Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich heute gegen die Bundesregierung gewandt, Leistungen für Familien und Kinder einzuschränken. „Bei den Familien zu sparen, ist der falsche Weg. Gerade in diesen Zeiten müssen Familien mit kleinen und mittleren Einkommen unterstützt werden. Mecklenburg-Vorpommern geht einen anderen Weg. Obwohl auch wir sparen müssen, hält unser Land an der beitragsfreien Kita fest“, erklärte die Ministerpräsidentin.
Konkret wandte sich Schwesig gegen die Pläne von Bundesfamilienministerin Prien, den Unterhaltsvorschuss nur noch für Kinder bis zum 15. Lebensjahr auszuzahlen. „Ich lehne die Kürzung des Unterhaltsvorschusses ab. Als Bundesfamilienministerin habe ich die Ausweitung von 12 auf 18 Jahre durchgesetzt, um die vielen alleinerziehenden Mütter und auch einige alleinerziehende Väter und ihre Kinder besser zu unterstützen. Beim Unterhaltsvorschuss zu kürzen, bestraft die Alleinerziehenden, die alles alleine stemmen und ihre Kinder. Das ist falsch“, sagte Schwesig.
„Der Staat sollte besser diejenigen, die sich vor dem Unterhalt drücken, konsequenter zur Verantwortung ziehen. Es kann nicht sein, dass sich viele Väter und auch einige Mütter aus der Verantwortung stehlen und am Ende zahlen die Kinder die Zeche. Der Staat muss sich das Geld von den Unterhaltspflichtigen holen und nicht bei den Kindern“, sagte die Ministerpräsidentin weiter.
Schwesig kritisierte auch Pläne zur Einschränkung des Elterngeldes: „Wir sollten junge Familien bei der Entscheidung für Kinder unterstützen. Das Elterngeld hat sich bewährt. Auch hier plant die Bundesregierung Kürzungen an der falschen Stelle.“