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Aus dem alten Kinderhaus wird das neue „ELKI“

30 Millionen Euro als Startschuss für das gemeinsame Eltern-Kind-Zentrum Rostock

Die Landesförderung ist Teil eines Gesamtinvestitionsvolumens von rund 100 Millionen Euro, das in den kommenden Jahren in die Neuausrichtung der pädiatrischen und geburtshilflichen Versorgung in Rostock fließt.

Rostock – Mit der Übergabe des ersten Fördermittelbescheids in Höhe von 30 Millionen Euro aus Mitteln des Landeskrankenhausgesetzes nimmt das gemeinsame Eltern-Kind-Zentrum Rostock (ELKI) der Universitätsmedizin Rostock (UMR) und des Klinikum Südstadt Rostock (KSR) weiter deutlich Fahrt auf. Gesundheitsministerin Stefanie Drese überreichte heute den ersten Förderbescheid im Klinikum Südstadt Rostock. Dort soll eines der Herzstücke des neuen ELKI entstehen.

Die Landesförderung ist Teil eines Gesamtinvestitionsvolumens von rund 100 Millionen Euro, das in den kommenden Jahren in die Neuausrichtung der pädiatrischen und geburtshilflichen Versorgung in Rostock fließt. Jeweils rund 50 Millionen Euro werden in die beiden Standorte – das Klinikum Südstadt Rostock und die Universitätsmedizin Rostock – investiert. Auch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock beteiligt sich mit 20 Millionen Euro an dem Projekt.

„Wir investieren voller Überzeugung 30 Millionen Euro in die Spitzenmedizin am Standort Rostock und damit in die Zukunft unserer Kinder“, betonte Gesundheitsministerin Stefanie Drese. „Mit dem ELKI wird sich die Versorgung von Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen in Rostock und ganz Mecklenburg-Vorpommern verbessern, da es die Kompetenzen der Unimedizin im Bereich Pädiatrie und Kinderchirurgie und des Klinikums Südstadt im Bereich Geburtshilfe und Neonatologie kombiniert. Zusätzlich bindet das ELKI niedergelassene Kinderärztinnen und -ärzte ein. Dadurch entsteht eine sektorenübergreifende, interdisziplinäre Versorgung, die weit über die Region Rostock hinausreicht. Dass die 30 Millionen Euro im Landeshaushalt zur Verfügung stehen, zeigt, wir haben immer an das ELKI geglaubt und entsprechende Vorsorge getroffen“, so Drese.

Auch Wissenschaftsministerin Bettina Martin zeigte sich in Schwerin erfreut über das Tempo, mit dem das gemeinsame Vorhaben nun vorangetrieben wird. „Ich freue mich, dass mit dem Neubau am Standort Südstadt der erste greifbare Schritt zur Umsetzung des neuen standortübergreifenden Eltern-Kind-Zentrums in Rostock gemacht wird. Die Umsetzung des gemeinsam erarbeiteten Konzepts wird nicht nur die Versorgung der Mütter und Neugeborenen in Rostock und Umgebung verbessern, sondern auch einen klaren Fortschritt für Forschung, Lehre und Ausbildung von jungen Medizinerinnen und Medizinern bringen. Endlich wird die Neonatologie in Rostock akademisch. In einem weiteren Schritt müssen nun auch die infrastrukturellen Voraussetzungen am Standort Schillingallee geschaffen werden. Mit dem Haushaltsbegleitgesetz haben wir dafür die Grundlage geschaffen. Die Universitätsmedizin kann nun die notwendigen Investitionen in eigener Bauherreneigenschaft tätigen. Die Planungen laufen auch auf Hochtouren. Nach allem, was ich aus den Kliniken höre, wird der neue Kooperationsgedanke bereits aktiv gelebt. Dafür möchte ich allen Beteiligten herzlich danken.“

Bereits am 9. Juli vergangenen Jahres hatten die Universitätsmedizin Rostock und das Klinikum Südstadt Rostock die Gründung eines gemeinsamen Eltern-Kind-Zentrums vereinbart. Ziel ist es, zwischen der UMR und dem KSR eine moderne, leistungsfähige und zukunftssichere medizinische Versorgung von Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen in der Region sicherzustellen. Die medizinischen Fachbereiche bleiben an ihren jeweiligen Standorten verankert, werden jedoch organisatorisch und digital eng miteinander verzahnt.

