Erfolgreiche Kooperationen in der Windenergie

Schwerin – In der Windenergie profitiert Mecklenburg-Vorpommern von der guten Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und den wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes. Das sagte Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin im Energieministerium von Mecklenburg-Vorpommern, zum Auftakt der 6. Zukunftskonferenz Wind & Maritim. Sie findet am Mittwoch und Donnerstag (17./18.05.2017) in Rostock statt. Der Veranstalter WindEnergy Network erwartet rund 350 Besucher aus dem In- und Ausland.

So unterstütze die Universität Rostock die Branche, insbesondere durch ihre Fakultäten Maschinenbau und Schiffstechnik sowie Informatik und Elektrotechnik. Und der Stiftungslehrstuhl für Windenergietechnik bilde Windenergie-Ingenieure aus, sagte die Staatssekretärin. Die Zusammenarbeit erstrecke sich nicht nur auf den Bereich der Komponenten, sondern zum Beispiel auch auf die Speicherung von Energie.

„Außerdem sprechen wir intensiv mit dem Bund über die Anbindung des Testfeldes für Offshore-Windenergieanlagen im Küstenmeer vor Warnemünde“, sagte Ina-Maria Ulbrich. „Wir freuen uns über die Unterstützung durch die Offshore-Stiftung, die ein passendes innovatives Konzept zum Netzanschluss des Testfeldes vorbereite. Als Netzwerker und Interessenvertreter der Windenergie habe sich zudem das Wind Energy Network erfolgreich etabliert, das auch die Zukunftskonferenz Wind & Maritim organisiere.

Auch mit dem Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz sei Mecklenburg-Vorpommern bundesweit Schrittmacher. „Wir sind das erste Bundesland, das eine Bürgerbeteiligung an Windparks gesetzlich verankert hat“, sagte die Staatssekretärin. Noch sei es zu früh für ein erstes Fazit, da das Gesetz erst vor einem Jahr in Kraft getreten sei. Zurzeit würden noch Windparkprojekte umgesetzt , deren Planung früher begonnen habe. Für diese Projekte gelten Übergangsfristen. „Ich bin mir sicher, dass dieses Gesetz die Akzeptanz von Windparks noch vergrößern wird“, sagte Ina-Maria Ulbrich. „Mecklenburg-Vorpommern will seine gute Position in den erneuerbaren Energien weiter ausbauen.

Zuschüsse für LED-Beleuchtung in „Kaffeemühle“ und Runge-Haus

Wolgast – Die Stadt Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 34.504,74 Euro (Fördersatz 60 Prozent) für die Umrüstung der Beleuchtung im Museum „Kaffeemühle“ sowie im Runge-Haus auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz- Förderrichtlinie Kommunen.

Im Museum „Kaffeemühle“ sowie im Runge-Haus werden aktuell 157 Leuchten aus dem Jahr 1992 verwendet, welche durch LED-Lampen ausgetauscht werden sollen. Dadurch können jährlich rund 6.200 Kilowattstunden Strom sowie rund 14,8 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Schwaan erhält Zuschuss für LED-Beleuchtung im Kunstmuseum

Schwaan – Die Stadt Schwaan (Landkreis Rostock) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 18.240, 00 Euro (Fördersatz 60 Prozent) für die Umrüstung der Beleuchtung im Kunstmuseum auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Stadt Schwaan betreibt in der alten Wassermühle ein Kunstmuseum zur Künstlerkolonie, dessen Ausstellungsräume bisher mit 150 Halogenstrahlern ausgeleuchtet wurden. Geplant ist, auf 90 LED-Leuchten umzurüsten. Dadurch können jährlich rund 12.780 Kilowattstunden Strom sowie rund 12 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Zudem sinkt die Wärmeabstrahlung der Beleuchtung, sodass die Klimaanlage im Museum weniger stark beansprucht wird.

Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED in Grambow

Grambow – Die Gemeinde Grambow und ihre Ortsteile Wodenhof, Ziegelei und Schäferei im Kreis Nordwestmecklenburg erhalten vom Energieministerium für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik einen Zuschuss in Höhe von 218.525,91 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Ausgetauscht werden insgesamt 125 alte Quecksilber- bzw. Natriumdampflampen: 98 im Bereich der Ortslage Grambow, 18 im Ortsteil Wodenhof, sieben in der Ziegeleistraße und zwei in der Schäferei. Auch die Masten und Kabel werden erneuert.

Dadurch können jährlich rund 28.200 Kilowattstunden Strom sowie rund 16 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Öko-Wertpapiere aus Mecklenburg-Vorpommern im Aufwind

Schwerin – Die in Mecklenburg-Vorpommern entwickelten Öko-Wertpapiere erfreuen sich weiter großer Beliebtheit. Jüngstes Beispiel: die WEMAG AG kauft 500 MoorFutures. „Ich freue mich sehr über dieses Engagement!“ sagte Umweltminister Dr. Backhaus im Rahmen der Übergabe des Zertifikates an die Vertreter der WEMAG AG. „Wir alle sind unmittelbar abhängig von den durch die Natur erbrachten Ökosystemleistungen, sei es im Klimaschutz, bei der Verbesserung der Wasserqualität oder bei der Artenvielfalt. Die Öko-Wertpapiere Waldaktie, MoorFutures und Streuobstgenussschein ermöglichen es allen, ob Unternehmen oder Privatpersonen, den Erhalt dieser Leistungen zu unterstützen“, erläuterte der Minister.

Umweltminister Dr. Till Backhaus überreicht WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart und WEMAG-Vertriebsleiter Michael Hillmann (v. l.) die Urkunde für den Erwerb von 500 MoorFutures-Zertifikaten. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Die WEMAG kauft bereits zum zweiten Mal MoorFutures und erhöht damit die Attraktivität ihrer Produkte. Die aus dem Polder Kieve südlich der Müritz stammenden MoorFutures stehen für die Emissionsvermeidung von 500 Tonnen Kohlendioxid. Mittlerweile wurden etwa 12.500 MoorFutures zum Einzelpreis von 35€ verkauft, so dass fast 450.000 Euro zusätzlich für den Moorschutz zur Verfügung gestellt werden können. „Wir sollten aber nicht nur auf die Emissionsvermeidung schauen“, so Minister Backhaus. „Genauso wichtig ist, dass Moore wichtige Lebensräume darstellen und zur Verbesserung der Wasserqualität beitragen.“ Auch im Bereich der Umweltbildung wirken die MoorFutures: „Ich gehe davon aus, dass sich die WEMAG-Kunden bewusst für die Öko-Produkte entscheiden, also um die Zusammenhänge von Klimaschutz und Moorschutz wissen.“

Hintergrund: MoorFutures sind auf Moorwiedervernässung basierende Kohlenstoffzertifikate. Ein MoorFutures steht für die Emissionsminderung von einer Tonne Kohlenstoffäquivalente.

Neue Sammelstelle für Öko-Strom

Umspannwerk Brahlstorf erhöht Versorgungssicherheit in der Region

Schwerin – Die WEMAG Netz GmbH (WNG) hat am 27. April 2017 das Umspannwerk Brahlstorf offiziell in Betrieb genommen. „Es dient vorrangig als Einspeisepunkt für Erneuerbare-Energien-Anlagen“, sagte Andreas Haak und verwies auf zwei Solarparks mit einer Leistung von sieben beziehungsweise acht Megawatt, die jetzt angeschlossen werden sollen.

Das Umspannwerk der WEMAG Netz GmbH in Brahlstorf ist offiziell in Betrieb gegangen. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

„Ohne das neue Umspannwerk Brahlstorf wäre kein Anschluss in diesen Größenordnungen in der Region möglich“, so der WNG-Geschäftsführer. Mit der neuen Anlage werden die umliegenden Umspannwerke in Hagenow, Boizenburg und Conow entlastet. Zudem konnte die WNG Anschlusskapazitäten für weitere EEG-Anlagen schaffen und die Versorgungssicherheit für ihre Kunden in der Region weiter erhöhen.

