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Tag: 23. Februar 2026

Premiere für juristisches E-Examen war erfolgreich

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Von 69 Teilnehmenden haben 66 am PC geschrieben. Jetzt wird auch elektronisch korrigiert.“

Schwerin – „Der Meilenstein der Digitalisierung im Nachwuchsgewinnungssektor der Justiz in Mecklenburg-Vorpommern ist gesetzt. Die Premiere, den schriftlichen Teil der Zweiten juristischen Staatsprüfung elektronisch zu absolvieren, war erfolgreich und verlief reibungslos. Für die Bewältigung dieser Mammutaufgabe danke ich dem Landesjustizprüfungsamt, dem Oberlandesgericht Rostock und allen IT-Beteiligten.

Es ist ein zeitgemäßer Schritt. Das beweist die Tatsache, dass sich von den insgesamt 69 Referendarinnen und Referendaren, die für die Prüfung zugelassen waren, 66 für die elektronische Variante entschieden haben. Nur drei schrieben per Hand. In den vergangenen Februar-Wochen wurden die Prüfungen an den drei Standorten Schwerin, Rostock und Greifswald abgenommen“, sagte die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt.

Justizstaatssekretärin und Präsidentin des Landesjustizprüfungsamtes Babette Bohlen: „Das E-Examen werden wir dank der erfolgreichen Premiere regulär anbieten können. Mecklenburg-Vorpommern ist mit diesem Schritt mit anderen Bundesländern gleichgezogen.

Wir wollen ab April 2027 für alle Rechtswissenschaftsstudierenden an der Universität Greifswald die Möglichkeit der elektronisch schriftlichen staatlichen Pflichtfachprüfung als ersten Teil der Ersten Juristischen Prüfung einführen. Zugleich wird ab März 2027 auch für die Rechtspflegeranwärterinnen und -anwärter die Möglichkeit bestehen, ihre Prüfung elektronisch abzulegen“, so Justizstaatssekretärin Bohlen.

Ministerin Jacqueline Bernhardt: „Ebenso ist es ein Meilenstein, dass nun auch die Prüferinnen und Prüfer die Examensarbeiten elektronisch korrigieren. Parallel arbeiten wir an der Einführung der elektronischen Prüfungsakte, deren Start mit dem kommenden Prüfungsdurchgang für die Zweite juristische Staatsprüfung im August 2026 geplant ist. Die Digitalisierung in der Justiz schreitet unaufhaltsam voran. Der Justizstandort Mecklenburg-Vorpommern bleibt somit deutschlandweit attraktiv“, so Ministerin Bernhardt.

Wasserwanderrastplatz am Brunkowkai eröffnet

Dr. Wolfgang Blank: „Mit der Modernisierung des Brunkowkais stärken wir die maritime Infrastruktur und schaffen attraktive Angebote für den Wassertourismus der Hansestadt Wismar.“

Wismar – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute in Wismar den zweiten Bauabschnitt des Wasserwanderrastplatzes am Brunkowkai im Alten Hafen offiziell eröffnet und einen Zuwendungsbescheid für das Vorhaben übergeben. In die Erneuerung der Kaianlage sowie in Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes wurden insgesamt rund 8,5 Millionen Euro investiert, darunter rund 3,95 Millionen Euro des Wirtschaftsministeriums aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

„Die Entwicklung des Wassersports und des Wassertourismus in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt ist eine echte Erfolgsgeschichte. In den vergangenen drei Jahrzehnten wurde in erheblichem Umfang in den Ausbau maritimer Infrastruktur investiert. Die Hansestadt Wismar ist ein bevorzugter Zielhafen für Wasserwanderer – und der Bedarf an touristischen Liegeplätzen im Stadtzentrum ist spürbar gewachsen.

