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Hoher Zuspruch zu Lehrerfortbildungen in MV

Oldenburg: Lehrerinnen und Lehrer setzen verstärkt auf Zukunftsthemen

Schwerin – Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern zeigen großes Interesse an Fortbildungen, die das Bildungsministerium und das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) anbieten – mit deutlich steigender Tendenz. Im Schuljahr 2024/2025 ist das Fortbildungsangebot auf 1.622 Veranstaltungen mit 46.601 Teilnahmen angewachsen. Im Schuljahr zuvor waren es 1.474 Angebote mit rund 19.000 Anmeldungen.

„Die Entwicklung zeigt eindrucksvoll, wie groß die Bereitschaft der Lehrkräfte ist, sich kontinuierlich fortzubilden. Besonders die starke Nachfrage in den Bereichen Schulentwicklung und Künstliche Intelligenz macht deutlich, dass unsere Schulen aktiv auf die aktuellen Herausforderungen reagieren. Diese hohe Fortbildungsbeteiligung ist ein zentraler Baustein für guten und zeitgemäßen Unterricht in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Der inhaltliche Schwerpunkt lag im Schuljahr 2024/2025 auf der Schul- und Unterrichtsentwicklung: Hier wurden 1.124 Angebote mit 19.690 Teilnehmerinnen und Teilnehmern umgesetzt. Auch die Themen Künstliche Intelligenz und Digitalisierung gewinnen verstärkt an Bedeutung – 125 Angebote erreichten in diesem Bereich bereits 10.002 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Fortbildungen zu den Themen „Antisemitismus“ und „Rassismus“ wurden insgesamt 39-mal durchgeführt und von 1.465 Lehrerinnen und Lehrern besucht.

Auch im laufenden Schuljahr setzt sich diese positive Entwicklung fort: Die 721 Fortbildungen verzeichnen 12.673 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bis zum Schuljahresende rechnet das Bildungsministerium mit einer deutlich höheren Gesamtzahl. Das Kursangebot wird kontinuierlich erweitert und gezielt um Fortbildungen in den Bereichen Antisemitismus, Extremismusprävention und Gewaltprävention ergänzt.

„Mit unserer Fortbildungsreihe ‚Antisemitismus die Stirn bieten‘ haben wir im Jahr 2025 ein starkes und praxisnahes Angebot geschaffen, das von Expertinnen und Experten begleitet wird. Gleichzeitig kooperieren wir mit Beratungsstellen wie ‚JUMP‘, um den Lehrkräften zusätzliche Qualifizierungsmöglichkeiten zu eröffnen. Damit stärken wir die Handlungssicherheit im Schulalltag und leisten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Demokratiebildung an unseren Schulen“, sagte die Ministerin.

Das Portfolio des IQ M-V reicht von Fortbildungen am Nachmittag über Fachtage bis hin zu langfristigen Qualifizierungsreihen. Besonders gefragt bleiben digitale und flexible Formate der Online-Fortbildung, darunter auch der hauseigene Podcast „IQ M-V trifft…  – Fortbildung mal anders“.

Neben klassischen Angeboten können Lehrkräfte auch das Fortbildungsportal „fobizz“ nutzen. Die digitale Plattform bietet über 300 digitale Fortbildungen und wird kontinuierlich erweitert. Im Fokus stehen dabei unter anderem der didaktisch sinnvolle Einsatz digitaler Technologien sowie Anwendungen Künstlicher Intelligenz im Unterricht. Von April 2020 bis heute hat das fobizz-Portal bereits über 166.000 Teilnahmen aus Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Start der Spargelsaison in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Die Spargelsaison in Mecklenburg-Vorpommern beginnt. In den vergangenen Jahren fand dieser Auftakt regelmäßig auf den Flächen des SaBö-Hofs von Sebastian Böckmann im Ortsteil Tieplitz (Gemeinde Gülzow-Prüzen, nahe Mühlengeez) statt.

Der geplante Vor-Ort-Termin mit Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus musste kurzfristig abgesagt werden. Hintergrund ist die aktuelle Lage rund um den vor der Insel Poel gestrandeten Wal, die die volle Aufmerksamkeit des Ministers erfordert.

