Backhaus: Meeresschutz geht alle an

Schwerin – Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern nimmt den Schutz der Ostsee sehr ernst. So hat das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt vor wenigen Tagen den Vorsitz der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee für zwei Jahre übernommen. „Wir werden diese Zeit nutzen, um den Meeresschutz weiter voranzubringen“, sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt.

Für einen effektiven Meeresschutz müssen die Umsetzungen der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, Wasserrahmenrichtlinie, FFH-Richtlinie und Vogelschutz­richtlinie besser miteinander verzahnt und die Kohärenz mit den Maßnahmen anderer Ostseeanrainerstaaten und der Helsinki-Kommission verbessert werden.

Die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie gibt zahlreiche Maßnahmen von der Produktgestaltung, über die kommunalen Vorgaben zur Plastikmüllvermeidung sowie der Umweltbildung, bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit zur Vermeidung des Mülleintrags vor. Derzeit wird eine Handlungsempfehlung für Touristiker und Kommunen erarbeitet. „Ich freue mich, dass bereits einige Kommunen aktiv geworden sind und beispielsweise Parchim auf dem Martinimarkt ab diesem Jahr oder auch Rostock bereits zum letzten Weihnachtsmarkt auf Kunststoff-Einweggeschirr verzichten“, lobte Backhaus.

Des Weiteren laufen seit langem Aufklärungsarbeiten seitens der Landesregierung. „Es gibt eine Broschüre, Flyer, eine Website und Landesaktionstage zum Thema Meeresmüll. Außerdem werden verschiedenste Schulprojekte durchgeführt“, erklärte Dr. Backhaus.

„Meeresschutz beginnt bei jedem einzelnen von uns. Wichtig ist, dass wir unser Konsumverhalten auf den Prüfstand stellen. Wir sollten auf Kunststoff verzichten, wo er unnötig ist, z.B. unverpackte Ware kaufen, aber auch sorgfältiger mit Kunststoffen umgehen, wie z. B. Mehrwegprodukte oder Pfandsysteme zu nutzen“, appellierte der Minister im Landtag.

In Mecklenburg-Vorpommern werden ca. 64 Müllteile/100 m Strand mit großen lokalen Unterschieden im Rahmen des Spülsaummonitorings gefunden. Sind es auf Hiddensee gerade mal 15 Müllteile/100 m Strand, sind es in Mukran fast 300 Müllteile/100 m Strand.

Land schließt Planungen für den Inselhafen Prerow ab

Prerow – Das Land Mecklenburg-Vorpommers hat die Planungen für den Inselhafen Prerow, die neue Seebrücke und den Fahrgastschiffanleger nahezu abgeschlossen. Nun soll das Genehmigungsverfahren für das Vorhaben beginnen. Heute stellte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus die Planungen in der Gemeinde Ostseebad Prerow vor.

„Es ist nun schon meine fünfte öffentliche Informationsveranstaltung hier in Prerow und ich freue mich, dass die Anforderungen der Nutzer und der Gemeinde in den Planungen so gut berücksichtigt werden konnten. Das ist auch ein Ergebnis eines umfassenden Beteiligungsprozesses noch vor Beginn der Planungen sowie vor Beginn des nun anstehenden Genehmigungsverfahrens und insofern beispielhaft“, so Minister Backhaus.

Auf der Veranstaltung wurde die neue breite Seebrücke mit mehreren Aufenthaltsbereichen, der Fahrgastschiffanleger und der geplante Inselhafen mit Liegeplätzen für den Seenot­rettungskreuzer, örtliche Fischer und schutzsuchende Sportboote vorgestellt. Insgesamt wird der Inselhafen neben den Liegeplätzen für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, Platz für 44 Boote und einen Notliegeplatz für größere Schiffe bieten.

Besonderes Interesse der Prerower Bürger bestand an dem Funktionsgebäude, von dessen Dachterrasse aus attraktive Aussichten auf die Küste und den Hafen möglich sein werden sowie an dem geplanten Fahrgastschiffanleger. Der höhenverstellbare Anleger soll in den Wintermonaten in eine Warteposition weit über dem Wasser gefahren werden, um das Risiko einer erneuten Beschädigung des Anlegers deutlich zu verringern.

Inselhafen, Seebrücke und Fahrgastschiff-Anleger werden in das Eigentum des Landes MV übernommen, das diese Bauwerke auch betreiben und unterhalten wird. Geplant sei aber eine angemessene Beteiligung der Gemeinde Prerow an den Betriebs- und Unterhaltungs­kosten der Seebrücke über ein jährliches Nutzungsentgeld, so der Minister.

Teil der Planungen ist auch der Rückbau des Nothafens in der Kernzone des Nationalparks und die Renaturierung des Ottosees. Diese Renaturierung bildet auch den naturschutzrecht­lich erforderlichen Ausgleich für den Neubau des Inselhafens und der Seebrücke. Somit enden dann in absehbarer Zeit – wie im Nationalparkplan vorgesehen – auch die umstrittenen Baggerungen und der Betrieb des Nothafens in der sensiblen und naturschutzrechtlich geschützten Kernzone des Nationalparks.

Nun strebt das Land die Genehmigung des Vorhabens an. Das Genehmigungsverfahren – in diesem Fall ein Planfeststellungsverfahren soll in diesem Frühjahr beginnen und im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein. In diesem Verfahren wird es nochmals eine Beteiligung der Gemeinde und der Öffentlichkeit zu den Planungsinhalten geben. Die Pläne und Erläuterungen zum Vorhaben werden öffentlich ausgelegt.

Der Baubeginn ist Ende 2020 vorgesehen. Eine erste Teilinbetriebnahme, d.h. der Umzug des Seenotrettungskreuzers und der Fischer, ist für Herbst 2021 vorgesehen. Danach soll der Nothafen am Darßer Ort zurückgebaut und der Ottosee renaturiert werden.

„Unser Ziel ist es, dass Seebrücke, Inselhafen, Funktionsgebäude und Fahrgastschiffanleger zur Saison 2022 vollständig fertiggestellt sind und das Vorhaben dann neue Impulse für die weitere touristische Entwicklung Prerows setzen wird“, sagte Minister Backhaus, der das Vorhaben seit vielen Jahren vorantreibt.

MV übernimmt Vorsitz bei der Zusammenarbeit zum Meeresschutz

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern übernimmt am 1. April 2019 für zwei Jahre den Vorsitz in der Arbeitsgemeinschaft des Bundes und der Küstenländer zum Schutz der Nord- und Ostsee (BLANO).

„Nur gemeinsam und in enger Kooperation mit den anderen Anrainerstaaten der Meeresregionen werden wir diese Generationenaufgabe bewältigen. Als besonders wichtig sehe ich es an, die Kräfte zu bündeln und die verschiedenen Aktivitäten sinnvoll zu verteilen und somit Doppelarbeiten zu vermeiden“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Während der Vorsitzzeit Mecklenburg-Vorpommerns soll das gemeinsame deutsche Programm des Bundes und der Küstenländer zur Umwelt-Überwachung von Nord- und Ostsee aktualisiert und der EU-Kommission gemeldet werden. Darüber hinaus soll das Maßnahmenprogramm aus der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) überarbeitet werden.

