Antimüllmonster-Projekt

Wismar – Die Schülerinnen und Schüler der evangelischen Schule „Robert Lansemann“ in Wismar sind Landesenergiesparmeister 2019. Die sieben bis neun Jahre alten Schülerinnen und Schülern konnte die Jury durch ihren Verzicht auf Plastik vollends überzeugen. In Ihrem Antimüllmonster-Projekt haben sie sich das Ziel gesetzt, überhaupt keinen Müll in den Brotdosen zu haben.

Energieminister Christian Pegel zeigt sich begeistert von dem großem Engagement: „Ich gratuliere den neuen Energiesparmeistern aus Wismar herzlich. Mit großer Freude beobachte ich die aktuelle Entwicklung, dass sich die jungen Generationen aktiv mit dem Klimaschutz auseinandersetzen und ihre Ideen und Vorstellungen der Welt von morgen auch in ihre Familien tragen. Dafür sind die Schülerinnen und Schüler aus Wismar mit ihrem Antimüllmonster-Projekt beispielhaft.“

Kinder, die überhaupt keinen Plastikmüll in ihren Brotdosen hatten, durften einen Strich auf der Antimüllmonsterliste machen und motivierten so ihre Eltern, ein plastikfreies Frühstück zu bereiten. „Der direkte Effekt in der eigenen Familie ist beim Projekt enorm und die Antimüllmonsterliste eine tolle Art, die Kinder und deren Familien zu motivieren und das eigene Verhalten ein Stück weit zu hinterfragen“ so Christian Pegel weiter. Die Aktionen der Schülerinnen und Schüler hörten aber nicht in der eigenen Familie auf. Sie hielten Vorträge in anderen Klassen, sprachen beim Bürgermeister vor und warben bei heimischen Fabriken dafür, auf Plastik zu verzichten.

Als Landessieger erhalten die Wismarer ein Preisgeld von 2.500 Euro – und haben sich zudem fürs Bundesfinale qualifiziert. Welcher der 16 Landessieger sich am Ende bundesweiter „Energiesparmeister Gold“ nennen und weitere 2.500 Euro Preisgeld mitnehmen darf, wird per Online-Abstimmung entschieden „Bis zum 5. Juni 2019 können Sie unter www.energiesparmeister.de/ abstimmen. Ich drücke die Daumen, dass viele Bürgerinnen und Bürger für das Projekt aus Wismar stimmen, damit aus den Landesmeistern vielleicht bald Bundesmeister werden“, ruft Christian Pegel auf.

Der Bundessieger wird am 14. Juni in Berlin bei der Preisverleihung im Bundesumweltministerium bekannt gegeben.

Fördermittel für LED-Umrüstung

Zingst – Die Gemeinde Zingst (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält vom Landesenergieministerium einen Zuschuss in Höhe von 256.500 Euro für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Das Vorhaben umfasst die Umrüstung bzw. Errichtung von insgesamt 368 Lichtpunkten auf LED-Technik und wird in zwei Bauabschnitten realisiert. Im ersten Bauabschnitt werden dazu die vorhandenen 20 Quecksilberdampfleuchten auf LED-Technik umgerüstet. Um die Straßenzüge der Gemeinde künftig optimal auszuleuchten, werden zusätzlich 35 LED-Leuchten errichtet. Masten und Kabel werden ebenfalls erneuert.

Im zweiten Bauabschnitt sollen 313 Lichtpunkte, bestehend aus Quecksilber- und Natriumdampfleuchten, auf die klimaschonendere Alternative umgerüstet werden.

Durch die Maßnahme können insgesamt ca. 91.000 kWh pro Jahr, sowie ca. 56 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Die Gesamtkosten der Maßnahme liegen bei 513.000 Euro.

Umrüstung von Lichtsignalanlagen auf LED

Stralsund – Für die Umrüstung von vier Lichtsignalanlagen im Stadtgebiet der Hansestadt Stralsund (Landkreis Vorpommern-Rügen) auf Lichtlösungen auf Basis von LED mit 24 Volt Betriebsspannung erhält die Hansestadt vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 56.500 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Es ist vorgesehen, die Lichtsignalanlagen in der Friedrich-Engels-Straße in der Kniepervorstadt und in der Greifswalder Chaussee im Stadtteil Andershof sowie zwei Anlagen auf der Rostocker Chaussee, eine in der Tribseer Vorstadt und die andere im Stadtteil Langerdorfer Berg auf LED umzurüsten.

