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Tag: 3. Februar 2026

Ernst-von-Haselberg-Schule bleibt bestehen

Richtigstellung zur Umsetzung der Inklusion in Mecklenburg-Vorpommern

Stralsund – Nach den Äußerungen der Landtagsabgeordneten Ann Christin von Allwörden zur Umsetzung der Inklusion in Mecklenburg-Vorpommern stellt das Bildungsministerium richtig: Die Ernst-von-Haselberg-Schule in Stralsund ist eine sogenannte Klinikschule. An dieser Schule werden Schülerinnen und Schüler während ihres Aufenthalts in der Klinik beschult. Diese Schularten standen und stehen niemals zur Disposition.

An der Ernst-von-Haselberg-Schule lernen derzeit zusätzlich zu den erkrankten Schülerinnen und Schülern auch noch 18 Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung in einem separaten Schulteil. Der Vorwurf, dass diese Struktur zerstört wird, ist falsch. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Förderung im Bereich des sonderpädagogischen Förderbedarfs emotionale und soziale Entwicklung wird ausgebaut, sodass die Schülerinnen und Schüler ihrem Förderbedarf entsprechend noch intensiver gefördert werden. So hat es auch die Bürgerschaft bereits im Oktober 2025 beschlossen, als sie sich dafür einsetzte, dass diese Schülerinnen und Schüler in Stralsund im geschützten Raum in einer separaten Klasse beschult werden.

Darüber hinaus ist laut Schulentwicklungsplanung vorgesehen, dass für Schülerinnen und Schüler mit diesem Förderbedarf emotionale soziale Entwicklung sogar eine eigenständige Schule die spezialisierte Förderung übernimmt. Hierfür wird das Gebäude der ehemaligen Grundschule in Loitz saniert und für den Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung hergerichtet. Über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz stehen 6,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern bleibt bestehen. Sie können entscheiden, ob ihr Kind wohnortnah in einem geschützten Lernraum in einer separaten Klasse an einer Grund- oder weiterführenden Schule beschult wird oder in einer Förderschule.

1. Blaulichttag in Schwerin

Innenminister würdigt Einsatzkräfte beim 1. Blaulichttag in Schwerin

Schwerin – Am 4. Februar 2026 lädt die Marienplatz-Galerie gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk, DAK und ASB zum 1. Schweriner Blaulichttag – „Am Blaulichttag fürs Leben lernen“ ein. Innenminister Christian Pegel wird die Veranstaltung besuchen.

„Der Blaulichttag macht sichtbar, was sonst oft im Hintergrund geschieht: Tag für Tag sorgen tausende Frauen und Männer dafür, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern sicher leben können“, sagt Innenminister Christian Pegel und: „Ihr Einsatz ist unverzichtbar für den Schutz von Leben, Gesundheit und unserer demokratischen Ordnung. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Katastrophenschutz sind nicht nur in Notsituationen unverzichtbar, sondern auch wichtige Ansprechpartner, um Bürgerinnen und Bürger für Sicherheit und Hilfe zu sensibilisieren.“

Im Zentrum des Blaulichttags steht ein Wiederbelebungs-Training für Schülerinnen und Schüler sowie die Öffentlichkeit, initiiert vom Verein „Notfallversorgung im ambulanten Sektor“ (NOFiAS). Ziel ist es, die Laien-Ersthelferquote zu erhöhen und lebensrettende Maßnahmen in Alltagssituationen zu verankern – gerade dort, wo jede Minute zählt. Gerade bei Herz-Kreislauf-Stillständen entscheiden die ersten acht Minuten über Leben oder Tod.

„Wissen, was zu tun ist, kann Leben retten. Deshalb ist es wichtig, diese Kompetenzen breit zu vermitteln – von Schulklassen bis hin zu Erwachsenen“, so Christian Pegel.

Der Blaulichttag bietet praktische Einblicke in Einsatztechnik und –abläufe sowie ein interaktives Programm mit Vorführungen, Mitmach-Stationen und digitalen Lernangeboten. Neben Vertreterinnen und Vertretern der Notfallversorgung, der Hilfsorganisationen und der zivilgesellschaftlichen Partner, stellt sich auch die Polizei vor. „Unsere Polizistinnen und Polizisten sind Ansprechpartner, Helfer und Garanten des Rechtsstaats zugleich. Sie leisten einen anspruchsvollen Dienst, der hohe fachliche Kompetenz, Belastbarkeit und Menschlichkeit erfordert“, betont der Innenminister Pegel.

Auch die Feuerwehren, überwiegend getragen vom ehrenamtlichen Engagement, seien eine tragende Säule der Gefahrenabwehr. „Ob bei Bränden, Unwettern oder technischen Hilfeleistungen – die Feuerwehren sind oft als Erste vor Ort. Dieses freiwillige Engagement verdient höchsten Respekt und unsere volle Unterstützung“, so der Innenminister.

Der Blaulichttag zeige eindrucksvoll, wie gut die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure funktioniere. „Sicherheit ist Teamarbeit. Der heutige Tag stärkt nicht nur das gegenseitige Verständnis der Organisationen untereinander, sondern auch das Vertrauen der Bevölkerung in unsere Sicherheitsstrukturen. Mit dem 1. Blaulichttag in Schwerin setzen wir ein Zeichen der Wertschätzung für alle Einsatzkräfte– und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsgewinnung und zur Information der Öffentlichkeit“, sagt Innenminister Christian Pegel abschließend.

