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Entwicklungsplan für den Zoologischen Garten Rostock

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken den Rostocker Zoo als ganzjähriges Ausflugsziel für Jung und Alt“

Rostock – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute in Rostock einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 150.000 Euro an die Hanse- und Universitätsstadt übergeben. Gefördert wird die Erstellung eines Masterplans für die Weiterentwick­lung des Zoologischen Gartens- Die Gesamtausgaben be­tragen rund 200.000 Euro. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

„Der Rostocker Zoo ist ein Anziehungspunkt für Urlauber, Tagesgäste und Familien. Mit dem Masterplan schaffen wir die Grundlage, um den Zoo als ganzjähriges Angebot weiter zu stärken und zukünftige Investitionen gezielt vorzubereiten. Das macht Rostock auch außerhalb der Hauptsaison als Aus­flugs- und Urlaubsziel noch attraktiver. Davon profitieren ebenso die Gastronomie, das Gastgewerbe und weitere Unternehmen in der Region“, sagte Minister Dr. Blank.

Der Masterplan soll Konzepte und Strategien für die weitere Entwicklung des Zoologischen Garten bündeln. Dazu gehören Kosten-Nutzen-Analysen sowie mögliche Zeitrahmen für erfor­derliche Maßnahmen und künftige Projekte. Ziel ist es, vor­handene Konzeptideen und notwendige Maßnahmenpakete in umsetzbare Planungs- und Bauvorhaben zu überführen.

„Mit einer vorausschauenden Planung ermöglichen wir die verfügbaren Mittel wirksam einzusetzen. Der Masterplan soll aufzeigen, welche Vorhaben den Zoo weiter voranbringen und in welchen Schritten sie umgesetzt werden können. Damit wird aus guten Ideen eine konkrete Perspektive für die Zukunft“, so Minister Dr. Blank.

Erholungswald „Seeblick“ offiziell gesichert

Lohmen – Ein Wald zum Spielen, Lernen, Bewegen und Naturerleben: Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute in Lohmen die Verordnung für den neuen Erholungswald „Seeblick“ an Bürgermeister Bernd Dickau übergeben. Rund 3,3 Hektar gemeindeeigener Wald sind damit forstrechtlich als Erholungswald gesichert. Die Initiative dazu ging 2025 von der Gemeinde Lohmen und der Kindertagesstätte „Waldgeister“ aus – mit dem Ziel, den ersten Kindergesundheitswald des Landes zu gestalten.

„Aus einer guten Idee vor Ort wird jetzt etwas Dauerhaftes. Wir schaffen einen geschützten Raum, in dem Kinder sich bewegen, Natur entdecken und lernen können. Wald ist eben nicht nur Lebensraum und Rohstofflieferant. Er kann auch ein Ort sein, der Körper und Seele guttut. Genau das wollen wir hier in Lohmen erlebbar machen“, sagte Backhaus.

Die Verordnung gibt dem Kindergesundheitswald einen verbindlichen Rahmen. Der Wald soll ausdrücklich der Erholung und Gesundheitsförderung dienen. Vorgesehen sind Umweltbildung und kinderfreundliche Aktiv-Erholung. Bewegung und Sinneserfahrungen in der Natur sollen die körperliche, seelische und soziale Gesundheit von Kindern fördern. Auch die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen sind bei der Ausgestaltung zu berücksichtigen.

Gleichzeitig wird der Wald dauerhaft gesichert und soll naturnah und klimaangepasst entwickelt werden. Kahlschläge sind grundsätzlich zu unterlassen, Pflanzenschutzmittel auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken. Auch der Erhalt des Waldbodens als Wasserspeicher spielt eine besondere Rolle. Die Verordnung schützt den Erholungscharakter zudem vor störenden Nutzungen.

Backhaus: „Das Besondere ist: Wir reden nicht nur darüber, dass Wald Kindern guttut. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Gesundheit, Bewegung, Umweltbildung und Naturerfahrung hier dauerhaft zusammengehören. Und wir schützen gleichzeitig den Wald selbst. Das ist Naturschutz, der bei den Menschen ankommt.“

Die Kinder der Kita „Waldgeister“ nutzen den Wald bereits regelmäßig als Spiel- und Lernort. Gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Horst Klinkmann fanden bereits Veranstaltungen statt, bei denen die Kinder den Wald und seine gesundheitsfördernde Wirkung unmittelbar erleben konnten.

Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit dem gesundheitlichen Potenzial des Waldes. Mit der Novelle des Landeswaldgesetzes wurde 2011 unter Backhaus‘ Leitung der Weg für neue Nutzungsformen wie Kur- und Heilwälder geöffnet. 2017 folgte in Heringsdorf der erste zertifizierte Heilwald Deutschlands. Insgesamt umfassen die forstrechtlichen Schutzgebiete im Land heute fast 250 Hektar.

„Mecklenburg-Vorpommern war beim Thema Wald und Gesundheit früh Vorreiter. In Lohmen entwickeln wir diesen Gedanken konsequent weiter und rücken die Kinder in den Mittelpunkt. Ich wünsche mir, dass daraus ein Beispiel für andere Gemeinden wird. Denn wenn Kinder früh erfahren, wie wertvoll Wald und Natur für sie sind, ist das auch eine Investition in die nächste Generation.“

Die Erholungswaldverordnung „Seeblickregion“ wurde am 7. Juli 2026 veröffentlicht und ist seit dem 8. Juli 2026 in Kraft. Der überwiegend von Kiefern geprägte Wald liegt südwestlich von Lohmen.

Das Sustainable Engineering Center (SEC) kommt!

Land erteilt Planungsauftrag für den Ersatzneubau

Rostock – Die Forschungsinfrastruktur der Universität Rostock soll zukunftsfähig weiterentwickelt werden. Das Sustainable Engineering Center (SEC) ist der Ersatzneubau für die bisherige Strömungshalle. Anschließend soll die bestehende Strömungshalle denkmalgerecht grundsaniert werden.

Das Ministerium für Finanzen und Digitalisierung hat heute dem Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamt Rostock den Auftrag erteilt, die Entwurfsunterlage-Bau für den Ersatzneubau zu erstellen. Voraussetzung für die Fortführung des Vorhabens war unter anderem die denkmalrechtliche Genehmigung des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege, die am 4. September 2026 erteilt wurde.

Grundlage für die weitere Planung ist eine umfassende Machbarkeitsuntersuchung. Darin wurde der Bedarf unter intensiver Beteiligung der Universität Rostock geprüft und verbindlich festgelegt. Die Untersuchung wurde in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, der Universität Rostock und dem Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamt Rostock erarbeitet.

Mit der nun beauftragten Planung werden die baulichen, technischen, terminlichen und wirtschaftlichen Grundlagen des Vorhabens weiter vertieft. Damit wird die Grundlage für die nächsten Schritte auf dem Weg zur Umsetzung des Ersatzneubaus geschaffen.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue erläutert: „Gute Nachrichten für die maritime Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern: Mit dem jetzt erteilten Planungsauftrag gehen wir beim Sustainable Engineering Center den nächsten wichtigen Schritt. Nach der denkmalrechtlichen Genehmigung können wir die Planung für den Ersatzneubau der Strömungshalle nun konkret vorantreiben. Unser Ziel ist eine leistungsfähige und nachhaltige Forschungsinfrastruktur, die langfristig gute Bedingungen für Wissenschaft und Kooperationen mit der Wirtschaft schafft.“

Wissenschaftsministerin Bettina Martin betont: „In Rostock wird im Bereich des nachhaltigen maritimen Ingenieurwesens bundesweit einmalige Forschung und Lehre betrieben. Dafür ist eine gute Forschungsinfrastruktur unerlässlich und wichtig für das Land. Mit dem Sustainable Engineering Center wird in Rostock eine Infrastruktur von herausragender wissenschaftlicher Bedeutung entstehen. Die geplanten Strömungslabore, bestehend aus einem Seegangsbecken und einem Schleppkanal, werden in ihrer Kombination bundesweit einzigartig sein und neue Voraussetzungen schaffen, innovative Technologien unter realitätsnahen Bedingungen erforschen und weiterentwickeln zu können.

