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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Gemeinsam für Verbesserungen in der Kindertagesförderung

Oldenburg: notwendige Qualitätssteigerungen – finanzierbar und mit Augenmaß

Schwerin – „Der Einsatz der Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sowie der Träger ist beeindruckend und zeigt, wie wichtig allen die frühkindliche Bildung ist. Ungeachtet der Prüfung der rechtlichen Zulässigkeit des Volksbegehrens sind wir im Forum ‚Gute Kita 2030‘ mit allen Beteiligten – zu denen auch der Landkreistag und der Städte- und Gemeindetag gehören – im intensiven Austausch.

Unser gemeinsames Ziel ist es, weitere Maßnahmen zur Qualitätssteigerung in der Bildung der Jüngsten voranzubringen“, sagte die Bildungsministerin Simone Oldenburg mit Blick auf das angekündigte Volksbegehren zur Verbesserung der Situation in den Kindertageseinrichtungen im Land.

Nur im Austausch miteinander und mit gemeinsam abgestimmten Zielen können neue Maßnahmen in der Bildung und Förderung der Kinder erarbeitet und umgesetzt werden. „Jede noch so wünschenswerte Verbesserung muss aber auch finanzierbar sein.

Die Kosten der vorgelegten Maßnahmen belaufen sich auf ca. 450 Millionen Euro jährlich zusätzlich und würden dann das Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden für die Kindertagesförderung pro Jahr erreichen. Offen lassen die Initiatoren, wie diese Maßnahmen finanziell umsetzbar sein sollen“, so die Ministerin. „Weitere Verbesserungen für die Kindertagesförderung, die wir gemeinsam im Forum ‚Gute Kita 2030‘ erarbeiten, können nur in einem fest abgesteckten finanziellen Rahmen umgesetzt werden.“

Wie wichtig der Landesregierung auch die frühkindliche Bildung ist, zeigen die Verbesserungen für die Kinder, Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher, die in den letzten Jahren erreicht worden sind:

  • Über 1.200 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher konnten durch mehr Landesgeld eingestellt werden, um den Mindestpersonalschlüssel in den Kitas umzusetzen.
  • Übernahme der Sprachkitas in die Landesförderung.
  • Schrittweise Senkung des Fachkraft-Kind-Verhältnisses von 1:18 auf 1:14.
  • Beitragsfreiheit für alle Kinder in Krippe, Kita, Kindertagespflege, Hort und Ferienhort entlastet die Familien. Eltern sparen je Kind bis zu 18.000 Euro an Betreuungskosten.
  • Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird für Grundschulkinder der Rechtsanspruch auf einen Hortplatz schrittweise eingeführt. Dieser gilt unabhängig von der Erwerbstätigkeit der Eltern.
  • Kitas in MV haben die längsten Öffnungszeiten bundesweit und  bieten den Eltern eine hohe Verlässlichkeit durch wenige Schließtage im Jahr.

„Weitere Qualitätsmaßnahmen, besonders in der Krippe, sind weiterhin dringend notwendig. Dies kann jedoch nur schrittweise, mit Augenmaß und gemeinsam mit den Kommunen erfolgen“, sagte Simone Oldenburg.

Land unterstützt Schülerinnen und Schüler

Oldenburg: Kinder und Jugendliche im Schulalltag unterstützen

Schwerin – Laut Veröffentlichung des Deutschen Schulbarometers der Robert Bosch Stiftung zeigen 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen psychische Auffälligkeiten. Bildungsministerin Simone Oldenburg verweist in diesem Zusammenhang auf die in Mecklenburg-Vorpommern bereits umgesetzten Unterstützungsangebote: „Auch in unserem Bundesland beobachten wir vermehrt psychosomatische Symptome, Depressionen, Stress, Angst- und Erschöpfungszustände bei Schülerinnen und Schülern.

