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Stärkung des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie

Neues Labor und Radioaktivitätsmessstelle für das LUNG in Güstrow geplant

Güstrow – Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) in Güstrow soll deutlich gestärkt werden: Geplant ist der Neubau eines modernen Labors sowie einer zweiten Radioaktivitätsmessstelle. Ziel der Maßnahme ist es, ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld mit optimalen Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen und zugleich die technischen Voraussetzungen für anspruchsvolle Umwelt- und Sicherheitsaufgaben weiter zu verbessern. Insgesamt sind Investitionen in Höhe von rund 50 Millionen Euro vorgesehen. Die Baumaßnahme wird von der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern aus dem Geschäftsbereich des Ministeriums für Finanzen und Digitalisierung umgesetzt.

Die Mittel stammen aus dem Bundes-Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“. Insgesamt fließen daraus 1,92 Milliarden Euro nach Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem Investitionsgipfel der Landesregierung am 15. Juli 2025 wurde entschieden, 250 Millionen Euro gezielt für Maßnahmen der inneren Sicherheit und des Bevölkerungsschutzes einzusetzen. Mit dem Projekt in Güstrow fließen nun 50 Millionen Euro aus diesem Budget in den Ausbau leistungsfähiger Umwelt- und Sicherheitsinfrastruktur.

Mit dem neuen Labor und der zweiten Radioaktivitätsmessstelle investieren wir gezielt in den Schutz der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Ich freue mich, dass wir auf diese Weise moderne Umweltanalytik, verlässliche Messstrukturen und gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten vor Ort ermöglichen können“, sagte Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue heute bei einem Besuch im LUNG in Güstrow. „Mit dieser Maßnahme setzen wir neben dem Bauprogramm ‚Sieben auf einen Streich für die Polizei vor Ort‘ ein  zweites Großprojekt aus dem Sondervermögen im Bereich der inneren Sicherheit und des Bevölkerungsschutzes um.“

Ich freue mich außerordentlich über die Zusage von Finanzminister Dr. Geue und Umweltminister Dr. Backhaus zum Neubau unseres Labors sowie einer zweiten Radioaktivitätsmessstelle. Das LUNG ist die zentrale Umweltbehörde des Landes mit täglich wachsenden Datenbeständen. Amtliche Messwerte und daraus resultierende Umweltdaten sind die Voraussetzung für nachhaltige Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Das neue Labor stärkt das LUNG in seiner Rolle als leistungsfähige wissenschaftliche Fachbehörde“, betont Karina Rentsch, stellvertretende Direktorin des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV.

Nach aktueller Planung ist vorgesehen, die Gebäude beim ehemaligen Säuglingsheim in Güstrow zu errichten. Dabei wird geprüft, ob und in welcher Form die unter Denkmalschutz stehende Bausubstanz des ehemaligen Säuglingsheims in das Projekt einbezogen werden kann.

Der Beginn der Bauarbeiten ist derzeit für die Jahre 2028/2029 vorgesehen.

Lebendige Dörfer und Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Elf neue Dorfmoderatorinnen und Dorfmoderatoren haben im Rahmen des Landesprogramms „MV tut was. Klimaschutz vor Ort.“ ihre Fortbildung an der Hochschule Neubrandenburg abgeschlossen.

Noch steht der alte Imbiss „Büffelkuhle“ am See in Buchholz leer. Schon bald aber soll er wieder ein lebendiger Treffpunkt für alle in der Gegend werden – und das verdankt er nicht zuletzt einem Fortbildungsformat der Hochschule Neubrandenburg. Die „Büffelkuhle“ ist eines der Projekte, die als Ergebnis des Fortbildungskurses Dorfmoderation. der Hochschule jetzt im Land umgesetzt werden. „Wir gestalten gerade die Innenräume des alten Imbisses“, erzählt Teilnehmerin Renate Fabisch, die nun in ihrer Gemeinde als Dorfmoderatorin aktiv sein wird. „Wir planen im Frühjahr einen Subbotnik und möchten dann mit einem Osterfeuer in die Saison starten.“

