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Autor: Rügenbote

Erfolgreichstes Jahr seit Bestehen

LEKA MV startet mit starkem Wachstum in ihr Jubiläumsjahr

Schwerin – Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV) hat das Jahr 2025 mit dem erfolgreichsten Ergebnis seit ihrer Gründung abgeschlossen. Deutliche Zuwächse bei Beratungen für Kommunen, Bürge­rinnen und Bürger sowie Vorhabenträger unterstreichen die wachsende Bedeutung der LEKA MV als zentrale Anlaufstelle für Energie- und Klimaschutzfragen im Land. Mit diesem Ergebnis startet die Agentur in ihr zehnjähriges Jubiläumsjahr 2026.

Im Jahr 2025 führte die LEKA MV 258 Kommunalberatungen durch. Gegenüber 140 Beratungen im Jahr 2024 entspricht dies einem Zuwachs von 84 Prozent. Die Zahl der Bürger­beratungen stieg von 19 auf 42 Beratungen (+121 Prozent). Im Rahmen des Beratungsangebots MVeffizient, mit dem die LEKA MV Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern bei Fragen der Energieeffizienz unterstützt, wurden 96 Unter­nehmensberatungen durchgeführt. Damit liegt das Beratungs­niveau nahezu auf dem Vorjahreswert (101 Beratungen) und verdeutlicht den kontinuierlich hohen Bedarf an individueller Beratung und konkreter Umsetzungshilfe.

Ein neues Aufgabenfeld der LEKA MV war 2025 die Klima­verträglichkeitsprüfung (KVP) mit 90 durchgeführten Prü­fungen. Das Projekt wurde 2024 mit einer eigenen Personal­stelle aufgebaut. In Kooperation mit dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt übernimmt die LEKA MV die Prüfung der Klimaverträglichkeit von EFRE-geförderten Infrastrukturvorhaben. Hintergrund ist die EU-rechtliche Vorgabe, dass Infrastrukturinvestitionen mit einer erwarteten Lebensdauer von mindestens fünf Jahren nur gefördert werden dürfen, wenn ihre Klimaverträglichkeit nach­gewiesen ist.

Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz als zentraler Beratungstreiber

Ein wesentlicher Treiber der gestiegenen Nachfrage nach Beratungen war das Bürger- und Gemeindenbeteiligungs­gesetz Mecklenburg-Vorpommern (BüGembeteilG M-V). Die Zahl der Vorhabenträgerberatungen erhöhte sich von 46 im Jahr 2024 auf 131 Beratungen im Jahr 2025 (+185 Prozent). Parallel dazu nahm auch die Nachfrage auf kommunaler Ebene deutlich zu: Während die LEKA MV im Jahr 2024 48 Kommunen zum Gesetz beriet, waren es im vergangenen Jahr bereits 123 kommunale Beratungen (+156 Prozent). Diese Beratungen sind Bestandteil der insgesamt 258 Kom­munalberatungen im Jahr 2025. 

Hintergrund: In diesem Jahr ist eine Neufassung des BüGem­beteilG M-V vorgesehen. Das Gesetz gilt als zentrales Instru­ment zur finanziellen Beteiligung von Kommunen und Anwoh­nenden an Windenergieprojekten. Bereits im Vorfeld der Anpassung informieren sich Kommunen und Vorhabenträger verstärkt über bestehende und künftige Regelungen. Die LEKA MV begleitet diesen Prozess landesweit als zentrale Ansprechpartnerin. 

„Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass sich die LEKA MV als landesweite Ansprechpartnerin für Energie- und Klimaschutz­fragen in Mecklenburg-Vorpommern etabliert hat. Gerade mit Blick auf die anstehende Neufassung des Bürger- und Ge­meindenbeteiligungsgesetzes ist die fachliche Begleitung von Kommunen und Vorhabenträgern von großer Bedeutung. Die LEKA MV leistet hier einen überaus wertvollen Beitrag zur Umsetzung der energie- und klimapolitischen Ziele unseres Landes und zur regionalen Wertschöpfung“, erklärt Dr. Wolf­gang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern. 

