Zuschuss für LED-Beleuchtung im Verwaltungsgebäude

Lützow – Die Gemeinde Lützow-Lübstorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 24.512,63 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die energetische Sanierung der Innenbeleuchtung im Verwaltungsgebäude des Amtes auf LED-Technik.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die 165 vorhandenen Leuchten werden gegen 141 energieeffiziente LED-Leuchten ausgetauscht. Diese sind hell genug, um die erforderliche Beleuchtungsstärke zu erreichen und die Gesamtzahl der Lampen kann daher um 24 reduziert werden.

Durch die Umrüstung auf LED können pro Jahr knapp 34.000 Kilowattstunden Strom sowie rund 18 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Straßenbeleuchtung wird auf LED umgerüstet

Rukieten – Die Gemeinde Rukieten (Landkreis Rostock) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 13.975,00 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

In Rukieten sollen 65 vorhandene Natriumdampfleuchten durch ebenso viele LED-Leuchten ersetzt werden. Dadurch können pro Jahr 13.115 Kilowattstunden Strom und knapp acht Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Tag der Erneuerbaren Energien 2019: Unternehmen können sich anmelden

Schwerin – Zum fünften Mal in Folge wird der bundesweite Tag der Erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Aktionswochenende begleitet. Mit vielfältigen Angeboten wird das Thema erneuerbare Energien für Bürgerinnen und Bürger vom 26. bis 28. April erlebbar gemacht.

Unternehmen und Initiativen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien sind eingeladen, sich an diesem Wochenende neugierigen Besuchern vorzustellen. Das Energieministerium koordiniert die Aktivitäten der einzelnen Teilnehmer und unterstützt sie in der Öffentlichkeitsarbeit.

Unternehmen, die am Aktionswochenende zum Tag der Erneuerbaren Energien 2019 teilnehmen wollen, laden wir recht herzlich zu der Kick-Off Veranstaltung mit Energieminister Christian Pegel ein.

Termin: Mittwoch, 16. Januar 2019, 15.30 Uhr
Ort: Rostock, AFZ Aus- und Fortbildungszentrum, Alter Hafen Süd 334

Das Energieministerium möchte die Kampagne mit allen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen vorstellen und offene Fragen klären. Für die Veranstaltung ist eine formlose Anmeldung erforderlich. Diese können bis zum 15. Januar 2019 per E-Mail an energietag-mv@em.mv-regierung.de gesendet werden.

Im vergangenen Jahr waren knapp 70 Unternehmen und Institutionen am Tag der erneuerbaren Energien beteiligt. So hat zum Beispiel der Netzbetreiber 50Hertz zu einer Schiffsfahrt zu den Offshore-Windparks Arkona und Wikinger eingeladen. Die mesocon GmbH stellte in Rostock ein Haus vor, das sich mit Hilfe einer Photovoltaik-Anlage sowie eines Batteriespeichers zu 100 Prozent regenerativ mit Wärme und Strom versorgt. Und die ME-LE Biogas GmbH verband angebotene Führungen durch die Biogasanlage Torgelow mit einem Bürgerfest für Groß- und Klein – Hüpfburg und Traktorfahrten sowie Musik und Gelegenheit zum Tanz inklusive.

Insgesamt sind auch dieses Jahr von Freitag bis Sonntag Aktionen über das ganze Land verteilt geplant, um zu zeigen, was mit den erneuerbaren Energien heute schon in Mecklenburg-Vorpommern möglich ist. Wir hoffen auch dieses Jahr auf eine rege Beteiligung und freuen uns auf die Neugierde der großen und kleinen Besucher.

Ab 2019 nur insektenfreundliche Straßenbeleuchtung förderbar

Schwerin – Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung M-V fördert im Rahmen der Klimaschutz-Förderrichtlinien ab Januar 2019 ausschließlich die Umstellung von Straßenbeleuchtung auf LED-Technik mit warmweißen insektenfreundlichen Leuchtmitteln. Damit folgt die Landesregierung einem Beschluss des Landtags vom 28. November 2018. Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, das entsprechende Vorgaben in seine Förderrichtlinien integriert.