„Mit der heutigen Förderzusage bekommt dieses für Rostock so wichtige Projekt einen kräftigen Schub. Es freut mich sehr, dass das Thema jetzt ordentlich Fahrt aufnimmt und alle Beteiligten – Land, Stadt, Universitätsmedizin und Klinikum Südstadt – an einem Strang ziehen. Auch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock leistet mit einer Investitionssumme von 20 Millionen Euro einen klaren Beitrag dazu, dass hier ein zukunftsweisendes Eltern-Kind-Zentrum für unsere Familien entstehen kann“, unterstrich Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger.

Kooperationsvertrag, Medical Board und Planungsstart

Hinter den Kulissen befindet sich das Projekt ELKI bereits in einer intensiven Umsetzungsphase. Beide Partner arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, den Kooperationsvertrag Anfang des Jahres zu finalisieren. Dafür sind umfangreiche Zuarbeiten, Abstimmungen und Festlegungen in zahlreichen Themenfeldern erforderlich, von medizinischen Standards über IT-Infrastruktur bis hin zu Personal- und Organisationsfragen.

Begleitend dazu wurde ein gemeinsames Medical Board eingerichtet, das die medizinische und inhaltliche Ausgestaltung des ELKI verantwortet. Es entwickelt unter anderem gemeinsame Behandlungsstandards (SOPs), Therapie- und Gerätekonzepte, digitale Kommunikationslösungen sowie eine einheitliche Patienten- und Datenstruktur und Qualitätsrichtlinien.

Zugleich wurden bereits die Weichen für die bauliche Umsetzung gestellt. Am Klinikum Südstadt Rostock hat der Klinikausschuss der Rostocker Bürgerschaft die Einleitung eines Vergabeverfahrens für Planungsleistungen für den ELKI-Neubau beschlossen. Damit ist der Einstieg in die konkrete Bauplanung erfolgt.

„Was wir hier aufbauen, ist kein gewöhnliches Bauprojekt, sondern die medizinische und organisatorische Neuaufstellung der Versorgung von Neugeborenen, Kindern und Familien in der gesamten Region. Der Aufwand in der Vorbereitung ist enorm – von der Abstimmung der Behandlungswege über Sicherheits- und Qualitätsstandards bis hin zu IT-, Geräte- und Logistikkonzepten. Genau das ist aber notwendig, damit das neue ELKI höchste Patientensicherheit, medizinische Qualität und effiziente Abläufe gewährleisten kann“, erklärte heute Prof. Dr. Jan Roesner, Ärztlicher Direktor des Klinikum Südstadt Rostock.

„Mit großem Einsatz für Kinder und ihre Familien treibt die Universitätsmedizin Rostock die bauliche Umsetzung des gemeinsamen Eltern-Kind-Zentrums konsequent voran. Mit dem Abschluss der Machbarkeitsstudie zur Kernsanierung und zum teilweisen Neubau der Kinder- und Jugendklinik ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Als nächster Schritt werden nun die Hochbauplanungen beauftragt“, sagte Dr. Christiane Stehle, Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorständin der Universitätsmedizin Rostock. „Das Eltern-Kind-Zentrum steht dabei für eine zukunftsweisende gemeinsame Lösung von Universitätsmedizin Rostock und Klinikum Südstadt Rostock, die die kindermedizinische Versorgung in der Region Rostock nachhaltig stärkt.“

Geburtenstation, Neonatologie und OP eng verzahnt

Ein zentraler Baustein des neuen Eltern-Kind-Zentrums entsteht im markanten ehemaligen Kinderhaus auf dem Campus des Klinikum Südstadt Rostock. Auch wenn die Kinderklinik dort schon vor vielen Jahren ausgezogen ist, bleibt das Gebäude für viele Rostockerinnen und Rostocker ein prägendes Symbol und erhält nun eine neue, zukunftsweisende Aufgabe.