Die experimentellen Möglichkeiten werden dabei über klassische maritime Forschungsfelder hinausgehen und auch für Bereiche wie den Fahrzeugbau, die Luftfahrttechnik, die Energietechnik oder die Biomedizintechnik von Bedeutung sein. Der jetzt erteilte Planungsauftrag ist deshalb ein wichtiger Schritt, um diese für unser Land bedeutsame Hochschulbaumaßnahme weiter voranzubringen. Die bestehende Strömungshalle hat erhebliche bauliche Mängel, deswegen besteht hier dringender Handlungsbedarf.“

Die Rektorin der Universität Rostock, Prof. Elizabeth Prommer, sagt: „Mit dem Sustainable Engineering Center schaffen wir nicht nur wichtige Perspektiven für unsere maritime Forschung und die Zusammenarbeit mit der Industrie. Das SEC ist zugleich ein zentraler Baustein für die Zukunft unserer Lehre. Die Nachfrage nach unserem neuen Studiengang Sustainable Maritime Engineering zeigt eindrucksvoll, wie groß das Interesse an einer Ausbildung für die nachhaltige maritime Wirtschaft ist. Dafür brauchen wir eine leistungsfähige Forschungs- und Lehrinfrastruktur, die Theorie und Praxis miteinander verbindet. Mit dem SEC schaffen wir dafür beste Voraussetzungen.“

Auftrag an Peene-Werft für Flottendienstboot

Schwesig: Viertes Flottendienstboot ist wichtige Nachricht für Peene-Werft

Wolgast – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich heute erfreut darüber gezeigt, dass Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ein viertes Flottendienstboot der Klasse 424 auf der Peene-Werft bauen lassen will.

„Das ist eine sehr wichtige Nachricht für den Standort. Es ist uns wichtig, gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Peene-Werft eine gute Zukunft hat. Ich bedanke mich für die Unterstützung der Bundesregierung und werbe bei allen Abgeordneten im Haushaltsausschuss des Bundestages, dass dieser Vorschlag die notwendige Zustimmung findet“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Zur heutigen Kiellegung des dritten Flottendienstbootes sagte Schwesig in ihrer Rede in Wolgast: „Ich freue mich sehr, zum zehnten Mal auf dieser Werft zu sein. Die Peene-Werft hat zwei wichtige Aufgaben in unserem Land. Wir sind sehr stolz, dass die Peenewerkerinnen und Peenewerker dafür sorgen, dass unsere Bundeswehr modern ausgerüstet wird. Und die Werft sichert und schafft Arbeitsplätze im Landesteil Vorpommern. Auf die Werft, auf die Geschäftsführung, auf den Betriebsrat und alle, die hier arbeiten, ist Verlass. Ich wünsche viel Erfolg bei der Fertigstellung des Flottendienstbootes.“

Bildungsmonitor 2026: Land liegt im Mittelfeld

Oldenburg: Mit unserer Strategie für mehr Chancengerechtigkeit wollen wir weitere Fortschritte erzielen

Schwerin – Nach einer Vergleichsstudie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft sichert sich das Bildungssystem in Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich einen Platz im Mittelfeld. Der Bildungsmonitor der INSM bewertet anhand von Indikatoren in verschiedenen Handlungsfeldern, inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut reduziert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und Wachstum fördert.

Bei der Chancengerechtigkeit liegt Mecklenburg-Vorpommern auf dem dritten Platz. Stärken weist das Land auch in den Handlungsfeldern Förderinfrastruktur, Berufliche Bildung und Verringerung der Bildungsarmut auf.

„Bei uns ist der Bildungserfolg nur noch minimal von der sozialen Herkunft abhängig“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Alle Kinder und Jugendlichen sollen die gleichen Chancen haben. Bildung ist in Mecklenburg-Vorpommern daher von Anfang an kostenfrei. Mit der beitragsfreien Kita steht allen Familien ein frühkindliches Bildungsangebot zur Verfügung.

In der Grundschule stärken wir die Kernkompetenzen der Schülerinnen und Schüler mit dem Leseband, mehr Deutsch- und Mathematikunterricht. Die intensive Förderung in Deutsch, Mathematik und Englisch setzen wir in den höheren Jahrgangsstufen fort. Die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen bilden die Grundlagen, um weiteres Wissen zu erwerben. Sie sind die Voraussetzung für den Bildungserfolg.