Digitale Wissensangebote ergänzen individuelle Beratung

Demgegenüber gingen die sonstigen Beratungen – darunter Beratungen für Vorhabenträger von Photovoltaikprojekten, wissenschaftliche Einrichtungen sowie öffentliche Einrich­tungen des Landes – von 129 im Jahr 2024 auf 88 Bera­tungen im Jahr 2025 zurück (-32 Prozent). Diese Entwicklung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem kontinuier­lichen Ausbau digitaler Wissensangebote der LEKA MV. Viele grundlegende Fragestellungen werden inzwischen über auf­gezeichnete Schulungen, Webinare und Informationsan­gebote in der Mediathek und auf YouTube abgedeckt. Ent­sprechend stieg die Nutzung dieser Inhalte deutlich an: Die Aufrufe der Schulungs- und Veranstaltungsaufzeichnungen erhöhten sich von 3.825 im Jahr 2024 auf 12.740 Aufrufe (+233 Prozent). Ergänzend dazu erreichte die LEKA MV mit 155 Schulungen, Veranstaltungen und Vorträgen insgesamt 25.948 Teilnehmende. 

Strategische Weiterentwicklung der Angebote

„Die Entwicklung der Zahlen ist das Ergebnis einer bewussten strategischen Ausrichtung. Wir haben unsere Angebote ge­zielt weiterentwickelt und den Fokus stärker auf individuelle Beratung, persönliche Begleitung und konkrete Umsetzungs­fragen gelegt. Gleichzeitig stellen wir über digitale Formate grundlegendes Wissen flächendeckend zur Verfügung. Die anhaltend hohe Nachfrage nach persönlicher Unterstützung spiegelt die sehr gute strategische Ausrichtung der LEKA MV wider. Das Ergebnis ist für uns ein guter Ausgangspunkt für das zehnjährige Jubiläumsjahr“, erläutert Gunnar Wobig, Ge­schäftsführer der LEKA MV. 

Zehn Jahre LEKA MV: kontinuierliche Entwicklung und hohe Nachfrage

Seit ihrer Gründung im Jahr 2016 hat sich die LEKA MV konti­nuierlich weiterentwickelt und ihre Angebote an die Bedarfe im Land angepasst. Zehn Jahre nach ihrer Gründung zeigt sich, dass die LEKA MV eine tragende Rolle für Kommunen, Unter­nehmen und weitere Akteure in Mecklenburg-Vorpommern einnimmt.

Weitere Informationen zu den Angeboten der LEKA MV sind unter www.leka-mv.de zu finden.

Über die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Meck­lenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV)

Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV) wurde 2016 gegründet und ist mit den drei Standorten Stralsund, Schwerin und Neustrelitz landesweit aktiv. Als landeseigene Einrichtung berät die LEKA MV Kommunen, Unternehmen sowie Privathaushalte kosten­los und neutral in allen Fragen der Energieeffizienz und der Energiewende. Darüber hinaus vernetzt die LEKA MV in eige­nen Schulungen und Veranstaltungen die landesweiten Akteure der Energiewende, vermittelt Wissen an Entschei­dungsträger und berät zu Fördermöglichkeiten. Weitere Infor­mationen unter www.leka-mv.de.

M-V plant neuen Anlauf für ein straffreies „Containern“

Justiz- und Verbraucherschutzministerin Jacqueline Bernhardt auf der Grünen Woche: „Wir werden das Thema auf die JuMiKo bringen“.

Berlin – „Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in die Tonne. In den vergangenen Jahren gab es viele Lippenbekenntnisse, wie es zu schaffen ist, dass genießbare und wertige Lebensmittel nicht in der Tonne landen. Wenn Lebensmittel aber weggeworfen werden und jemand diese aus den Containern zum Selbstzweck wieder herausholt, dann ist das als Diebstahl strafbewehrt. Das widerspricht sich.

Es geht doch um Menschen, die noch immer vor der Wahl stehen: Hunger oder Strafe. Ich möchte daher einen neuen Anlauf initiieren, um das Containern aus der Strafbarkeit zu holen. Wir planen einen neuen Vorstoß auf der Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt bei ihrem Besuch auf der 100. Grünen Woche in Berlin.

„Das Containern zu legalisieren würde Menschen helfen. Es könnte zum Beispiel erneut der Vorschlag geprüft werden, in § 248a StGB einen Absatz 2 StGB einzufügen, der dann regelt, dass von der Verfolgung abzusehen ist, wenn sich der vermeintliche Diebstahl aus einem Abfallbehältnis auf Lebensmittel bezieht. Diese Tonne einer Eigentümerin oder eines Eigentümers müsste in dem Fall aber zur Abholung und Beseitigung durch eine Entsorgungsfirma bereitgestellt sein.

