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Tag: 9. Mai 2026

Wiedereröffnung des HW Leasing Stadions in Wismar

Mit fast vier Millionen Euro Fördermitteln

Wismar – Sportministerin Stefanie Drese hat am Sonnabend an der feierlichen Wiedereröffnung des HW Leasing Stadions des PSV Wismar teilgenommen. „Nach sechsjähriger Bauzeit in insgesamt vier Bauabschnitten ist in Wismar nun ein echtes, hochmodernes Schmuckkästchen für den Sport entstanden“, erklärte Drese in ihrem Grußwort und stellte dabei das außergewöhnliche Engagement des Vereins heraus.

So seien der neue Kunstrasenplatz, das Teamhaus mit Umkleiden und Sanitäranlagen, die multifunktionale Aufwärmfläche, die erneuerte Laufbahn sowie das Clubhaus mit Geschäftsstelle, Schiedsrichterraum und Multifunktionsbereichen auch mit vielen ehrenamtlichen Stunden der Vereinsmitglieder bewerkstelligt worden.

„Dieser Einsatz vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer ist wahrlich nicht alltäglich. Im Resultat zeigt das neue Station aber was möglich ist, wenn Ehrenamt, kommunale Verantwortung, Landes- und Bundesförderung gemeinsam an einem Strang ziehen“, betonte Drese. Gleichzeitig werde dadurch die große Verankerung des PSV in der Hansestadt Wismar deutlich, so die Ministerin.

Besonders freue sich Drese über die inklusive Ausrichtung der neuen Anlage. So lag ein Schwerpunkt der Umbaumaßnahmen dezidiert auf der Barrierefreiheit. Zudem wurde kürzlich eine Parasportgruppe im Bereich Leichtathletik gegründet, die die neue Trainingsstätte nun voll nutzen kann. Bereits im August soll im Stadion zudem ein landesweiter Talente-Tag im Parasport stattfinden.

„Sport verbindet Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder körperlichen Voraussetzungen. Moderne und barrierefreie Sportstätten sind deshalb wichtige Orte der Begegnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts“, unterstrich Drese beim Rundgang durch die neue Anlage. „Das betrifft gerade Menschen mit Einschränkungen, die bisher nicht immer gänzlich uneingeschränkt Sportstätten nutzen konnten“, so die Ministerin weiter.

Die neue PSV-Sportanlage sei damit eine wichtige Ergänzung für das sportliche Angebot der Hansestadt und die weitere Entwicklung des Vereins. „Mit rund 570 Mitgliedern und zahlreichen Abteilungen, die vom Fußball über Basketball und Boxen bis hin zum Gesundheits- und Rehasport reichen, ist der PSV der Größte der Hansestadt und jetzt noch attraktiver für sportlich Interessierte.“

Insgesamt flossen rund 3,9 Millionen Euro Fördermittel in das Projekt. Das Sportministerium MV unterstützte die Sanierung des Vereinsgebäudes mit Mitteln in Höhe von 300.000 Euro. Weitere Fördermittel wurden durch die Hansestadt Wismar sowie den Bund im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bereitgestellt. Der PSV Wismar hat 200.000 Euro an Eigenmitteln eingebracht und darüber hinaus zahlreiche ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet.

Drese würdigt Arbeit des BerufsBildungsWerkes Greifswald

 Niederschwellige Hilfe zum Berufseintritt

Greifswald – Anlässlich des heutigen Frühlingsfestes des BerufsBildungsWerkes (BBW Greifswald) hat Sozialministerin Stefanie Drese die wichtige Arbeit der Einrichtung für junge Menschen mit Behinderungen und besonderem Unterstützungsbedarf gewürdigt. „Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten erhalten hier die Chance, ihren eigenen Weg in Ausbildung, Beruf und ein selbstbestimmtes Leben zu finden“, betonte sie in ihrem Grußwort.

Das BBW Greifswald wurde als spezialisierte Einrichtung für die Berufsvorbereitung und Erstausbildung junger Menschen mit Handicaps bereits im Jahr 1990 gegründet und ist die einzige Einrichtung dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern. Sie bietet insbesondere Menschen mit Lern-, Körper- und Sinnesbehinderungen, psychischen Erkrankungen oder Mehrfachbehinderungen vielfältige Möglichkeiten der Berufsvorbereitung und Ausbildung.

Mehr als 50 Ausbildungsberufe stehen zur Auswahl – unter anderem in den Bereichen Agrarwirtschaft, Hauswirtschaft, IT, Elektrotechnik, Gastronomie und im Bereich der Bürotätigkeiten. Dabei begleitet das BBW junge Menschen individuell und auf Augenhöhe dabei, ihre eigenen Fähigkeiten auszubauen und den Sprung auf den Arbeitsmarkt zu schaffen,

„Durch die engagierte Arbeit der Mitarbeitenden werden den jungen Menschen hier oftmals ganz neue Perspektiven eröffnet“, erklärte Drese. Hilfreich sei hierfür insbesondere eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Durch Kooperationen mit Unternehmen und das Lernen im realen Arbeitsprozess würden die Auszubildenden ganz lebensnah und entlang der eigenen Potentiale auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereitet.