Der 1. Schweriner Blaulichttag findet am 4. Februar in der Zeit von 10 bis 18 Uhr in der Marienplatz-Galerie statt.

Deutsch-polnische Zusammenarbeit M-V

Innenminister Pegel: „Sicherheit braucht starke Partner – über Grenzen hinweg“

Slubice – Der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern Christian Pegel hat bei der heute feierlichen Eröffnung der neuen Liegenschaft des Gemeinsamen Zentrums der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit (GZ) in Słubice (Polen) teilgenommen. Mit dem Umzug erhält eine der zentralen Institutionen der grenzüberschreitenden Sicherheitskooperation zwischen Deutschland und Polen moderne und zukunftsfähige Arbeitsbedingungen.

„Das Gemeinsame Zentrum ist seit vielen Jahren ein Herzstück der deutsch-polnischen Sicherheitsarchitektur. Der neue Standort in Słubice ist ein starkes Signal für Vertrauen, Partnerschaft und gelebte europäische Zusammenarbeit. Gerade für Mecklenburg-Vorpommern, das historisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich eng mit unserem polnischen Nachbarland verbunden ist, hat diese Partnerschaft eine herausragende Bedeutung – politisch, gesellschaftlich und insbesondere sicherheitsbehördlich“, sagt Minister Christian Pegel.

Deutsch-polnische Zusammenarbeit wesentlich für MV seit der 1990er-Jahre

Die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit mit Polen ist ein wesentlicher Bestandteil der internationalen Kooperation der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern. Bereits seit den 1990er-Jahren ist diese Zusammenarbeit politisch wie operativ fest verankert. Mit der Koordinierungsstelle Anklam wurde 1995 ein erstes dauerhaftes Instrument zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit geschaffen. Ziel war es, Kriminalität im Grenzraum gemeinsam, abgestimmt und wirksam zu bekämpfen.

Mit der Eröffnung des Gemeinsamen Zentrums Zentrum in Świecko, unmittelbar an der damaligen Grenzübergangsstelle Frankfurt (Oder)/Świecko, im Jahr 2007 – kurz vor dem Wegfall der stationären Grenzkontrollen im Schengen-Raum – wurde ein Meilenstein für den schnellen und effizienten Informationsaustausch zwischen deutschen und polnischen Sicherheitsbehörden gesetzt. Dieses Zentrum gehörte zu den ersten Einrichtungen dieser Art im Schengen-Raum. Heute existieren europaweit mehr als 50 vergleichbare Zentren.

Heute arbeiten im Gemeinsamen Zentrum Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher deutscher und polnischer Behörden rund um die Uhr unter einem Dach zusammen. Seit 2008 beteiligt sich die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern mit einem Mitarbeiter des Landeskriminalamtes aktiv am Betrieb des Zentrums. Über das GZ werden jährlich rund 700 Ersuchen mit Bezug zum deutsch-polnischen Grenzraum bearbeitet – insbesondere in den Bereichen Eigentums-, Kfz- und Betrugskriminalität – mit steigender Tendenz.

„Das Gemeinsame Zentrum ist nicht über Nacht entstanden. Es ist das Ergebnis jahrzehntelanger vertrauensvoller Zusammenarbeit, die sich kontinuierlich weiterentwickelt hat – von ersten Koordinierungsstellen bis hin zu einer modernen gemeinsamen Dienststelle im Herzen Europas. Kurze Wege, direkte Ansprechpartner und ein unmittelbarer Informationsaustausch sind im Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität unverzichtbar. Das Gemeinsame Zentrum ermöglicht genau das – schnell, pragmatisch und effektiv“, so MV-Innenminister Christian Pegel.

Mecklenburg-Vorpommern investiert in Sicherheit und Zukunft

Die neue Liegenschaft in Słubice wurde auf Grundlage einer deutsch-polnischen Absichtserklärung aus dem Jahr 2022 realisiert. Nach dem Umbau stehen den 41 deutschen und 21 polnischen Beschäftigten moderne Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 6,9 Millionen Euro, wovon Mecklenburg-Vorpommern einen Anteil von gut 55.000 Euro trägt.

„Jeder Euro, den wir in funktionierende internationale Zusammenarbeit investieren, ist eine Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger – nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auf beiden Seiten der Grenze“, betont Christian Pegel.

Angesichts dynamischer Kriminalitätsformen, international agierender Täterstrukturen, migrationsbedingter Herausforderungen und der Bedrohung durch den internationalen Terrorismus gewinnt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter an Bedeutung. Das Gemeinsame Zentrum steht dabei beispielhaft für eine moderne, vernetzte und vertrauensvolle Sicherheitskooperation in Europa.

„Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist heute unverzichtbar – sie stärkt den Zusammenhalt in der Region, fördert den Austausch und sorgt für Stabilität und Sicherheit auf beiden Seiten der Oder. Aus polizeilicher Sicht ist die gemeinsame Arbeit von besonderer Relevanz – und Sicherheit kennt keine nationalen Grenzen. Das Gemeinsame Zentrum ist weit mehr als eine Dienststelle. Es ist ein Symbol für Zusammenhalt, gegenseitiges Vertrauen und gemeinsame Verantwortung für Sicherheit in Europa. Diese Zusammenarbeit wollen und werden wir weiter stärken“, sagt Innenminister Christian Pegel abschließend.