Mit der Fertigstellung des ebenfalls in der Planung befindlichen neuen Bettenhauses kommt es zu Umzügen innerhalb des Klinikum Südstadt Rostock. Mehrere Klinikstationen aus dem Haupthaus werden im neuen Bettenhaus untergebracht. Die derzeit im Kinderhaus untergebrachten Ambulanzen und Tageskliniken können somit in zwei Jahren in die freigewordenen Bereiche im Haupthaus ziehen.

Geplant ist anschließend eine ressourcenschonende Sanierung von Teilen des Kinderhauses in Kombination mit einem Neu- und Anbau für moderne Funktionsbereiche. In dem dann erweiterten Gebäude sollen künftig die Klinik für Neonatologie und die Geburtenstation, die Kreißsäle, ein Operationssaal sowie die Poliklinik angesiedelt werden, alles unter einem Dach, räumlich eng verzahnt und auf kurze Wege optimiert. Der Hörsaal soll erhalten bleiben.

„Das ehemalige Kinderhaus ist ein prägendes Gebäude auf unserem Campus mit Anbindung an das Haupthaus und es bekommt jetzt eine neue, hochmoderne Zukunft als Teil des gemeinsamen Eltern-Kind-Zentrums“, erläuterte Steffen Vollrath, Verwaltungsdirektor des Klinikum Südstadt Rostock.

Hier entsteht ein neuer Kreißsaal in Verbindung mit einer modernen attraktiven Entbindungsstation mit vielen Familienzimmern Wand an Wand mit dem Intensivbereich der Frühchenversorgung. Auf der Neonatologie sollen erstmals Familienzimmer eingerichtet werden, so dass die Eltern auch dort direkt bei ihren Neugeborenen sein können. Ergänzt wird das neue Eltern-Kind-Zentrum durch einen umfassenden ambulanten Bereich der Poliklinik. Somit entsteht in der Gesamtheit ein neues hochmodernes Geburtszentrum, das über einen eigenen Haupteingang verfügen wird. „Mit unserem ELKI, welches wir in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Rostock betreiben werden, möchten wir baulich, medizinisch und funktional neue Maßstäbe setzen“, so Vollrath.

Klarer Zeitplan bis zur Fertigstellung

Die vorbereitenden Baumaßnahmen am Standort Klinikum Südstadt Rostock beginnen bereits jetzt. Der Baubeginn ist vorbehaltlich aller baufachlichen Prüfungen und Genehmigungen für Mitte 2027 vorgesehen. Parallel dazu plant auch die Universitätsmedizin Rostock umfangreiche Bau- und Modernisierungsmaßnahmen, um an beiden Standorten ein leistungsfähiges, vernetztes und zukunftsfähiges Eltern-Kind-Zentrum zu realisieren. Mit der Fertigstellung des neuen ELKI-Standortes am Klinikum Südstadt Rostock wird 2030 gerechnet.

Am neuen standortübergreifenden Eltern-Kind-Zentrum Rostock bleiben die jeweiligen medizinischen Fachbereiche Pädiatrie, Kinderchirurgie, Gynäkologie, Geburtshilfe und Neonatologie an den bisherigen Standorten und in der aktuellen Trägerschaft bestehen (s. Überblick). Die Universitätsmedizin Rostock soll mittelfristig die akademische Leitung der Neonatologie am Standort des Klinikum Südstadt Rostock übernehmen. Notwendige kinderchirurgische Operationen an Neugeborenen werden künftig direkt am Klinikum Südstadt Rostock durchgeführt. Das Leitungsgremium wird aus Vertretern der UMR und des KSR gebildet. An beiden Standorten wird in den Neubau und Modernisierung der Infrastruktur mit dem Ziel eines funktionstüchtigen und gelebten Eltern-Kind-Zentrums investiert.