„Das politische Ziel der MSRL, die Meeresgewässer bis zum Jahr 2020 wieder in einen guten Zustand zu versetzen, wird insbesondere für ein Gewässer wie der Ostsee nicht so schnell zu erreichen sein. Die Ostsee braucht aufgrund seines Binnenmeer- und Beckencharakters für einen kompletten Wasseraustausch mehr als 30 Jahre. Damit sind die Belastungen mit Nähr- und Schadstoffen aus den vergangen Jahrzehnten mit dem Beginn des Maßnahmenprogramms vor drei Jahren natürlich noch lange nicht zurückgefahren. Die Umweltziele stellen den Weg dar, den wir jetzt konsequent Schritt für Schritt weitergehen müssen und wollen“, so Backhaus.

„Es sind aber nicht nur die großen Dinge wie die internationale Berufsschifffahrt und die europäischen Agrar- und Fischereipolitiken, die auf dem Prüfstand stehen und umweltgerechter gestaltet werden müssen. Meeresschutz fängt im Binnenland bei jedem einzelnen Bürger an. Wir arbeiten hart daran, dass weniger Düngemittel und Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft in die Gewässer gelangen. Jeder Einzelne sollte dieses aber auch in seinem eigenen Garten beherzigen“, sagte er weiter. Die Nährstoffeinträge des Landes Mecklenburg-Vorpommerns in die Ostsee beliefen sich derzeit auf rund 290 Tonnen Phosphor und rund 10.000 Tonnen Stickstoff pro Jahr (mehrjähriges Mittel).

„Auch Medikamentenreste gehören nicht in die Toilette, sondern höchstens in den Restmüll, sollten aber wenn möglich zurück in die Apotheke gegeben werden“, unterstrich Minister Backhaus. Schon bei der Produktauswahl könnten Konsumenten Plastik-Abfälle, reduzieren, indem sie sich für Produkte mit geringem Verpackungsanteil entscheiden.

Der Großteil des Mülls an und in der gesamten deutschen Ostsee besteht aus Plastik. Der meiste Meeresmüll (70 Prozent) stammt von Land. Strandmüll besteht neben den größeren Fundstücken zu 30 Prozent aus kleinen Plastikfragmenten, wie Kunststoffbruchstücke und -folienfetzen. Allein 9 Prozent des Strandmülls sind Zigarettenstummel. Es folgen Plastikdeckel und-verschlüsse, zum Beispiel von Getränkeflaschen mit ca. 6,4 Prozent. Das hat das seit 2012 laufende Spülsaum-Monitoring des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) ergeben.

„Der Müll ist nicht nur eine Gefahr für Seevögel, Fische und andere Meerestiere, die eines qualvollen Todes sterben, wenn sie Plastikteile mit ihrer natürlichen Nahrung verwechseln oder sich im Müll verheddern. Reichert sich die Ostsee mit Mikroplastik an und wird von Meeresorganismen aufgenommen, so gelangt es darüber auch in die menschliche Nahrungskette. Hinzu kommen Schäden an der Fischereiausrüstung oder Schiffen, hohe Kosten für die Strandreinigung und das optische Ärgernis“, betonte Backhaus.

Hintergrund

Die BLANO hat die Aufgabe, die internationalen und europäischen Anforderungen an den Schutz der deutschen Nord- und Ostseegewässer gemeinsam und ambitioniert voranzutreiben und umzusetzen. Dabei steht die Erreichung der Umweltziele nach der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) an oberster Stelle. Diese Arbeiten müssen eng mit den Aktivitäten anderer EU-Richtlinien (Wasserrahmen-Richtlinie, Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie, Vogelschutzrichtlinie), den Arbeiten unter dem Helsinki-Übereinkommen zum Schutz der Ostsee (HELCOM) und dem Oslo-Paris-Übereinkommen (OSPAR) abgestimmt werden.

Ostseeaktivitäten der Landesregierung MV

Intelligente Spezialisierungen begünstigen Standortpolitik

Schwerin – Die Landesregierung nimmt jährlich gegenüber dem Landtag Stellung zu ihren Ostseeaktivitäten. Das Land fördert durch zahlreiche Mechanismen Innovationen im Bereich Forschung und Entwicklung. Intelligente Spezialisierungen können zu einer dynamischen Entwicklung des Ostseeraumes beitragen.

Mecklenburg-Vorpommern übernimmt hier eine sehr aktive Rolle. Lösungen und Ideen aus dem Land können demnach eine Strahlkraft in den gesamten Ostseeraum entfalten. Eng damit verknüpft ist die Weiterentwicklung innovativer Digitalisierungsansätze für die Wirtschaft sowie für die Aus- und Weiterbildung. Aktuelle Digitalisierungsvorhaben im Schul- und Berufsschulbereich können hier beispielgebend sein. Grundvoraussetzung dafür ist aber weiterhin ein Vorankommen beim flächendeckenden Breitbandausbau, damit alle Regionen im Land die Möglichkeiten haben, die Digitalisierung zu nutzen.

Im Bereich Migration und Integration engagiert sich Mecklenburg-Vorpommern weiterhin, um dem anhaltenden Migrationsdruck begegnen zu können.

Ein ständiges Ziel aller Ostseeanrainerstaaten ist ein guter und sauberer Zustand der Ostsee, der nur durch gemeinsame Strategien der Ostseeanrainer zu erreichen ist. Mecklenburg-Vorpommern hat bereits den EU-weit gültigen Stand der Technik bei der Abwasserbehandlung beziehungsweise übertrifft ihn sogar. Des Weiteren können alle Schiffe im Land ihre Abfälle in entsprechende Auffanganlagen einbringen. Die Kosten dafür sind schon mit der Hafenliegegebühr abgegolten. Dieses sogenannte No-Special-Fee-System ist wichtig, um den Schiffen keinen Anreiz für eine illegale Entsorgung zu geben. Auch in der Bekämpfung von Meeresmüll ist unser Bundesland sehr aktiv. Das Aufkommen von Meeresmüll an den Stränden wird regelmäßig nach einheitlichen Vorgaben erfasst und ausgewertet. In Projekten und auf Veranstaltungen wird auf das Thema Meeresmüll aufmerksam gemacht.

„Die Ostseeregion ist heute eine der am stärksten entwickelten Regionen Europas, dies sollten wir Ostseeanrainerstaaten als Chance nutzen. Deshalb ist es für uns auch künftig eine Verpflichtung, die ökonomischen, sozialen, kulturellen und touristischen Entwicklungen in unserer Nachbarschaft zu fördern. Schon die aufgeführten Beispiele zeigen, wie vielfältig die Ostseezusammenarbeit ist, denn die Herausforderungen können wir nur gemeinsam mit den Nachbarstaaten meistern. Mit dem Landtag Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine hervorragende Zusammenarbeit und das Land wird auch weiterhin ein verlässlicher und aktiver Partner in der Region sein“, resümiert Lorenz Caffier.

