Gottesgabe erhält Zuschuss für Umrüstung der Straßenbeleuchtung

Gottesgabe – Die Gemeinde Gottesgabe (Landkreis Nordwestmecklenburg) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 31.000 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen 140 Natriumdampflampen in Gottesgabe, Klein Welzin und Groß Welzin sollen durch 140 LED-Leuchten ersetzt werden. Dadurch können jährlich rund 37.000 Kilowattstunden Strom und ca. 30 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Graal-Müritz erhält Zuschuss für Umrüstung der Straßenbeleuchtung

Graal-Müritz – Die Gemeinde Seeheilbad Graal-Müritz (Landkreis Rostock) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Insgesamt sollen 112 Mastaufsatzleuchten ausgetauscht werden. Das betrifft folgende Straßen: Friedensstraße (7), Fritz-Reuter-Straße (14), Onkel-Bräsig-Straße (12), Friedhofsweg (22), Kastanienallee (19) und Kurstraße (38). Durch diese Maßnahme können pro Jahr rund 30.495 Kilowattstunden Strom und 25,391 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Grimmen: Fensterbauer erhält Klimaschutzförderung

Grimmen – Für die Umrüstung der Beleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik und die Prozessoptimierung der Kunststofffertigungsanlage erhalten die „BEKRU-Werke“ in Grimmen im Landkreis Vorpommern-Rügen vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 268.329,60 Euro (Fördersatz 40,32 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Umsetzung von Klimaschutz-Projekten in wirtschaftlich tätigen Organisationen gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie.

Der Fenster- und Türenhersteller plant, an seinem Unternehmensstandort in Grimmen die Beleuchtung im Fertigungsbereich und in den Büros gegen effiziente LED-Beleuchtung auszutauschen sowie den Herstellungsprozess im Bereich Kunststoff energetisch zu optimieren. Die bisherigen fünf Produktionsmaschinen mit einer Anschlussleistung von 24,9 Kilowatt werden künftig durch ein modernes CNC-Bearbeitungszentrum mit einer Anschlussleistung von 9,5 Kilowatt ersetzt. Zudem soll zukünftig zum Verschweißen der Fensterrahmen ein Mehrkopf-Schweißautomat die Aufgabe der derzeitig eingesetzten zwei Schweißautomaten übernehmen. Die jährliche Energieeinsparung beträgt 15.200 Kilowattstunden.

Durch den Austausch der Beleuchtungssysteme und durch die Prozessoptimierung der Maschinen können jährlich 14.630 Kilowattstunden Strom sowie rund 43 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Gemeinde Baabe erhält Zuschuss für Umrüstung der Straßenbeleuchtung

Insel Rügen – Die Gemeinde Ostseebad Baabe (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 23.000 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

In der Dorfstraße im Ostseebad Baabe soll die bestehende Beleuchtung durch 35 neue LED-Module ausgetauscht werden. Die Masten und Kabel können weiterhin genutzt werden. So können im Jahr knapp 24.000 Kilowattstunden Strom und 14 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Grevesmühlen erhält Zuschuss für LED-Beleuchtung im Rathaus

Grevesmühlen – Für die Umrüstung der Arbeitsplatzbeleuchtung im Rathaus Grevesmühlen (Landkreis Nordwestmecklenburg) erhält die Stadt vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 14.900 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Das Vorhaben umfasst die Umrüstung der Arbeitsplatzbeleuchtung im Rathaus auf LED. Die vorhandenen 58 Stehleuchten werden durch 52 leistungsstärkere und energiesparendere Stehleuchten ersetzt. Dadurch können jährlich rund 24.430 Kilowattstunden Strom und ca. 14 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Landwirtschaftsbetrieb erhält Zuschuss für Nahwärmenetz

Buchholz – Um ein Nahwärmenetz zur Versorgung mehrerer Wärmeabnahmestellen auf dem Betriebsgelände seines Landwirtschaftsbetriebs in Gremersdorf-Buchholz (Landkreis Vorpommern-Rügen) zu errichten, erhält Heiko Hurt vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 37.528,59 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Heiko Hurt betreibt am Standort Gremersdorf eine Biogasanlage mit nachgeschaltetem Blockheizkraftwerk. Die aus dem Betrieb der Biogasanlage anfallende Abwärme soll im Zuge der Umsetzung des Wärmekonzeptes auf dem Betriebsgelände des Landwirtschaftsbetriebs verwertet werden. Im Winter sollen mit der Abwärme Büro-, Wirtschafts- und Werkstattgebäude beheizt und im Sommer Getreide und Saatgut getrocknet werden.

