Naturforscher. „Wir haben ein neues Projekt auflegt“, erklärt Projektleiterin Martina Zabel den Ansatz für den Jugendaustausch dieses Jahres. Mit ihrem Lehrerteam organisierte sie spannende, naturwissenschaftlich orientierte Tage an verschiedenen Orten der Insel. Überall zeigten die Rüganer ihre Heimat und brachten ihren Gästen zudem Land und Leute näher.

„Ein Knaller war der Workshop, in dem Raketen gebaut wurden“, findet Frida Fritzsche aus der 7a und blickt auf eine erfolgreiche Konstruktion und einen perfekten Start zurück. In einem gemischten Team aus deutschen und polnischen Schülerinnen stellte sie unter Anleitung von Physiklehrer Tino Tittel eine Mini-Rakete her. Aus einer Plastikflasche mit passend angebauten Flügeln und mit Wasser gefüllt wurde ein Flugobjekt. Das der Mädchengruppe hinterließ beim Versuch auf Ummanz den besten Eindruck: Start, Flughöhe und Flugbahn überzeugten alle anderen Konstrukteure der restlichen 19 Raketen.

Erfolgreiche Naturforscher probierten sich im Bau, Starten und Begutachten von Modell-Raketen und bekamen von ihren Projektleiterin Magda Czarnogorska (links) und Martina Zabel (3.v.r.) tatkräftige Unterstützung. Foto: André Farin
Erfolgreiche Naturforscher probierten sich im Bau, Starten und Begutachten von Modell-Raketen und bekamen von ihren Projektleiterin Magda Czarnogorska (links) und Martina Zabel (3.v.r.) tatkräftige Unterstützung. Foto: André Farin

An anderen Tagen und Stationen stellten die Teilnehmer Seife her, sprachen über beste Zusammensetzungen, Formen und Farben. In der Galileo Wissenswelt in Prora erlebten sie coole Experimente und lernten mehr über wissenschaftliche Zusammenhänge. Im Ozeaneum in Stralsund tauchten sie gemeinsam in das Reich der Ozeane ein. „Überall organisierten wir gemischte Teams mit passenden Forschungsaufgaben“, sagt Biologielehrer Ulf Todenhagen. Er begleitet die Treffen seit Jahren und bereichert das Vorhaben der beiden Schule mit seinen Ideen.

Mittlerweile schauen die Schulen in Gingst und Sztutowo auf 15 gemeinsame Jahre einer spannenden Kooperation zurück. Immer wieder setze man Schwerpunkte, die auch von den Kindern und Jugendlichen gewünscht werden. „Themen aus der Lebenswelt der Schüler sind uns wichtig“, meint Magda Czanogorska, die Deutschlehrerin an der polnischen Schule. Die Angebote der letzten Jahre seien vielfältig und reichen vom Umgang mit Nationalsozialismus und Demokratie bis zu Einblicken in Berufsorientierung, gesunde Ernährung und Sport.

„Dieser Austausch ist ein Erfolgsprojekt der Schule“, sagt Schulleiter André Farin. Der Baustein im Schulprogramm sei nicht mehr wegzudenken. Die Bewerberliste für die jährlichen Treffen sei immer lang und belege, wie positiv der Kontakt in der Schülerschaft angenommen werde. Zu den dauerhaften Förderern der Begegnungen gehören von Anbeginn das Deutsch-Polnische Jugendwerk, der Landkreis Vorpommern-Rügen und der Förderverein der Schule Gingst.

Berufliche Orientierung an Schulen

Oldenburg: Schülerinnen und Schüler sollen noch gezielter die Berufswahl treffen können

Schwerin – Junge Menschen mit hoher Schulbildung vermissen bei der Beruflichen Orientierung und der Suche nach einem Ausbildungsplatz häufiger Unterstützung als Gleichaltrige mit niedriger oder mittlerer Schulbildung. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten repräsentativen Befragung junger Menschen im Alter von 14 bis 25 Jahren im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

„Vielen jungen Menschen fällt es oft nicht leicht, sich von Anfang an für den richtigen Ausbildungsberuf oder den richtigen Studienplatz zu entscheiden, zu groß ist oftmals das Angebot“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„Deshalb ist es wichtig, dass die Schulen die Jugendlichen beim Übergang in den Beruf intensiv unterstützen. Die Berufliche Orientierung ist an den Schulen mit vielen Angeboten fest verankert. Dazu zählen auch die Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium und das Fach Berufliche Orientierung. Aber es kann noch besser werden. Deshalb wollen wir Schülerinnen und Schüler künftig noch stärker begleiten.

Mit dem neuen Konzept für Berufliche Orientierung, das ab dem Schuljahr 2025/2026 verbindlich eingeführt wird, stärken wir die Berufswahlkompetenzen der Kinder und Jugendlichen. Die Berufliche Orientierung beginnt künftig in der Kita und wird bis zum Ende der Sekundarstufe II umgesetzt. An Grundschulen wird es verbindliche Projekttage geben. Regionale Schulen bieten in der Jahrgangsstufe 9 wöchentlich einen Praxislerntag im Umfang von vier Stunden an.

