WEMAG-Kunden pflanzen etwa 1.400 Bäume für Klimawald

7. Baumpflanzaktion des kommunalen Energieversorgers WEMAG

Malchow – Der kommunale Energieversorger WEMAG hat am Sonnabend, den 14. Oktober mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern der Landesforst in der Nähe von Malchow seinen nächsten Klimawald gepflanzt. „Der Klimaschutz beginnt vor der Haustür. Deshalb packen wir selbst aktiv mit an und pflanzen seit sechs Jahren Bäume in unserer Region“, sagte WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart zu Beginn der 7. Baumpflanzaktion, die von Mitarbeitern des Forstamtes Wredenhagen fachlich geplant und begleitet wurde.

WEMAG-Baumpflanzaktion: Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart, Vorstand der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern Manfred Baum und WEMAG-Vorstandsmitglied Thomas Murche (v.l.) packten bei der WEMAG-Baumpflanzaktion ebenfalls mit an. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

„Ich freue mich, dass sich die Waldaktie in den zehn Jahren ihres Bestehens großer Beliebtheit erfreut und sich die WEMAG mit ihren Kunden mit dem Kauf von bisher etwa 44.300 Aktien vorbildlich engagiert. Schließlich erbringt der Wald eine Vielzahl von Leistungen. Er fördert die menschliche Gesundheit, verschönert die Landschaft und liefert uns den nachwachsenden und umweltfreundlichen Rohstoff Holz. Zudem wirkt er als Kohlenstoffspeicher, bindet Staubpartikel, kühlt das Umfeld, verbessert das Grundwasserdargebot, produziert Sauerstoff und erhöht die Artenvielfalt. Mit dieser Pflanzaktion leisten wir also auch etwas für nachfolgende Generationen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus.

„Da es ein Jubiläumsjahr für die Waldaktie ist, haben wir versucht, die Bäume des Jahres aus diesem Zeitraum zu bestellen, welche für diesen Boden geeignet sind“, erläuterte Forstamtsleiter Bernd Poeppel. Rund 1.400 Bäume, darunter etwa 1.000 Traubeneichen, jeweils 150 Elsbeeren und Vogelkirschen, Berg- und Feldahorn sowie Winterlinden, Ess- und Rosskastanien konnten innerhalb von etwa zwei Stunden in den Malchower Klostertannen, im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte, gepflanzt werden.

In den vergangenen Jahren halfen hunderte Kunden und andere Freiwillige bei der Durchführung der Baumpflanzaktionen des regionalen Energieversorgers. Im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee, im Seefelder Holz bei Mühlen Eichsen, auf einer Fläche bei Bad Kleinen, bei Herren Steinfeld sowie in Malchow wurden so bereits sechs Klimawälder mit einer Gesamtfläche von etwa 41 Hektar geschaffen. Die dort gepflanzten Eichen und Linden entwickeln sich gut. Initiiert wurde die Aktion von der WEMAG und der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2011.

Die WEMAG bietet mit wemio-Waldgas ein Erdgasprodukt mit ökologischem Mehrwert an. Für jeden Kunden investiert das Unternehmen zehn Euro, um Waldschutzprojekte im Norden zu unterstützen. Mit dem Geld wurden bisher ausschließlich Waldaktien der Landesforst MV erworben. Jede Aktie steht für die Aufforstung von fünf Quadratmetern Waldfläche.
Die WEMAG verwendet die zehn Euro je Erdgaskunde nicht nur für Klimawälder, sondern verteilt das Geld auf mehrere Projekte. So unter anderem in die Wildtierhilfe, MoorFuture-Zertifikate sowie in die Erhaltung, Revitalisierung und Neuanlage von Streuobstwiesen, die zu den artenreichsten Biotopen Europas gehören.

Umrüstung der Straßenbeleuchtung in Lambrechtshagen

Lambrechtshagen – Die Gemeinde Lambrechtshagen im Amt Warnow-West (Landkreis Rostock) erhält eine Zuwendung für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Das Energieministerium fördert das Projekt mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie.

Die Straßenbeleuchtung der Gemeinde wird im Wohngebiet Sievershagen II, Rostocker Straße, Siedlungsweg und Ostseeparkstraße auf energieeffiziente LED-Technik umgerüstet. Die derzeitigen 76 Leuchten werden durch hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt. Die vorhandenen Masten können weiterhin genutzt werden.

