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Land zeichnet Tourismusstandorte an der Ostseeküste aus

Jochen Schulte: „Mit hohen Qualitätsstandards, erfolgreicher Zusammenarbeit und gezielten Förderungen stärken wir den Tourismus in unserem Land“

Kühlungsborn – Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute das Seebad Kühlungsborn, die Tourismusregion Ostseeküste Mecklenburg und Umlandgemeinden sowie die Tourismusorte Biendorf und Am Salzhaff ausgezeichnet.

„Mit den staatlichen Anerkennungen setzen wir ein sichtbares Zeichen für die hohe Qualität des touristischen Angebots und das große Engagement der Gemeinden. Sie zeigen zugleich, dass die Kommunen kontinuierlich in ihre touristische Infrastruktur investieren und ihre Entwicklung strategisch vorantreiben. Davon profitieren die Gäste in unserem Land ebenso wie die Menschen vor Ort“, so Staatssekretär Schulte.

Mit der erneuten Anerkennung als Seebad wird bestätigt, dass Kühlungsborn auch nach 30 Jahren sämtliche Anforderungen des Kurortgesetzes Mecklenburg-Vorpommern erfüllt. Dazu zählen unter anderem die hervorragende Lage an der Ostsee, eine ausgezeichnete Badewasserqualität, eine leistungsfähige touristische Infrastruktur sowie vielfältige Gesundheits-, Freizeit- und Erholungsangebote.

„Kühlungsborn gehört zu den touristischen Aushängeschildern Mecklenburg-Vorpommerns und entwickelt seine Angebote kontinuierlich weiter. Diese Entwicklung unterstützen wir mit gezielten Investitionen in die touristische Infrastruktur und die Unternehmen vor Ort. So schaffen wir neue Arbeitsplätze und stärken die wirtschaftliche Entwicklung in der Region nachhaltig“, sagte Staatssekretär Schulte.

Mit der erneuten Anerkennung als Seebad bestätigt das Land die hohe Qualität Kühlungsborns als Tourismusstandort. Seit 1990 wurden dort 34 touristische Infrastrukturmaßnahmen – von Strandaufgängen über Erschließungsstraßen bis hin zur Errichtung eines Konzertgartens – mit rund 27,4 Millionen Euro gefördert. Hinzu kommen 66 Projekte mit einer gewerblichen Förderung in Höhe von rund 41,6 Millionen Euro, die Investitionen von über 151 Millionen Euro ermöglicht haben.

Erstmals wurde zudem die Tourismusregion Ostseeküste Mecklenburg und Umlandgemeinden staatlich anerkannt. Sie umfasst die Städte und Gemeinden Kühlungsborn, Rerik, Bad Doberan, Kröpelin, Nienhagen, Börgerende-Rethwisch, Bastorf, Wittenbeck und Steffenshagen. Grundlage der Anerkennung ist die enge interkommunale Zusammenarbeit, die in den vergangenen Jahren unter anderem mit einem gemeinsamen Tourismuskonzept, der Küstenkarte und dem digitalen Urlaubsbegleiter „Küsten Guide“ weiter ausgebaut wurde. „Die Anerkennung als Tourismusregion würdigt eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg. Gemeinsames Marketing, abgestimmte Angebote und eine enge Kooperation schaffen einen echten Mehrwert für Gäste und stärken die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region“, sagte Staatssekretär Schulte.

Auch die Gemeinden Biendorf und Am Salzhaff erhielten erstmals die staatliche Anerkennung als Tourismusorte. Beide Kommunen verfügen über attraktive Natur- und Erholungsangebote, gut ausgebaute Rad- und Wanderwege sowie vielfältige Übernachtungs- und Freizeitmöglichkeiten und erfüllen damit die Anforderungen des Kurortgesetzes. „Biendorf und Am Salzhaff haben ihre touristischen Potenziale in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt. Mit der Anerkennung erhalten beide Gemeinden eine Auszeichnung für ihre bisherige Arbeit und zugleich Rückenwind für ihre weitere touristische Entwicklung“, betonte Staatssekretär Schulte.