Daher haben wir ein Unterstützungssystem etabliert, um Kinder und Jugendliche in psychischen Notlagen zu helfen und zu begleiten. Der Zentrale Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) berät Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Erziehungsberechtigte. Unter dem Leitgedanken ‚Zuhören – Beraten – Vermitteln‘ hat das Land die schulpsychologischen Angebote konzeptionell neu aufgestellt und mit zusätzlichen Stellen gestärkt.“

In jedem Staatlichen Schulamt gibt es ein mobiles Team mit je zwei Psychologinnen und Psychologen, das bei der Bewältigung von Krisen vor Ort einbezogen wird. Auf regionaler Ebene wurde das bestehende System durch 15 zusätzliche Schulpsychologinnen und Schulpsychologen ergänzt, die direkt an ausgewählten Schulen tätig sind.

Dies betrifft vor allem Schulen mit Familienklassenzimmern oder Schulwerkstätten sowie Schulen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung. „Durch das zusätzliche schulpsychologische Personal können wir Schülerinnen und Schüler dieser Schulen besser unterstützen“, so die Ministerin. Für die beruflichen Schulen wurde das Beratungsangebot durch zusätzliche Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, die auf diesen Schulbereich spezialisiert sind, erweitert.

Überregional steht die Leitstelle des ZDS für Ratsuchende oder direkt und indirekt Betroffene zur Verfügung. Sie nimmt Anfragen von Schulen oder Erziehungsberechtigten sofort auf, stellt eine psychologische Erstversorgung sicher und vermittelt weiterführende Hilfen. Über dieses Angebot konnte bereits vielen Ratsuchenden geholfen werden. Allein im Schuljahr 2024/2025 gingen über 600 Anrufe in der Leitstelle des ZDS ein, jeweils etwa zur Hälfte durch Schulen und Erziehungsberechtigte. Für Schulleitungen und Lehrkräfte bietet der Bereich Organisationspsychologie des ZDS Coachings und Beratungen an, die bei der Bewältigung psychischer Belastungen helfen.

Zudem hat das Land eine Aufklärungskampagne zu den Themen psychische Belastungen und sexualisierte Gewalt bei Kindern und Jugendlichen gestartet. Dazu sind drei Broschüren erschienen, die Schülerinnen und Schüler informieren und Unterstützungsangebote aufzeigen.

  • Die Broschüre „Weitersagen ist kein Petzen!“ richtet sich an die Zielgruppe der Jahrgangsstufen 3 und 4 und vermittelt insbesondere die Kernbotschaft: „Manchmal darf man ein Geheimnis verraten und es ist trotzdem Freundschaft.“
  • Die Broschüre „Hilfe holen ist Freundschaft!“ richtet sich an die Zielgruppe ab Jahrgangsstufe 5 und vermittelt: „Vertrauensvoll Sorgen teilen!“.
  • Die Broschüre „Wie geht´s mir eigentlich? Psychische Gesundheit ist wichtig!“ sensibilisiert für psychische Belastungen, Depressionen und lebensmüde Gedanken (ab Jahrgangsstufe 5).

Alle Broschüren sind auf dem Bildungsserver Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht:

https://www.bildung-mv.de/schule/zentraler-fachbereich-diagnostik-schulpsychologie-zds/.

Land entlastet Lehrkräfte und Schulleitungen

Oldenburg: Lehrerinnen und Lehrer haben mehr Zeit für die Aufgaben haben, die im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen

Schwerin – Die Landesregierung setzt ihren Kurs zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen an den Schulen konsequent fort. Mit einer Reihe von Maßnahmen werden Lehrkräfte und Schulleitungen spürbar von Verwaltungsaufgaben entlastet und stärker in ihrer pädagogischen Arbeit unterstützt. „Wir prüfen kontinuierlich, an welchen Stellen wir Lehrkräfte weiter entlasten können“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Lehrerinnen und Lehrer haben unter anderem durch die Entbürokratisierung mehr Zeit für die Aufgaben, die im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen. Das sind das Unterrichten und die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler sowie Leitungsaufgaben“, so Oldenburg. Zur Ehrlichkeit gehöre jedoch dazu, dass der Lehrerberuf nicht gänzlich ohne Verwaltungstätigkeiten auskomme.

