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Neue Förderrichtlinie

Wissenstransfer und Informations­maßnahmen in der Agrar- und Forstwirtschaft

Schwerin – Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt startet zum 15. Juni 2026 neue Programme zur Förderung von Wissenstransfer und Informationsmaß­nahmen in der Agrar- und Forstwirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern (WissAgrarFöRL M-V).

Im Mittelpunkt der Vorhaben stehen insbesondere die Vermittlung von Kenntnissen zur Nutzung innovativer Technologien, zur qualitativen Ausrichtung auf die Marktgegebenheiten sowie zu Anforderungen an den Umwelt- und Verbraucherschutz, zum Klima- und Ressourcenschutz, zur Qualitätssicherung, zur nachhaltigen Tierproduktion und Landbewirtschaftung.

In den Bereichen Qualifizierung, Demonstrationstätigkeiten und Wissensaustausch soll den Endbegünstigten (Teilnehmer der Maßnahmen) die Möglichkeit geboten werden beispielsweise die Fahrschulausbildung der Klasse T zu absolvieren oder neue Erkenntnisse in den Bereichen Unternehmensmanagement und Umweltbewusstsein von Beschäftigten in der Agrar- und Forstwirtschaft zu erlangen. Zuwendungsempfänger sind die Träger der Bildungsmaßnahmen, welche anerkannte Weiter­bildungseinrichtungen sein müssen.

Die digitale Antragstellung ermöglicht eine nutzerfreundliche und einfache Beantragung der Förderung, sowie eine zügige Bearbeitung bei der Bewilligungsbehörde, dem Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei. Weitere Informationen zur Antragstellung, dem Verfahren und der Richtline erfahren Sie unter https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Service/Foerderungen/Projektfoerderung/

Durch die Förderprogramme wird ein entscheidender Schritt getan zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft, des Tierwohls, des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Eindämmung des Klimawandels hier im Land.

Erfolgsmodell Golfpark Strelasund

Dr. Wolfgang Blank: „Gezielte Förderung und engagiertes Unternehmertum schaffen Arbeitsplätze, Wertschöpfung und neue Perspektiven im ländlichen Raum.“

Kaschow – Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Wolfgang Blank hat am Samstag, den 13. Juni, anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Golfparks Strelasund in Kaschow (Landkreis Vorpommern-Rügen) die Entwicklung des Unternehmens gewürdigt. Aus einem kleinen Golfplatz mit provisorischem Büro in einem Container hat sich in zwei Jahrzehnten eine touristische Anlage mit zwei Golfplätzen, Hotel- und Wellnessbereich, Ferienwohnungen, Gastronomie sowie Veranstaltungsräumen entwickelt.

„Die Erfolgsgeschichte des Golfparks Strelasund zeigt, was aus Engagement und Weitblick entstehen kann. Gemeinsam mit der gezielten Förderung des Landes sind hier inzwischen 78 Arbeitsplätze, touristische Angebote und neue Perspektiven für eine ganze Region geschaffen worden. Davon profitieren Gäste ebenso wie die Menschen vor Ort“, sagte Minister Dr. Blank.

Die Entwicklung des Unternehmens wurde über mehrere Investitionsvorhaben mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) unterstützt. Insgesamt wurden Investitionen in Höhe von rund 9,3 Millionen Euro mit knapp vier Millionen Euro Fördermitteln ermöglich. Dadurch konnten mehr als 20 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.

„Fördermittel sollen dort wirken, wo sie nachhaltige Entwicklung ermöglichen. Der Golfpark Strelasund ist dafür ein gutes Beispiel. Die Investitionen stärken die touristische Infrastruktur, erhöhen die regionale Wertschöpfung und machen die Region für Gäste und Unternehmen gleichermaßen attraktiver“, so Minister Dr. Blank.

Neben seiner Bedeutung für den Tourismus engagiert sich der Golfpark auch für die Region. Schulklassen besuchen die Anlage regelmäßig im Rahmen von Berufsorientierungsangeboten. „Das Unternehmen macht frühzeitig auf attraktive Berufe in der Tourismusbranche  aufmerksam. Dies ist auch ein Beitrag frühzeitig praxisnahe Einblicke in die spannende touristisch abwechslungsreiche Arbeitswelt zu erhalten“, so Minister Dr. Blank weiter. Mit Projekten wie dem Schulgolfprogramm „Abschlag Schule“, Naturbildungsangeboten sowie Schwimmkursen für Kinder und Jugendliche trägt das Unternehmen zur gesellschaftlichen Entwicklung vor Ort bei.

