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Autor: Rügenbote

Arbeitsmarkt im November 2025 – In der Seitwärtsbewegung

Nürnberg – „Die Schwäche der Konjunktur hält an und der Arbeitsmarkt bleibt ohne Schwung. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben im November saisonüblich abgenommen. Die Zahl der Beschäftigten stagniert und die Arbeitskräftenachfrage bleibt verhalten“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im November: -26.000 auf 2.885.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +111.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent

Mit der auslaufenden Herbstbelebung ist die Arbeitslosigkeit im November 2025 um 26.000 auf 2.885.000 gesunken. Saisonbereinigt ist sie gegenüber dem Vormonat mit + 1.000 geringfügig höher. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent. Verglichen mit dem November des letzten Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 111.000 höher. Die Arbeitslosenquote hat sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,2 Prozentpunkte erhöht. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Oktober auf 3,5 Prozent.

Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im November gegenüber dem Vormonat um 8.000 gesunken. Mit 3.544.000 lag sie um 5.000 niedriger als vor einem Jahr

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 24. November für 34.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt.

Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis September 2025 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 209.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 37.000 mehr als im Vormonat, aber 8.000 weniger als im September des Vorjahres.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Oktober 2025 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 2.000 gesunken. Mit 46,17 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 55.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von August auf September 2025 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 12.000 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 35,23 Millionen Beschäftigten um 12.000 höher. 7,63 Millionen Personen hatten im September 2025 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 16.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,08 Millionen ausschließlich und 3,55 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Im November waren 624.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 44.000 weniger als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA‑X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – stieg im November 2025 um 2 auf 100 Punkte. Der Anstieg hängt mit einem Großauftrag eines einzelnen Arbeitgebers zusammen. Alles in allem stabilisiert sich die Kräftenachfrage auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt der BA-X um 5 Punkte geringer aus.

986.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im November 2025 Arbeitslosengeld, 96.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im November auf 3.819.000. Gegenüber November 2024 war dies ein Rückgang um 122.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Backhaus warnt vor Küstenabbrüchen

Schwerin – Besonders im Herbst und Winter, wenn Regen, Frost und Sickerwasser das Erdreich durchdringen, besteht die Gefahr von Hangrutschen. Umweltminister Dr. Till Backhaus mahnt zur Vorsicht.

„Wechselhaftes Herbstwetter mit Niederschlägen, Stürmen, Schnee und Frost machen die Küste brüchig. Die Böden sind feucht und aufgeweicht, da kann es schnell zu Bewegungen kommen. Risse im Boden oder überhängende Bäume sind erste Anzeichen für weitere Bewegung. Deshalb bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste, bei Ausflügen und Strandspaziergängen besonders vorsichtig zu sein und sich von den Steilufern fernzuhalten. Sie brechen ohne Vorwarnung.

Am Fuß der Steilküsten können Erd- und Felsmassen Spaziergänger treffen. Auch an Dünen können sich sogenannte Kliffkanten bilden. Das sind Abbrüche, die durch Sturmhochwasser entstehen und bis zu sieben Meter hoch sein können. Typischerweise kommt dies in der Zeit von Oktober bis Ende März eines jeden Jahres häufiger vor als im Sommer. Beachten Sie Warnschilder und Absperrungen! Bleiben Sie auf gekennzeichneten Wegen! Familien mit Kindern sollten besonders wachsam sein“, betont er.

Schwesig: Land beteiligt sich am Umbau der Palmberg-Arena

Schwerin – Pünktlich zum Auftaktspiel des SSC Palmberg in der Champions League hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Bereitschaft für eine Finanzierung des Umbaus der Palmberg-Arena gegenüber dem Geschäftsführer des SSC Palmberg Schwerin Michael Evers erklärt.

„Damit hier auch in Zukunft Volleyball auf Champions League-Niveau gespielt werden kann, muss die Palmberg Arena ausgebaut und modernisiert werden. Die Landesregierung ist bereit, die nötigen Umbauten mit bis zu 5 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur zu unterstützen“, sagte sie.

Damit könne der Verein die Anforderungen des Europäischen Volleyball-Verbands erfüllen, stellte sie in Aussicht. Auch die technische Ausstattung werde moderner, die Arena sicherer und langfristig wettbewerbsfähiger. „Das Wichtigste ist: Es wird mehr Plätze in der Halle geben. Mehr Menschen werden die Spiele sehen können“, freute sich die Regierungschefin.