Nach insgesamt sechs intensiven zweitägigen Fortbildungsterminen haben die Teilnehmenden des Kurses ihre Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen. Am Samstag erhielten die neuen Dorfmoderatorinnen und Dorfmoderatoren an der Hochschule Neubrandenburg ihre Teilnahmebestätigung. Sie sind damit bestens vorbereitet, Projekte für Dorfentwicklung und Klimaschutz in ihren Gemeinden anzustoßen, hierfür Menschen zu gewinnen und die Projekte aktiv zu begleiten. Im Laufe des Kurses wurden ausgehend von der detaillierten Analyse ihres Dorfes – dem sogenannten „Dorfcheck“ – konkrete Projektideen zu Dorfentwicklung und Klimaschutz erarbeitet, die nun in die Umsetzung gehen. Einige der Dorfmoderatoren sehen sich dabei künftig als Vermittler und Vermittlerinnen, um Aktivitäten besser zu verknüpfen – etwa Veranstaltungen mit Angeboten der Schule. Andere möchten sich stärker für Kinder und Jugendliche engagieren und deren Ideen fördern. Zwei Dorfmoderatorinnen planen zudem, gemeinsam mit dem Format „Sprechen und Zuhören“ wieder mehr Menschen in ihren Gemeinden miteinander in den Austausch zu bringen.

Konkrete Zukunftsprojekte werden nun angestoßen

Das Fortbildungsangebot, das bereits zum neunten Mal stattfand, richtete sich an engagierte Menschen aus Dörfern und Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns, die das Miteinander vor Ort stärken und konkrete Zukunftsprojekte anstoßen wollen. Im Verlauf der Fortbildung vom September letzten Jahres bis Ende Januar setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Grundlagen von gelingender Kommunikation, mit Moderationstechniken und Methoden zur Aktivierung und Beteiligung unterschiedlicher Zielgruppen auseinander. Ebenso ging es um die Frage, wie man gut mit Konflikten umgeht, wie Dialoge zur Energiewende gestaltet werden können, wie kommunalpolitische Entscheidungen funktionieren und welches die rechtlichen Rahmenbedingungen des Ehrenamts sind. Ergänzt wurde das Programm durch ganz praktische Module zu Projektmanagement, Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten sowie zur Gewinnung und Motivation von Engagierten.

Fortbildungskurs in dieser Runde Teil des Landesprogramms MV tut was. Klimaschutz vor Ort

Da der Fortbildungskurs in dieser Runde als Teil des Landesprogramms MV tut was. Klimaschutz vor Ort. stattfand, lag ein besonderer Schwerpunkt auf den Möglichkeiten zur Umsetzung von Klimaschutzprojekten im Dorf. „Wir haben erstmals das Thema Klimaschutz im Dorf in den Fortbildungskurs integriert“, so Johann Kaether, Koordinator der Fortbildung an der Hochschule Neubrandenburg. „Die Diskussionen im Kurs zeigen, dass Klimaschutz ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung von lebenswerten Dörfern in MV ist.“

Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus betont die Bedeutung des Programmbausteins innerhalb des landesweiten Programms MV tut was.: „Klimaschutz entscheidet sich nicht nur in Gesetzen, sondern vor allem vor Ort – in unseren Dörfern und Gemeinden. Mit den Dorfmoderatorinnen und Dorfmoderatoren stärken wir Menschen, die Verantwortung übernehmen, Beteiligung organisieren und konkrete Projekte anstoßen. Sie sind Brückenbauer zwischen Engagement, Kommune und Politik und damit ein zentraler Baustein von ‚MV tut was‘. Wer den ländlichen Raum stärken will, muss den Menschen dort Werkzeuge an die Hand geben – genau das tun wir mit diesem Programm.“

Die Teilnehmenden des Kurses blicken zufrieden auf den Kurs zurück. „Was ich aus der Fortbildung mitnehme, ist vor allem der intensive Austausch“, so Udo Wasielewski aus Torgelow am See. „Die Mischung aus Vereinsarbeit, kommunaler Erfahrung und neuen Ideen hat die Werkstatt zu einem echten Lern- und Vernetzungsraum gemacht.“