Mit der im Juni beschlossenen Novellierung des Kurortgesetzes werden die Qualitätsstandards für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte weiterentwickelt. Künftig werden Anerkennungen grundsätzlich für maximal 15 Jahre erteilt und neue Anerkennungsarten wie das See- und Thalassoheilbad sowie das Seebad mit Kurbetrieb eingeführt. Gleichzeitig werden die Anforderungen an Tourismusorte und Tourismusregionen weiter erhöht, um die hohe Qualität der touristischen Angebote in Mecklenburg-Vorpommern dauerhaft zu sichern. Derzeit sind in Mecklenburg-Vorpommern 76 Kur- und Erholungsorte, 50 Tourismusorte sowie vier Tourismusregionen staatlich anerkannt.

Land und Kreis danken für den Waldbrandeinsatz

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, Innenminister Christian Pegel und der Landrat des Kreises Mecklenburgische Seenplatte Thomas Müller danken allen beim Brand im Müritz-Nationalpark tätigen Einsatzkräften für ihre Arbeit und allen Bürgerinnen und Bürgern in den betroffenen Ortschaften für ihre Geduld.

„Ich danke allen Einsatzkräften für ihre engagierte Arbeit. Das war ein schwer zu bekämpfender Brand, da das betroffene Gebiet durch Altmunition belastet ist. Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung ist es gelungen, das Feuer zunächst einzudämmen und dann vollständig unter Kontrolle zu bekommen. Es zeigt sich wieder einmal: Auf unsere Feuerwehren und die weiteren Blaulichtorganisationen ist Verlass. Die seit dem großen Waldbrand bei Lübtheen vorgenommenen Verbesserungen bei der Ausstattung unserer Feuerwehren zahlen sich aus. Mein Dank gilt auch den Bewohnerinnen und Bewohnern in den von Evakuierungen betroffenen Ortschaften für ihr besonnenes Verhalten. Die Sicherheit geht vor“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Auch Landrat Thomas Müller dankte allen Einsatzkräften: „Über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus konnten wir uns auf Hilfe verlassen. Feuerwehren aus mehreren Bundesländern und die Bundeswehr unterstützten unsere Kameradinnen und Kameraden mit viel Engagement bei der Brandbekämpfung und Sicherung der Ortschaften. Ebenso danke ich den Menschen vor Ort, ihre Hilfe und Solidarität waren überwältigend. Die Akzeptanz für die Arbeit der Einsatzkräfte und die damit verbundenen Einschränkungen hat uns sehr berührt.“

„Auch mein herzlicher Dank gilt allen Einsatzkräften, die unter schwierigsten Bedingungen mit großem Engagement und hoher Professionalität diesen Waldbrand bekämpft haben. Die betroffene Fläche wird sich ökologisch wieder erholen – die Natur besitzt eine beeindruckende Regenerationskraft. Der Einsatz zeigt aber auch, dass die Munitionsaltlasten in unseren Wäldern die Brandbekämpfung erheblich erschweren. Hier erwarte ich vom Bund, dass er die Länder bei der Erkundung und Beräumung dieser historischen Altlasten deutlich stärker unterstützt. Das ist eine gesamtstaatliche Aufgabe“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