Der Golfpark Strelasund zählt heute zu den etablierten Golfstandorten Mecklenburg-Vorpommerns. Mit seinen zwei 18-Loch-Plätzen, dem Hotel- und Wellnessangebot sowie seiner verkehrsgünstigen Lage im Pommerndreieck trägt er zur Stärkung des Tourismus in Vorpommern bei und zieht Gäste aus dem In- und Ausland an.

Fördermittel für die Mecklenburger Stiere

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat bei der Siegerehrung des traditionsreichen „Stiere Cups“ nicht nur die Siegerpokale überreichen können. Sie überbrachte auch einen Förderbescheid über 39.000 Euro für die Mecklenburger Stiere.

„Wir fördern und unterstützen unsere Vereine. Damit die Jungstiere sicher und pünktlich zu ihren Turnieren kommen, hat der Verein Fördergelder aus dem Bürgerfonds beim Land beantragt, um einen Kleinbus zu kaufen. Der Antrag wurde bewilligt“, freute sich Schwesig. Sie danke den Mecklenburger Jungstieren für die Organisation des Turniers und dem Förderverein Post Schwerin für die Unterstützung, die vieles für die Spieler möglich mache.

„Handball in Schwerin hat eine große Tradition und ist fest in unserer Landeshauptstadt verwurzelt. Wer einmal in der Sport- und Kongresshalle bei einem Spiel der Stiere war, der ist von der Spannung des Handballs und von der Begeisterung der Zuschauer schnell angesteckt“, so die Ministerpräsidentin. Die Jugendarbeit des Vereins sei sehr erfolgreich. „Die Jungstiere schaffen regelmäßig den Sprung in die überregionalen Spielklassen. Zum Beispiel die erfolgreiche Qualifikation der Jungstiere aus der B-Jugend für die Jugend-Bundesliga“, beglückwünschte Manuela Schwesig den Verein.

„Sport wird vom Ehrenamt getragen. Besonders die Jugendarbeit ist wichtig. Die Arbeit, die dahintersteckt, wird zu einem großen Teil von Ehrenamtlichen gemacht. Sie tragen den Sport in Mecklenburg-Vorpommern“ so Schwesig weiter. Ehrenamtlicher Einsatz mache Wettkämpfe erst möglich.

„Ehrenamtliche Trainerinnen und Übungsleiter entwickeln Talente, führen Kinder und Jugendliche an den Sport heran und helfen älteren Menschen, weiter gesund zu leben. Ehrenamtliche sind das Rückgrat unseres Sports“ betonte die Regierungschefin. Sie danke allen Ehrenamtlichen und ebenso den Hauptamtlichen, die für den Erfolg ebenfalls unentbehrlich seien.

Schulhof-Sommerfest in Gingst

Lehrer, Schüler und Eltern feiern mit ihren Gästen einen farbenfrohen Schuljahresabschluss 2026

Insel Rügen – Die Gingster Schule nutzt den Start in die warme Jahreszeit für eine gemeinsame Feier. Zusammen mit dem Schul- und Sportverein Gingst lädt sie alle Interessierten zum Schulhof-Sommerfest in Gingst ein. „Wir präsentieren dieses Mal wieder viele coolen Attraktionen und bewährte Angebote“, erklärt Chef-Organisator Ulf Todenhagen die Grundidee des sommerlichen Vorhabens.

Der dreistündige Festzauber beginnt am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, um 15 Uhr auf dem Hof der Grundschule. Das Gemeinschaftsprojekt aller Lehrer und Schüler wird von den Eltern unterstützt und soll alle Beteiligten zusammenzuführen. „Kinderwünsche stehen in diesem Jahr wieder im Mittelpunkt“, sagt Schulleiter André Farin beim Blick auf die vielfältigen Bausteine: Cocktails und Kinderschminken, Wikingerschach und Stock-Twister oder Dosenwerfen, Tombola und die Glücksrad-Station locken die aktiven Besucher. Kulinarische Besonderheiten bieten die schuleigenen Grillexperten und Waffelbäcker an.