Prof. Dr. Peter Dehne, Projektleiter des Fortbildungsformates, freute sich bei der Übergabe der Teilnahmebestätigungen, „dass es in den Dörfern Mecklenburg-Vorpommerns viele Menschen gibt, die sich für Lebensqualität und Klimaschutz engagieren. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung der geplanten Projekte in Ihren Dörfern.“

Die Fortbildung Dorfmoderation – Werkzeuge für Dorfentwicklung und Klimaschutz vermittelt Wissen und Werkzeuge, um Dialoge in der eigenen Gemeinde anzustoßen und zu begleiten, Ideen für den Klimaschutz und die Dorfentwicklung zu entwickeln sowie Projekte aktiv mitzugestalten. Die Teilnehmenden lernen, Prozesse zu moderieren, Ideen in die Tat umzusetzen und ihren Ort und ihre Gemeinde zukunftsfähig aufzustellen.

Der Fortbildungskurs ist Teil des Landesprogramms „MV tut was. Klimaschutz vor Ort.“ Das Programm versteht Klimaschutz als Chance für Beteiligung, für Zusammenhalt und für regionale Entwicklung der Kommunen im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns. Ziel des zweijährigen Programms ist es, konkrete Gestaltungsmöglichkeiten zu schaffen, den Nutzen von Klimaschutz konkret vor Ort sichtbar zu machen und gemeinsam mit Bürgern, Unternehmen, Kommunen sowie jungen Menschen Klimaschutzprojekte anzustoßen.

Das Programm „MV tut was. Klimaschutz vor Ort.“ wird ermöglicht durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und umgesetzt durch ein regionales Partnerkonsortium in Kooperation mit der Initiative Zukunftshandeln MV.

Weitere Informationen unter www.zukunftshandeln-mv.de/mv-tut-was

Land stärkt Niederdeutsch an Profilschulen

Oldenburg: Großes Engagement der Lehrkräfte belebt die niederdeutsche Sprache

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern stärkt die Niederdeutsche Sprache weiter. Zum kommenden Schuljahr 2026/2027 werden das Geschwister-Scholl-Gymnasium Wismar sowie die Kooperative Gesamtschule (KGS) „Am Sund“ Stralsund in das Profil „Niederdeutsch“ aufgenommen.

„Niederdeutsch ist ein wichtiger Teil unserer kulturellen Identität. Mit der Aufnahme des ‚Geschwister-Scholl-Gymnasiums‘ Wismar und der KGS ‚Am Sund‘ Stralsund als Profilschulen setzen wir ein klares Zeichen für den Erhalt und die lebendige Weitergabe unserer Regionalsprache“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Bereits im Jahr 2016 wurden sechs Profilschulen mit dem Schwerpunkt Niederdeutsch etabliert. Aufgrund fehlender Personalressourcen konnten jedoch zuletzt nicht alle Standorte das Profil dauerhaft aufrechterhalten. Insbesondere das Geschwister-Scholl-Gymnasium Wismar sowie das Gymnasium „Am Sonnenberg“ in Crivitz mussten die Profilarbeit zeitweise einstellen. Vor dem Hintergrund der landesweiten Strategie zur Stärkung der Niederdeutschsprache ist es ein zentrales Anliegen des Landes, vorgesehene Profilschulstandorte wiederzubeleben und neue Schulen aufzunehmen.

Oldenburg: „Gemeinsam haben wir daran gearbeitet, die notwendigen Mittel für Sachkosten sowie die erforderlichen Lehrkräftewochenstunden bereitzustellen. Damit ist die Umsetzung der Profilarbeit an beiden Schulen ab dem kommenden Schuljahr gesichert.“

Das Profil „Niederdeutsch“ folgt dem Landeskonzept zur Förderung der Regionalsprache und ermöglicht Schülerinnen und Schülern eine vertiefte sprachliche und kulturelle Auseinandersetzung – im Unterricht wie auch in außerunterrichtlichen Projekten und Kooperationen. Alle Schülerinnen und Schüler der Profilschulen können Niederdeutsch ab Sekundarstufe I bis zum Abitur belegen.