Mehr Unterstützung im Schulalltag 

Ein Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf der Entlastung von administrativen Aufgaben. So unterstützen bereits Verwaltungskräfte an allgemein bildenden Schulen in besonderen Lagen sowie an großen beruflichen Schulen die Schulleitungen. Außerdem gibt es insgesamt über 800 unterstützende pädagogische Fachkräfte an den Schulen, die für die unmittelbare unterrichtsbegleitende pädagogische Arbeit zuständig sind.

Das Land hat auch ermöglicht, dass 240 Alltagshilfen an den Schulen beschäftigt werden können. Sie übernehmen organisatorische Tätigkeiten und entlasten damit Lehrkräfte im Schulalltag. „Wir schaffen Freiräume, damit sich Lehrerinnen und Lehrer stärker auf ihre pädagogischen Aufgaben konzentrieren können“, so Oldenburg weiter. „Wir haben Lehrkräfte befragt und setzen ihre Anregungen auch um.“

Auch die Digitalisierung trägt zur Entlastung bei. Über das Lernmanagementsystem „itslearning“ stellt das Land Lehrkräften einen umfangreichen Pool mit fast 20.000 digitalen Unterrichtsmaterialien für die Jahrgangsstufen 1 bis 12 zur Verfügung. Die Materialien können für die Vorbereitung genutzt oder direkt im Unterricht eingesetzt werden.

Zur weiteren Entlastung der Lehrkräfte erhalten Schülerinnen und Schüler in der Schuleingangsphase auch weiterhin statt eines Kompetenzzeugnisses einen Lernentwicklungsbericht. Die Schullaufbahnempfehlung am Ende der Orientierungsstufe wird nur noch als Vermerk auf dem Zeugnis ausgegeben.

Weniger Bürokratie bei Konzepten und Schulprogrammen 

Ein weiterer wichtiger Schritt betrifft die Konzeptarbeit von Schulen. Seit dem 1. Januar 2026 sind Lehrkräfte und Schulleitungen von wiederkehrender Konzeptarbeit befreit. „Damit müssen Konzepte nicht zu festgelegten Zeitpunkten überarbeitet werden, sondern nur noch dann, wenn die Entwicklungen dies inhaltlich erfordern“, erklärte Oldenburg. „Mit der bisherigen Regelung hatten die Schulen zusätzlichen Aufwand, den wir deutlich reduziert haben.“

Künftig können pädagogische Konzepte zudem deutlich kompakter gefasst werden. Ausnahmen bilden aktuell nur das Medienbildungskonzept und das Fortbildungsrahmenprogramm.

„Wir wollen, dass Konzepte kurz, prägnant und praxisnah sind“, sagte die Bildungsministerin. „In vielen Fällen reicht eine Darstellung auf einer DIN-A-4-Seite vollkommen aus.“

Entlastungen bei Prüfungen und Leitungsaufgaben 

Auch bei Prüfungen und organisatorischen Aufgaben gibt es Entlastungen. Für die Korrekturtätigkeit bei Abschlussprüfungen steht Lehrkräften gesonderte Zeit zur Verfügung. Darüber hinaus stärkt das Land gezielt die Leitungsstrukturen an Schulen. Schulen mit Außen- und Nebenstellen erhalten zusätzliche Anrechnungsstunden für Leitungsaufgaben. Das bedeutet, dass Lehrkräfte mit diesen Aufgaben weniger unterrichten müssen. Auch für besondere Aufgaben, wie in der Beruflichen Orientierung oder bei der Leitung von Klassen im Fach Deutsch als Zweitsprache gewährt das Land Anrechnungsstunden.

Unterstützung für ältere Lehrkräfte 

Ein wichtiger Baustein zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist außerdem die Unterstützung älterer Lehrkräfte. Je nach Alter erhalten sie bis zu vier Altersanrechnungsstunden. Dadurch reduziert sich beispielsweise für eine 63-jährige Lehrkraft die Unterrichtsverpflichtung von 27 auf 23 Stunden pro Woche.

