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Wal im Kirchsee wird rund um die Uhr betreut

Insel Poel – Der vor der Insel Poel gestrandete Wal hat seine Liegeposition nicht verändert. Er werde durch die Wasserschutzpolizei und die Walwache an Land rund um die Uhr bewacht, erklärt Umweltminister Dr. Till Backhaus.

„Wir werden das Tier weiter begleiten – bis zum Schluss. Um ihm seine Situation angenehmer zu machen, wurde heute damit begonnen, den Rücken des Wals, der aus dem Wasser ragt, zu benetzen. Ich bin der Berufsfeuerwehr dankbar, dass sie diese Aufgabe übernimmt. Der Vorgang soll alle zwei bis drei Stunden wiederholt werden. Diese Maßnahme ist selbstverständlich mit Veterinären abgestimmt.

Ein Vermessungsboot hat bereits gestern behutsam das Terrain um den Wal sondiert, um damit die spätere Bergung des Tieres vorzubereiten. Auch eine Unterwasserdrohne ist gestern zum Einsatz gekommen. Damit haben wir nun erstmals Bilder von dem Tier, die seine Liegeposition und den Hautzustand darstellen. Die Aufnahmen werden nun tiermedizinisch ausgewertet.

Die Bergung des Walkörpers wird eine technische Herausforderung, da die Wassertiefe in der Bucht zwischen 90 und 110 cm sehr gering ist. Bedauerlicher Weise nehmen seit dem Zeitpunkt, als klar wurde, dass das Tier nicht zu retten sein wird, die Anfeindungen gegen Beteiligte an der Hilfsmaßnehme zu – bis hin zu Morddrohungen. Natürlich verstehe ich, dass die Situation für die Menschen sehr emotional ist.

Das Spektrum reicht von Trauer, Hilflosigkeit bis hin zu Wut. Auch ich bin traurig, dass wir dem majestätischen Tier nicht helfen können. Aber ich akzeptiere es nicht, dass Mitarbeitende auch im Privaten bedroht werden. Wenn strafrechtlich Relevante Aussagen getätigt werden, ob in sozialen Medien, per Zettel im Briefkasten oder per Email: Solches Verhalten werden wir zur Anzeige bringen.

Ich bin aber zuversichtlich, dass sich die Lage nun beruhigen wird, da auch der vielzitierte Robert Marc Lehman gestern seiner Community und auch mir gegenüber eingeräumt hat, dass es sinnlos wäre, zu versuchen, noch mögliche Reste eines Fischernetzes aus dem Maul des Wals zu entfernen. Solche Aktionen würden dem sterbenden Tier nur unnötig weiteres Leid bescheren. Wir müssen das Tier in Würde gehen lassen. So schwer uns das auch fällt – gerade an Tagen wie diesen.“

Backhaus warnt vor Gefahr an Steilküsten – Vorsicht an Ostern

Schwerin – Nach einem aktuellen Rettungseinsatz an der Kreideküste im Nationalpark Jasmund appelliert Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus eindringlich an Einheimische und Gäste, die Gefahren an Steilküsten ernst zu nehmen – insbesondere mit Blick auf die bevorstehenden Osterfeiertage.

Am vergangenen Wochenende waren zwei Personen im Bereich eines kürzlich erfolgten Kreideabbruchs am Lenzer Bach in Kreideschlamm eingesunken und konnten sich nur mit Mühe befreien. Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren im Einsatz. Die Betroffenen wurden mit Anzeichen von Unterkühlung und Verletzungen versorgt.

„Gerade jetzt, wo viele Menschen die freien Tage für Ausflüge in die Natur nutzen, bitte ich eindringlich um Vorsicht. Die Steilküsten sind faszinierend, aber sie bergen erhebliche Gefahren – insbesondere nach Abbrüchen“, sagte Backhaus.

Nach Abbrüchen wird das Kreidematerial durch das Meer aufgeweicht und bildet tückischen Kreideschlamm. Dieser kann dazu führen, dass Menschen einsinken und sich aus eigener Kraft kaum befreien können. Zudem droht schnell eine Unterkühlung.

Hinzu kommt die ständige Gefahr weiterer Abbrüche. Ein Aufenthalt unterhalb der Kreidefelsen ist lebensgefährlich. „Diese Bereiche sind keine Abenteuerspielplätze. Wer sich dort aufhält oder versucht, Abbruchkanten zu erklimmen, bringt sich und andere in große Gefahr“, so Backhaus.

