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Tag: 31. März 2026

Grundschüler retten die Ostsee

Meeresbiologe Kai Hoppe testet in Gingst spielerische Ansätze der Umweltbildung

Insel Rügen – Genial. Wenn Zehnjährige die Ostsee retten, geht das spielerisch, miteinander und mit viel Spaß. Das probierte Klassenleiterin Nicole Hoppe mit ihren Grundschülern aus der 4b aus und sammelte an dem Klassennachmittag wertvolle Erfahrungen. „Wir durften mit einem Wissensspiel Situationen im richtigen Leben nachstellen“, sagt sie zufrieden über Mitmach- und Lerneffekte in dem symbolischen Rettungsszenario.

Für den Rettungsversuch hatte sie ihren Ehemann Kai Hoppe gewonnen, der als Meeresbiologe am Helmholtz-Zentrum Hereon in Geesthacht arbeitet. Dort koordiniert er die Forschungsmission „Schutz und nachhaltige Entwicklung der Ozeane“. Ein Baustein seiner Arbeit ist die Umweltbildung, bei der er auf Materialien der HELCOM zurückgreift. Die Abkürzung steht für den schon 50 Jahre währenden Zusammenschluss aller Ostseeanrainerstaaten in der Helsinki-Kommission.

 Ostseerettung im Klassenraum. Wissenschaftler Kai Hoppe (rechts) simuliert spielerisch biologische Prozesse mit Grundschülern aus Gingst. Foto: privat
Ostseerettung im Klassenraum. Wissenschaftler Kai Hoppe (rechts) simuliert spielerisch biologische Prozesse mit Grundschülern aus Gingst. Foto: privat

„Experten haben das kooperative Kartendeck-Bauspiel ,Ecosfera baltica‘ entwickelt“, erklärt Kai Hoppe die Grundlage für die Ostseerettung durch Kinder. In dem Spiel gehe es darum, durch das Sammeln von Elementen, Pflanzen und Tierkarten verschiedene Habitate zu schützen. Alle Spieler erweitern und optimieren ihr „Kartendeck“ während des Spiels ständig durch passende Karten, mit denen sie das Ökosystem für alle Meereslebewesen sichern oder wiederherstellen.

Nach Kai Hoppes Meereskundevortrag über die Nahrungsnetze in der Ostsee, ging es mit Feuereifer an das Sammeln der Karten. Dabei spielten die Kinder nicht gegeneinander, sondern in Abstimmung und Wohlwollen miteinander. Sie erlebten dabei, dass sie so am besten die passenden Kombinationen für den Schutz der Meere erreichen und die „bösen“ Belastungskarten wie Überfischung, Überdüngung und Verschmutzung vermeiden konnten. „Erst wenn man mithilfe von beispielsweise Planktonalgen, Heringen und Seehunden alle sechs Habitate bewahrt hat“, so Kai Hoppe, „gilt die Ostsee als gerettet.“

In allen drei Spielgruppen fanden die Kinder die besten Wege dahin und bewiesen, was eine Gemeinschaft mit logischem Denken und einem gelebten Füreinander erreichen kann. Einige von ihnen waren so begeistert, dass sie das Spiel ausleihen und den Kampf für die Ostsee zu Hause fortführen wollten.

Frühe Bildung im MINT-Bereich stärken

Kitas, Horte und Grundschulen zur Teilnahme an den MINTmachtagen aufgerufen

Schwerin – Mit Neugier die Welt entdecken: Alle Kitas, Horte und Grundschulen sind eingeladen, sich an den bundesweiten MINTmachtagen der Stiftung Kinder forschen zu beteiligen. Die Aktion steht für frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) und ermöglicht es Kindern, spannende Experimente durchzuführen und spielerisch Wissenschaft kennenzulernen.

„Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen die Welt verstehen. Genau dies steht im Mittelpunkt der MINTmachtage: Sie stärken den Forschergeist schon in jungen Jahren und eröffnen wichtige Zukunftschancen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. Frühe MINT-Bildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Kreativität und hilft Kindern, Zusammenhänge zu verstehen und sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen.

Die Aktion richtet sich gezielt an pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte. Sie erhalten umfangreiche kostenfreie Materialien – von Praxisideen über Aktionskarten bis hin zu Forschungspässen und interaktiven Angeboten. In diesem Jahr steht die „Medizin der Zukunft“ im Fokus. Unter dem Motto „Sag mal Aaah! Gesund in die Zukunft“ erhalten alle Interessierten Einblicke in Gesundheit, Forschung und Technik.

Höhepunkt der Initiative ist der bundesweite Aktionstag am 16. Juni, an dem Einrichtungen ihre eigenen Forscherfeste, Projekte oder Mitmachaktionen gestalten können.

Weitere Informationen und Anmeldung:

www.mintmachtage.de

Neue Gleise für „Rasenden Roland“ und Regionalbahnlinie RB26

Staatssekretärin Jesse: Land unterstützt Bahninvestition auf Rügen mit 450.000 Euro

Insel Rügen – Seit Generationen begeistert der Rasende Roland Besucher und Einheimische gleichermaßen: Die historische Schmalspurbahn, die mit gemächlichem Tempo durch die malerische Landschaft Rügens dampft, verbindet nicht nur die berühmten Ostseebäder Binz, Sellin, Baabe und Göhren mit der Rosenstadt Putbus und dem Hafen von Lauterbach. Sie steht vor allem für ein einzigartiges Erlebnis, eine Reise in die Vergangenheit, bei der der Charme vergangener Zeiten lebendig wird. Das typische Schnaufen der Dampflok, das sanfte Klappern und der Anblick der dampfenden Lokomotive, die sich durch Wälder und Felder schlängelt, machen jede Fahrt zu einem unvergesslichen Moment.

