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Tag: 2. April 2026

Backhaus warnt vor Gefahr an Steilküsten – Vorsicht an Ostern

Schwerin – Nach einem aktuellen Rettungseinsatz an der Kreideküste im Nationalpark Jasmund appelliert Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus eindringlich an Einheimische und Gäste, die Gefahren an Steilküsten ernst zu nehmen – insbesondere mit Blick auf die bevorstehenden Osterfeiertage.

Am vergangenen Wochenende waren zwei Personen im Bereich eines kürzlich erfolgten Kreideabbruchs am Lenzer Bach in Kreideschlamm eingesunken und konnten sich nur mit Mühe befreien. Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren im Einsatz. Die Betroffenen wurden mit Anzeichen von Unterkühlung und Verletzungen versorgt.

„Gerade jetzt, wo viele Menschen die freien Tage für Ausflüge in die Natur nutzen, bitte ich eindringlich um Vorsicht. Die Steilküsten sind faszinierend, aber sie bergen erhebliche Gefahren – insbesondere nach Abbrüchen“, sagte Backhaus.

Nach Abbrüchen wird das Kreidematerial durch das Meer aufgeweicht und bildet tückischen Kreideschlamm. Dieser kann dazu führen, dass Menschen einsinken und sich aus eigener Kraft kaum befreien können. Zudem droht schnell eine Unterkühlung.

Hinzu kommt die ständige Gefahr weiterer Abbrüche. Ein Aufenthalt unterhalb der Kreidefelsen ist lebensgefährlich. „Diese Bereiche sind keine Abenteuerspielplätze. Wer sich dort aufhält oder versucht, Abbruchkanten zu erklimmen, bringt sich und andere in große Gefahr“, so Backhaus.

Trotz klarer Gefahrenlage kommt es immer wieder vor, dass Menschen gesperrte oder gefährdete Bereiche betreten – etwa um Fossilien zu sammeln oder die Abbruchstellen aus nächster Nähe zu erleben.

„Ich habe großes Verständnis für die Faszination unserer Natur. Aber diese Neugier darf nicht dazu führen, dass Menschen ihr Leben riskieren oder Rettungskräfte in gefährliche Einsätze bringen“, betonte Backhaus.

Rettungseinsätze an schwer zugänglichen Küstenabschnitten sind oft aufwendig und gefährlich. Jede vermeidbare Situation stellt auch für die Einsatzkräfte ein Risiko dar. „Unsere Einsatzkräfte leisten Großartiges. Umso wichtiger ist es, dass wir alle dazu beitragen, solche Einsätze gar nicht erst notwendig werden zu lassen“, so Backhaus.

Das Ministerium rät allen Besucherinnen und Besuchern:

  • Absperrungen und Warnhinweise unbedingt beachten
  • Abstand zu Steilküsten und Abbruchkanten halten
  • Uferbereiche unterhalb von Kreidefelsen meiden
  • keine riskanten Annäherungen für Fotos oder Funde

„Natur erleben heißt auch, ihre Kräfte zu respektieren. Wer sich umsichtig verhält, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere“, sagte Backhaus.

Natur erleben in den Osterferien: Viele Angebote in allen Regionen

Schwerin – Ob geführte Wanderungen, Radtouren, Familienangebote oder regionale Märkte – die Nationalen Naturlandschaften in Mecklenburg-Vorpommern bieten auch in den Osterferien zahlreiche Möglichkeiten, Natur hautnah zu erleben.

„Unsere Nationalen Naturlandschaften sind Orte, an denen Natur nicht nur geschützt, sondern auch erlebbar wird. Gerade in den Osterferien laden viele Angebote dazu ein, die einzigartige Landschaft unseres Landes bewusst wahrzunehmen“, sagt Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Von den Seenlandschaften im Binnenland bis zu den Küstenregionen an Ostsee und Bodden reicht das Spektrum der Veranstaltungen. Viele Angebote werden von zertifizierten Natur- und Landschaftsführerinnen und -führern begleitet und vermitteln fundiertes Wissen ebenso wie besondere Naturerlebnisse.