Trotz klarer Gefahrenlage kommt es immer wieder vor, dass Menschen gesperrte oder gefährdete Bereiche betreten – etwa um Fossilien zu sammeln oder die Abbruchstellen aus nächster Nähe zu erleben.

„Ich habe großes Verständnis für die Faszination unserer Natur. Aber diese Neugier darf nicht dazu führen, dass Menschen ihr Leben riskieren oder Rettungskräfte in gefährliche Einsätze bringen“, betonte Backhaus.

Rettungseinsätze an schwer zugänglichen Küstenabschnitten sind oft aufwendig und gefährlich. Jede vermeidbare Situation stellt auch für die Einsatzkräfte ein Risiko dar. „Unsere Einsatzkräfte leisten Großartiges. Umso wichtiger ist es, dass wir alle dazu beitragen, solche Einsätze gar nicht erst notwendig werden zu lassen“, so Backhaus.

Das Ministerium rät allen Besucherinnen und Besuchern:

  • Absperrungen und Warnhinweise unbedingt beachten
  • Abstand zu Steilküsten und Abbruchkanten halten
  • Uferbereiche unterhalb von Kreidefelsen meiden
  • keine riskanten Annäherungen für Fotos oder Funde

„Natur erleben heißt auch, ihre Kräfte zu respektieren. Wer sich umsichtig verhält, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere“, sagte Backhaus.

Natur erleben in den Osterferien: Viele Angebote in allen Regionen

Schwerin – Ob geführte Wanderungen, Radtouren, Familienangebote oder regionale Märkte – die Nationalen Naturlandschaften in Mecklenburg-Vorpommern bieten auch in den Osterferien zahlreiche Möglichkeiten, Natur hautnah zu erleben.

„Unsere Nationalen Naturlandschaften sind Orte, an denen Natur nicht nur geschützt, sondern auch erlebbar wird. Gerade in den Osterferien laden viele Angebote dazu ein, die einzigartige Landschaft unseres Landes bewusst wahrzunehmen“, sagt Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Von den Seenlandschaften im Binnenland bis zu den Küstenregionen an Ostsee und Bodden reicht das Spektrum der Veranstaltungen. Viele Angebote werden von zertifizierten Natur- und Landschaftsführerinnen und -führern begleitet und vermitteln fundiertes Wissen ebenso wie besondere Naturerlebnisse.

Vielfältige Angebote in allen Regionen

Im Naturpark Sternberger Seenland lädt am 4. April 2026 (10–13 Uhr) eine geführte Wanderung unter dem Titel „Berge im Flachland“ zu einer Entdeckungstour in die Kritzkower Berge ein.

Im Nationalpark Müritz stehen rund um Ostern besondere Führungen im Mittelpunkt:

  • 4. April 2026 (10–13 Uhr): Sonderführung „Von der Wüste zur Wildnis“
  • 5. April 2026 (10–13 Uhr): Adlertour
  • 3. April und 5. April 2026 (jeweils 10–13 Uhr): Adlersafari (Radtour)
  • April–Mai (mehrere Termine): Wanderung „Auf den Spuren des Bibers“
  • April–Oktober (dienstags): Führungen im UNESCO-Welterbe „Alte Buchenwälder“

Auch der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft bietet ein abwechslungsreiches Programm:

  • 1. April und 8. April 2026 (11 Uhr): Familienführung „Natur auf der Spur“
  • 2. April und 9. April 2026 (11 Uhr): Wanderung „Dünensand und Meeresglitzern“
  • 7. April 2026 (11 Uhr): Nationalpark-Führung Barhöft

Im Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe:

  • 5. April 2026 (10–16 Uhr): Biosphäre-Schaalsee-Markt
  • 6. April 2026 (10–13 Uhr): Frühlingswanderung mit Ranger durch den Testorfer Wald

Für Familien besonders attraktiv sind die Angebote im Biosphärenreservat Südost-Rügen:

  • 1. April und 8. April 2026 (10:30 Uhr): Rangerführung Wald und Strand (Binz)
  • 3. April und 10. April 2026 (10 Uhr): Küstenwald entdecken (Baabe)
  • 6. April 2026 (10 Uhr): Kinderwanderung in der Granitz (Sellin)
  • 7. April 2026 (10 Uhr): Wanderung zum Nordperd (Göhren)
  • 2. April 2026 (10 Uhr): Kulinarische Wanderung im Goor-Wald (Putbus/Lauterbach)

Viele der Veranstaltungen greifen das Jahresthema „NaturBelebt“ auf und zeigen eindrucksvoll, wie sich Landschaften entwickeln, wenn man ihnen Raum gibt. „Gerade diese direkten Naturerlebnisse schaffen Verständnis und Wertschätzung. Sie zeigen, warum es sich lohnt, unsere einzigartigen Landschaften zu schützen“, so Backhaus.