Es ist geplant, ein 250 Meter langes Nahwärmenetz zu den Abnahmestellen zu errichten und Wärmeübergabestationen an den Wärmeverbrauchsorten zu installieren. Jährlich können durch diese Maßnahme rund 46 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Bedeutung der Ostsee als Offshore-Standort

Christian Pegel: Zuschlag für drei Windparks vor M-V steigert Bedeutung der Ostsee als Offshore-Standort

Schwerin – Drei Windparks in der Ostsee vor Mecklenburg-Vorpommern haben in der zweiten Ausschreibung für Offshore-Windanlagen in Nord- und Ostsee den Zuschlag bekommen.

„Mit diesen neuen drei Projekten holt die Ostsee ein Stück weit auf gegenüber der Nordsee als Standort für die Windenergieerzeugung auf See“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel erfreut. Zugleich appelliert er an die Unternehmen Iberdrola (zwei Zuschläge) und KNK Wind, die den Zuschlag bekommen haben: „Jetzt sind die Bieter gefordert, diese Projekte zügig umzusetzen und damit der hochinnovativen Offshore-Windkraftindustrie eine durchgängige Auftragslage auch von Anfang bis Mitte der 2020er Jahre zu sichern. Dies ist wichtig nicht nur für Mecklenburg-Vorpommern, sondern für die gesamte deutsche Offshore-Industrie, damit sie ihren Technologievorsprung nicht verliert.“

Die drei Vorhaben sind rund um die Windparks vor Rügen geplant, die bereits in Betrieb oder gerade im Bau sind. Sie sollen insgesamt drei bis vier Millionen Megawattstunden erzeugen, der Jahresbedarf für etwa eine Million Haushalte.

Die Bundesnetzagentur hatte heute die Ergebnisse der zweiten Ausschreibung für die Erzeugung von 1.610 Megawatt offshore in Nord- und Ostsee veröffentlicht. Bezuschlagt wurden je drei Projekte in Nord- und Ostsee.

Der durchschnittliche Zuschlagswert betrug in dieser Ausschreibung 4,66 Cent pro Kilowattstunde, deutlich mehr als bei der ersten Ausschreibungsrunde (0,44 Cent). Christian Pegel kommentiert: „Das scheint mir ein realistischerer Preis, zeigt aber dennoch, dass die Vergabe der Projekte per Ausschreibung seit 2017 einhergehend mit dem technologischen Fortschritt in dieser Branche zu Preisen führt, die mit denen für konventionell erzeugte Energie konkurrieren können.

Länder möchten Stromnetz optimal auslasten

Berlin – Die Energiewende fordert nicht nur einen Ausbau des Stromnetzes, sondern auch eine bessere Auslastung der bestehenden Netzstruktur. Das ist der Tenor einer Entschließung, die der Bundesrat am 27. April 2018 beschlossen hat.

Die zunehmende Anzahl von dezentralen Erneuerbaren-Energie-Anlagen verändere die Planung und den Betrieb der Übertragungsnetze erheblich. Die historisch gewachsene Netzstruktur werde den Erzeugungsschwerpunkten nicht mehr gerecht, heißt es in der Entschließung. Ein schnellstmöglicher Netzausbau sei deshalb dringend erforderlich. Um bis dahin den weiteren Zubau von Erneuerbaren-Energie-Anlagen bei zugleich begrenzten Kosten für die Netzstabilisierung zu ermöglichen, müsse das Bestandsnetz optimal genutzt werden.

Als mögliche Maßnahmen bezeichnen die Länder den Einsatz von Freileitungsmonitoring und Hochtemperaturleiterseilen. Deren Verwendung könne kurzfristig dazu beitragen, die Übertragungskapazitäten von Bestandsleitungen signifikant zu erhöhen. Die Bundesregierung solle deshalb gemeinsam mit den Netzübertragungsbetreibern geeignete Trassen für den Einsatz dieser Technologien identifizieren und dafür sorgen, dass sie zeitnah zur Anwendung kommen.