Durch dieses Vorhaben können pro Jahr ca. 18.600 Kilowattstunden Strom sowie ca. 9,7 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Neues Wärmekonzept der Hansestadt Rostock

Rostock – Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock erhält vom Energieministerium einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 70.000 Euro für die Erstellung eines integrierten Wärmekonzepts „Klimaneutral 2050 – Der Wärmeplan in Rostock“. Die Fördermittel stammen aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Das geförderte Vorhaben umfasst die Erstellung eines Wärmekonzepts für Rostock, einschließlich der Untersuchung von kohlenstoffdioxidfreien, regenerativen Fernwärme- und Entwicklungsstrategien unter Berücksichtigung regionaler Vernetzungspotentiale. Als Ergebnis sollen eine oder mehrere Strategien zur kohlenstoffdioxidfreien Wärmeversorgung im gesamten Gebiet der Hanse- und Universitätsstadt Rostock entstehen. Genutzt werden sollen diese als Grundlage für die geplante Neuaufstellung des Flächennutzungsplans der Stadt.

Die Gesamtkosten für dieses Vorhaben belaufen sich auf ca. 200.000 Euro.

Neue Straßenbeleuchtung in Sülstorf

Sülstorf – Die Gemeinde Sülstorf im Landkreis Ludwigslust-Parchim erhält einen Zuwendungsbescheid in Höhe von etwa 118.000 Euro für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Das Vorhaben umfasst die Umrüstung der Straßen- und Gehwegbeleuchtung auf LED-Technik in der Hauptstraße in Sülstorf. Dabei werden 25 Leuchten inklusive Masten ausgetauscht. Außerdem werden fünf zusätzliche Leuchten inklusive Masten neu errichtet.

Mit der Umstellung auf die LED-Beleuchtung können ca. vier Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden. Weiterhin wird der Energieverbrauch um etwa 7.116 Kilowattstunden jährlich gesenkt.

Die Gesamtkosten für dieses Vorhaben belaufen sich auf ca. 281.400 Euro.

Förderung für Beleuchtungssystem

Rostock – Das Pflegeheim „Südhus“ in der Rostocker Südstadt erhält einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 35.700 Euro für die Umstellung des Beleuchtungssystems auf LED. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Durch eine spezielle Lichtsteuerung kann die Beleuchtung zeitgesteuert und automatisch an den Tagesablauf angepasst werden. Diese wird in den Fluren und im Speiseraum eingebaut.

Mit der Umstellung auf die LED-Beleuchtung können ca. neun Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden. Weiterhin werden der Energieverbrauch um ca. 17.151 Kilowattstunden sowie die Betriebskosten um 4.288 Euro jährlich gesenkt.

Die Gesamtkosten für dieses Vorhaben belaufen sich auf 59.500 Euro.

Norddeutsche Länder initiieren Wasserstoffstrategie

Hamburg –  – Die Wirtschafts- und Verkehrsminister der Küstenbundesländer haben im vergangenen November beschlossen, eine Strategie für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Norddeutschland zu erarbeiten. Die „Eckpunkte einer Norddeutschen Wasserstoffstrategie“ liegen nun vor – und wurden von der Regierungschefin und den Regierungschefs der norddeutschen Bundesländer auf ihrer Konferenz heute in Hamburg ausdrücklich begrüßt.

„Zudem wurde die eigens für die Strategie ins Leben gerufene ministerielle Arbeitsgruppe gebeten, ihre Arbeit aufgrund der vielversprechenden Grundlage fortzusetzen“, berichtet Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel.

