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Tag: 16. April 2026

Wiedereröffnung des DB-Reisezentrums Stralsund

Ines Jesse: „Wir sichern den Fortbestand von Reisezentren in unserem Land.“

Stralsund – Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute in Stralsund Hbf das DB-Reisezentrum wiedereröffnet. Nach einer grundlegenden Sanierung des Bahnhofsgebäudes hat die Deutsche Bahn das Reisezentrum umfassend modernisiert.

„Im Rahmen unserer Mobilitätsoffensive stellen wir als Land Mecklenburg-Vorpommern den Fortbestand des Reisezentrums in Stralsund und in vielen weiteren Städten in Mecklenburg-Vorpommern sicher. Dies finanzieren wir mit etwa 700.000 Euro pro Jahr“, so Staatssekretärin Jesse.

Die folgenden sieben Reisezentren bleiben erhalten: Schwerin Hbf, Rostock Hbf, Neubrandenburg Hbf, Bf. Greifswald, Stralsund Hbf, Bf. Wismar und Bf. Bergen auf Rügen. Für das Reisezentrum in Güstrow wird ab 2027 ein neues Konzept im Rahmen einer ganzheitlichen Mobilitätsagentur angestrebt. Im Rahmen der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum sowie in den größeren Städten setzt das Land damit weiter auf eine qualitativ hochwertige Reiseberatung – direkt vor Ort sowie in Stralsund Hbf unterstützt durch digitalen, personenbedienten Service mit Hilfe eines neuen Fahrkartenautomaten mit Videofunktion.

„Mit dem modernen Videoautomaten schaffen wir in Stralsund zudem ein neues Serviceangebot, das eine zusätzliche Möglichkeit für persönliche Beratungen schafft. Der Stralsunder Hauptbahnhof wird damit Pilotstandort für diese Technologie, die in Mecklenburg-Vorpommern erstmals zum Einsatz kommt. Daneben verbleibt die persönliche Beratung der Fahrgäste im Reisezentrum“, so Staatssekretärin Ines Jesse.

M-V setzt Förderung für „Niederdeutsch-Kitas“ fort

Oldenburg: Kinder früh ans Plattdeutsche heranführen

Schwerin – Kleine Kinder für Niederdeutsch begeistern: Auch in diesem und im kommenden Jahr können Kindertageseinrichtungen sowie Kindertagespflegepersonen eine Pauschale von jeweils 1.500 Euro beantragen. Mit den Mitteln sollen Projekte rund um die Regionalsprache umgesetzt werden. Das Land stellt dafür seit 2025 jährlich 15.000 Euro im Rahmen des Modellprojektes „Niederdeutsch-Kitas“ zur Verfügung.

 „Die niederdeutsche Sprache ist ein wichtiger Teil unserer Heimat. Damit dieser Schatz auch künftig erhalten bleibt, sollen unsere Lütten früh und spielerisch an das Plattdeutsche herangeführt werden. Ich danke allen pädagogischen Fachkräften, die sich in den Niederdeutsch-Kitas für die Kleinsten engagieren“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

 Im vergangenen Jahr waren unter anderem die Kita „Apfelstübchen“ in Baumgarten und die Kinderville „Schatzkiste“ in Stralsund Teil des Modellprojektes. Dort besuchten die Erzieherinnen und Erzieher gemeinsam mit den Kindern das Heimatmuseum in Bützow und unternahmen einen Ausflug in den Stralsunder Zoo, um niederdeutsche Begriffe für Tiere und Pflanzen kennenzulernen.

 Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen erhalten die Antragsunterlagen beim Landesamt für Gesundheit und Soziales.

1. Fachtag Wohnraumanpassung

Drese auf Fachtag Wohnraumanpassung: Gute Wohnberatung ist von hoher Wichtigkeit für ein selbstbestimmtes Leben im Alter

Parchim – In Parchim findet heute im Beisein von Sozialministerin Stefanie Drese der 1. Fachtag Wohnraumanpassung „Zukunft Zuhause“ statt. Die Veranstaltung wird von der Landesfachstelle für Wohn- und Digitalisierungsberatung MV organisiert und bringt Expertinnen und Experten aus Beratung, Pflege, Medizin und Kommunen zusammen.

„Die seit 2024 bestehende Landesfachstelle soll insbesondere älteren Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen sowie Personen mit pflegerischem Bedarf im Alltag unterstützen und so ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen“, verdeutlichte Drese zum Start des Fachtags. Ziel sei der Aufbau einer landesweit leicht zugänglichen, qualitativ hochwertigen und zukunftsfähigen Beratungsstruktur im Bereich barrierefreies Bauen und Wohnen, so die Ministerin.

Im Mittelpunkt stehe die Wohnberatung als zentrale Anlaufstelle. Sie analysiert den individuellen Hilfebedarf, berät zu Möglichkeiten der Wohnraumanpassung und Finanzierung, unterstützt bei der Antragstellung und vermittelt passende Kontakte. „Die Wohnberatung ist der Schlüssel, um Menschen konkret und passgenau zu unterstützen“, sagte Drese.

Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der Vermittlung von Informationen zu technischen und digitalen Hilfsmitteln. Diese leisten nach Aussage von Drese einen entscheidenden Beitrag dazu, dass Menschen möglichst lange in ihrer eigenen Häuslichkeit verbleiben können. Digitale Lösungen seien dabei ein zentraler Bestandteil der Angebote und unterstützen den Grundsatz „ambulant vor stationär“.

Die Landesfachstelle setzt bewusst auf die enge Verzahnung von Praxis, Wissenschaft und Forschung. Durch die Anbindung an das Altersmedizinische Zentrum des Kreiskrankenhauses Wolgast sowie an die Abteilung für Geriatrie der Universitätsmedizin Greifswald steht ein multiprofessionelles Team mit hoher wissenschaftlicher Expertise zur Verfügung.