Das neue Umspannwerk verfügt über zwei Großtransformatoren. Die Anlage kann mit fortschreitender Energiewende um zwei weitere Transformatoren erweitert werden. Die WEMAG Netz GmbH investierte etwa 4,4 Mio. Euro in dieses Projekt.

Vom Solarboot-Rennen bis zum Fahrrad-Kino

Schwerin – Vom Solarboot-Rennen bis zur Führung durch eine Gas- und Dampfturbinen-Anlage reichen in Mecklenburg-Vorpommern die Aktionen zum Tag der Erneuerbaren Energien, der mit einem Aktionswochenende verbunden ist. Die ersten Aktionen beginnen schon am Freitag (28.4.), damit sich auch Schulklassen daran beteiligen können. Am Sonntag (30.4.) endet das Programm.

„Wir zeigen die gesamte Vielfalt der erneuerbaren Energien“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel. Insgesamt beteiligen sich in diesem Jahr 66 Unternehmen und Institutionen am Aktionswochenende.

Zum Auftakt am Freitag eröffnet Staatssekretärin Ina-Maria Ulbrich gemeinsam mit Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, im Landeszentrum für erneuerbare Energien (LEEA) in Neustrelitz, die Wechselausstellung „Zukunftsprojekt Energiewende“. Am Sonnabend können die Besucher des LEEA außerdem eine Kleinkraftwindanlage und eine Photovoltaikanlage besichtigen. Auf einer XXL-Carrera-Bahn können die Gäste Energie erzeugen, E-Bikes stehen zum Probefahren bereit.

Zu vielen Aktionen will auch Minister Christian Pegel kommen. Auf dem Alten Markt in Stralsund kann er die Technik und die Einsatzmöglichkeiten erneuerbarer Energien besichtigen. Außerdem gibt es dort zahlreiche Aktionen. Gemeinsam mit dem Umweltbüro Nord startet die Stadt Stralsund ein Rennen mit Solarbooten. Zuvor können sich Schüler ein Boot bauen, das mit Sonnenenergie fährt. Die Bausätze dafür gibt es kostenlos.

Selbstmontage bietet auch die Fachhochschule Stralsund an. Hier können die Besucher kleine Solarautos bauen. Interessierte können sich zudem über den Bachelor-Studiengang „Regenerative Energien“ informieren.

Ein Fahrradkino baut das Unternehmen UKA Nord Projektentwicklung in Rostock auf. Mit einem Fahrrad erzeugen die Besucher selbst den Strom für die Filmvorführung. Ein Angebot, das sich vor allem an Familien und Kinder richtet. Geplant sind ferner praxisnahe Fachvorträge. Technik zum Anfassen präsentiert Nordex Energy in Rostock. Und die Stadtwerke Rostock führen ihre Besucher durch eine Gas- und Dampfturbinenanlage.

„Das Aktionswochenende soll ein Erlebniswochenende für die ganze Familie werden“, sagt Minister Christian Pegel. Insgesamt werden mehr als 50 Aktionen angeboten.

Tag der Erneuerbaren Energien in M-V: Fast 70 Unternehmen und über 50 Aktionen

Schwerin – Fast 70 Unternehmen und Institutionen beteiligen sich in Mecklenburg-Vorpommern am Tag der Erneuerbaren Energien 2017. „Damit können wir den großen Erfolg vom Vorjahr noch toppen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel am Dienstag auf der Landespressekonferenz in Schwerin. „Die große Beteiligung spricht für die wachsende Bedeutung der Erneuerbaren Energien und die zunehmende Begeisterung dafür.“ 2016 hatten sich 51 Unternehmen und Institutionen am Tag der Erneuerbaren Energien beteiligt, in diesem Jahr sind es 66.

