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Tag: 14. September 2026

Hafenentwicklungsplan und Studie zur Offshore-Windindustrie

Dr. Wolfgang Blank: „Wir richten die Rostocker Häfen auf die Zukunft aus“

Rostock – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Rostock einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 440.000 Euro an die Hanse- und Universitätsstadt übergeben. Gefördert werden damit die Erstellung des Hafenentwicklungsplan 2050 sowie eine Potentialstudie zum Offshore-Windausbau in Mecklenburg-Vorpommern. Die Gesamtausgaben betragen rund 590.000 Euro. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirt­schaftsstruktur“ (GRW).

„Unsere Häfen sind Motoren der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Sie verbinden unser Land mit internationalen Märkten und bieten Raum für Unternehmen, Investitionen und neue Arbeitsplätze. Mit dem Hafenentwicklungsplan 2050 richten wir den Blick auf die langfristige Entwicklung der Rostocker Häfen. Zugleich wollen wir die Chancen der Off­shore-Windindustrie sowohl für Rostock als auch für Mukran stärker nutzen. Unser Ziel ist es, mehr Wertschöpfung aus der Offshore-Windenergie für unser Land zu gewinnen und damit gute Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen“, sagte Dr. Wolfgang Blank.

Der bisherige Hafenentwicklungsplan stammt aus dem Jahr 2017 und reicht bis 2030. Mit der Fortschreibung soll eine planerische Grundlage für die Entwicklung bis 2050 ge­schaffen werden. Dabei sollen insbesondere die im neuen Regionalen Raumentwicklungsprogramm vorgesehenen Erweiterungsflächen für den Hafen näher betrachtet und ihre künftige Nutzung konkretisiert werden. Die konzeptionelle Vorbereitung erfolgt durch ROSTOCK PORT.

In Zusammenhang damit steht die Potentialanalyse zum Off­shore-Windausbau. Sie soll untersuchen, welche Möglich­keiten sich für zusätzliche Wertschöpfung und zusätzlichen Umschlag an den hafenstandorten Rostock und Mukran er­geben. Angesichts begrenzter Flächen soll die Studie dazu beitragen, die verfügbaren Kapazitäten entsprechend den Anforderungen der Branche bestmöglich zu nutzen.

Betrachtet werden die drei wesentlichen Phasen im Lebens­zyklus eines Offshore-Windparks: Aufbau, Betrieb sowie Rückbau und Recycling. Für Rostock liegt der Schwerpunkt auf den Chancen im Betrieb sowie beim Rückbau und Recyc­ling, für Mukran werden alle drei Phasen untersucht. Dabei sollen jeweils auch die volkswirtschaftlichen Effekte für die Standorte ermittelt werden.

„Die Chancen der Offshore-Windindustrie reichen weit über die Errichtung neuer Anlagen hinaus. Auch ihr Betrieb, der spätere Rückbau sowie das Recycling eröffnen unseren Unternehmen weitreichende Perspektiven. Wer diese Poten­tiale nutzen will, muss die Anforderungen der Branche früh­zeitig erkennen und die hiesige Hafenentwicklung gezielt darauf ausrichten. Dafür schaffen wir mit der Förderung eine fundierte Entscheidungsgrundlage“, so Minister Dr. Blank.

Ausbau der Neubrandenburger Straße

Dr. Wolfgang Blank: „Wir investieren in leistungsfähige und sichere Verkehrswege für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger“

Rostock – Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Rostock einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 820.000 Euro an die Hanse- und Universitätsstadt über­geben. Gefördert wird der zweite Bauabschnitt zum Ausbau der Neubrandenburger Straße (L 39). Die Gesamtausgaben betragen rund 1,4 Millionen Euro. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Kommunalen Straßenbauförderrichtlinie Meck­lenburg-Vorpommern (KommStrabauFöRL M-V).