„Künstliche Lichtquellen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und leisten einen erheblichen Beitrag zur Sicherheit unserer Straßen und Wege. Viele dieser Lichtquellen sind aber insbesondere für fliegende nachtaktive Insekten wie Nachtfalter ein Problem, da das zumeist kurzwellige, kaltweiße Licht ihre Orientierung und den natürlichen Lebensrhythmus erheblich beeinflusst“, erklärt Landesenergieminister Christian Pegel. Das kaltweiße Licht führe zu einer gesteigerten Flugaktivität und zu unnatürlich verlängerten Aktivitätszeiten der Insekten, die sich im Normalfall an natürlichen Lichtquellen wie Sonne und Mond orientierten. Zudem würden ein Aufprall oder eine Verbrennung am heißen Lampengehäuse beim Anfliegen der Lichtquellen sowie das ständige Umherschwirren häufig zum Tod der Tiere führen.

Die bestehenden Klimaschutzrichtlinien, über die das Land Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vergibt, wurden deshalb angepasst. „Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, in dem mit den Förderbescheiden zur Umrüstung der Straßenbeleuchtung künftig die Auflage einhergeht, warmweiße, insektenfreundliche LED-Leuchtmittel mit einer Lichttemperatur unter 3220 Kelvin und einer Wellenlänge unter 900 Nanometer zu verwenden. Bei diesen Rahmenbedingungen werden die Insekten empirischen Untersuchungen zufolge weniger stark angezogen“, erklärt Minister Pegel die Änderungen.

Mit der Anpassung der Richtlinie werden keine höheren Aufwendungen für die Antragsteller erwartet. „Die Leuchtmittel sind problemlos erhältlich und in ihren Kosten vergleichbar mit anderen Leuchtmitteln. Sofern bei der Planung und Ausschreibung entsprechende Vorgaben gemacht werden, sind keine zusätzlichen Belastungen für die Antragsteller zu erwarten“, so Pegel. „Die warmweißen Leuchtmittel entsprechen zudem sämtlichen Standards der Ausleuchtung von Straßen und Wegen“, erklärt der Minister und sagt weiter: „Selbstverständlich erfüllen wir mit der Richtlinienänderung weiterhin die Klimaschutzvorgaben des EFRE.“

Zuschuss für Erdwärmesonden in der Pfarrscheune Lichtenhagen-Dorf

Lichtenhagen – Die Evangelisch-Lutherische Kirche Lichtenhagen-Dorf im Landkreis Rostock erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 33.400 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für das Errichten und Betreiben von Erdwärmesonden einschließlich Installation entsprechender Technik für ein klimagerechtes Heizen in der Pfarrscheune. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Pfarrscheune soll mit Heizenergie einer Wärmepumpe versorgt werden. Dazu werden auf dem Gelände Erdwärmesonden und Leitungen installiert. Eine Photovoltaik-Inselanlage soll einen hohen Anteil des Stroms liefern, den die Wärmepumpe benötigt. Im Haus wird eine Niedertemperatur-Fußbodenheizung für angenehme Wärme sorgen. Die vorher eingebaute Gasheizung im schlecht gedämmten Haus verbrauchte zweieinhalbmal so viel Energie und hatte einen CO2-Ausstoß von 23 Tonnen im Jahr. Die hocheffiziente Wärmepumpenheizung ist mit einem CO2-Ausstoß von 400 Kilogramm pro Jahr prognostiziert.

Ca. 85 Prozent der Pfarrscheune werden als Begegnungsstätte für die Kirchengemeinde, ortsansässige Vereine und die Grundschule genutzt. Im Rest befinden sich zwei behinderten- und rollstuhlgerecht ausgebaute Wohnungen. Die Gesamtkosten der Scheunenrekonstruktion belaufen sich auf 2,2 Millionen Euro. Die Bauarbeiten begannen im Juli 2018, die Fertigstellung ist zum Jahresende 2019 geplant.

Straßenbeleuchtung in Lübtheen wird auf LED umgerüstet

Lübtheen – Die Gemeinde Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 21.780 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße, in der Händelstraße und in der Hans-Eisler-Straße. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen acht Leuchten werden durch 15 hocheffiziente LED-Leuchten inklusive Maste ersetzt. Zur Verbesserung der Ausleuchtung werden in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße vier Leuchten, in der Händelstraße eine Leuchte und in der Hans-Eisler-Straße zwei Leuchten zusätzlich aufgestellt.