Vielfältige Angebote in allen Regionen

Im Naturpark Sternberger Seenland lädt am 4. April 2026 (10–13 Uhr) eine geführte Wanderung unter dem Titel „Berge im Flachland“ zu einer Entdeckungstour in die Kritzkower Berge ein.

Im Nationalpark Müritz stehen rund um Ostern besondere Führungen im Mittelpunkt:

  • 4. April 2026 (10–13 Uhr): Sonderführung „Von der Wüste zur Wildnis“
  • 5. April 2026 (10–13 Uhr): Adlertour
  • 3. April und 5. April 2026 (jeweils 10–13 Uhr): Adlersafari (Radtour)
  • April–Mai (mehrere Termine): Wanderung „Auf den Spuren des Bibers“
  • April–Oktober (dienstags): Führungen im UNESCO-Welterbe „Alte Buchenwälder“

Auch der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft bietet ein abwechslungsreiches Programm:

  • 1. April und 8. April 2026 (11 Uhr): Familienführung „Natur auf der Spur“
  • 2. April und 9. April 2026 (11 Uhr): Wanderung „Dünensand und Meeresglitzern“
  • 7. April 2026 (11 Uhr): Nationalpark-Führung Barhöft

Im Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe:

  • 5. April 2026 (10–16 Uhr): Biosphäre-Schaalsee-Markt
  • 6. April 2026 (10–13 Uhr): Frühlingswanderung mit Ranger durch den Testorfer Wald

Für Familien besonders attraktiv sind die Angebote im Biosphärenreservat Südost-Rügen:

  • 1. April und 8. April 2026 (10:30 Uhr): Rangerführung Wald und Strand (Binz)
  • 3. April und 10. April 2026 (10 Uhr): Küstenwald entdecken (Baabe)
  • 6. April 2026 (10 Uhr): Kinderwanderung in der Granitz (Sellin)
  • 7. April 2026 (10 Uhr): Wanderung zum Nordperd (Göhren)
  • 2. April 2026 (10 Uhr): Kulinarische Wanderung im Goor-Wald (Putbus/Lauterbach)

Viele der Veranstaltungen greifen das Jahresthema „NaturBelebt“ auf und zeigen eindrucksvoll, wie sich Landschaften entwickeln, wenn man ihnen Raum gibt. „Gerade diese direkten Naturerlebnisse schaffen Verständnis und Wertschätzung. Sie zeigen, warum es sich lohnt, unsere einzigartigen Landschaften zu schützen“, so Backhaus.

!! Hinweise für Besucherinnen und Besucher !!

Da es kurzfristig zu Änderungen kommen kann, empfiehlt das Ministerium, sich vorab auf der zentralen Plattform natur-mv.de über aktuelle Termine und Details zu informieren.

Für alle Veranstaltungen gilt:

  • wetterangepasste Kleidung
  • festes Schuhwerk
  • ausreichend Proviant

Diese sorgen für ein sicheres und angenehmes Naturerlebnis.

Die Osterferien bieten ideale Voraussetzungen, Mecklenburg-Vorpommerns Natur neu zu entdecken – aktiv, informativ und für die ganze Familie. „Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Gäste herzlich ein, diese Angebote zu nutzen und die Vielfalt unserer Natur bewusst zu erleben“, so Backhaus.

Absenkung der Benzinpreise

Schwesig fordert entschiedene Maßnahmen zur Absenkung der Benzinpreise

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat ihre Forderung nach weitergehenden Maßnahmen zur Absenkung der Benzinpreise bekräftigt.

„Wir brauchen eine Absenkung der Benzinpreise. Die Regelung, dass Tankstellen künftig nur noch einmal am Tag die Benzinpreise anheben können, wirkt erwartungsgemäß nicht. Im Gegenteil: Die Preise sind nochmals erhöht worden. Es müssen Schritte unternommen werden, um die Benzinpreise wirksam zu begrenzen.

Der Bundeskanzler muss jetzt handeln. Die Steuern auf den Sprit müssen sofort gesenkt werden. Und dies muss durch eine Übergewinnsteuer kompensiert werden, damit es nicht an anderer Stelle zu Kürzungen kommt. Die hohen Benzinpreise belasten die Bürgerinnen und Bürger und auch die Wirtschaft. Es muss jetzt endlich entschlossen gehandelt werden.“