„Der Erfolg dieses Einsatzes resultiert aus der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen“, so Innenminister Pegel. „Die Feuerwehren, die Polizei, die Hilfsorganisationen und das Technische Hilfswerk, die Bundeswehr, die Nationalparkverwaltung, der Landkreis und sein Katastrophenschutz haben ihre jeweiligen Kompetenzen zielgerichtet eingesetzt. Genau dieses Zusammenspiel zeichnet einen leistungsfähigen Bevölkerungsschutz aus.“ Pegel hob dabei die Arbeit des Landkreises hervor. Dieser sorgte während der gesamten Einsatzdauer für die Koordinierung der Maßnahmen, die fortlaufende Lagebe-wertung und die Abstimmung zwischen den beteiligten Be-hörden und Organisationen. „Die Entscheidungen mussten häufig unter hohem Zeitdruck getroffen und an die sich ständig verändernde Lage angepasst werden. Einsätze dieser Größenordnung lassen sich nur bewältigen, wenn Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit über alle Ebenen hinweg funktionieren.“

Die Ministerpräsidentin kündigte an, dass das Dankeschönfest für die Feuerwehren am 12. September auf der MeLa nachgeholt wird. Das alle zwei Jahre stattfindende Fest sollte ursprünglich am 27. Juni in Rostock stattfinden, musste dann aber wegen Hitze und mehrerer Brandeinsätze verschoben werden. „Wir wollen Dankeschön sagen für die engagierte Arbeit der Feuerwehren im ganzen Land. Sie sorgen dafür, dass wir alle sicher leben können und dass in Gefahrsituationen Hilfe kommt“, sagte die Ministerpräsidentin. „Beim Fest werden selbstverständlich auch die weiteren Einsatzkräfte eingeladen, die jetzt beim Feuer im Müritz-Nationalpark tätig waren.“

Gute Berufsorientierung schafft Ausbildungschancen

Bertelsmann-Studie bestätigt den Kurs des Landes: Frühzeitige Orientierung und praktische Erfahrungen stärken Ausbildungswege

Schwerin – Der erfolgreiche Übergang von der Schule in die Ausbildung ist entscheidend für die Zukunft junger Menschen und die Fachkräftesicherung in Mecklenburg-Vorpommern. Die neue Bertelsmann-Studie „Ausbildungsperspektiven 2026“ bestätigt den Kurs des Landes: Frühzeitige Berufsorientierung, praktische Erfahrungen und individuelle Begleitung sind wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche Übergänge in Ausbildung und Beruf.

Mit einer umfassenden Beruflichen Orientierung von der Kita bis zum Abitur unterstützt Mecklenburg-Vorpommern Schülerinnen und Schüler dabei, den passenden Berufsweg zu finden und erfolgreich in eine Ausbildung zu starten.

„Die Ergebnisse der Bertelsmann-Studie zeigen, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern die richtigen Schwerpunkte gesetzt haben. Die duale Ausbildung selbst hat ein gutes Image – junge Menschen wollen diesen Weg gehen und diejenigen, die bereits eine Ausbildung absolvieren, sind überwiegend sehr zufrieden.

Entscheidend ist deshalb, dass alle Jugendlichen die Chance erhalten, ihren Ausbildungsplatz zu finden. Mit unserem Konzept ‚Alle werden gebraucht! – Schulische Berufliche Orientierung für einen guten Übergang in Ausbildung und Beruf‘, vielen Praxiserfahrungen und individueller Begleitung schaffen wir genau diese Voraussetzungen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Für die Studie wurden neben Schülerinnen und Schülern auch bundesweit mehr als 1.300 Auszubildende befragt. Neun von zehn Azubis sind mit ihrer Ausbildung zufrieden und würden sich erneut für ihren Ausbildungsberuf entscheiden. Gleichzeitig schätzen insbesondere junge Menschen mit niedrigeren Schulabschlüssen ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz als gering ein. Handlungsbedarf besteht deshalb vor allem beim Übergang von der Schule in die Ausbildung.

Die Bertelsmann Stiftung empfiehlt mehr praktische Erfahrungen, eine verlässliche Begleitung und eine engere Zusammenarbeit aller Beteiligten. Viele dieser Empfehlungen setzt Mecklenburg-Vorpommern bereits um.