„Gerade im Hinblick auf die Gesundheit im Alter spielt die Verbindung von Forschung und praktischer Beratung eine entscheidende Rolle“, betonte Drese. Erste wissenschaftliche Erkenntnisse werden mit Spannung erwartet.

Zugleich unterstrich die Ministerin die Bedeutung von Netzwerken: „Nur durch eine enge Zusammenarbeit aller Akteure – von Pflege über Medizin bis hin zu kommunalen Strukturen – können wir die Angebote kontinuierlich verbessern und den Ratsuchenden noch mehr Vorteile bieten.“

Die Wohn- und Digitalisierungsberatung ergänze die bestehenden Angebote der Pflegestützpunkte. Sie richte sich ausdrücklich nicht nur an pflegebedürftige Menschen, sondern steht im Sinne der Prävention allen Bürgerinnen und Bürgern offen, so Drese.

Das Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern fördert die Landesfachstelle mit jährlich 600.000 Euro. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen, dass die Menschen in unserem Land so lange wie möglich selbstbestimmt, sicher und gut versorgt in ihrem eigenen Zuhause leben können. Die Landesfachstelle leistet dazu einen wichtigen Beitrag“, so Drese auf dem Fachtag.

Schwesig: Durch gute Ostseezusammenarbeit gewinnen alle

Rostock – In ihrer Rede beim 3. Baltic Sea Business Day hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig den Wert der Zusammenarbeit hervorgehoben: „Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern wollen Geschäfte im Ostseeraum machen. Wir laden Unternehmen aus anderen Ostseeländern ein, bei uns zu investieren. Denn wir sind davon überzeugt: Durch gute Ostseezusammenarbeit gewinnen alle.“ Die Zusammenarbeit mit den Nachbarn rund um die Ostsee voranzubringen, sei ihr ein persönliches Anliegen.

Schwesig zog in ihrer Rede auch Bilanz: „Das Handelsvolumen Deutschlands mit den Ostseeanrainerstaaten ist mit 341 Milliarden Euro größer als mit den Haupthandelspartnern, China und den Vereinigten Staaten. Mecklenburg-Vorpommern wickelt etwa 25 Prozent seines Außenhandels mit den Ostseeländern ab. Nach vorläufigen Zahlen ist das Gesamtvolumen im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf fast 21 Milliarden Euro gestiegen. Unser Außenhandel zeigt sich robust und im Aufwärtstrend. Das ist eine gute Nachricht und angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage in ganz Deutschland keine Selbstverständlichkeit.“ Selbst wenn sich in diesen Zahlen auch der Verkauf eines großen Kreuzfahrtschiffs bemerkbar mache, sei Außenhandel im Wesentlichen der Handel mit Produkten des täglichen Lebens und des industriellen Bedarfs. Außenhandel bedeute Wertschöpfung im Land.

„Zu unseren Hauptexportgütern in den Ostseeraum gehört Weizen ebenso wie Schiffe. 70 Prozent der Düngemittel, die wir exportieren, gehen in den Ostseeraum. Wir importieren Erdöl, Erdgas und Mineralölerzeugnisse. 94 Prozent dessen, was wir an Papier und Pappe importieren, kommt aus Finnland. Polen ist ohnehin einer unser wichtigsten Außenhandelspartner, 2025 betrug das Handelsvolumen 1,4 Milliarden Euro“, führte Schwesig aus.

„Das gute Ergebnis verdanken wir sowohl einheimischen Unternehmen, die sich im Import und Export betätigen, als auch Unternehmen aus den anderen Ostseestaaten, die in Mecklenburg-Vorpommern investiert haben und heimisch geworden sind“, so die Ministerpräsidentin. Sie alle brächten die Wirtschaft ebenso voran, wie die Zusammenarbeit rund um die Ostsee.

Für die Landesregierung sei die Unterstützung der Unternehmen im Außenhandel ebenso wichtig, wie der Kontakt zu Investoren im Ausland. Die Regierungschefin machte klar: „Jedes Unternehmen, das in Mecklenburg-Vorpommern investieren oder erweitern will, findet in der Staatskanzlei und im Wirtschaftsministerium offene Türen und die Bereitschaft, konkret zu helfen. Wir sind ein Land der kurzen Wege und Ansiedlung ist bei uns Chefinsache.“

Das Engagement zahle sich aus. Der Außenhandel schaffe neue Arbeitsplätze. Das zeige u.a. die Produktionserweiterung der Firma Haff-Dichtungen aus Ueckermünde. „Auf dem Deutsch-Lettischen Wirtschaftstag wurden von Familie Ruhnau konkrete Aufträge angebahnt und diese führen nun zu einer Erweiterung der Produktion. Jetzt werden mehr als 4 Millionen Euro investiert und am Standort neue Arbeitsplätze geschaffen“, so die Regierungschefin.

Schwesig nannte ein weiteres Beispiel: „Während andere Regionen unter geopolitischen Spannungen stehen, wächst der Kreuzfahrttourismus in unserer Region und wir wachsen zusammen. Er macht den Ostseeraum für die Menschen erfahrbar.

AIDA allein plant im nächsten Jahr 392 Anläufe in den Häfen des demokratischen Ostseeraums mit über 1,3 Millionen Passagieren. Das stärkt den Ostseeraum und wir sind mit AIDA vorn dabei,“ sagte die Regierungschefin.

Mit mehr als 650 Gästen konnte auf dem 3. Baltic Sea Business Day ein neuer Besucherrekord aufgestellt werden. „Er ist das Spitzentreffen der Ostseeanrainer, das Forum für den Ideentausch, die Plattform für Kontakte rund um die Ostsee“, so Schwesig.