Menü Schließen

Tag: 1. April 2026

Bahn zurück nach Lubmin: Start in den Sommerferien

Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird in den diesjährigen Sommerferien die Bahnstrecke zwischen Greifswald und dem Seebad Lubmin wieder für den Personenverkehr nutzen.

Lubmin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird in den diesjährigen Sommerferien die Bahnstrecke zwischen Greifswald und dem Seebad Lubmin wieder für den Personenverkehr nutzen. An Wochenenden sollen mehrere Züge verkehren und damit erstmals seit längerer Zeit wieder eine direkte Verbindung auf der Strecke angeboten werden.

„Wir bringen die Bahn zurück nach Lubmin. Gerade an Sommerwochenenden ist die Nachfrage hoch – mit der Verbindung schaffen wir eine einfache und direkte Anreise an die Küste“, erklärte Staatssekretärin Ines Jesse vom Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit.

Die Reaktivierung der Strecke an den Wochenenden ist Teil der Mobilitätsoffensive des Landes. Ziel ist es, das regionale Bahnangebot weiterzuentwickeln und vorhandene Infrastruktur stärker zu nutzen.

„Perspektivisch wollen wir gemeinsam mit den Kommunen eine Lösung entwickeln, die das Angebot in den Sommermonaten dauerhaft ermöglicht und von allen Beteiligten getragen wird“, so Staatssekretärin Jesse.

„Die Reaktivierung der Strecke ist eine große Chance für die Region. Sie stärkt die touristische Entwicklung und verbessert gleichzeitig die Erreichbarkeit für die Menschen vor Ort“, sagte Landrat Michael Sack.

„Viele Menschen in Greifswald fahren regelmäßig nach Lubmin. Eine direkte Bahnverbindung kann den Verkehr an stark frequentierten Tagen spürbar entlasten und ist ein echter Gewinn für unsere Stadt“, betonte Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder.

„Für das Seebad Lubmin ist es eine sehr gute Nachricht sowohl für unsere Gäste als auch unsere Einwohner. Es erweitert unser touristisches Angebot und wir hoffen, dass es langfristig ist.“, erklärte der erste stellvertretende Bürgermeister Frank Tornow.

„Die vorhandene Infrastruktur bietet eine gute Grundlage, um die Strecke wieder für den Personenverkehr zu nutzen. Wir unterstützen die Umsetzung im Rahmen unserer Möglichkeiten“, sagte Markus Lindner, kaufmännischer Geschäftsführer der EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH.

Geplant sind mehrere Fahrten pro Tag an Sonnabenden und Sonntagen während der Schulferien in Mecklenburg-Vorpommern.

„Wir arbeiten derzeit intensiv mit allen Beteiligten daran, die Verbindung für die Sommerferien auf die Strecke zu bringen. Dazu stimmen wir uns eng mit den Eisenbahnunternehmen ab, um ein verlässliches und attraktives Angebot zu ermöglichen. Über Fahrplan, Starttermin und Ticketpreise informieren wir, sobald die Planungen abgeschlossen sind“, sagte Carsten Werfel, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH.

Der Personenverkehr auf der Strecke nach Lubmin wurde 1999 eingestellt. Zuletzt fanden anlässlich des MV-Tages im vergangenen Jahr Sonderfahrten statt. Die Strecke ist rund 25 Kilometer lang und verbindet unter anderem den Greifswalder Hauptbahnhof, Greifswald Süd und das Seebad Lubmin. Die Fahrzeit beträgt etwa 30 Minuten. Die Strecke wurde 1969 im Zusammenhang mit dem Bau des Kernkraftwerks Lubmin errichtet.

Zukünftige Lehrkräfte kommen an die Schulen

Dienstantritt für 73 neue Referendarinnen und Referendare und Zeugnisausgabe

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern treten 73 Referendarinnen und Referendare offiziell ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen an. Damit absolvieren derzeit insgesamt 654 angehende Lehrkräfte ihr Referendariat an den Schulen. „Für die praktische Ausbildung wünsche ich allen Nachwuchslehrkräften viel Erfolg und gutes Gelingen“, so Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die neuen Referendarinnen und Referendare verteilen sich auf folgende Lehrämter:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 8
  • Lehramt an Grundschulen: 15
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 13
  • Lehramt an Gymnasien: 32
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 5

 Unter den zugelassenen Referendarinnen und Referendaren sind 16 zukünftige Lehrkräfte, die ihr Erstes Staatsexamen in einem anderen Bundesland absolviert haben und für das Referendariat nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen sind. Sie kommen aus Berlin, Hamburg, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Referendarinnen und Referendare haben Zeugnisse erhalten 

