Sozialministerin besucht PflegeMesse in Rostock und hebt Pflege als dynamischen Teilbereich der Gesundheitswirtschaft hervor
Rostock – Sozialministerin Stefanie Drese hat heute bei ihrem Besuch der PflegeMesse in Rostock die hohe gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Bedeutung der Pflege hervorgehoben. Bei einem Rundgang über die Messe informierte sie sich über aktuelle Entwicklungen, innovative Angebote und die Arbeit der Unternehmen und Beschäftigten in der Pflege.
„Wenn über Pflege gesprochen wird, geht es viel zu häufig nur um Kosten. Das greift deutlich zu kurz. Pflege ist ein Grundpfeiler unserer solidarischen Daseinsvorsorge – und zugleich ein wichtiger und dynamischer Teil der Gesundheitswirtschaft. Sie schafft Arbeitsplätze, die mittlerweile fair entlohnt werden, Wertschöpfung und Innovation und ist damit auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für unser Land“, betonte Drese.
Die Ministerin hob hervor, dass die Gesundheitswirtschaft für Mecklenburg-Vorpommern von herausragender wirtschaftlicher Bedeutung ist. So betrage die Bruttowertschöpfung nach aktuellsten Zahlen 7,8 Milliarden Euro. Davon komme der medizinische Bereich als Teil der Gesundheitswirtschaft allein auf eine Bruttowertschöpfung von 4,4 Milliarden Euro.
„Mit rund 152.000 Beschäftigten entfallen gut 20 Prozent aller Arbeitsplätze im Land auf die Gesundheitswirtschaft. Das ist bundesweit der höchste Wert“, so Drese. Einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung habe dabei die Pflege. Die Zahl der Beschäftigten ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Rund 30.000 Menschen arbeiten allein in ambulanten Pflegediensten und Pflegeheimen in Mecklenburg-Vorpommern.
„Die Pflegewirtschaft ist in den vergangenen Jahren trotz aller Herausforderungen dynamisch gewachsen. Das zeigt auch die Pflegemesse in Rostock: Pflege ist nicht nur eine gesellschaftliche Aufgabe, sondern auch ein bedeutender Arbeits- und Wirtschaftsbereich. Wer über die Zukunft der Pflege spricht, muss deshalb auch über Fachkräfte, gute Arbeitsbedingungen, Innovation und verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen sprechen“, so Drese.
Die Ministerin verband ihren Messebesuch zugleich mit einem erneuten Appell für eine nachhaltige Finanzierung der Pflegeversicherung. Die Leistungsverbesserungen und die höheren Löhne in der Pflege seien richtig und notwendig gewesen. Gleichzeitig seien die Kosten für Pflegebedürftige und die soziale Pflegeversicherung erheblich gestiegen.
„Wir dürfen die Pflege nicht kaputtsparen, aber wir dürfen auch nicht sehenden Auges in eine finanzielle Überforderung laufen. Gute Pflege braucht gute und verlässliche Finanzierung. Die nachhaltige Zukunftssicherung der Pflegeversicherung ist deshalb eine der großen sozialpolitischen Aufgaben der kommenden Jahre“, sagte Drese.