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Auszeichnung mit der Goldenen Ehrenamtskarte

Schwerin – Ehrenamtliche, die sich seit mindestens 20 Jahren durchgängig freiwillig in Mecklenburg-Vorpommern engagieren, können seit dem vergangenen Jahr für die Goldene Ehrenamtskarte MV vorgeschlagen werden. 143 ehrenamtlich Engagierte erhielten bis zum 31.12.2025 diese ganz besondere Auszeichnung. Das gab Sozialministerin Stefanie Drese am Dienstag bekannt.

„Mit der neu eingeführten Goldenen Ehrenamtskarte wollen wir herausragendes, langjähriges Engagement speziell würdigen“, betonte Drese. Die Goldene Ehrenamtskarte ergänzt damit die Ehrenamtskarte MV, die seit 2020 nach bestimmten Kriterien an ehrenamtlich Aktive verliehen wird.

Die Ehrenamtskarte MV wurde nach Angaben von Ministerin Drese im Jahr 2025 an 3.373 Personen neu ausgestellt. Insgesamt haben seit Einführung der Karte 13.760 Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler diesen Dank des Landes erhalten.

„Besonders schön ist es, wenn die Verleihung der Karten in einem würdigen Rahmen erfolgt. Dies erfolgte im vergangenen Jahr auf 30 Veranstaltungen, auf denen 509 Ehrenamtskarten MV persönlich überreicht wurden mit über 4.300 Gästen“, so Drese.

Die Ministerin stellte zudem heraus, dass in den letzten zwölf Monaten 37 neue Partner der Ehrenamtskarte MV gewonnen werden konnten. „Damit zeigen mittlerweile 339 Partner ihre Unterstützung für das gesellschaftliche Engagement“, verdeutlichte Drese. Dazu gehören Unternehmen aus dem Verkehrs-, Gastronomie- und Freizeitbereich, Tourismusbetriebe, Apotheken, Krankenkassen oder Vereine.

Alle Informationen über die Ehrenamtskarte MV und die Goldene Ehrenamtskarte MV finden Interessierte unter www.ehrenamtskarte-mv.de. Dort sind u.a. für eine bessere Nutzbarkeit alle Partner und Einlösestellen nach Landkreisen sortiert.

Bilanz: 1.000 Tage Mobilitätsoffensive

Dr. Blank: „Die Mobilitätsoffensive des Landes wirkt. Das ist ein deutliches Plus an Lebensqualität in M-V“

Schwerin – Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank heute eine „sehr positive Zwischenbilanz“ der vor rund 1.000 Tagen gestarteten Mobilitätsoffensive des Landes gezogen. „Wir haben das Angebot auf Schiene und Straße massiv ausgebaut. Heute fahren deutlich mehr Züge in kürzeren Abständen durchs Land. Seit 2023 haben wir außerdem 16 neue Regiobuslinien eingeführt und dank der neuen Rufbusse gibt es heute auch in den kleinsten Dörfern eine echte Alternative zum Auto.“ Seniorinnen und Senioren und Auszubildende aus Mecklenburg-Vorpommern profitieren zudem von der Rabattierung des Deutschlandtickets. Das Land übernimmt 20,00 Euro des Ticketpreises.

Von 2023 bis 2025 hat das Land rund 120 Millionen Euro in die verbesserte Mobilität der Bürgerinnen und Bürger investiert. Für 2026 sind Investitionen von rund 60 Millionen Euro für die verschiedenen Maßnahmen der Mobilitätsoffensive geplant.

Die Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern wurde der Öffentlichkeit am 5. April 2023 – vor 1.028 Tagen – vorgestellt.

Die 1.000-Tage-Bilanz (Auszug):

  • Einführung eines reduzierten Deutschlandtickets für Auszubildende und Seniorinnen und Senioren aus MV

Auf der Schiene:

  • Die Zahl der vom Land bei den Eisenbahnunternehmen bestellten Leistungskilometer wurde auf 19,3 Mio. km erhöht. Das sind rund 1,6 Millionen km oder 9% mehr als 2022, vor Beginn der Mobilitätsoffensive.
  • Einführung neuer Linien, zum Beispiel
    RE 30 (Stralsund – Angermünde), RE 50 (Rostock –Neustrelitz)
  • Verdichtung der Takte, zum Beispiel RB 12 Bad-Doberan – Rostock – Graal-Müritz
  • Verbesserung der Schieneninfrastruktur, zum Beispiel Zweigleisigkeit im Abzweig Hagenow Land, Errichtung neuer Verkehrsstationen in Schwerin Industriepark, Rövershagen Karls Erlebnisdorf und Malchow-Krebssee

Einführung von 16 neuen Regiobuslinien in fünf Landkreisen

  • Einführung eines flächendeckenden Rufbussystems in vier Landkreisen. Auch das Rufbus-Angebot in den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald wird weiter erweitert und erreicht derzeit eine Flächenabdeckung von rund 80 bzw. 65 Prozent.

