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Autor: Rügenbote

Einsatz an den Feiertagen

Drese dankt Beschäftigten im Sozial- und Gesundheitsbereich für ihren Einsatz an den Feiertagen

Schwerin – Anlässlich der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage richtete Gesundheits- und Sozialministerin Stefanie Drese ihren ausdrücklichen Dank an alle Menschen, die auch an diesen Tagen im Einsatz sind, um andere zu unterstützen, zu pflegen und zu versorgen. „Während viele von uns die Feiertage im Kreis der Familie verbringen, stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheits- und Sozialbereich ihre Weihnachtszeit in den Dienst der Gesellschaft. Dieser Einsatz ist alles andere als selbstverständlich und verdient ausdrücklich unseren höchsten Respekt und Dank“, betonte die Ministerin heute.

Ob in Krankenhäusern, Pflegeheimen, im Rettungsdienst und den Leitstellen, in der mobilen Pflege, in sozialen Einrichtungen oder in der Betreuung: „All diese Menschen erbringen ein persönliches Opfer, damit wir besinnlich, sicher und umsorgt feiern können und ich würde mir wünschen, dass wir das gesellschaftlich auch wieder stärker anerkennen würden“, so Drese. Denn zum Fest wie auch an allen anderen Tagen im Jahr übernehmen die Beschäftigten im Sozial- und Gesundheitsbereich tagtäglich Verantwortung für andere– und das häufig unter hoher körperlicher und seelischer Belastung.

Dennoch würden die Beschäftigten ihren anvertrauten Menschen regelmäßig nicht nur fachlich zur Seite stehen, sondern auch Nähe, Trost und Zuversicht schenken. „Denn für viele von Ihnen ist es nicht einfach nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Und gerade zur Weihnachtszeit ist das eine große Stütze für die Patientinnen und Patienten, die Pflegebedürftigen oder Hilfssuchenden, die auf Ihre Arbeit angewiesen sind“, weiß die Ministerin.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Ehrenamtlichen, die über Weihnachten und den Jahreswechsel Dienst leisten, wünschte Drese deshalb viel Kraft, Gesundheit und Zuversicht. „Ich hoffe sehr, dass sie trotz aller Anforderungen auch Momente der Ruhe finden und spüren, wie sehr ihre Arbeit geschätzt wird. Ihnen aber auch Ihren Familien gilt mein herzlicher Dank – nicht nur an den Feiertagen, sondern das ganze Jahr über.“

ELER-Förderprogramm für Kleinstädte Ende 2025 abgeschlossen

Schwerin – Das ELER-Förderprogramm „Nachhaltige Entwicklung von kleinstädtisch geprägten Gemeinden im ländlichen Raum“ wird zum Jahresende 2025 abgeschlossen. Das Programm war 2017 mit der Richtlinie LEFDRL M-V im Rahmen der ELER-Förderperiode 2014-2022 in Zuständigkeit des Bauministeriums aufgelegt worden. Insgesamt konnten 67 Projekte in 41 Gemeinden mit rund 58 Millionen Euro aus Mitteln der EU unterstützt werden.

„Mit dem Abschluss des ELER-Programms ziehen wir eine ausgesprochen positive Bilanz. In ganz Mecklenburg-Vorpommern konnten wir kleinstädtischen Gemeinden spürbare Impulse geben – für moderne Schulen und Kitas, lebendige Ortskerne und eine zukunftsfeste Daseinsvorsorge. Die 67 geförderten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie europäische Mittel direkt vor Ort wirken und Lebensqualität in den ländlichen Räumen stärken. Ich freue mich, dass wir als Land diesen erfolgreichen Weg in der neuen Förderperiode gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium fortsetzen können“, so Bauminister Christian Pegel.

Der ELER ist die zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU und konzentriert sich auf die nachhaltige Entwicklung ländlicher Gebiete. Das Hauptziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft zu steigern, natürliche Ressourcen zu schützen und eine ausgewogene räumliche Entwicklung zu fördern. Kleinstädte, die zwischen 5.000 und 20.000 Einwohner haben und oft als Ankerpunkte der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen fungieren, können von dem Programm profitieren.