Mit dem Startchancen-Programm unterstützen wir Schülerinnen und Schüler, die schwierige Startbedingungen haben. Außerdem haben wir ein starkes Ganztagsangebot an Grundschulen und in weiterführenden Schulen. Diese Maßnahmen sind in unserer Strategie für mehr Chancengerechtigkeit enthalten, mit der wir weitere Fortschritte erzielen wollen.“

Verbesserungen regt der Bildungsmonitor bei der Betreuung und Förderung in der Kita an. „In dieser Wahlperiode hat die Landesregierung das Fachkraft-Kind-Verhältnis im Kindergarten von 1:15 auf 1:14 gesenkt. Eine Erzieherin bzw. ein Erzieher betreut damit durchschnittlich nur noch 14 Kinder und hat so mehr Zeit für jedes einzelne Kind. Ab Januar 2027 betreut und fördert eine Fachkraft in der Krippe durchschnittlich fünf Kinder statt bislang sechs.

Im Hort verbessert sich das Verhältnis ab August 2027 von durchschnittlich 1:22 auf 1:21. Dafür stellt das Land jährlich mehr als 40 Millionen Euro bereit. Das ist ein großer finanzieller Kraftaufwand für das Land – aber einer, der direkt bei den Kindern ankommt. Wir müssen weitere Anstrengungen unternehmen, damit die Gruppen kleiner werden“, sagte Oldenburg.

Verbesserungspotenzial sieht der Bildungsmonitor auch bei der Verringerung der Quote von Schülerinnen und Schülern ohne Abschluss. „Diese Erkenntnis ist nicht neu. Angebote wie das Freiwillige 10. Schuljahr an Regionalen Schulen, die Praxisorientierte Berufsreife oder AV-dual erhöhen für mehr Schülerinnen und Schüler die Chance auf einen bundesweit anerkannten Schulabschluss.

Mit einem Frühwarnsystem an Regionalen Schulen haben wir ein engmaschiges Beratungssystem etabliert, um Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu begleiten, deren Abschluss gefährdet ist. Auch für Gymnasien haben wir ein Frühwarnsystem entwickelt. Die neuen Versetzungsregelungen tragen dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler von Anfang an den für sie bestmöglichen Abschluss anstreben“, so die Ministerin weiter.

In den Haushaltsjahren 2026 und 2027 legt die Landesregierung weiterhin den Schwerpunkt auf die Bereiche Bildung und Kindertagesförderung. Im Jahr 2026 stehen insgesamt 12,1 Milliarden Euro im Haushalt zur Verfügung – davon zwei Milliarden Euro für Schule und Kindertagesförderung. Das entspricht 16,6 Prozent des Gesamthaushalts. „Erstmals stehen zwei Milliarden Euro für Schule und die frühkindliche Bildung bereit. Aus dem Sondervermögen fließen 600 Millionen Euro in den Schulbau und in die Schulsanierung. Damit schaffen wir moderne Lernbedingungen“, betonte Oldenburg.

Für das Jahr 2027 sind 12,2 Milliarden Euro im Haushalt geplant. Davon werden 2,1 Milliarden Euro für den Bildungs- und Kita-Bereich zur Verfügung stehen. Insbesondere die Zuweisungen des Landes zur Kindertagesförderung werden weiter aufgestockt: Für 2026 sind 544 Millionen Euro vorgesehen, für 2027 sogar 554 Millionen Euro.

Bildungsministerin Simone Oldenburg wies abschließend auf die klare Stoßrichtung des Bildungsmonitors hin: „Mit dem Bildungsmonitor liegt eine Untersuchung vor, deren Erkenntnisse nicht neu sind. Die Daten stammen aus Studien wie dem IQB-Bildungstrend, dem Bildungsbericht oder den Statistiken der Länder. Sie werden hier aus wirtschaftlicher Perspektive ausgewertet. Doch Bildung ist weit mehr. Es geht dabei auch um die Entwicklung der Persönlichkeit junger Menschen.“

Schulteams aus M-V beim Herbstfinale in Berlin

Schülerinnen und Schüler messen sich in zwölf Sportarten auf Bundesebene

Schwerin – Dreimal im Jahr treffen Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland beim Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in den Bundesfinals aufeinander. Nach dem Winter- und dem Frühjahrsfinale folgt nun das Herbstfinale. 283 Athletinnen und Athleten vertreten Mecklenburg-Vorpommern bei den Wettkämpfen in Berlin und werden während der Bundesfinals von ihren Betreuerinnen und Betreuern unterstützt.