Nach Umsetzung der Maßnahme kann neben einer Energieeinsparung von 42.386 kWh pro Jahr auch eine CO2-Einsparung von 25 Tonnen pro Jahr erreicht werden.

Für dieses Vorhaben steht ein Zuschuss in Höhe von 29.419 Euro zur Verfügung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 58.838 Euro.

Gemeinde Krusenhagen rüstet Beleuchtung auf LED um

Krusenhagen – Für die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik erhält die Gemeinde Krusenhagen (Landkreis Nordwestmecklenburg) einen Zuschuss in Höhe von 13.373,50 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Gemeinde beabsichtigt, die vorhandene Straßenbeleuchtung in der Redentiner Landstraße, Gardinenstraße in Hof Redentin und im Wiesenweg in Gagzow auf energieeffiziente LED-Technik umzurüsten. Die vorhandenen 31 Natriumdampflampen werden durch 31 hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt. In Hof Redentin werden zudem drei Betonmaste durch neue feuerverzinkte Stahlmasten ausgetauscht.

Ziel dieser Maßnahme ist es, den Stromverbrauch sowie die Kohlendioxidbelastung zu reduzieren. Neben einer jährlichen Energieeinsparung von rund 8.315 Kilowattstunden kann eine Kohlendioxideinsparung von rund 5 Tonnen pro Jahr erreicht werden.

Neue Atomstudie: Aktuelle Probleme und Gefahren bei deutschen Zwischenlagern

BUND fordert Überprüfung des Atommüllzwischenlager-Konzeptes

Berlin – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heute eine neue Studie zu den wachsenden Sicherheitsproblemen der Atommüllzwischenlagerung präsentiert. Die Atomsicherheitsexpertin Oda Becker kommt in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass die Sicherung und Sicherheit der Atommüllzwischenlager problematisch sind. Defizite sieht die Studienautorin unter anderem bei fehlenden Reparatur- und Inspektionsmöglichkeiten und bei dem unzureichenden Schutz gegen potenzielle Terroranschläge.

Außerdem werden die Zwischenlager deutlich länger als geplant und bisher genehmigt in Betrieb bleiben müssen, weil mit der Einlagerung des Atommülls in ein tiefengeologisches Lager erst ab 2050 oder deutlich später begonnen werden kann. Dies bringt neue Risiken. Der BUND verlangte von den zuständigen Politikern in Bund und Ländern, diese Probleme endlich offen zu thematisieren. Dazu der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger: „Es muss Schluss sein mit einer Politik des Durchwurschtelns. Angesichts der zunehmenden Sicherheitsrisiken brauchen wir einen breiten öffentlichen Diskurs unter Beteiligung der Menschen an den Zwischenlagerstandorten. Zu diskutieren ist, wie die Zwischenlagerung weitergehen soll, welche Nachrüstungen erforderlich sind und ob eventuell verbesserte Neubauten die alten Lager ersetzen müssen.“

Behälter mit hoch radioaktivem Atommüll stehen in den zentralen Zwischenlagern in Gorleben, Ahaus und Lubmin. Daneben gibt es zwölf weitere Standortzwischenlager bei den Atomkraftwerken (AKWs) und das Behälterlager in Jülich. Trotz Nachrüstungen an einigen Zwischenlagergebäuden ist der Terrorschutz unzureichend. „Eine bewaffnete und entschlossene Terrorgruppe ist nach wie vor in der Lage, in die oberirdischen Zwischenlager einzudringen“, so Becker. Auch mit Blick auf die erwarteten, langen Lagerzeiträume, muss eine deutliche Verbesserung des Schutzes gegen Terrorangriffe erfolgen.

Die Sicherheitsnachweise für die Castorbehälter in den Zwischenlagern sind nur für 40 Jahre geführt worden. Bei einer verlängerten Zwischenlagerung können Alterungseffekte negative Auswirkungen auf die Sicherheit der Zwischenlager haben. „Sicherheitstechnisch relevant sind dabei Material- und Zustandsänderungen vor allem an der Primärdeckeldichtung, dem Tragkorb zur Aufnahme von Brennelementen, der Behälterinnenwand, dem Neutronenabsorber sowie dem Inventar“, so Becker. Hinsichtlich der fehlenden Erfahrungen mit Alterungseffekten bedürfe es umfangreicher Forschung und der Inspektion der Behälter.