Die Stellungnahmen der Landesregierung zur Umsetzung der Resolutionen des 16. Parlamentsforums Südliche Ostsee und der 27. Ostseeparlamentarierkonferenz werden nach der Beschlussfassung im Kabinett am 26.03.2019 dem Landtag übersandt.

Estland-Besuch: Greifswald und Tartu vernetzen Gründerszene

Tartu – Am dritten und letzten Tag ihres Estland-Besuchs war die Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern mit Digitalisierungsminister Christian Pegel an der Spitze in Tartu. Die Hansestadt verbindet eine Städtefreundschaft mit Greifswald. Die Universitäten beider Städte zählen zu den ältesten des Ostseeraums.

Im Rathaus von Tartu haben die Oberbürgermeister von Greifswald und Tartu eine Absichtserklärung zur künftigen engeren Zusammenarbeit unterzeichnet. Die Witeno GmbH aus Greifswald, der Wissenschaftspark Tartu und der Biotechnologiepark Tartu fördern in diesem Zusammenhang den Austausch von Start-ups beider Regionen. Bereits im November werden junge estnische Gründer zum Digitalisierungsfestival nach Mecklenburg-Vorpommern reisen. Im Januar folgt der Gegenbesuch beim „Start-up-Day“ in Tartu.

„Tartu bezeichnet sich selbst als die ‚sTARTUp-City‘ Estlands. Vernetzt und digital wird dort das neue Gründer- und Unternehmertum gelebt“, sagt Christian Pegel. Auch für ein innovatives digitales Mecklenburg-Vorpommern sei die intensive Vernetzung mit dem Ostseeraum wichtig. „Mit der heutigen Unterzeichnung der Absichtserklärung wollen wir den Austausch der jungen Gründerszene fördern und nehmen gleichzeitig spannende Impulse mit zurück nach M-V“, sagte er weiter.

„Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit Greifswald, um den innovativen Ostseeraum über seine Grenzen hinaus bekannt zu machen“, so Tartus Oberbürgermeister Urmas Klaas. Sein Greifswalder Amtskollege Dr. Stefan Fassbinder sagte: „Die wirtschaftliche Entwicklung von Greifswald profitiert von den Potenzialen der Universität und ihrer Ausgründungen. Ich bin davon überzeugt, dass die internationale Zusammenarbeit uns alle weiterbringt. Aus diesem Grund haben wir heute diese Vereinbarung unterzeichnet.“ Weiter sagte der Greifswalder OB: „Wir haben verabredet, dass die Innovationszentren in einen engeren Austausch miteinander treten. Begegnungen von Start-ups sollen gefördert werden. Dafür haben wir heute zwei konkrete Termine ausgemacht.“

Wolfgang Blank, Geschäftsführer des Greifswalder Wissenschafts + Technologieparks Witeno sagte: „Ähnlich wie in Greifswald gründen sich die meisten Start-ups in Tartu im Umfeld der Universität. Wir wollen von den langjährigen Erfahrungen Tartus lernen und ein wenig Gründergeist vom führenden Start-up-Land Europas mit nach Hause nehmen.“

„Beeindruckend war die Leichtigkeit, mit der die Esten an das Thema Digitalisierung herangehen. Viele meiner Gesprächspartner haben erwähnt, dass die Umsetzung einer digitalen Gesellschaft keine Frage der Technik ist, sondern ein Umdenken in der Gesellschaft erfordert. Es gilt, diese Herangehensweise der Esten mitzunehmen und auf unser Land zu übertragen“, zog Prof. Lars Kaderali, Leiter des Institutes für Bioinformatik in Greifswald, ein Fazit der Reise nach Estland.

Zweite Sturmflut in 2019 – Backhaus warnt vor Steilküstenabbrüchen

Schwerin – „Auch von der zweiten Sturmflut diesen Jahres geht keine Gefahr für die durch die Küstenschutzanlagen gesicherten Ortschaften des Landes aus“, betonte der zuständige Minister Dr. Till Backhaus heute in Rostock-Warnemünde, wo er sich von der Situation vor Ort ein Bild machte.

„Die Dünenabtragungen der Sturmflut vom 2. Januar haben den Strand und Vorstrandbereich mit Sand aufgefüllt. Dadurch wird die Energie der auf den Strand laufenden Wellen bereits vor Erreichen des Dünenfußes abgebaut. Da zudem die Wasserstände geringer sind, wird es höchsten lokal zu weiteren geringen Dünenabtragungen kommen. An den Steilufern sind erneute Abbrüche möglich. Von Sparziergängen in diesen sensiblen Bereichen rate ich daher dringend ab“, sagte er weiter.

Nach aktueller Einschätzung werden die Höchstwasserstände etwa 50 cm niedriger ausfallen als bei der Sturmflut am 2. Januar. In Wismar steht der Pegel derzeit bei 135 cm, in Warnemünde 110 cm und in Greifswald 100 cm über Mittelwasser. Sie liegen damit in der Größenordnung der Sturmflutvorhersage des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrologie Momentan stagnieren oder fallen die Wasserstände. Die Sperrwerke in den Hochwasserschutzanlagen sind geschlossen.

Durch die bisherigen zwei Sturmfluten in 2019 sind an allen Küstenabschnitten Dünenausräumungen und Steiluferrückgänge zu verzeichnen. „Insgesamt kann aber eingeschätzt werden, dass die Rückgänge nicht die Werte der Sturmflut von 2017 erreicht haben, obwohl die eingetretenen Wasserstände, deren Dauer und die Seegangsbelastung etwa gleich waren. Das dürfte insbesondere daran liegen, dass der bei der Sturmflut 2017 aus den Dünen und Steilufern umgelagerte Sand noch in erheblicher Größenordnung im ufernahen Bereich vorhanden war und dadurch die Belastung reduziert wurde“, erklärte Minister Backhaus.

Die größten Rückgänge an den von den Mitarbeitern der Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt kontrollierten Landesküstenschutzdünen seien an den Dünen in Schwarzer Busch auf Poel, in Rerik, in Ahrenshoop, Prerow, Göhren und Lubmin festgestellt worden. „Die Ausräumungen betragen lokal bis zu 8 Metern. Damit verbunden sind Dünenkliffs von bis zu 4 Metern Höhe. Die Ämter werden die Kliffs mit mehr als 2 Metern Höhe an den Landesküstenschutzdünen zur Gefahrenabwehr abböschen“, so Minister Backhaus.