Die Entkriminalisierung des Containerns ist aus ökologischer, sozialer, aber auch juristischer Sicht ein sinnvoller Schritt. Mit einem wegen Containerns angezeigten Diebstahl würde sich die ohnehin belasteten Staatsanwaltschaften nicht mehr befassen müssen. Jedes gerettete Lebensmittel trägt zum Schutz von Umwelt, Klima und Ressourcen bei. Nicht zuletzt kann der Schritt bedürftigen Menschen helfen. Außerdem ist die Entkriminalisierung ein Zeichen in Zeiten von Überschussproduktion und Lebensmittelverschwendung“, erklärt Ministerin Jacqueline Bernhardt.

„Hier auf der Grünen Woche wird das Thema Lebensmittelrettung immer deutlicher. Mecklenburg-Vorpommern als Partnerland dieser 100. Grünen Woche geht mit gutem Beispiel voran. Wir hatten auf der Konferenz der Verbraucherschutzministerinnen und -minister erfolgreich einen jährlichen Bericht zum Pakt gegen Lebensmittelverschwendung eingefordert. Aus dem aktuellen Zwischenbericht des staatlichen Thünen-Instituts zur freiwilligen Selbstverpflichtung des Handels gegen Lebensmittelverschwendung geht hervor, dass der Reduzierungserfolg über alle Unternehmen hinweg im Jahr 2024 bei 25 Prozent lag. Das war etwas mehr als im Vorjahr bei 24 Prozent.

Das Zwischenziel der freiwilligen Vereinbarung zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen ist in 2025 eine Reduzierung der Lebensmittelabfälle um 30 Prozent. Das haben neun der 14 mitmachenden Unternehmen erreicht. Das zeigt erste Erfolge des Paktes, der im Jahr 2023 zwischen dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat und insgesamt 14 Unternehmen des Lebensmittelgroß- und -einzelhandels geschlossen wurde. Bis 2030 soll die Quote der Reduzierung bei 50 Prozent eines Basisjahres liegen“, so die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt in der MV-Halle auf der Grünen Woche.

Förderung der Kanurenngemeinschaft Schwerin

Schwerin – Für die Sanierung und Instandsetzung der Sanitäranlagen im Vereinshaus hat Sportministerin Stefanie Drese am Montag der Kanurenngemeinschaft Schwerin e. V. (KRG) einen Fördermittelbescheid in Höhe von gut 47.000 Euro übergeben. Die Mittel stammen aus dem Bürgerfonds des Landes für ehrenamtliche Vorhaben.

„Die KRG Schwerin ist eine Institution im Kanurennsport und Drachenboot. Vor allem die Jugendarbeit des Vereins ist vorbildlich sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport“, betonte Drese bei ihrem Besuch am Faulen See.

Generationen von Kindern und Jugendlichen hätten hier ihren ersten Kontakt mit dem Paddeln gehabt und seien im Kanusport ausgebildet worden. Auch als Veranstalter diverser Wettkämpfe habe die KRG sich landes- und bundesweit einen Namen gemacht. Neben dem Schweriner Drachenbootfest am Faulen See organisiere der Verein regelmäßig die Landes-Kanu-Meisterschaften in Schwerin, so Drese

Die Ministerin hob dabei auch die großen Erfolge der KRG hervor. So gewannen Athletinnen und Athleten des Vereins seit 1990 19 Deutsche Meistertitel, davon sieben im Nachwuchsbereich. Die Kanurenngemeinschaft Schwerin gehöre damit zu den besten Nachwuchsvereinen Deutschlands.

„Leider können die Sanitäranlagen da nicht mithalten. Um den Trainings- und Wettkampfbetrieb aufrechterhalten zu können, den Kindern, Jugendlichen und weiteren Vereinsmitgliedern eine moderne und sichere Infrastruktur zu bieten und damit den langfristigen Fortbestand des Vereins zu sichern, ist eine grundlegende Sanierung des Sanitärbereiches dringend erforderlich. Mit den Fördermitteln aus dem Bürgerfonds unterstützen wir die KRG dabei, funktionale und hygienische Duschen und Umkleideräume herzurichten“, verdeutlichte Drese.