„Die Spargelsaison ist für viele landwirtschaftliche Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger Start in das Erntejahr. Umso mehr bedauere ich, heute nicht vor Ort sein zu können. Gleichzeitig erfordert die Situation rund um den gestrandeten Wal meine volle Aufmerksamkeit und Verantwortung“, so Backhaus.

Der SaBö-Hof in Tieplitz wird von Sebastian Böckmann geführt, der gemeinsam mit seiner Frau auch einen weiteren Standort bei Wismar betreibt. Der Betrieb bewirtschaftet rund 60 Hektar Spargelfläche und beschäftigt während der Saison etwa 100 bis 130 Mitarbeitende in Ernte, Sortierung und Verkauf. Der Standort Tieplitz bildet dabei das zentrale Herzstück des Betriebs – hier liegen wesentliche Anbauflächen sowie Teile der Infrastruktur für Verarbeitung und Vermarktung.

Der Hof steht beispielhaft für eine Entwicklung, die viele Betriebe im Land prägt: die enge Verbindung von regionaler Produktion und direkter Vermarktung. „Der Saisonstart ist für mich jedes Jahr ein besonderer Moment – eine Mischung aus Vorfreude, Anspannung und Stolz. Nach vielen Monaten Vorbereitung sehen wir endlich die Ergebnisse unserer Arbeit auf dem Feld“, sagt Betriebsleiter Sebastian Böckmann. Gleichzeitig setzt der Betrieb konsequent auf Transparenz und Kundennähe: „Unsere Kundinnen und Kunden wissen genau, wo ihr Spargel herkommt.“

Die Spargelsaison 2026 beginnt unter insgesamt herausfordernden Rahmenbedingungen. „Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern auf rund 132 Hektar etwa 550 Tonnen Spargel geerntet. Gleichzeitig steigen die Produktionskosten – insbesondere durch höhere Löhne, Energie- und Betriebsmittelpreise – deutlich an. Der Spargelanbau befindet sich damit weiterhin in einem strukturellen Anpassungsprozess.“, sagte Minister Backhaus.

Auch auf den Betrieben sind diese Veränderungen spürbar. „Wir merken, dass viele Kundinnen und Kunden bewusster einkaufen und stärker auf Preise achten. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach regionalen Produkten stabil“, so Böckmann. Spargel bleibe jedoch ein arbeitsintensives Produkt: „Der Preis spiegelt die aufwendige Handarbeit und die hohen Qualitätsstandards wider.“ Für preisbewusste Verbraucherinnen und Verbraucher bietet der Betrieb daher bewusst unterschiedliche Qualitäten an – von klassischem Spargel bis hin zu Bruchware als günstige Alternative.

Trotz der Herausforderungen blicken viele Betriebe vorsichtig optimistisch auf die neue Saison. Die aktuellen Witterungs- und Bodenbedingungen gelten bislang als günstig. „Wenn das Wetter stabil bleibt, erwarten wir eine gute Qualität und einen soliden Ertrag“, so Böckmann.

Langfristig sieht er weiterhin Perspektiven für den Spargelanbau in Mecklenburg-Vorpommern: „Die Nachfrage nach regionalen Produkten ist da. Gleichzeitig müssen wir uns auf steigende Kosten und klimatische Veränderungen einstellen.“

Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet dies: Regional erzeugter Spargel bleibt ein hochwertiges, aber zunehmend kostenintensives Produkt. Viele Betriebe setzen daher verstärkt auf Direktvermarktung und ergänzende Angebote vor Ort.

Wal vor Insel Poel

Wissenschaftliches Gutachten schließt Lebendrettung aus

Insel Poel – Auf einer Pressekonferenz am heutigen Nachmittag in Kirchdorf auf der Insel Poel hat Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus gemeinsam mit Dr. Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) sowie Prof. Burkard Baschek vom Deutschen Meeresmuseum (DMM) die Ergebnisse aktueller wissenschaftlicher Untersuchungen zum Zustand des vor der Insel Poel gestrandeten Wals vorgestellt.