Seit dem Schuljahr 2025/26 ist das Konzept zur Beruflichen Orientierung „Alle werden gebraucht“ für alle Schulen in Mecklenburg-Vorpommern verbindlich. „Schülerinnen und Schüler sollen noch gezielter den Beruf anstreben, der am besten ihren Neigungen entspricht“, so die Bildungsministerin. „Daher haben wir mit einem neuen Konzept die Berufliche Orientierung weiterentwickelt – für einen gelungenen Übergang in Ausbildung und Beruf.“

Das Konzept sieht vor, dass die ökonomische Bildung bereits in der Kita beginnt und in der Grundschule fortgeführt wird. In der weiterführenden Schule wir daraus die Berufliche Orientierung. „Hier sind 25 Tage für Betriebspraktika vorgesehen – so viele wie in keinem anderen Bundesland“, ergänzt Simone Oldenburg.

Auch die Arbeit in Schülerfirmen hat Mecklenburg-Vorpommern gestärkt: Die Landesregierung hat für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler eine Handreichung „Gründung und Betrieb von Schülerfirmen“ erarbeitet, damit wieder mehr Schülerfirmen entstehen können. Sie vermitteln Wissen über wirtschaftliche und unternehmerische Zusammenhänge und sind damit ein wichtiger Baustein der Beruflichen Orientierung.

Mit dem Startchancen-Programm von Bund und Ländern unterstützt die Landesregierung Angebote für Schülerinnen und Schüler, die schwierige Startbedingungen haben. Mecklenburg-Vorpommern erhält über einen Zeitraum von 10 Jahren jährlich 17 Millionen Euro.

Ein Frühwarnsystem greift, wenn die Gefahr besteht, dass eine Schülerin bzw. ein Schüler nicht versetzt wird. Schulen informieren in diesem Fall die Eltern und beraten sie zu Fördermöglichkeiten.

Zudem hat das Land Förderangebote weiter ausgebaut, damit mehr Jugendliche die Schule mit einem anerkannten Schulabschluss verlassen. Seit dem Schuljahr 2023/2024 ist der Besuch des Freiwilligen 10. Schuljahres an Regionalen Schulen und Gesamtschulen möglich. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die mehr Zeit zum Lernen brauchen, um die Berufsreife zu erlangen.

Darüber hinaus führt das Land ab dem Schuljahr 2026/2027 an beruflichen Schulen mit Berufsvorbereitungsteil den neuen Bildungsgang „AVdual“ (Ausbildungsvorbereitung dual) ein. Das berufsvorbereitende Angebot startet mit dem Ziel, die Ausbildungschancen und die Anschlussvermittlung von Schülerinnen und Schülern zu verbessern, die den ersten Einstieg in die Berufsausbildung noch nicht geschafft haben.

Ebenfalls zum neuen Schuljahr werden das Angebot „Produktives Lernen“ und der Modellversuch „Berufsreife dual“ in die „Praxisorientierte Berufsreife“ überführt. Statt zwei parallelen Angeboten gibt es jetzt ein Angebot, das die Vorzüge beider vereint.

Gemeinsam mit dem Landesausschuss für Berufsbildung hat die Landesregierung zudem in diesem Schuljahr die Arbeitsgruppe „Gemeinsam für erfolgreiche Ausbildungswege“ initiiert, um partnerschaftlich tragfähige Strategien und Angebote zu entwickeln und bestehende Konzepte zu schärfen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie die Übergänge von der Schule in die berufliche Bildung weiter verbessert und die Potenziale von Schülerinnen und Schülern im Übergangssektor besser genutzt werden können. Land und Landesausschuss für Berufsbildung sind sich einig, dass auch diese Jugendlichen wichtig für die Fachkräftesicherung sind und enger begleitet werden müssen.