„Wir haben uns bei der Erarbeitung des Eckpunktepapiers vor allem dafür eingesetzt, Lösungen zu finden, um die aktuell schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Außerdem ist uns wichtig, die Sektorenkopplung – im Speziellen die Wasserstofferzeugung – im Blick zu behalten und künftig besser zu ermöglichen.“

Der Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft sei eine wirtschafts- und strukturpolitische Chance für die Küstenbundesländer und insbesondere Mecklenburg-Vorpommern. Pegel: „Diese Chance wollen wir ergreifen und die Wasserstoffstrategie zügig vorantreiben und umsetzen“. Die Norddeutsche Wasserstoffstrategie soll im November 2019 zur nächsten Konferenz der Wirtschafts- und Verkehrsminister/-senatoren der norddeutschen Küstenländer vorgelegt werden.

Neue Straßenbeleuchtung in Zölkow

Zölkow – Die Gemeinde Zölkow im Landkreis Ludwigslust-Parchim will ihre veralteten Straßenlaternen auf LED-Technik umrüsten.

Damit sie ihren Eigenanteil finanzieren kann und somit für diese Maßnahme in den Genuss von Fördermitteln des Landes nach der Klimaschutzrichtlinie kommt, hatte sie einen Antrag auf Kofinanzierungshilfe gestellt. Über den Antrag hatte das Innenministerium auf Grundlage des Votums des interministeriellen Vergaberates positiv entschieden, nun ist der Bürgermeisterin ein Bewilligungsbescheid über 101.825,00 Euro Kofinanzierungsmittel zugesandt worden.

Hauptzuwendungsgeber ist das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung M-V mit einer Förderung in Höhe von rund 144.000 Euro.

Wasserstoff statt Diesel

Energieministerium fördert Studie zu Potenzialen des alternativen Kraftstoffs

Schwerin – Die WEMAG AG, die Stadtwerke Schwerin und das Transportunternehmen Volker Rumstich aus Parchim eint das Interesse an emissionsarmen Antrieben für Straßennutzfahrzeuge. Im Fokus steht aktuell Wasserstoff als alternativer Kraftstoff und Energieträger. Die Unternehmen haben gemeinsam eine Studie in Auftrag gegeben, in der die Einsatzbedingungen von kohlendioxidfrei betriebenen Nutzfahrzeugen und Stadtbussen in Mecklenburg-Vorpommern untersucht werden sollen. Die Studie wird vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern mit 36.000 Euro gefördert.

Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin sind die WEMAG AG, die Stadtwerke Schwerin sowie das Transportunternehmen Rumstich Partner des Projektes „Blue-Line“ Westmecklenburg. Entlang der Hauptinfrastrukturachsen A 24 über Valluhn/Gallin, Schwerin und Parchim soll Wasserstoff als alternative und grüne Energie genutzt werden. Erklärtes Ziel der Netzwerkpartner ist die Speicherung der in Mecklenburg-Vorpommern erzeugten Energie aus Wind- und Solaranlagen in molekularer Form, also Wasserstoff und auch LNG-Gas. Derzeit fehlt eine ausreichende Speichermöglichkeit.

Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern (r.) übergibt den Fördermittelbescheid in Höhe von 36.000 Euro an die Projektpartner, vertreten mit Thomas Murche, technischer Vorstand der WEMAG; Volker Rumstich, Geschäftsführer des Transportunternehmen Volker Rumstich Transport GmbH; Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer zu Schwerin; Dr. Josef Wolf, Geschäftsführer Stadtwerke Schwerin GmbH und Sylvia Schimanek, Leiterin des Projektes „Blue-Line“ bei der WEMAG (v. r. n. l.). Foto @ WEMAG/Diana Kuhrau

„Für eine erfolgreiche Energiewende brauchen wir nicht nur eine Strom-, sondern auch eine Wärme- und Mobilitätswende. Die deutschen und die europäischen Klimaschutzziele sind ohne einen Wandel in der Wärmeerzeugung und in unserer Mobilität kaum erreichbar. Deshalb haben wir großes Interesse daran, dass auch die Nutzfahrzeuge und öffentlichen Personenbeförderungs-Unternehmen zur Kohlenstoffdioxidreduzierung beitragen“, sagte Energieminister Christian Pegel und fügte hinzu: „Die Vorstudien sind von großer Bedeutung, um die Einsatzbedingungen von kohlstoffdioxidfreien Fahrzeugen zu analysieren. Die Partner des Netzwerkes „Blue-Line“ in Westmecklenburg unterstützen wir deshalb sehr gern bei diesem Vorhaben.“

