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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Musik erleben: Drei Schulen sind Partner der Festspiele M-V

Bildungsministerium fördert Partnerschulprojekt mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern mit insgesamt 100.500 Euro

Schwerin – Musik nicht nur hören, sondern selbst erleben, ausprobieren und gemeinsam gestalten: Darum geht es im Partnerschulprogramm in Kooperation mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. In den kommenden drei Schuljahren erhalten drei ausgewählte Schulen die Möglichkeit, eigene musikalische Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Den Auftakt bildete heute die feierliche Übergabe der Urkunde an die Regionale Schule mit Grundschule „Am Ruhner Berg“ in Marnitz durch Staatssekretär Tom Scheidung. Zu den weiteren zwei Partnerschulen gehören die Förderschule Albert-Schweitzer-Schule Schwerin und die KNEIPP-Grundschule Mestlin.

 „Partnerschule der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zu sein, ist eine besondere Auszeichnung. Die Schulen haben sich um diese Partnerschaft beworben, weil sie ihren Schülerinnen und Schülern besondere Möglichkeiten eröffnen möchten, Musik unmittelbar zu erleben. Die Kinder und Jugendlichen können gemeinsam mit professionellen Musikerinnen und Musikern musizieren, Neues ausprobieren und eigene Ideen einbringen. Genau diese unmittelbare Erfahrung macht kulturelle Bildung lebendig“, sagte Scheidung.

 Das Partnerschulprogramm umfasst eine mehrjährige und aktive Zusammenarbeit zwischen Schulen und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrem Wohnort sowie von ihren unterschiedlichen Voraussetzungen und Vorkenntnissen Zugang zu Musik und kultureller Bildung erhalten können. Dafür kommen Künstlerinnen und Künstler der Festspiele direkt in die Schulen und arbeiten dort gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern. So entstehen musikalische Begegnungen, Workshops, Projekttage und weitere Formate, die auf die jeweiligen Schulen und ihre Schülerinnen und Schüler zugeschnitten sind.

 Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich an der inhaltlichen Auswahl der Partnerschulen und unterstützt das Programm finanziell. Für die Schuljahre 2026/27 bis 2028/29 stellt das Ministerium insgesamt 100.500 Euro für die Förderung der drei Partnerschulen zur Verfügung. Die Auswahl berücksichtigt unterschiedliche schulische Voraussetzungen und insbesondere den Zugang zu kultureller Teilhabe im ländlichen Raum sowie die Möglichkeiten inklusiver musikalischer Bildung.

„Vape-Check“: Präventionsprojekt gegen Nikotinsucht an Schulen in MV

Schwerin – Die DAK-Gesundheit engagiert sich verstärkt gegen Vapes (E-Zigaretten) und Tabakkonsum bei Kindern und Jugendlichen. Mit dem von ihr geförderten „Vape-Check“ der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen (LAKOST) sollen junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern über gesundheitliche Risiken des Vapens aufgeklärt und sensibilisiert werden. In den letzten Jahren ist bundesweit – auch in Mecklenburg-Vorpommern – ein deutlicher Anstieg des Konsums von E-Zigaretten zu beobachten.

Dabei zeigen Forschungen, dass Vapes mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden sind und häufig den Einstieg in das Rauchen klassischer Zigaretten bedeuten. Gemeinsam mit Gesundheitsministerin Stefanie Drese setzt sich die DAK- Gesundheit dafür ein, den Einstiegskreislauf in die Nikotinsucht frühzeitig durch präventive Maßnahmen zu unterbinden.

„Für Kinder und Jugendliche sind Vapes mittlerweile die Einstiegsdroge Nummer eins in die Nikotinsucht. Sie erhöht das Risiko für einen regelmäßigen Konsum klassischer Zigaretten im Erwachsenenalter – und damit auch das Krebsrisiko“, betont Andreas Mirwald, Leiter der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern bei der Vorstellung des Vape-Checks an der Nordlicht-Schule in Rostock. „Eine altersgerechte Prävention ist daher unerlässlich. Deshalb verstärken wir unser Engagement in MV durch die Förderung des ‚Vape- Checks‘. Wir wollen bereits früh im Umfeld Schule für das Thema sensibilisieren und über die Gefahren aufklären.“

Gesundheitsministerin Drese: „Früh ansetzen, aufklären und umfassend über Risiken informieren

Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport in Mecklenburg-Vorpommern, betont: „Vapes wirken besonders verlockend. Bunte Farben und süße Gerüche haben auf den ersten Blick wenig mit dem rußigen Image der klassischen Zigaretten gemein und hinterlassen schnell den Eindruck, damit auch weniger gesundheitlich riskant zu sein. Umso wichtiger ist es, dass wir früh ansetzen, aufklären und umfassend über Risiken informieren. Weil diese Prävention aber letztlich insbesondere da stattfinden muss, wo Kinder und Jugendliche ihren Alltag verbringen, unterstütze ich es sehr, dass die DAK-Gesundheit und die LAKOST den Vape-Check nun direkt an die Schulen bringen.“

Die seit 1973 wiederholt durchgeführte Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, vormals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BZgA) zeigt, dass 2025 bereits rund 13 Prozent der zwölf- bis 17-jährigen E-Zigaretten rauchen. Bei den 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen waren es sogar rund 21 Prozent. Dabei machen nach Ansicht von Fachleuten die enthaltenen Aromastoffe den besonderen Reiz der Produkte für Schulkinder aus: „Was nach Mango oder Himbeere schmeckt, ist für Kinder und Jugendliche

besonders verführerisch“, so Mirwald. „Künstliche Aromastoffe lassen die Hemmschwelle zum Vapen sinken und verharmlosen dabei aber die Gesundheitsrisiken. Zum Gesundheitsschutz von Kindern und Jugendlichen muss die Politik handeln und Aromastoffe für E-Zigaretten schnellstmöglich vom Markt nehmen.“

Das gemeinsame Projekt von LAKOST und DAK-Gesundheit richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren. Ziel ist es, im Schuljahr 2026/2027 mehrere hundert junge Menschen an allgemein- und berufsbildenden Schulen und in der Jugendarbeit zu erreichen. „Vapes sehen aus wie Lifestyle-Produkte, schmecken nach Früchten und werden über soziale Medien attraktiv inszeniert – gerade für Jugendliche kann dadurch der Eindruck entstehen, Vapen sei harmlos.

Genau hier setzt der ‚Vape-Check‘ an“, sagt Birgit Grämke, Geschäftsführerin der LAKOST MV. „Wir wollen Jugendliche nicht belehren, sondern sie befähigen, Werbeversprechen und Konsumtrends kritisch zu hinterfragen und die gesundheitlichen Risiken realistisch einzuschätzen. Gute Prävention schafft Wissen, stärkt Entscheidungskompetenz und setzt an, bevor aus Neugier ein regelmäßiger Nikotinkonsum wird.“

Anreize erfahrbar machen, Einstieg verhindert 

Der „Vape-Check“ zielt darauf ab, eine kritische Einstellung zum Vaping und Rauchen zu fördern und über Risiken aufzuklären. Er ist Bestandteil einer Methodentasche für Lehrkräfte, für die Schulsozialarbeit und andere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Jugendbereich. Sie enthält sechs bewährte Methoden, um das Thema Vapen im Unterricht oder in Jugendgruppen aus verschiedenen Perspektiven zu besprechen.

So zeigt eine Bildergalerie beispielsweise die Präsenz von Vapes in den sozialen Medien. In einem Positionsspiel berichten die Jugendlichen, was sie bereits über E-Zigaretten wissen oder denken. Sie erfahren, wie eine Vape aufgebaut ist, welche Gesundheitsrisiken es gibt und wie sie korrekt entsorgt wird. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und Jugendliche über die Risiken des vapens zu sensibilisieren. LAKOST MV gibt die Taschen nach einer entsprechenden Schulung kostenfrei an Fachkräfte der Suchtprävention aus. Elektronische Zigaretten oder Vapes sind Geräte, mit denen sich Nikotin oder andere Substanzen in Form eines Dampfes inhalieren lassen.

Dabei unterschätzen viele Jugendliche die gesundheitlichen Risiken, weil Vapes oft als „harmlos“ oder „rauchfrei“ gelten. Tatsächlich können moderne E- Zigaretten Nikotin besonders effizient abgeben. Nikotin kann am Atmungs-, Nerven-, Immun- und Herz-Kreislauf-System vielfältige Schäden anrichten, vor allem, wenn Schulkinder es während kritischer Entwicklungsphasen konsumieren.

