Weiterer Bildungsgang

Ausbildung zum/zur medizinischen Bademeister/in und Masseur/in wird erleichtert

Schwerin – Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres nehmen zwei öffentliche Berufliche Schulen in Mecklenburg-Vorpommern den Bildungsgang „Medizinische/r Bademeister/in, Masseur/in“ in ihr Fächerspektrum auf. Das Regionale Berufliche Bildungszentrum Neubrandenburg GeSoTec und die Berufliche Schule „Alexander Schmorell“ in Rostock bieten die Ausbildung gebührenfrei an. „Auszubildende können diesen Beruf, der hervorragende Perspektiven bietet, jetzt ohne Schulgeld absolvieren“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin. „Damit können noch mehr Jugendliche diesen interessanten Ausbildungsberuf erlernen.“

Bislang boten lediglich freie Schulen den Bildungsgang an, so dass für Schülerinnen und Schüler Kosten durch das Schulgeld zu leisten waren. Durch das Angebot der öffentlichen Schulen eröffnen sich den jungen Menschen auch weitere Berufsperspektiven. Nach absolvierter zweijähriger Ausbildung zum medizinischen Bademeister/Masseur können sie sich in 18 Monaten zum Physiotherapeuten weiterqualifizieren. Die reguläre Ausbildung zum Physiotherapeuten setzt die Mittlere Reife voraus und dauert drei Jahre. Interessenten für die Ausbildung zum medizinischen Bademeister/Masseur benötigen hingegen lediglich die Berufsreife.

„Wir haben schon jetzt einen großen Mangel an Fachkräften in den nicht akademischen medizinischen Berufen“, sagte Martin. „Mit der neugestalteten Ausbildung werden in den kommenden Jahren mehr Fachkräfte dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.“

An der Berufsschule in Rostock können künftig Auszubildende aus der Hansestadt Rostock, aus Schwerin sowie den Landkreisen Rostock, Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg und Vorpommern-Rügen beschult werden. In Neubrandenburg lernen Schülerinnen und Schüler aus den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald. Zum Ende des Schuljahres 2019/2020 absolvierten im Land nach vorläufigen Zahlen 38 Auszubildende eine Ausbildung zum medizinischen Bademeister/Masseur und 521 Auszubildende lernen den Beruf des Physiotherapeuten.

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