Dünenabschnitte mit starkem Abtrag würden vermessen (Schwarzer Busch, Rerik, Börgerende, Hohe Düne, Markgrafenheide, Graal-Müritz, Neuhaus, Dierhagen bis Wustrow, Ahrenshoop (Westdarß), Lubmin, Göhren, Koserow, Stubbenfelde/Kölpinsee). Aufgrund der insgesamt geringeren Umlagerungen sei eine Laserscanbefliegung, wie nach der Sturmflut 2017 erfolgt, diesmal aber nicht angezeigt.

Sinn der Vermessungen sei es festzustellen, ob die Dünen noch einen Verschleißteil aufweisen oder dieser bereits vollständig umgelagert ist. „Die Dünen werden extra mit diesem Verschleißteil gebaut, damit sie bei Sturmfluten Sand in den Strand und Vorstrandbereich abgeben können. So wird den Wellen während der Sturmflut die Kraft genommen und anschließend steht der Sand zur Speisung des küstenparallelen Sedimenttransportes bereit. Anderenfalls würde der Strand schmaler und der Vorstrand tiefer und bei der nächsten Sturmflut kämen größere Wellen bis zu den Dünen und könnten diese durchbrechen“, erklärte der Minister das Funktionsprinzip.

Insgesamt beträgt das Sedimentdefizit an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns ca. 500 000 Kubikmeter pro Jahr. Diese Menge muss der Küste regelmäßig durch Aufspülungen künstlich zugeführt werden.

Sturmflut knabberte teilweise erheblich an den Küstenschutzdünen

Schwerin – Im Ergebnis der gestrigen Sturmflut, die hinsichtlich Stärke und Folgen mit den Sturmfluten von 1995 und 2017 vergleichbar ist, ist es an fast allen Dünen an der Landesküste Mecklenburg-Vorpommerns zu Abtragungen gekommen. Teilweise haben die Dünen bis zu zehn Meter an Breite verloren. Nach erster Inaugenscheinnahme durch die Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt konnten Dünenabschnitte mit akutem Handlungsbedarf noch nicht festgestellt werden.

Vielerorts entstanden Dünenkliffs mit örtlich bis zu fünf Meter Höhe. „Ich warne ausdrücklich davor, diese Strandabschnitte sowie die Steilküsten zu betreten“, sagte Umweltminister Dr. Till Backhaus. „Diese sind sehr instabil. Die Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt werden unverzüglich mit der Abböschung der Dünen beginnen. Es wird aber mehrere Tage dauern, bis die Gefahrenstellen beseitigt sind.“

Ebenso werden die StÄLU nach Rückgang des Wassers die Küstenschutzdünen dahingehend prüfen, ob eine fundiertere Bewertung mittels genauerer Vermessungen notwendig sein könnte. Alle Landesküstenschutzdünen werden mit einem sogenannten Verschleißteil gebaut. Dieser wird benötigt, damit die Dünen der so genannten Bemessungsflut widerstehen können. Er kompensiert die Sedimentverluste des Küstenrückgangs. Wenn er vollständig aufgezehrt ist, besteht akuter Aufspülbedarf. Aktuell wird aber davon ausgegangen, dass bei keiner Landesküstenschutzdüne besagter Verschleißteil bereits vollständig aufgebraucht ist.

Landesküstenschutzdünen sind nur diejenigen Dünen, die vom Land zum Schutz der im Zusammenhang bebauten Gebiete vor Überflutung oder Küstenrückgang unterhalten werden. Andere Küstenabschnitte werden der Natur überlassen. So wurde bei Markgreifenheide die Düne Rosenort vor dem Heiligen See nach der Fertigstellung der Eindeichung von Markgrafenheide im Jahre 2006 aus dem Bestand der Landesküstenschutzdünen genommen. Während der Sturmflut wurde sie jetzt auf ca. 100 Meter überspült. Damit ist erstmals seit Jahrzehnten wieder ein Salzwassereinstrom in den Heiligen See erfolgt.

Stralsunder Unternehmen ausgezeichnet

Stralsund – Das Stralsunder Unternehmen Ostseestaal erhält in diesem Jahr den Europäischen Solarpreis in der Kategorie „Transport und Mobilität“. Die europäische Vereinigung für erneuerbare Energien Eurosolar prämiert das Unternehmen damit für die Entwicklung und den Bau der Elektro-Solar-Autobinnenfähre „Sankta Maria II“. Die Fähre verkehrt aktuell auf der Mosel zwischen Deutschland und Luxemburg und kann bis zu sechs Personenwagen und 45 Passagiere an Bord nehmen.

Landesenergieminister Christian Pegel gratuliert herzlich zur Auszeichnung: „Die Verleihung des Europäischen Solarpreis belohnt das lange Engagement des Unternehmens, die erneuerbaren Energien in der Berufsschifffahrt zu etablieren. Der rundum emissionsfreie Antrieb der Fähre auch mit Stromgewinnung über Solarmodule ist wegweisend für die Schifffahrt. Ostseestaal stellt so einmal mehr unter Beweis, dass Innovationen made in M-V das Zeug dazu haben, den bundes-, europa- und weltweiten Markt zu erobern und gar zum Technologieführer zu avancieren.“

Eurosolar wurde 1988 gegründet, um die Etablierung der erneuerbaren Energien in Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen. Seit 1994 zeichnet sie Akteure, die die Energiewende in Europa aktiv voranbringen, mit dem Europäischen Solarpreis aus. Insgesamt gibt es neun Preiskategorien sowie die Solarpreis-Plakette für außerordentliche bauliche Leistungen im Bereich Erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Die Preisverleihung 2018 findet am 17. November in Bonn statt.

Neues Schiff stärkt maritime Forschung an der Universität Rostock

Land und Universität finanzieren Vorhaben mit insgesamt 1,1 Millionen Euro

Rostock – Die Universität Rostock freut sich auf ein neues Forschungsschiff. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die vom Department Maritime Systeme der Interdisziplinären Fakultät der Universität Rostock geplante Anschaffung eines Forschungskatamarans empfohlen. Nachdem die wissenschaftlichen und technischen Qualitätsstandards erbracht worden sind, steht der gemeinsamen Finanzierung des rund 1,1 Mio. Euro teuren Katamarans durch die Universität Rostock und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur nichts mehr im Wege. Der Katamaran ist das einzige Forschungsschiff in Mecklenburg-Vorpommern, das den Einsatz von großem Forschungsgerät im Flachwasser der Ostseeküste ermöglicht.

„Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland mit der längsten Küstenlinie. Die Meeresforschung spielt bei uns eine große Rolle“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Die Universität Rostock zählt zu den wichtigen Einrichtungen, an der der Wandel dieses großen Ökosystems seit vielen Jahren untersucht wird. Mit dem Forschungskatamaran erhalten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gute Arbeitsbedingungen“, so die Ministerin. Unter der Leitung des Departments Maritime Systeme kann nun mit dem Bau begonnen und so die maritime Expertise weiterentwickelt werden.