„Wir stärken die Infrastruktur in unserem Land – und mit der Neubrandenburger Straße eine wichtige Verkehrsader im Süden Rostocks. Sie verbindet die Stadt mit dem Umland und der Autobahn 19. Mit dem Ausbau verbessern wir die Ver­kehrsbedingungen für alle, die hier täglich unterwegs sind. Die Fahrbahn und die Gehwege werden erneuert, Radfahrstreifen angelegt und die Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut. So erhöhen wir die Leistungsfähigkeit der Straße, schaffen mehr Sicherheit und verbessern den Zugang zum Nahverkehr“, sagte Minister Dr. Blank.

Der zweite Bauabschnitt umfasst den rund 350 Meter langen Bereich nördlich des Bahnübergangs bis zur Tessiner Straße. Die vorhandenen Verkehrsflächen werden zurückgebaut, neu geordnet und grundhaft erneuert. Neben dem Ausbau von Fahrbahn und Gehwegen sind zwei barrierefreie Bushalte­stellen, eine Querungshilfe für Fußgängerinnen und Fußgän­ger sowie Radfahrstreifen vorgesehen.

„Mit gut ausgebauten Verkehrswegen erleichtern wir den All­tag der Menschen in unserem Land und stärken die Erreich­barkeit unserer Wirtschaftsstandorte. Mit dieser Förderung unterstützen wir die Hansestadt Rostock dabei, diese wichtige Straße für die kommenden Jahre fit zu machen und die unter­schiedlichen Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmer zu berück­sichtigen“, so Minister Dr. Blank.

Der Baubeginn erfolgte im Mai 2026. Die Fertigstellung ist für die erste Jahreshälfte 2028 geplant.

Entwicklungsplan für den Zoologischen Garten Rostock

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken den Rostocker Zoo als ganzjähriges Ausflugsziel für Jung und Alt“

Rostock – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Rostock einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 150.000 Euro an die Hanse- und Universitätsstadt übergeben. Gefördert wird die Erstellung eines Masterplans für die Weiterentwick­lung des Zoologischen Gartens- Die Gesamtausgaben be­tragen rund 200.000 Euro. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

„Der Rostocker Zoo ist ein Anziehungspunkt für Urlauber, Tagesgäste und Familien. Mit dem Masterplan schaffen wir die Grundlage, um den Zoo als ganzjähriges Angebot weiter zu stärken und zukünftige Investitionen gezielt vorzubereiten. Das macht Rostock auch außerhalb der Hauptsaison als Aus­flugs- und Urlaubsziel noch attraktiver. Davon profitieren ebenso die Gastronomie, das Gastgewerbe und weitere Unternehmen in der Region“, sagte Minister Dr. Blank.

Der Masterplan soll Konzepte und Strategien für die weitere Entwicklung des Zoologischen Garten bündeln. Dazu gehören Kosten-Nutzen-Analysen sowie mögliche Zeitrahmen für erfor­derliche Maßnahmen und künftige Projekte. Ziel ist es, vor­handene Konzeptideen und notwendige Maßnahmenpakete in umsetzbare Planungs- und Bauvorhaben zu überführen.

„Mit einer vorausschauenden Planung ermöglichen wir die verfügbaren Mittel wirksam einzusetzen. Der Masterplan soll aufzeigen, welche Vorhaben den Zoo weiter voranbringen und in welchen Schritten sie umgesetzt werden können. Damit wird aus guten Ideen eine konkrete Perspektive für die Zukunft“, so Minister Dr. Blank.

Erholungswald „Seeblick“ offiziell gesichert

Lohmen – Ein Wald zum Spielen, Lernen, Bewegen und Naturerleben: Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute in Lohmen die Verordnung für den neuen Erholungswald „Seeblick“ an Bürgermeister Bernd Dickau übergeben. Rund 3,3 Hektar gemeindeeigener Wald sind damit forstrechtlich als Erholungswald gesichert. Die Initiative dazu ging 2025 von der Gemeinde Lohmen und der Kindertagesstätte „Waldgeister“ aus – mit dem Ziel, den ersten Kindergesundheitswald des Landes zu gestalten.