Neues Ticketangebot der Deutschen Bahn

Dr. Blank: „Das ist ein echter Mehrwert für Pendlerinnen und Pendler in M-V. Der Fernverkehr in M-V wird attraktiver“

Schwerin – Die Deutsche Bahn hat das Ticketangebot in Mecklenburg-Vorpommern erweitert: In einer zunächst bis Ende 2026 befristeten Pilotphase können Inhaberinnen und Inhaber eines Deutschland-Tickets, eines Seniorentickets MV und eines Azubitickets MV vergünstigt Mehrfahrten-Tickets für den Fernverkehr der Deutschen Bahn innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns und nach Hamburg kaufen und damit ganztägig IC- und ICE-Züge nutzen.

„Für die Berufspendlerinnen und -pendler und alle Vielfahrer in unserem Land kann das ein attraktives Angebot sein. Ich bin froh, dass die Bahn dieses neue Ticketangebot bei uns in Mecklenburg-Vorpommern anbietet“, erklärte Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit.

Das Land und die Deutsche Bahn haben in den vergangenen Jahren verschiedene Schritte unternommen, um den Fernverkehr in Mecklenburg-Vorpommern attraktiver zu gestalten und die Mobilität zu verbessern. So können Fahrgäste schon seit einigen Jahren den Fernverkehr zwischen Rostock und Stralsund auch mit Nahverkehrstickets, wie dem Deutschland-Ticket, dem Azubi-Ticket MV und dem Senioren-Ticket MV nutzen. Zuletzt war mit der Deutschen Bahn außerdem vereinbart worden, dass Inhaberinnen und Inhaber dieser Tickets jeweils morgens und abends die IC- und ICE-Züge auf der wichtigen Pendlerverbindung Schwerin-Rostock-Hamburg ohne Aufpreis nutzen können.

„Nachdem wir bereits die Nutzung des Deutschland-Tickets auf der Strecke Schwerin-Rostock-Hamburg zu den Hauptverkehrszeiten morgens und abends ermöglicht haben, ist das neue Ticketangebot ein weiterer echter Mehrwert für Pendlerinnen und Pendler in M-V. Sie können jetzt über den ganzen Tag schneller und günstiger ans Ziel kommen. Das ist ein weiterer Baustein für eine moderne und alltagstaugliche Mobilität in unserem Land“, so Dr. Blank.

Das neue Angebot basiert auf bestehenden 10er- und 20er-Mehrfahrten-Tickets der Deutschen Bahn und wird vollständig digital vertrieben. Mehrfahrten-Tickets gelten auf festgelegten Strecken ohne Zugbindung und können flexibel innerhalb eines Monats genutzt werden.

Land fördert Weiterbildungen für Kita-Fachkräfte

Rund 200 Kita-Fachkräfte und Kindertagespflegepersonen besuchen Fortbildungen zur Sprachbildung

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern unterstützt auch weiterhin die Fortbildung von Kita-Fachkräften und Kindertagespflegepersonen. Im Jahr 2026 investiert das Land dafür rund 62.000 Euro. Schwerpunkt der Fortbildungen wird auch zukünftig die Sprachbildung in der Kindertagesförderung sein. Durchgeführt werden die Fortbildungen von der Weiterbildungseinrichtung „Schabernack – Zentrum für Praxis und Theorie der Jugendhilfe e. V.“.

„Die Lütten in ihrer Sprachentwicklung gut zu begleiten, ist enorm wichtig. Sprache ist der Schlüssel zur Welt, zu Bildung, zu Teilhabe und zu mehr Chancengerechtigkeit. Daher danke ich allen pädagogischen Fachkräften und Kindertagespflegepersonen, die sich in Schulungen fortbilden, um die Kleinsten noch besser fördern zu können“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Im vergangenen und laufenden Jahr haben sich insgesamt 200 Kita-Fachkräfte sowie Kindertagespflegepersonen im Bereich der Sprachbildung fortgebildet. Fast 40 Eltern haben sich seit 2025 für das E-learning „Elternräte“ angemeldet. In Zukunft sollen die Fortbildungen zur Sprachbildung nicht nur vor Ort in Güstrow, sondern auch digital angeboten werden. „Damit möchten wir in unserem Flächenländ noch mehr Fachkräfte erreichen und ihnen die Möglichkeit geben, sich fortzubilden“, sagte Oldenburg.