Höhepunkt des Tages werden die Führungen auf der Baustelle des neuen Regionalschulgebäudes sein. Bewohner und Besucher in Gingst erhalten in kleinen Gruppen einen Einblick in den Jahrhundertbau der Gemeinde. Außerdem sind junge Archäologen unterwegs, die erneut nach den Schätzen auf dem Schulhof suchen und das Gefundene vor Ort bestimmen. Die Redakteure der Schülerzeitungen „Gingster Welle“ und „Kleine Welle“ verkaufen ihre aktuelle Ausgabe und recherchieren gleich für die nächste Ausgabe. Einen sportlichen Programmpunkt gestalten die Mitglieder der Turn-AG in der Turnhalle und die jungen Künstler laden mit einem Theaterprogramm zum Zuhören und Staunen ein.

Drese würdigt Engagement des Lotsennetzwerks M-V

„Suchtkranke Menschen brauchen Verständnis, Hilfe und Begleitung“

Rostock – Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche Alkohol finden vom 13. bis zum 21. Juni in ganz Deutschland zahlreiche Aktionen statt, die dazu einladen, sich kritisch mit Alkohol und Alkoholkonsum auseinanderzusetzen. Eine wichtige Veranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern war zum Auftakt der Aktionswoche der Fachtag des Lotsennetzwerkes der Suchtselbsthilfe in MV.

Der Fachtag in Rostock brachte Fachkräfte aus Suchthilfe, Selbsthilfe und Gesundheitswesen zusammen, zeigte aber auch die große Bedeutung der in einem Lotsennetzwerk arbeitenden ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleitern, die suchtkranke Menschen in das Hilfesystem integrieren und sie beim Ausstieg aus der Sucht unterstützen.

„Nach einer Entgiftung oder einer Therapie ist es oft schwer, wieder Fuß zu fassen, sich in der neuen Lebenssituation zu orientieren und abstinent zu leben. Dabei helfen unsere Lotsinnen und Lotsen, die oft selbst über Erfahrungen mit Suchterkrankungen verfügen oder die Herausforderungen als Angehörige kennen“, erklärte Gesundheitsministerin Stefanie Drese, die den Fachtag mit einem Videogrußwort eröffnete.

Diese Erfahrungen seien besonders wertvoll, weil die Lotsen den Betroffenen so auf Augenhöhe und ohne Vorurteile begegnen können. „Außerdem machen sie Mut und zeigen: Keiner ist allein und es gibt ein Leben nach der Sucht“, so Drese.

Die Ministerin verwies in diesem Zusammenhang auch auf die weiterhin große Häufigkeit von Suchterkrankungen in Mecklenburg-Vorpommern. So suchten im Jahr 2024 insgesamt 8.850 Menschen Unterstützung in den 24 Sucht- und Drogenberatungsstellen Mecklenburg-Vorpommerns. Das waren 290 Personen mehr als im Jahr davor. „Diese Zahlen zeigen, dass Suchterkrankungen keine Randerscheinung sind. Sie betreffen viele Menschen und wirken sich oft auf ganze Familien aus“, sagte Drese.

Für Kinder aus psychisch- und suchtbelasteten Familien gibt es deshalb in MV seit 2023 ein eigenes Angebot in Form der KipsFam-Regionalstellen, um auch ihnen Hilfestellung im Umgang mit der belastenden Lebenssituation zu geben, in der sie großwerden. „Dabei handelt es sich nicht um Einzelfälle. Schätzungen zufolge sind rund 73.000 Kinder allein in MV betroffen“, unterstrich Drese.

Sie hoffe aber auch, dass die Aktionswoche Alkohol dazu beitrage, noch bestehende Stigmata abzubauen, die oft auch den Weg in das Hilfsnetz blockieren. „Sucht ist keine Charakterschwäche, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung, für die man sich, wie bei anderen Krankheiten auch, Hilfe suchen kann und sollte. Ich würde mir deshalb wünschen, dass wir die Scham rund um dieses Thema verlieren, damit Betroffene möglichst frühzeitig Hilfe bekommen“, so die Ministerin weiter.

Je früher das der Fall sei, desto größer seien auch die Chancen auf eine erfolgreiche Stabilisierung und ein selbstbestimmtes Leben. „Denn wir wissen, dass Sucht eine Erkrankung ist, die tief in die menschliche Psyche eingreift. Wir wissen, dass das eigene Belohnungssystem unseres Gehirns gegen einen arbeitet. Und das zu durchbrechen, das braucht eine unvorstellbar große Menge an Kraft und eben auch Menschen wie unsere Lotsinnen und Lotsen, die an einen glauben“, betonte Drese.