An allen Zwischenlagerstandorten fehlen nach Stilllegung der Atomkraftwerke Möglichkeiten zur Reparatur schadhafter Castorbehälter. Diese werden auch benötigt, um wegen der längeren Zwischenlagerungsdauer mindestens stichprobenweise den Zustand von Behälterinventaren und Behälterinnenkomponenten zu prüfen. Oda Becker: „Es sollten an allen langfristigen Zwischenlagerstandorten während der gesamten zu erwartenden Betriebszeit „Heiße Zellen“ vorhanden sein, in denen Reparaturen der Behälter sowie die Überprüfungen von Inventar und Einbauten im Behälterinnenraum möglich sind.“

Vor dem Hintergrund der vorliegenden Ergebnisse, fordert der BUND vom neuen Bundestag die längst überfällige öffentliche Debatte über die Atommüllzwischenlagerung zu starten. „Wer Vertrauen in ein neues Suchverfahren für ein Atommüll-„Endlager“ aufbauen will, der muss auch die derzeitigen Zwischenlagerprobleme offen diskutieren und unter Beteiligung der aktuell Betroffenen das Atommüllzwischenlagerkonzept überprüfen“, forderte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Als ersten wichtigen Schritt gilt es die jetzt anstehenden Genehmigungsverfahren für die Aufnahme der Behälter aus der Wiederaufarbeitung in vier Standortzwischenlager mit Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen.

Deponie Ihlenberg setzt auf erneuerbare Energien

Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft und WEMAG bauen Zusammenarbeit aus

Schwerin – Die Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft mbH (IAG) und die WEMAG wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. Hintergrund ist der geplante Bau einer Photovoltaikanlage (PV) mit einer Leistung von insgesamt 11 Megawatt peak (MWPeak). Als Voraussetzung dafür wird voraussichtlich ab 2019 auf den in der Stilllegungsphase befindlichen Flächen der Deponie Ihlenberg eine insgesamt etwa zwei Meter starke sogenannte endgültige Oberflächenabdichtung aufgebracht.

„Mit dem Bau von PV-Anlagen auf Deponien haben wir bereits seit mehreren Jahren Erfahrung. Wir betreiben neben Paarsch auch in Tessin selbst errichtete Freiflächenanlagen auf einer ehemaligen Mülldeponie“, erklärte Thomas Murche, technischer Vorstand der WEMAG, den Gästen nach einer Besichtigung der PV-Anlage in Paarsch. Das Arbeitstreffen wurde später im WEMAG-Batteriespeicher in Schwerin-Lankow fortgesetzt.

Ähnlich wie in Paarsch, soll auch auf Teilen der Deponie Ihlenberg eine Photovoltaikanlage errichtet werden. Foto@ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

„Aus heutiger Sicht ist geplant, die auf dem Deponiegelände gewonnene Energie teilweise zu speichern. Dafür setzen wir auf die Erfahrungen der WEMAG im Bereich Speichertechnologien für unterschiedliche regenerative Energiequellen“, sagte Norbert Jacobsen, technischer Geschäftsführer der IAG. Außerdem sei vorgesehen, Ladesäulen für den Eigenbedarf der geplanten E-Fahrzeuge aufzubauen. Auch hier ist die WEMAG Vorreiterin und kann auf ein ständig wachsendes Netz an Ladesäulen im Land verweisen.

Außerdem plant die Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft ihre derzeitige PV-Anlage mit einer Leistung von 220 kWp umzubauen, so dass der Strom nicht mehr vollständig ins Netz gespeist wird, sondern auch für den Eigenbedarf genutzt werden kann. Auch für dieses Vorhaben hat die WEMAG ihre Unterstützung erklärt.

Die IAG und die WEMAG arbeiten schon seit einiger Zeit erfolgreich zusammen. So wird beispielsweise der Strom der mit Deponiegas betriebenen Blockheizkraftwerke von der WEMAG direktvermarktet. In den nächsten Monaten sollen die Gespräche fortgesetzt und die gemeinsamen Projekte konkretisiert werden.