Ausschreibungsstart für das Referendariat ab 1. Februar 2027

Oldenburg: In Mecklenburg-Vorpommern erhält jede zulassungsfähige Bewerbung ein Einstellungsangebot

Schwerin – Ab dem 14. September 2026 können sich Lehramtsabsolventinnen und -absolventen für den am 1. Februar 2027 beginnenden Vorbereitungsdienst bewerben. Die freien Stellen sind auf dem Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist endet am 5. Oktober 2026. „In Mecklenburg-Vorpommern erhält jede zulassungsfähige Bewerbung auch ein Einstellungsangebot für den Vorbereitungsdienst“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„Um den Referendarinnen und Referendaren mehr Planungssicherheit für ihre Zukunft zu bieten, gibt es in Mecklenburg-Vorpommern die Übernahmegarantie. Diese ermöglicht es den Absolventinnen und Absolventen, nach Abschluss ihres Vorbereitungsdienstes ohne ein erneutes Bewerbungsverfahren an ihrer Ausbildungsschule zu verbleiben oder in einem landesinternen Verfahren Wünsche für eine andere Schule zu äußern. Damit können sie nahtlos in den Schuldienst des Landes einsteigen“, so die Bildungsministerin. „Anders als in anderen Bundesländern erfolgt die Übernahme in Mecklenburg-Vorpommern unmittelbar im Anschluss an den Vorbereitungsdienst. Endet das Referendariat in den Ferien, werden die zukünftigen Lehrkräfte somit auch über die Ferien hinweg vergütet.“

Die Absolventinnen und Absolventen können sich auf landesweite oder schulbezogene Stellen bewerben. Bei schulbezogenen Stellen ist die zukünftige Ausbildungsschule bereits in der Ausschreibung festgelegt. Bewerben können sich Personen, die neben dem erforderlichen Lehramt auch das entsprechende Bedarfsfach oder die Bedarfsfachrichtung studiert haben. Ein Abschluss im Zweitfach bzw. in der zweiten Fachrichtung erhöht die Chancen der Bewerberinnen und Bewerber, eine Zusage für die Wunschstelle zu bekommen, ist jedoch nicht zwingend erforderlich.

Bei landesweiten Stellen ist die Ausbildungsschule zum Zeitpunkt der Bewerbung noch offen. Sie wird nach Ablauf der Bewerbungsfrist anhand der Fächerkombination und des Bedarfs im Bundesland individuell gesucht und zugewiesen. Bei der Bewerbung auf eine landesweite Stelle werden Wünsche hinsichtlich konkreter Schulen, Orte, Landkreise oder Schulamtsbereiche im Verteilungsverfahren berücksichtigt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bildungsministeriums informieren regelmäßig über das Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern. Bei Vorträgen und digitalen Informationsveranstaltungen geben sie Einblicke in den Ablauf des Vorbereitungsdienstes und informieren über die Bewerbung. Lehramtsstudierende können dabei individuelle Fragen stellen. Bei den landesweiten Schulmessen können sie zudem Schulen in Mecklenburg-Vorpommern persönlich kennenlernen und erste Kontakte für ein Schulpraktikum oder den späteren Vorbereitungsdienst knüpfen.

Die nächsten Veranstaltungen:

  • Mittwoch, 11. November 2026, digitale Informations-Veranstaltung zum Referendariat ab 1. April 2027
  • Mittwoch, 18. November 2026, Landesweite Schulmesse an der Universität Rostock
  • Donnerstag, 26. November 2026, Landesweite Schulmesse an der Universität Greifswald

 Weitere Informationen zum Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern sowie alle freien Stellen sind unter https://www.lehrer-in-mv.de/referendariat zu finden.

Backhaus übergibt Brotboxen an 180 Schulkinder

Mühlengeez – Wie sieht ein guter Start in den Schultag aus – und woher kommen eigentlich die Lebensmittel auf dem Frühstückstisch? Darüber spricht Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus am 10. September ab 9 Uhr im Festzelt auf der MeLa in Mühlengeez mit rund 180 Schülerinnen und Schülern der ersten und zweiten Klassen. Beim gemeinsamen Bio-Frühstück im Festzelt kommen überwiegend regionale Bio-Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern auf den Tisch. Insgesamt werden rund 230 Kinder, Lehrkräfte, Unterstützer und Gäste erwartet.

„Wer morgens gut frühstückt, startet mit Energie und Konzentration in den Tag. Mir ist aber noch etwas anderes wichtig: Kinder sollen früh erfahren, wo unsere Lebensmittel herkommen, wie sie erzeugt werden und wie viel Arbeit darin steckt. Genau dafür ist die Bio-Brotbox eine tolle Aktion. Sie verbindet gesunde Ernährung mit Wissen über Landwirtschaft und Lebensmittel – und das ganz praktisch am Frühstückstisch“, sagte Backhaus im Vorfeld.