Vom 15. bis 19. September 2026 treten in den Berliner Sporthallen und auf den Sportplätzen Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland in zwölf Sportarten um Tore, Punkte und gute Platzierungen an. Bei „Jugend trainiert für Olympia“ werden in den Sportarten Beach-Volleyball, Fußball, Hockey, Judo, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Golf und Tennis die besten Schulteams gesucht, bei „Jugend trainiert für Paralympics“ in den Sportarten Schwimmen, Fußball und Leichtathletik.

„Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Berlin viel Erfolg, faire Wettbewerbe und unvergessliche Erlebnisse. Bereits die Qualifikation zum Bundesfinale zeigt, wie viel Engagement, Teamgeist und Disziplin in ihnen steckt. Sie vertreten Mecklenburg-Vorpommern auf beeindruckende Weise – sportlich wie persönlich“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Der Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ zählt zu den größten Schulsportveranstaltungen weltweit und gibt jungen Menschen die Gelegenheit, ihre sportlichen Leistungen auf Bundesebene unter Beweis zu stellen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Handwerk: zentraler Pfeiler des deutschen Arbeitsmarktes

Nürnberg – Zum Tag des Handwerks am 19. September 2026 zeichnen die Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit ein differenziertes Bild: Das Handwerk bleibt mit knapp 3,4 Millionen Beschäftigten ein zentraler Pfeiler des deutschen Arbeitsmarktes. Gleichzeitig sinkt die Beschäftigung, die Demografie verstärkt den Fachkräftebedarf und die Nachwuchsgewinnung bleibt herausfordernd. Die Sicherung von Arbeits- und Fachkräften gelingt zunehmend durch Zuwanderung.

In den vergangenen fünf Jahren sank die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Handwerk um vier Prozent. Insgesamt ist sie hingegen um fünf Prozent gestiegen. Im Juni 2025 waren bundesweit 3,36 Millionen Menschen in einem Handwerksberuf beschäftigt, ein Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rund 718.000 Beschäftigte im Handwerk sind zwischen 55 und unter 65 Jahre alt und werden in den kommenden Jahren voraussichtlich in den Ruhestand gehen.

Zwar ist der Anteil junger Beschäftigter im Handwerk mit 17 Prozent deutlich höher als im Durchschnitt insgesamt (neun Prozent) und die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge im Handwerk ist in den letzten drei Jahren leicht gestiegen. Dennoch reicht der Nachwuchs nicht aus, um die altersbedingten Abgänge auszugleichen.

Stellenangebot sinkt, Besetzungsprobleme bleiben hoch

Im Zuge der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche hat auch die Nachfrage nach Arbeitskräften im Handwerk nachgelassen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 123.000 offene Stellen für Handwerksberufe gemeldet, sechs Prozent weniger als vor einem Jahr.

Gleichzeitig dauert es immer länger, bis Stellen im Handwerk besetzt werden können. Offene Stellen waren durchschnittlich 242 Tage vakant und damit deutlich länger als im Durchschnitt aller Berufe, da sind es 167 Tage. Dies zeigt, dass passende Fachkräfte weiterhin schwer zu finden sind. Knapp die Hälfte aller bundesweiten Engpassberufe auf Fachkraftebene entfällt auf Handwerksberufe – insbesondere in Bau- und Ausbauberufen, der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie in Elektro- und Mechatronikberufen.

Zuwanderung wird zur tragenden Säule der Fachkräftesicherung

Die Sicherung des Fachkräftebedarfs gelingt zunehmend durch Beschäftigte aus dem Ausland. Im vergangenen Jahr arbeiteten 576.000 Ausländerinnen und Ausländer sozialversicherungspflichtig in Handwerksberufen. Ihr Anteil liegt mit 17 Prozent inzwischen so hoch wie bei der Beschäftigung insgesamt. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat sich dieser Anteil nahezu verdoppelt.

Die Rolle von Beschäftigten aus Drittstaaten nimmt zu. Im Juni 2025 waren 296.000 Beschäftigte mit einer Staatsangehörigkeit aus nicht europäischen Ländern im Handwerk tätig. Während die Zahl deutscher Beschäftigter in Handwerksberufen seit Jahren rückläufig ist, wurden zuletzt ausschließlich bei Drittstaatsangehörigen steigende Beschäftigungszahlen verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr stieg ihre Zahl um 24.000 Personen. Mehr als die Hälfte dieses Beschäftigungsaufbaus entfiel auf Menschen aus der Ukraine sowie aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern.