Sie betonte außerdem: „Wir sind alle stolz auf den SSC Palmberg. Ein Aushängeschild unserer Landeshauptstadt Schwerin und unseres ganzen Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Mannschaft und das Team stehen für sportliche Bestleistungen. Die Fans stehen für Begeisterung, treue Unterstützung und Fairness.“

Backhaus: Campingplatz Prerow für die Zukunft gesichert

Prerow – Am Vormittag (27. November 2025) haben Dr. Till Backhaus für das Land Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Seiffert für die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V (StUN) sowie Jens Köhler für die Ahoi Camp Prerow GmbH den Pachtvertrag für den Campingplatz Prerow unterzeichnet. Der Vertrag habe eine Laufzeit von 25 Jahren, erklärt Klimaschutz- und Umweltminister Dr. Till Backhaus.

„Der Pachtvertrag ist ein Bekenntnis des Landes, dass Camping auf diesem auch ökologisch so bedeutsamen Gebiet für das nächste Vierteljahrhundert wirklich gewollt wird. Damit nehmen wir vor allem den Dauercampern die immer wieder geäußerte Sorge, dass der Platz geschlossen werden soll. Mit Ahoi Camp Prerow GmbH haben wir nun für diese Zeit einen vertrauenswürdigen Partner gefunden.“

Daniel Seiffert, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der StUN, in deren Eigentum sich die Dünenplätze befinden, die den Platz so einzigartig machen, zeigt sich ebenfalls zufrieden damit, dass nun Planungssicherheit für den Betrieb des Campingareals herrscht.

„Ahoi Camp Prerow GmbH hat sich in der zurückliegenden Saison als kompetenter und verlässlicher Pächter gezeigt. Trotz einiger Herausforderungen konnten 85.000 Übernachtungen gezählt werden. Die Stiftung ist daher zuversichtlich, dass wir für viele Jahre einen funktionierenden nationalparkverträglichen Betrieb erleben werden.“

Ahoi Camp Prerow GmbH betrachtet den neuen langfristigen Pachtvertrag als Meilenstein und blickt zuversichtlich auf die kommende Saison, sagt Geschäftsführer Jens Köhler:  »Der nun unterzeichnete langfristige Pachtvertrag bedeutet für uns einen Meilenstein und ist ein wesentlicher Schritt, um mit der nachhaltigen, langfristigen Neugestaltung des Platzes zu beginnen – im Sinne der Campenden, Gewerbetreibenden und der Gemeinden.

Wichtig ist uns mit Blick auf die kommende Saison, zunächst einmal den atmosphärischen Gesamteindruck des Platzes zu verbessern. Dafür haben wir bereits schnell realisierbare Maßnahmen geplant. Mit einem neuen Kinderspielplatz wollen wir zudem auch einen vielfach von Familien geäußerten Wunsch umsetzen.«

Unabhängig von der Reduzierung der Stellplätze auf 910 bis 2032 garantiere Ahoi Camp Prerow GmbH, dass die Anzahl der Dauercamper-Plätze gleichbleibe, so Köhler abschließend.

Große Bauwerksinspektion am Sperrwerk Greifswald-Wieck

Greifswald – Das Sperrwerk Greifswald Wieck wurde im Frühjahr 2016 in Betrieb genommen. Vor Ablauf der Gewährleistungsfrist fand im November/Dezember 2019 die erste große Bauwerkinspektion mit Trockenlegung des Hauptverschlusses in der Bundeswasserstraße Ryck statt.

Diese, in sechsjährigem Abstand, vorgeschriebene große Bauwerksinspektion findet planmäßig im Zeitraum 03.11.2025 bis 19.12.2025 statt. Neben der eigentlichen Inspektion wird die Trockenlegung genutzt, um notwendige Wartungs- und Revisionsarbeiten an sonst unzugänglichen Bereichen planmäßig vorzunehmen. Insbesondere werden dabei Kunststoffdichtungen und andere Verschleißbauteile getauscht, sowie Ausbesserungs­arbeiten am Korrosionsschutz des stählernen Hauptverschlusses vorgenommen.

Während der Bauwerksinspektion kommt es werktags zwischen 8:00 und 18:00 Uhr zu zeitweiligen Einschränkungen in der Passierbarkeit der Wiecker Promenade. Der Ryck ist seit dem 21.11.2025 durchgängig gesperrt. Kraftfahrzeugführer und Passanten werden gebeten auf die Sperrzeichen zu achten.

Die Arbeiten sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein.

Gleichstellungsministerin Bernhardt besucht Beratungsstelle STARKpunkt

„Als Landesregierung ist uns ein leistungsfähiges und starkes Hilfe- und Beratungsnetz wichtig“, so Ministerin Jacqueline Bernhardt.

Klütz – Im Rahmen der internationalen Woche gegen Gewalt an Frauen und Kindern hat die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt die Beratungsstelle STARKpunkt in Klütz bei Grevesmühlen besucht. „Die Beratungsstelle ist ein Beweis dafür, wie gut das Land mit der kommunalen Ebene zusammenarbeitet und Lösungen findet, wenn Lösungen gebraucht werden.