Landesweites Buchprojekt stärkt Sprachkompetenz von Kindern

Oldenburg: „Lesereise MV“ bietet für allen Mädchen und Jungen tolle Geschichten, die sie auf ihrem Weg in die Schule begleiten

Lesereise MV: Coves des neuem Buches

Schwerin – Mit dem landesweiten Buchprojekt „Lesereise MV“ startet Mecklenburg-Vorpommern eine zentrale Initiative zur frühen Sprach- und Leseförderung.

Auf der morgigen Auftaktveranstaltung in Greifswald stellen das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung und die Projektpartner das neue Geschichtenbuch „Blätter rauschen, laut und leise. Mach dich auf die Lesereise!“ erstmals vor. Das Projekt ist Teil der ganzheitlichen Sprachbildungsstrategie des Landes für Kita und Schule.

„Für kleine Kinder ist das Vorlesen das Größte: Es fördert die Sprachentwicklung, stärkt die Konzentration und ist ein unverzichtbarer Baustein auf dem Weg zum Lesenlernen. Die Mädchen und Jungen in MV erhalten nun ein Buch mit tollen Geschichten, das sie von der Kita bis in die Schule begleitet“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg im Vorfeld der Buchvorstellung.

„Mit dem Projekt ‚Lesereise MV‘ verfolgen wir das Ziel, allen Kindern in Mecklenburg-Vorpommern – unabhängig von Herkunft oder sozialem Umfeld – einen guten und einheitlichen Start in ihren Bildungsweg zu ermöglichen.“

Ein Buch für alle Kita-Kinder im Land

Ab April 2026 erhalten alle 4- bis 5-jährigen Kinder in Kindertageseinrichtungen ein eigens entwickeltes Geschichtenbuch. Die Übergabe erfolgt landesweit am 23. April 2026, dem Internationalen Tag des Buches. Das Buch begleitet die Kinder beim Übergang von der Kita in die Grundschule.

Es enthält Geschichten, Reime, Bilder und Rätsel, die zum Mitmachen, Nachdenken und Erzählen anregen. „Ich freue mich, dass im Buch Texte von bundesweit renommierten Kinderbuchautorinnen und -autoren wie Kirsten Boie und Paul Maar vertreten sind. Darüber hinaus konnten wir auch Autorinnen und Autoren aus Mecklenburg-Vorpommern für unser Projekt gewinnen. Auch die Illustrationen greifen regionale Bezüge auf und machen das Buch zu einem Stück gelebter Heimat“, sagte die Ministerin.

Ergänzt wird das Geschichtenbuch durch ein kostenfreies Fortbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte sowie durch Workshops für Eltern. In diesen erfahren sie, wie das Buch gezielt zur Förderung der Sprach- und Lesekompetenz eingesetzt werden kann – in der Kita, in der Familie und in Kooperation mit öffentlichen Bibliotheken. Ein Online-Portal, das in Kürze freigeschaltet wird, stellt zusätzlich Materialien, Anleitungen und Impulse für Fachkräfte und Eltern bereit. Erste Workshops in Parchim, Neubrandenburg, Rostock, Schwerin, Stralsund und Greifswald haben bereits stattgefunden.

Teil einer umfassenden Sprachbildungsstrategie

Die „Lesereise MV“ ist ein Modellprojekt innerhalb der durchgängigen Sprachbildungsstrategie Mecklenburg-Vorpommerns, die alle Bildungsetappen von der frühkindlichen Bildung bis zur beruflichen Bildung umfasst. Ziel ist es, bildungssprachliche Kompetenzen systematisch aufzubauen, Übergänge zu stärken und Chancengleichheit zu fördern.

Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung stellt für das Modellprojekt „Lesereise MV“ 350.000 Euro im Zeitraum vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2027 zur Verfügung. Projektträger ist der Verein „Aktion Sonnenschein MV“. Das Buch erscheint im Carlsen Verlag.

Neue Regelungen für Förderung von Gedenkstättenfahrten

Oldenburg: Besuche von Orten ermöglichen, an denen Geschichte erlebbar wird

Schwerin – Schulen können einen höheren Zuschuss für Gedenkstättenfahrten erhalten und die Förderung leichter beantragen. Das Land hat die Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für Schulfahrten zu KZ-Gedenkstätten, zu Gedenkstätten und -orten für Opfer der jüngeren deutschen Geschichte und zu Stätten des natur- und kulturhistorischen Erbes überarbeitet. Die neuen Regelungen sind mit dem 1. Januar 2026 in Kraft getreten und gelten für alle allgemein bildenden und beruflichen Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft.