Im Schuljahr 2025/2026 erhalten 3.500 ältere Lehrkräfte insgesamt 7.000 Altersanrechnungsstunden. Davon sind 1.350 Lehrkräfte älter als 57 Jahre, 1.450 Lehrkräfte über 60 Jahre und 700 Lehrkräfte über 63 Jahre alt.  

Pflichtstundenzahl: Realität nicht aus den Augen verlieren 

Mit Blick auf Forderungen nach einer generellen Senkung der Pflichtstundenzahl für alle Lehrkräfte verwies Bildungsministerin Oldenburg auf den bundesweiten Lehrkräftemangel und die angespannte personelle Situation an den Schulen.

„Ich kann das sehr gut verstehen und werde alles daransetzen, die Unterrichtsverpflichtung für alle Schularten zu senken, aber in den kommenden zwei Jahren kann dies nicht umgesetzt werden. Eine Senkung des Regelstundenmaßes um eine Stunde würde bei rund 12.000 Lehrkräften etwa 500 zusätzliche Stellen erfordern“, erklärte sie. „Dieses Personal gibt es derzeit einfach nicht. Würden wir diesen Schritt jetzt gehen, würde es zu mehr Unterrichtsausfall kommen und dazu, dass eventuell einige Fächer überhaupt nicht mehr unterrichtet werden könnten. Das kann niemand wollen.“

Gleichzeitig bekräftigte die Ministerin, dass die Landesregierung weitere Verbesserungen im Blick hat. „Wie mit den Partnerinnen und Partnern des Bildungspaktes vereinbart ist, prüfen wir, in welchem Zeitraum zusätzliche Entlastungen möglich sein können.“

Gesundheit der Beschäftigten im Blick 

Neben organisatorischen Maßnahmen investiert das Land auch in die Gesundheit der Beschäftigten an den Schulen. Mit betriebsärztlicher Beratung, arbeitspsychologischen Angeboten, Fortbildungen und einem freiwilligen Programm der Betrieblichen Gesundheitsförderung unterstützt das Land Lehrkräfte und Schulleitungen dabei, gesund und leistungsfähig zu bleiben.

„Schule ist nicht nur ein Lern- und Lebensort, sondern auch ein Arbeitsplatz“, sagte Oldenburg. „Gesunde und motivierte Lehrkräfte sind eine zentrale Voraussetzung für gute Bildung. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, die Arbeitsbedingungen an den Schulen zu verbessern.“

Unterrichtsausfall leicht gesunken

Oldenburg: Ich danke unseren Lehrkräften, die einspringen, wenn Kolleginnen und Kollegen fehlen

Schwerin – Trotz der weiterhin personell angespannten Situation konnten im Schuljahr 2024/2025 über 97 Prozent des Unterrichts an allgemein bildenden Schulen erteilt werden. Damit ist weniger Unterricht ausgefallen als im vorherigen Schuljahr. Mit einem Anteil von 2,9 Prozent an ausgefallenen Unterrichtsstunden liegt der Wert um 0,4 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres. „Diese Entwicklung setzt den bereits im vergangenen Jahr erkennbaren positiven Trend fort“, so Bildungsministerin Simone Oldenburg.

An den beruflichen Schulen in öffentlicher Trägerschaft konnten im vergangenen Schuljahr 92 Prozent der Unterrichtsstunden erteilt werden. Damit bleibt der Unterrichtsausfall im Schuljahr 2024/2025 auf ähnlichem Niveau wie im Schuljahr davor. Mit 7,7 Prozent waren es 0,1 Prozent mehr als im Schuljahr 2023/2024.