„Aus einer guten Idee vor Ort wird jetzt etwas Dauerhaftes. Wir schaffen einen geschützten Raum, in dem Kinder sich bewegen, Natur entdecken und lernen können. Wald ist eben nicht nur Lebensraum und Rohstofflieferant. Er kann auch ein Ort sein, der Körper und Seele guttut. Genau das wollen wir hier in Lohmen erlebbar machen“, sagte Backhaus.

Die Verordnung gibt dem Kindergesundheitswald einen verbindlichen Rahmen. Der Wald soll ausdrücklich der Erholung und Gesundheitsförderung dienen. Vorgesehen sind Umweltbildung und kinderfreundliche Aktiv-Erholung. Bewegung und Sinneserfahrungen in der Natur sollen die körperliche, seelische und soziale Gesundheit von Kindern fördern. Auch die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen sind bei der Ausgestaltung zu berücksichtigen.

Gleichzeitig wird der Wald dauerhaft gesichert und soll naturnah und klimaangepasst entwickelt werden. Kahlschläge sind grundsätzlich zu unterlassen, Pflanzenschutzmittel auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken. Auch der Erhalt des Waldbodens als Wasserspeicher spielt eine besondere Rolle. Die Verordnung schützt den Erholungscharakter zudem vor störenden Nutzungen.

Backhaus: „Das Besondere ist: Wir reden nicht nur darüber, dass Wald Kindern guttut. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Gesundheit, Bewegung, Umweltbildung und Naturerfahrung hier dauerhaft zusammengehören. Und wir schützen gleichzeitig den Wald selbst. Das ist Naturschutz, der bei den Menschen ankommt.“

Die Kinder der Kita „Waldgeister“ nutzen den Wald bereits regelmäßig als Spiel- und Lernort. Gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Horst Klinkmann fanden bereits Veranstaltungen statt, bei denen die Kinder den Wald und seine gesundheitsfördernde Wirkung unmittelbar erleben konnten.

Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit dem gesundheitlichen Potenzial des Waldes. Mit der Novelle des Landeswaldgesetzes wurde 2011 unter Backhaus‘ Leitung der Weg für neue Nutzungsformen wie Kur- und Heilwälder geöffnet. 2017 folgte in Heringsdorf der erste zertifizierte Heilwald Deutschlands. Insgesamt umfassen die forstrechtlichen Schutzgebiete im Land heute fast 250 Hektar.

„Mecklenburg-Vorpommern war beim Thema Wald und Gesundheit früh Vorreiter. In Lohmen entwickeln wir diesen Gedanken konsequent weiter und rücken die Kinder in den Mittelpunkt. Ich wünsche mir, dass daraus ein Beispiel für andere Gemeinden wird. Denn wenn Kinder früh erfahren, wie wertvoll Wald und Natur für sie sind, ist das auch eine Investition in die nächste Generation.“

Die Erholungswaldverordnung „Seeblickregion“ wurde am 7. Juli 2026 veröffentlicht und ist seit dem 8. Juli 2026 in Kraft. Der überwiegend von Kiefern geprägte Wald liegt südwestlich von Lohmen.

Das Sustainable Engineering Center (SEC) kommt!

Land erteilt Planungsauftrag für den Ersatzneubau

Rostock – Die Forschungsinfrastruktur der Universität Rostock soll zukunftsfähig weiterentwickelt werden. Das Sustainable Engineering Center (SEC) ist der Ersatzneubau für die bisherige Strömungshalle. Anschließend soll die bestehende Strömungshalle denkmalgerecht grundsaniert werden.

Das Ministerium für Finanzen und Digitalisierung hat heute dem Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamt Rostock den Auftrag erteilt, die Entwurfsunterlage-Bau für den Ersatzneubau zu erstellen. Voraussetzung für die Fortführung des Vorhabens war unter anderem die denkmalrechtliche Genehmigung des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege, die am 4. September 2026 erteilt wurde.