„Das neue Schiff versetzt uns in die Lage, unsere Küstenforschung insbesondere im wenig untersuchten Flachwasserbereich deutlich zu intensivieren“, unterstreicht der Leiter des Departments, Professor Martin Benkenstein, die Vorteile des neuen Forschungsschiffes. Geplant ist eine gemeinsame Nutzung des Katamarans durch die vier maritim ausgerichteten Hochschulen des Landes sowie weiterer Institutionen, die sich mit der Küstenforschung im Flachwasserbereich auseinandersetzen. Durch diese Kooperation wird nicht nur die Wirtschaftlichkeit der Anschaffung gesichert, sondern auch die Zusammenarbeit innerhalb der maritimen Forschung des Landes gefestigt und verbessert.

„Schon die erfolgreiche Antragstellung zeigt sehr schön, dass die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachrichtungen am Department Maritime Systeme einen deutlichen Vorteil bietet“, ist sich der Prorektor für Forschung und Transfer der Universität Rostock, Professor Udo Kragl, sicher. Das Land stellt Investitionsmittel in Höhe von 680.000 Euro zur Verfügung. Den verbleibenden Finanzierungsbedarf von etwa 380.000 Euro sichert die Universität Rostock aus eigenen Mitteln.

Der Forschungskatamaran soll sich an die wechselnden Wetterverhältnisse anpassen können und die Probenentnahme, die Kartierung der Lebensräume und die Erfassung der Strömungsverhältnisse an der Ostseeküste ermöglichen. So kann die interdisziplinäre Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung sowie die Qualität der Hochschulausbildung in Mecklenburg-Vorpommern verstärkt werden. Das neue Schiff wird Forschungen zu den dringenden Fragen unserer Zeit erlauben: Wie wirkt sich der Klimawandel auf unsere Küstenbereiche aus? Welche neuen Technologien eignen sich für die veränderten Umweltverhältnisse?

Bereits seit 1979 sind die Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns mit dem Forschungskutter GADUS der Universität Rostock erfolgreich erforscht worden. Mit der GADUS konnten neue wissenschaftliche Erkenntnisse – sowohl über das Ökosystem Ostsee als auch für die Entwicklung von Technologien – gewonnen werden. Und auch für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses waren Ausfahrten mit der GADUS wichtig. Im Jahr 2013 musste die GADUS dann jedoch altersbedingt stillgelegt werden.

Minister: Nachhaltige Aquakultur in M-V ausbauen

Rostock – „Die Aquakultur führt in Deutschland leider noch ein absolutes Schattendasein. Bei Fisch und aquatischen Produkten sind wir aktuell in hohem Maße abhängig von außereuropäischen Importen; der Selbstversorgungsgrad in diesem Bereich liegt in Deutschland bei nur 12 Prozent. Die aktuelle deutsche Aquakulturproduktion deckt mit 0,4 Prozent sogar nur einen Bruchteil der Nachfrage ab. In Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit lediglich 1.300 Tonnen Fisch pro Jahr in Aquakultur aufgezogen.“ Das berichtete Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus heute in Rostock auf dem „Dialogforum Aquakultur“ mit Teilnehmern aus dem Leningrader Gebiet, aus Kasan und aus Tatarsan zum „3. Unternehmertag Russland in MV“.

Dabei steige die Nachfrage nach Nahrungsmitteln aus Aquakultur nicht nur In Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland, sondern weltweit. Die Weltmeere seien im Höchstmaß genutzt und zum Teil überfischt, der klassische Fischfang – auch aufgrund restriktiver Fangquoten – rückläufig. Fisch sei zudem zunehmend mit Mikroplastik oder anderen Rückständen belastet.

„Vor diesem Hintergrund ist die Aquakultur zu einem globalen Markt mit erheblichem Wachstumspotential geworden. International betrachtet ist die Aquakultur einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaftszweige der Nahrungsmittelerzeugung“, so Backhaus.

In der weltweiten Aquakulturerzeugung betrug der Produktionszuwachs zwischen 2006 und 2016 im Mittel 3,2 Millionen Tonnen pro Jahr. Laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) verfünffachte sich die Aquakulturerzeugung weltweit seit 1990 auf rund 67 Millionen Tonnen je Jahr. Hält das rasante Wachstum der Aquakulturbranche – vor allem in Asien, aber auch in Norwegen – an, so könnte sie FAO zufolge den klassischen Fischfang bis 2022 eingeholt haben.

„Der Pro-Kopf-Verbrauch an Fisch liegt in Deutschland bei rund 15 Kilogramm im Jahr; Aquakultur deckt davon bisher ein Viertel ab“, berichtete Backhaus weiter. 1,3 Millionen Tonnen Aquakulturerzeugnisse werden jährlich nach Deutschland importiert. Hauptlieferant mit 1,1 Millionen Tonnen ist Norwegen – das Land liefert hauptsächlich Zuchtlachs. Zweitwichtigster Lieferant mit 530.000 Tonnen pro Jahr ist China.

„Hier erschließt sich ein riesiger Markt, an dem Mecklenburg-Vorpommern partizipieren kann. Wenn es uns gelänge, nur 1 Prozent der von Deutschland importierten Aquakulturerzeugnisse in MV zu produzieren, wären das jährlich 13.000 Tonnen – zehnmal soviel wie heute“, sagte er.

Seit 2010 habe Mecklenburg-Vorpommern allerdings lediglich eine Summe von 4 Millionen Euro Förderung an Unternehmen der Aquakultur ausgezahlt und damit Investitionen in Höhe von 8 Millionen Euro ausgelöst. „Das ist eindeutig zu wenig“, kritisierte der Minister. Das Land unterstütze außerdem Pilotprojekte zur Aquakultur an der Universität Rostock und am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie. „Es ist der erklärte Wille der Landesregierung, den Ausbau der nachhaltigen Aquakultur voranzutreiben und den Anteil der Eigenversorgung mit Fisch zu erhöhen“, unterstrich er.

Backhaus brach eine Lanze für die in MV praktizierte nachhaltige Kreislauftechnologie in der Aquakultur: „Mit modernen kreislaufanlagen lassen sich Umweltprobleme vermeiden, die bei den gängigen Netzgehege-Anlagen und Teichen noch auf der Tagesordnung stehen.“ Kreislaufanlagen schonten Wasserressourcen, seien witterungsunabhängig und hygienisch zu betreiben und kämen gänzlich ohne Antibiotika aus. „Zusammen mit dem Institut für Fischerei der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei haben wir inzwischen 30 Standorte im ganzen Land identifiziert, die für die Errichtung von Kreislaufanlagen geeignet sind. Nun gilt es für uns, Investoren zu gewinnen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch durch unsere länderübergreifende Zusammenarbeit gelingt, die nachhaltige Aquakultur in Mecklenburg-Vorpommern weiter voranzutreiben“, schloss der Minister.