Diese Maßnahme trägt zu einer jährlich Einsparung von 3.150 Kilowattstunden Strom und knapp zwei Tonnen Kohlendioxid bei.

Ausbau der Ortsdurchfahrt Röbel

Röbel an der Müritz – Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und die Stadt Röbel an der Müritz erhalten vom Infrastrukturministerium Fördermittel in Höhe von 234.100 Euro für den Ausbau der Kreisstraße MSE 16 in der Ortsdurchfahrt Röbel/Müritz. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauRL M-V) bewilligt.

Die Fahrbahn soll zwischen der Straße Mühlentor und dem Ortsausgang in Richtung Ludorf auf einer Länge von 400 Metern und in einer Breite von sechs Metern grundhaft erneuert werden. Auf 150 Metern Länge wird erstmalig eine Regenwasserkanalisation erbaut. Ebenfalls entsteht ein 1,5 Meter breiter und 240 Meter langer Gehweg.

Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf 603.000 Euro. Die Bauausführung ist von März bis Oktober 2019 vorgesehen.

Gelbensande erhält Zuschuss für LED-Straßenbeleuchtung

Gelbensande – Die Gemeinde Gelbensande (Landkreis Rostock) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 33.379,15 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung im Ortsteil Willershagen. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen 89 Leuchten in der Dorfstraße und im Behnkenhäger Weg sollen durch hocheffiziente Leuchten ersetzt werden. Ziel ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Jährlich können rund 22.600 Kilowattstunden Strom und ca. 13 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Boltenhagen rüstet Straßenbeleuchtung auf LED um

Boltenhagen – Die Gemeinde Ostseebad Boltenhagen (Landkreis Nordwestmecklenburg) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 163.968,30 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in den Ortsteilen Tarnewitz und Redewisch. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen 400 Leuchten werden durch hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt. Im Ortsteil Tarnewitz betrifft dies 256 Leuchten unter anderem in der Tarnewitzer Straße, in der Ostseeallee und in der Mecklenburger Promenade erneuert. Im Ortsteil Redewisch sollen 144 Leuchten in der Redewischer Straße, in Redewisch-Ausbau, im Steiluferring sowie An den Wiesen getauscht werden.

Diese Maßnahme trägt zu einer jährlichen Einsparung von rund 106.000 Kilowattstunden Strom und ca. 62 Tonnen Kohlendioxid bei.

Koserow: Christian Pegel übergibt Zuwendungsbescheid für LED

Koserow – Für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Ostseebad Koserow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) übergibt Energieminister Christian Pegel am Mittwoch (19.12.2018) dem Bürgermeister der Gemeinde René König einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 301.292,75 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen 706 Quecksilber- und Natriumdampfleuchten im Ortsteil Koserow sollen durch hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt werden. Von dieser Maßnahme profitieren beispielsweise folgende Straßen: Siemenstraße (68 Leuchten), Hauptweg (90), Hauptstraße (106), Waldstraße (22), Kurplatz (32), Zentrum (176) und Promenade (32). Teilweise werden zudem vorhandene Maste durch verzinkte Stahlmaste ersetzt sowie Kabel erneuert.

Durch diese Maßnahme können jährlich 232.489 Kilowattstunden Strom sowie rund 137 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Umrüstung der Straßenbeleuchtung in Zölkow

Zölkow – Die Gemeinde Zölkow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 144.276,20 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßen- und Gehwegbeleuchtung in den Ortsteilen Zölkow, Kladrum, Hof Grabow und Groß Niendorf. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen 221 Quecksilber- und Natriumdampfleuchten werden durch hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt. Insgesamt werden außerdem zwölf Maste ausgetauscht sowie ca. 390 Meter Kabel erneuert.

Ziel des Vorhabens ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Pro Jahr können rund 88.000 Kilowattstunden Strom und knapp 53 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Klimaschutz beginnt vor Ort

Wirtschaftsforum der SPD sieht Kommunen im Kampf gegen Klimawandel gestärkt

Berlin – Das Wirtschaftsforum der SPD begrüßt die Stärkung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld. „Die neue Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums schafft zusätzliche Anreize für Klimaschutzprojekte in Städten und Gemeinden“, sagt die Vizepräsidentin des Wirtschaftsforums der SPD, Dr. Ines Zenke. „Denn sie bietet Fördergelder für nachhaltige Mobilität, den Ausbau des Radverkehrs oder intelligente Verkehrssteuerung – und zwar für alle Betriebe mit mindestens 25 Prozent kommunaler Beteiligung. Gerade die Öffnung für neue Antragsteller und die Ausweitung der Förderung war uns schon lange ein Anliegen. Auch dass jetzt Personalstellen bereits in der Konzeptphase von Klimaschutzprojekten besetzt werden können, ist richtig.“