Marlow erhält Zuschuss zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung

Marlow – Für die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung im Ort und entlang der Landstraße 181 erhält die Stadt Marlow einen Zuschuss in Höhe von 26.600 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Stadt beabsichtigt, die vorhandene Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik in Marlow und den Ortsdurchfahrten entlang der Landstraße 181 in den Ortsteilen Allerstorf, Jahnkendorf, Tressentin und Carlewitz umzurüsten. Die vorhandenen 91 Leuchten werden durch 91 hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt. Auch fünf neue Lichtmaste sowie 15 Meter Kabel werden erneuert.

Ziel ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Neben einer Energieeinsparung von rund 24.508,00 Kilowattstunden Strom pro Jahr kann jährlich eine Einsparung von rund 20 Tonnen Kohlendioxid erreicht werden.

Landesregierung unter Strom

Minister Caffier übergibt der Zentralen Fahrbereitschaft vier Elektrofahrzeuge

Schwerin – Innenminister Lorenz Caffier hat heute neue Dienstfahrzeuge in den Dienst der Landesregierung gestellt und der zentralen Fahrbereitschaft des Landes übergeben. Bei den vollelektrischen Fahrzeugen handelt es sich um das Modell BMW i3. Die kompakten Stromer ergänzen als vollwertige Dienstwagen den Fuhrpark der Landesregierung. Die Landesregierung hat im gemeinsamen Koalitionsvertrag vereinbart sich für einen Einsatz von unter anderem Elektrofahrzeugen in der Landesverwaltung einzusetzen.

„ Der Elektromobilität gehört die Zukunft, auch wenn es noch viele Vorbehalte gibt, was Reichweite, Lademöglichkeit und Preis betrifft. Bekanntlich geht probieren über studieren“, so Innenminister Lorenz Caffier und ergänzt: „Mit unserer Beschaffung setzen wir Impulse für den Elektro-Antrieb und verleihen dieser Zukunftstechnik neue Schubkraft.

Jeder Bedienstete kann im Rahmen seiner Dienstreise von nun an ein entsprechendes Fahrzeug nutzen und seine ganz persönliche Erfahrung mit der Elektromobilität machen. Die neuen Leasingfahrzeuge mit einer Höchstleistung von immerhin 75 kW und einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h verfügen über eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern.

Bereits Ende 2014 bis Ende 2016 wurde in einem Pilotprojekt mit einem E-Smart in der Zentralen Fahrbereitschaft der Landesregierung das Thema „Elektromobilität“ gestartet. Nunmehr soll das Thema weitergeführt bzw. erweitert werden.

Die neuen Fahrzeuge BMW i3 wurden für 24 Monate und 15.000 km p.a. geleast und ersetzen vier Fahrzeuge mit herkömmlichem Verbrennungsmotor im zentralen Fuhrpark. Ein weiteres, fünftes Fahrzeug vom Typ BMW i3 wird im kommenden Monat den Fuhrpark der Landesregierung verstärken.

Bützow erhält Zuschuss zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung

Bützow – Im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße GÜ 06 Ortsdurchfahrt Bützow (Landkreis Rostock) soll auch die Straßenbeleuchtung von der Gartenstraße bis zum Ziegelhofweg erneuert werden. Dafür erhält die Stadt Bützow vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 39.500 Euro (Fördersatz 50 Prozent).

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandene Beleuchtung in dem Bauabschnitt wird durch 29 energieeffiziente LED-Leuchten inklusive Masten und Kabel erneuert. Jährlich können dadurch rund 10.100 Kilowattstunden Strom und rund fünf Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Gemeinde Baabe erhält Zuschuss für Umrüstung der Beleuchtung auf LED

Insel Rügen – Für die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik in der Bollwerkstraße im Ostseebad Baabe (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 16.616,00 Euro (Fördersatz 50 Prozent) vom Energieministerium. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Gemeinde Ostseebad Baabe beabsichtigt, die Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik in der Bollwerkstraße (am Radweg) umzurüsten. Die vorhandenen neun Natriumdampf-Hochdrucklampen werden durch 15 LED-Leuchten inklusive Masten ersetzt.

Ziel ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Neben einer Energieeinsparung von rund 4.800 Kilowattstunden Strom pro Jahr kann jährlich eine Einsparung von rund 2,8 Tonnen Kohlendioxid erreicht werden.