Minister Dr. Blank: Offensive geht 2026 weiter

Dr. Wolfgang Blank: „Die Mobilitätsoffensive wirkt und zeigt klare Erfolge. Die neue Mobilität für unsere Bürgerinnen und Bürger ist ein deutliches Plus an Lebensqualität in Mecklenburg-Vorpommern. Diese Mobilitätsoffensive ist eine Kraftanstrengung, die sich absolut auszahlt.“

Auch im laufenden Jahr 2026 werde das Mobilitätsangebot für die Bürgerinnen und Bürger weiter ausgebaut, so Minister Dr. Blank. So gebe es beispielsweise bereits seit Mitte Dezember 2025 erstmals eine stündliche Nahverkehrsverbindung zwischen Stralsund, Pasewalk und Angermünde (weiter nach Berlin).

Kritik an der Deutschen Bahn für ICE-Streichung

Für nicht vertretbar hält der Minister die Ankündigung der Deutschen Bahn, nach Abschluss der Generalsanierung Hamburg-Berlin eine frühe ICE-Verbindung vom wirtschaftlichen Zentrum Rostock über die Landeshauptstadt Schwerin nach Hamburg aus wirtschaftlichen Gründen zu streichen.

Dr. Blank: „Das ist eine Entscheidung, die ich seit langem und mit Nachdruck kritisiere und die wir nicht klaglos hinnehmen. Wir stehen dazu seit Frühjahr 2025 im Austausch mit der Deutschen Bahn und fordern eindringlich die Rücknahme dieser Entscheidung. Wir lassen nicht locker und werden weiter Druck machen.“

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Schwesig: Wir können gemeinsam dafür sorgen, dass so etwas nie wieder passiert

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. „Wir erinnern heute an die Opfer des Nationalsozialismus. An alle, die ermordet, gequält, zur Zwangsarbeit gezwungen, eingesperrt oder verfolgt worden. Es ist das schlimmste Verbrechen in der Deutschen Geschichte. Und deshalb ist es unsere gemeinsame Verantwortung, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus lebendig zu halten. Wir können nichts ungeschehen machen. Aber wir können gemeinsam dafür sorgen, dass so etwas nie wieder passiert“, sagte die Ministerpräsidentin heute in Schwerin.

In einer Zeit, in der es kaum noch Zeitzeugen gibt, sei es wichtig, dass junge Menschen sich über die Zeit des Nationalsozialismus und seine Opfer informieren können. „Wir haben deshalb die Mittel für Gedenkstättenfahrten versechsfacht. Schulen können einen höheren Zuschuss für Gedenkstättenfahrten erhalten und die Förderung leichter beantragen“, informierte die Ministerpräsidentin.

„Die wichtigste Lehre aus der Zeit des Nationalsozialismus ist für mich, dass Frieden, Freiheit und Demokratie unbedingt erhalten bleiben müssen. Leider ist das keine Selbstverständlichkeit. Es ist erschreckend, dass politische Kräfte die Zeit des Nationalsozialismus verharmlosen oder Akteure bedrohen, die sich für die Demokratie einsetzen“, sagte die Ministerpräsidentin. „Das dürfen wir nicht hinnehmen. Ich bin deshalb dankbar, dass sich vor allem viele junge Menschen für die Demokratie engagieren.“

Die Ministerpräsidentin nimmt am Abend auch an der Gedenkstunde des Landes zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus teil.

Backhaus: Kein Run auf Cannabis in M-V

Schwerin – Seit dem 01. April 2024 ist das Konsumcannabisgesetz (KCanG) in Kraft. Seit Juli 2024 ist das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) für die Geneh­migung von Anbauvereinigungen sowie deren spätere Über­wachung zuständig. Die Zahl der Anträge in Mecklenburg-Vorpommern habe ihn überrascht, erklärt der zuständige Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus.