Die Arbeitgeberservices der Arbeitsagenturen und Jobcenter unterstützen und beraten Betriebe bei der Suche nach geeignetem Personal. Sie helfen auch bei Fragen rund um Qualifizierung und Weiterbildung bis hin zum Nachholen eines Berufsabschlusses. Kontakt zum Arbeitgeberservice vor Ort erhalten Betriebe über die kostenlose Rufnummer: 0800 4 55 55 20 oder im Netz https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/arbeitgeber-service

In den offiziellen Arbeitsmarktstatistiken gibt es keine Zuordnung eines Berufs oder einer Firma zum Handwerk. Um trotzdem Aussagen machen zu können, hat die Statistik der Bundesagentur für Arbeit ein Aggregat von „typischen“ Handwerksberufen gebildet – das sind Berufe, die eindeutig dem Handwerk zugeordnet werden können. Es gibt aber auch viele Berufe, die sowohl in der Industrie als auch im Handwerk ausgeübt werden können (z. B. Elektronikerinnen und Elektroniker). Enthalten sind zudem nur Berufe mit Berufs-, Weiterbildungs- oder Studienabschlüssen – keine Helferberufe. Das Handwerks-Aggregat stellt also nur eine Teilmenge des Geschehens im Handwerk dar.

25. Vollversammlung der Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern

Drese: „Sportjugend bringt Bewegung in das Leben junger Menschen“

Neubrandenburg – Die Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern kam am Sonnabend in Neubrandenburg zu ihrer 25. Vollversammlung zusammen. Mit mehr als 100.000 Mitgliedern bis 26 Jahre ist die Sportjugend der größte Jugendverband Mecklenburg-Vorpommerns. Sportministerin Stefanie Drese würdigte am Wochenende die Arbeit und den Einsatz der Jugendorganisation für den Kinder- und Jugendsport im Land.

„Mehr als 100.000 junge Menschen zeigen eindrucksvoll, welche Kraft im Sport steckt. Im Verein geht es nicht nur um Bewegung und Wettkampf, sondern auch um Gemeinschaft, Verantwortung und persönliche Entwicklung. Die Sportjugend bringt diese Werte zu Kindern und Jugendlichen im ganzen Land und ist deshalb für uns ein wichtiger Partner in der Jugend- und Sportpolitik“, sagte Drese.

Ein Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit ist die Bewegungsförderung. Über das Landesprogramm „Gemeinsam Sport in Schule und Verein“ profitieren 2026 rund 7.700 Schülerinnen und Schüler an 244 Schulen von zusätzlichen Sportangeboten. 106 Sportvereine sind beteiligt. Das Land hat die jährliche Förderung des Programms von 255.600 auf 380.000 Euro erhöht.

Bereits im Kita-Alter setzt das „KinderBewegungsLand“ an. In diesem Jahr beteiligen sich 76 Sportvereine an Kooperationen mit rund 190 Kindertageseinrichtungen und erreichen etwa 4.530 Kinder. Damit wird das von der Sportjugend vorangetriebene „Bewegungscheck“ aus Kita, Schule und Sportverein mit Leben gefüllt.

Drese: „Kinder sollen unabhängig vom Wohnort die Chance haben, Bewegung und Sport für sich zu entdecken. Deshalb investieren wir in gute Kooperationen zwischen Kitas, Schulen und Vereinen. So entsteht im besten Fall eine Bewegungskette, die früh beginnt und Kinder dauerhaft für den Vereinssport begeistert.“

Die Ministerin dankte den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten in der Sportjugend um den Vorsitzenden Theo Hadraht und in den Sportvereinen: „Hinter jedem Training, jedem Wettkampf und jedem Sportangebot stehen Menschen, die ihre Zeit für andere einsetzen. Dieses Engagement ist die Grundlage dafür, dass Sport vor Ort überhaupt stattfinden kann. Dafür gebührt allen Ehrenamtlichen in der Sportjugend und den Vereinen große Anerkennung.“

Die Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern wurde 1990 gegründet und ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Als Jugendorganisation des Landessportbundes setzt sie die Ziele der Kinder- und Jugendhilfe im und durch Sport landesweit um.