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Tag: 13. September 2026

25. Vollversammlung der Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern

Drese: „Sportjugend bringt Bewegung in das Leben junger Menschen“

Neubrandenburg – Die Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern kam am Sonnabend in Neubrandenburg zu ihrer 25. Vollversammlung zusammen. Mit mehr als 100.000 Mitgliedern bis 26 Jahre ist die Sportjugend der größte Jugendverband Mecklenburg-Vorpommerns. Sportministerin Stefanie Drese würdigte am Wochenende die Arbeit und den Einsatz der Jugendorganisation für den Kinder- und Jugendsport im Land.

„Mehr als 100.000 junge Menschen zeigen eindrucksvoll, welche Kraft im Sport steckt. Im Verein geht es nicht nur um Bewegung und Wettkampf, sondern auch um Gemeinschaft, Verantwortung und persönliche Entwicklung. Die Sportjugend bringt diese Werte zu Kindern und Jugendlichen im ganzen Land und ist deshalb für uns ein wichtiger Partner in der Jugend- und Sportpolitik“, sagte Drese.

Ein Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit ist die Bewegungsförderung. Über das Landesprogramm „Gemeinsam Sport in Schule und Verein“ profitieren 2026 rund 7.700 Schülerinnen und Schüler an 244 Schulen von zusätzlichen Sportangeboten. 106 Sportvereine sind beteiligt. Das Land hat die jährliche Förderung des Programms von 255.600 auf 380.000 Euro erhöht.

Bereits im Kita-Alter setzt das „KinderBewegungsLand“ an. In diesem Jahr beteiligen sich 76 Sportvereine an Kooperationen mit rund 190 Kindertageseinrichtungen und erreichen etwa 4.530 Kinder. Damit wird das von der Sportjugend vorangetriebene „Bewegungscheck“ aus Kita, Schule und Sportverein mit Leben gefüllt.

Drese: „Kinder sollen unabhängig vom Wohnort die Chance haben, Bewegung und Sport für sich zu entdecken. Deshalb investieren wir in gute Kooperationen zwischen Kitas, Schulen und Vereinen. So entsteht im besten Fall eine Bewegungskette, die früh beginnt und Kinder dauerhaft für den Vereinssport begeistert.“

Die Ministerin dankte den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten in der Sportjugend um den Vorsitzenden Theo Hadraht und in den Sportvereinen: „Hinter jedem Training, jedem Wettkampf und jedem Sportangebot stehen Menschen, die ihre Zeit für andere einsetzen. Dieses Engagement ist die Grundlage dafür, dass Sport vor Ort überhaupt stattfinden kann. Dafür gebührt allen Ehrenamtlichen in der Sportjugend und den Vereinen große Anerkennung.“

Die Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern wurde 1990 gegründet und ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Als Jugendorganisation des Landessportbundes setzt sie die Ziele der Kinder- und Jugendhilfe im und durch Sport landesweit um.

Schwesig: Eine Demokratie ist nur so stark wie wir alle zusammen

Wismar – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat auf dem Christopher Street Day in Wismar für Vielfalt in unserer Gesellschaft ausgesprochen: „Eine Demokratie ist nur so stark wie wir alle zusammen. Wir zeigen heute Flagge für ein selbstbestimmtes, freies Leben von queeren Menschen.“

Es gebe in und um Wismar eine lebendige, aktive queere Szene, die nicht nur diesen CSD prägt, sondern auch die queeren Kulturtage, Treffpunkte, Beratungsstellen und Austauschmöglichkeiten. Dieser Einsatz mache Wismar lebendiger und sei eine Bereicherung für das Land. Dafür danke sie allen, die sich engagieren.