Grundlage für die weitere Planung ist eine umfassende Machbarkeitsuntersuchung. Darin wurde der Bedarf unter intensiver Beteiligung der Universität Rostock geprüft und verbindlich festgelegt. Die Untersuchung wurde in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, der Universität Rostock und dem Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamt Rostock erarbeitet.

Mit der nun beauftragten Planung werden die baulichen, technischen, terminlichen und wirtschaftlichen Grundlagen des Vorhabens weiter vertieft. Damit wird die Grundlage für die nächsten Schritte auf dem Weg zur Umsetzung des Ersatzneubaus geschaffen.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue erläutert: „Gute Nachrichten für die maritime Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern: Mit dem jetzt erteilten Planungsauftrag gehen wir beim Sustainable Engineering Center den nächsten wichtigen Schritt. Nach der denkmalrechtlichen Genehmigung können wir die Planung für den Ersatzneubau der Strömungshalle nun konkret vorantreiben. Unser Ziel ist eine leistungsfähige und nachhaltige Forschungsinfrastruktur, die langfristig gute Bedingungen für Wissenschaft und Kooperationen mit der Wirtschaft schafft.“

Wissenschaftsministerin Bettina Martin betont: „In Rostock wird im Bereich des nachhaltigen maritimen Ingenieurwesens bundesweit einmalige Forschung und Lehre betrieben. Dafür ist eine gute Forschungsinfrastruktur unerlässlich und wichtig für das Land. Mit dem Sustainable Engineering Center wird in Rostock eine Infrastruktur von herausragender wissenschaftlicher Bedeutung entstehen. Die geplanten Strömungslabore, bestehend aus einem Seegangsbecken und einem Schleppkanal, werden in ihrer Kombination bundesweit einzigartig sein und neue Voraussetzungen schaffen, innovative Technologien unter realitätsnahen Bedingungen erforschen und weiterentwickeln zu können.

Die experimentellen Möglichkeiten werden dabei über klassische maritime Forschungsfelder hinausgehen und auch für Bereiche wie den Fahrzeugbau, die Luftfahrttechnik, die Energietechnik oder die Biomedizintechnik von Bedeutung sein. Der jetzt erteilte Planungsauftrag ist deshalb ein wichtiger Schritt, um diese für unser Land bedeutsame Hochschulbaumaßnahme weiter voranzubringen. Die bestehende Strömungshalle hat erhebliche bauliche Mängel, deswegen besteht hier dringender Handlungsbedarf.“

Die Rektorin der Universität Rostock, Prof. Elizabeth Prommer, sagt: „Mit dem Sustainable Engineering Center schaffen wir nicht nur wichtige Perspektiven für unsere maritime Forschung und die Zusammenarbeit mit der Industrie. Das SEC ist zugleich ein zentraler Baustein für die Zukunft unserer Lehre. Die Nachfrage nach unserem neuen Studiengang Sustainable Maritime Engineering zeigt eindrucksvoll, wie groß das Interesse an einer Ausbildung für die nachhaltige maritime Wirtschaft ist. Dafür brauchen wir eine leistungsfähige Forschungs- und Lehrinfrastruktur, die Theorie und Praxis miteinander verbindet. Mit dem SEC schaffen wir dafür beste Voraussetzungen.“

Auftrag an Peene-Werft für Flottendienstboot

Schwesig: Viertes Flottendienstboot ist wichtige Nachricht für Peene-Werft

Wolgast – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich heute erfreut darüber gezeigt, dass Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ein viertes Flottendienstboot der Klasse 424 auf der Peene-Werft bauen lassen will.