Die WEMAG bietet grüne Stromprodukte. Sie errichtet und betreibt bereits seit Jahren Batteriespeicher. Diese sind jedoch nicht für eine Speicherung der Wind- und Solarenergie über Tage beziehungsweise Wochen geeignet. Daher steigt zunehmend weltweit das Interesse an der Nutzung von Windstrom für die Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse und für dessen Speicherung sowie die Bereitstellung als Kraftstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir haben in der Vergangenheit bereits in die Entwicklung der Power-to-Gas-Speichertechnologie investiert und wertvolle Erfahrungen mit diesem umweltfreundlichen Verfahren gesammelt. Das Gasverteilnetz gilt nicht ohne Grund als die Batterie der Zukunft“, erklärte Thomas Murche, technischer Vorstand der WEMAG.

„Die Stadtwerke Schwerin GmbH (SWS) befassen sich mit der Entwicklung alternativer und nachhaltiger Energieversorgungskonzepte. Wir sind überzeugt, dass über Power-to-X-Technologien zukünftig Windstrom gespeichert wird und idealerweise dann als Raumwärme oder Treibstoff im Mobilitätsmarkt verwendet werden wird. Seit langem betreiben wir das Erdgasnetz in der Landeshauptstadt Schwerin und derzeit zwei Erdgastankstellen für Pkw“, so SWS-Geschäftsführer Dr. Josef Wolf. Dabei gewinnt Wasserstoff immer mehr an Bedeutung. Insbesondere besteht Interesse an einer Zumischung von Wasserstoff aus Windenergie in das bestehende Erdgasnetz. Damit sollen kommunale Nutzfahrzeuge mit Wasserstoff zumischtauglichen Erdgasverbrennungsmotoren betankt werden, bis das Gasnetz auf kohlendioxidfreie Gase umgestellt ist.

Das Transportunternehmen Volker Rumstich Transport GmbH aus Parchim setzt sich aus Überzeugung für den Einsatz alternativer und emissionsarmer Antriebe ein. Das Unternehmen interessiert sich für den Einsatz vollelektrischer Nutzfahrzeuge. „Brennstoffzellen haben eine potenziell hohe Energiespeicherdichte. Im Gegensatz zum Batterieantrieb scheint der Brennstoffzellenantrieb in Nutzfahrzeugen bereits jetzt schon Reichweiten von 700 Kilometern zu ermöglichen. Das macht die schweren Fahrzeuge mit Brennstoffzellen für uns als Flottenbetreiber noch attraktiver“, sagte Geschäftsführer Volker Rumstich. Dem batteriebetriebenen LKW wird bei größeren Entfernungen keine Zukunft bescheinigt.

Die IHK zu Schwerin als Initiator des Projektes Blue Line“ ist überzeugt von der künftigen Nutzung von Wasserstoff: „Eine Blue-Line von West nach Ost über Schwerin kann die Nutzbarkeit von Wasserstoff erkennbar machen. Der Standort Westmecklenburg kann Kulminationspunkt sein für Wasserstoffproduktion aus erneuerbaren Energien und dessen Speicherung und Aufbau einer Infrastruktur für Mobilität und Wärme oder Kälte“, erklärte Klaus Uwe Scheifler, Geschäftsbereichsleiter bei der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin. „Eine enge Abstimmung im Land und darüber hinaus mit der Metropolregion Hamburg und im ganzen Norden ist wichtig. Wir brauchen eine Ausweitung des Experimentierfeldes für die Sektorenkopplung auf Mecklenburg-Vorpommern“, so Scheifler abschließend.

Ziel der vom Energieministerium geförderten Studie ist die Erarbeitung einer Handlungsempfehlung für geeignete Herstellungs-, Speicher-, Verteilungs- und Anwendungsszenarien für Wasserstoff als Kraftstoff im Straßenverkehr. Dabei werden sowohl technische als auch ökonomische Aspekte berücksichtigt und die in Mecklenburg-Vorpommern erzeugten erneuerbaren Energien einbezogen.