Erfolgreicher Schulsport 2025 in Mecklenburg-Vorpommern

15 Podestplätze bei „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ als Ansporn für das Schulsportjahr 2026

Schwerin – Das Schulsportjahr 2025 war für Mecklenburg-Vorpommern ein voller Erfolg. Besonders der bundesweit größte Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ verzeichnete erneut sehr große Resonanz bei den Schulen des Landes. So entsandte MV 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 47 Schulmannschaften zu den Bundesfinals nach Nesselwang (Winterfinale) und Berlin (Frühjahrs- und Herbstfinale).

Hunderte weitere Schülerinnen und Schüler hatten zuvor bei den Kreis-, Regional- und Landesfinals mitgemacht und stellten ihren sportlichen Ehrgeiz, ihren Teamgeist und ihre Fairness unter Beweis. „Schulsport ist viel mehr als nur Wettkampf. Er fördert Gesundheit, stärkt soziale Kompetenzen und vermittelt Werte wie Zusammenhalt, Respekt und Leistungsbereitschaft“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Traditionell qualifizieren sich die Landessieger für die Bundesfinals, bei denen sie sich mit Gleichaltrigen aus ganz Deutschland messen können. Die MV-Mannschaften erzielten 2025 dabei eindrucksvolle Ergebnisse. Insgesamt 15 Podestplatzierungen haben die Schülerinnen und Schüler aus MV in den Sportarten Volleyball, Goalball, Para-Ski, Leichtathletik, Rudern, Judo, Triathlon, Beachvolleyball, Fußball ID, Para-Leichtathletik und Para-Schwimmen erkämpft. „Die Erfolge unserer Schülerinnen und Schüler im vergangenen Jahr zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial in den Schulen unseres Landes steckt“, so Simone Oldenburg.

Besonders hervorzuheben sind die Schülerinnen und Schüler der „Schule an der Bleiche“ Ludwigslust, die im Winterfinale 2025 ihren Vorjahrestitel im Para-Ski nordisch (Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung) sogar verteidigen konnten. Auch die Bundessiege des Sportgymnasiums Schwerin im Volleyball (U18 Mädchen) sowie im Rudern (U16 Mädchen und Jungen) und der Christophorusschule Rostock im Triathlon (U16 Mixed) unterstreichen die starken sportlichen Leistungen der Schülerinnen und Schüler.

Neben dem Großwettbewerb prägten zahlreiche weitere schulsportliche Vergleichswettkämpfe das Sportjahr 2025, unter anderem die Hallensportfeste in Schwerin und Rostock, die Leichtathletikwettbewerbe der Förderschulen in Güstrow sowie Turniere im Fußball und Zweifelderball in Anklam. Sie verdeutlichen die Vielfalt und Bedeutung des Schulsports in allen Regionen des Landes.

Der Blick der Schulsportteams ist nun auf das Jahr 2026 gerichtet. Während in etwas mehr als einem Monat bereits das Winterfinale im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ stattfindet, stehen für viele Sportarten in den kommenden Wochen dann erst einmal die Regional- und Landesfinals an. „Ich ermutige alle Schulen, diesen Wettbewerb zu nutzen. Er bietet jungen Menschen die Chance, ihre sportlichen Talente zu entdecken, über sich hinauszuwachsen und unser Land auf Landes- und Bundesebene zu vertreten“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Betriebs- und Personalrätepreis 2026

Schwesig: Bewerben Sie sich um den Betriebs- und Personalrätepreis 2026

Schwerin – Besonders engagierte Arbeit von Betriebsräten, Personalräten und Jugend- und Auszubildendenvertretungen wird in Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wird auch in diesem Jahr im Vorfeld des 1. Mai den Betriebs- und Personalrätepreis 2026 verleihen.

Bewerben können sich Betriebsräte, Personalräte sowie Jugend- und Auszubildendenvertretungen auf Eigeninitiative. Außerdem sind die zuständigen Gewerkschaften vorschlagsberechtigt. Bewerbungsschluss ist am 15. März 2026.