In dieser Woche haben 95 Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen offiziell beendet und ihre Zeugnisse über das Zweite Staatsexamen erhalten. „84 Referendarinnen und Referendare werden unbefristet in den Schuldienst des Landes übernommen. Das sind 88,4 Prozent der Absolventinnen und Absolventen. 58 Referendarinnen und Referendare arbeiten weiterhin an ihren Ausbildungsschulen“, so die Ministerin. „Ich freue mich, dass sich so viele Lehrkräfte für eine Schule in unserem Bundesland entschieden haben und wünsche allen viel Freunde bei der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern.“

Unter bestimmten Voraussetzungen können die Schulen die von ihnen ausgebildeten Lehrkräfte nach dem Vorbereitungsdienst ohne gesondertes Ausschreibungsverfahren übernehmen. „Die Übernahmemöglichkeit bietet den Lehrkräften Planungssicherheit und eine Zukunftsperspektive“, so Oldenburg weiter.

Die Absolventinnen und Absolventen dieses Jahrgangs verteilen sich auf die Lehrämter wie folgt:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 8
  • Lehramt an Grundschulen: 9
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 18
  • Lehramt an Gymnasien: 53
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 7

 Mecklenburg-Vorpommern stellt jährlich an vier Terminen Referendarinnen und Referendare ein. Die aktuelle Ausschreibung läuft bis 13. April 2026 für das Referendariat mit Beginn am 1. August 2026.

Über das Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de können sich Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen auf eine Stelle für ein Referendariat an ihrer Wunschschule in Mecklenburg-Vorpommern bewerben.

Finanzierung von Krankenfahrten

Drese ruft Krankenkassen und Taxi-Verband zu weiteren Verhandlungen auf

Schwerin – Gesundheitsministerin Stefanie Drese ruft die Landesverbände der Kranken- und Ersatzkassen und den Landesverband für das Taxi- und Mietwagengewerbe dazu auf, die Vergütungsverhandlungen zur Finanzierung von Krankenfahrten wieder aufzunehmen.

„Viele Menschen bei uns im Land, darunter chronisch Kranke und stark Bewegungseingeschränkte, sind auf verlässliche Krankentransporte zur Arztpraxis oder das Krankenhaus angewiesen. Sie dürfen nicht die Leidtragenden des sich nunmehr über mehrere Monate hinziehenden Streits sein“, sagte Drese am Mittwoch.

„Ich appelliere deshalb an die Kompromissbereitschaft und das Verantwortungsbewusstsein beider Seiten“, so Drese.

Der Taxi- und Mietwagenverband hat nach Ansicht von Drese heute in Schwerin eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig ihnen eine faire und angepasste Vergütung ist. Gleichzeitig vernehme ich von den Krankenkassen in unserem Land die Bereitschaft, trotz ihrer schwierigen finanziellen Situation, das bisherige Angebot nachzubessern.

„Ich glaube, wenn das Verständnis für die jeweils andere Position da ist, ergibt sich eine gute Ausgangsposition, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren und doch noch zu einer Lösung im Konflikt zu kommen. Was in Brandenburg gelungen ist, sollte doch auch in MV zu schaffen sein“, betonte Drese.

Die Ministerin verdeutlichte, dass die Politik bei den konkreten Vergütungsverhandlungen zwischen Kassen und Taxi-Verband wenig Einflussmöglichkeiten hat. „Ich sage aber gleichzeitig ganz deutlich, die Politik ist jetzt gefordert, so schnell wie möglich die Ausgabendynamik in der Gesetzlichen Krankenversicherung zu stoppen und Maßnahmen zur Stabilisierung der Beiträge und Sicherung des hohen Qualitäts- und Leistungsniveaus zu treffen. Mit den am Montag vorgestellten Maßnahmenvorschlägen der Finanzkommission Gesundheit ist hierfür ein erster wichtiger Schritt gemacht.“

„Carfriday“ 2026: Polizei kündigt landesweite Kontrollaktion an

Null Toleranz bei illegalen Rennen und Fahrzeugmanipulationen

Schwerin – Anlässlich des bevorstehenden Karfreitags, der sich in der Tuning- und Autoszene als sogenannter „Carfriday“ etabliert hat, kündigt Innenminister Christian Pegel landesweite Schwerpunktkontrollen an. Im Fokus stehen illegale Kraftfahrzeugrennen, technische Manipulationen an Fahrzeugen sowie das sogenannte „Posing“ auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen.