Darüber hinaus verweist der Bundesrat auf Querregeltransformatoren. Auch sie könnten für Entlastung sorgen. Er appelliert daher an die Bundesregierung, gemeinsam mit den Übertragungsnetzbetreibern die Einsatzmöglichkeiten sowie das Entlastungspotenzial von lastflusssteuernden Elementen unverzüglich zu prüfen. Auch das Auslastungsmonitoring hält er für ein geeignetes Instrument zur Optimierung der Stromnetze. Damit ließe sich die Übertragungskapazität von engpassbildenden Teilstrecken um bis zu 50 Prozent erhöhen.

Die Entschließung wird nun an die Bundesregierung weitergeleitet. Feste Fristen für die Beratung gibt es jedoch nicht.

Ein Wochenende für die ganze Familie zum Tag der Erneuerbaren Energien

Schwerin – Fast 70 Unternehmen und Institutionen beteiligen sich auch 2018 in Mecklenburg-Vorpommern am Aktionswochenende zum bundesweiten Tag der Erneuerbaren Energien am 28. April. „Auch im vierten Jahr, in dem wir dabei sind, ist das Programm wieder sehr vielseitig“, lobte Energieminister Christian Pegel heute (24.04.2018) bei der Landespressekonferenz in Schwerin und zählte beispielhaft einige Angebote auf: Probefahren mit einem Elektroauto in Stralsund, Kranausfahrt in 70 Meter Höhe im Windpark Carinerland, Besichtigungen des Batteriespeichers der Wemag in Schwerin, Besuch in einem Rostocker Privathaus, das komplett mit Erdwärme beheizt wird oder eine Führung durch den Bioenergiepark in Anklam, der Strom aus Biogas erzeugt.

„Die Teilnehmer haben sich erneut sehr unterschiedliche Aktionen ausgedacht – an vielen Orten auch für Kinder. In Mecklenburg-Vorpommern hat sich der Tag der Erneuerbaren Energien mittlerweile als ein Wochenende für die gesamte Familie etabliert“, so der Minister. Insgesamt sind von Freitag bis Sonntag (27. bis 29. April) 53 Aktionen – für einige Aktionen haben sich erneut mehrere Veranstalter zusammengeschlossen – geplant.

So zeigen die „Meck-Schweizer“, eine Regionalvermarktungsinitiative in der Mecklenburgischen Schweiz, wie sie in ihrer Logistik auf die Erneuerbaren setzen. „Wir transportieren unsere Waren mit solarstrombetriebenen Elektrokühlfahrzeugen. Den Strom dafür produziert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach an unserem Firmensitz in Gessin. Dieser wird in Pufferspeichern zwischengelagert und über eine Schnellladesäule in unsere Kühlfahrzeuge getankt“, sagte Bernd Kleist, Geschäftsführer der Initiative, die Erzeuger, Verarbeiter und Vermarkter regionaler Produkte vernetzt. „Der Regional- und Nachhaltigkeitsgedanke findet sich also auch in unserer Regional-Logistik wieder“, fügte Dörte Wollenberg, Vorstand der Einkaufs- und Liefergenossenschaft Mecklenburgische Schweiz bei der Landespressekonferenz heute hinzu. Am kommenden Sonnabend von 10 bis 18 Uhr führen die Mitarbeiter von Meck-Schweizer Besucher immer zur vollen Stunde über den Hof ihres Betriebs und erklären die Komponenten ihrer Idee „Sonne im Tank“.

Für jedes Alter und nahezu jede Interessenlage sollte sich etwas bei der Gemeinschaftsaktion von 15 Unternehmen im Rostocker Fischereihafen finden: Dorthin laden die dort ansässigen Unternehmen vor allem der Windbranche am Sonnabend von 13 bis 18 Uhr zu einem großen Familienfest unter dem Titel „Erneuerbare Energien begreifen“.