Das Frühstück auf der MeLa bildet den öffentlichen Auftakt der Bio-Brotbox-Aktion 2026 in Mecklenburg-Vorpommern. Ende September erreicht die Aktion dann das ganze Land: An mehr als 100 Schulen sollen rund 6.000 Erstklässlerinnen und Erstklässler eine wiederverwendbare Bio-Brotbox erhalten. Am 29. September werden die Boxen und Lebensmittel an sechs dezentralen Packstationen zusammengestellt, am 30. September folgen die Übergabe und gemeinsame Frühstücksaktionen an den Schulen.

Die Bio-Brotbox soll dabei mehr sein als ein einmaliges Frühstück. Sie soll Kinder und Eltern im Alltag daran erinnern, auf ein ausgewogenes Schulfrühstück zu achten. Zugleich lernen die Kinder etwas über die Herkunft und Herstellung von Lebensmitteln. Die Aktion verfolgt drei zentrale Ziele: Jedes Kind soll täglich frühstücken können, ein gesundes Frühstück erhalten und den Wert guter Lebensmittel schätzen lernen.

„Lebensmittel wachsen nicht im Supermarktregal. Hinter Milch, Brot, Käse, Äpfeln oder Möhren stehen Landwirtinnen und Landwirte, Bäcker, Molkereien und viele weitere Menschen. Gerade auf der MeLa können Kinder erleben, wie eng Landwirtschaft und Ernährung zusammengehören. Wer schon früh weiß, wo Lebensmittel herkommen, entwickelt auch ein anderes Bewusstsein für ihre Qualität und ihren Wert“, betonte Backhaus.

Beim Frühstück in Mühlengeez stehen unter anderem Brot und Brötchen, Milchprodukte, Wurst, Frucht- und Gemüseaufstrich, Äpfel, Kohlrabi, Salat und Möhren auf dem Tisch. Im Anschluss erhalten die Kinder ihre Bio-Brotbox mit gesunden Snacks und Informationsmaterialien.

Getragen wird die Bio-Brotbox-Aktion in Mecklenburg-Vorpommern von Bio in MV e. V. gemeinsam mit zahlreichen Unternehmen, Verbänden und Einrichtungen. Sie stellen Lebensmittel bereit, unterstützen beim Packen und bei der Verteilung oder engagieren sich finanziell und organisatorisch. Das Landwirtschaftsministerium begleitet die Aktion seit Jahren und unterstützt 2026 unter anderem den Druck der begleitenden Informationsbroschüre mit rund 2.000 Euro.

„Dass wir 6.000 Kinder an mehr als 100 Schulen erreichen können, ist nur möglich, weil viele Unternehmen, Verbände und Ehrenamtliche gemeinsam anpacken. Dieses Engagement verdient großen Dank. Ich wünsche mir, dass wir die Bio-Brotbox weiter in die Fläche tragen. Denn jedes Kind, das lernt, wie wichtig ein gutes Frühstück ist und wo seine Lebensmittel herkommen, ist ein Gewinn“, so Backhaus.

Die Bio-Brotbox-Aktion wird in Mecklenburg-Vorpommern durch Sponsoring und ehrenamtliches Engagement getragen. In diesem Jahr findet der öffentliche Auftakt bereits zum dritten Mal im Rahmen der MeLa statt. Die Bio-Brotbox-Aktion verfolgt das Ziel, Kinder für ein tägliches und ausgewogenes Frühstück sowie für Herkunft, Erzeugung und Wert von Lebensmitteln zu sensibilisieren.

PISA 2025: Basiskompetenzen weiter stärken

Oldenburg: PISA bestätigt den eingeschlagenen Weg, Schülerinnen und Schüler in Mathematik und Deutsch intensiver zu fördern

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Simone Oldenburg sieht die Ergebnisse der internationalen Schulleistungsstudie PISA 2025 als weiteren Beleg dafür, den in dieser Legislaturperiode eingeschlagenen Weg zur Stärkung der Basiskompetenzen und zur Verbesserung der Unterrichtsqualität weiter zu verfolgen. Deutschland erreicht im OECD-Bildungsvergleich in den Naturwissenschaften 486 Punkte, im Lesen 465 Punkte und in Mathematik 464 Punkte und liegt damit in allen drei Bereichen im OECD-Durchschnitt.