Es liegt jetzt auch ein umfassendes, fachlich abgestimmtes Gutachten vor. Die Untersuchungen, an denen unter anderem das Deutsche Meeresmuseum (DMM) sowie das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) beteiligt waren, zeigen ein klares Bild: Der Wal ist bereits schwer geschädigt. Es sind deutliche Hautablösungen zu sehen und es wird von erheblichen inneren Verletzungen ausgegangen, die vermutlich durch den mehrtägigen Druck des eigenen Körpergewichts auf die Organe entstanden sind. Zudem wurden Verletzungen festgestellt, die auf den Kontakt mit einer Schiffsschraube hindeuten, sowie ein Fischereinetz im Maulbereich.

Bereits bei einer früheren Strandung vor Niendorf hatten sich die Expertinnen und Experten gegen ein Ziehen oder Liften des Tieres entschieden, da die Haut zu diesem Zeitpunkt bereits stark geschädigt war. Diese Einschätzung hat sich nun bestätigt: Der Wal gilt als nicht transportfähig. Ein Bergungsversuch mit dem Ziel einer Lebendrettung würde mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass das Tier währenddessen verstirbt.

Zur aktuellen Lage vor Ort erläuterten die Fachleute zudem die konkrete Position des Tieres: Der Wal ist derzeit etwa 30 Zentimeter im Untergrund eingesunken, während sein Rücken rund 40 Zentimeter aus dem Wasser herausragt. Der aktuelle Wasserstand beträgt etwa 1,40 Meter. Um sich eigenständig freischwimmen zu können, wären jedoch etwa zwei Meter Wassertiefe erforderlich. Eine selbstständige Befreiung ist unter diesen Bedingungen und in Anbetracht der Gesamtkonstitution des Tieres nicht zu erwarten.

Unklar ist derzeit, wann das Tier versterben wird. Anders als bei einer Strandung an Land, bei der die Wissenschaft von einer Überlebensdauer von etwa fünf Tagen ausgeht, wird der Wal aktuell noch teilweise vom Wasser getragen. Dadurch kann sich die Überlebenszeit verlängern, auch wenn sich sein Zustand weiter verschlechtert.

Auch die Frage einer möglichen Erlösung des Tieres wurde intensiv geprüft. Die bekannten und grundsätzlich anwendbaren Methoden – etwa der Einsatz einer Harpune, die Verabreichung von Giftstoffen oder eine Sprengung – kommen in der aktuellen Situation nicht in Betracht. Alle Optionen bergen ein erhebliches Restrisiko, dass sie nicht unmittelbar wirken und das Tier dadurch zusätzlichen, erheblichen Leiden ausgesetzt würde. Vor diesem Hintergrund wurde entschieden, auf solche Maßnahmen zu verzichten.

Die bisherigen Maßnahmen und Bewertungen werden zudem von internationalen Fachgremien gestützt. Auch die Internationale Walkommission (International Whaling Commission) hat das Vorgehen der beteiligten Expertinnen und Experten bestätigt.

„Das ist eine der schwersten Entscheidungen, die ich in meinen 28 Jahren als Minister treffen musste“, sagte Dr. Till Backhaus. „Aber Verantwortung bedeutet, auch solche Entscheidungen zu treffen – unabhängig davon, ob sie einem persönlich schwerfallen. Das Tier leidet – aber ein schwer geschädigtes Tier wieder ins Wasser zu bringen, ohne realistische Überlebenschance, ist nicht vertretbar.“

Das Ministerium steht hierzu im engen Austausch mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium sowie dem Bundesumweltministerium.

Land fördert neues Feuerwehrgerätehaus

Ines Jesse: „Wir stärken unsere Feuerwehren.“

Alt Meteln – Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute eine Förderankündigung in Höhe von bis zu 900.000 Euro für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr in Alt Meteln übergeben.

„Wir stärken die Feuerwehren in unserem Land und damit das Ehrenamt vor Ort. Moderne Gerätehäuser sind eine wichtige Grundlage dafür, dass die Kameradinnen und Kameraden ihre Aufgaben im Brand- und Katastrophenschutz zuverlässig erfüllen können“, betonte Staatssekretärin Jesse. „Sie leisten einen wertvollen Beitrag für die Sicherheit.“

Das Vorhaben in Alt Meteln ist Teil des Projekts „Musterfeuerwehrhaus Mecklenburg-Vorpommern“. Ziel ist es, standardisierte und seriell herstellbare Feuerwehrgerätehäuser zu entwickeln, die von den Kommunen bedarfsgerecht abgerufen und zügig umgesetzt werden können. Durch die Standardisierung werden Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt und Baukosten reduziert. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit des Innenministeriums mit dem Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz (LPBK), den Feuerwehrverbänden, der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord sowie weiteren Partnern umgesetzt.