Doch hinter dem nostalgischen Flair verbirgt sich auch moderne Infrastrukturarbeit: Um den „Rasenden Roland“ und die regionale Bahnverbindung der RB26 zwischen Bergen, Putbus und Lauterbach Mole langfristig zu sichern, sind regelmäßige Sanierungen und Investitionen notwendig.

„Mit der Investitionsrichtlinie für den Schienenpersonennahverkehr (InvestSPNVFöRL M-V) fördern wir gezielt Vorhaben, die die Qualität und Attraktivität des Nahverkehrs langfristig sichern Im Rahmen der Mobilitätsoffensive haben wir das Angebot auch auf der Strecke Putbus – Lauterbach Mole zu einem Stundentakt verdichtet.““, erklärte Staatssekretärin Ines Jesse vom Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern.

„In der Saison von Mai bis Oktober ergänzen die Züge der Schmalspurbahn Rasender Roland mit ihren Dampflokomotiven das Angebot, indem sie auf dem Dreischienengleis von Lauterbach Mole bis Putbus und dann weiter über Binz nach Göhren fahren und zur touristischen Attraktivität der Insel Rügen beitragen“, betont Carsten Werfel, Geschäftsführer der VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH.

„Mit der Unterstützung des Landes konnte der letzte der Teil der Strecke von Putbus nach Lauterbach Mole für die kommenden Jahrzehnte fit gemacht werden. Wir freuen uns sehr, damit weiterhin einen zuverlässigen und pünktlichen Eisenbahnbetrieb gewährleisten zu können“, so Kay Kreisel, Geschäftsführer der Pressnitztalbahn.

Nach einer Liegedauer der Holzschwellen von rund 45 Jahren war ein vollumfänglicher Austausch erforderlich, um einen langfristig sicheren Bahnbetrieb zu gewährleisten. Da Dreischienengleise spezielle Anforderungen stellen, wurde bewusst die Verwendung moderner Kunststoffschwellen gewählt, von denen eine deutlich längere Nutzungsdauer gegenüber behandelten Holzschwellen erwartet wird.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert die umfassende Gleiserneuerung zwischen dem Bahnübergang Fürst-Malte-Allee und dem Endhaltepunkt Lauterbach Mole sowie Instandhaltungsarbeiten an der Eisenbahnüberführung bei km 12,240 mit rund 450.000 Euro. Der entsprechende Zuwendungsbescheid wurde heute vom Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg Heiko Miraß offiziell an die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH (Zweigniederlassung Rügensche BäderBahn) übergeben. Miraß betont: „Die Strecke Putbus – Lauterbach Mole ist ein wichtiger Bestandteil des regionalen Bahnnetzes und zugleich ein Beitrag zur zuverlässigen Mobilität auf der Insel.“

Insgesamt investiert das Unternehmen rund 600.500 Euro in die Sanierung des Streckenabschnitts der Linie Putbus – Lauterbach Mole. Das Land trägt 75 Prozent der Kosten.

Arbeitsmarkt im März 2026 – Frühjahrsbelebung ohne Schwung

Nürnberg – „Im März beginnt wie üblich die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt – dieses Jahr allerdings ohne nennenswerten Schwung“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im März: -49.000 auf 3.021.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +54.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent

Mit der einsetzenden Frühjahrsbelebung ist die Arbeitslosigkeit im März 2026 um 49.000 auf 3.021.000 gesunken. Saisonbereinigt hat sie sich gegenüber dem Vormonat nicht verändert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent und lag damit auf Vorjahresniveau. Die Arbeitslosenzahl ist verglichen mit dem März des letzten Jahres um 54.000 höher. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Februar auf 4,2 Prozent. Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im März gegenüber dem Vormonat ebenfalls gleichgeblieben. Mit 3.690.000 lag sie um 4.000 niedriger als vor einem Jahr.

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 25. März für 38.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Januar 2026 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 136.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 6.000 weniger als im Vormonat und 141.000 weniger als vor einem Jahr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Februar 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 12.000 gesunken. Mit 45,66 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 119.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Dezember 2025 auf Januar 2026 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 30.000 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,75 Millionen Beschäftigten um 72.000 niedriger. 7,46 Millionen Personen hatten im Januar 2026 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 44.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,02 Millionen ausschließlich und 3,45 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Die Arbeitskräftenachfrage hat sich insgesamt auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im März waren 638.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 5.000 weniger als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – lag im März 2026 bei 103 Punkten.

1.104.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im März 2026 Arbeitslosengeld, 98.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im März auf 3.820.000. Gegenüber März 2025 war dies ein Rückgang um 147.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 332.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 213.000 hatten bis zum März 2026 weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative gefunden. Die Statistik weist gleichzeitig 366.000 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Aufgrund von prozessualen Umstellungen wird die Zahl der Ausbildungsstellen in der Statistik derzeit leider unvollständig abgebildet. Sie liegt nach Schätzungen für den Februar 2026 mit -8 Prozent jedoch immer noch deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Vermittlung auf bei den Agenturen für Arbeit erfasste, aber statistisch nicht abgebildete Ausbildungsstellen ist nicht betroffen. Im März ist der Ausbildungsmarkt noch stark in Bewegung. Deshalb erlauben die aktuellen Daten nur eine grobe und vorläufige Einschätzung der Entwicklung im Beratungsjahr 2025/26.