Sie machte auch auf die symbolische Bedeutung des CSD in Anbetracht von Angriffen auf queere Menschen aufmerksam: „Es ist eine Errungenschaft unserer Gesellschaft, dass queere Menschen offen leben können. Dafür haben viele Menschen mutig gekämpft. Das lassen wir uns nicht nehmen. Jeder Angriff auf Menschen, die queer leben, ist ein Angriff auf das respektvolle demokratische Miteinander in unserem Land.“

Wenn Bürgermeister sich zum Rücktritt gezwungen sehen, weil sie wegen ihrer sexuellen Orientierung Hass und Hetze erleben oder Menschen bei CSD angepöbelt oder angegriffen werden, dann seien das Angriffe, die alle angingen und gegen die man sich zur Wehr setzen müsse.

„Vielfalt braucht Demokratie, und Demokratie braucht Vielfalt. Wir in Mecklenburg-Vorpommern sind offen für Vielfalt in der Gesellschaft. Hass, Diskriminierung und Rechtsextremismus dürfen in unserem Land keinen Platz haben“, sagte sie. Dafür setze sie sich auch weiterhin als Ministerpräsidentin ein.

Dr. Blank: „Heimisches Helium kann Versorgungssicherheit stärken“

Netzeband – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, hat sich heute in Netzeband bei einem Vor-Ort-Termin über den Stand des Helium-Projekts „Brimir“ informiert. Anlass war die Fertigstellung des Bohrplatzes, ein wichtiger Meilenstein für die weitere Erkundung des möglichen Heliumvorkommens. Anfang 2027 soll hier die Helium-Tiefbohrung beginnen, mit der untersucht wird, ob im Untergrund ein wirtschaftlich nutzbares Vorkommen vorhanden ist.

„Helium ist ein kritischer Rohstoff mit großer Bedeutung für unsere wirtschaftliche und technologische Zukunft. Es wird unter anderem in der Medizintechnik, der Halbleiterindustrie und in der Forschung benötigt. Gleichzeitig sind Deutschland und Europa bei der Versorgung heute weitgehend auf Importe angewiesen. Ein wirtschaftlich nutzbares Vorkommen in Mecklenburg-Vorpommern könnte dazu beitragen, die Abhängigkeiten Deutschlands von internationalen Lieferketten zu verringern und unsere Versorgungssicherheit zu stärken. Gleichzeitig ist es eine Chance für Mecklenburg-Vorpommern als Wirtschafts- und Technologiestandort“, sagte Blank.

Die Europäische Union stuft Helium als kritischen Rohstoff mit erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung und hohem Versorgungsrisiko ein. Dr. Blank betonte zugleich: „Bei allen wirtschaftlichen Chancen gilt: Der Schutz von Mensch, Wasser und Umwelt hat höchste Priorität. Für die Erkundungsarbeiten gelten deshalb strenge Anforderungen. Die zuständigen Behörden prüfen jeden Schritt sorgfältig. Auch eine mögliche spätere Förderung könnte nur erfolgen, wenn dafür alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt und die erforderlichen Genehmigungen erteilt sind.“

Für die Tiefbohrung „Wolgast 8“ hat das Bergamt Stralsund im November 2025 den Hauptbetriebsplan zugelassen. Bestandteil des Verfahrens waren unter anderem umweltfachliche Untersuchungen sowie wasser- und naturschutzrechtliche Genehmigungen. Behörden, Gemeinde, Landkreis sowie Energie- und Wasserversorgungsunternehmen wurden beteiligt; zudem fand eine Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Ein begleitendes Grundwassermonitoring ist vorgesehen.

Mit der Tiefbohrung wird zunächst ausschließlich erkundet, ob ein wirtschaftlich nutzbares Heliumvorkommen vorhanden ist. Die Zulassung zu dieser Untersuchung umfasst noch keine Erlaubnis für eine kommerzielle Förderung. Für eine kommerzielle Nutzung wären nach dem Nachweis eines wirtschaftlich nutzbaren Vorkommens weitere umfassende bergrechtliche Genehmigungsverfahren, inklusive der Prüfung möglicher Auswirkungen auf die Umwelt, Grund- und Trinkwasser, usw. nötig.