Um eine Erweiterung der Wasserstoffinfrastruktur wirtschaftlich zu gestalten und die Zahl der Nutzfahrzeuge mit Brennstoffzellen für eine Auslastung der Tankstellen zu erhöhen, ist die Bündelung von Flottenbetreibern nötig. Als potenzielle Treiber gelten dabei hauptsächlich die norddeutsche Nahrungsmittelindustrie, aber auch der kommunale oder private Lieferverkehr mit Leichttransportern.

Die Nutzung der vorhandenen Tankstellen durch Pkw und LKW ist mit geringem Umbauaufwand bereits heute möglich. Auf der Basis der Ergebnisse der Studie, sollen ab Herbst 2019 Maßnahmen sowie eine Strategie zur Umsetzung in Westmecklenburg entwickelt werden. „Mit dieser Studie leisten wir in vielen Bereichen Pionierarbeit, die Ergebnisse werden von großer Relevanz sein“, kündigte WEMAG-Vorstand Murche an.

Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Power-to-Gas-Technologie, bei der Strom dazu eingesetzt, wird, durch Elektrolyse Wasserstoff zu erzeugen. Dafür soll die überschüssige Energie beispielsweise aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen genutzt werden. Gegenwärtig steigt das Interesse an der Sektorkopplung zur Nutzung von Energien aus nachhaltigen Quellen im Verkehrssektor. Parallel werden alternative Antriebstechnologien für Nutzfahrzeuge sowie die Verwendung von Wasserstoff als Kraftstoff und Energieträger weiterentwickelt.

Wasserstoff als Kraftstoff

Schwerin – Am Donnerstag, 2. Mai 2019, übergibt Energieminister Christian Pegel in Schwerin einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 36.000 Euro an den Stromversorger Wemag. Das Unternehmen will damit eine Studie zur Nutzung von Wasserstoff als Kraftstoff in Auftrag geben. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie zur Umsetzung von Klimaschutzprojekten in wirtschaftlich tätigen Organisationen vergeben.

Mit Hilfe der Fördermittel soll eine ganzheitliche Untersuchung der Herstellungs-, Distributions- und Anwendungsszenarien für Wasserstoff als Kraftstoff erstellt werden. Der Schwerpunkt der geförderten Studie liegt auf den Straßennutzfahrzeugen. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen abzuleiten, um die Wasserstoff-Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern voranzutreiben.

Die Schweriner Wemag ist ein bundesweit aktiver Öko-Energieversorger und Telekommunikationsdienstleister mit regionalen Wurzeln und Stromnetzbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Zusammen mit der Wemag Netz GmbH ist sie für ca. 15.000 Kilometer Stromleitungen verantwortlich, vom Hausanschluss bis zur Überlandleitung. Das Energieunternehmen liefert Strom, Gas, Internet und Netzdienstleistungen an Privat- und Gewerbekunden. Die Wemag befindet sich seit Januar 2010 im Mehrheitsbesitz der Kommunen ihres Versorgungsgebietes.

Förderung für klimafreundlichen Linienbus

Greifswald – Am Mittwoch, 1. Mai 2019, übergibt Verkehrsminister Christian Pegel im Rahmen des Fahrradfests zum Beginn des „Stadtradelns“ in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 130.000 Euro an Thomas Prauße, Geschäftsführer der Stadtwerke Greifswald. Die Förderung erfolgt gemäß der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für die Neubeschaffung von Bussen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Mecklenburg-Vorpommern.

Mit der Förderung wird die Neuanschaffung eines Standardlinienbusses mit „Natural Gas Technology“ unterstützt. Diese Antriebstechnologie stellt eine Alternative zum klassischen Dieselantrieb dar. Der Bus kann sowohl mit Erdgas als auch mit Bio-Erdgas, einem Produkt aus erneuerbaren und abbaubaren Stoffen, betrieben werden und fährt damit nahezu kohlenstoffdioxidneutral. Er soll überwiegend im ÖPNV genutzt werden und wird mindestens 30.000 Kilometer pro Jahr zurücklegen.