Der Landkreis Nordwestmecklenburg und die Arbeiterwohlfahrt garantieren seit nunmehr einem halben Jahr, dass die Beratungsstelle in Klütz wieder vollumfänglich betrieben wird. Das Hilfe- und Beratungsnetz in Mecklenburg-Vorpommern ist nur mithilfe des kommunalen Engagements leistbar. Als Landesregierung ist uns ein starkes und leistungsfähiges Hilfe- und Beratungsnetz wichtig. Allein im Jahr 2024 gaben wir insgesamt 2.840.100 Euro für das Netz. In diesem Jahr wurden die Mittel dynamisiert, so dass insgesamt 2.905.400 Euro zur Verfügung stehen. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und handeln.

Wir setzten uns dafür ein, dass die Träger der Einrichtungen Planungssicherheit und eine solide Basis für ihre wichtige Arbeit haben. Ein weiterer Meilenstein ist die Verstetigung von 140.000 Euro, die nicht mehr beantragt werden müssen, sondern fest im Haushalt eingeplant sind. Das erspart den Trägern unnötige Bürokratie und gibt Raum für die eigentliche Arbeit“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt in Klütz.

„Das Hilfe- und Beratungsnetz wird von uns auch weiterhin gestärkt. Mit den Stimmen von Mecklenburg-Vorpommern ist das Gewalthilfegesetz verabschiedet worden, das ab dem Jahr 2027 in Kraft tritt und ab dem Jahr 2032 einen Rechtsanspruch auf Beratung und Schutz für Frauen und Kinder, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, garantiert“, so die Ministerin.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es neben den neun Frauenschutzhäusern auch acht Beratungsstellen für Betroffene häuslicher Gewalt. In fünf Interventionsstellen wird eine kurzfristige Beratung in der Krise geboten und durch rechtliche Unterstützung die Sicherheit erhöht. Zusätzlich hält das Land eine Beratung für Täterinnen und Täter in Güstrow, Greifswald und Stralsund vor sowie eine landesweite Fachberatungsstelle für Betroffene von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung und Zwangsverheiratung. Im Mai 2024 hat die staatliche Koordinierungsstelle auf Landesebene zur Umsetzung der Istanbul-Konvention ihre Arbeit aufgenommen.

Zahl der Wiederholungen an Schulen zurückgegangen

Oldenburg: Neues Frühwarnsystem hilft, um Schülerinnen und Schüler zu unterstützen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern ist die Quote der Schülerinnen und Schüler, die eine Jahrgangsstufe wiederholt haben, gesunken. Im Schuljahr 2024/2025 haben 3.646 von insgesamt 124.500 Kindern und Jugendlichen eine Jahrgangsstufe wiederholt. Das ist ein Anteil von 2,9 Prozent, der unter dem Vor-Pandemie-Niveau liegt. „Unser neues Frühwarnsystem unterstützt Schülerinnen und Schüler, bevor sie versetzungsgefährdet sind“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Es hilft, die Zahl der Wiederholungen weiter zu reduzieren. Schulen informieren so früh wie möglich die Eltern und beraten mit ihnen und mit der Schülerin bzw. dem Schüler, welche verschiedenen Fördermöglichkeiten bestehen.“ Im Schuljahr 2023/2024 betrug die Quote an Wiederholungen noch 3,7 Prozent, im Schuljahr davor sogar 5 Prozent.

Der deutliche Rückgang der Wiederholungen ergibt sich vor allem aus den verringerten freiwilligen Wiederholungen. Im Schuljahr 2024/2025 haben 1,1 Prozent der Schülerinnen und Schüler eine Jahrgangsstufe freiwillig wiederholt. Das ist der geringste Wert in den vergangenen 10 Jahren. Auch die Quote der Nichtversetzungen ist gesunken. Im Schuljahr 2024/2025 lag sie bei 1,9 Prozent. Im Vorjahr betrug sie 2,1 Prozent.

„Wiederholungen haben immer individuelle Gründe“, erläuterte Oldenburg. „Wichtig ist, dass Schülerinnen und Schüler so gefördert werden, dass sie am Ende eines Schuljahres das Klassenziel erreichen. Das Land macht hierfür viele Angebote: Das Startchancen-Programm unterstützt Kinder und Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen. Mit dem Freiwilligen 10. Schuljahr haben Schülerinnen und Schüler an Regionalen Schulen und Gesamtschulen mehr Zeit zum Lernen. Die Angebote ‚Produktives Lernen‛ und ‚Berufsreife dual‛ motivieren die Jugendlichen durch einen hohen Praxisbezug in Betrieben und einer Verzahnung mit dem Unterrichtsstoff“, so die Ministerin.