„Durch den Lehrkräftemangel ist die Lage an den Schulen alles andere als einfach. Wir dürfen nichts beschönigen, aber die Lehrerinnen und Lehrer setzen alles daran, dass so wenig Unterricht wie möglich ausfällt“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Dafür danke ich unseren Lehrkräften, die einspringen, wenn Kolleginnen und Kollegen fehlen. Durch ihre zusätzliche Arbeit sorgen sie trotz der Umstände dafür, dass Unterricht erteilt wird. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Bereitschaft, die ich sehr wertschätze. Wir werden die Situation nur grundlegend verändern können, wenn mehr ausgebildete Lehrkräfte auch für unser Bundesland zur Verfügung stehen und sich entscheiden, an unseren Schulen zu arbeiten“, betonte Oldenburg.

An den öffentlichen allgemein bildenden Schulen ist der Anteil der Unterrichtsstunden, die zur Vertretung anfielen, im Schuljahr 2024/2025 gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Im vergangenen Schuljahr fielen 13,5 Prozent der Unterrichtstunden zur Vertretung an (Schuljahr 2023/2024: 13,9 Prozent). „Die zur Vertretung angefallenen Stunden sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 33.000 Stunden zurückgegangen. Das entspricht dem Arbeitsumfang von 30 vollzeitbeschäftigten Lehrkräften“, sagte Oldenburg.

Unterrichtsaufall konnte vor allem durch Mehrarbeit von Lehrkräften vermieden werden. „Hier haben wir mit der höheren Vergütung einen stärkeren Anreiz gesetzt“, so die Bildungsministerin weiter. Auch durch die Einstellung von externen Vertretungskräften, Vertretungslehrkräften, Kurs- und Klassenzusammenlegungen konnte der Vertretungsunterricht abgesichert werden. Zu den Hauptursachen für Vertretungsunterricht zählen Erkrankungen von Lehrkräften sowie Lehrerinnen und Lehrer mit kranken Kindern.

Das Land hat ein Programm zur Unterrichtabsicherung aufgelegt, das folgende Maßnahmen zur Vermeidung von Unterrichtsausfall umfasst:

  • Beschäftigung von externen Vertretungskräften für die Dauer eines Schulhalbjahres (sechs Monate, statt sechs Wochen)
  • weiterer Ausbau der Digitalen Landesschule mit Unterrichtsangeboten
  • ganzjährige Einstellungen von Lehrkräften und beschleunigte Bewerbungsverfahren
  • Zuschläge für Referendarinnen und Referendare mit Bedarfsfächern im ländlichen Raum
  • neue Ausbildung von Lehrkräften im Seiteneinstieg mit Berufsabschluss in einem Unterrichtsfach und sozialpädagogischer Qualifizierung (multiprofessionelle Fachkräfte)
  • weiteres Potenzial durch die Optimierung von Prüfungszeiten, die Konzentration von Wandertagen und Klassenfahrten sowie die Planung von Lehrkräftefortbildungen
  • Entlastung der Lehrkräfte von Prüfungstätigkeiten
  • Programm zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Der vollständige Bericht zur Situation des Vertretungsunterrichts in Mecklenburg-Vorpommern für das Schuljahr 2024/2025 ist auf der Internetseite des Bildungsministeriums einsehbar.

Mitmachen beim 17. Plattdeutschwettbewerb

Oldenburg: Kinder und Jugendliche zeigen, wie lebendig und vielfältig Plattdeutsch sein kann

Schwerin – Im 150. Jubiläumsjahr der Dichterin des Ostseewellen-Liedes, Martha Müller-Grählert, lädt das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung zum 17. Plattdeutschwettbewerb ein. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können ihr Niederdeutsch-Talent mit einem kreativen digitalen Beitrag präsentieren. Kindertagesstätten sowie Grund-, weiterführende und berufliche Schulen sind zur Teilnahme eingeladen.