„Der Betriebs- und Personalrätepreis der Landesregierung ist eine Auszeichnung für den Einsatz und den Mut derjenigen, die Verantwortung für ihre Kolleginnen und Kollegen und für ihr Unternehmen übernehmen. Es gibt viele engagierte Personal- und Betriebsräte und Auszubildendenvertretungen in unserem Land. Sie setzen sich beispielsweise für mehr Mitsprache ein, engagieren sich für familienfreundliche Arbeitsbedingungen oder entwickeln Ideen, wie die Arbeit im Betrieb noch besser gestaltet werden kann. Die Sozialpartnerschaft, die Zusammenarbeit und gemeinsame Verantwortung von Arbeitgebern und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern hat Deutschland wirtschaftlich stark gemacht. Wir sollten uns dieses Erfolgsmodell erhalten“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zum Start des Wettbewerbs.

Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, sagte: „Engagierte Betriebs- und Personalräte sind ein wesentlicher Faktor in unserer Arbeitswelt: Sie bringen Menschen zusammen und setzen sich für ein faires Miteinander am Arbeitsplatz ein. Ich freue mich auf neue Ideen und Impulse für gute Arbeitsbedingungen in Mecklenburg-Vorpommern.“

Ausgezeichnet werden Betriebs- und Personalräte bzw. Projekte in drei Kategorien:

Mitbestimmung – stark gemacht
Ausgezeichnet werden Projekte, mit denen Mitbestimmung gestärkt worden ist oder Strukturen neu geschaffen wurden. Zum Beispiel die Gründung eines Betriebsrates, das Durchsetzen von Mitbestimmung gegen Widerstände, erfolgreiche Überzeugungsarbeit bei den Beschäftigten durch besondere Maßnahmen.

Mitbestimmung – gut eingebracht
Ausgezeichnet werden Projekte, die Arbeitsbedingungen konkret verbessert haben, egal aus welchem Bereich. Zum Beispiel zur Bewältigung der Transformation, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Arbeitssicherheit, Gesundheit, Geschlechtergerechtigkeit etc. Genauso ausgezeichnet werden Projekte, mit denen die Beschäftigten bei der Umsetzung von Mitbestimmung besonders gut beteiligt wurden, z.B. durch neue Diskussions- oder Umfrageverfahren oder Ähnliches.

Mitbestimmung – neu gedacht
Ausgezeichnet werden Projekte, bei denen neue Wege gegangen wurden. Zum Beispiel bei der betrieblichen Zusammenarbeit oder dem Abschluss einer Dienst- oder Betriebsvereinbarung. Es geht um neue Ideen oder Prozesse, die in ein Unternehmen oder die Dienststelle eingebracht worden sind.

Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite www.mitbestimmung-mv.de. Dort befindet sich auch das Anmeldeformular.

Sternsänger besuchen Gingster Schule

Pastor Gerber und Vorschulkinder sammeln Spenden für Kindergarten in Brasilien

Insel Rügen – Premiere an der Grundschule. In diesem Jahr legten die Sternsänger aus der Kita „Löwenzahn“ zusammen mit Pastor Joachim Gerber bei den Gingster Schülern und Lehrern einen Zwischenstopp ein.

Die drei Könige und ihre Mitstreiter hatten ein kleines Programm einstudiert und sangen gemeinsam mit den neugierigen Zuschauern. Sie überbrachten in Liedern und Reimen gute Wünsche zum neuen Jahr und den Segen für das Gebäude.

„Wir freuen uns, dass wir in der Schule sein durften“, sagt Joachim Gerber am Rande des Auftritts. „Schön war zu erleben, dass viele der ehemaligen Sternsänger begeistert dabei waren und einfach mitsingen konnten.“

Die Sternsänger besuchten unter der Regie von Pastor Joachim Gerber die Gingster Grundschule. Foto: A. Farin
Die Sternsänger besuchten unter der Regie von Pastor Joachim Gerber die Gingster Grundschule. Foto: A. Farin

Schulleiter André Farin begrüßt die gemeinsame Aktion. „Unsere Kooperation mit der Kirche und der evangelischen Kita bekommt immer wieder neue Bausteine dazu“, erklärt er. Gemeinsame Traditionen wie das Sommerfest oder das Adventssingen werden dadurch bereichert.