Mit der heutigen Eröffnung wird ein Bereich, der über Jahre hinweg land- und wasserseitig nicht mehr nutzbar war, wieder zugänglich gemacht. Mit der Erneuerung der Kaianlage verbinden wir Hochwasserschutz, moderne Hafeninfrastruktur und touristische Aufwertung und setzen nachhaltige Impulse für Stadtentwicklung, Tourismus und regionale Wertschöpfung“, sagte Minister Dr. Blank.

Im Zuge der Maßnahme wurde die Ufereinfassung am Brunkowkai auf einer Länge von rund 140 Metern grundlegend erneuert. Ergänzend wurde zur Verbesserung des Hochwasserschutzes eine landseitige Hochwasserschutzwand errichtet, die die bestehende Lücke zwischen den angrenzenden Kaianlagen schließt und auf eine Schutzhöhe von 2,25 Meter ausgelegt ist.

Dabei wurde statisch eine Ausbaureserve berücksichtigt, um künftig ein höheres Schutzniveau realisieren zu können. Die landseitigen Flächen wurden neugestaltet, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und den Bereich touristisch aufzuwerten. Wasserseitig wurden zudem zwei neue Schwimmstege errichtet. Am Sportbootsteg stehen künftig 14 Liegeplätze für Gastlieger zur Verfügung. Der Funktionssteg dient insbesondere der Nutzung durch die Wasserschutzpolizei.

Die Finanzierung des Vorhabens setzt sich aus kommunalen Eigenmitteln in Höhe von rund 3,87 Millionen Euro, GRW-Mitteln in Höhe von rund 3,95 Millionen Euro sowie weiteren rund 671.000 Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) zusammen.

Früh-ICE Rostock-Schwerin-Hamburg bleibt

Nutzung mit Nahverkehrstickets wird geprüft

Schwerin – Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und die Deutsche Bahn haben sich auf eine Lösung für die erste morgendliche ICE-Verbindung von Rostock über Schwerin nach Hamburg verständigt. Damit wird es nach Abschluss der Generalsanierung im Korridor Berlin – Hamburg wieder eine Frühverbindung auf der Achse Rostock – Schwerin – Hamburg geben. Die bislang bestehende Spätverbindung von Hamburg nach Rostock bleibt gesichert. Die Verbindungen sollen ab dem ersten Tag nach Aufhebung der Streckensperrung Hamburg – Berlin aufgenommen werden.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, haben diese gemeinsame Linie nach einem Gespräch in Berlin erzielt. An dem Termin nahm auch Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank teil.

„Das ist eine gute Lösung für Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere für die Pendlerinnen und Pendler. Es wird auch nach der Sanierung der Bahnstrecke Hamburg – Berlin einen Früh-ICE von Rostock über Schwerin nach Hamburg geben. Außerdem ist es unser Ziel, dass die Früh- und die Spätverbindung des Fernverkehrs von Rostock über Schwerin nach Hamburg künftig auch mit einem Deutschlandticket, dem Seniorenticket oder Einzel- und Zeitkarten des Nahverkehrstarifs genutzt werden können. So können mehr Bürgerinnen und Bürger den ICE nutzen – und damit wäre das Angebot auf der Verbindung, die jetzt umgesetzt werden soll, noch attraktiver. Ich danke Frau Palla für diese konstruktive Lösung“, betont Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Evelyn Palla: „Ich freue mich, dass wir mit der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern eine tragfähige Lösung für die ICE-Frühverbindung von Rostock über Schwerin nach Hamburg gefunden haben. Diese ergänzt unser bestehendes, gutes ICE-Angebot im Nordosten. Das bedeutet eine spürbare Verbesserung für unsere Kundinnen und Kunden und ist genau das, was wir beim Neustart bei der Bahn wollen: Kundenorientierte Lösungen. Ich danke Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und dem Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Dr. Wolfgang Blank, für den produktiven Austausch.“

Verbesserte Anbindung für Ludwigslust: IC-Halte ab Mitte Juni

Darüber hinaus gibt es Verbesserungen für die Anbindung von Ludwigslust: Die Deutsche Bahn hat informiert, dass ab dem 14. Juni 2026 IC-Züge auf der Verbindung Rostock – Leipzig beziehungsweise Leipzig – Rostock in Ludwigslust wieder halten. Vorgesehen sind je Richtung täglich zwei Halte.