Zu den Weiterbildungsmöglichkeiten gehören unter anderem die Veranstaltungen „Etappen im Spracherwerb – Spannende Herausforderungen und Möglichkeiten im Kindergaltenalter“ oder auch „Frag mich! Erzählen, Plaudern, Fantasieren… –  Die Welt der Sprache spielerisch entdecken“.

Fördermittel für 48 Stauanlagen und 300.000 Euro für Bibermanagement

Malchin – Im Rahmen seiner Sommertour besucht Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, heute den Wasser- und Bodenverband Obere Peene in Malchin. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in den Wasserrückhalt der Landschaft, den Moorklimaschutz sowie die enge Zusammenarbeit des Landes mit den Wasser- und Bodenverbänden als zentrale Partner einer zukunftsfähigen Wasserbewirtschaftung.

Bei einem Vor-Ort-Termin an einer sanierungsbedürftigen Stauanlage in Zettemin sowie beim anschließenden Jahresgespräch mit dem Landesverband der Wasser- und Bodenverbände übergibt Minister Backhaus Förderunterlagen für zwei wichtige Landesprogramme.

„Wasser ist unsere wichtigste Zukunftsressource. Jeder Liter, den wir heute in der Landschaft halten, stärkt den Moorklimaschutz, hilft der Landwirtschaft, schützt unsere Gewässer und macht Mecklenburg-Vorpommern widerstandsfähiger gegen Dürre und Starkregen. Deshalb investieren wir gezielt in eine moderne Wasserinfrastruktur und unterstützen die Wasser- und Bodenverbände als starke Partner bei dieser Aufgabe“, sagte Backhaus.

48 Stauanlagen schaffen Voraussetzungen für mehr Wasserrückhalt

Mit den heute übergebenen Verträgen können zehn Wasser- und Bodenverbände die bewilligten Landesmittel für die Sanierung und den Neubau von insgesamt 48 Stauanlagen abrufen und mit der Umsetzung ihrer Projekte beginnen. Dafür stehen in der ersten Förderrunde rund 1,39 Millionen Euro aus dem Sondervermögen für Klimaschutz und Landwirtschaft zur Verfügung. Insgesamt umfasst das Landesprogramm ein Fördervolumen von zwei Millionen Euro.

Die Förderung umfasst die Grundsanierung bestehender Stauanlagen, Ersatzneubauten sowie die Errichtung neuer Anlagen einschließlich notwendiger Planungsleistungen, Genehmigungen und Wasserstandsmessstellen. Ziel ist es, insbesondere auf kohlenstoffreichen Moorstandorten die Voraussetzungen für höhere Wasserstände zu schaffen und damit Wasser länger in der Landschaft zu halten. Nach derzeitigen Schätzungen können dadurch auf rund 1.350 Hektar Moorfläche die Voraussetzungen für eine Wiedervernässung geschaffen werden.

„Dass bereits in der ersten Förderrunde fast zwei Drittel der verfügbaren Mittel gebunden sind, zeigt den enormen Handlungsbedarf. Gleichzeitig beweist die hohe Nachfrage, dass unsere Wasser- und Bodenverbände bereit sind, Verantwortung für Klimaanpassung, Moorschutz und Wassermanagement zu übernehmen. Dieses Engagement unterstützen wir mit Nachdruck“, so Backhaus.

Besonders erfreulich sei, dass sich die Befürchtung nicht bestätigt habe, die Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie stünden einer Förderung grundsätzlich entgegen. Die große Mehrheit der eingereichten Projekte konnte positiv bewertet werden. Dies zeige, dass Wasserwirtschaft, Moorschutz und Naturschutz gemeinsam gedacht und erfolgreich umgesetzt werden können.