Die Studie zeigt, dass das Interesse an Naturwissenschaften zugenommen hat und international wieder im Durchschnitt liegt. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der Jugendlichen mit unzureichenden Basiskompetenzen deutschlandweit erhöht. Auffällig ist, dass etwa ein Viertel der Jugendlichen besonders niedrige Kompetenzen aufweist. Zugleich erreicht aber auch rund ein Viertel der Jugendlichen besonders hohe Kompetenzstufen. Deutlich wird, dass sich der Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg besonders verstärkt hat.

Die PISA-Ergebnisse sind für Mecklenburg-Vorpommern vor allem als internationaler Referenzrahmen und als Impuls für die Weiterentwicklung der Bildungspolitik von Bedeutung. Da in der Regel wenige Schulen je Bundesland an der internationalen Studie teilnehmen, lassen sich aus PISA keine länderspezifischen Aussagen ableiten. Für die Bewertung der Situation in Mecklenburg-Vorpommern sind insbesondere der IQB-Bildungstrend und weitere landesbezogene Erhebungen aussagekräftiger. Sie ermöglichen einen Vergleich der Länder und machen spezifische Stärken sowie Entwicklungsbedarfe sichtbar.

„Diese Ergebnisse zeigen, dass Bildung bereits bei den ganz Kleinen beginnt und dass die geplanten Kürzungen im Kita-Startchancen- und Qualitätsgesetzt um die Hälfte in Höhe von sieben Milliarden Euro bis 2034 nicht umgesetzt werden dürfen. Die PISA-Ergebnisse sind keine Momentaufnahme, die sich auf einzelne Maßnahmen oder einige Schuljahre zurückführen lässt. Sie machen Entwicklungen sichtbar, die sich über viele Jahre aufgebaut haben.

Zugleich sind sie ein klarer Handlungsauftrag, die Maßnahmen zur Stärkung der Basiskompetenzen konsequent weiter umzusetzen. Deshalb müssen auch bildungspolitische Antworten langfristig angelegt sein. Wir brauchen mehr Zeit zum Lernen, Üben und Festigen und eine gezielte Förderung der Schülerinnen und Schüler. Und diesen Weg gehen wir in Mecklenburg-Vorpommern: Wir verbessern Deutsch und Mathematik, fördern mit dem Leseband frühzeitig die Lesekompetenz, bauen die Sprachbildung aus und schaffen mehr Möglichkeiten für individuelle Förderung. Dabei geht es auch darum, Bildungschancen, unabhängig von der sozialen Herkunft, zu verbessern.

Entscheidend ist, dass wir diesen Kurs langfristig und verlässlich fortsetzen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Um bildungspolitische Entscheidungen noch stärker auf Grundlage verlässlicher Daten treffen zu können und Schulen bei pädagogischen Maßnahmen noch besser unterstützen zu können, haben wir in diesem Schuljahr zudem ein Pilotprojekt zur datengestützten Schul- und Unterrichtsentwicklung gestartet. Durch eine gezielte Auswertung der Daten sollen der Unterricht und die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen weiter verbessert werden.“

Folgende Maßnahmen hat das Land in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht und setzt damit bereits zentrale Empfehlungen des PISA-Teams um:

  • Veränderung der Stundentafel: Die Neugestaltung stärkt insbesondere Deutsch, Mathematik und die erste Fremdsprache. In der Grundschule stehen zusätzliche Stunden für Sprache, Lesen und Grundrechenfertigkeiten zur Verfügung. An Regionalen Schulen und integrierten Gesamtschulen werden zusätzliche Stunden für individuelle Förderung, Differenzierung und Lernzeiten geschaffen. Flexible Stundenkontingente ermöglichen es den Schulen, eigene Schwerpunkte zu setzen und gezielt auf die Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler einzugehen.
  • Leseband an Grundschulen: An allen öffentlichen Grundschulen gibt es eine verbindliche tägliche Lesezeit von 20 Minuten in den Klassen 1 bis 4. Unterschiedliche Lesemethoden fördern Leseflüssigkeit, Wortschatz und Textverständnis.
  • Sprachbildung: Die landesweite Sprachbildungsstrategie wird schrittweise umgesetzt. Dazu gehören der Rahmenplan Sprachbildung, die Beteiligung am länderübergreifenden BiSS-Verbund sowie kontinuierliche Fort-, Aus- und Weiterbildungsangebote.
  • Naturwissenschaften und MINT: Mecklenburg-Vorpommern stärkt den naturwissenschaftlichen Unterricht durch die Wiedereinführung des Fachtags Naturwissenschaften, die Überarbeitung der Rahmenpläne und die Umsetzung der Landesstrategie „Mehr MINT wagen“. Zudem werden MINT-Profilschulen, Schulnetzwerke und außerschulische Lernorte unterstützt.
  • Mathematik: Mit der Beteiligung am KMK-Programm „QuaMath“, der Überarbeitung der Mathematik-Rahmenpläne und der Verankerung der Kompetenz „Mit Medien mathematisch arbeiten“ wird die Qualität des Mathematikunterrichts weiter gestärkt.
  • Hochbegabten- und Begabungsförderung: An vier Gymnasien werden Schülerinnen und Schüler in speziellen Hochbegabtenklassen gefördert. Ergänzend werden im Rahmen von „Leistung macht Schule“ (LemaS) wissenschaftlich fundierte Konzepte zur Begabungs- und Leistungsförderung in die Schulen übertragen.
  • Digitale Landesschule (DiLaS): Die Digitale Landesschule ermöglicht digitalen Vertretungsunterricht in verschiedenen Fächern und Jahrgangsstufen. Das Angebot umfasst synchrone und asynchrone Unterrichtsformate und wird schrittweise erweitert.

