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Tag: 16. Februar 2026

Land fördert Theaterbesuche von Schülerinnen und Schülern

„Theater in Sicht“ startet mit vielfältigem und abwechslungsreichem Programm in die nächste Saison

Schwerin – Hinfahren, zuschauen, mitmachen: Die Theater in Mecklenburg-Vorpommern wollen auch in diesem Jahr viele Schülerinnen und Schüler für ihre Inszenierungen begeistern. Das Land fördert das Projekt „Theater in Sicht“ im Jahr 2026 mit 10.000 Euro. Außerdem werden Schulklassen bei den Reisekosten unterstützt.

„Das Theater ist ein besonderer Lernort, an dem Kinder und Jugendliche Neues entdecken, über sich und andere nachdenken und die Welt aus verschiedenen Perspektiven betrachten können“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. Organisiert wird das Projekt, das in diesem Jahr bereits zum neunten Mal stattfindet, von der Fachstelle Kulturelle Bildung in Rostock.

„Theater in Sicht“ bietet Schulen aber nicht nur einen Besuch der Vorstellungen an. Theaterpädagogische Projekte und die Möglichkeit, auf individuelle Art und Weise mit den beteiligten Theatern zu kooperieren, gehören ebenfalls zum Angebot. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterstüzung von Schulen in ländlichen Regionen. Deshalb werden Fahrten zu den Theatern finanziell unterstützt.

„So sollen alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Chancen haben, Theater und Kultur zu erleben, ganz gleich, wo sie wohnen“, so die Bildungsministerin weiter. „Beim Theaterbesuch setzen sich Kinder und Jugendliche mit Darstellungsformen, Medien und Texten auseinander, die in den Bildungsstandards für das Unterrichtsfach Deutsch verankert sind und Thema in den Unterrichtsfächern Musik, Kunst und Gestaltung sowie Theater sind. Schule und Theater stehen in enger Verbindung.“

Im vergangenen Jahr stieß „Theater in Sicht“ bei den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern auf großes Interesse. So konnten die bereitgestellte Landesförderung von 12.500 Euro vollständig genutzt werden. 1.250 Schülerinnen und Schüler von 19 Schulen haben die Angebote wahrgenommen. Hinzu kommen Schülerinnen und Schüler, die an den Workshops teilgenommen haben. Den größten Anteil machten Grundschulen und Regionale Schulen aus. Aber auch Gymnasien haben Theaterfahrten unternommen.

„Theater ist ein Ort an dem Demokratie gelebt und erlebt werden kann. Er verbindet Tanz, Sprache, Bildung, Musik, Kreativität, Freude und das Miteinander auf vielfältige Weise“, sagte Oldenburg. „Ich hoffe, dass sich auch in diesem Jahr viele Schulen wieder auf den Weg ins Theater machen.“

Bei „Theater in Sicht“ wirken folgende Häuser mit: das Theater Vorpommern, das Volkstheater Rostock, das Mecklenburgische Staatstheater, die Vorpommersche Landesbühne, die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz, das Ernst-Barlach-Theater in Güstrow und die Deutsche Tanzkompanie in Neustrelitz.

M-V bildet 2026 neue Moorspezialist*innen aus

Schwerin – Das „Institut zur Ausbildung von Moorspezialisten (IMS)“ am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V bildet seit April 2025 in einem anspruchsvollen Modellvorhaben Moorspe­zialistinnen und Moorspezialisten aus, um den Mangel an Fach­kräften im Bereich des Natürlichen Klimaschutzes auszugleichen. Für den zweiten Jahrgang schreibt das IMS zurzeit neue Stellen für angehende Moorspezialist*innen aus und lädt interessierte Institutionen ein, als Einsatzstelle die praktische Ausbildung zu unterstützen.

Zum Sommer 2026 startet das Institut mit 18 neuen Teilneh­menden in Mecklenburg-Vorpommern, die sich über drei Jahre fachpraktisch und theoretisch für die Umsetzung von Wiederver­nässungsprojekten im Moorklimaschutz qualifizieren und zum Abschluss ein Zertifikat erwerben. Zudem ist geplant, erstmals zwei weitere Stellen des Qualifizierungsprogramms in Nieder­sachsen auszuschreiben, die ebenfalls vom IMS in Mecklenburg-Vorpommern inhaltlich und organisatorisch betreut werden sollen.

„Mit dem Qualifizierungsprogramm Moorspezialisten, das als Modellvorhaben im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz gefördert wird, hat das Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Ostseestiftung und der Universität Greifswald einen Meilenstein entwickelt, um die hohen Ambitionen des Landes im Moor-Klimaschutz und beim Wasserrückhalt in der Landschaft abzusichern“, sagt Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Der theoretische Teil der Ausbildung wird von der Universität Greifswald mit der vom Land geförderten Professur Moorkunde angeboten. „In dem praktischen Ausbildungsteil vermitteln u.a. Wasser- und Bodenverbände, Vorhabenträger, Behörden und Planungsbüros als Einsatzstellen Fachkenntnisse zum Wasser­haushalt und Wasserbau, im Boden- und Naturschutz und nicht zuletzt im Wasserrecht, die wir bei Fachkräften unbedingt brauchen, um Moorprojekte sachgerecht und zügig umzusetzen“, erklärt Backhaus.

„Ich durfte die ersten Teilnehmenden des Qualifizierungs­programms und ihre Projekte nach einem halben Jahr Qualifizierung kennenlernen und war begeistert von der Expertise, die sie sich in dieser kurzen Zeit bereits erarbeitet haben“, so Backhaus weiter.

Antonia Stefer, Leiterin des Institutes zur Ausbildung von Moorspezialisten, schätzt die breite Unterstützung und das Bekenntnis von Land und Bund zum Programm:

„Wir werden fachlich und organisatorisch von Politik und Verwaltung sowie Wissenschaftlern und Fachpraktikern aus dem eigenen Land und dem ganzen Bundesgebiet intensiv in der Ausbildung unterstützt. Daneben sind wir durch das Gesamtbudget i. H. v. 34 Mio. Euro in der Lage, mit unserem neu gegründeten Institut die Qualifizierung äußerst professionell umsetzen.“

Gefördert wird das Projekt im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (90 %). Weitere Finanzierung erhält das Projekt aus Landesmitteln aus dem Sondervermögen Natürlicher Klimaschutz.

„Wir freuen uns nun auf unseren neuen Jahrgang mit engagierten, lernbegeisterten jungen Teilnehmenden“, sagt Stefer.

Bachelor- und Masterabsolventen und –absolventinnen unterschiedlicher Studienfachrichtungen können sich ab sofort auf die ausgeschriebenen Stellen bewerben. Interessierte Institutionen können sich bis zum 15. April an einem Interessensbekundungsverfahren beteiligen, um Einsatzstelle für den praktischen Ausbildungsteil des zweiten Jahrgangs zu werden.

Link Stellenausschreibung: www.karriere-in-mv.de

Link Interessensbekundungsverfahren: www.lung.mv-regierung.de