„Das ist eine sehr wichtige Nachricht für den Standort. Es ist uns wichtig, gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Peene-Werft eine gute Zukunft hat. Ich bedanke mich für die Unterstützung der Bundesregierung und werbe bei allen Abgeordneten im Haushaltsausschuss des Bundestages, dass dieser Vorschlag die notwendige Zustimmung findet“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Zur heutigen Kiellegung des dritten Flottendienstbootes sagte Schwesig in ihrer Rede in Wolgast: „Ich freue mich sehr, zum zehnten Mal auf dieser Werft zu sein. Die Peene-Werft hat zwei wichtige Aufgaben in unserem Land. Wir sind sehr stolz, dass die Peenewerkerinnen und Peenewerker dafür sorgen, dass unsere Bundeswehr modern ausgerüstet wird. Und die Werft sichert und schafft Arbeitsplätze im Landesteil Vorpommern. Auf die Werft, auf die Geschäftsführung, auf den Betriebsrat und alle, die hier arbeiten, ist Verlass. Ich wünsche viel Erfolg bei der Fertigstellung des Flottendienstbootes.“

Bildungsmonitor 2026: Land liegt im Mittelfeld

Oldenburg: Mit unserer Strategie für mehr Chancengerechtigkeit wollen wir weitere Fortschritte erzielen

Schwerin – Nach einer Vergleichsstudie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft sichert sich das Bildungssystem in Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich einen Platz im Mittelfeld. Der Bildungsmonitor der INSM bewertet anhand von Indikatoren in verschiedenen Handlungsfeldern, inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut reduziert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und Wachstum fördert.

Bei der Chancengerechtigkeit liegt Mecklenburg-Vorpommern auf dem dritten Platz. Stärken weist das Land auch in den Handlungsfeldern Förderinfrastruktur, Berufliche Bildung und Verringerung der Bildungsarmut auf.

„Bei uns ist der Bildungserfolg nur noch minimal von der sozialen Herkunft abhängig“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Alle Kinder und Jugendlichen sollen die gleichen Chancen haben. Bildung ist in Mecklenburg-Vorpommern daher von Anfang an kostenfrei. Mit der beitragsfreien Kita steht allen Familien ein frühkindliches Bildungsangebot zur Verfügung.

In der Grundschule stärken wir die Kernkompetenzen der Schülerinnen und Schüler mit dem Leseband, mehr Deutsch- und Mathematikunterricht. Die intensive Förderung in Deutsch, Mathematik und Englisch setzen wir in den höheren Jahrgangsstufen fort. Die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen bilden die Grundlagen, um weiteres Wissen zu erwerben. Sie sind die Voraussetzung für den Bildungserfolg.

Mit dem Startchancen-Programm unterstützen wir Schülerinnen und Schüler, die schwierige Startbedingungen haben. Außerdem haben wir ein starkes Ganztagsangebot an Grundschulen und in weiterführenden Schulen. Diese Maßnahmen sind in unserer Strategie für mehr Chancengerechtigkeit enthalten, mit der wir weitere Fortschritte erzielen wollen.“

Verbesserungen regt der Bildungsmonitor bei der Betreuung und Förderung in der Kita an. „In dieser Wahlperiode hat die Landesregierung das Fachkraft-Kind-Verhältnis im Kindergarten von 1:15 auf 1:14 gesenkt. Eine Erzieherin bzw. ein Erzieher betreut damit durchschnittlich nur noch 14 Kinder und hat so mehr Zeit für jedes einzelne Kind. Ab Januar 2027 betreut und fördert eine Fachkraft in der Krippe durchschnittlich fünf Kinder statt bislang sechs.

Im Hort verbessert sich das Verhältnis ab August 2027 von durchschnittlich 1:22 auf 1:21. Dafür stellt das Land jährlich mehr als 40 Millionen Euro bereit. Das ist ein großer finanzieller Kraftaufwand für das Land – aber einer, der direkt bei den Kindern ankommt. Wir müssen weitere Anstrengungen unternehmen, damit die Gruppen kleiner werden“, sagte Oldenburg.