Die Gesamtkosten für die Anschaffung betragen 318.000 Euro. Die Differenz von 188.000 Euro finanziert die Universitäts- und Hansestadt aus Eigenmitteln.

Über die Richtlinie wird seit 2013 die Neubeschaffung von Bussen gefördert. In der Regel wird jedes Fahrzeug mit maximal 100.000 Euro gefördert. Bei alternativen Antrieben liegt die Höchstförderung bei 130.000 Euro. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung verbindet mit den Förderungen die Erwartung, dass mit den neuen Bussen die Attraktivität und insbesondere der Ausbau eines barrierefreien ÖPNV-Angebots nachhaltig verbessert werden.

Aktionen für die ganze Familie zum Tag der Erneuerbaren Energien

Schwerin – Am kommenden Wochenende, vom 26. bis 28. April, öffnen zum fünften Mal Unternehmen im Land ihre Türen zum bundesweiten Tag der Erneuerbaren Energien. Insgesamt finden am Aktionswochenende mehr als 50 Aktionen in Mecklenburg-Vorpommern statt.

„Das Programm ist auch in diesem Jahr sehr vielseitig: Es reicht vom Fahren eines Segway-Parcours‘ in Rostock über den Aufstieg auf verschiedene Wind-energieanlagen im Land bis hin zur Fahrt mit einem Elektrokutter auf dem Güstrower Inselsee“, kündigte Energieminister Christian Pegel heute bei der Landespressekonferenz in Schwerin an.

„Neben den Möglichkeiten, sich aktiv mit den erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern zu befassen, bieten die Unternehmen ein buntes Programm zum Beispiel für Kinder, die unter anderem durch Experimente und Mitmachaktionen spielerisch an das Thema herangeführt werden. Zudem begrüße ich, dass sich in verschiedenen Städten Veranstalter zu gemeinsamen Aktionen zusammengeschlossen haben. In Rostock gibt es gar erstmals einen Shuttle-Service zwischen verschiedenen Aktionsstandorten“, führte Christian Pegel aus.

Im Rahmen des Aktionswochenendes bieten insgesamt 67 Unternehmen und Institutionen von Freitag, 26. April, bis Sonntag, 28. April, bei rund 50 Aktionen die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen und erneuerbare Energien hautnah zu erleben. So stellen sich zum Beispiel die Macher von „Campfire“ in Greifswald vor: Sie forschen an Verfahren, mit denen in M-V produzierte Windenergie vor Ort zu grünem Ammoniak als neuer Energiespeicher und emissionsfreier Treibstoff für die Schifffahrt umgewandelt werden kann.

„Durch Ammoniak wird zukünftig eine kohlenstofffreie Energieversorgung möglich. Denn bei der Verstromung, des unter Einsatz von erneuerbarer Energien aus Luftstickstoff und Wasser hergestellten Energieträgers entstehen genau diese beiden Endprodukte wieder. Für unsere Region besteht in den kommenden Jahren eine riesige Chance, sich zu einem High-Tech-Standort für exportfähige Ammoniak-Technologien zu entwickeln“, sagt Dr. Angela Kruth vom Greifswalder Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie. Sie koordiniert das Projekt „Campfire“, an dem ein Bündnis aus 31 Partnern arbeitet.

Der Windenergieanlagenhersteller Nordex öffnet zum „Tag der Erneuerbaren“ seine Produktionsstätte in Rostock. Besucher haben so die seltene Gelegenheit, die Maschinenhausproduktion zu besichtigen. Sie können sich zudem über Berufe und Stellenangebote in der Branche informieren. „Der Tag der erneuerbaren Energien ist inzwischen eine traditionelle und hervorragende Initiative, die uns als Branche die Möglichkeit gibt, uns zu präsentieren und es Bürgern ermöglicht, einen Einblick in die Welt der erneuerbaren Energien zu erhalten. Daher sind wir als Unternehmen gern dabei“, sagt Günter Steininger, Leiter Repowering & Projekte bei Nordex Deutschland, und fügt hinzu: „Wir öffnen unseren Werkstore im ehemaligen Dieselmotorenwerk nahe des Rostocker Hauptbahnhofs und freuen uns auf den Austausch mit vielen Besuchern.“

