Königliche Geschenke

Porzellanausstellung im Schloss Schwerin eröffnet

Schwerin – Finanzminister Reinhard Meyer hat im Schweriner Schloss die Ausstellung „Königliche Geschenke“ eröffnet. Die Ausstellung entführt den Besucher in eine königliche Welt und präsentiert prächtige Porzellane aus der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM), die das preußische Königshaus im Verlauf des 19. Jahrhunderts seinen mecklenburgischen Verwandten überreichte.

Die KPM gehörte zu dieser Zeit zu den führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Porzellankunst. Namhafte Künstler wie Karl Friedrich Schinkel oder Johann Gottfried Schadow arbeiteten für das Unternehmen und fertigten Entwürfe für einzigartige Meisterstücke an, die vom Potential dieser Manufaktur, vom Können ihrer Entwerfer, Former, Maler und Vergolder künden.

So wurden alle im 19. Jahrhundert regierenden Herzöge bzw. Großherzöge Mecklenburgs, die Thronfolger und deren Gemahlinnen, vom preußischen Königshaus reichlich mit Porzellanen bedacht. Ob Vermählung, Thronbesteigung, Weihnachten, Ostern oder Geburtstag – den preußischen Majestäten stand in Berlin eine Manufaktur von Weltrang zur Verfügung, aus der sie bei Geschenken jederzeit aus dem Vollen schöpfen konnten. Ganz oben in der Beliebtheit der königlichen Porzellangeschenke standen die großen Prunkvasen, die sich vorzüglich für die standesgemäße Schlossausstattung eigneten. Doch auch kleinere Gaben waren willkommen, seien es erlesene Tassen, Frühstücksservice oder die seit 1819 alljährlich eintreffenden Porzellan-Ostereier.

„Die Geschenke“, so Finanzminister Reinhard Meyer anlässlich der Ausstellungseröffnung, „waren einst der Ausstattung des Residenzschlosses vorbehalten und damit auch nur einem erlauchten Kreis zugänglich. Und so wie sie einst die Prunkappartements der hohen Herrschaften zierten, so schmücken sie jetzt die Ausstellung. Mit einem Unterschied: Heute braucht man kein ‚blaues Blut‘, um in diesen Kunstgenuss zu kommen. Jeder kann sie sehen.“

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