Um zu zeigen, was mit den Erneuerbaren heute schon in Mecklenburg-Vorpommern alles möglich ist, wird der Tag wieder mit einem Aktionswochenende verknüpft. „Die Unternehmen und Institutionen haben sich sehr unterschiedliche Aktionen ausgedacht“, sagte Pegel. „Auch für Kinder gibt es spezielle Angebote. Das Aktionswochenende ist ein Wochenende für die ganze Familie.“ Insgesamt sind von Freitag bis Sonntag (28. bis 30. April) mehr als 50 Aktionen – für einige Aktionen haben sich mehrere Veranstalter zusammengeschlossen – geplant, bei denen die Bürgerinnen und Bürger den Einsatz und Nutzen der erneuerbaren Energien hautnah erleben können.

So lädt der Netzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH am 29. April 2017 zu einer Schiffsfahrt zu den Offshore-Windparks Arkona und Wikinger ein. Während der Rundtour mit der „Cap Arkona“ von 9.30 bis 16.00 Uhr ab dem Stadthafen Sassnitz (Rügen) gibt es an Bord Informationen über die Windenergie-Projekte in der Ostsee, speziell zu Ostwind 1, dem aktuellen Kabelprojekt von 50Hertz sowie zu den Windparks Arkona-Becken Südost und Wikinger. Experten beantworten während der Fahrt gern die Fragen der Gäste. Es wird ein kleiner Imbiss gereicht.

Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt, es gibt aber noch einige freie Plätze. Anmeldung mit Namen, Vornamen und E-Mail-Adresse aller Mitfahr-Interessierten ist unbedingt erforderlich per Mail an: 50Hertz@edelmanergo.com.

Wie breit das Spektrum an erneuerbaren Energien ist, zeigt Dietmar Hocke auf seinem Ostsee-Bauernhof in Kalsow bei Wismar. Dort können Besucher zwei Solaranlagen mit 103 und 107 Kilowatt Leistung besichtigen, drei Windenergieanlagen sowie eine Biogasanlagen. Außerdem gibt es auf dem Hof einen thermischen Pufferspeicher mit 42 Kubikmeter Wasser und einen Spitzenlastheizkessel, der über ein zwei Kilometer langes Wärmenetz viele Gebäude der Gemeinde mit Wärmeenergie versorgt.

Dietmar Hocke bietet am Sonnabend zwischen 10 und 16 Uhr regelmäßig Führungen an. Ferner gibt es zu jedem Themenkomplex Info-Tafeln. Kinder können sich beim Toben im Stroh, Traktorfahren, Kälberstreicheln, auf der Hüpfburg sowie beim Ponyreiten vergnügen, das der benachbarte Pferdehof auf Hockes Bauernhof anbietet. Für Getränke und Imbiss sorgt die Freiwillige Feuerwehr Benz.

„Dies sind nur zwei Beispiele aus mehr als 50 spannenden Angeboten zum Tag der Erneuerbaren in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Christian Pegel. Dass sich so viele Unternehmen und Institutionen am 3. Energietag in M-V beteiligen, ist ein Beweis für die Rolle, die die Erneuerbaren Energien im Land spielen. „Schon heute kann rechnerisch der gesamte Strombedarf in unserem Land durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Dank der günstigen Voraussetzungen bei uns haben sich hier bereits viele Unternehmen dieser Branche angesiedelt und laut einer Studie aus dem Jahr 2015 ca. 14.000 bis 15.000 Jobs geschaffen. Die Erneuerbaren stärken auch die Wirtschaftskraft von Mecklenburg-Vorpommern und bieten den Menschen hier Arbeitsplätze und sichere Einkommen.“

Informationen zu allen Aktionen vom 28. bis 30. April gibt es im Internet unter: www.energietag-mv.de

Christian Pegel übergibt Zuwendungsbescheide in Ribnitz-Damgarten

Ribnitz-Damgarten – Energieminister Christian Pegel übergibt am Freitag (21.04.2017) zwei Zuwendungsbescheide in der Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten (Landkreis Vorpommern-Rügen).

Einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 302.865,90 Euro für den Ausbau der Straße Klosterteich nimmt der Bürgermeister der Stadt Ribnitz-Damgarten Frank Ilchmann entgegen. Die zuwendungsfähigen Ausgaben für die Maßnahme betragen 403.821,21 Euro. Die Mittel werden zur Förderung der Integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gemäß der Stadtentwicklungsförderrichtlinie Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Das Vorhaben umfasst die Erneuerung der Straßenbefestigung sowie einen asphaltierten Geh- und Radweg mit einer Breite von 2,50 Metern am Böschungsfuß zu den Klosterwiesen. Für die Straße sind zwei Ausweichstellen vorgesehen. Die Fahrbahn wird in einer Breite von 3,50 bis 5 Meter mit Asphalt befestigt. Der einseitige Gehweg wird mit Klinkerpflaster versehen. Zudem erhält der Geh- und Radweg eine Straßenbeleuchtung.

Ein Zuwendungsbescheid in Höhe von 27.000 Euro (Fördersatz 60 Prozent) für die Umrüstung der Beleuchtung in den Ausstellungsräumen der Galerie auf LED-Technik geht an die Leiterin der Galerie im Kloster des Kunstvereins Ribnitz-Damgarten e.V. Gabi Raskop. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Bisher sind Halogenleuchten mit jeweils 160 Watt installiert. Durch die Ausstattung mit LED-Leuchten wird der Energieverbrauch gesenkt. Pro Jahr können knapp zwei Tonnen Kohlendioxid und 3.200 Kilowattstunden Strom eingespart werden.

Im Sommer 2016 wurde gemeinsam mit dem Bildungsministerium (BM) die „LED-Förderinitiative für kulturelle Einrichtungen“ ins Leben gerufen. Dies ist nun das erste Vorhaben, bei dem gemeinsam mit dem BM die Umrüstung auf LED-Beleuchtung unterstützt wird.

Ministerium stimmt innovativem Windenergieprojekt zu

Schwerin – Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung hat am 22.03.2017 das von der Wind-Wasserstoff-Projekt GmbH & Co KG beantragte Zielabweichungsverfahren (ZAV) für das Energieinfrastrukturvorhaben „RH2-PTG“ abgeschlossen.

Die Wind-Wasserstoff-Projekt GmbH hatte beantragt, bis zu 30 Windenergieanlagen auf Flächen der Gemeinden Pribsleben, Tützpatz und Gültz zu errichten, welche im derzeit verbindlichen Regionalen Raumentwicklungsprogramm Mecklenburgische Seenplatte (RREP MS) nicht als Eignungsgebiete für Windenergieanlagen ausgewiesen sind. Im Rahmen eines Raumordnungsverfahrens wurde geprüft, wie das Vorhaben raumverträglich ausgestaltet werden kann. Des Weiteren war durch das Ministerium als oberste Landesplanungsbehörde im Rahmen eines Zielabweichungsverfahrens für die Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Gültz zu prüfen, ob die Abweichung von den Zielen der Raumordnung unter raumordnerischen Gesichtspunkten geboten ist und die Grundzüge der Planungen nicht berührt werden.

Mit dem jetzigen Bescheid wurde die raumordnerische Zulässigkeit von 13 Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Gemeinde Gültz durch das Ministerium bestätigt.

Die Gemeinde Gültz hatte bereits im August 2016 ihre Zustimmung zu dem Vorhaben in einer Gemeindevertretersitzung beschlossen. Gemeinde und Vorhabenträger haben zudem einen Maßnahmenkatalog vereinbart, in dem der Investor unter anderem zusagt, sich um den Erwerb des denkmalgeschützten Herrenhauses in Gültz zu bemühen, um das Gebäude zu sanieren und so vor dem Verfall zu bewahren. Des Weiteren wurden ein vergünstigter Stromtarif für die Haushalte in der Gemeinde und im Rahmen der Zulässigkeit eine bedarfsgerechte Befeuerung festgeschrieben.