Christian Pegel unterzeichnet für M-V Cuxhavener Appell 2.0

Cuxhaven – Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Ausbau der Offshore-Windenergie fordern die zuständigen Minister und Senatoren der fünf norddeutschen Küstenländer Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen von der Bundesregierung. Mit Vertretern der Offshore-Städte sowie der Branche haben sie am 11.09.2017 in der Stadt an der Elbmündung den „Cuxhavener Appell 2.0“ unterzeichnet. In dem Elf-Punkte-Papier fordern sie unter anderem eine Erhöhung der Ausbauziele, eine entsprechende Anpassung der Stromnetzkapazitäten sowie Unterstützung bei der Erforschung und Erprobung von Offshore-Windtechnologien.

„Mit diesem Appell an die Bundesregierung wollen wir die Offshore-Windenergie als Schlüsselbranche für ein Gelingen der Energiewende weiter stärken“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel und fügte hinzu: „Gemeinsam mit der Offshore-Windbranche haben die norddeutschen Länder mit dem Aufbau der erforderlichen Infrastruktur einen wesentlichen Anteil daran, dass die Kosten für offshore erzeugte Energie stark gesenkt werden konnten, innovative und weltweit nachgefragte Produkte und Dienstleistungen entwickelt wurden und eine exzellente industrielle Forschungs- und Entwicklungslandschaft entstanden ist. Die erste Ausschreibungsrunde im Frühjahr 2017 hat die Wettbewerbsfähigkeit der Offshore-Windenergie eindrucksvoll gezeigt und gleichzeitig verdeutlicht, welchen kostengünstigen Beitrag die Windenergie auf See für die Energiewende leisten kann. Jetzt gilt es, diese Wettbewerbsfähigkeit zu nutzen und zu stärken.“

Mit dem ersten Cuxhavener Appell 2013 konnten die Küstenländer eine Anhebung der Ausbauziele im „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) erreichen. „Die Offshore-Windenergie in Deutschland hat seitdem rasante Fortschritte gemacht. Die Offshore-Windenergie sorgt entlang der gesamten Wertschöpfungskette für hochqualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze im ganzen Bundesgebiet. Es gilt, die Chancen, die diese innovative Branche bietet, auch in Zukunft zu nutzen, um die Rolle Deutschlands als Technologieführer in der Offshore-Windenergie zu sichern und die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen“, fordert Christian Pegel unisono mit seinen norddeutschen Amtskollegen.

Umrüstung der Straßenbeleuchtung in Lambrechtshagen

Lambrechtshagen – Für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik erhält die Gemeinde Lambrechtshagen (Landkreis Rostock) einen Zuschuss in Höhe von insgesamt 124.611,31 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Gewährt werden 57.710,84 Euro für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik im Wohngebiet Sievershagen (Fulgen, Steinfulgen, Alter Sportplatz, Am Dorfteich, Gockelgasse, Hahnenkamp, Kückensteg, Hennenhof, Zu den Weiden, Heidenholt und Alt Sievershagen). Die vorhandenen 157 Natriumdampf- und Quecksilberdampflampen werden durch 157 LED-Leuchten ausgetauscht. Dadurch kommt es zu einer jährlichen Einsparung von rund 52.000 Kilowattstunden Strom und rund 31 Tonnen Kohlendioxid.

Für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung im Wohngebiet Lambrechtshagen I in den Straßen Tannenweg, Buchenweg, Birkenweg, Lindenweg, Ahornweg und Am Soll beträgt der Zuschuss 31.979,90 Euro. Hier werden 87 Natriumdampf- und Quecksilberdampflampen durch 87 neue LED-Leuchten ersetzt. Dadurch können pro Jahr rund 25.000 Kilowattstunden Strom und rund 15 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Der Zuschuss für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung im Wohngebiet Lambrechtshagen II in den Straßen Lindenanger, Dorfstraße, Rotbäkaue und In den Wischen beträgt der Zuschuss 34.920,57 Euro. Es sollen 95 Natriumdampf- und Quecksilberdampfleuchten durch 95 LED-Leuchten ausgetauscht werden. Durch diese Maßnahme können pro Jahr rund 27.000 Kilowattstunden Strom und rund 16 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Zuschüsse für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung

Zierow – Einen Zuschuss in Höhe von 18.338,55 Euro (Fördersatz 50 Prozent) erhält die Gemeinde Zierow vom Energieministerium für die energetische Erneuerung der Straßenbeleuchtung in Zierow. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Gemeinde Zierow beabsichtigt, entlang der Kreisstraße 22 in Zierow die Straßenbeleuchtung auf moderne energetische LED-Beleuchtung umzurüsten. Die vorhandenen acht Leuchten werden durch elf LED-Leuchten ersetzt. Auch die Masten und Kabel werden erneuert.