Förderfähig sind in diesem Programm der Neubau und die Sanierung von Gemeinbedarfseinrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten, Begegnungszentren, Mehrgenerationenhäusern, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie Gesundheitseinrichtungen. Auch historisch wertvolle und orts-bildprägende Gebäude, historische Ortskerne sowie öffentliche Straßen, Wege, Plätze sowie Parks und Grünflächen können mit diesen Programmmitteln saniert werden.

Folgende Projekte wurden beispielsweise durch das Bauministerium gefördert:

  • Sanierung und Nutzbarmachung der denkmalgeschützten und einsturzgefährdeten Remise im Schloss Gadebusch im Landkreis Nordwestmecklenburg (Gesamtkosten: 2,37 Millionen Euro, davon ELER-Mittel: 1,18 Millionen Euro, Kofinanzierung: 393.000 Euro)
  • Erschließung und Freianlagengestaltung am Schulcampus Zarrentin im Landkreis Ludwigslust-Parchim (Gesamtkosten: 4,91 Millionen Euro, davon ELER-Mittel: 3,57 Millionen Euro, Kofinanzierung: 1,19 Millionen Euro)
  • Sanierung des Schulhofes der Kooperativen Gesamtschule Altentreptow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (Gesamtkosten: 923.000 Euro, davon ELER-Mittel: 535.000 Euro, Kofinanzierung: 178.000 Euro)
  • Neubau des Feuerwehrgerätehauses Loitz im Landkreis Vorpommern-Greifswald (Gesamtkosten: 4,93 Millionen Euro, davon ELER-Mittel: 2,96 Millionen Euro, Kofinanzierung: 987.000 Euro)
  • Gestaltung der Grünfläche zum Stadtteilpark Putbus im Landkreis Vorpommern-Rügen (Gesamtkosten: 190.000 Euro, davon ELER-Mittel: 119.000 Euro, Kofinanzierung: 40.000 Euro)
  • Sanierung des ehemaligen Bahnhofsgebäudes Kröpelin im Landkreis Rostock (Gesamtkosten: 1,28 Millionen Euro, davon ELER-Mittel: 959.000 Euro, Kofinanzierung: 320.000 Euro)

Folgende Kommunen wurden bis 2025 gefördert: Im Landkreis Vorpommern-Rügen Binz, Marlow, Putbus; im Landkreis-Vorpommern-Greifswald Eggesin, Jarmen, Loitz, Strasburg, Torgelow; im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Altentreptow, Burg Stargard, Dargun, Friedland, Malchin, Malchow, Penzlin, Stavenhagen, Röbel; im Landkreis Ludwigslust-Parchim Crivitz, Grabow, Lübz, Sternberg, Wittenburg, Zarrentin; im Landkreis Rostock Bützow, Kröpelin, Kühlungsborn, Neubukow, Sanitz, Schwaan, im Landkreis Nordwestmecklenburg Gadebusch, Rehna und Schönberg.

In der neuen ELER-Förderperiode 2023-2027 wird die Entwicklung des ländlichen Raums in den oben genannten Kommunen durch das Landwirtschaftsministerium gefördert.

An den Schulen wird keine einzige Stelle gestrichen

Oldenburg: Durch mehr Personal vor Ort ermöglichen wir mehr Unterricht

Schwerin – Bei den von den Gewerkschaften kritisierten künftig wegfallenden Stellen im Schulbereich handelt es sich um rein haushaltstechnische Anpassungen. „Auf den Unterrichtsalltag hat das keinerlei Auswirkungen, weil wir keine einzige Stelle, keine einzige Minute Unterricht streichen. Im Gegenteil: Nach den Einstellungserfolgen der letzten Jahre arbeitet das Bildungsministerium nach wie vor mit ganzer Kraft an der Gewinnung von Lehrkräften“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Das Ziel ist es, durch mehr Personal vor Ort mehr Unterricht zu ermöglichen und die Lehrerinnen und Lehrer durch eine Verteilung der Arbeit auf mehr Schultern schrittweise zu entlasten.“