In seiner Prüfung stellte das Ministerium den innovativen Charakter des Vorhabens fest. Durch die geplante Erprobung der Schwarzstartfähigkeit der Windenergie und die vorgesehene Umwandlung der überschüssigen elektrischen Energie in Wasserstoff, die in der vorgesehenen Form nur an diesem Standort realisiert werden kann, sei eine wichtige Voraussetzung für die Zulässigkeit einer Zielabweichung gegeben. Darüber hinaus erhalte und schaffe das Projekt der Wind-Wasserstoff-Projekt GmbH Arbeitsplätze in der Region.

An das Zielabweichungsverfahren schließt nun das Verfahren gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz an. In diesem prüft das zuständige Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte die immissionsschutzrechtliche Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens. Erst wenn diese Prüfung zu einer Genehmigung führt, kann das Vorhaben umgesetzt werden.

Auf Segways mobil über den Schulhof

Schüler „unter Strom“ an E.DIS-Projekttag an der Gingster Schule

Insel Rügen – „Ein Leben ohne Strom ist für mich unvorstellbar. Wie soll man dann kochen oder etwas aufladen? Und was wäre dann mit Licht oder Wärme?“, meint Leonie Kaulisch von der Gingster Schule. Gemeinsam mit ihren Mitschülern der Klassenstufe 7 verbrachte sie in der April-Projektwoche „Physik in unserem Alltag“ einen erlebnisreichen Tag mit den Fachleuten von der E.DIS AG.

An verschiedenen Stationen setzten sich die Schüler mit Energiethemen, Elektromobilität, aber auch Ausbildungsmöglichkeiten in diesem Unternehmen auseinander. So gab es neben kurzen Vorträgen unter anderem einen Ergometer-Wettbewerb, ein Quiz, die Besichtigung eines Monteurfahrzeugs und einen Segway-Parcours. Und genau das war was für die Augen, Hände und Körper der Schüler. Sie bewiesen schnell gute Körperbeherrschung auf dem elektrisch angetriebenen Transportmittel, das mit nur zwei auf derselben Achse liegenden Rädern ausgestattet ist. Dazwischen steht die Person, die damit von A nach B fahren kann und durch eine elektronische Antriebsregelung selbst in Balance bleibt. Schnell hatten die Jungen und Mädchen den Dreh heraus und genossen die Mobilität auf dem Schulhof.

Daumen hoch für den E.DIS-Projekttag an der Schule Gingst. Das Segway-Fahren auf einem Parcours war eine der beliebten Stationen, meinen Stacy Schultz, Laura Stubbe, Michelle Schwarzer und Laura Appelbohm aus den beiden 7. Klassen. (v. l. n. r.) Foto @ M. Zabel

Die Siebtklässlerinnen Lea Winter und Lina Zibell schätzen ein, dass sie an den einzelnen Stationen viel gelernt, mitgenommen und Spaß gehabt haben. Es war informativ und es gab sehr anschauliches Material. „Uns haben das Segwayfahren und das Elektro-Auto besonders viel Spaß gemacht“, urteilen Sophie und Nina aus der 7a am Ende der fünf Stunde. Tatsächlich war diese Station das absolute Highlight bei den Gingster Schülern.