Heringsquote sinkt 2019 nochmals um 48 Prozent

Schwerin – Fischer dürfen im kommenden Jahr in der westlichen Ostsee deutlich weniger Heringe fangen als 2018. Für den dortigen Heringsbestand sinkt die Fangmenge um 48 Prozent, bezogen auf die Fangquote des Jahres 2018. Darauf haben sich am Montagabend die Fischereiminister der EU-Staaten geeinigt. Das vom Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) für den Heringsbestand der westlichen Ostsee im Juni zunächst empfohlene Fangverbot für deutsche Heringsfischer in der Ostsee ist damit vom Tisch. „Ich bin sehr erleichtert, dass ein Fangstopp für den Hering in der westlichen Ostsee abgewendet wurde“, erklärte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. „Allerdings ist die erneute Absenkung der Quote den Fischern schwer zu vermitteln, zumal sie sich in der Vergangenheit strikt an die ihnen auferlegten Fangvorgaben gehalten haben“, sagte der Minister weiter.

Ausschlaggebend für die erneute Reduzierung der Fangmengen beim Hering in der westlichen Ostsee ist die Neubewertung des Bestandes erwachsener Tiere – der so genannten Laicher-Biomasse – durch den Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES). Der ICES geht von einer durch Umwelteinflüsse erheblich zurückgegangenen Nachwuchsproduktion aus. Bereits im Jahr 2018 war die Quote um 39 Prozent im Vergleich zu 2017 gesenkt worden.

„Für Mecklenburg-Vorpommern verbleiben als Fangquote somit noch 2.990 t. Das ist lediglich ein gutes Drittel der durchschnittlichen Fangmengen der Jahre 2013 bis 2017 – nämlich ca. 36 Prozent. Das wird sich für etwa 100 Betriebe wirtschaftlich erheblich auswirken“, so Backhaus.

Für den Dorschbestand der westlichen Ostsee steigt durch die Quotenregelung für 2019 die Fangmenge um 70 Prozent. In der östlichen Ostsee hingegen sinkt sie um 15 Prozent.

Durften in M-V 2013 noch rund 1.300 Tonnen Westdorsch gefangen werden, so sind es aufgrund der erheblichen Fangeinschränkungen von 2013 bis 2018 im Jahr 2019 lediglich noch 613 Tonnen. „Beim westlichen Dorsch ist jedem bewusst, dass die aktuelle Bestandserholung auf den sehr starken 2016er Jahrgang zurückgeht. Dennoch ist der jetzt erzielte Kompromiss ein Schritt in die richtige Richtung. Denn die Fangmenge befindet sich immer noch auf einem historisch niedrigen Niveau“, erklärte der Minister.

Allerdings hätte selbst eine Verdopplung der jetzt festgelegten Fangmenge keineswegs die Bestandserholung beim Westdorsch gefährdet. Vielmehr wäre nach Auffassung der Wissenschaftler des Thünen-Institutes für Ostseefischerei dann immer noch eine Zunahme der Laicher-Biomasse um 60 Prozent zu erwarten gewesen. Sie läge auch dann noch deutlich höher als vom Mehrjahresplan für die Ostsee vorgegeben.

Angler dürfen in der westlichen Ostsee im Jahr 2019 ganzjährig 7 Dorsche pro Tag und Angler anlanden. Dieses gilt auch während der Monate Februar und März und stellt gegenüber dem Jahr 2018 eine deutliche Verbesserung dar. Die Tagesfangbegrenzung für die Freizeitfischerei hatte vor allem bei touristisch wichtigen geführten Angelfahrten zu erheblichen Einbußen geführt. „Es ist sachgerecht, die Tagesfangbegrenzung für Dorschangler an die Entwicklung der Dorschquoten für die Erwerbsfischerei zu koppeln. An diesem Ansatz muss weiter mit Nachdruck gearbeitet werden“, so Backhaus.

Um den Fischereiunternehmen mittelfristig eine Anpassung an die neue Situation zu ermöglichen, sollten die vom Bund, dem Land und der EU bereits 2017 und 2018 ausgereichten Stillliegeprämien möglichst bis 2021 ausgereicht werden, forderte Minister Backhaus. Hierzu bedürfe es weiterer Verhandlungen mit dem Bund und der EU-Kommission. Für 2019 scheine die Prämierung gesichert; bedürfe aber noch der Zustimmung der Kommission.

Im Jahr 2018 wurden an 83 Unternehmen der Heringsfischerei 2,1 Mio. Euro ausgereicht. An 53 Dorschfangbetriebe wurden 2018 Prämien in Höhe von 381.000 Euro ausgereicht

„Die zähen Verhandlungen zeigen, dass sich die Beteiligten ihre Entscheidung nicht leicht gemacht haben. Die neuen Quoten werden dazu beitragen, dass sich die Herings- und Dorschbestände erholen können. Nur dann hat die Fischerei eine wirtschaftliche Perspektive“, unterstrich der Minister.

Die erheblichen jährlichen Quotenschwankungen zeigten jedoch auch, dass der seit 2016 wirkende Managementplan für die Bestände von Dorsch, Hering und Sprotte in der Ostsee nicht zu einer grundlegenden Verbesserung der Planungssicherheit für den Fischereisektor geführt habe. Hier müsse durch den Einbau eines Stabilitätselementes nachgesteuert werden, so der Minister.

Die wissenschaftliche Neubewertung des Heringsbestandes der westlichen Ostsee hatte dazu geführt, dass allen MSC-zertifizierten Fischereien auf diesen Bestand das Zertifikat entzogen wurde. Allerdings verweist das Thünen-Institut für Ostseefischerei darauf, dass neuere wissenschaftliche Betrachtungen zu einer positiveren Bewertung des Bestandes durch den ICES und damit zu einer baldigen erneuten MSC- Zertifizierung führen könnten. „Daran sollte jetzt mit Nachdruck gearbeitet werden. Das MSC-Siegel würde die Vermarktung der verbliebenen Fänge zu guten Preisen erheblich vereinfachen“, betonte Dr. Backhaus. Jetzt komme es darauf an, für die verbleibenden Fangmengen die bestehenden Vermarktungsmöglichkeiten, wie sie auch das Fischbearbeitungszentrum in Sassnitz Mukran bietet, effektiv zu nutzen. „Hier sehe ich eine besondere Verantwortung der Fischereierzeugerorganisationen des Landes und der Fischverarbeitungsindustrie, die hohe Wertschöpfung für das Naturprodukt vom Fang bis zur Erstverarbeitung im Lande aufrechtzuerhalten“, sagte der Minister.

ROSTOCK CRUISE FESTIVAL eröffnet

Rostock – Premiere in Mecklenburg-Vorpommern: Wirtschaftsminister Harry Glawe und der Oberbürgermeister von Rostock, Roland Methling, haben am Freitag das erste ROSTOCK CRUISE FESTIVAL in der Hansestadt eröffnet. „Wenn wir Rostock als Kreuzfahrtdestination im nationalen und internationalen Vergleich weiter stärker in den Fokus rücken wollen, dann brauchen wir neuen Formen der Vermarktung. Das Festival gehört dazu. Es ist eine gute Möglichkeit, vor allem auch außerhalb der Hauptsaison auf Mecklenburg-Vorpommern und im Besonderen auf Rostock aufmerksam zu machen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Rostock.