„Auch die unterschiedlichen Wohnangebote und Freizeitmöglichkeiten auf dem Gelände des BBW tragen dazu bei, die Selbstständigkeit zu fördern und das Vertrauen in sich selbst zu stärken“, so die Ministerin weiter.

Sie unterstrich, dass Handicaps hier nicht als Hindernis, sondern vielmehr als Startpunkte verstanden werden. „Denn echte Teilhabe bedeutet, jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, die eigenen Stärken zu entdecken und einzubringen – unabhängig von individuellen Einschränkungen oder persönlichen Voraussetzungen“, sagte die Ministerin. Einrichtungen wie das BerufsBildungsWerk Greifswald leisteten hierzu einen unverzichtbaren Beitrag.

Tag der Städtebauförderung 2026: Deutlich mehr Mittel für die Städte

Schwerin – Am heutigen bundesweit durchgeführten Tag der Städtebauförderung zum Thema „Lebendige Orte. Starke Gemeinschaften“ hat Landesbauminister Christian Pegel geförderte Projekte in Greifswald und Rostock besucht. Dabei stellte er das Städtebauförderprogramm 2026 vor und skizzierte die Fördermittelentwicklung der kommenden Jahre.

 „Die Städtebauförderung ist seit Jahrzehnten ein zentrales Instrument für die Entwicklung lebenswerter Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern. Sie stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, verbessert die Lebensqualität und schafft Zukunftsperspektiven vor Ort“, unterstrich der Minister und setzte für das Land klare Schwerpunkte: „Klimaschutz und Klimaanpassung, Barrierefreiheit, gesellschaftlicher Zusammenhalt, starke Innenstädte sowie die Erhaltung und Erneuerung historischer Bausubstanz und ganz besonders Bildungsinfrastruktur.“ Gerade der Schwerpunkt bei der Bildungsinfrastruktur sei in den letzten Jahren und auch 2026 deutlich in der Förderung ablesebar.

Seit Beginn der Städtebauförderung 1991 wurden im Land rund 2,8 Milliarden Euro Zuwendungen an 160 Städte und Gemeinden bewilligt, davon etwa 291 Millionen Euro in der aktuellen Legislaturperiode. In den kommenden Jahren wird sich die finanzielle Basis der Städtebauförderung noch einmal deutlich erhöhen: Die Bundesregierung verdoppelt die Bundesmittel für alle Bundesländer bis 2029 schrittweise von bisher 790 Millionen auf 1,58 Milliarden Euro.

Davon stehen für M-V im Jahr 2026 rund 33 Millionen Euro Bundesfinanzhilfen zur Verfügung. „Zusammen mit unserer Kofinanzierung steht im Programmjahr 2026 ein Volumen von über 66 Millionen Euro zur Verfügung, 12 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Im Programmjahr 2027 steigt unser Anteil an den Bundesmitteln noch einmal um etwa 7 Millionen auf rund 40 Millionen Euro, so dass wir im nächsten Jahr rund 80 Millionen Euro ausgeben können. Durch die Zusage des Landes zur vollen Kofinanzierung erhalten die Städte und Gemeinden Planungssicherheit und bessere Voraussetzungen, um langfristige städtebauliche Gesamtmaßnahmen verlässlich umzusetzen“, so Pegel.

Insgesamt werden in diesem Jahr 47 städtebauliche Gesamtmaßnahmen von 34 Gemeinden sowie zwei Rückbaumaßnahmen Zuwendungen erhalten. Mit der Städtebauförderung werden 2026 in Rerik die Sanierung und Erweiterungsbauten rund um die Grundschule, die KiTa und den Hort im Umfang von 6 Mio. Euro unterstützt. In Rostock soll ein Ersatzbau für das Frauenhaus mit rund 1,3 Mio. Euro aus der Städtebauförderung unterstützt werden, in Wismar der Neubau der Feuerwache mit 4,25 Mio. Euro, in Schwerin Abbruch- und Beräumungsarbeiten rund um den ehemaligen Güterbahnhof mit knapp 1,5 Mio. Euro, in Grevesmühlen Umbaumaßnahmen des Buswendepunktes am Schulcampus Ploggenseering mit nicht ganz 2,2 Mio. Euro.

Im Land führten am heutigen Tag der Städtebauförderung 18 Städte (Barth, Anklam, Demmin, Gadebusch, Greifswald, Güstrow, Malchow, Neubrandenburg, Parchim, Rostock, Sassnitz, Schwerin, Stralsund, Torgelow, Ueckermünde, Wismar, Woldegk, Wolgast) 32 Veranstaltungen durch.