!! Hinweise für Besucherinnen und Besucher !!

Da es kurzfristig zu Änderungen kommen kann, empfiehlt das Ministerium, sich vorab auf der zentralen Plattform natur-mv.de über aktuelle Termine und Details zu informieren.

Für alle Veranstaltungen gilt:

  • wetterangepasste Kleidung
  • festes Schuhwerk
  • ausreichend Proviant

Diese sorgen für ein sicheres und angenehmes Naturerlebnis.

Die Osterferien bieten ideale Voraussetzungen, Mecklenburg-Vorpommerns Natur neu zu entdecken – aktiv, informativ und für die ganze Familie. „Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Gäste herzlich ein, diese Angebote zu nutzen und die Vielfalt unserer Natur bewusst zu erleben“, so Backhaus.

Absenkung der Benzinpreise

Schwesig fordert entschiedene Maßnahmen zur Absenkung der Benzinpreise

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat ihre Forderung nach weitergehenden Maßnahmen zur Absenkung der Benzinpreise bekräftigt.

„Wir brauchen eine Absenkung der Benzinpreise. Die Regelung, dass Tankstellen künftig nur noch einmal am Tag die Benzinpreise anheben können, wirkt erwartungsgemäß nicht. Im Gegenteil: Die Preise sind nochmals erhöht worden. Es müssen Schritte unternommen werden, um die Benzinpreise wirksam zu begrenzen.

Der Bundeskanzler muss jetzt handeln. Die Steuern auf den Sprit müssen sofort gesenkt werden. Und dies muss durch eine Übergewinnsteuer kompensiert werden, damit es nicht an anderer Stelle zu Kürzungen kommt. Die hohen Benzinpreise belasten die Bürgerinnen und Bürger und auch die Wirtschaft. Es muss jetzt endlich entschlossen gehandelt werden.“

Bahn zurück nach Lubmin: Start in den Sommerferien

Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird in den diesjährigen Sommerferien die Bahnstrecke zwischen Greifswald und dem Seebad Lubmin wieder für den Personenverkehr nutzen.

Lubmin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird in den diesjährigen Sommerferien die Bahnstrecke zwischen Greifswald und dem Seebad Lubmin wieder für den Personenverkehr nutzen. An Wochenenden sollen mehrere Züge verkehren und damit erstmals seit längerer Zeit wieder eine direkte Verbindung auf der Strecke angeboten werden.

„Wir bringen die Bahn zurück nach Lubmin. Gerade an Sommerwochenenden ist die Nachfrage hoch – mit der Verbindung schaffen wir eine einfache und direkte Anreise an die Küste“, erklärte Staatssekretärin Ines Jesse vom Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit.

Die Reaktivierung der Strecke an den Wochenenden ist Teil der Mobilitätsoffensive des Landes. Ziel ist es, das regionale Bahnangebot weiterzuentwickeln und vorhandene Infrastruktur stärker zu nutzen.

„Perspektivisch wollen wir gemeinsam mit den Kommunen eine Lösung entwickeln, die das Angebot in den Sommermonaten dauerhaft ermöglicht und von allen Beteiligten getragen wird“, so Staatssekretärin Jesse.

„Die Reaktivierung der Strecke ist eine große Chance für die Region. Sie stärkt die touristische Entwicklung und verbessert gleichzeitig die Erreichbarkeit für die Menschen vor Ort“, sagte Landrat Michael Sack.

„Viele Menschen in Greifswald fahren regelmäßig nach Lubmin. Eine direkte Bahnverbindung kann den Verkehr an stark frequentierten Tagen spürbar entlasten und ist ein echter Gewinn für unsere Stadt“, betonte Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder.

„Für das Seebad Lubmin ist es eine sehr gute Nachricht sowohl für unsere Gäste als auch unsere Einwohner. Es erweitert unser touristisches Angebot und wir hoffen, dass es langfristig ist.“, erklärte der erste stellvertretende Bürgermeister Frank Tornow.