Die Regierungspartner haben sich im Koalitionsvertrag auf das Programm „Schule in MV – Aufbruch 2030: 1.000 Stellen besetzen, sichern, erweitern“ verständigt. Mit dem Doppelhaushalt 2024/2025 stehen diese Stellen vollständig bereit. Sie sind für Lehrkräfte, Vertretungslehrkräfte, externe Vertretungskräfte, für eine bessere personelle Ausstattung an beruflichen Schulen, Personal für die Digitale Landesschule, unterstützende pädagogische Fachkräfte, für die Qualifizierung von Lehrkräften im Seiteneinstieg, Alltagshilfen und Verwaltungskräfte an Schulen eingerichtet worden. Insbesondere die Einstellung von Alltagshilfen und Verwaltungskräften führt dazu, dass Lehrkräfte entlastet werden und sich mehr auf ihre pädagogischen Kernaufgaben konzentrieren können. Damit wurde nicht nur das Versprechen der Landesregierung eingelöst, sondern es wurden sogar noch mehr Personen eingestellt als verabredet.

Auf dem Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de werden ganzjährig freie Stellen ausgeschrieben. So kann täglich Personal eingestellt werden. Um offene Stellen zügiger besetzen zu können, hat das Land gemeinsam mit den Mitgliedern des Bildungspaktes das Bewerbungsverfahren gestrafft. Vom Bewerbungseingang bis zur Aushändigung des Arbeitsvertrags vergehen nur noch sechs Wochen. Bewerberinnen und Bewerber, die die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen, können zudem auch an einer anderen Schule direkt eingestellt werden, ohne sich erneut bewerben zu müssen.

Neu eingestellte Lehrkräfte an Regionalen Schulen und Gesamtschulen im ländlichen Raum sowie an beruflichen Gymnasien können Zuschläge zu ihren Bezügen erhalten, wenn sie sich auf Stellen mit den Bedarfsfächern Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie, Physik sowie Arbeit-Wirtschaft-Technik und Geographie bewerben (Personalgewinnungszuschlag).

Zum Start ins Schuljahr 2025/2026 wurden 675 Lehrkräfte neu eingestellt, was einem Anstieg von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (631 Lehrkräfte) entspricht. Dies ist zugleich die zweithöchste Einstellungszahl zum Schuljahresbeginn in Mecklenburg-Vorpommern innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Zusätzlich absolvieren 674 Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen des Landes. Oldenburg betont: „Wir setzen alles daran, trotz des Lehrkräftemangels, den Unterricht abzusichern und die Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern. Dafür benötigen wir heute mehr Vielfalt in den Schulen. Dazu gehören ausgebildete Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und unterstützendes Personal.“

Mit einem Übernahmeverfahren stellen wir sicher, dass Referendarinnen und Referendare nach ihrem Vorbereitungsdienst direkt in den Schuldienst des Landes einsteigen können. Zudem können Referendarinnen und Referendare, die ihren Vorbereitungsdienst an einer Schule im ländlichen Raum absolvieren, einen Verdienstzuschlag in Höhe von 40 Prozent des monatlichen Anwärterbetrages erhalten. Bisher war der Zuschlag an die Bedingung geknüpft, dass die Absolventinnen und Absolventen nach erfolgreichem Abschluss des Referendariats drei weitere Jahre als Lehrkraft an ihrer Ausbildungsschule unterrichten. „Das haben wir nun geändert. Nach dem Referendariat können sich die Absolventinnen und Absolventen auf eine Stelle in ganz Mecklenburg-Vorpommern bewerben. Damit ermöglichen wir den Lehrkräften mehr Flexibilität“, so die Ministerin.

Bis 2030 müssen weit über 3.300 Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern eingestellt werden, von denen das Land 2.300 selbst ausbildet. „Das bedeutet, dass wir in den kommenden fünf Jahren mehr als 1.000 Fachkräfte einstellen müssen, die kein grundständiges Lehramtsstudium im Land absolviert haben“, erklärt Simone Oldenburg. „Um diese Lücke schließen zu können, bieten wir in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit regelmäßig Informationsveranstaltungen für Fachkräfte an, die sich für einen Seiteneinstieg an unseren Schulen interessieren.“

Neues Gesetz: Mehr Befugnisse für Pflegefachkräfte

Schwerin – Pflegefachkräfte können künftig weitergehende Leistungen als bisher erbringen. „Ich begrüße sehr, dass qualifizierte Pflegerinnen und Pfleger zusätzliche medizinische Befugnisse erhalten, die bisher Ärztinnen und Ärzten vorbehalten waren“, sagte Sozial- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese am Montag in Schwerin. Durch die stärkere Nutzung der vielfältigen Kompetenzen von Pflegefachkräften würde die Versorgung der Patientinnen und Patienten in hoher Qualität auf mehr Schultern verteilt, so Drese.