Das ROSTOCK CRUISE FESTIVAL soll künftig abwechselnd alle zwei Jahre mit den Hamburg Cruise Days mit einem maritimen Programm für die ganze Familie zwischen Kaikante und Warnemünder Ostseestrand stattfinden. „Kreuzfahrtschiffe faszinieren immer wieder die Besucher unseres Landes und insbesondere in Warnemünde, wo man ganz nah beim Ein- und Auslaufen der Schiffe dabei sein kann“, so Glawe weiter. Die Anläufe haben sich in den vergangenen Jahren nahezu verdoppelt (2008: 115 Anläufe, 2018: 205 Anläufe), die Passagierzahlen in diesem Zeitraum sogar verdreifacht (2008: 172.000 Passagiere; 2017: 642.000 Passagiere). 2018 werden 43 Kreuzfahrtschiffe in Rostock erwartet.

„Der Kreuzfahrttourismus ist ein junger, wachsender Markt im Land. Wichtig sind dabei für uns besonders die Tagesausflügler. Das Ziel muss sein, dass die Kreuzfahrtgäste idealerweise ihren nächsten Urlaub dann komplett im Land verbringen würden“, so Glawe weiter. „Die Kreuzfahrthäfen unseres Landes erfahren ähnliche Impulse wie Rostock. Der gesamte Kreuzfahrtmarkt ist im Aufwind und bringt erhebliche Potentiale mit sich. Wir werden weiter in die Infrastruktur investieren“, betonte Glawe. Seit den 90er Jahren sind 20,49 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium in den Ausbau der Häfen Rostock-Warnemünde und Wismar im Rahmen des Kreuzfahrttourismus geflossen. Damit konnten Gesamtinvestitionen von rund 29,1 Millionen Euro ausgelöst werden. Die Mittel dafür stammen von der EU, vom Land und vom Bund.

Mit den Geldern wurden in Rostock zum Beispiel die Liegeplätze 7 und 8 und die Grauwasserentsorgung im Bereich der Liegeplätze 6 und 8 in Rostock-Warnemünde ausgebaut. In Wismar wurde beispielsweise in die Vorbereitung zur Entwicklung der Infrastruktur für die Kreuzschifffahrt investiert. „Aktuell laufen die Planungen zur Neugestaltung des Werftbeckens und zur Errichtung eines seetouristischen Informations- und Organisationszentrums“ am Passagierliegeplatz 8 in Rostock-Warnemünde. Hier sind wir mit den Beteiligten der Hansestadt Rostock in Gesprächen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Fischerei-Experten: Fangverbot für Ostsee-Hering hätte dramatische Folgen

Lübeck – Die vom Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) empfohlene Einstellung der Heringsfischerei in der westlichen Ostsee und die empfohlenen niedrigen Quoten beim Dorschfang standen am Rande des Deutschen Fischereitages in Lübeck im Mittelpunkt eines informellen Expertengespräches zu den Fischfangquoten in der Ostsee. Zu dem Gespräch hatte der parlamentarische Staatsekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Michael Stübgen, die Küstenländer, das Thünen-Institut für Ostseefischerei und den Deutschen Fischereiverband e. V. eingeladen.

„Wir haben dem Bund gegenüber verdeutlicht, dass die Fangeinschränkungen sowohl beim Dorsch als auch beim Hering erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen für die verbliebenen Kutter- und Küstenfischer im Land zur Folge haben“, erklärte Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern.

Ein Fangstopp für Hering und eine weiterhin niedrige Fangquote für Dorsch in der westlichen Ostsee sowie eine weitere Absenkung der Dorschfangquote in der östlichen Ostsee könne zu ernsthaften wirtschaftlichen Verwerfungen bei etwa 150 Unternehmen führen.

Von der Umsetzung der jüngsten ICES-Empfehlungen wäre auch das Fischbearbeitungszentrum in Sassnitz-Mukran betroffen. Das Fischbearbeitungszentrum wird bislang jährlich mit 8.000 bis 10.000 Tonnen Ostseehering beliefert. Ein Fangstopp für den westlichen Ostseehering, die zu erwartende Reduzierung der Nordseeheringsquoten und die Auswirkungen des Brexit könnten das Werk vor erhebliche Probleme stellen.

„Für die Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern sind der Dorsch- und der Heringsfang in der westlichen Ostsee maßgebend. Die Kutter- und Küstenfischer erzielten 2017 etwa 54 Prozent ihrer Jahresgesamterlöse über den Heringsfang. Auf die Dorschfischerei entfielen wegen der starken Quotenkürzungen 2017 nur noch 6 Prozent der Jahresgesamterlöse“, so Dr. Buchwald. Im Jahr 2012 hatte der Anteil der Dorschfänge noch bei 26 Prozent der Jahresgesamterlöse gelegen.

„Die vom ICES unterstellte zu geringe Nachwuchsproduktion des Herings in der westlichen Ostsee ist allerdings nicht auf eine Überfischung der Bestände zurückzuführen“, unterstrich der Staatssekretär. Vielmehr seien die schwachen Reproduktionsjahrgänge laut Thünen-Institut für Ostseefischerei den sich ändernden klimatischen Bedingungen geschuldet.

Nach den neuesten Erkenntnissen des Thünen-Institutes setzt das Laichgeschehen des westlichen Ostsee-Herings durch eine klimabedingte leichte Temperaturerhöhung des Ostseewassers inzwischen früher als bisher ein. Lichtbedingt, also bedingt durch den natürlichen Sonnenstand, ist zu dem verfrühten Zeitpunkt das für die Ernährung der Heringslarven notwendige Zooplankton aber noch nicht in ausreichendem Maße vorhanden; die Larven verhungern.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Thünen-Institutes aus den Heringslarven-Beprobungen der Jahre 2017 und 2018 werden im Herbst dem Internationalen Rat (ICES) vorgelegt. „Danach ist der Bund gefordert, beim ICES auf eine Neubewertung seiner Fangquotenempfehlungen an die EU-Kommission zu drängen“, so Buchwald. Für eine rasche Erholung der Bestände seien zwar eine erneute Quotenreduzierung oder andere Maßnahmen wie Schonzeiten denkbar, nicht aber die komplette Einstellung der Heringsfischerei in der westlichen Ostsee. „Außerdem ist der Bund gefordert, auch 2019 sowohl für die Dorsch- als auch für die Heringsfischerei Ausgleichszahlungen bereitzustellen“, sagte der Staatssekretär.

Länderübergreifende Ölwehrübung auf der Ostsee

Schwerin – Umweltminister Dr. Till Backhaus nahm heute Vormittag als Beobachter an einer deutsch-dänischen Übung zur länderübergreifenden Schadstoffunfallbekämpfung in den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns teil. „Ich halte die internationale Zusammenarbeit für unverzichtbar, wenn es darum geht, die Küsten durch rechtzeitiges und gezieltes Eingreifen vor den Auswirkungen eines Seeunfalls mit gefährlichen Transportgütern zu schützen und Gefahren weitestgehend abzuwehren“, sagte der Minister auf der anschließenden Pressekonferenz.