Durch diese Maßnahme können jährlich rund 6.500 Kilowattstunden Strom und rund vier Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Auch die Gemeinde Hornstorf erhält für die die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung erhält die Gemeinde Hornstorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) vom Energieministerium Mecklenburg-Vorpommern Zuschüsse in Höhe von insgesamt 26.800 Euro (Fördersatz 50 Prozent).

Die Gemeinde Hornstorf beabsichtigt, die Straßenbeleuchtung im Gewerbegebiet Kritzow umzurüsten. Es ist geplant, die vorhandenen 44 Natriumdampflampen durch 44 LED-Leuchten zu ersetzen. Dafür beträgt der Zuschuss 11.550 Euro. Neben einer Energieeinsparung von 16.423 Kilowattstunden Strom pro Jahr können jährlich zudem rund zehn Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Außerdem beabsichtigt die Gemeinde die Straßenbeleuchtung in der Ortslage Hornstorf umzurüsten. Die vorhandenen 61 Natriumdampflampen sollen durch 61 LED-Leuchten ersetzt werden. Für dieses Vorhaben beträgt der Zuschuss 15.250 Euro. Jährlich können durch diese Maßnahme 16.220 Kilowattstunden Strom und rund zehn Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Technologie-Unternehmen forscht zu Analyseplattform für Solaranlagen

Rostock – Das 2014 gegründete Rostocker Technologie-Unternehmen powerdoo GmbH entwickelt derzeit ein innovatives Analyse- und Monitoringsystem für Photovoltaikanlagen. Bislang erfolgt die Auswertung der Daten vor Ort direkt an den Anlagen. Jetzt soll in einem Forschungsvorhaben ein Monitoringsystem entwickelt werden, das die Daten ausliest und in Echtzeit an eine cloudbasierte Speicher- und Recheneinheit übermittelt. „Die powerdoo GmbH will eine innovative Software für die Überwachung und das Management von regenerativen Energiekraftwerken entwickeln, um den Aufwand für die Anlagenbetreiber zu verringern. Das junge Unternehmen setzt dabei auf eigene, wirtschaftsnahe Forschungs- und Entwicklungsarbeit, um für die Kunden intelligente Lösungen aufzuzeigen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Die powerdoo GmbH hat derzeit vier Mitarbeiter.

Über ein Webportal sollen die Anlagenbetreiber Zugriff auf die Daten Auswertungen zur Betriebsführung erhalten. Für das Testsystem integriert powerdoo die Datenformate und Protokolle verschiedener Hersteller, sodass die Lösung universell einsetzbar ist. Dabei werden geeignete Schnittstellen definiert und ein Betriebssystem für die verwendete Hardware-Plattform ausgewählt, welches die Daten aus der Solaranlage ausliest.

Der Webdienst soll für Photovoltaikbetreiber unterschiedliche Funktionalitäten darstellen, wie beispielsweise eine Verwaltung der Sensordaten, Datenverarbeitung und –analyse. Nach der Entwicklung des Hardware-Prototyps soll das Monitoringsystem im Livebetrieb getestet und optimiert werden. Dieser Schritt ist nach Unternehmensangaben für das nächste Jahr vorgesehen. Derzeit betreut das Unternehmen Systeme mit 697 Megawatt Peak (Einheit der maximalen Leistung eines Photovoltaik-Kraftwerks), produziert von 82.872 Wechselrichtern (diese dienen dazu, Gleichstrom in ein Wechsel- oder Drehstromnetz einzuspeisen, etwa bei ins Stromnetz einspeisenden Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung).

„International wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen stärken die Unternehmen und damit auch die Wirtschaft insgesamt in Mecklenburg-Vorpommern. So werden zukunftssichere und attraktive Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt gesichert und geschaffen“, sagte Glawe.

Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 207.380 Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf mehr als 365.000 Euro. „Die europäischen Fördermittel helfen, die Innovationskraft unserer Unternehmen durch die Unterstützung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu stärken“, sagte Glawe. In der Förderperiode von 2014 – 2020 können 168 Millionen Euro für wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung aus dem EFRE eingesetzt werden.