Im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) seit zehn Jahren den Klimaschutz in Städten und Gemeinden. Über 12.500 Projekte in mehr als 3.000 Kommunen wurden seither gefördert. Ab dem ersten Januar 2019 erhalten Kommunen nun noch mehr Unterstützung im Kampf gegen Treibhausgasemissionen und Klimawandel. So wird künftig beispielsweise auch die Einführung eines kommunalen Energiemanagements und die klimafreundliche Abwasserbehandlung in Kläranlagen gefördert.

„Der weltweite CO2-Ausstoß liegt auf einem Rekordstand. Auch Deutschland ist weit davon entfernt, seine selbstgesteckten Klimaziele zu erreichen. Gleichwohl ist es nach wie vor möglich, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen“, so Zenke weiter. „Und Kommunen sind ein entscheidender Akteur der Klimapolitik. Klimaschutz beginnt in der Verwaltung und reicht über die Planungshoheit bei Bauvorhaben oder Verkehrsprojekten bis hin zu kommunalen Unternehmen wie den Stadtwerken. Klimaschutz kommt auch und gerade von unten.“ Während auf internationaler und europäischer Ebene verhandelt wird, sollten Städte und Gemeinden anpacken und Klimaschutzprojekte im direkten Lebensumfeld der Bürgerinnen und Bürgern ansetzen.

Der Leiter des Fachforums Kommunales beim Wirtschaftsforum der SPD, Michael Wübbels, zeigt sich optimistisch, dass die Kommunen dieser Verantwortung gerecht werden. „Klimaschutz ist längst ein Wirtschaftsfaktor und Wettbewerbsvorteil. Wenn Kommunen in Radwege und Mobilitätskonzepte investieren, wenn sie die Entwicklung von Quartierskonzepten zur Energieeinsparung vorantreiben oder über ihre Stadtwerke Fernwärmenetze errichten oder modernisieren, macht sie das bei Unternehmen wie Bürgern attraktiv“, sagt Wübbels. „Solche Faktoren fließen in die Standort- oder Wohnortauswahl ein und können regionalwirtschaftliche Impulse setzen. Wir unterstützen deshalb ganz ausdrücklich, dass die Kommunalrichtlinie jetzt noch stärker auf die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen ausgerichtet ist.“

Wie erfolgreich Städte und Gemeinden beim Klimaschutz sein können, zeigt der Wandel der polnischen Bergbaustadt Katowice. Einst Herz des oberschlesischen Kohlereviers ist die 300.000 Einwohner zählende Hauptstadt Oberschlesiens heute Spitzenreiter bei neuen Technologien und Innovationen in Polen. Mehr als 40 Prozent der Stadtfläche wurden aufgeforstet, ein weitläufiges Radwegenetz wurde angelegt. Das verbesserte die Luftqualität – und die Lebensqualität der Bewohner. Die Stadt Katowice ist vom 3. bis 14. Dezember 2018 Gastgeber der UN-Klimakonferenz (COP24).

Elmenhorst-Lichtenhagen rüstet Beleuchtung auf LED um

Elmenhorst – Die Gemeinde Elmenhorst-Lichtenhagen (Landkreis Rostock) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 44.229,20 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in den Ortsteilen Elmenhorst und Lichtenhagen. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Geplant ist, die vorhandenen 97 Leuchten durch hocheffiziente LED-Leuchten zu ersetzen. Zusätzliche vier Lampen entstehen zur besseren Ausleuchtung. In Lichtenhagen betrifft dies 53 Leuchten, davon beispielsweise 38 in der Dorfstraße und fünf am Parkplatz Sporthalle. Von den 44 Leuchten im Ortsteil Elmenhorst werden unter anderem 17 am Wanderweg Pappelweg-Nordstraße, zwölf am Parkplatz Gemeindezentrum und acht in Nord- und Bergstraße ausgetauscht.