Im Schuljahr 2025/2026 lernen in Mecklenburg-Vorpommern 1.063 Schülerinnen und Schüler an 35 Schulen Niederdeutsch. Davon besuchen 310 eine der aktuell vier Profilschulen: Goethe-Gymnasium Demmin, Recknitz Campus Laage, Reuterstädter Gesamtschule Stavenhagen sowie das Gymnasiale Schulzentrum „Fritz Reuter“ Dömitz.

Trauer um Rita Süssmuth

Schwesig: Rita Süssmuth war mutig, klug und ihrer Zeit oft weit voraus

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute die verstorbene frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth gewürdigt: „Ich bin sehr betroffen vom Tod von Rita Süssmuth. Denn ich habe die Zusammenarbeit und die persönlichen Gespräche mit ihr immer sehr geschätzt. Sie war eine unermüdliche Kämpferin für die Rechte von Frauen – mutig, klug und ihrer Zeit oft voraus. Viele Fortschritte, die heute selbstverständlich erscheinen, tragen ihre Handschrift.

Mit der Kampagne „Gib AIDS keine Chance“ hat sie als Bundesgesundheitsministerin in einer Zeit, in der AIDS-Kranke oft stigmatisiert wurden, Ängste genommen, Wissen vermittelt und ganz konkret Menschenleben gerettet. Dieser Einsatz verdient bis heute größten Respekt.

Sehr beeindruckt hat mich auch ihre Festrede im Landtag Mecklenburg-Vorpommern zum 25-jährigen Bestehen unserer Landesverfassung. Ich habe diese Rede als starkes Plädoyer für Demokratie, Verantwortung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Erinnerung – klug, zugewandt und zutiefst ermutigend.

Rita Süssmuth hat als Bundestagspräsidentin und als Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit unser Land geprägt. Sie war eine engagierte Christdemokratin, die sich parteiübergreifend höchstes Ansehen erworben hat. Ihr Einsatz, ihre Haltung und ihre Stimme werden fehlen. Mein Mitgefühl gehört allen, die ihr nahestanden.“

Schüler organisieren Winterball

Premierenidee der Schülersprecherin Emilia Friedrich an Gingster Schule

Insel Rügen – „Unsere Schulgemeinschaft hat so einen Winterball verdient“, sagt Emilia Friedrich, Schülersprecherin an der Schule Gingst. Zusammen mit ihren Mitschülern aus den 10. Klassen und den Klassenlehrern organisierte sie den Januarhöhepunkt zum ersten Mal. Über 60 Schüler aus den Klassenstufen 7 bis 10 folgten am letzten Januarfreitag ihrer Einladung, in dieser Jahreszeit bei guter Musik, Drinks und Snacks einen besonderen Abend zu erleben.

Das Winterballprojekt bestimmte den Schulalltag den ganzen Januar über. Die 10. Klassen machten es zu ihrer Gemeinschaftsaufgabe, denn mit der Halloween-Party der Orientierungsstufe hatten sie erste gute Erfahrungen im Herbst gesammelt. Die Mädchen gestalteten Werbeposter, Eintrittskarten und Deko-Sterne für die Mensa. Dabei halfen ihnen Schüler aus den 6. Klassen, denn fast 100 nachhaltige Papiersterne mit Klettverschluss entstanden dabei. Jungen planten die Außenlichter, Feuerschalen und Stockbrot oder machten sich Gedanken über Tanzfläche, Anordnung der Stehtische und den Einlass. Das Team teilte sich die Aufträge für Auf- und Abbau der Ballkulisse.