„Wir als Ausbilder von On- und Offshore-Personal zeigen an diesem Tag Teile des Sicherheitstrainings, das in der Ausbildung auf hoher See zu absolvieren ist. So können unsere Besucher eigene Erfahrungen mit dem Überlebensanzug im Wasser sammeln“, sagt Volker Seibert, Prokurist des AFZ Aus- und Fortbildungszentrums Rostock als einer der Hauptorganisatoren. Mit dem Verein WindEnergy Network und den im Fischereihafen ansässigen Unternehmen vor allem der Windbranche im weitesten Sinne bieten sie neben Wissen zu den Erneuerbaren Rettungsübungen und Bootsfahrten auf der Warnow, Live-Musik sowie Bastelstraße und Hüpfburg für die jüngsten Besucher an.

„Dies sind nur zwei Beispiele aus mehr als 50 spannenden Angeboten zum Tag der Erneuerbaren in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Christian Pegel. Dass sich mittlerweile kontinuierlich so viele Unternehmen und Institutionen in M-V beteiligen, sei ein Beweis für die Rolle, die die Erneuerbaren Energien im Land spielen. „Schon heute kann rechnerisch der gesamte Strombedarf in unserem Land durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Dank der günstigen Voraussetzungen bei uns haben sich hier bereits viele Unternehmen dieser Branche angesiedelt und laut einer Studie aus dem Jahr 2015 ca. 14.000 bis 15.000 Jobs geschaffen. Die Erneuerbaren stärken auch die Wirtschaftskraft von Mecklenburg-Vorpommern und bieten den Menschen hier Arbeitsplätze und sichere Einkommen.“

Informationen zu allen Aktionen in Mecklenburg-Vorpommern vom 27. bis 29. April gibt es im Internet unter: www.energietag-mv.de

Siggelkow Mooster erhält Zuschuss für Erweiterung des Nahwärmenetzes

Schwerin – Für die Erweiterung des vorhandenen Nahwärmenetzes in Siggelkow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält die Siggelkow Mooster GmbH vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 27.950,00 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Die Siggelkow Mooster GmbH betreibt in Siggelkow eine Biogaserzeugungsanlage mit nachgeschaltetem Blockheizkraftwerk (BHKW). Bereits im Jahr 2015/2016 wurden verschiedene Gebäude wie das Melkhaus und die Milchküche mit Abwärme aus der Biogasanlage versorgt. Das Unternehmen plant nun in einem weiteren Ausbauschritt das Nahwärmenetz zu erweitern. In den Sommermonaten soll eine Lagerbelüftungstrocknung der Siggelkower Agrar e.G. mit Wärme versorgt werden. So kann die Abwärme des BHKW noch effizienter genutzt werden. Durch diese Maßnahme können jährlich rund 56 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Stadt Malchow erhält Zuschuss für neue Beleuchtung

Malchow – Einen Zuschuss in Höhe von 37.000,00 Euro (Fördersatz 50 Prozent) erhält die Stadt Malchow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) für die Erneuerung der Beleuchtung in den Parkanlagen an der Stadtkirche Malchow und für die Straßenbeleuchtung in der Heinestraße, im Biestorfer Weg, im Tannenhof und Zum Recken. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Stadt Malchow beabsichtigt, die Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik in den genannten Straßen umzurüsten. Die vorhandenen 66 Natriumdampf-Hochdrucklampen werden durch 67 Leuchten inklusive Masten ersetzt. Aufgrund geänderter Wegeführung werden in der Parkanlage von den 31 Leuchten nur 29 ersetzt. Im Tannenhof und Zum Recken werden zur besseren Ausleuchtung der Kreuzung zusätzlich drei Leuchten errichtet.

Ziel ist es, den Stromverbrauch und damit die Kosten zu senken. Es können rund 19.000 Kilowattstunden Strom und rund zwölf Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart werden.

Klimaprojekt ZENAPA: Minister wirbt für Paludikultur und Insektenschutz

Röbel – Der Anteil von Ackerbau und Viehzucht an den Treibhausgas-Emissionen in Deutschland liegt derzeit bei rund 7,5 Prozent. Im Jahr 2015 beliefen sich die Gesamtemissionen aus dem Ackerland auf ca. 14.900 Tausend Tonnen CO2-Äquivalente. Diese Zahlen nannte Landwirtschafts- und Umweltminster Dr. Till Backhaus heute auf der Jahreskonferenz des EU-LIFE-IP-Projektes ZENAPA (Zero Emission Nature Protection Areas) der Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern in Bollewick bei Röbel. Das Projekt verbindet Klima- und Artenschutz; die Tagung widmet sich unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit u.a. den Themen Ernährung, Energiegewinnung, Mobilität oder Tourismus.