Für benachteiligte Schülerinnen und Schüler soll es bereits ab der Jahrgangsstufe 8 Berufswegekonferenzen mit außerschulischen Partnern geben. Auch an Gymnasien wird die Berufliche Orientierung ausgeweitet und an den beruflichen Schulen ausgebaut. Zusätzlich zum 25-tägigen Schülerbetriebspraktikum soll es weitere fünf Tage in den Jahrgangsstufen 8 bis 11 geben, die für Projekte mit externen Partnern zur Verfügung stehen. Unser Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler durch diese Angebote noch gezielter den Beruf anstreben, der am besten ihren Neigungen entspricht“, betonte Oldenburg.

Grundsatzprogramm des Landesschülerrates

Oldenburg: Leitfaden für einen respektvollen und toleranten Umgang miteinander

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg begrüßt das Grundsatzprogramm des Landesschülerrates. Der Landesschülerrat vertritt die Interessen von über 196.000 Schülerinnen und Schülern an allgemein bildenden und beruflichen Schulen.

„Mit dem Grundsatzprogramm zeigt der Landesschülerrat, welche Themen ihm wichtig sind“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Differenzierter Unterricht, der Schülerinnen und Schüler individuell fördert, und ein ansprechendes Lernumfeld in modernen Schulgebäuden stehen auch bei der Landesregierung besonders im Fokus. Die Schülerinnen und Schüler fordern darüber hinaus eine Stärkung der Medienkompetenz, um sicherer im Faktenchecken zu werden.

Mecklenburg-Vorpommern ist eines der wenigen Länder, das mit dem Fach Informatik und Medienbildung ab Jahrgangsstufe 5 die digitalen Kompetenzen von Jugendlichen durchgehend fördert. Die Anregung, Lehrkräfte im Umgang mit innovativen Unterrichtsmethoden und digitalen Medien fortzubilden, nehme ich gerne auf. Weil das eine Daueraufgabe ist, bieten wir in jedem Jahr viele Fortbildungen dazu an. Erfreulich ist, dass unsere Lehrkräfte ein großes Interesse haben, daran teilzunehmen.

Das Grundsatzprogramm ist ein Leitfaden für einen respektvollen und toleranten Umgang miteinander. Dies verdient große Anerkennung. Ich begrüße, das der Landesschülerrat jegliche Formen von Extremismus ablehnt und eine aktive Prävention und Aufklärung über extremistische Ideologien einfordert. Mit unserer Präventionsstrategie und Programmen wie ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‛ gibt es entsprechende Angebote.

Mit der neuen Stundetafel stärken wir das Fach Politische Bildung/Sozialkunde, das künftig nicht erst ab der Jahrgangsstufe 8, sondern schon ab der Jahrgangsstufe 7 beginnen soll. Da der Landesschülerrat auch Mitglied im Bildungsrat ist, erfahren wir regelmäßig von den Anliegen der Schülerinnen und Schüler. Bei meinen Besuchen in den Staatlichen Schulämtern treffe ich mehrmals im Jahr Kreisschülerräte und Kreiselternräte, um zu erfahren, wo vor Ort der Schuh drückt.“

Nachfolge von Schulleitungen

Oldenburg: Wir beugen Wissensverlusten vor und erleichtern den neuen Schulleitungen den Start

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht bei der Nachbesetzung von Stellen für Schulleitungen und stellvertretenden Schulleitungen einen Wissenstransfer. Geht ein Mitglied der Schulleitung in den Ruhestand, kann die Nachfolgerin oder der Nachfolger bereits drei Monate vor der Übergabe der Amtsgeschäfte eingestellt werden. Die Amtsinhaberin bzw. der Amtsinhaber kann somit seine Nachfolge über einen längeren Zeitraum einarbeiten. Die Regelungen auf Basis eines Erlasses gelten für allgemein bildende und berufliche Schulen.

„Wenn Mitglieder von Schulleitungen in den Ruhestand gehen, verlassen uns nicht nur Kolleginnen und Kollegen. Mit ihnen geht auch ein ganz besonderes Wissen, das sie durch ihre langjährige Tätigkeit erworben haben“, erläuterte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Eine Schule kann man nicht nur mit theoretischen Kenntnissen im Schulrecht führen, sondern auch mit einer hohen Praxiserfahrung. Somit beugen wir Wissensverlusten vor und erleichtern ihnen den Start in ihre neuen Funktion. Damit gehen wir einen neuen Weg“, so Oldenburg.

Im öffentlichen Schuldienst können Funktionsstellen in der Regel erst wieder besetzt werden, wenn sie frei sind. Mit dem neuen Erlass schafft das Land zunächst für die Jahre 2024 und 2025 eine Ausnahmemöglichkeit. Bei allen nachzubesetzenden Stellen von Schulleitungen und stellvertretenden Schulleitungen ist hierdurch vor Eintritt in den endgültigen Ruhestand ein Wissenstransfer möglich“, sagte die Ministerin.