In freudiger Winterball-Stimmung: Emilia Friedrich, Leon Ruback, Amy Schönrogge und Heide Saathoff. (v.l.n.r.) Foto: Martina Zabel
In freudiger Winterball-Stimmung: Emilia Friedrich, Leon Ruback, Amy Schönrogge und Heide Saathoff. (v.l.n.r.) Foto: Martina Zabel

„Solche Klassen sind für eine Klassenleitung ein Geschenk“, erklärt Heide Saathoff, Klassenleiterin der 10a. Sie strahlt, als sie von der Gruppendynamik berichtet, die für ein so großes Vorhaben greifen muss. Zusammen mit ihrem Kollegen Ulf Todenhagen unterstützte sie ihre Schützlinge und führte sie mit vielen Absprachen und Änderungen zum gewünschten Ziel. „Ich bin so glücklich über unseren Erfolg“, meint Emilia Friedrich, auch wenn es im Team manchmal gekracht habe. Das gehöre aber einfach dazu.

Ihre Idee von einem schulischen Winterhöhepunkt ging auf. Schüler rockten zusammen mit ihren Lehrern die Tanzfläche, erlebten niveauvolle Programmpunkte und erfreuten sich an den Buffets mit Bowlen und Buletten. Sie genossen sichtlich die Ballstimmung in edlen Kleidern, mit Anzugsjacken und Hemden sowie den passenden Accessoires. Zudem wählten sie das königliche Paar des Abends: Ballkönigin Amy Schönrogge und Ballkönig Leon Ruback fühlten sich sichtbar geehrt und tanzten ganz zünftig zum besten Lied des Wintervergnügens.

Den Gingster Winterball unterstützten einheimische Firmen mit Finanzen und Sachmitteln. Dafür bedankten sich die Organisatoren bei den folgenden Unternehmen: Teppichwelt Kluis, Parkhotel Bergen, Saikana Bistro Gingst, EP Ohlhoff Bergen, Hansen GmbH Bergen und bei der Oase der Ruhe. Der Förderverein der Schule steht auch auf der Spenderliste und signalisiert bereits weitere Finanzen für die Neuauflage des Balls im nächsten Jahr.

Prävention und Gesundheitsförderung

Drese kündigt mehr Prävention und Hilfen zur Gesundheitsförderung und Bekämpfung von Suchterkrankungen an

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese hat eine deutliche Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention im Land angekündigt. Vor allem im Bereich der Suchtproblematiken seien Aufklärung, Vorbeugung und Intervention enorm wichtig, sagte Drese am Freitag in einer Landtagsdebatte zum Thema Sucht.

Drese betonte, dass jeder zehnte Deutsche ein Suchtproblem hat. In MV sei dieser Anteil noch höher. „Insbesondere bei der Alkoholsucht sind die Erkrankungszahlen bei uns im Land überdurchschnittlich und dramatisch“, sagte Drese.

Sucht sei eine chronische Krankheit mit gravierenden gesundheitlichen und sozialen Folgen für die Suchtkranken selbst und – gerade mit Blick auf Familien mit Kindern – deren Umfeld. „Mich treiben die damit verbundenen Schicksale der betroffenen Menschen um – vor allem wenn Kinder unmittelbar oder mittelbar betroffen sind“, so Drese.

„Wir müssen Problematiken klar benennen, eine Kultur des Hinsehens und nicht des Wegduckens fördern, Hilfestrukturen anbieten und auch neue Wege bei der Bekämpfung von Drogen und Sucht gehen“, verdeutlichte Drese. Das Land habe deshalb in den vergangenen Jahren, und nochmals verstärkt seit der Teillegalisierung von Cannabis, enorme Anstrengungen für eine präventionsgeleitete Suchtpolitik unternommen.

„Mit dem neuen Landeshaushalt erhöhen wir die Mittel für Maßnahmen im Bereich der Suchtprävention um fast 15 Prozent. Und wir stärken unsere Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen, LAKOST, um mehr Prävention in der Fläche, etwa in Schulen zu gewährleisten“, so die Ministerin.

Ein großer Erfolg ist aus Sicht von Drese, dass 50 zusätzliche Suchtpräventionsfachkräften ausgebildet werden, die zukünftig vorbeugende Maßnahmen im ganzen Land, z.B. in Schulen oder Sportvereine umsetzen werden. Die Verstetigung dieser Ausbildung und die Öffnung des Programms für verschiedene Professionen werden auch in der neuen Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention ausdrücklich empfohlen.