Land setzt Unterstützung beim Bibermanagement fort

Im zweiten Teil der Veranstaltung übergibt Minister Backhaus einen Förderbescheid über 300.000 Euro für das Jahr 2026. Mit den Mitteln unterstützt das Land die Wasser- und Bodenverbände bei den zusätzlichen Kosten, die durch den Biber bei der Gewässerunterhaltung entstehen. Die Förderung wurde trotz der angespannten Haushaltslage auch für den Doppelhaushalt 2026/2027 gesichert.

„Der Biber gehört zu unserer heimischen Tierwelt und ist ein Erfolg des Artenschutzes. Gleichzeitig verursacht er erhebliche Mehraufwendungen bei der Unterhaltung unserer Gewässer. Mit der Förderung sorgen wir dafür, dass Artenschutz und eine funktionierende Gewässerunterhaltung kein Widerspruch sind, sondern miteinander in Einklang gebracht werden können“, erklärte der Minister.

Zugleich kündigt Backhaus an, die angekündigte Novellierung der Biberverordnung noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg zu bringen. Dabei sollen zahlreiche Anregungen der Wasser- und Bodenverbände aufgegriffen werden, um Verfahren weiter zu vereinfachen und die praktische Arbeit vor Ort zu erleichtern.

Wasser- und Bodenverbände sind unverzichtbare Partner

Beim anschließenden Jahresgespräch stehen unter anderem die Umsetzung des neuen Landeswasserrechts, der Moorklimaschutz, die Ausbildung von Fachkräften, Fragen der Gewässerunterhaltung sowie aktuelle Förderprogramme im Mittelpunkt. Das Land setzt dabei weiterhin auf die enge Zusammenarbeit mit den 27 Wasser- und Bodenverbänden in Mecklenburg-Vorpommern, die eine Schlüsselrolle bei der Unterhaltung von Gewässern, dem Hochwasserschutz, dem Wasserrückhalt und der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen einnehmen.

Zum Abschluss betonte Backhaus: „Die Wasser- und Bodenverbände leisten heute weit mehr als klassische Gewässerunterhaltung. Sie gestalten aktiv den natürlichen Klimaschutz, sichern den Wasserrückhalt in der Fläche und tragen dazu bei, unsere Kulturlandschaften widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Wer über Klimaanpassung spricht, muss deshalb auch in eine leistungsfähige Wasserwirtschaft investieren. Mecklenburg-Vorpommern geht diesen Weg konsequent weiter.“

Mecklenburg-Vorpommern bundesweit Spitze bei Kassen-Nachschauen

Schwerin – Jahr 2025 haben die Finanzämter in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 796 Kassen-Nachschauen durchgeführt. Bezogen auf den Gesamtbetriebsbestand entspricht dies einer Nachschauquote von 0,65 Prozent. Damit lag Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich an der Spitze.

Auch im laufenden Jahr setzt die Steuerverwaltung ihren konsequenten Kurs fort. Für 2026 wurde ein Orientierungswert von 831 Kassen-Nachschauen festgelegt. Dies entspricht einer Nachschauquote von 0,68 Prozent bezogen auf den Gesamtbetriebsbestand des Landes.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue erklärt dazu: „Unsere Steuerverwaltung arbeitet engagiert und erfolgreich für mehr Steuergerechtigkeit. Dass Mecklenburg-Vorpommern bei den Kassen-Nachschauen bundesweit an der Spitze steht, zeigt: Wir nutzen dieses Instrument konsequent. Ehrliche Unternehmen dürfen nicht benachteiligt werden, weil sich einzelne durch Steuerbetrug Wettbewerbsvorteile verschaffen wollen.“

Kassen-Nachschauen sind ein wirksames Instrument zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung, insbesondere in bargeldintensiven Branchen. Sie ermöglichen es der Finanzverwaltung, die Ordnungsmäßigkeit von Kassenaufzeichnungen unangekündigt zu überprüfen und Manipulationen frühzeitig aufzudecken.