Aber auch an allen anderen Stationen wurde durch das E.DIS-Team großer Aufwand betrieben, um die Jugendlichen altersgerecht, anschaulich und praxisbezogen an die Problematik der modernen Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Energie heranzuführen, meint Projektleiter Tino Tittel. „Mir hat die Zusammenarbeit mit dem Team der E.DIS AG, unter Leitung von Ralf Günther, bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Tages sehr gefallen. Die Mitarbeiter waren hochmotiviert, geduldig bei der Stationsbetreuung und immer freundlich. Es ist ein aktiver Tag zum Mitmachen, sehr kurzweilig und in jedem Fall für andere Schulen zu empfehlen.“

Ein großes Dankeschön geht an die E.DIS AG für den gelungenen Tag an unserer Schule sowie für die Spende über 600 Euro an den Schul-und Sportverein 09 Gingst e.V. Davon können nun weitere schulische Projekte finanziert werden. (Martina Zabel, Lehrerin an der Schule Gingst)

Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED in Rastow

Rastow – Die Gemeinde Rastow im Landkreis Ludwigslust-Parchim erhält vom Energieministerium für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik einen Zuschuss in Höhe von 73.707,27 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die 27 vorhandenen Quecksilberdampfleuchten in der Bahnhofstraße – im Abschnitt zwischen der Fahrbinder Straße und dem Abzweig Langen Stücken – werden durch LED-Leuchten ersetzt. Auch die Masten und die Kabel werden erneuert.

Dadurch können jährlich rund 8.200 Kilowattstunden Strom sowie rund fünf Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

E-Mobilität und Klimaschutz

Minister Pegel übergibt Leea in Neustrelitz Förderbescheid

Neustrelitz – Unter dem Dach des Landeszentrums für erneuerbare Energien M-V (Leea) in Neustrelitz hat ein landesweit agierendes Kompetenzzentrum Elektromobilität seine Arbeit aufgenommen. Außerdem sind hier in den zurückliegenden Wochen Beratungsstrukturen für Fördermittelprogramme des Bundes und der Europäischen Union in den Bereichen erneuerbare Energien, Klima- und Umweltschutz entstanden, die einem breiten Interessentenkreis zur Verfügung gestellt werden.

Das Land unterstützt beide Vorhaben großzügig. Der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommerns, Christian Pegel, übergab am Donnerstag im Leea in Neustrelitz die dazugehörigen Bescheide. Die Projekte sind auf zunächst drei Jahre ausgelegt und werden zu 80 Prozent aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bezuschusst. Der Leea-Verein erhält für diesen Zeitraum rund 505.000 Euro aus Schwerin, der Trägerkreis Elektromobilität M-V rund 340.500 Euro.

Anlässlich der Übergabe betonte Christian Pegel: „Sie sind hier in Neustrelitz auf bestem Weg, geballte Kompetenz in Sachen Klimaschutz zu bündeln – zum Nutzen für unser gesamtes Bundesland. Es ist natürlich überaus sinnvoll, eine Beratungsstelle für alle einzurichten.“ Als für Verkehr und Energie gleichermaßen zuständiger Minister liege ihm natürlich auch die Elektromobilität sehr am Herzen: „Sehr gern unterstützen wir das Kompetenzzentrum, damit wir auf diesem Gebiet weiter vorankommen.“

An dem feierlichen Akt nahmen auch Landrat Heiko Kärger, Vorsitzender des Leea-Vereins, Frank Schmetzke als Geschäftsführer des Leea und Vorstandsvorsitzender des Trägerkreises Elektromobilität M-V sowie Caspar Baumgart, Vorstand des Trägerkreises, teil. Heiko Kärger führte aus, dass der Leea-Verein nun noch effizienter seinen selbst erklärten Auftrag erfüllen kann: „Genau das ist es, was wir wollen: anderen dabei helfen, das komplexe Thema erneuerbare Energien besser zu verstehen. Wir sind ihre Anlaufstelle und ihr Netzwerker. Mit den durch diese Förderung möglichen Beratungsmöglichkeiten erreichen wir die Interessenten nun schneller, einfacher aber auch persönlicher“, so der Vereinsvorsitzende.