„Dies sind nur zwei Beispiele aus den spannenden Angeboten zum Tag der Erneuerbaren in Mecklenburg-Vorpommern“, sagt Christian Pegel. Dass sich auch im fünften Jahr wieder so viele Unternehmen und Institutionen in M-V beteiligen, zeige, welche Rolle die erneuerbaren Energien im Land spielen. „Schon seit 2013 kann unser Land rein rechnerisch seinen gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Quellen decken. Dank der günstigen Voraussetzungen bei uns haben sich viele Unternehmen der Branche in M-V angesiedelt. Die erneuerbaren Energien stärken so die Wirtschaftskraft von Mecklenburg-Vorpommern und bieten den Menschen Arbeitsplätze und sichere Einkommen.“

Informationen zu allen Aktionen vom 26. bis 28. April 2019 erhalten Sie im Internet unter www.energietag-mv.de sowie auf Facebook unter www.facebook.com/energietagmv.

Klimaschutzwettbewerb geht in die fünfte Runde

Schwerin – Mit dem Aktionswochenende zum Tag der Erneuerbaren Energien 2019 startet am 27. April auch der 5. Klimaschutzwettbewerb des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern. Zum Thema „KlimaSichten – Mit Weitblick in die Zukunft“ können in diesem Jahr erneut künstlerisch-kreative Beiträge in den Kategorien Foto, Plakat/Collage, Malerei/Grafik und Kurzfilm eingereicht werden. Bewerben können sich alle Bürgerinnen und Bürger Mecklenburg-Vorpommerns wie auch Gruppen, beispielsweise Schulklassen.

„Im vergangenen Jahr haben wir mit dem Wettbewerb eine große Bandbreite an Teilnehmerinnen und Teilnehmern – Erwachsene, Jugendliche und sogar Kindergartenkinder – erreicht, die sich kreativ mit dem Schutz des Klimas und den Herausforderungen des Klimawandels auseinandergesetzt haben“, sagt Landesenergieminister Christian Pegel. „Diesen erfolgreichen Weg möchten wir in diesem Jahr fortsetzen, um die Themen Klimaschutz und Klimawandel mit dem landesweiten Wettbewerb weiter in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.“ Das große Ziel dahinter: „Nachhaltig gestalteter Klimaschutz und die Auseinandersetzung mit den Folgen des Klimawandels brauchen Akzeptanz in der ganzen gesellschaftlichen Breite. Der Klimaschutzwettbewerb ist ein Baustein, mit dem wir zum Beschäftigen mit diesem Thema anregen wollen.“

Prominente Unterstützung gibt es dabei vom Schauspieler Hinnerk Schönemann, der die Schirmherrschaft für den diesjährigen Wettbewerb übernommen hat: „Wir befinden uns in einer Zeit des Umbruchs. Unsere Erde ist das Tollste, das uns geschenkt wurde. Im Kleinen wie im Großen ist es unsere Aufgabe, diese zu erhalten. Für uns und unsere Kinder. Kreative Ideen haben die Kraft, Veränderungen anzustoßen. Daher unterstütze ich den Wettbewerb ‚KlimaSichten‘ sehr gern als Schirmherr und bin gespannt auf die Resonanz.“

Zu gewinnen gibt es beim landesweiten Klimaschutzwettbewerb Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. August 2019. Eine Jury wählt die besten Beiträge aus. Diese werden im Rahmen der Klima-Aktionswoche im September in Rostock präsentiert.