„Gedenkstättenfahrten sind ein ganz wichtiger Teil der Erinnerungsarbeit. Die neuen Regelungen erleichtern Schulen die Planung, stärken pädagogische Freiräume und ermöglichen mehr Schülerinnen und Schülern Geschichtserfahrungen an authentischen Orten. Bei der Neuregelung sind wir vielen Wünschen von Lehrkräften und Rückmeldungen der Schulen nachgekommen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die wichtigsten fünf Änderungen im Überblick: 

  • Vereinfachtes Antragsverfahren

Der bisherige Einreichungstermin (15. November) entfällt. In die Schulfahrtenjahresplanung müssen die Gedenkstättenfahrten nicht mehr aufgenommen werden, wie es sich Lehrkräfte vielfach gewünscht haben. Anträge können nun fortlaufend gestellt werden. Lediglich 12 Wochen vor Beginn der Fahrt muss der Antrag bei der Bewilligungsbehörde vorliegen. Für allgemein bildende Schulen ist es das zuständige Staatliche Schulamt. Für berufliche Schulen ist das Bildungsministerium die zuständige Bewilligungsbehörde.

  • Erhöhter Zuschuss: bis zu 600 Euro pro Klasse

Der Zuschuss steigt von bisher 500 auf 600 Euro je teilnehmender Klasse, um die gestiegenen Fahrtkosten – insbesondere im Busverkehr – aufzufangen.

  • Umfangreiches pädagogisches Konzept entfällt

Künftig genügt eine kurze Bestätigung, dass die Fahrt in den Unterricht eingebunden ist und mit dem Lernort abgestimmt wird. Auch dies entspricht den vielfachen Anregungen der Lehrkräfte nach einer Vereinfachung des Verfahrens.

  Bildungszugänge für jüngere Jahrgangsstufen erweitert

Neu ist auch, dass Gedenkstättenfahrten bereits vor der Jahrgangsstufe 7 gefördert werden können, sofern eine pädagogische Begründung vorliegt. Viele Lernorte unterbreiten zunehmend besondere Angebote für jüngere Schülerinnen und Schüler. Das Land trägt diesen Entwicklungen Rechnung.

  • Inhaltliche Kriterien haben Priorität

Die bisherige Anlage der Richtlinie mit einer Auflistung förderfähiger Orte ist entfallen. Durch die Übersicht entstand der Eindruck auf Vollständigkeit. Stattdessen definiert die neue Richtlinie klare inhaltliche Kriterien, über welche Voraussetzungen die außerschulischen Lernorte verfügen müssen, damit die Schule eine Förderung erhält. Hierzu zählen das Angebot, die Bedeutung und Eignung für das Erschließen historischer Zusammenhänge.

Die Neufassung der Richtlinie setzt zentrale Elemente des Landtagsbeschlusses „Demokratische Erinnerungskultur an Schulen stärken“ vom 27. Januar 2023 um. „Wir wollen Schülerinnen und Schülern Besuche von Orten ermöglichen, an denen Geschichte greifbar wird. Mit den neuen Regelungen schaffen wir dafür verlässliche Rahmenbedingungen“, betonte die Bildungsministerin.

Die neue Richtlinie ist auf den Internetseiten des Bildungsministeriums im Mitteilungsblatt 15/2025 einsehbar.

Regionalzeichen „Natürlich aus MV“ auf der Grünen Woche verliehen

Berlin – Im Rahmen der Grünen Woche ist heute in der MV-Halle 5.2b das Regionalzeichen „Natürlich aus MV“ an weitere Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern verliehen worden. Chef der Staatskanzlei Patrick Dahlemann und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus würdigte bei der Auszeichnung das Engagement der Betriebe für regionale Wertschöpfung, Qualität und Transparenz.