„Die vorhandene Infrastruktur bietet eine gute Grundlage, um die Strecke wieder für den Personenverkehr zu nutzen. Wir unterstützen die Umsetzung im Rahmen unserer Möglichkeiten“, sagte Markus Lindner, kaufmännischer Geschäftsführer der EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH.

Geplant sind mehrere Fahrten pro Tag an Sonnabenden und Sonntagen während der Schulferien in Mecklenburg-Vorpommern.

„Wir arbeiten derzeit intensiv mit allen Beteiligten daran, die Verbindung für die Sommerferien auf die Strecke zu bringen. Dazu stimmen wir uns eng mit den Eisenbahnunternehmen ab, um ein verlässliches und attraktives Angebot zu ermöglichen. Über Fahrplan, Starttermin und Ticketpreise informieren wir, sobald die Planungen abgeschlossen sind“, sagte Carsten Werfel, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH.

Der Personenverkehr auf der Strecke nach Lubmin wurde 1999 eingestellt. Zuletzt fanden anlässlich des MV-Tages im vergangenen Jahr Sonderfahrten statt. Die Strecke ist rund 25 Kilometer lang und verbindet unter anderem den Greifswalder Hauptbahnhof, Greifswald Süd und das Seebad Lubmin. Die Fahrzeit beträgt etwa 30 Minuten. Die Strecke wurde 1969 im Zusammenhang mit dem Bau des Kernkraftwerks Lubmin errichtet.

Zukünftige Lehrkräfte kommen an die Schulen

Dienstantritt für 73 neue Referendarinnen und Referendare und Zeugnisausgabe

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern treten 73 Referendarinnen und Referendare offiziell ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen an. Damit absolvieren derzeit insgesamt 654 angehende Lehrkräfte ihr Referendariat an den Schulen. „Für die praktische Ausbildung wünsche ich allen Nachwuchslehrkräften viel Erfolg und gutes Gelingen“, so Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die neuen Referendarinnen und Referendare verteilen sich auf folgende Lehrämter:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 8
  • Lehramt an Grundschulen: 15
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 13
  • Lehramt an Gymnasien: 32
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 5

 Unter den zugelassenen Referendarinnen und Referendaren sind 16 zukünftige Lehrkräfte, die ihr Erstes Staatsexamen in einem anderen Bundesland absolviert haben und für das Referendariat nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen sind. Sie kommen aus Berlin, Hamburg, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Referendarinnen und Referendare haben Zeugnisse erhalten 

In dieser Woche haben 95 Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen offiziell beendet und ihre Zeugnisse über das Zweite Staatsexamen erhalten. „84 Referendarinnen und Referendare werden unbefristet in den Schuldienst des Landes übernommen. Das sind 88,4 Prozent der Absolventinnen und Absolventen. 58 Referendarinnen und Referendare arbeiten weiterhin an ihren Ausbildungsschulen“, so die Ministerin. „Ich freue mich, dass sich so viele Lehrkräfte für eine Schule in unserem Bundesland entschieden haben und wünsche allen viel Freunde bei der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern.“

Unter bestimmten Voraussetzungen können die Schulen die von ihnen ausgebildeten Lehrkräfte nach dem Vorbereitungsdienst ohne gesondertes Ausschreibungsverfahren übernehmen. „Die Übernahmemöglichkeit bietet den Lehrkräften Planungssicherheit und eine Zukunftsperspektive“, so Oldenburg weiter.

Die Absolventinnen und Absolventen dieses Jahrgangs verteilen sich auf die Lehrämter wie folgt:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 8
  • Lehramt an Grundschulen: 9
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 18
  • Lehramt an Gymnasien: 53
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 7

 Mecklenburg-Vorpommern stellt jährlich an vier Terminen Referendarinnen und Referendare ein. Die aktuelle Ausschreibung läuft bis 13. April 2026 für das Referendariat mit Beginn am 1. August 2026.

Über das Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de können sich Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen auf eine Stelle für ein Referendariat an ihrer Wunschschule in Mecklenburg-Vorpommern bewerben.

Finanzierung von Krankenfahrten

Drese ruft Krankenkassen und Taxi-Verband zu weiteren Verhandlungen auf

Schwerin – Gesundheitsministerin Stefanie Drese ruft die Landesverbände der Kranken- und Ersatzkassen und den Landesverband für das Taxi- und Mietwagengewerbe dazu auf, die Vergütungsverhandlungen zur Finanzierung von Krankenfahrten wieder aufzunehmen.