„Darüber hinaus gibt es eine weitere gute Nachricht. Ludwigslust ist mit seiner Lage an den Fernverkehrsstrecken Hamburg – Berlin und Rostock – Leipzig ein wichtiger Verkehrsknoten in unserem Land. Ich bin sehr dankbar, dass die Bahn auch dafür eine gute Lösung für unser Land gefunden hat“, so Manuela Schwesig.

Die Landesregierung erwartet, dass die Deutsche Bahn für die anstehenden Bau- und Inbetriebnahme-Schritte im Korridor Berlin – Hamburg einen stabilen, realistischen und verlässlichen Zeitplan vorlegt und die notwendigen Ressourcen bereitstellt, damit das vollständige Angebot im Nah- und Fernverkehr nach der Sperrung wieder zuverlässig zur Verfügung steht.

„Deutscher Lehrkräftepreis“ 2025 für Lehrer aus Demmin

Toni Fischer, Lehrer an der Regionalen Schule „Fritz Reuter“ in Demmin, erhält „Deutschen Lehrkräftepreis“ in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“

Demmin – Toni Fischer, Lehrer an der Regionalen Schule „Fritz Reuter“ in Demmin, hat den „Deutschen Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ 2025 in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ erhalten.

„Ich freue mich besonders, dass mit Toni Fischer in diesem Jahr eine tolle Lehrkraft aus Mecklenburg-Vorpommern mit dem ‚Deutschen Lehrkräftepreis‘ ausgezeichnet worden ist“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg, Schirmherrin des Deutschen Lehrkräftepreises 2025. „Alle Preisträgerinnen und Preisträger eint ihr persönlicher Einsatz sowie ihre fachliche und pädagogische Exzellenz. Sie geben jungen Menschen nicht nur Wissen, sondern auch Perspektiven.  Dafür danke ich Herrn Fischer und den heute ausgezeichneten Lehrkräften von Herzen – sie stehen stellvertretend für viele großartige Kolleginnen und Kollegen.“

Für den „Deutschen Lehrkräftepreis“ in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ können Schülerinnen und Schüler der letzten beiden Abschlussjahrgänge ihre Lehrkräfte nominieren. Die Jugendlichen aus Demmin haben bei der Nominierung von Toni Fischer dessen strukturierte und spannende Unterrichtsgestaltung hervorgehoben und ihn als außergewöhnlichen Lehrer beschrieben, der die Schule zu einem Ort macht, an dem man sich wohl und wertgeschätzt fühlt. „Er nimmt sich Zeit, hört zu, fragt nach – und man merkt, dass es ihm wirklich wichtig ist, wie es uns geht“, so ein Schüler aus Demmin.

Der „Deutsche Lehrkräftepreis“ wird in den Kategorien „Ausgezeichnete Lehrkräfte“, „Unterricht innovativ“ und „Vorbildliche Schulleitung“ verliehen. Sonderpreise werden in den Kategorien „Umwelt und Nachhaltigkeit“ sowie „Kulturelle Bildung“ vergeben. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro und werden zu einem Exzellenzcamp eingeladen, bei dem sie sich auf Bundesebene austauschen und ihre Unterrichtspraxis weiterentwickeln können.

Träger des Wettbewerbs sind die Heraeus Bildungsstiftung und der Deutsche Philologenverband. Mit der Auszeichnung wollen die Träger die Leistungen von Lehrkräften, Lehrkräfte-Teams und Schulleitungen würdigen. Förderpartner des „Deutschen Lehrkräftepreises“ 2025 sind der Cornelsen Verlag, die PwC-Stiftung und die Schöpflin-Stiftung.