Der Minister begrüßt zugleich den von der Bundesregierung vorgelegten Aktionsplan zur Bekämpfung von Steuer- und Finanzkriminalität. Dieser sieht unter anderem eine bundesweite Registrierkassenpflicht sowie weitere Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuerbetrug und zur Stärkung der Steuerfahndung vor. Zugleich setzt der Aktionsplan auf eine Vereinfachung des Steuerrechts durch mehr Typisierung und Pauschalierung.

„Der Aktionsplan der Bundesregierung zur Bekämpfung von Steuer- und Finanzkriminalität setzt ein wichtiges Signal: Härte gegenüber Steuerkriminalität und Entlastung für die Ehrlichen gehören zusammen. nders wichtig finde ich den geplanten Schritt zu mehr Typisierung und Pauschalierung. Ein einfacheres Steuerrecht schafft Akzeptanz, spart Zeit und stärkt das Vertrauen in unseren Staat“, sagt Minister Dr. Geue.

Mecklenburg-Vorpommern beschließt Beitritt zum Zweckverband eGo-MV

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird Mitglied im kommunalen Zweckverband eGo-MV und setzt damit ein klares Zeichen für eine engere und verbindlichere Zusammenarbeit von Land und Kommunen bei der Digitalisierung der Verwaltung. Der geplante Beitritt unterstreicht den gemeinsamen Anspruch, die Digitalisierung künftig noch stärker als Gemeinschaftsaufgabe zu gestalten.

„Ich will keine einsamen digitalen Leuchttürme. Mir sind gemeinsame digitale Lösungen wichtig, mit denen wir Standards schaffen, in der Verwaltung schneller werden und einen digitalen Technologiepfad zu mehr Unabhängigkeit beschreiten. Mit dem Beitritt zum kommunalen Zweckverband eGo-MV schaffen wir auf Augenhöhe eine noch engere Verbindung zwischen Landes- und Kommunalverwaltung. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer schnelleren, bürgernäheren und wirtschaftsfreundlichen Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern,“ sagt Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue.

Von der Mitgliedschaft werden sowohl das Land als auch die Kommunen profitieren. Sie stärkt die gemeinsame Steuerung einer souveränen und sicheren informationstechnischen Infrastruktur, erleichtert die Entwicklung belastbarer und effizienter Verwaltungsprozesse und schafft bessere Voraussetzungen, um auf neue Anforderungen flexibel reagieren zu können. Gleichzeitig unterstützt sie eine konsequente Ausrichtung öffentlicher Dienstleistungen an den Bedürfnissen von Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft.

„Der Zweckverband eGo‑MV ist seit 2006 die gemeinsame Instanz und zentraler Ansprechpartner mittlerweile fast aller Kommunalverwaltungen in Mecklenburg-Vorpommern und verfolgt den klaren Auftrag, die Kommunen mit praxistauglichen Lösungen zu unterstützen und zentrale Infrastrukturen verlässlich bereitzustellen. Dass das Land nun seine Beitrittserklärung übergeben hat, ist für uns ein wichtiges Signal: Die Zusammenarbeit wird verbindlicher, Entscheidungswege werden kürzer und wir können Aufgaben, die Land und Kommunen gleichermaßen betreffen, künftig noch besser gemeinsam organisieren. Für uns als Verband ist das ein konsequenter Schritt, der die kommunale Perspektive stärkt und die Digitalisierung im Land insgesamt stabiler und planbarer macht“, erläutert Verbandsvorsteher Christian Schulenburg.

Mit dem Beitritt können die Leistungsangebote des eGo-MV von allen Landesbehörden direkt in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus werden gemeinsame Umsetzungsprojekte, beispielsweise im Bereich der Registermodernisierung, deutlich erleichtert.