„Etwa 77 Prozent der Treibhausgas-Emissionen aus dem Bereich der Ackerlandbewirtschaftung stammen aus ackerbaulich genutzten Mooren. Das gilt auch für MV: Trockengelegte Moore stellen mit mehr als 6 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalenten die größte Treibhausgasquelle des Landes dar“, erläuterte Dr. Backhaus. Demgegenüber erfordern die international vereinbarten Klimaschutzziele die Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 90 Prozent.

Allerdings sei es nicht möglich, zugunsten des Klimaschutzes „Flächen in Größenordnungen einfach aus der Nutzung zu nehmen“, sagte Backhaus. „Vieles, was heute noch mit Hilfe fossiler Energieträger produziert wird, muss künftig mit Hilfe nachwachsender Rohstoffe herstellgestellt werden. Der Nutzungsdruck auf die Flächen wird also weiter steigen“, argumentierte er.

Genau an diesem Punkt setze nachhaltige Entwicklung an. „Wir müssen Produktionsformen entwickeln, die die Treibhausgasemissionen senken, die aber dennoch Moore für den Anbau nutzbar lassen und die Artenvielfalt erhalten“, sagte der Minister. Mit der in Zusammenarbeit mit Greifswalder Wissenschaftlern entwickelten Fachstrategie Paludikultur – der Landwirtschaft bei hohen, den Torf schonenden und damit den Treibhausgas-Ausstoß reduzierenden Wasserständen – habe das Land Ende 2017 bereits einen Meilenstein zur nachhaltigen Nutzung vormals trockengelegter und später wiedervernässter Moore gesetzt. „Als erstes Bundesland haben wir mit der Fachstrategie Paludikultur dargestellt, welche Kulturen für unser Land relevant sein können, welches ökonomische Potential sie haben und welche Emissionsminderungen durch ihren Anbau möglich sind“, so Backhaus. „Wir sind damit auf einem sehr guten Weg, unsere Landwirtschaft an den Klimaschutzzielen auszurichten“.

Weiter stellte der Minister dar, dass Paludikulturen nicht nur für den Klimaschutz wichtig sind, sondern auch Lebensräume u.a. für Insekten bieten. Angesichts des dramatischen Rückgangs der Insektenzahl in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten müsse alles getan werden, um die Lebensbedingungen für Wildbienen und Insekten zu sichern. „75 Prozent der Pflanzen sind auf bestäubende Insekten angewiesen. Die Produktion eines Drittels aller Nahrungsmittel wäre ohne vorangegangene Insektenbestäubung nicht möglich. Die durch Insekten erbrachten Ökosystemleistungen liegen weltweit im dreistelligen Milliardenbereich. Nach Schätzungen der Experten entstünde ein Schaden von bis zu 300 Milliarden Euro pro Jahr, wenn es keine bestäubenden Insekten mehr gäbe“, so der Minister. Ein nächster Schritt, um die den Insektenschutz dauerhaft in Politik und Gesellschaft zu verankern, sei die Diskussion des Ministers mit der neuen Bundesumweltministerin, Svenja Schulze, und mit Agrarvertretern auf einem Parlamentarischen Abend in Berlin am morgigen 19. April.

Gemeinde Bobitz erhält Zuschuss für Umstellung der Straßenbeleuchtung

Bobitz – Für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik in der Krankower Straße und in der Gartenstraße erhält die Gemeinde Bobitz im Landkreis Nordwestmecklenburg vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 34.470,08 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

In den genannten Straßen sollen die vorhandenen 16 Leuchten durch hocheffiziente LED-Leuchten ausgetauscht werden. Während in der Gartenstraße vier Leuchten ersetzt werden, sind es in der Krankower Straße zwölf Leuchten einschließlich Betonmaste. Insgesamt sind zudem ca. 600 Meter Kabel zu erneuern.