„123 verliehene Regionalzeichen „Natürlich aus MV“ stehen für Natürlichkeit, Handwerkskönnen und Innovation von kleinen und großen Herstellern und Händlern aus Mecklenburg-Vorpommern. Mit unserem Regionalzeichen machen wir auf unsere tollen Produkte aufmerksam und werben gemeinsam dafür. Es ist ein Erkennungszeichen für Gutes aus unserem Land. Das Regionalzeichen hilft den Unternehmen, die Produkte zu vermarkten und den Kundinnen und Kunden schnell und einfach regional einzukaufen und zu genießen. Schön wenn immer mehr Unternehmen mitmachen! Es stärkt das Urlaubsland MV mit einer größeren Vielfalt an kulinarischen Souvenirs. Ob Bier, Eis oder Schokolade: es gibt nichts, was unsere Regionalproduzenten nicht können.“

Minister Backhaus ergänzte: „Das Regionalzeichen ist mehr als ein Herkunftshinweis. Es steht für Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern, für mindestens einen regionalen Wertschöpfungsschritt sowie für die Einhaltung klar definierter Qualitäts- und Herkunftskriterien. Seit seiner Einführung auf der Grünen Woche 2023 habe sich das Zeichen dynamisch entwickelt: Inzwischen nutzen mehr als 120 Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern das Regionalzeichen – Tendenz steigend. Warum ist Regionalität wichtig? Regionale Lebensmittel stehen für Qualität, Vertrauen und Verantwortung. Sie sichern Wertschöpfung vor Ort, schaffen Arbeitsplätze und geben Verbraucherinnen und Verbrauchern Orientierung.“

In diesem Jahr wurden Unternehmen ausgezeichnet, die beispielhaft zeigen, wie vielfältig Regionalität gelebt werden kann. Jackle & Heidi stehen für handwerklich hergestellte Produkte und kreative regionale Ideen – vom Start in der heimischen Garage bis zur landesweiten Präsenz. Das Studierendenwerk Greifswald beweist mit Projekten wie RegioVers und dem RegioTeller in der Mensa Neubrandenburg, dass regionale und nachhaltige Lebensmittel auch in der Gemeinschaftsverpflegung erfolgreich umgesetzt werden können. Das EDEKA Center Stralsund zeigt, welche Schlüsselrolle der Lebensmitteleinzelhandel bei der Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe spielt – mit regionalen Sortimenten, kurzen Lieferketten und enger Zusammenarbeit mit Produzentinnen und Produzenten aus MV.

„Alle ausgezeichneten Unternehmen tragen dazu bei, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken, Arbeitsplätze zu sichern und Mecklenburg-Vorpommern als Genuss- und Herkunftsregion weiter zu profilieren“, betonte Backhaus.

Der Minister dankte zudem der Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern als verlässlichem Partner bei der Vergabe und Weiterentwicklung des Regionalzeichens sowie allen Beteiligten, die dieses Erfolgsmodell mit Leben füllen.

Die Verleihung des Regionalzeichens ist ein fester Bestandteil des Landesauftritts Mecklenburg-Vorpommerns auf der Grünen Woche und unterstreicht die Bedeutung regionaler Lebensmittel für Verbrauchervertrauen, Wertschöpfung und Ernährungssicherheit.

Schwesig: EU darf sich nicht aus dem ländlichen Raum zurückziehen

Berlin – Der Auftakt der Grünen Woche 2026 war für Mecklenburg-Vorpommern ein voller Erfolg. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zum Abschluss ihres Besuches der Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. „Die große MV-Familie präsentiert sich wunderbar und überzeugt mit tollem Handwerk, frischen Ideen und großer Herzlichkeit. Davon konnte ich mir beim Eröffnungsempfang und auf meinen Rundgängen selbst ein Bild machen.“

Schwesig sagte weiter: „MV präsentiert sich seit 25 Jahren auf der Grünen Woche. Deshalb ist die Partnerschaft in diesem Jahr zum 100. Geburtstag der Grünen Woche etwas Besonderes. Wir präsentieren uns auf der Grünen Woche mit unserer starken Land- und Ernährungswirtschaft, mit Forst, Fischerei und Gartenbau und auch als Tourismusland. Das ist beste Werbung für Mecklenburg-Vorpommern. Ich habe viele Unternehmerinnen und Unternehmer und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen, die mit Überzeugung für die eigenen Produkte und unser Land werben.“ Auch über die Sorgen und Nöte der Branche sei gesprochen worden.