Innenminister Christian Pegel: „Illegale Rennen sind kein Spaß, sondern eine ernste Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer. Wer glaubt, öffentliche Straßen als Rennstrecke nutzen oder mit illegalen Umbauten ungestraft Aufsehen erregen zu können, irrt sich gewaltig. Wir werden konsequent kontrollieren und Verstöße ohne Ausnahme ahnden. Unsere Botschaft ist klar: Null Toleranz zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer.“

Die Erfahrungen zeigen, dass es an diesem Tag vermehrt zu gefährlichen Fahrmanövern, unzulässigen Fahrzeugveränderungen und riskantem Fahrverhalten kommt. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer hat dabei höchste Priorität. Die Entwicklung der Strafanzeigen in Mecklenburg-Vorpommern zeigt über die Jahre einen deutlichen Anstieg. Allein im letzten Jahr wurden 206 Straftaten in diesem Zusammenhang registriert. Davon waren 27 Verkehrsunfälle. Insgesamt kamen dabei 18 Personen zu Schaden.

Innenminister Christian Pegel appelliert: „Genießen Sie den Frühling auf legale Weise. Tuning und Autobegeisterung sind kein Problem, solange sie im Rahmen der Verkehrsvorschriften stattfinden.“

Seit 2017 gelten verbotene Kraftfahrzeugrennen nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat. Das gilt auch für Einzelpersonen, die fahren, als wären sie in einem Rennen. Der aktuell gültige bundeseinheitliche Tatbestandskatalog eröffnet zudem weitreichende Sanktionsmöglichkeiten. So drohen etwa auch bei Belästigung durch unnützes Hin- und Herfahren, bei vermeidbaren Lärm- und Abgasbelästigungen oder in Fällen, in denen sich durch Tuning die Abgas- und Geräuschwerte verschlechtern und dadurch die Betriebserlaubnis erlischt, Bußgelder.

Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in M-V

Schwerin – Im Zeitraum von Oktober 2022 bis März 2026 wurde die koordinierte Landesmaßnahme zur Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in MV durchgeführt. Das Projekt wurde im Rahmen des bundesweiten Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) realisiert und durch Mittel der Europäischen Union im Programm NextGenerationEU finanziert, teilte Gesundheitsministerin Stefanie Drese zum Abschluss der Digitalisierungs-Maßnahme am Mittwoch in Schwerin mit.

Zur Förderung der Digitalisierung und Stärkung des ÖGD in Mecklenburg-Vorpommern wurden nach Angaben von Drese insgesamt 6,39 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Hauptbestandteil ist dabei die gemeinsam vom Gesundheitsministerium mit den kommunalen Gesundheitsämtern erarbeitete Digitalisierungsstrategie (Digitalisierungsstrategie für den ÖGD in MV).

„Wir haben damit die Voraussetzungen geschaffen, den ÖGD zu modernisieren und bürgerfreundlicher zu machen“, betonte Drese. „Unser Ziel ist es, im ÖGD auf unterschiedliche Krisenfälle bestmöglich vorbereitet zu sein. Das geht nur mit einer modernen Ausstattung und effizienten Abläufen, die die Beschäftigten unterstützen und Behördenanliegen für Bürgerinnen und Bürger so einfach wie möglich machen“, so die Ministerin.

Zur Verbesserung der Krisenfestigkeit der Gesundheitsämter wurden laut Drese zudem Fortbildungen über den gesamten Projektzeitraum hinweg finanziert, sowie ein Rahmenschulungskonzept erstellt, welches zukünftig dabei helfen soll, die Fähigkeiten des Personals im ÖGD zu sichern. Hierzu trage auch die bedarfsweise Finanzierung von Hard- und Software sowie Schnittstellen in einzelnen Gesundheitsämtern bei.

„Darüber hinaus konnten innerhalb des Projekts die notwendigen Weichenstellungen für die Anbindung der Gesundheitsämter und des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) an die Telematikinfrastruktur gelegt werden“, führte Drese weiter aus.

Über ein sogenanntes Sicherheitsgateway wird zukünftig die direkte und sichere digitale Kommunikation der Gesundheitsämter und des LAGuS untereinander sowie zu den Ärzten und Krankenhäusern gewährleistet sein.

Drese: „Ein ganz konkretes Beispiel ist, dass die Meldungen der Kindervoruntersuchungen durch die Ärzte an das Landesamt für Gesundheit und Soziales zukünftig digital über die Telematikinfrastruktur ablaufen können.“