Die Grundlage bildet das „Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege“, das zum 1. Januar 2026 in Kraft tritt. Der Bundesrat hatte in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr am vergangenen Freitag den Weg abschließend freigemacht.

Nach Ansicht von Drese verbessern sich mit dem Gesetz, die Strukturen in der pflegerischen Versorgung nachhaltig. Durch die Kompetenzerweiterung werde die Attraktivität des Pflegeberufs weiter erhöht. „Fachkräfte werden gestärkt und Einrichtungen entlastet“, so Drese. Dies könne zu einer besseren Versorgung etwa beim Management chronischer Erkrankungen sowie in der Prävention und Gesundheitsförderung führen.

Durch die Schaffung bundeseinheitlicher Rahmenbedingungen in der Pflege gebe es klare Zuständigkeiten. „Die Wege werden kürzer und die Zusammenarbeit gestärkt. Davon profitieren die Patientinnen und Patienten“, verdeutlichte Drese.

Die Ministerin hob zudem hervor, dass Anträge und Formulare vereinfacht werden sollen, um Bürokratie abzubauen. So sei geplant die Pflegedokumentation auf das notwendige Maß zu begrenzen sowie die Prüfverfahren von Medizinischem Dienst und Heimaufsicht besser aufeinander abzustimmen.

Drese: „Das Gesetz gibt den Beschäftigten mehr Handlungsspielraum und sorgt dafür, dass die pflegerische Arbeit wieder stärker im Mittelpunkt steht. Jetzt geht es um die gute Umsetzung dieser Reformen.“

Christian Pegel dankt Feuerwehrkräften für schnellen Einsatz

Schwerin – Nach den aktuellen Großeinsätzen der Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern – unter anderem beim Brand in einem Milchviehbetrieb in Wakenstädt bei Gadebusch im Landkreis Nordwestmecklenburg sowie beim laufenden Einsatz im HanseDom in Stralsund – dankt Innenminister Christian Pegel allen beteiligten Einsatzkräften für ihr hohes Engagement und ihre Einsatzbereitschaft.

„Die vergangenen Stunden und Tage zeigen eindrucksvoll, wie leistungsfähig und verlässlich unsere Gefahrenabwehr in Mecklenburg-Vorpommern ist“, sagte Innenminister Christian Pegel heute in Schwerin und: „Sowohl in Wakenstädt als auch aktuell in Stralsund handeln die Einsatzkräfte schnell, umsichtig und mit großem persönlichen Einsatz Gerade jetzt, kurz vor Weihnachten, ist das keine Selbstverständlichkeit. Während viele Menschen sich auf die Feiertage vorbereiten, stehen die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren bereit, um anderen zu helfen – rund um die Uhr.“

In Wakenstädt waren fast 100 Einsatzkräfte aus neun Freiwilligen Feuerwehren sowie das Technische Hilfswerks (THW) aus Gadebusch, Schwerin und Lübeck mit einem Großaufgebot im Einsatz, um einen Großbrand in einem Milchviehbetrieb zu bekämpfen. Durch ihr koordiniertes Vorgehen konnte ein Übergreifen der Flammen auf eine benachbarte Biogasanlage verhindert werden. Menschen und Tiere kamen nicht zu Schaden.

Darüber hinaus sind seit dem Morgen Einsatzkräfte in Stralsund im Spaß- und Erlebnisbad „Hansedom“ wegen eines ausgetretenen Gefahrstoffs gefordert.

„Unsere ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Männer stehen nicht nur im Alltag, sondern gerade auch an Wochenenden und über die Feiertage bereit – teils unter schwierigen Bedingungen. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern können sich darauf verlassen, dass Hilfe kommt – schnell, kompetent und mit großem Verantwortungsbewusstsein.“

Der Innenminister dankte ausdrücklich auch den Leitstellen, Hilfsorganisationen und allen Unterstützern im Hintergrund. „Dieser Einsatz kurz vor Weihnachten macht deutlich: Ehrenamt kennt keine Pause. Dafür gebührt allen Beteiligten unser Respekt und unser aufrichtiger Dank.“

Schwesig: Strompreise für Bürger und Wirtschaft sinken

Schwerin – Verschiedene Stromanbieter in Mecklenburg-Vorpommern wie zum Beispiel die Stadtwerke Schwerin haben zum Jahreswechsel Preissenkungen angekündigt. „Viele Stromkunden in Mecklenburg-Vorpommern können im kommenden Jahr mit sinkenden Kosten rechnen. So kurz vor Weihnachten und dem Jahreswechsel sind das besonders gute Nachrichten“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in Schwerin.