Verbesserungspotenzial sieht der Bildungsmonitor auch bei der Verringerung der Quote von Schülerinnen und Schülern ohne Abschluss. „Diese Erkenntnis ist nicht neu. Angebote wie das Freiwillige 10. Schuljahr an Regionalen Schulen, die Praxisorientierte Berufsreife oder AV-dual erhöhen für mehr Schülerinnen und Schüler die Chance auf einen bundesweit anerkannten Schulabschluss.

Mit einem Frühwarnsystem an Regionalen Schulen haben wir ein engmaschiges Beratungssystem etabliert, um Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu begleiten, deren Abschluss gefährdet ist. Auch für Gymnasien haben wir ein Frühwarnsystem entwickelt. Die neuen Versetzungsregelungen tragen dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler von Anfang an den für sie bestmöglichen Abschluss anstreben“, so die Ministerin weiter.

In den Haushaltsjahren 2026 und 2027 legt die Landesregierung weiterhin den Schwerpunkt auf die Bereiche Bildung und Kindertagesförderung. Im Jahr 2026 stehen insgesamt 12,1 Milliarden Euro im Haushalt zur Verfügung – davon zwei Milliarden Euro für Schule und Kindertagesförderung. Das entspricht 16,6 Prozent des Gesamthaushalts. „Erstmals stehen zwei Milliarden Euro für Schule und die frühkindliche Bildung bereit. Aus dem Sondervermögen fließen 600 Millionen Euro in den Schulbau und in die Schulsanierung. Damit schaffen wir moderne Lernbedingungen“, betonte Oldenburg.

Für das Jahr 2027 sind 12,2 Milliarden Euro im Haushalt geplant. Davon werden 2,1 Milliarden Euro für den Bildungs- und Kita-Bereich zur Verfügung stehen. Insbesondere die Zuweisungen des Landes zur Kindertagesförderung werden weiter aufgestockt: Für 2026 sind 544 Millionen Euro vorgesehen, für 2027 sogar 554 Millionen Euro.

Bildungsministerin Simone Oldenburg wies abschließend auf die klare Stoßrichtung des Bildungsmonitors hin: „Mit dem Bildungsmonitor liegt eine Untersuchung vor, deren Erkenntnisse nicht neu sind. Die Daten stammen aus Studien wie dem IQB-Bildungstrend, dem Bildungsbericht oder den Statistiken der Länder. Sie werden hier aus wirtschaftlicher Perspektive ausgewertet. Doch Bildung ist weit mehr. Es geht dabei auch um die Entwicklung der Persönlichkeit junger Menschen.“

Schulteams aus M-V beim Herbstfinale in Berlin

Schülerinnen und Schüler messen sich in zwölf Sportarten auf Bundesebene

Schwerin – Dreimal im Jahr treffen Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland beim Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in den Bundesfinals aufeinander. Nach dem Winter- und dem Frühjahrsfinale folgt nun das Herbstfinale. 283 Athletinnen und Athleten vertreten Mecklenburg-Vorpommern bei den Wettkämpfen in Berlin und werden während der Bundesfinals von ihren Betreuerinnen und Betreuern unterstützt.

Vom 15. bis 19. September 2026 treten in den Berliner Sporthallen und auf den Sportplätzen Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland in zwölf Sportarten um Tore, Punkte und gute Platzierungen an. Bei „Jugend trainiert für Olympia“ werden in den Sportarten Beach-Volleyball, Fußball, Hockey, Judo, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Golf und Tennis die besten Schulteams gesucht, bei „Jugend trainiert für Paralympics“ in den Sportarten Schwimmen, Fußball und Leichtathletik.

„Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Berlin viel Erfolg, faire Wettbewerbe und unvergessliche Erlebnisse. Bereits die Qualifikation zum Bundesfinale zeigt, wie viel Engagement, Teamgeist und Disziplin in ihnen steckt. Sie vertreten Mecklenburg-Vorpommern auf beeindruckende Weise – sportlich wie persönlich“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Der Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ zählt zu den größten Schulsportveranstaltungen weltweit und gibt jungen Menschen die Gelegenheit, ihre sportlichen Leistungen auf Bundesebene unter Beweis zu stellen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.