„Mit dem Wettbewerb unter dem Motto ‚Plattdüütsch allerwägens ünnerwägens – 150 Johr Martha Müller-Grählert‘ machen Mädchen, Jungen und junge Erwachsene unser niederdeutsches Kulturgut hörbar, sichtbar und erlebbar. Ob als Gedicht, Lied, Sketch oder digitales Projekt – die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, wie lebendig und vielfältig Plattdeutsch heute sein kann“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Der Plattdeutschwettbewerb des Landes findet in zwei Etappen statt:   Die erste Phase bilden die digitalen regionalen Plattdeutschwettbewerbe. Aus den Beiträgen der Schulamtsbereiche Greifswald, Neubrandenburg, Rostock und Schwerin werden durch eine Jury jeweils drei Preisträgerinnen bzw. Preisträger pro Kategorie gekrönt. Die Bestplatzierten werden zum Landeswettbewerb eingeladen.

Die zweite Etappe ist der Landeswettbewerb. Dieser findet am 9. Mai 2026 in Güstrow statt. Hier treten die Preisträgerinnen und Preisträger der Regionalwettbewerbe auf. Aus diesen wählt eine qualifizierte Jury vor Ort die Gewinnerinnen und Gewinner des Landeswettbewerbs aus.

Die wichtigsten Termine im Überblick:

  • Anmeldung zum Wettbewerb: 23. März 2026
  • Einreichen der Beiträge: 10. April 2026
  • Landeswettbewerb: 9. Mai 2026

Weitere Informationen zur Anmeldung stehen auf dem Bildungsserver MV zur Verfügung.

Schule an der Bleiche verteidigt Bundessieg bei „Jugend trainiert“

Beim Winterfinale des Schulsportwettbewerbs gewinnt die Schule aus Ludwigslust erneut im Para-Ski nordisch

Schonach – Vom 1. bis 5. März war die Schwarzwaldregion rund um Schonach erneut fest in der Hand des Schulsportnachwuchses. Beim Winterfinale des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ haben sich die besten Schulteams Deutschlands in zahlreichen Wintersportarten gemessen. Ein Titel ging dabei auch in den hohen Norden nach Mecklenburg-Vorpommern: Die Schule an der Bleiche aus Ludwigslust ist erneut Bundessieger in der Disziplin Para-Ski nordisch im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung geworden.

Die Schülerinnen und Schüler aus Ludwigslust haben dabei in Schonach ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigt und sechs weitere Schulen hinter sich gelassen. „Ich gratuliere den Schülerinnen und Schülern der Schule an der Bleiche herzlich zu diesem großartigen Erfolg. Die Titelverteidigung zeigt, mit wie viel Engagement und Teamgeist die Sportlerinnen und Sportler auch in diesem Jahr an den Start gegangen sind“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

In der Gemeinde in Baden-Württemberg gingen insgesamt 633 Sportlerinnen und Sportler aus 105 Schulteams an den Start. Das Winterfinale wurde in diesem Jahr bereits zum 50. Mal ausgetragen und feierte damit ein besonderes Jubiläum.

Vom 5. bis 9. Mai findet in Berlin das Frühjahrsfinale mit den Sportarten Badminton, Basketball, Gerätturnen, Goalball, Handball, Volleyball sowie (Para)-Tischtennis und Rollstuhlbasketball statt. In einigen Sportarten stehen die MV-Mannschaften bereits fest, in anderen Sportarten werden dagegen in den kommenden Wochen noch die Landesfinales dazu ausgetragen. „Ich drücke allen Teams aus Mecklenburg-Vorpommern für die kommenden Landesfinales und das Bundesfinale in Berlin fest die Daumen“, so Bildungsministerin Oldenburg.

Niels-Stensen-Schule in Schwerin bekommt eine Sporthalle

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute einen Zuwendungsbescheid über 4,2 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln an die Landeshauptstadt Schwerin und die katholische Bernostiftung für den Neubau einer Zweifeldsporthalle übergeben. Insgesamt soll der Bau der barrierefrei erreichbaren Halle, die auch Vereinen zur Nutzung angeboten werden soll, rund 7,8 Millionen Euro kosten.