Für die Strompreissenkungen gebe es mehrere Ursachen. „Wir haben uns erfolgreich für eine bundesweit faire Verteilung der Netzentgelte starkgemacht. Seit Beginn des Jahres haben wir eine Regelung, die Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern, die beim Ausbau der erneuerbaren Energien vorangehen, deutlich besserstellt. Das macht sich jetzt auch bei den Strompreisen bemerkbar“, sagte die Ministerpräsidentin. Die großen Netzbetreiber in Mecklenburg-Vorpommern WEMAG und E.DIS hätten ihre Netzentgelte im Vergleich zu 2024 beispielsweise fast halbieren können.

„Zum 1. Januar erfolgt der nächste wichtige Entlastungsschritt. Der Bund übernimmt dann einen Zuschuss zu den deutschlandweiten Übertragungsnetzkosten in Höhe von 6,5 Milliarden Euro. Auch davon werden die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern profitieren“, sagte Schwesig weiter.

Das Land stehe inzwischen auch im Bundesvergleich deutlich besser da. „Während in Mecklenburg-Vorpommern in der Vergangenheit häufig die höchsten Netzentgelte gezahlt werden mussten, hat sich das Bild innerhalb des vergangenen Jahres gedreht. Im bundesweiten Vergleich fallen die Entgelte in Mecklenburg-Vorpommern jetzt niedrig aus. Das ist eine deutliche Entlastung, von der auch unsere Wirtschaft profitiert: Mecklenburg-Vorpommern wird als Standort noch attraktiver“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Das Land werde sich auf Bundesebene weiter dafür einsetzen, dass die Stromsteuer auch für private Haushalte, das Handwerk und kleine und mittlere Unternehmen abgesenkt wird. „Es ist bei Bildung der Bundesregierung vereinbart worden, dass die Stromsteuer für alle abgesenkt wird. Das muss im Laufe der Wahlperiode umgesetzt werden“, forderte die Ministerpräsidentin.

Gepäckscanner erhöhen die Sicherheit an Justizzentren in M-V

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Der erste Scanner ist nach erfolgreicher Testphase in Neubrandenburg bereits in Betrieb.“

Schwerin – „Die Sicherheit in den Justizgebäuden ist mir ein wichtiges Anliegen. Die Einlasskontrolle ist in dem Zusammenhang sehr bedeutsam. Am Justizzentrum Neubrandenburg wurde über mehrere Monate der Einsatz eines Gepäckscanners getestet. Die Pilotphase wurde ausgewertet mit dem Ergebnis, dass nun ein Gepäckscanner hier fest installiert wurde. Ziel ist es, dass sich alle, die das Gerichtsgebäude betreten, sicher fühlen können.

Die Aufrechthaltung der Rechtspflege soll zudem ohne Zwischenfälle ablaufen. In den vier weiteren Justizzentren des Landes werden ab dem nächsten Jahr ebenfalls Gepäckscanner installiert“, kündigt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt an.

„Die Rückmeldungen aus dem Justizzentrum Neubrandenburg haben die Notwendigkeit der festen Installation bekräftigt. Der Einsatz des Gepäckscanners hat demnach wesentlich zur Erhöhung der Sicherheit im Justizzentrum beigetragen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben den Einsatz begrüßt. Die hohe Anzahl der Funde hat zudem gezeigt, dass die entsprechende Kontrolle sehr wirksam ist.

Die Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister haben allein in der Pilotphase monatlich rund 40 Gegenstände gefunden, die in einem Gerichtsgebäude nichts zu suchen haben. In den Taschen waren z. B. Taschenmesser, Cuttermesser, Schraubendreher, Abwehrsprays, Scheren und selbst die Nahkampfwaffe Kubotan, Teleskopschlagstock, Springmesser sowie Schlagringe. Diese Gegenstände sind gefährlich und gefährden vor allem die Sicherheit während der Verhandlung oder des Termins am Gericht“, sagte Justizministerin Jacqueline Bernhardt.