„In den Jahren 2024 und 25 wurden insgesamt 14 Anträge auf Genehmigung einer Anbauvereinigung gestellt. Nur Bremen und das Saarland haben weniger Anträge zu verzeichnen. Die Menschen in unserem Land haben offensichtlich wenig Lust auf „Shit“ – wie Cannabis in der Konsumentenszene auch genannt wird. Ein passender Name, wie ich finde; denn ich war nie ein Fürsprecher dieser Droge und auch nicht dieses Gesetzes,“ erklärt der Minister.

Genehmigt worden seien demnach fünf Anträge, ein Antrag sei abgelehnt, vier weitere zurückgezogen worden, listet Backhaus auf. Vier Anträge seien noch in der Bearbeitung. Für die Antrags­bearbeitung würden in der Regel die vom KCanG vorgesehenen drei Monate benötigt, um eine Entscheidung in der Sache zu fassen. Ausnahmsweise könne die Antragsbearbeitung aufgrund der Besonderheit des Antrages länger dauern. Hierbei sei jedoch entscheidend, dass die dreimonatige Entscheidungsfrist erst mit Vollständigkeit der Antragsunterlagen eintritt. Überwiegend seien die Anträge, die dem LALLF zugehen, unvollständig und durch viele Nachforderungen durch die zuständige Behörde geprägt.

Alle Anträge würden aufgrund der Auslegungsbedürftigkeit des KCanG einzelfallbezogen geprüft. Eine Vereinheitlichung sei teilweise mangels konkreter Vorgaben im KCanG auch 1,5 Jahre nach Inkrafttreten des KCanG nicht möglich. Das erschwere nicht lediglich die Prüfung der Anträge, sondern auch die Zuarbeit durch die Antragsteller und führe in der Folge zu einer umfangreichen und durchaus längeren Prüfung.

„Keine der in Mecklenburg-Vorpommern genehmigten Anbauvereinigungen hat derzeit die vom KCanG festgelegte Höchstzahl an Mitgliedern in Höhe von 500 Mitgliedern pro Anbauvereinigung erreicht. Derzeit befinden sich in jeder Anbauvereinigung ungefähr 150-250 aktive Mitglieder. Da die Mitgliederzahl aufgrund der vom KCanG vorgeschriebenen Deckung des Eigenbedarfs mit Genehmigung begrenzt wird, können derzeit für Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1.260 Interessierte Mitglied einer Anbauvereinigung werden. Hierbei handelt es sich nicht einmal um die Hälfte der vom KCanG vorgesehenen höchstzulässigen Mitgliederzahl von 2.500 Mitgliedern für fünf Anbauvereinigungen“, führt der Minister weiter aus.

Seit dem 01.07.2024 fanden laut Angaben des LALLF bisher sieben Vor-Ort-Kontrollen auf den Anbauflächen und eine in der Abgabestelle der Anbauvereinigungen statt. Diese Kontrollen verliefen demnach mit Ausnahme einer Anbauvereinigung ohne Beanstandungen. Die Sicherheitsmaßnahmen waren umgesetzt und die für den Gesundheitsschutz relevanten Vorgaben des KCanG waren immer eingehalten. Auch konnte mit Ausnahme eines Falles keine Gefährdung von Jugendlichen oder Kindern festgestellt werden.

Zusammenfassend stellt Backhaus klar: „Die Umsetzung des Konsumcannabisgesetzes erwies sich für das LALLF seit 2024 aufgrund der nicht klar formulierten Regelungen und der Neuartigkeit des Gesetzes als Quelle komplexer Fragestellungen. Anstatt wie ein Handbuch den behördlichen Arbeitsauftrag zu begleiten, erzeugten die neuen Regelungen regelrechte „Brandherde“, die rechtlich durch das LALLF umfangreich überprüft und nach gründlicher Auslegung des Gesetzes interpretiert werden mussten, ohne immer zu Lösungen zu führen. Dennoch blickt das LALLF auf fünf erfolgreich genehmigte Anbauvereinigungen zurück und trägt hiermit maßgeblich zur Umsetzung der mit dem Gesetz verbundenen Schutzzwecke bei.“

Einstieg in das digitale Lernen erleichtern

Neues Serviceportal bietet Unterstützung bei der Nutzung der Angebote der Digitalen Landesschule

Schwerin – Den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern steht ein neues Serviceportal mit einem Informationskurs zu den Angeboten der Digitalen Landesschule (DiLaS) zur Verfügung. In diesem Kurs können Schulleitungen und Lehrkräfte alle wichtigen Informationen rund um die Digitale Landesschule einsehen und einen Technik-Check buchen, um die technischen Voraussetzungen der Schule für die Teilnahme an den Kursen zu prüfen. Damit unterstützt das Land die Vorbereitung und Durchführung von Kursen und hilft dabei, einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Ein ausführliches Tutorial hilft den Lehrkräften, ihre Schülerinnen und Schüler gezielt auf das Lernen mit der Lernplattform „itslearning“ vorzubereiten.