Für die moderne Musterfeuerwehrgerätehäuser stellt die Landesregierung mit dem neuen Programm 50 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt werden damit 58 Vorhaben im Land über Sonderbedarfszuweisungen gefördert. In den vergangenen Jahren wurden bereits 15 Millionen Euro für konventionelle Feuerwehrgerätehäuser bereitgestellt. Damit konnten bereits 32 Einzelvorhaben für Sanierungen, Erweiterungen und Neubauten ausgewählt werden.

Voraussetzung für die endgültige Bewilligung der Sonderbedarfszuweisung ist, dass die Gemeinde alle erforderlichen Unterlagen vollständig vorlegt. Die Gesamtkosten für das geplante zweistellige Musterfeuerwehrgerätehaus werden auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt.

Eine weitere Förderankündigung für das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Lehsten wird Staatssekretärin Jesse am 9. April an die Gemeinde Möllenhagen übergeben.

Ministerium erhält Zertifikat „audit berufundfamilie“

Oldenburg: Als Arbeitsgeber gute Arbeitsbedingungen schaffen

Schwerin – Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung ist als familien- und lebensphasenbewusster Arbeitgeber zertifiziert: Die Personalpolitik des Hauses wurde von der „berufundfamilie Service GmbH“ erfolgreich geprüft und erhält das entsprechende Qualitätssiegel. Mit der Teilnahme verpflichtet sich das Ministerium, die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und persönliche Lebensphasen systematisch zu stärken.

„Als moderner öffentlicher Arbeitgeber wollen wir gute Arbeitsbedingungen schaffen, die den unterschiedlichen Lebensphasen unserer Kolleginnen und Kollegen gerecht werden. Das Zertifikat bestätigt unseren eingeschlagenen Weg und ist zugleich Ansporn, weitere Maßnahmen zu ergreifen, damit unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Attraktivität des öffentlichen Dienstes gleichermaßen davon profitieren“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Das „audit berufundfamilie“ ist ein strategisches Managementinstrument zur passgenauen und bedarfsgerechten Weiterentwicklung einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik. Es wurde 1995 von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert und weiterentwickelt. Bundesweit sind inzwischen mehr als 1.000 Arbeitgeber – darunter Unternehmen, Organisationen und Hochschulen – nach dem Verfahren zertifiziert und Teil des Netzwerks. Die Schirmherrschaft für das Audit liegt beim Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Mit der Zertifizierung verpflichtet sich das Ministerium, konkrete Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie umzusetzen und weiterzuentwickeln. Grundlage hierfür ist eine Zielvereinbarung mit strategischen und operativen Maßnahmen. Über den Stand der Umsetzung wird jährlich berichtet. Das Zertifikat hat eine Gültigkeit von drei Jahren. Anschließend folgen Rezertifizierungen, um die Fortschritte kontinuierlich zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

Wasserqualität am sterbenden Wal wird untersucht

Schwerin – Die Lage um den vor Poel gestrandeten Wal ist unverändert, erklärt Umweltminister Dr. Till Backhaus. Das Tier atme noch, aber es ginge ihm sehr schlecht, so der Minister.

„Das Tier liegt seit fast einer Woche an derselben Stelle. Nachdem gestern Wasserproben genommen wurden, um den Salzgehalt zu messen, soll nun die Wasserqualität untersucht werden. Es soll damit geprüft werden, ob von dem sterbenden Tier Gefahren für die Umwelt oder die öffentliche Gesundheit ausgeht. Ich werde mir am Nachmittag erneut vor Ort ein Bild der Lage machen.