 „Wir müssen beides im Blick behalten: Schülerinnen und Schüler, die besondere Unterstützung benötigen, und diejenigen, die ihre Begabungen weiterentwickeln sollen. Gute Bildung bedeutet, niemanden zurückzulassen und gleichzeitig Leistungsspitzen zu fördern. Deshalb verbinden wir die Stärkung der Basiskompetenzen mit einer gezielten Begabungs- und Leistungsförderung und einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des Unterrichts“, so die Bildungsministerin.

„PISA zeigt uns, wo Deutschland insgesamt steht. Für Mecklenburg-Vorpommern schauen wir deshalb zusätzlich sehr genau auf unsere eigenen Daten, um zu erfahren, welche Maßnahmen besonders gut wirken oder wo wir nachsteuern müssen. Die Evaluation des Lesebands ist dafür ein gutes Beispiel: Sie zeigt eine positive Entwicklung der Lesekompetenz und gibt uns zugleich Hinweise darauf, wie wir die Förderung in unserem Bundesland weiter verbessern können.“

Ulmencampus wird zum modernen Lern- und Arbeitsort

Richtfest für neue Geisteswissenschaftliche Bereichsbibliothek der Universität Rostock

Rostock – Auf dem Ulmencampus der Universität Rostock ist heute Richtfest für die neue Geisteswissenschaftliche Bereichsbibliothek mit integriertem Seminarzentrum gefeiert worden. Der Neubau ist ein zentraler Baustein für die Entwicklung des Campus Ulmenstraße zu einem modernen Standort für die Geisteswissenschaften. Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert insgesamt rund 116,9 Millionen Euro in die umfassende Weiterentwicklung des Areals.

Der für den Landesbau zuständige Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue sagte anlässlich des Richtfestes: „Mit dem Richtfest wird sichtbar, was wir uns für diesen Standort vorgenommen haben: Wir schaffen moderne, zukunftsfähige Gebäude und gehen zugleich verantwortungsvoll mit den vorhandenen Ressourcen und der historischen Bausubstanz um. Nachhaltigkeit bedeutet für uns dabei mehr als Energieeffizienz – es geht um Gebäude, die über Jahrzehnte gute Bedingungen für Studium, Forschung und Lehre bieten. Mein besonderer Dank gilt der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung Rostock und allen an der Planung und Umsetzung Beteiligten. Ein Bauvorhaben dieser Größenordnung und Komplexität gelingt nur mit großem fachlichem Können, guter Zusammenarbeit und viel Engagement. Dafür sage ich heute ausdrücklich Danke.“

Der Neubau entsteht auf einem rund 140 Meter langen Baufeld. Die Rohbauarbeiten sind inzwischen weitgehend abgeschlossen, die Montage der Fenster hat begonnen. Die neue Bibliothek wird künftig rund 10.700 Quadratmeter Nutzfläche umfassen. Sie ist als Lernort konzipiert und bietet unterschiedliche Bereiche für verschiedene Formen des Arbeitens und Lernens: von Kommunikations- und Gruppenarbeitsbereichen über Einzelarbeitsplätze bis hin zu ruhigen Stillarbeitsplätzen und einer Forschungsbibliothek. Ein 24/7-Arbeitsraum sowie ein Seminarzentrum ergänzen das Angebot.