Backhaus unterstrich, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern seit Inkrafttreten einer Havariekommando-Vereinbarung der fünf norddeutschen Küstenländer mit der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2002 rund 21,4 Millionen Euro in die Verbesserung des gemeinsamen Unfallmanagements auf der Ostsee und der Nordsee investiert hat. Aktuell belaufen sich die jährlichen Investitionen des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt MV für diese Aufgabe auf rund 1,6 Millionen Euro.

Die Summe wird unter anderem in die Beschaffung und Unterhaltung von Schiffen, Gerätschaften und Einrichtungen zur Ölbekämpfung sowie in schwimmfähige Erkundungs- und Einsatzfahrzeuge investiert.

Der Minister verwies auf das wachsende Risiko eines Schadstoffunfalls auf See durch den zunehmenden Schiffsverkehr auf der Hauptverkehrsroute der Ostsee und die gleichfalls zunehmende Menge der transportierten Öle und Chemikalien.

Derzeit werden in der Kadetrinne jährlich ca. 47.000 Schiffsbewegungen registriert. „Der Verkehr in der Ostsee und im Nordostseekanal wird bis zum Jahr 2025 um durchschnittlich 1,5 Prozent wachsen. Für die Häfen Rostock, Wismar und Lübeck-Travemünde wird sogar eine Wachstumsrate von 2,1 Prozent prognostiziert“, sagte der Minister. Die Menge der pro Jahr auf der Ostsee transportierten Öle liege derzeit bei 196,2 Millionen Tonnen; in der Nordsee bei 66,8 Millionen Tonnen. Bis 2025 werde die Menge der transportierten Öle, Chemikalien und Gase um 2,5 bis 3 Prozent steigen. „Die potentielle Gefährdung der Ostsee durch meeresgefährdende Stoffe nimmt also stetig zu“, so Backhaus.

Eine weitere Gefahr stelle der geplante Bau zweier weiterer Offshore-Windparks in der Ostsee dar. „Deshalb ist das gemeinsame Unfallmanagement von Bund und Küstenländern auf Ostsee und Nordsee unabdingbar“, sagte der Minister weiter.

Das Szenario der vom Havariekommando Cuxhaven organisierten und geleiteten Übung sah vor, dass nach der Kollision zweier Schiffe in der Kadetrinne eine große Menge Öl austritt, das bei Drift auf die Küste vor Fischland-Darß/Zingst den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft zu gefährden droht. Sieben deutsche und zwei dänische Spezialschiffe, darunter die „Strelasund“ und die „Vilm“ aus Mecklenburg-Vorpommern, brachten im Bereich des Offshore-Windparks Baltic I Hochseeölsperren und bordeigene Ölaufnahmegeräte aus. An der Übung waren zudem ein Ölüberwachungsflugzeug des Havariekommandos und ein Hubschrauber der Bundespolizei beteiligt.

Zu der Übungssituation gehörte neben dem Ölbekämpfungseinsatz auch der Ausfall eines der beteiligten Spezialschiffe. Das Ölauffangschiff „Vilm“ simulierte einen Maschinenschaden und musste von einem Notschlepper aus dem Übungsfeld geschleppt werden.

„Nach meinen Beobachtungen verlief alles routiniert und reibungslos. Die dänischen und deutschen Einsatzkräfte haben durch ihr engagiertes Zusammenwirken diesen simulierten Ernstfall schnell und umsichtig unter Kontrolle gebracht“, urteilte der Minister.

Die Übung war im Rahmen des SweDenGer-Abkommens zwischen Schweden, Dänemark und Deutschland anberaumt worden. Mecklenburg-Vorpommern und die Bundesrepublik sind Partner einer Reihe von internationalen und regionalen Abkommen zur gemeinschaftlichen Schadstoffunfallbekämpfung auf See.

Filmwettbewerb „Entwicklung der deutsch-polnischen Nachbarschaft an Oder und Ostsee“

Schwerin – Noch bis zum 05. September können sich Interessierte beim Filmwettbewerb „Entwicklung der deutsch-polnischen Nachbarschaft an Oder und Ostsee“ bewerben. Veranstalter ist das Gemeinsame Sekretariat des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen. „Das grenzüberschreitende Programm trägt erheblich zur gegenseitigen Verständigung im Grenzraum zwischen Polen und Deutschland bei. Mit dem Wettbewerb sollen die Projekte des Programms in Filmbeiträgen dargestellt werden. Das Themenspektrum ist so vielfältig wie das Programm. Jeder kann mitmachen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Das Ziel des Wettbewerbs ist eine aussagekräftige Darstellung der Ergebnisse des Interreg V A-Programms oder aus vorherigen Förderperioden zu folgenden Projektthemen: Wirtschaft und Wissenschaft, Infrastruktur und Transport, Zusammenarbeit von Institutionen, Bildung, Umweltschutz und Wiederherstellung der Biodiversität, Tourismus, Gesundheit, Kultur. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden ab dem 21. September auf den folgenden Internetseiten präsentiert: www.interreg5a.info, www.ewt.wzp.pl, www.pomerania.org.pl, www.pomerania.net sowie auf den Facebook- und Instagram-Profilen des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen. „Wir wollen aufzeigen, wie erfolgreich das Interreg-Programm wirkt. So werden die Bewohner beiderseits der Grenzen noch besser zueinander gebracht, um den europäischen Gedanken intensiver zu leben“, sagte Glawe.

Die Arbeiten müssen bis zum 05. September 2018 (Eingangsdatum) eingereicht werden. Die Filmaufnahmen können in Form von Werbespots, Videoclips oder kurzen Reportagen erfolgen. Sie sollen grundsätzlich konkrete Interreg-Projekte darstellen.

Die Dauer der Filmaufnahme sollte nicht mehr als 5 Minuten betragen. Die Filmaufnahme sollte in Full HD (1920 x 1080 Pixel) sowie in einem der Formate MPEG-2, MPEG-4, QuickTime oder WMV zur Verfügung gestellt werden.

Die drei besten Filme werden in Form von Statuetten, Urkunden und Präsenten aus dem Kooperationsprogramm Interreg V A und dem EU-Programm Interact prämiert. Die Auszeichnung findet auf der Jahresveranstaltung des Programms am 18. September 2018 statt, auf der auch die Filme präsentiert werden.

Die DVD, der USB-Stick oder der Downloadlink ist mit dem ausgefüllten Anmeldeformular an folgende Adresse zu schicken:

Gemeinsames Sekretariat Interreg V A
E.-Thälmann-Str. 4
D – 17321 Löcknitz

Ansprechpartner beim Gemeinsamen Sekretariat ist Frau Aleksandra Wietrzychowska (aleksandra.wietrzychowska@interreg5a.net).