Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern investiert weiter in den Schulbau. Mit dem Investitionsprogramm „MV-Plan 2035 – Zukunftsfähige Bildungslandschaft“ stehen insgesamt Mittel in Höhe von 600 Millionen Euro für die Sanierung und den Neubau von Schulen zur Verfügung. Diese stammen aus dem Sondervermögen Infrastruktur.
Auch die Landeshauptstadt Schwerin profitiert von dem Investitionsprogramm. Vier Schulbauvorhaben werden aus dem „MV-Plan 2035“ anteilig finanziert:
- Grundschule Mueßer Berg und Grundschule Nils Holgersson, Gesamtkosten 1,95 Millionen Euro, 1,6 Millionen Euro Förderung aus „MV-Plan 2035“, Schulhofsanierung
- Grundschule Lankow und Regionale Schule Werner-von-Siemens, Gesamtkosten 33,1 Millionen Euro, 5,19 Millionen Euro Förderung aus „MV-Plan 2035“, Neubau für esE-Klassen am Standort Lankow
- Grundschule John-Brinckman, Regionale Schule Weststadt-Campus, Goethe-Gymnasium, Gesamtkosten 7,05 Millionen Euro, 6 Millionen Euro Förderung aus „MV-Plan 2035“, Sanierung der Schulsportanlage Weststadt inklusive Funktionsgebäude
- Gymnasium Fridericianum, Gesamtkosten 40 Millionen Euro, 13,8 Millionen Euro Förderung aus „MV-Plan 2035“, Sanierung Schulgebäude
„Wir haben in den letzten Jahren zahlreiche Schulen im ganzen Land modernisiert. Das Sondervermögen Infrastruktur eröffnet uns die Chance, weitere Schulen auf den neuesten Stand zu bringen. Die Landeshauptstadt Schwerin ist auf der Ebene der Kreise und kreisfreien Städte nach Ludwigslust-Parchim der zweite Akteur, der sich festgelegt hat, welche Schulen mit den Mitteln aus dem MV-Plan gefördert werden sollen. Ich bin allen Beteiligten sehr dankbar, dass wir diese Vorhaben jetzt auf den Weg bringen können. Wir schaffen moderne Schulen und sorgen gleichzeitig für Aufträge in Bauwirtschaft und Handwerk“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.
„Gute Bildung braucht gute Bedingungen. Dazu gehören auch moderne und funktionale Schulgebäude. Mit dem MV-Plan 2035 unterstützen wir auch die Landeshauptstadt dabei, wichtige Schulbauvorhaben voranzubringen und damit gute Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen. So machen wir unsere Schulen fit für die Zukunft“, erklärte die Minsiterin für Bildung und Kindertagesförderung Simone Oldenburg.
„Die Bildungsinfrastruktur gehört seit vielen Jahren zu den Investitionsschwerpunkten in der Landeshauptstadt Schwerin. Ob Schulneubau, Sanierung, Inklusion oder digitale Ausstattung – die Landesförderung hilft uns, die enormen Investitionen zu stemmen. Und klar ist auch, dass wir diese Unterstützung angesichts unserer verschärften Haushaltslage auch in Zukunft brauchen werden“, erklärte der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin Sebastian Ehlers.
Der MV-Plan 2035 ergänzt die bestehenden Fördermöglichkeiten für den Schulbau. Dazu zählen insbesondere die Städtebauförderung, die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung und das 400-Millionen-Euro-Konjunkturprogramm Schulbau. Darüber hinaus können Schulbauvorhaben über weitere Förderprogramme des Landes, des Bundes und der Europäischen Union unterstützt werden. Für berufliche Schulen stehen zudem Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ zur Verfügung.
Seit 2016 wurden mehr als 550 Schulbauvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 880 Millionen Euro in Förderprogrammen des Landes berücksichtigt beziehungsweise Fördermittel in Aussicht gestellt. Über das 400-Millionen-Euro-Konjunkturprogramm Schulbau werden für die Jahre 2024 bis 2027 zusätzlich 400 Millionen Euro für den Schulbau eingesetzt.
Auch in Schwerin greifen die verschiedenen Förderinstrumente ineinander: Seit 2026 wurden 23 Schulbauvorhaben mit Gesamtkosten von rund 190 Millionen Euro mit knapp 86 Millionen Euro aus Landesmitteln unterstützt. Davon entfallen 10,4 Millionen Euro auf das Konjunkturprogramm Schulbau. Weitere Mittel sind im Rahmen des MV-Plans 2035 für die von Schwerin priorisierten Schulbauvorhaben vorgesehen.