Besuch des neuen Produktionsstandortes der LINDAL Gruppe

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken den Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern und setzen ein wichtiges Signal für die gesamte Region“

Wismar – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute den neuen Produktionsstandort der LINDAL Dispenser GmbH in Wismar besucht. Im Mittelpunkt des Termins stand das aktuelle Investitionsvorhaben des weltweit tätigen Verpackungsherstellers sowie die künftige Produktion am neuen Standort in der Hansestadt Wismar.

„Die geplanten Investitionen zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern ein attraktiver Standort für moderne Industrieproduktion ist. Unternehmen wie LINDAL setzen auf langfristiges Wachstum, Innovation und qualifizierte Beschäftigung in der Region. Das stärkt unsere industrielle Basis, schafft Arbeitsplätze und sichert Wertschöpfung im Land“, sagte Minister Dr. Blank.

Mit dem Erwerb einer bestehenden Produktionshalle erweitert das Unternehmen seine Fertigungskapazitäten in Mecklenburg-Vorpommern. Hintergrund ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Aerosolverpackungssystemen in europäischen Märkten sowie die räumlich ausgeschöpften Entwicklungsmöglichkeiten am bisherigen Produktionsstandort in Schönberg.

Im Zuge des Projektes ist vorgesehen, bestehende Fertigungsprozesse teilweise nach Wismar zu integrieren, um die Wertschöpfungstiefe innerhalb der Unternehmensgruppe zu erhöhen. Künftig sollen am neuen Standort in Wismar Produktionsschritte, die bislang teilweise durch externe Partner erbracht wurden, in die eigene Fertigung integriert werden.

Mit einer geplanten Gesamtinvestitionssumme von rund 33,4 Millionen Euro schafft das Vorhaben die Voraussetzungen für eine arbeitsteilige Organisation der Produktionsprozesse zwischen den Standorten Schönberg und Wismar.

Von den derzeit 261 bestehenden Dauerarbeitsplätzen am Werk in Schönberg sollen perspektivisch 61 Arbeitsplätze an den neuen Standort verlagert werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, bis Ende 2028 insgesamt zusätzliche Vollzeitstellen über beide Standorte hinweg aufzubauen. Am Standort Wismar ist zudem die Ausbildung von neuen Fachkräften vorgesehen.

„Die Erweiterung der Produktionskapazitäten eröffnet neue Entwicklungsperspektiven für den Industriestandort Westmecklenburg. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Chancen für qualifizierte Beschäftigung und Ausbildung vor Ort“, so Minister Dr. Blank weiter. „Das Investment von Lindal bestätigt unsere Einschätzung, dass sich die Wirtschaft in MV weiter robust entwickelt.“

Der neue Standort in Wismar bietet mit einer Nutzfläche von rund 22.000 Quadratmetern – darunter Produktions-, Lager- sowie Büro- und Sozialflächen – langfristige Wachstumsoptionen für das Unternehmen. Aufgrund der vorhandenen technischen Infrastruktur und Reinraumausstattung kann die Produktion zeitnah aufgebaut und perspektivisch auf zusätzliche Marktsegmente ausgeweitet werden. LINDAL Dispenser GmbH übernimmt die Halle von der Eppendorf Gruppe mit Sitz in Hamburg.

Die LINDAL Gruppe ist ein familiengeführtes Unternehmen der Verpackungsindustrie und auf die Entwicklung und Herstellung von Ventilen, Sprühköpfen und weiteren Komponenten für Aerosolprodukte spezialisiert. Die Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit rund 1.560 Mitarbeitende und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von über 400 Millionen Euro. Der europäische Markt wird unter anderem über das größte Produktionswerk der Gruppe in Schönberg mit 261 Mitarbeitenden abgedeckt, das 2006 mit Unterstützung der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) errichtet wurde.