Jährlich können durch die Maßnahme 7.217 Kilowattstunden Strom und rund vier Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Alle Zeichen auf Grün!

WEMAG nimmt Schlüsselposition bei der Umsetzung der Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern ein

Schwerin – Ökostrom, auch grüner Strom genannt, ist die Zukunft der Energieversorgung. Das weiß auch der Energieversorger WEMAG mit Sitz in Schwerin. An 40 Standorten im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern sorgen Ökokraftwerke für saubere Energie aus Wind, Sonne oder Biogas.

Die Bundesregierung will bis zum Jahr 2050 eine Quote von 80 Prozent Ökostrom im Netz erreichen. Der Energieversorger WEMAG übertrifft diese Vorgabe bereits deutlich. Über den regionalen Verteilnetzbetreiber WEMAG Netz GmbH stellt er schon heute 243 Prozent Ökostrom für seine Kundinnen und Kunden bereit. „Von Jahr zu Jahr steigern wir den Anteil des grünen Stroms im Netz. Als kommunales Unternehmen fühlen wir uns für das Land und seine Menschen mit verantwortlich. Neben der sicheren Energieversorgung geht es uns deshalb vor allem um Nachhaltigkeit für unsere Region. Wir wollen der Motor der Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern sein – und bleiben“, sagt WEMAG-Vorstand, Thomas Murche.

Die Windkraft treibt den Anteil des grünen Stromes im Netz maßgeblich voran. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Bereits 2015 wurde im Netzgebiet der WEMAG, das die Regionen Westmecklenburg und das nördliche Brandenburg umfasst, so viel Energie aus erneuerbaren Quellen produziert, dass damit alle Kunden im Stromnetz der WEMAG Netz GmbH mit grünem Strom versorgt werden könnten, wenn die Erzeugung des Stroms und seine Nutzung gleichzeitig erfolgen würden. „Wind und Sonne sind aber keine planbaren Größen. Oft wird Strom auch dann produziert, wenn auf der anderen Seite die Nachfrage durch die Kunden nicht groß genug ist“, erklärt Murche.

Für die WEMAG Netz GmbH besteht die Herausforderung darin, mit diesen Schwankungen umzugehen und eine stabile Versorgung zu sichern: „Dafür brauchen wir weitere Netzkapazitäten. Bis 2027 planen wir deshalb den Ausbau von etwa 131 Kilometern Leitungen im Hochspannungsnetz“, erläutert der Geschäftsführer des Verteilnetzbetreibers WEMAG Netz GmbH Andreas Haak. Darüber hinaus sind Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen nötig, damit Netzbetreiber in Zukunft flexibler auf den Markt reagieren können.

Da Strom bisher nur in vergleichbar geringen Mengen speicherbar ist, besteht die Aufgabe aus Sicht der Energieversorger außerdem darin, den produzierten Strom, der nicht sofort verbraucht werden kann, effizienter zu nutzen. „Wir forcieren diese Entwicklung zum Beispiel mit dem WEMAG-Batteriespeicher in Schwerin oder der Beteiligung an Projekten wie der Strom-zu-Gas-Speichertechnologie“, berichtet Thomas Murche. Dabei geht es darum, den überschüssigen Strom zur Herstellung von Wasserstoff zu nutzen. Dieser wird in das kommunale Gasverteilnetz eingespeist, um damit Wärme, Kraftstoff oder bei Bedarf sogar wieder Strom zu produzieren. „Diese Technologien sind mittlerweile den Kinderschuhen entwachsen und sollten in der Förderpolitik mehr Beachtung finden“, so der WEMAG-Vorstand.

Zuschuss für Erneuerung der Straßenbeleuchtung

Parchim – Für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung erhält die Stadt Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 32.700,00 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Stadt Parchim beabsichtigt, die Straßenbeleuchtung im Friedhofsweg auf LED-Technik umzurüsten. Die vorhandenen 17 Leuchten werden durch 18 energieeffiziente Leuchten mit LED-Technik inklusive Kabel und Maste ersetzt.

Durch dieses Vorhaben können jährlich rund 4.866 Kilowattstunden Strom sowie knapp drei Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.