Informationen zu den Lotsen finden Interessierte unter https://lotsennetzwerk-mv.org/. Eine Übersicht aller Suchtberatungsstellen sowie verschiedener Onlineberatungsangebote stellt unterdessen die Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen (LAKOST) zur Verfügung: https://www.lakost-mv.de/unterstuetzung. Auch die KipsFam-Anlaufstellen sind kostenfrei, ebenso wie die weiteren Veranstaltungen zur Aktionswoche Alkohol.

Grundstein für neue Raumschießanlage für die Polizei gelegt

Wichtiger Meilenstein für hochmodernes und nachhaltiges Einsatztrainingszentrum der Polizei

Waldeck – Der für den Staatshochbau zuständige Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue und Innenminister Christian Pegel legten heute gemeinsam den Grundstein für die neue Raumschießanlage der Polizei in Waldeck. An dem Termin nahmen zudem der Inspekteur der Polizei, Lutz Müller, die Polizeipräsidentin des Polizeipräsidiums Rostock, Anja Hamann, der Direktor des Landesbereitschaftspolizeiamtes Mecklenburg-Vorpommern, Michael Ebert, und die Direktorin des Landeswasserschutzpolizeiamtes Mecklenburg-Vorpommern, Antje Finnern, teil.

Mit einer Gesamtinvestition von rund 24,5 Millionen Euro entsteht auf dem Gelände des Polizeipräsidiums Rostock ein hochmodernes Einsatztrainingszentrum für das polizeiliche Schießtraining. Davon werden voraussichtlich 2,5 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

„Mit dem Neubau schaffen wir sehr gute Voraussetzungen für eine moderne und realitätsnahe Aus- und Fortbildung unserer Polizistinnen und Polizisten. Gleichzeitig investieren wir in eine energieeffiziente Infrastruktur und stärken die heimische Wirtschaft: Drei Viertel der bislang beauftragten Unternehmen stammen aus Mecklenburg-Vorpommern. Das zeigt, dass von dieser Investition nicht nur die Polizei, sondern auch die regionale Wirtschaft profitiert“, sagte Minister Dr. Heiko Geue.

Innenminister Christian Pegel betonte: „Mit der heutigen Grundsteinlegung beginnen wir den Bau einer modernen Raumschießanlage für die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern. Damit schaffen wir die nötige Infrastruktur für erweiterte und zeitgemäße Trainingsmöglichkeiten. Die Anforderungen an die polizeiliche Ausbildung sind hoch und werden weiter steigen. Eine verlässliche Einsatzfähigkeit setzt voraus, dass ein Training unter realistischen Bedingungen kontinuierlich möglich ist. Genau dafür entsteht hier ein neuer Standort, mit dem wir ein klares Signal für eine leistungsfähige und gut ausgebildete Polizei setzen.“

Das neue Einsatztrainingszentrum umfasst zwei Schießhallen mit 25- und 50-Meter-Bahnen, Trainings- und Seminarräume sowie Sozialbereiche. Die Schießhallen werden mit modernster digitaler Schießkinotechnik ausgestattet. Laserbeamer mit hochauflösender Zieldarstellung ermöglichen die Projektion statischer und bewegter Trainingsszenarien. Ein kamerabasiertes System erfasst Treffer automatisch. Die Anlage wird für dynamisches Mehrdistanzschießen sowie digital skaliertes Schießen bis 200 Meter ausgelegt und setzt damit neue Maßstäbe für die Aus- und Weiterbildung der Polizei Mecklenburg-Vorpommerns.

Die vorbereitenden Maßnahmen für das Bauvorhaben begannen bereits im März 2025. Mit dem Rohbau wurde im Dezember 2025 begonnen. Die Fertigstellung ist für Dezember 2027 vorgesehen.

Besonderes Augenmerk wird beim Neubau auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt. Die Wärmeversorgung des Gebäudes erfolgt über hocheffiziente Wärmepumpen. Für eine nachhaltige Stromerzeugung ist zudem auf der Dachfläche des Neubaus die Errichtung einer großflächigen Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von rund 160 kWp geplant. Die Anlage soll jährlich rund 130.000 Kilowattstunden Strom erzeugen und vor allem die Wärmepumpen und die Raumschießanlage mit Eigenstrom versorgen.