Die Fördermittelprogramme des Bundes und der EU zu erneuerbaren Energien, Klima und Umweltschutz sind breit gefächert. Nach Einschätzung von Frank Schmetzke stellt es besonders für kleine und mittlere Unternehmen, Kommunen und Bürger eine große Hürde dar, „sich einen Überblick über die Möglichkeiten finanzieller Unterstützung zu verschaffen und das geeignete Programm zu finden. Dies trägt dazu bei, dass Projektideen häufig schon in der Phase einer ersten Orientierung wieder aufgegeben werden.“ Mit Hilfe einer Internetseite, einer interaktiven Förderdatenbank sowie der Erstberatung solle dieser Situation entgegengewirkt werden. Es sei das erklärte Anliegen des Leea, so der Geschäftsführer, mehr Klimaschutzprojekten in Mecklenburg-Vorpommern zur Umsetzung zu verhelfen und so einen Beitrag zu Verringerung der Kohlendioxidemissionen zu leisten.

Caspar Baumgart verwies auf den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung, der bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen vorsieht. Der Trägerkreis Elektromobilität M-V wolle über sein Kompetenzzentrum „Akteure in Mecklenburg-Vorpommern im Bereich Elektromobilität inhaltlich unterstützen, den Erfahrungsaustausch intensivieren und die Kooperation verbessern“.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden im Foyer des Leea zwei Tafeln enthüllt. Sie weisen auf die neuen Angebote der vielseitigen Einrichtung hin, die im vergangenen Jahr rund 14.000 Besucher gezählt hat. Auch die Landesenergie- und Klimaschutzagentur (Leka) hat hier eine Adresse.

Grundschule Gielow: Fördermittel für moderne Heizungsanlage

Gielow – Energieminister Christian Pegel übergibt morgen (31.03.2017) einen Zuwendungsbescheid an den Bürgermeister der Gemeinde Gielow, Udo Kahlert (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). Die Förderung erfolgt gemäß der Regenerativen Energieversorgungsförderrichtlinie. Ziel ist das Erreichen der Ziele zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen, die im Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) festgelegt sind.

Die Gemeinde Gielow beabsichtigt, die alte konventionelle Heizungsanlage in der Grundschule des Ortes zu erneuern. Dazu soll die Heizung ausgebaut und gegen eine Holzpellets-Heizkesselanlage ausgetauscht werden. Durch die neue Anlage werden jährlich rund 27,5 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart.

Das Land fördert die Maßnahme mit 96.300 Euro, was einer Förderquote von 90 Prozent entspricht.

Photovoltaik-Anlage mit Speicher: Fördermittel für Haus der Begegnung e.V.

Schwerin – Energieminister Christian Pegel übergibt am Donnerstag (30.03.2017) in Schwerin einen Zuwendungsbescheid über 19.200 Euro an den Verein „Haus der Begegnung“ in Schwerin. Die Mittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Das Haus der Begegnung ist ein Beratungs-, Kommunikations- und Begegnungszentrum, in dem Menschen mit Behinderungen, Erwerbslose, Kinder, Jugendliche und Senioren Rat und Hilfe erhalten, soziale Kontakte knüpfen und sich kulturell betätigen können.

Mit dem Ziel, die energetische Situation im Gebäude zu verbessern, wurde gemeinsam mit den Stadtwerken die Idee entwickelt, eine „quasi-autarke“ Energieversorgung zur Senkung der Betriebskosten zu nutzen.

Geplant ist eine Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) mit einer Spitzenleistung von 9,90 Kilowatt Peak. Insgesamt 40 PV-Module sollen auf den Dachflächen installiert werden. Die Anlage soll mit einem Stromspeicher mit einer Kapazität von 6,90 Kilowattstunden verbunden werden. Über einen Wechselrichter wird der auf dem Dach erzeugte Strom in die Batteriespeicheranlage eingespeist und nach Bedarf in das Hausnetz abgegeben.

Mit der Anlage können jährlich 8.415 kWh Strom erzeugt und somit 2,617 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Das Energieministerium unterstützt das Vorhaben mit einer Förderung in Höhe von 60 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten von 32.000 Euro.

Die Förderung ist die erste Förderung einer „quasi-autarken“ PV-Anlage mit Speicher.