Drese: „Wir haben dort unter Beteiligung vieler Akteurinnen und Akteure zahlreiche Maßnahmen entwickelt. Für die Umsetzung der Strategie stehen insgesamt vier Millionen Euro zur Verfügung. Damit wird die Umsetzung der Landesstrategie zum größten Präventionsprogramm in der Geschichte von Mecklenburg-Vorpommern. Dazu gehört auch der Aufbau einer digitalen Suchtberatung durch die Einführung der DigiSucht-Plattform ab 2026.“

Nord-MPs werben für Häfen und Energie im Norden

Schwerin – Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der norddeutschen Länder Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben sich heute am Rande der Bundesratssitzung in Berlin getroffen. Zunächst führten Manuela Schwesig, Andreas Bovenschulte, Peter Tschentscher, Olaf Lies und Daniel Günther ein Gespräch mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zu Fragen der Wirtschafts- und Energiepolitik. Anschließend kamen die norddeutschen Regierungschefinnen und Regierungschefs zu einer Beratung zusammen.

„Die norddeutschen Länder leisten ihren Beitrag dazu, dass Deutschland insgesamt vorankommt. Unsere Häfen sind von großer wirtschaftlicher Bedeutung für ganz Deutschland. Und mit der bei uns produzierten Energie tragen wir auch zur Energieversorgung im Süden bei. Wir sind der Überzeugung, dass wir gemeinsam mehr erreichen. Deutschland braucht in diesen Zeiten mehr Gemeinsamkeit und weniger Spaltung. Und deshalb lehnen wir die Attacken der süddeutschen Länder auf das Bund-Länder-Finanzsystem ab“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an die Konferenz.

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther machte deutlich, dass die norddeutschen Länder hinter der Energiewende stehen. „Für uns ist klar: Beim Erreichen der Klimaziele dürfen wir jetzt keinen Zentimeter vom Kurs abweichen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien – von Solar über Onshore- bis Offshore-Windkraft – muss weiter Tempo aufnehmen. Gleichzeitig brauchen wir bessere Rahmenbedingungen für die Nutzung von Strom in Deutschland: spürbar niedrigere Netzentgelte und einen deutlich beschleunigten Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur. Gerade beim Wasserstoff kommt Schleswig-Holstein gemeinsam mit den anderen norddeutschen Ländern eine Schlüsselrolle zu. Wir sind Produktionsstandort für grünen Strom und künftige Wasserstoffdrehscheibe. Deshalb muss insbesondere die erforderliche Transportinfrastruktur schnell und koordiniert ausgebaut werden. Zugleich gilt es, die Wirtschaftlichkeitslücke bei der Dekarbonisierung industrieller Prozesse zu schließen – mit klugen marktwirtschaftlichen Instrumenten, die Investitionen in klimaneutrale Technologien wettbewerbsfähig machen.

Auch die maritime Wirtschaft bleibt zentral: Unsere Häfen und die Hafeninfrastruktur sind von nationaler Bedeutung für Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und Transformation. Hier erwarten wir verlässliche Unterstützung des Bundes. Unser Ziel ist der enge Schulterschluss, damit Norddeutschland und besonders Schleswig-Holstein als Energie- und Industriestandort weiter vorangehen können.“

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hob die Bedeutung der Offshore-Windkraft hervor. „Der Aufbau der Offshore-Windenergie ist ein zentraler Baustein für eine sichere, unabhängige und saubere Energieversorgung in Deutschland. Die Verschiebung des ursprünglich geplanten Ausschreibungstermins ist nachvollziehbar, da die bisherigen Kriterien keine Gebote ermöglicht haben. Daher haben wir noch einmal deutlich gemacht, dass eine neue Ausschreibung spätestens im vierten Quartal 2026 erfolgen muss. Sonst droht ein industriepolitischer Fadenriss. Die Offshore-Windindustrie braucht jetzt zügig überarbeitete Ausschreibungskriterien und verlässliche Rahmenbedingungen. Beim Ausbau der Windenergie auf See darf die Bundesregierung keine Zeit verlieren.“