Wissenschaftsministerin Bettina Martin betonte: „Hier am Ulmencampus entsteht eine top moderne Bereichsbibliothek, die nicht nur Platz für 900.000 Bücher und 750 Arbeitsplätze schafft, sondern ein Begegnungsort für Studierende und Forschende sein wird. Denn Wissen entsteht nicht im einsamen Kämmerlein, sondern braucht den Austausch. dieser neue Bibliotheksbau für die Geistes- und Sozialwissenschaften wird das Studium an der Universität Rostock noch attraktiver machen“, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Mit dieser großen Investition wird deutlich, dass die Landesregierung erheblich in die Zukunft des Wissenschaftsstandorts in Rostock investiert.“

Die Bibliothek ist Teil einer größeren Baumaßnahme auf dem Ulmencampus. Neben dem Bibliotheks- und Seminarneubau entsteht ein Verwaltungsgebäude für Bereiche des Bildungsministeriums, unter anderem für das Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, das Lehrerprüfungsamt und die Digitale Landesschule. Gleichzeitig werden die denkmalgeschützte Exerzierhalle und das Arrestgebäude saniert und künftig von Einrichtungen der Universität Rostock genutzt. Auch das denkmalgeschützte Latrinengebäude soll saniert werden.

Bildungsministerin Simone Oldenburg erläuterte: „Gute Bildung braucht gute Bedingungen. Mit der neuen Bereichsbibliothek und dem Seminarzentrum entstehen am Ulmencampus moderne Räume für Studium, Lehre und Forschung. Studierende und Lehrende finden hier künftig vielfältige Möglichkeiten zum gemeinsamen Arbeiten, zum Austausch und für konzentriertes Lernen. Damit schaffen wir beste Voraussetzungen für gute Lehre und erfolgreiches Studium.“

Damit wird das ehemalige Kasernenareal Schritt für Schritt zu einem modernen geisteswissenschaftlichen Campus weiterentwickelt. Die Juristische Fakultät ist künftig ebenfalls am Standort vorgesehen, wesentliche Teile der Philosophischen Fakultät sollen hier gebündelt werden. Die vorhandenen denkmalgeschützten Gebäude bleiben dabei prägender Bestandteil des Ensembles.

Rektorin Prof. Dr. Elizabeth Prommer sagte: „Mit unserem ‚Ulmicum‘ schaffen wir mehr als einen modernen Wissensspeicher: Das Haus wird zu einem lebendigen Treffpunkt, an dem Lern- und Begegnungsräume zum gemeinsamen Arbeiten, Austauschen und Entdecken einladen. Studierende und Mitarbeitende werden gern hierherkommen und verweilen, um zu lernen und zu forschen, um zu diskutieren, einander zu begegnen und Neues zu entdecken.“

Die neuen Gebäude greifen mit ihren roten Klinkerfassaden die Architektur des historischen Campus und die regionale Bautradition auf. Gleichzeitig entsteht mit neuen Campus- und Freiflächen eine zeitgemäße Umgebung für Studium, Forschung und Begegnung. Nach Abschluss der Baumaßnahmen soll der Campus über eine grüne Mitte und deutlich mehr Fahrradstellplätze verfügen.

Auch bei der energetischen Konzeption wurde auf einen effizienten Betrieb der Gebäude geachtet. Die Neubauten erhalten eine hochwärmegedämmte Gebäudehülle und effiziente technische Anlagen. Für die Wärmeversorgung wird Fernwärme der Stadtwerke Rostock genutzt. Das Bibliotheksgebäude erhält darüber hinaus ein Geothermiefeld, das sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen eingesetzt werden soll.

Der Baubeginn erfolgte im April 2024, die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für das 2. Quartal 2030 geplant.

Fahrtkostenzuschuss für Kooperationspartner von Ganztagsschulen

Oldenburg: Unterstützung erleichtert Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern

Schwerin – Seit diesem Schuljahr unterstützt das Land außerschulische Kooperationspartner, die an ganztägig arbeitenden Schulen im ländlichen Raum Angebote durchführen. Ab einer einfachen Fahrtstrecke von 15 Kilometern erhalten sie einen Zuschuss von fünf Euro pro durchgeführtem Angebot. Bei einer einfachen Fahrtstrecke ab 50 Kilometern erhöht sich der Zuschuss auf zehn Euro je Angebot.