Förderung Mecklenburgische Seenplatte

Land fördert Tourismus sowie Rad- und Straßenverkehrsinfrastruktur im Landkreis

Waren(Müritz) – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute mehrere Zuwendungsbescheide für die Infrastruktur in der Mecklenburgischen Seenplatte übergeben. Das Land unterstützt damit zentrale Projekte zur Stärkung des Tourismus sowie zur Verbesserung der Rad- und Straßenverkehrsinfrastruktur in der Region.

Modernisierung des Müritzeums Waren

„Das Müritzeum ist ein touristisches Aushängeschild der Mecklenburgischen Seenplatte. Mit der Förderung sichern wir seine Weiterentwicklung und stärken die Region als attraktive Destination für Gäste aus dem In- und Ausland. Davon profitieren der Tourismus, die heimische Wirtschaft und die Beschäftigung vor Ort gleichermaßen“, sagte Minister Dr. Blank.

Für die Neugestaltung und Modernisierung des Müritzeums Waren erhält der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte eine Zuwendung in Höhe von rund 3,136 Millionen Euro. Die Gesamtausgaben des Vorhabens belaufen sich auf rund 3,9 Millionen Euro.

Gefördert wird das Projekt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gemäß der Infrastrukturrichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Ziel des Vorhabens ist die Errichtung, Modernisierung und Erweiterung öffentlicher touristischer Einrichtungen sowie die weitere touristische Erschließung des Geländes.

Stärkung des Radverkehrs am Tollensesee

„Mit dem Ausbau des Tollenseseeradrundwegs schaffen wir eine sichere und leistungsfähige Verbindung für den Alltagsradverkehr. Damit machen wir einen wichtigen Schritt hin zu moderner Mobilität, schaffen attraktive Verkehrswege für Einheimische und Gäste und verbessern die Lebensqualität für die Menschen vor Ort“, so Minister Dr. Blank.

Das Land fördert den Ausbau des Tollenseseeradrundwegs im Abschnitt von der Stadtgrenze Neubrandenburg bis zum Augustabad (Nemerower Holz) mit rund 818.000 Euro. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund 1,09 Millionen Euro.

Der rund 2.000 Meter lange Abschnitt wird mit einer Breite von 2,5 bis 3 Metern ausgebaut. Die Maßnahme ist von hoher Bedeutung, da sie die einzige direkte Verbindung zwischen Klein Nemerow und Neubrandenburg darstellt. Die Förderung erfolgt mit Mitteln des Bundes gemäß der Radverkehrsinfrastrukturförderrichtlinie Mecklenburg-Vorpommern (RadFörderRL MV) über das Sonderprogramm „Stadt und Land“.

Ersatzneubau der Straßenüberführung bei Louisenfeld

Zudem übergab Minister Dr. Blank in Grabowhöfe einen Zuwendungsbescheid für den Ersatzneubau der Straßenüberführung über die Bahnstrecke Neustrelitz–Warnemünde bei Louisenfeld. Die Förderung erfolgt auf Grundlage der Richtlinie für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauFöRL MV).

Die Zuwendung beträgt rund 2,75 Millionen Euro, die Gesamtausgaben des Vorhabens liegen bei rund 3,67 Millionen Euro. Mit dem Ersatzneubau wird die bestehende Eisenbahnüberführung zurückgebaut und durch ein neues Bauwerk mit regelkonformen Abständen ersetzt. Hintergrund ist die Streckenertüchtigung im Abschnitt Waren–Lalendorf und die vorgesehene Erhöhung der Streckengeschwindigkeit auf bis zu 160 km/h.

„Gerade kleinere Gemeinden dürfen mit solchen Vorhaben nicht allein gelassen werden. Der Ersatzneubau der Überführung bei Louisenfeld ist für die Gemeinde Grabowhöfe finanziell eine große Herausforderung. Deshalb unterstützt das Land hier gezielt und substanziell – nachdem wir bereits frühzeitig in den engen und vertrauensvollen Austausch getreten sind. Unser Ziel ist es, die kommunalen Belastungen auf ein vertretbares Maß zu begrenzen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu ermöglichen“, so Minister Dr. Blank.