„Der Neustart der Offshore-Windenergie ist unverzichtbar, da wir schon jetzt hinter den Ausbauzielen deutlich zurückliegen. Wenn wir jetzt nicht reagieren, wird die Energiewende nicht gelingen. Denn ohne Offshore-Windkraft wird es nicht ausreichend Strom geben, vor allem nicht ausreichend günstigen Strom. Deshalb müssen wir die Rahmenbedingung für den Offshore-Ausbau zügig anpassen. Dabei geht es auch darum, dass die erforderlichen Komponenten in Deutschland gebaut werden, insbesondere die für die Offshore-Windparks notwendigen Konverter“, erläuterte der Bremer Bürgermeister und Präsident des Bremer Senats Andreas Bovenschulte.

Im Gespräch mit der Bundeswirtschaftsministerin unterstrichen die Länder außerdem die Bedeutung der Seehäfen für ganz Deutschland. „Die Seehäfen sind für die Sicherheit und Unabhängigkeit Deutschlands von nationaler Bedeutung. Dies gilt für die Anbindung der Wirtschaft an die internationalen Märkte, die tägliche Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger und für die militärische Verteidigungsbereitschaft in einer angespannten geopolitischen Lage. Vor diesem Hintergrund haben die norddeutschen Länder heute noch einmal gemeinsam bekräftigt, dass sich der Bund an der Finanzierung der Hafeninfrastruktur beteiligt. Die Bundesregierung und ihr maritimer Koordinator haben es bisher versäumt, zu dieser Vereinbarung des Koalitionsvertrages eine konkrete Umsetzungsperspektive zu entwickeln“, erklärte der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Peter Tschentscher.

100 neue Referendarinnen und Referendare für M-V

Dienstantritt der Referendarinnen und Referendare und Zeugnisausgabe

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern treten 100 Referendarinnen und Referendare offiziell ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen an. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die Einstellungszahl von 87 auf 100 gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von rund 15 Prozent. Damit befinden sich insgesamt 666 Referendarinnen und Referendare im Dienst.

Die Referendarinnen und Referendare verteilen sich auf folgende Lehrämter:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 12
  • Lehramt an Grundschulen: 30
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 13
  • Lehramt an Gymnasien: 37
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 8

Unter den zugelassenen Referendarinnen und Referendaren sind 23, die ihr Erstes Staatsexamen in einem anderen Bundesland absolviert haben und für das Referendariat nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen sind.

Zukünftige Lehrkräfte haben Zeugnisse erhalten 

In dieser Woche haben 133 Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen beendet und ihre Zeugnisse über das Zweite Staatsexamen erhalten. Rund 80 Prozent der Absolventinnen und Absolventen werden zum 1. Februar 2026 unbefristet in den Schuldienst des Landes übernommen. 93 Lehrkräfte arbeiten weiterhin an ihren Ausbildungsschulen. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Schulen die von ihnen ausgebildeten Lehrkräfte nach dem Vorbereitungsdienst ohne gesondertes Ausschreibungsverfahren übernehmen. Die Übernahmemöglichkeit bietet den Lehrkräften Planungssicherheit und eine Zukunftsperspektive.

Die Absolventinnen und Absolventen dieses Jahrgangs verteilen sich auf folgende Lehrämter:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 14
  • Lehramt an Grundschulen: 19
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 35
  • Lehramt an Gymnasien: 56
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 9

Mecklenburg-Vorpommern stellt an vier Terminen jährlich Referendarinnen und Referendare ein. Die nächste Ausschreibung läuft vom 23. März 2026 bis 13. April 2026 für das Referendariat mit Beginn am 1. August 2026.

Über das Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de können sich Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen auf eine Stelle für ein Referendariat an ihrer Wunschschule in Mecklenburg-Vorpommern bewerben.