„Sport verbindet – das wissen wir alle. Er bringt Menschen zusammen, stärkt Teamgeist und schafft Erfolge, die man nur gemeinsam erreicht. Und gerade für junge Menschen ist Sport so wichtig. Er hält fit, schafft Selbstvertrauen und lehrt uns Fairness und Zusammenhalt“, erklärte die Ministerpräsidentin. Deshalb sei es gut, dass die Zeiten, in denen die Schülerinnen und Schüler der Niels-Stensen-Schule weite Wege durch die Stadt zum Sportunterricht zurücklegen müssen, bald vorbei sind. „Eure neue Sporthalle wird ein echtes Aushängeschild – mitten in der Feldstadt, hell, freundlich und ganz aus Holz gebaut. Im Erdgeschoss ist sie vollständig barrierefrei, damit wirklich alle mitmachen können. Dank eines teilbaren Spielfelds könnt ihr hier Basketball, Volleyball, Badminton, Tanz, Turnen oder viele andere Sportarten treiben – das sind doch beste Voraussetzungen für einen tollen Sportunterricht“, sagte Schwesig an die Schülerinnen und Schüler der Niels-Stensen-Schule gewandt.

„Wir freuen uns, dass die Realisierung des Sporthallenneubaus kraftvoll voranschreitet, so dass wir den Bauabschluss und die Inbetriebnahme zu Beginn des Schuljahres 2027/28 anstreben können. Wir ergänzen damit als Erzbistum Hamburg und als Bernostiftung nicht nur die dringend benötigte Sportinfrastruktur für die Niels-Stensen-Schule, sondern wir leisten auch einen Beitrag zur Sportinfrastruktur der Stadt Schwerin: Wir öffnen die Halle auch für die Nutzung durch Sportvereine. Dieser Beitrag zur Stadtentwicklung und in die Zivilgesellschaft hinein ist uns wichtig“, erklärte der Stiftungsdirektor der Bernostiftung und Schulabteilungsleiter des Erzbistums Hamburg Dr. Christopher Haep.

Die Ministerpräsidentin betonte in ihrer Rede außerdem, dass die Landesregierung im letzten Jahr die Modernisierung der Schulen im Land vorangebracht hat. „Wir befinden uns mitten in der Umsetzung des 400-Millionen-Euro Schulbauprogramms. Seit 2016 sind über 550 Schulbauvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Milliarden Euro bewilligt worden. Und es geht weiter. Die Landesregierung, die Kommunen, die Wirtschaft und Gewerkschaften haben sich darauf verständigt, dass wir auch beim Sondervermögen Infrastruktur einen Schwerpunkt beim Neubau und der Modernisierung von Schulen setzen. Denn wir wollen, dass unsere Kinder bei uns in Mecklenburg-Vorpommern beste Lernbedingungen vorfinden und gute Chancen von Anfang an haben.“

Leseband: Zwischenergebnisse der Evaluation vorgestellt

Oldenburg: Wenn Kinder täglich lesen, werden sie schneller und sicherer

Schwerin – Die tägliche Lesezeit an den Grundschulen in Mecklenburg-Vorpommern zeigt erste positive Effekte. Das verdeutlichen die Zwischenergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation zum Leseband, den Bildungsministerin Simone Oldenburg in der Grundschule Boltenhagen vorgestellt hat. Besonders bei der Leseflüssigkeit lassen sich messbare Verbesserungen feststellen. Die Evaluation wird nach wissenschaftlichen Kriterien von der Universität Greifswald durchgeführt.

„Mit dem Leseband haben wir eine feste tägliche Lesezeit an allen Grundschulen eingeführt“, sagte Bildungsministerin Oldenburg. „Die ersten Ergebnisse zeigen: Diese Entscheidung war für die Entwicklung der Kinder wichtig und zielführend, denn sie lesen bereits nach einem Jahr deutlich fließender. Genau das ist eine entscheidende Grundlage für erfolgreiches Lernen.“

Seit dem Schuljahr 2024/2025 ist das Leseband an allen öffentlichen Grundschulen fest im Stundenplan verankert und zieht sich wie ein Band durch den Schulalltag. An jedem Unterrichtstag lesen die Schülerinnen und Schüler 20 Minuten unabhängig des Faches. Die Schulen können dabei verschiedene Methoden einsetzen – etwa Vorlesen und Mitlesen, das gemeinsame Lesen mit einem Lesepartner (Tandemlesen), Leseaktivitäten nach einem Würfelergebnis mit dem „Ich-Du-Wir-Würfel“, das Vorlesetheater oder das Hören von Hörbüchern und Mitlesen im Buch.