Durch diese Maßnahme können jährlich rund 28.000 Kilowattstunden Strom und knapp 14 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

„eFlotte“ macht Schule – zum Beispiel in Nordwestmecklenburg

Schwerin – In den großen Städten findet die Elektromobilität naturgemäß etwas leichter Anhänger als auf dem Land. Umso mehr freut sich Christian Pegel, Energie- und Verkehrsminister des Landes zugleich, über die wachsende Elektroauto-Flotte im Landkreis Nordwestmecklenburg – und darüber, dass eine Aktion der Landesregierung dazu mit beigetragen hat.

„Landrätin Kerstin Weiss hat vor zwei Jahren die Möglichkeit genutzt, im Rahmen des ‚Modellversuchs ,eFlotte‘ zwei Wochen lang ein Auto mit Hybridantrieb zu testen. Offenbar hat sie dieser praktische Anwendungsversuch überzeugt“, so der Minister.

Die Landrätin bestätigt das: „Wir beschäftigen uns im Landkreis bereits etwas länger mit dem Thema Elektromobilität. Darüber bin ich auch auf das landesweite Projekt „eFlotte – elektromobil unterwegs“ aufmerksam geworden und habe dann erstmals einen solchen Wagen ausprobiert. Das gab den entscheidenden Anstoß, unsere Dienstfahrzeugflotte nach und nach auf E-Mobilität umzustellen“, so Kerstin Weiss. Jetzt hat ihre Verwaltung ihre klimafreundliche Flotte um sechs neue Fahrzeuge auf insgesamt neun aufgestockt – fast ein Drittel des gesamten Fuhrparks mit insgesamt 28 Fahrzeugen.

Dazu zählt auch ein neuer Dienstwagen für Kerstin Weiss – ein BMW Hybrid Plug-in ähnlich dem, den auch Christian Pegel fährt. „Als Landkreis möchten wir einen Beitrag dazu leisten, ein Umdenken in Gesellschaft und Wirtschaft zu bewirken und möchten Vorbild sein, wenn es darum geht, die Energiewende mitzugestalten“, begründet die Landrätin.

„Es geht langsam voran, aber es geht voran – und das nicht nur in unseren großen Städten“, sagt Christian Pegel. In Wismar, Ludwigslust und Demmin beispielsweise fährt die Deutsche Post ihre Sendungen mit elektrisch betriebenen E-Scootern aus. „Wir wissen auch von einem Unternehmen in Hagenow, das sich nach unserer E-Mobil-Testaktion einen Dienstwagen mit Elektroantrieb zugelegt hat“, so Christian Pegel.

Unter den gut 33.300 KFZ-Neuzulassungen in M-V in den ersten neun Monaten dieses Jahres befinden sich 180 Elektroautos und knapp 1.100 Hybrid-Fahrzeuge – mehr als je zuvor. Und überall im Land entstehen neue Ladestationen.

Um die Elektromobilität in M-V weiter voranzutreiben, treffen sich die „Akteure Elektromobilität“ regelmäßig zum Austausch. Am Dienstag, 27. November, ist es wieder so weit: Dann geht es in Schwerin unter anderem um das Ladeinfrastrukturkonzept für Mecklenburg-Vorpommern, das zurzeit erstellt wird und im 2. Quartal 2019 veröffentlicht werden soll. Und es gibt einen Vortrag zur Umstellung von Flotten auf Elektroantrieb. „Ich hoffe sehr, dass der Landkreis Nordwestmecklenburg als Vorbild Schule macht“, sagt Christian Pegel und appelliert: „In punkto Klimaschutz sitzen wir alle in einem Boot. Je mehr darin mitrudern, desto schneller kommen wir ans Ziel. Dieses heißt: klimaschädlichen Schadstoffausstoß verringern – und dazu kann jeder sein Scherflein beitragen.“

LED-Beleuchtung für Amtsgebäude Parchimer Umland

Parchim – Das Amt Parchimer Umland (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 18.687,76 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Beleuchtung im Amtsgebäude an der Walter-Hase-Straße 42. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Im Amtsgebäude Parchimer Land sollen alle 127 Natrium- und Quecksilberdampfleuchten durch genauso viele hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt werden. Diese Maßnahme trägt zu einer jährlichen Einsparung von knapp 23.000 Kilowattstunden Strom und rund 14 Tonnen Kohlendioxid bei.