Sonne spendet Wärme für Wasserversorgung

AWG Sternberg und WEMAG gründen neue Gesellschaft für Wärme-Projekte

Schwerin/Sternberg – Die Allgemeine Wohnungsgenossenschaft Sternberg-Dabel-Brüel e.G. (AWG Sternberg) will die Sonnenenergie für die Warmwassergewinnung nutzen. Für die Montage der Solaranlagen auf zwei Wohnhäusern in der Sternberger Karl-Marx-Straße erfolgte am 9. August der Baustart. „Mit der Kollektorfläche von jeweils 25 Quadratmetern können wir in jedem Wohngebäude die Warmwasserversorgung in 40 Haushalten unterstützen. Das heißt, etwa ein Drittel des Wassers wird von der Sonne erwärmt“, erklärte der geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Allgemeinen Wohnungsgenossenschaft Sternberg-Dabel-Brüel e.G. Sven Parwulski. Mit der Einbindung der Erneuerbare-Energien-Anlagen wird auch die Umwelt entlastet. „Der Ausstoß von fast vier Tonnen Kohlendioxid wird jährlich pro Anlage vermieden. Außerdem werden je Gebäude rund 1.900 Kubikmeter Erdgas eingespart“, sagte Projektleiter Michael Schütt von der WEMAG Energiedienste GmbH, die auch das technische Konzept entwickelt hat.

Heizungsbaumeister Lars Ost prüft auf dem Dach die gerade angelieferten Bauteile für die Solaranlage. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Die Montage der Solaranlagen hat die in Sternberg ansässige Firma Michael Dei Heizung/Sanitär/Solar übernommen. „Es freut mich ganz besonders, dass ein regionaler Anbieter diesen Auftrag bekommen hat“, sagte Sven Parwulski bei der Anlieferung der Solarmodule.

Für die Realisierung dieses und weiterer Projekte haben die AWG Sternberg und die WEMAG Energiedienste GmbH die Energiedienste Sternberg GmbH gegründet, wobei die AWG mit 51 Prozent Gesellschafteranteilen Mehrheitsgesellschafterin ist. Sie übernimmt die kaufmännische und die WEMAG Energiedienste GmbH die technische Betriebsführung. „Von der Idee bis zur Umsetzung dieser Vorhaben hat es etwa zwei Jahre gedauert“, berichtete Michael Schütt und verwies auf einige Anfangsschwierigkeiten, die es gemeinsam zu lösen galt.

Bereits zum 1. Juli sind fünf Heizstationen in Sternberg in AWG-Wohnblöcken Am Sehrransbach und in der Karl-Marx-Straße in Betrieb genommen worden. Darüber hinaus wird gegenwärtig in der Karl-Marx-Straße ein kleines Heizhaus gebaut. „Von hier aus wollen wir drei Wohnblöcke mit modernster Heiztechnik versorgen“, kündigte Sven Parwulski an. Er rechnet im September mit der Inbetriebnahme.

Die Wohnungsgenossenschaft will die Fernwärmeversorgung in Sternberg stetig erweitern. Geplant ist die Umstellung zunächst in der Seestraße. Auch in Brüel wird auf eine moderne Wärmeversorgung gesetzt. So wurden bereits drei bestehende Heizstationen von dem vorherigen Wärmelieferanten übernommen, im nächsten Jahr soll nun mit dem Umbau dieser bestehenden veralteten Ölheizungsanlagen auf eine Heizung mit moderner Gas-Brennwerttechnik begonnen werden.

Strom-zu-Gas-Anlage der WEMAG übertrifft alle Erwartungen

  • Projektplattform zur Erkundung der „Strom zu Gas“ (SzG) Technologie in der Thüga-Gruppe erfolgreich abgeschlossen

  • Wichtige Erkenntnisse wurden in den zurückliegenden fünf Jahren Projektarbeit gesammelt und wissenschaftlich abgesichert