Während ihres Besuches tauschte sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit Bundesumweltminister Carsten Schneider, Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und dem Präsidenten des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern Karsten Trunk über die Zukunft der Landwirtschaft aus. Die Ministerpräsidentin sagte im Anschluss: „Die EU darf sich nicht aus den ländlichen Räumen zurückziehen, da bin ich mit dem Präsidenten unseres Bauernverbandes einer Meinung. Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, dass die EU-Agrarförderung nicht gekürzt wird. Die landwirtschaftlichen Betriebe in Ostdeutschland dürfen nicht benachteiligt werden.“

Die Agrarförderung müsse so gestaltet werden, dass jeder Hektar gleich viel wert ist. „Meine Erwartung an den Bundeskanzler ist, dass er sich für die ländlichen Räume stark macht und dazu klare Worte findet, Das habe ich auch bei einem Zusammentreffen mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer deutlich gemacht.“

Der ländliche Raum sei Lebensraum für viele Menschen. Diese hätten Respekt und Wertschätzung für ihre Arbeit verdient. „Die großen Proteste vor zwei Jahren haben gezeigt, dass Landwirtinnen und Landwirte gesehen und ernst genommen werden wollen, auf Augenhöhe und als Partner. Wir wollen weiter gute regionale Produkte aus Deutschland. Wir wollen eine starke Landwirtschaft, die Partnerin beim Klima- und Tierschutz und der Energiewende ist. Dazu braucht es Anreize, Angebote und Unterstützung“, sagte Schwesig.

Bund muss Schwebezustand bei der Krankenhausreform beenden

Schwerin – Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat am Sonnabend auf dem Konvent der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie den schnellen Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens bei der Krankenhausreform gefordert. Gleichzeitig verdeutlichte Drese, dass sich die Landesregierung bis zur Verabschiedung des Gesetzes vehement dafür einsetzt, dass die besonderen regionalen Gegebenheiten Mecklenburg-Vorpommerns – große Entfernungen, demografischer Wandel und Fachkräftesicherung – bei der Umsetzung der neuen Vorgaben angemessen berücksichtigt werden.

Die Ministerin betonte, dass die aktuellen Reformen auf Bundesebene, insbesondere die Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses sowie die Einführung neuer Leistungsgruppen im Rahmen der Krankenhausreform, einen tiefgreifenden Strukturwandel bedeuten. Sie verfolgen das Ziel, Qualität, Transparenz und Patientensicherheit zu stärken. Zugleich sind diese Veränderungen für die Kliniken, Fachdisziplinen und Beschäftigten mit großen Herausforderungen verbunden.

„Der derzeitige Schwebezustand führt zur großen Verunsicherung bei den Krankenhäusern und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auch die für die Krankenhaus-Planung zuständigen Bundesländer erwarten eine zeitnahe Abstimmung des Krankenhausreformanpassungsgesetzes (KHAG) im Bundestag, damit Rechtssicherheit für die Krankenhausplanungsprozesse in den Ländern besteht“, sagte Drese anlässlich ihres Vortrags vor leitenden Thoraxchirurginnen und -chirurgen in Groß Nemerow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte).

Dazu gehört im Bereich der Thoraxmedizin, eine leistungsfähige Brustkorb- und Lungenchirurgie braucht klare Strukturen, verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit für Standorte, Personal und Weiterbildung, so Drese.

„Der Konvent, den in diesem Jahr Mecklenburg-Vorpommern ausrichten darf, bietet aus meiner Sicht eine wichtige Plattform, um die Auswirkungen der neuen Regelungen offen zu diskutieren und fachlich fundierte Perspektiven zu entwickeln“, sagte die Ministerin.

Der Konvent der Leitenden Thoraxchirurginnen und Thoraxchirurgen ist eine wichtige Arbeitsgruppe innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT), die die Interessen der Chefärzte und leitenden Ärzte in der nicht-universitären Thoraxchirurgie vertritt, sich mit berufspolitischen Themen, Qualitätssicherung und Weiterbildung beschäftigt und regelmäßig Fachtagungen organisiert, um den Austausch und die Vertretung des Fachbereichs zu stärken. Er dient als Plattform, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen, wie z.B. die Ambulantisierung und die Krankenhausstruktur, und arbeitet eng mit anderen Fachverbänden zusammen, um die Stimme der Thoraxchirurgie zu verstärken.