„Der Klimaschutzwettbewerb steht in diesem Jahr erneut ganz im Zeichen der Kunst. Denn gerade in der künstlerischen Auseinandersetzung mit einem Thema lassen sich kreative Potenziale entfalten“, sagt Christian Pegel und ruft zur Teilnahme auf: „Ich freue mich auf viele spannende Beiträge.“

Schwesig: Windkraft-Branche hat große strategische Bedeutung für MV

Ministerpräsidentin Schwesig mit Bundeskanzlerin Merkel und Dr. Johannes Teyssen (E.ON SE-Vor­stands­vor­sit­zen­der)

Ministerpräsidentin Schwesig mit Bundeskanzlerin Merkel und Dr. Johannes Teyssen (E.ON SE-Vor­stands­vor­sit­zen­der)

Insel Rügen – „Heute senden wir ein starkes Signal aus: Es geht voran mit der Energiewende. Offshore-Windkraft ist dabei ein entscheidendes Element. Das ist ein Weg mit Zukunft. Ein Weg, den wir mit starken Partnern wie E.ON und Equinor gemeinsam gehen. Ich gratuliere sehr herzlich zur Fertigstellung des Projektes Arkona“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig anlässlich der Inbetriebnahme des Offshore-Windparks Arkona heute in Sassnitz.

Das Projekt stehe für preisgekrönte Hochtechnologie, für hervorragende Organisation in der Planungs- und Bauphase. „Und es steht für zukunftssichere Stromerzeugung, für Nachhaltigkeit und einen sparsamen Umgang mit Ressourcen.“

 Arkona sei der vierte Windpark nach Baltic 1 und 2 und Winkinger und zugleich der größte. „Zum Erfolg der Offshore-Windkraft in Mecklenburg-Vorpommern tragen die hervorragenden natürlichen Bedingungen bei, die wir hier vor der Küste in der Ostsee haben: genügend Wind bei vergleichsweise ruhiger Witterung. Dazu geringe Wassertiefen und kürzere Kabelverbindungen zum Land als anderswo. Das macht den Netzanschluss deutlich günstiger.“

 Dazu kämen starke Häfen wie Sassnitz-Mukran. Den Ausbau des Hafens habe das Land in den letzten Jahren kräftig vorangetrieben.

„Ich freue mich, dass mit E.ON ein weiteres führendes Unternehmen im Bereich der Offshore-Windenergie die hervorragenden Bedingungen in Sassnitz genutzt hat. Wir in Mecklenburg-Vorpommern gehören zu den Vorreitern in Deutschland bei der Erzeugung der Erneuerbaren Energien, bei der technischen Innovation in diesem Wachstumsmarkt. Das ist eine Erfolgsgeschichte, die wir fortsetzen wollen. Die Windkraft-Branche hat große strategische Bedeutung für die gesamte Wirtschaft im Land, mit Aufträgen für viele Bereiche. In erster Linie natürlich bei den Herstellern und Zulieferern der Windkraftanlagen selbst. Dazu gehört aber auch der gesamte Dienstleistungs- und Servicebereich. Diese große wirtschaftliche Chance wollen wir für unser Land entschlossen nutzen.“

Umstellung Straßenbeleuchtung in Leuschentin auf LED-Technik

Leuschentin – Die Straßenbeleuchtung in Leuschentin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) soll auf LED-Technik umgestellt werden. Hierzu müssen 36 Mastaufsatzleuchten demontiert und komplett modernisiert sowie 6 Masten gänzlich erneuert werden. Darüber hinaus sollen zusätzliche Masten aufgestellt werden für einen geringeren Leuchtenabstand und um die Bushaltestelle besser auszuleuchten.

Damit die Gemeinde Kummerow ihren Eigenanteil finanzieren kann und somit für diese Maßnahme in den Genuss von Fördermitteln des Landes nach der Klimaschutzrichtlinie kommt, hatte sie einen Antrag auf Kofinanzierungshilfe gestellt.

Über den Antrag hatte das Innenministerium auf Grundlage des Votums des interministeriellen Vergaberates positiv entschieden, nun ist dem Bürgermeister ein Bewilligungsbescheid über 21.500 EUR zugesandt worden. Hauptzuwendungsgeber ist das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung M-V mit einer Förderung in Höhe von 43.000 EUR.

Innenminister Lorenz Caffier: „Durch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf die energiesparende LED-Technik setzt die Gemeinde ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz. Jede gesparte Kilowattstunde Strom unterstützt das Gelingen der beschleunigten Energiewende und schont gleichzeitig den Geldbeutel der Kommune. Vom Klimaschutz profitieren alle, durch geringere Stromkosten und ein gesundes Klima.“