„Lesen ist eine Schlüsselkompetenz für den gesamten Bildungsweg. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder regelmäßig und strukturiert üben können. Das Leseband sorgt dafür, dass Lesen jeden Tag in der Schule einen festen Platz hat“, so Oldenburg weiter.

Für die Evaluation wurden bislang 3.173 Schülerinnen und Schüler in zwölf Grundschulen getestet. Die Auswahl der Schulen berücksichtigt eine repräsentative Verteilung im städtischen und ländlichen Raum sowie verschiedene soziale Ausgangslagen der Kinder. Hauptziel ist die Evaluation der Leseentwicklung. Dazu werden die Leseflüssigkeit und das Leseverständnis auf Wort-, Satz- und Textebene getestet. Die bisherigen Auswertungen zeigen: In den Jahrgangsstufen 1 bis 3 profitieren die Schülerinnen und Schüler klar in der Leseflüssigkeit. Die Effekte werden mit zunehmender Jahrgangsstufe stärker und sind in Klasse 3 besonders ausgeprägt. „Gerade beim Lesen gilt: Übung macht den Meister. Wenn Kinder täglich lesen, werden sie schneller und sicherer. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, Texte auch gut zu verstehen“, sagte die Ministerin weiter.

Beim Leseverständnis zeigen die Zwischenergebnisse ein differenziertes Bild. In den unteren Jahrgangsstufen fallen die Effekte teilweise noch uneinheitlich aus, während in höheren Jahrgangsstufen bereits deutlich positive Entwicklungen erkennbar sind. „Das Leseband konzentriert sich bewusst auf die Leseflüssigkeit. Diese grundlegende Fähigkeit ist die Basis für das spätere Textverständnis. Deshalb ergänzt das Leseband die bestehenden Angebote zur Leseförderung – es ersetzt sie nicht“, erklärte Oldenburg.

Innerhalb der Evaluation werden zeitversetzte Kohorten einer Jahrgangsstufe miteinander verglichen. Kinder, die zu Beginn des Schuljahres 2024/2025 in Jahrgangsstufe 2 waren (zu diesem Zeitpunkt hatten diese Kinder noch keine Lesebandförderung), wurden mit den Schülerinnen und Schülern verglichen, die im Schuljahr 2025/2026 in Jahrgangsstufe 2 waren und bereits ein Jahr lang mit dem Leseband gelernt haben. So lassen sich auch die anderen Grundschuljahrgänge miteinander vergleichen.

Die bislang vorliegenden Ergebnisse der Evaluation des Lesebandes sind noch nicht belastbar, da die Testungen noch nicht abgeschlossen sind. Abschließende Ergebnisse werden im Herbst 2026 erwartet. „Die Zwischenergebnisse der Evaluation geben wichtige Hinweise, dass wir mit der täglichen Lesezeit auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig werden wir die Entwicklung weiter sorgfältig beobachten und die Leseförderung an unseren Schulen konsequent weiter stärken“, sagte die Bildungsministerin.

„Mit der Evaluation des Lesebands hat unser Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung einen wichtigen Schritt unternommen, um die Wirksamkeit unterrichtlicher Maßnahmen systematisch zu überprüfen“, sagte Professorin Dr. Kathrin Mahlau von der Universität Greifswald. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie liefern wertvolle Erkenntnisse darüber, wie sich die Leseförderung in den Grundschulen unseres Bundeslandes gezielt weiterentwickeln lässt. So zeigen unsere Befunde, dass insbesondere die Förderung des Leseverstehens in den unteren Jahrgangsstufen künftig stärker in den Fokus rücken sollte“, so Mahlau.