Da uns in den letzten Tagen immer wieder Fragen erreichen, warum wir nicht früher über das Thema schweres Bergungsgerät nachgedacht hätten: Fakt ist, anders als bei der Strandung vor Niendorf, wurde in der Wismarbucht keine schweres Bergegerät benötigt. Der Wal hatte sich so positioniert, dass er sich nach Einschätzung der Fachleute nach einer Ruhephase und steigendem Wasserstand selbst würde befreien können. Mit unserer Prognose lagen wir richtig. Unsere Strategie war also zweimal erfolgreich. Erst als der Wal im Kirchsee gestrandet ist, hat sich die Lage extrem zugespitzt. Es war klar, dass er sich hier nicht selbst würde befreien können, selbst, wenn seine Kräfte dafür genügen würden. Seit dem Moment wird eine Bergung geplant, da der Tierkörper dort irgendwann entfernt werden muss.

Die Menschen fragen uns aber auch, warum wir das Bergegerät, dass zur Verfügung stehen könnte nicht nutzen, um den Wal sofort lebend zu retten. Ich sage dazu klar: Derzeit gibt es keinen Wissenschaftler oder Veterinär, der uns zu solch einem Vorgehen rät, da das Tier beim Versuch, es lebend zu retten, schweren Qualen ausgesetzt würde. Dass es solch einen Versuch überleben würde, ist nach Ansicht aller Experten, die wir dazu befragt haben, unwahrscheinlich.

Dennoch geben wir den Wal nicht auf – bis zum letzten Atemzug. Das habe ich versprochen und dazu stehe ich auch. Wir haben nichts unversucht gelassen, um dem Tier zu helfen und Unter­suchungen um und am Wal durchgeführt. Morgen erwarte ich eine aktuelle Expertise nach der Begutachtung aus biologischer und veterinärmedizinischer Sicht. Das Tierwohl und der Tierschutz haben für mich absoluten Vorrang.“

Schwesig: Unsere Feuerwehren leisten hervorragende Arbeit

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute den Startschuss für das Feuerwehrhausprogramm gegeben. Sie hat dazu die Osterfeuer der Freiwilligen Feuerwehren Wedendorfersee und Pokrent im Kreis Nordwestmecklenburg besucht. Beide Feuerwehren werden vom Programm profitieren. Seit dieser Woche werden die Förderankündigungen durch die Landesregierung übergeben.

„Das ist ein zentrales Programm für mehr Sicherheit und Gemeinschaft. Unsere Feuerwehren leisten hervorragende Arbeit. Sie retten Leben, schützen Eigentum und bewahren uns vor Gefahren. Am Tag oder in der Nacht, am Wochenende oder Feiertag. Auch unter Einsatz des eigenen Lebens. Das ist viel mehr als ein Hobby. Das ist ein wichtiger Dienst an der Gesellschaft“, sagte die Ministerpräsidentin. Die Feuerwehren würden zudem einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in den Städten und Gemeinden leisten. „Zum Beispiel durch die Ausrichtung von Osterfeuern im ganzen Land.“

Die Landesregierung stehe an der Seite der Feuerwehren im Land. Mit einem ersten 50-Millionen Euro-Programm seien 310 moderne Fahrzeuge für den Feuerwehreinsatz im ganzen Land beschafft worden. Mit einem zweiten Programm sollen jetzt landesweit Feuerwehrhäuser gebaut oder saniert werden. Dabei sollen an 58 Orten Mustergerätehäuser entstehen. „Das spart den Gemeinden Zeit und viel Aufwand und vor allem Geld.

Wir zeigen damit, dass auch in Zeiten steigender Baupreise wirtschaftliches Bauen auch im öffentlichen Bereich möglich ist. Das Programm ist vor allem für unsere kleineren Gemeinden im ländlichen Raum wichtig“, sagte Schwesig. Die Häuser könnten vielfach auch als Dorfgemeinschaftshäuser von Vereinen und Verbänden genutzt werden. „Das stärkt den sozialen Zusammenhalt vor Ort.“ Der Gebäudetyp sei gemeinsam mit Praktikern entwickelt worden. Darüber hinaus werden aus dem zweiten Feuerwehrprogramm weitere 32 Gemeinden beim Neubau und der Sanierung von Feuerwehrhäusern unterstützt.