  • SzG und Gasverteilnetze sind integraler Bestandteil der Energiewende

  • Politik muss entsprechende Rahmenbedingungen schaffen

Schwerin/Frankfurt – Die Projektphase der Thüga-Gruppe zur Erkundung der Strom-zu-Gas-Speichertechnologie ist erfolgreich abgeschlossen. „Speicher sind ein wichtiger Baustein der Energiewende. Die Technologie ermöglicht, überschüssigen Wind- oder Solarstrom bestmöglich zu nutzen. Wir konnten eindeutig belegen, dass die Gemeinschaftsanlage in den zurückliegenden drei Jahren Praxisbetrieb alle Belastungstests bestanden hat. Die Technologie hat viele Erkenntnisse für die weitere Nutzung geliefert“, zeigt sich Tobias Struck, Leiter der Gruppe Speicher und Projekte bei der WEMAG, erfreut. Bei der Inbetriebnahme der Anlage auf dem Unternehmensgelände der Mainova in Frankfurt im Jahr 2014 war dies die weltweit erste Demonstrationsanlage, die Strom in Wasserstoff umwandelt und in das kommunale Gasverteilnetz einspeist. Strom zu Gas oder auch Power to Gas genannte Technologien verfolgen das Ziel, überschüssige Strommengen aus erneuerbaren Quellen in Gas umzuwandeln und damit der Nutzung im Wärme-, Mobilitäts- oder Stromerzeugungsmarkt zuzuführen.

In dem Projekt haben 13 Unternehmen der Thüga-Gruppe ihr Know-how gebündelt und gemeinsam in die Entwicklung der Strom zu Gas-Speichertechnologie investiert. Dabei stand die Prüfung der Praxistauglichkeit im Fokus. Aus Sicht der Projektpartner hat die Strom-zu-Gas-Technologie damit bewiesen, dass sie die notwendigen Voraussetzungen für den Praxiseinsatz erfüllt. So wurde die Anlage während des Livebetriebes mit Wind- und Solaranlagen, einem Blockheizkraftwerk (BHKW) und dem Stromverbrauch mittels Computersimulation in einem Smart Grid zusammen geschaltet. Nach Ansicht der Projektpartner hat sich die Technologie damit auch bei intelligenten Netzstrukturen bewährt.

Übertroffen hat die Anlage unsere Erwartungen besonders beim Wirkungsgrad. In ihrem relevanten Lastbereich zwischen 50 und circa 325 Kilowatt erreicht die Gesamtanlage – von der Stromentnahme bis zur Gaseinspeisung – einen Wirkungsgrad von bis zu 77 Prozent, bezogen auf den Brennwert“, hebt Struck besonders hervor. „Ferner konnten wir belegen, dass die Strom zu Gas-Technologie prinzipiell auch für den Einsatz im Primärregelenergiemarkt geeignet ist. Von den Vorteilen der Strom-zu-Gas-Technologie überzeugten sich in den zurückliegenden Monaten mehr als 1.300 Besucher.

SzG und Gasverteilnetze sind integraler Bestandteil der Energiewende

Aus Sicht der Projektpartner sprechen die volks- und energiewirtschaftlichen Gründe für eine kluge Kombination von SzG-Technologie und Gasverteilnetze:

  • Die notwendige Gasnetzinfrastruktur als Speichermedium ist vorhanden.

  • Nur das Gasnetz verfügt über die Kapazität, um den enormen Gesamtspeicherbedarf der Energiewende zu decken.

  • Ein großer Anteil des 2020 bestehenden Speicherbedarfs kann bereits durch die Umwandlung von Strom zu Wasserstoff und dessen Einspeisung in das Gasverteilnetz gedeckt werden.

  • Nahezu unbegrenzte Speicherkapazität entsteht durch eine zusätzliche Methanisierung des erzeugten Wasserstoffes.

  • Die Kopplung des Stromsektors mit dem Gassektor über die SzG-Technologie führt zu einer deutlichen Entlastung der Stromnetze und verringert deren Ausbaubedarf.

Politik muss entsprechende Rahmenbedingungen schaffen

Wer im Rahmen der Dekarbonisierung der Stromerzeugung, des Wärmemarktes und des Mobilitätsmarktes die SzG-Technologie nicht berücksichtigt, der verbaut der derzeit aussichtsreichsten Langzeitspeicherlösung die Zukunft und behindert die Energiewende“, unterstreicht Tobias Struck weiter. Nach Auffassung der Projektpartner ist die neue Bundesregierung gefordert, ein schlüssiges Konzept zur Entwicklung der SzG-Technologie vorzulegen.