„Ob Feuerwehr, Musikschule oder Fußballverein: Außerschulische Partner bereichern das ganztägige Lernen mit ihren vielfältigen Angeboten. Ganztag gelingt besonders gut, wenn Schule und Partner vor Ort eng zusammenarbeiten und gemeinsam an einem Strang ziehen. Gerade im ländlichen Raum können lange Anfahrtswege jedoch eine Hürde sein und dazu führen, dass engagierte Partner ein Angebot nicht übernehmen können. Mit dem neuen Fahrtkostenzuschuss schaffen wir hier Abhilfe. Wir wollen damit sicherstellen, dass Schulen auch künftig auf die Unterstützung ihrer Partner setzen können und Kinder und Jugendliche unabhängig vom Wohnort von einem vielfältigen Ganztagsangebot profitieren“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Mit der neuen Regelung reagiert das Land auf die besonderen Bedingungen im ländlichen Raum. Dort sind die Wege zwischen Schulen und möglichen Kooperationspartnern häufig deutlich länger. Die damit verbundenen Fahrtkosten können eine zusätzliche Belastung darstellen und Kooperationen erschweren. Der Fahrtkostenzuschuss soll deshalb dazu beitragen, bestehende Partnerschaften zu sichern und neue Kooperationen zu ermöglichen.

Der Fahrtkostenzuschuss wird ausschließlich für Angebote an Schulen gewährt, die nach den Festlegungen des Landesraumentwicklungsprogramms dem ländlichen Raum zugeordnet sind. Die Abwicklung erfolgt über die bereits bestehenden Vertrags- und Abrechnungsverfahren. Für die Schulen und Kooperationspartner entsteht dadurch kein zusätzlicher Verwaltungsaufwand.  

Wie wichtig Ganztagsangebote inzwischen für die Schulen im Land sind, zeigt auch die Entwicklung der ganztägig organisierten Schulen. In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten mittlerweile 351 Schulen ganztägig, darunter 158 Grundschulen und 193 weiterführende Schulen. Damit sind 75 Prozent der weiterführenden Schulen und 50 Prozent der Grundschulen im Land ganztägig organisiert. Die Zahl der ganztägig arbeitenden Schulen ist damit weiter gestiegen.

Für das ganztägige Lernen stehen auch im Schuljahr 2026/2027 insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind 7,8 Millionen Euro für Angebote außerschulischer Kooperationspartner vorgesehen. Die entsprechenden Finanzbudgets sind bis einschließlich des Schuljahres 2028/2029 gesichert.

Schwesig: Neuer Schulcampus schafft beste Lernbedingungen

Anklam – In Anklam ist heute der neue Schulcampus feierlich eröffnet worden. Er besteht aus dem sanierten denkmalgeschützten Altbau der Regionalschule Käthe-Kollwitz und dem Neubau der Grundschule „Villa Kunterbunt“.

Schülerinnen und Schüler aus Anklam und Umgebung können somit von der ersten bis zur zehnten Klasse denselben Schulcampus besuchen. Neu gestaltet wurden auch die Außenanlagen. Seit 2019 sind in den Schulcampus rund 34 Millionen Euro geflossen. Knapp 25 Millionen davon waren Landesmittel.

„Das ist ein wirklich schöner, moderner Schulstandort. Mir gefällt die Kombination aus dem schönen ehrwürdigen Schulgebäude und dem Neubau besonders gut. Hier lernen Grundschüler der Villa Kunterbunt und die „Großen“ der Regionalschule Käthe Kollwitz zusammen in einem großen Komplex, aber alle haben ihren eigenen Bereich und was für sie wichtig ist“, erklärte die Ministerpräsidentin. Mit dem modernen Schulcampus sei das zweite Projekt des Anklamer Dreiklangs aus Schwimmbad, Schulcampus und Ikareum abgeschlossen.

Bildung sei ein Schwerpunkt der Landesregierung in den vergangenen Jahren gewesen. „Wir haben über 4.300 neue Lehrkräfte eingestellt, den Übergang von der Kita in die Grundschule besser gestaltet und an der Grundschule den Unterricht in Deutsch, Mathematik und Lesen ausgeweitet. Außerdem haben wir seit meinem Amtsantritt mehr als eine Milliarde Euro für die Modernisierung von Schulen bewilligt.

“ Mit dem Sondervermögen Infrastruktur bestehe die Möglichkeit, weitere 600 Millionen Euro in die Modernisierung von Schulen im ganzen Land zu investieren. „Wir wollen noch viele Schulen in unserem Land modernisieren. Alle Kinder in Mecklenburg-Vorpommern sollen gut lernen können.“