Die Gingster Sternsänger sammeln in diesem Jahr Finanzen für einen brasilianischen Kindergarten und strahlten, als auch in der Grundschule die Sammelbüchse zu klingen begann.

Bundesweiter Schulwettbewerb „Energiesparmeister 2026“ startet

Schwerin – Welche Schule in Mecklenburg-Vorpommern überzeugt 2026 mit ihrem Klimaschutzprojekt? Der bundesweite Schulwettbewerb Energiesparmeister 2026 startet im Januar erneut. Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV) übernimmt auch in diesem Jahr die Landespatenschaft für den Wettbewerb in Mecklenburg-Vorpommern – erstmals über ihr Beratungsangebot für Unternehmen MVeffizient. Schulen haben die Möglichkeit, sich mit ihren Projekten um den Titel „Energiesparmeister Mecklenburg-Vorpommern 2026“ zu bewerben und ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro zu gewinnen.

Der Wettbewerb würdigt Schulen, die Klimaschutz dauerhaft und praxisnah in ihren Alltag integrieren. Im Mittelpunkt stehen Projekte zur Energieeinsparung, zur effizienten Energienutzung, zum Einsatz erneuerbarer Energien, zur nachhaltigen Mobilität oder zur festen Verankerung von Klima- und Umweltschutz im Unterricht. Entscheidend sind Ansätze mit Vorbildcharakter, die Wirkung entfalten und zur Nachahmung anregen.

„Der Energiesparmeister-Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft und Verantwortungsbewusstsein in unseren Schulen steckt. Wenn junge Menschen Klimaschutz nicht nur theoretisch behandeln, sondern ganz konkret in ihrem Schulalltag umsetzen, ist das ein starkes Signal für die Zukunft unseres Landes. Mit der Patenschaft durch MVeffizient verbinden wir Bildung, praktische Unterstützung und nachhaltige Wirkung – genau so stellen wir uns wirksamen Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern vor“, betonte Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus.

Die LEKA MV begleitet den Energiesparmeister-Wettbewerb in MV seit vielen Jahren. Mit der Landespatenschaft 2026 wird dieser langjährige Beitrag fortgeführt und organisatorisch innerhalb der LEKA MV neu verortet: MVeffizient, das Angebot der LEKA MV zur Energieeffizienzberatung von Unternehmen, übernimmt die Rolle des Landespaten.

MVeffizient bringt seine Erfahrung aus der praktischen Energieeffizienzberatung im Anschluss an den Wettbewerb ein. Nach der Auswahl des Landessiegers unterstützen die Technischen Berater die ausgezeichnete Schule auf Wunsch bei der Weiterentwicklung und Umsetzung ihres Projektes. Dabei fließen Erfahrungen aus der Beratungspraxis ein, etwa bei der Analyse von Energieverbräuchen oder der Identifikation von Einsparpotenzialen.

„Der Energiesparmeister zeichnet starke Ideen und engagierte Projekte aus“, sagt Gunnar Wobig, Geschäftsführer der LEKA MV. „Mit der Landespatenschaft über MVeffizient schaffen wir ein Angebot, das über die Auszeichnung hinausgeht. Der Landessieger kann bei Bedarf fachlich begleitet werden, um aus einer guten Idee konkrete Maßnahmen weiterzuentwickeln. Dieser Ansatz verbindet Wettbewerb, Praxis und nachhaltige Wirkung.“

Bewerbungen für den Energiesparmeister 2026 sind bis zum 20. März 2026 online unter www.energiesparmeister.de möglich. Der Landessieger aus Mecklenburg-Vorpommern erhält ein Preisgeld von 2.500 Euro und nimmt am bundesweiten Online-Voting um den Titel „Energiesparmeister Gold“ teil, der mit weiteren 2.500 Euro dotiert ist. Zusätzlich wird ein Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro für langfristiges Engagement vergeben. Dieser richtet sich ausdrücklich an frühere Teilnehmer- und Preisträgerschulen, die zeigen, wie ihr Klimaschutzprojekt weitergeführt, ausgebaut oder verbessert wurde. Die Auswahl der Landessieger erfolgt durch eine Fachjury, das Online-Voting findet im Juni 2026 statt.