„Viele Menschen bei uns im Land, darunter chronisch Kranke und stark Bewegungseingeschränkte, sind auf verlässliche Krankentransporte zur Arztpraxis oder das Krankenhaus angewiesen. Sie dürfen nicht die Leidtragenden des sich nunmehr über mehrere Monate hinziehenden Streits sein“, sagte Drese am Mittwoch.

„Ich appelliere deshalb an die Kompromissbereitschaft und das Verantwortungsbewusstsein beider Seiten“, so Drese.

Der Taxi- und Mietwagenverband hat nach Ansicht von Drese heute in Schwerin eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig ihnen eine faire und angepasste Vergütung ist. Gleichzeitig vernehme ich von den Krankenkassen in unserem Land die Bereitschaft, trotz ihrer schwierigen finanziellen Situation, das bisherige Angebot nachzubessern.

„Ich glaube, wenn das Verständnis für die jeweils andere Position da ist, ergibt sich eine gute Ausgangsposition, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren und doch noch zu einer Lösung im Konflikt zu kommen. Was in Brandenburg gelungen ist, sollte doch auch in MV zu schaffen sein“, betonte Drese.

Die Ministerin verdeutlichte, dass die Politik bei den konkreten Vergütungsverhandlungen zwischen Kassen und Taxi-Verband wenig Einflussmöglichkeiten hat. „Ich sage aber gleichzeitig ganz deutlich, die Politik ist jetzt gefordert, so schnell wie möglich die Ausgabendynamik in der Gesetzlichen Krankenversicherung zu stoppen und Maßnahmen zur Stabilisierung der Beiträge und Sicherung des hohen Qualitäts- und Leistungsniveaus zu treffen. Mit den am Montag vorgestellten Maßnahmenvorschlägen der Finanzkommission Gesundheit ist hierfür ein erster wichtiger Schritt gemacht.“

„Carfriday“ 2026: Polizei kündigt landesweite Kontrollaktion an

Null Toleranz bei illegalen Rennen und Fahrzeugmanipulationen

Schwerin – Anlässlich des bevorstehenden Karfreitags, der sich in der Tuning- und Autoszene als sogenannter „Carfriday“ etabliert hat, kündigt Innenminister Christian Pegel landesweite Schwerpunktkontrollen an. Im Fokus stehen illegale Kraftfahrzeugrennen, technische Manipulationen an Fahrzeugen sowie das sogenannte „Posing“ auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen.

Innenminister Christian Pegel: „Illegale Rennen sind kein Spaß, sondern eine ernste Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer. Wer glaubt, öffentliche Straßen als Rennstrecke nutzen oder mit illegalen Umbauten ungestraft Aufsehen erregen zu können, irrt sich gewaltig. Wir werden konsequent kontrollieren und Verstöße ohne Ausnahme ahnden. Unsere Botschaft ist klar: Null Toleranz zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer.“

Die Erfahrungen zeigen, dass es an diesem Tag vermehrt zu gefährlichen Fahrmanövern, unzulässigen Fahrzeugveränderungen und riskantem Fahrverhalten kommt. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer hat dabei höchste Priorität. Die Entwicklung der Strafanzeigen in Mecklenburg-Vorpommern zeigt über die Jahre einen deutlichen Anstieg. Allein im letzten Jahr wurden 206 Straftaten in diesem Zusammenhang registriert. Davon waren 27 Verkehrsunfälle. Insgesamt kamen dabei 18 Personen zu Schaden.

Innenminister Christian Pegel appelliert: „Genießen Sie den Frühling auf legale Weise. Tuning und Autobegeisterung sind kein Problem, solange sie im Rahmen der Verkehrsvorschriften stattfinden.“

Seit 2017 gelten verbotene Kraftfahrzeugrennen nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat. Das gilt auch für Einzelpersonen, die fahren, als wären sie in einem Rennen. Der aktuell gültige bundeseinheitliche Tatbestandskatalog eröffnet zudem weitreichende Sanktionsmöglichkeiten. So drohen etwa auch bei Belästigung durch unnützes Hin- und Herfahren, bei vermeidbaren Lärm- und Abgasbelästigungen oder in Fällen, in denen sich durch Tuning die Abgas- und Geräuschwerte verschlechtern und dadurch die Betriebserlaubnis erlischt, Bußgelder.