Der Neubau unterschreitet die gesetzlichen Anforderungen an den Energieverbrauch und den CO₂-Ausstoß deutlich. Der berechnete Jahresprimärenergiebedarf liegt um mehr als 35 Prozentpunkte unter den gesetzlichen Anforderungen nach dem Gebäudeenergiegesetz. Zudem werden durch die Photovoltaikanlage jährlich rund 90 Tonnen CO2 eingespart.

Verantwortlich für das Bauvorhaben ist das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Neubrandenburg. Die Planung erfolgt durch die JSP ARCHITEKTEN Gesellschaft für Gesamtplanung mbH.

Schwesig/Blank: Gesundheitswirtschaft zeigt Stärke und Zukunftskraft

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern hat sich in dieser Woche erneut als bedeutender Standort der Gesundheitswirtschaft präsentiert. Zur 21. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft kamen mehr als 600 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesundheitsversorgung nach Rostock. Die Veranstaltung gilt als eines der wichtigsten Branchentreffen Deutschlands und macht die Innovationskraft einer Branche sichtbar, die zu den wichtigsten Wachstumsmotoren des Landes zählt.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank zogen heute eine positive Bilanz. „Die Gesundheitswirtschaft ist eine entscheidende Zukunftsbranche für Mecklenburg-Vorpommern. Dank der engen Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesundheitsversorgung sind wir für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Auch die 21. Ausgabe der Nationalen Branchenkonferenz war eine perfekte Plattform für Austausch, Vernetzung und neue Impulse. Hier entstehen Netzwerke, Kooperationen und Ideen, die weit über die Veranstaltung hinaus wirken und den Gesundheitsstandort Mecklenburg-Vorpommern stärken“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Minister Dr. Wolfgang Blank ergänzte: „Unsere Branchenkonferenz zeigte auch in diesem Jahr eindrucksvoll, welche Dynamik in der Gesundheitswirtschaft steckt. Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den vergangenen Jahren zu einem besonders attraktiven Standort für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Investoren entwickelt. Die Gesundheitswirtschaft ist zugleich lebendiger Innovationsmotor und verlässlicher Beschäftigungsgarant für unser Land.“

Wie attraktiv Mecklenburg-Vorpommern für innovative Unternehmen ist, zeige die geplante Ansiedlung des niederländischen Medizintechnikunternehmens OTN Implants im Gewerbegebiet Upahl. Das Unternehmen will dort künftig hochmoderne Titan-Knochenanker für Prothesen produzieren. Die Implantate ermöglichen Menschen mit Arm- oder Beinamputationen eine verbesserte Steuerung ihrer Prothesen und können sensorische Rückmeldungen vermitteln.

„Die Ansiedlung von OTN steht beispielhaft für die positive Entwicklung unserer Gesundheitswirtschaft“, sagte Schwesig. „Die Entscheidung des Unternehmens für Mecklenburg-Vorpommern zeigt, dass unser Land hervorragende Voraussetzungen für innovative Unternehmen bietet – von leistungsfähigen Forschungseinrichtungen über spezialisierte Unternehmen bis hin zu einer modernen Infrastruktur.“

Als Gründe für die Ansiedlung in M-V nennt das Unternehmen unter anderem die gute Verkehrsanbindung sowie die Nähe zu wichtigen Partnern wie der Universitätsmedizin Rostock und dem auf Beschichtungen für medizinische Implantate spezialisierten Unternehmen DOT. Mittelfristig sollen in Upahl mehr als 20 Arbeitsplätze entstehen.

Die positiven Entwicklungen spiegeln sich auch in den Kennzahlen der Branche wider. Mit rund 152.000 Beschäftigten arbeitet inzwischen etwa jeder fünfte Erwerbstätige in Mecklenburg-Vorpommern in der Gesundheitswirtschaft. Die Branche erwirtschaftet eine Bruttowertschöpfung von rund 7,8 Milliarden Euro und gehört damit zu den tragenden Säulen der Wirtschaft des Landes.

Die diesjährige Konferenz stand im Zeichen von Innovationen in den Bereichen Medizintechnik, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Prävention und Fachkräftesicherung. Zugleich bot sie eine Plattform für neue Kooperationen zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Gesundheitsdienstleistern aus dem In- und Ausland. Die Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft wird seit 2005 von der BioCon Valley GmbH im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern organisiert. Sie hat sich in dieser Zeit zu einem bundesweit anerkannten Forum für Innovation, Vernetzung und Zukunftsthemen der Gesundheitswirtschaft entwickelt.