Menü Schließen

Tag: 10. Mai 2026

Erster wettkampfgerechter Baseballplatz in M-V eröffnet

Drese: „Meilenstein für den Baseballsport in unserem Land“

Greifswald – Mit der feierlichen Einweihung der ersten wettkampfgerechten Baseball-Sportstätte in Mecklenburg-Vorpommern wurde am Wochenende in Greifswald nach Ansicht von Sportministerin Stefanie Drese ein sporthistorischer Meilenstein des Landes erreicht. „Mit dieser Anlage erhält die Sportart erstmals eine professionelle Heimat in unserem Land und das richtigerweise im Geburtsort unseres erfolgreichsten Baseballteams, den Greifswald Baltic Mariners“, freute sich Drese bei der Eröffnung.

Mit dem neuen Platz können die Spielerinnen und Spieler ihren Sport nun erstmals unter offiziellen Wettkampfbedingungen ausüben. „Das ist ein enormer Zugewinn für die Baltic Mariners und zugleich eine verdiente Anerkennung für die jahrelange Pionierarbeit, die der Verein für seinen Sport seit der Gründung im Jahr 2011 geleistet hat“, unterstrich die Ministerin. Gleichzeitig sende der neue Baseballplatz ein wichtiges Signal: „Nämlich, dass auch weniger verbreitete Sportarten in Mecklenburg-Vorpommern ihren festen Platz haben“, so die Ministerin weiter.

Neben dem Baseball-Team soll die Sportstätte so auch anderen Randsportarten wie dem Ultimate Frisbee offenstehen. An spielfreien Wochenenden wird die Anlage außerdem für Familien sowie zur freien sportlichen Nutzung geöffnet. “Diese Sport- und Bewegungsangebote für Jung und Alt stärken natürlich in großem Maße auch das gesellschaftliche Miteinander und die Lebensqualität vor Ort“, so Drese.

Sie hoffe, dass die modernen Bedingungen noch mehr Menschen für den Sport im Verein begeistern. „Der weiteren Entwicklung der Baseball-Abteilung steht nun nichts mehr im Wege, bestehende Kapazitäten anderer Sportstätten können durch die neu sanierte Anlage entlastet werden. Beste Vorzeichen also, um künftig noch mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene für Sport und Spaß zu gewinnen“, erklärte die Ministerin.

Sie freue sich deshalb sehr, dass das Land gemeinsam mit dem Landessportbund und der Universitäts- und Hansestadt Greifswald dieses Projekt finanzieren und umsetzen konnte. So wurde die Baumaßnahme mit Landesmitteln in Höhe von fast 423.000 EUR als vereinseigene Sportstätte gefördert. Hinzu kamen rund 62.000 Euro aus dem Bürgerfonds des Landes sowie Mittel in Höhe von 18.716 Euro aus dem Fonds für Vorpommern und das östliche Mecklenburg.

Ehrenpreis „Goldener Ochse“ an Armin Müller-Stahl überreicht

Schwesig: Armin Müller-Stahl ist mutiger Künstler mit filmischen Wurzeln in MV

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute bei der Preisverleihung des 35. Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern den Ehrenpreis „Goldener Ochse“ an Armin Müller-Stahl überreicht. Sie erinnerte ihn an seine filmischen Wurzeln in MV: „Wenn man so will, hat Ihre Karriere in Mecklenburg-Vorpommern angefangen. Der erste Film, in dem Sie 1956 mitgespielt haben, wurde am Strand von Ahrenshoop gedreht.“

In der DDR habe Müller-Stahl in einigen DEFA-Filmen gespielt und habe den Mut gehabt, gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns zu unterschreiben. Danach habe er lange keine Rollen mehr bekommen und sei nach Westdeutschland gegangen. Als Hollywood auf sein Talent aufmerksam geworden sei, wurde sein filmisches Schaffen weltumspannend. Die Oscar-Nominierung für die Rolle in „Shine – Der Weg ins Licht“ sei der Höhepunkt einer großartigen Karriere, die ihn immer wieder auch nach Deutschland zurückführt habe.

Schwesig weiter: „Ihr Abenteuer hat Sie von den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns bis in die Studios von Hollywood geführt, vom Theater über den Film und die Schriftstellerei bis in die Malerei, die wir in diesen Tagen im Schleswig-Holstein-Haus sehen können. Dieses Abenteuer und all das, was Sie uns auf Ihrem Weg geschenkt haben, zeichnen wir heute mit dem Goldenen Ochsen aus.“

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bedankte sich außerdem beim künstlerischen Leiter Volker Kufahl und dem Team des Filmkunstfestes: „Mit anspruchsvollen Wettbewerben, starken Filmen und einem interessanten Rahmenprogramm haben Sie Schwerin wieder in eine Filmhauptstadt verwandelt und dem Publikum eine erlesene Auswahl präsentiert. Ein herzlicher Dank an alle, die das Filmkunstfest möglich machen. Sie haben dazu beigetragen, dass auch das 35. Filmfestival wieder ein großer Erfolg wurde.“

Schwesig betonte: „Kultur muss vielfältig bleiben. Kultur muss unabhängig bleiben. Die Unabhängigkeit der Kultur, ob Kino, Theater, große Oper oder lokale Veranstaltung, ist ein wichtiger Teil von Demokratie. Es darf keine staatlichen Vorgaben geben, was akzeptable und förderungswürdige Kultur ist und was nicht.“ Dafür werde sie sich weiter einsetzen.