Der Energiesparmeister 2025 aus Mecklenburg-Vorpommern war die Freie Schule Rügen in Dreschvitz. Sie überzeugte mit einem ganzheitlichen Ansatz auf dem Weg zur Modellschule für Klimaschutz – unter anderem durch den Einsatz erneuerbarer Energien, energetische Sanierungen, die feste Verankerung von Nachhaltigkeit im Unterricht sowie CO₂-arme Klassenfahrten und die Öffnung der Schule für die Dorfgemeinschaft.

Der Energiesparmeister-Wettbewerb (www.energiesparmeister.de) ist eine Aktion von co2online, unterstützt durch das Projekt „Online-Klimaschutzberatung für Deutschland“ und gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. co2online realisiert den Schulwettbewerb im 18. Jahr in Folge und vergibt jedes Jahr Preise im Gesamtwert von 50.000 Euro.

 Zu co2online gehören mehr als 50 Energie- und Kommunikationsexperten. Sie machen sich seit 2003 dafür stark, den Strom- und Heizenergieverbrauch in privaten Haushalten auf ein Minimum zu senken. Unterstützt wird co2online unter anderem vom Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt sowie von Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.

Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV) wurde 2016 gegründet. Sie ist mit den drei Standorten Stralsund, Schwerin und Neustrelitz landesweit aktiv. Als landeseigene Einrichtung berät die LEKA MV Kommunen, Unternehmen und Bürger kostenlos und neutral in allen Fragen der Energieeffizienz und der Energiewende. Darüber hinaus vernetzt sie in Schulungen und Veranstaltungen die Akteure der Energiewende, vermittelt Wissen an Entscheidungsträger und berät zu Fördermöglichkeiten. Weitere Informationen unter www.leka-mv.de.

Bildungsministerin setzt Elternsprechstunden fort

Oldenburg: Direkter Austausch bleibt wichtiger Bestandteil der Bildungsarbeit

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg setzt den direkten Dialog mit Eltern in Mecklenburg-Vorpommern auch im Februar fort. Aufgrund der hohen Nachfrage der individuellen Elternsprechstunden in den vergangenen Monaten lädt sie erneut zu einer digitalen Elternsprechstunde ein.

Diese findet am Montag, 9. Februar 2026, ab 12 Uhr statt.

„Der Austausch mit Eltern bleibt ein wichtiger Bestandteil der Bildungsarbeit. Wenn wir Schule weiter verbessern wollen, gelingt das nur gemeinsam“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg und ergänzte: „Mich interessiert, was an den Schulen gut funktioniert und wo Eltern Verbesserungsbedarf sehen.“ In den Gesprächen können sowohl allgemeine Themen als auch persönliche Anliegen angesprochen werden. „Oft zeigt sich, dass sich viele Fragen durch einen offenen Dialog schnell klären lassen“, so die Bildungsministerin weiter.

Die digitale Elternsprechstunde richtet sich an Eltern und Erziehungsberechtigte in ganz Mecklenburg-Vorpommern und bietet die Möglichkeit, direkt mit der Bildungsministerin ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme erfolgt in Einzelgesprächen.

Da die Platzzahl begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung per E-Mail, um Angabe der teilnehmenden Personen, des Themas und der Nennung der Schule unter sprechstunde@bm.mv-regierung.de.

Nächstes Bürgerforum mit Ministerpräsidentin Schwesig in Teterow

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig lädt zu ihrem ersten Bürgerforum 2026 ein. Dieses Mal geht es nach Teterow im Landkreis Rostock.

Das Bürgerforum findet am

Dienstag20. Januar um 17.30 Uhr
in der Aula der Europaschule Gymnasium Teterow,
Constantin-Kirchhoff-Straße 6, 17166 Teterow

statt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich unter www.regierung-mv.de/buergerforum anmelden.