Wesentliche Inhalte des Informationskurses „DiLaS Serviceportal“:

  • Überblick über Fächer und Unterrichtsformate
  • Darstellung organisatorischer Voraussetzungen und Abläufe
  • Informationen zum Anmeldeverfahren
  • Tutorial zur optimalen Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf das Lernen mit itslearning
  • Kontaktmöglichkeiten und Sprechzeiten der DiLaS-Lehrkräfte
  • Trainings- und Prüfungskurse
  • Fortbildung für Schulleitungen, Lehrkräfte und Betreuungskräfte

Der Kurs ist ab sofort im „itslearning“-Kurskatalog unter dem Namen „DiLaS Serviceportal“ hinterlegt.

Die Digitale Landesschule in MV unterstützt Schulen auf ihrem Weg in eine moderne, digitale Bildungswelt. Das Online-Angebot umfasst Vertretungsunterricht, Sprachkurse sowie Prüfungsvorbereitungen für Abschlussklassen.

Drese zum Tag der Patienten: Frauen sind medizinisch benachteiligt

Schwerin – Gesundheitsministerin Stefanie Drese fordert zum heutigen „Tag des Patienten“ weitere Anstrengungen zum Abbau des geschlechtsspezifischen Ungleichgewichts in der medizinischen Forschung und Behandlung. Medizinisch werden Frauen oft genauso behandelt wie Männer – und damit oft nicht angemessen versorgt, da Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht genügend berücksichtigt werden, sagte Drese am Montag in Schwerin.

Die Nichtbeachtung des biologischen Geschlechtes bei Krankheitssymptomen, bei der Diagnostik und Behandlung beinhalte vor allem für Frauen oft die Gefahr von Fehl-, Unter- und Überbehandlungen mit gesundheitlichen Nachteilen für die Betroffenen, so Drese.

„Viele Krankheiten verlaufen bei Frauen anders als bei Männern, auch wirken Medikamente stoffwechselbedingt teilweise nicht gleich. Deshalb brauchen Frauen oft eine andere Behandlung als Männer, was in Forschung und Versorgung bisher allerdings nicht immer ausreichend berücksichtigt wird“, betonte die Ministerin. In vielen medizinischen Bereichen gebe es weniger Daten zu Frauen als zu Männern.

Die Symptomatik mancher Erkrankungen kann sich nach Aussage Dreses bei Frauen und Männern so sehr unterscheiden, dass Fehldiagnosen gestellt oder Erkrankungen gar übersehen werden.

Als klassisches Beispiel führte Drese den Herzinfarkt an. Der Griff an die eigene Brust stelle die Reaktion auf den in dieser Form überwiegend bei Männern auftretenden Brustschmerz dar. „Die Symptome bei Frauen zeigen sich hingegen eher mit Kieferschmerzen, Rückenschmerzen oder Abgeschlagenheit“, so die Ministerin. Diese Beschwerden würden jedoch häufig nicht korrekt interpretiert und nicht mit einem Herzinfarkt in Verbindung gebracht, wodurch lebensrettende Zeit verloren geht.

Positiv sei, dass die Bedeutung der geschlechtersensiblen Medizin für eine moderne Gesundheitslandschaft zunehmend die ihr zustehende Aufmerksamkeit erfährt. So müssen bei klinischen Studien in Deutschland Unterschiede zwischen Frauen und Männern untersucht werden. Und auch Medikamentenstudien sind gemäß einer 2022 in Kraft getretenen EU-Verordnung geschlechtersensibel durchzuführen.

Drese: „Auch im neuen Landeskrankenhausgesetz ist festgeschrieben, dass durch die Krankenhäuser verantwortete Forschung geschlechtersensibel erfolgen muss. Gleiches gilt für Forschungsansätze die in die Versorgung implementiert werden sollen sowie zugehörige und allgemeine Aus-, Fort- und Weiterbildungen.“

„Das sind erste Erfolge. Maßnahmen zur Beseitigung des Ungleichgewichtes müssen jedoch weitgreifend ansetzen und strategisch koordiniert werden, damit es nicht nur bei einem Flickenteppich an einzelnen Maßnahmen bleibt. Für eine echte Gleichheit im Gesundheitswesen müssen Behandlungs- Präventions- und Therapiekonzepte und Leitlinien kritisch überprüft und ggf. angepasst werden“, so Drese.