„Es ist mir wichtig, dass es Räume gibt, um respektvoll miteinander zu diskutieren und Fragen zu beantworten. Deshalb lade ich regelmäßig zu Bürgerforen ein, jedes Mal in einer anderen Stadt oder Gemeinde. Ich freue mich auf das Bürgerforum in Teterow und bin gespannt, welche Fragen, Kritikpunkte und Anregungen es im Herzen unseres Landes gibt“, sagte die Ministerpräsidentin im Vorfeld der Veranstaltung.

Gesund aufwachsen von Anfang an

Neue Hygiene-Broschüre für Kitas veröffentlicht

Neben Informationen zur Handhygiene, Reinigung von Flächen oder zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln umfasst die Neuauflage nun auch erstmals ein eigenes Kapitel zu den Auswirkungen des Klimawandels.

Schwerin – Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) sowie das Gesundheitsministerium haben Anfang des Jahres die umfassend überarbeitete Broschüre „Hygienegrundsätze für Kindertageseinrichtungen“ veröffentlicht. Der bewährte Leitfaden informiert über Hygienemaßnahmen, umfasst die geltenden Standards für den Kita-Alltag und bündelt praktische Empfehlungen, die Träger und das pädagogische Personal dabei unterstützen sollen, beste Voraussetzungen für ein gesundes Aufwachsen zu schaffen.

„Wo unsere Kleinsten lernen, toben und essen, ist eine gute Hygiene eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass sie sich wohlfühlen und unbeschwert spielen und lernen können. Ereignisse wie der EHEC-Ausbruch im vergangenen Sommer verdeutlichen die hohe Bedeutung von Hygienekonzepten in Gemeinschaftseinrichtungen. Mit der neuen praxisnahen und zeitgemäßen Broschüre können wir die Kitas künftig noch besser unterstützen“, betonte Gesundheitsministerin Stefanie Drese.

Neben bewährten Informationen etwa zur Handhygiene, zur Reinigung von Flächen oder zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln umfasst die Neuauflage nun auch erstmals ein eigenes Kapitel zu den Auswirkungen des Klimawandels. „Wir wollen unsere Kitas dabei unterstützen, sich besser auf Hitze vorzubereiten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Gerade kleinere Kinder gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen in Hitzeperioden“, erklärte Drese.

Welche baulichen Maßnahmen Abhilfe schaffen können, wie der Kita-Ablauf an heißen Tagen umorganisiert werden kann und woran man z.B. hitzebedingte Erkrankungen wie einen Sonnenstich frühzeitig erkennt, sind daher Teil der Broschüre. „Eingeflossen sind hierbei auch Erkenntnisse aus dem ersten landeseigenen Hitzeschutzplan, den wir im vergangenen Jahr erarbeitet haben“, so die Ministerin weiter.

Auch aktuelle fachliche Standards, etwa im Bereich der Sanitärtechnik, des Infektionsschutzes und der Impfprävention sind in der Broschüre reflektiert. „Dazu gehört auch der aktualisierte Impfkalender für alle empfohlenen Schutzimpfungen der Ständigen Impfkommission“, verdeutlichte Drese.

Insgesamt sei die Expertise verschiedener Landesstellen eingeflossen, darunter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, des LAGuS, mehrerer Fachreferate des Sozialministeriums, des Lebensmittelhygienischen Dienstes des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei sowie der Unfallkasse MV.

Drese: „Ich bin überzeugt, dass es uns so gelungen ist, den Kitas und den dort Beschäftigten ein verlässliches Fundament an die Hand zu geben, das ihnen im Alltag Orientierung bietet und sie bei der täglichen Verantwortung für die Kinder nachhaltig unterstützt. Dafür gilt allen Beteiligten mein ausdrücklicher Dank.“

Die überarbeitete Broschüre „Hygienegrundsätze für Kindertageseinrichtungen“ steht auf den Internetseiten des LAGuS und des Sozialministeriums zum Download bereit.