Land startet neue Ideenaufrufe der Transformationsrichtlinie

Dr. Wolfgang Blank: „Transformation entfaltet Wirkung, wenn gute Ideen auf gute Rahmenbedingungen treffen. Davon profitieren Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen.“

Schwerin – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute die zweite Etappe der Transformationsförderung des Landes eingeleitet. Im Rahmen einer Online-Veranstaltung wurden den teilnehmenden Unternehmen, Kammern, Verbänden und Gewerkschaften drei neue Ideenaufrufe vorgestellt und die Bedeutung der praxisnahen Förderung hervorgehoben.

„Mit dem ersten Ideenaufruf der Transformationsrichtline mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz haben wir im vergangenen Jahr einen neuen Weg eingeschlagen, der uns bereits auf einen erfolgreichen Kurs geführt hat. Aus zahlreichen Projektideen zur Fachkräftesicherung, modernen Arbeitsformen und zukunftsorientierten Perspektiven wurden konkrete und geförderte Vorhaben. Transformation entfaltet Wirkung, wenn gute Ideen in unseren Unternehmen und bei Expertinnen und Experten auf unterstützende Rahmenbedingungen treffen“, sagte Minister Dr. Blank.

Die Vorhaben befassen sich beispielsweise mit der intelligenten Bewerberinnen- und Bewerberauswahl in Personalabteilungen, mit der digitalen Verarbeitung von Dokumenten im Gesundheitsbereich oder mit interaktiven Schulungsformaten für Beschäftigte.

Mit den drei neuen Ideenaufrufen setzte das Wirtschaftsministerium jetzt weitere Schwerpunkte:

Wissenstransfer – Generationswechsel und Wissenserhalt

Ziel ist es, Erfahrungen und Wissen von Beschäftigten langfristig zu sichern und für nachfolgende Generationen nutzbar zu machen.

Chancengleichheit am Arbeitsmarkt

Betriebliche Strukturen und Arbeitskulturen sollen so weiterentwickelt werden, dass alle faire Zugänge zu Beschäftigung und beruflicher Entwicklung haben, unabhängig von Geschlecht, Alter, familiären Verpflichtungen, Behinderung oder Herkunft.

Nachhaltigkeit

Der Fokus liegt auf fairen und chancengerechten Arbeitsbedingungen, einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und der Stärkung der Resilienz von Unternehmen in Zeiten wachsender Unsicherheit.

Die Ideenaufrufe fördern praxisnahe Projekte, die Transformation im Unternehmensalltag konkret umsetzen und damit einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern leisten. mv-works begleitet die Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Vorhaben und die Gesellschaft für Infrastruktur und Arbeitsmarktentwicklung (GSA) berät bei der Antragstellung.

„Gemeinsam wollen wir Mecklenburg-Vorpommern zukunftsfest machen – mit Erfahrungen vor Ort und neuen Ideen aus der Praxis. So werden wir den konkreten Herausforderungen der Unternehmen in unserem Land begegnen und Lösungen für erfolgreiche Transformation entwickeln. Die Transformationsrichtlinie eröffnet hierfür gezielt Raum zur Entwicklung, zum Austausch und zur Umsetzung solcher Ideen“, sagte Minister Dr. Blank.

Extreme Wetterlage: Schulen sind grundsätzlich geöffnet

Schulen sichern für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen Unterricht ab

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern kann es in dieser Woche in einigen Regionen zu Eisregen und Glätte kommen. Das Bildungsministerium weist erneut auf die Regelungen für die gesamte Winterzeit hin:

  • Die Schulen sind grundsätzlich geöffnet. Der Unterricht für alle Jahrgangsstufen findet statt. Die Organisation übernehmen die Schulleitungen.
  • Sollten Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten haben, zur Schule zu kommen, melden ihre Erziehungsberechtigten sie telefonisch oder per E-Mail ab. Volljährige Schülerinnen und Schüler melden sich selbst ab. Sie sind damit entschuldigt.
  • Weitere Informationen können bei den Schulen oder bei den Landkreisen bzw. den kreisfreien Städten eingeholt werden.
  • Darüber hinaus informieren die Landkreise und kreisfreien Städte über Änderungen im Schülerverkehr. Auch wenn Landkreise und kreisfreie Städte den Schülerverkehr einschränken oder einstellen, sind die Schulen weiterhin geöffnet.