Laut Statistischem Bundesamt lag die Quote der Wiederholungen im Schuljahr 2024/2025 bundesweit bei 2,2 Prozent, genauso wie im Vorjahr. Im bundesweiten Vergleich lag Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit Rheinland-Pfalz und Thüringen auf Platz 12 mit 2,9 Prozent. Die höchste Quote an Wiederholungen gab es in Bayern mit 3,4 Prozent, die zweithöchste in Sachsen-Anhalt mit 3,2 Prozent und die niedrigste in Berlin mit 0,8 Prozent, wie aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes weiter hervorgeht. In den vergangenen Schuljahren lag Mecklenburg-Vorpommern auf dem vorletzten bzw. auf dem letzten Platz.

Unterschiede zu anderen Bundesländern lassen sich auch auf andere Versetzungsbedingungen zurückführen. Einige Bundesländer haben schon vor der Corona-Pandemie Nichtversetzungen abgeschafft. Nichtversetzungen gibt es dort nur noch in einigen Jahrgangsstufen, freiwilliges Wiederholen ist weiter möglich.

Als Wiederholer gelten Schülerinnen und Schüler, die eine Jahrgangsstufe zum zweiten Mal durchlaufen (wegen Nichtversetzung oder freiwilliger Wiederholung), unabhängig davon, ob sie die Schulart gewechselt haben. Maßgeblich zur Feststellung der Wiederholung ist die besuchte Jahrgangsstufe zum Erhebungsstichtag des Vorjahres. Besucht die Schülerin oder der Schüler im laufenden Schuljahr die gleiche Jahrgangsstufe wie im Vorjahr, dann zählt sie/er als Wiederholer (Stichtagsvergleich).

Die Wiederholerquote beschreibt den Anteil der Schülerinnen und Schüler, die eine bestimmte Jahrgangsstufe noch einmal durchlaufen. Sie wird daher errechnet als Quotient aus der Zahl der Wiederholer (Summe aus Nichtversetzten und freiwilligen Wiederholern) und der Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler einer Jahrgangsstufe im gleichen Schuljahr.

Lehrkräfte: Einstellungsrekord im Schuljahr 2025/2026

Oldenburg: Zahlreiche Maßnahmen für zusätzliche Lehrkräfte im Schuldienst greifen – dennoch braucht es weiteres Personal

Schwerin – Zu den aktuellen Forderungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern (GEW), mehr Lehrkräfte einzustellen, erklärt Bildungsministerin Simone Oldenburg: „Überall herrscht Fachkräftemangel – ob in der Gastronomie, bei der Polizei oder bei den Lehrerinnen und Lehrern. Bundesweit fehlen rund 50.000 Pädagoginnen und Pädagogen. Das entspricht zwei kompletten Absolventenjahrgängen, die in den vergangenen Jahren an den deutschen Universitäten nicht ausgebildet worden sind. Dass es uns in Mecklenburg-Vorpommern dennoch gelungen ist, in diesem Schuljahr mehr Lehrkräfte sowie Referendarinnen und Referendare einzustellen als in den letzten Schuljahren, ist ein Erfolg, der auf zahlreiche Maßnahmen zurückzuführen ist, die auch mit dem Bildungspakt erarbeitet worden sind. Gleichwohl brauchen wir zusätzliches Personal in den Schulen.“

Zum Start ins Schuljahr 2025/2026 wurden 675 Lehrkräfte neu eingestellt – das sind 7 Prozent mehr als im Vorjahr (631 Lehrkräfte). Dies sind zugleich die zweithöchsten Einstellungszahlen zum Schuljahresbeginn in Mecklenburg-Vorpommern innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Zusätzlich absolvieren 674 Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen des Landes.

Moderne Qualifizierung für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger

Von den 675 neu eingestellten Lehrkräften sind 244 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger. In Mecklenburg-Vorpommern nehmen Lehrkräfte im Seiteneinstieg in der Regel an einer dreimonatigen Vorqualifizierung teil, bevor sie das erste Mal unterrichten. Damit hat das Land die Ausbildung von Lehrkräften im Seiteneinstieg neu aufgestellt. Als Bestandteil einer insgesamt 15-monatigen Grundlegenden Pädagogischen Qualifizierung (GPQ) enthält die Vorqualifizierung sowohl theoriegeleitete als auch schulpraktische Ausbildungsteile. Daran schließt sich eine dreijährige Modularisierte Qualifizierungsreihe (MQR) an, die mit einer Prüfung endet. Die Ausbildung dauert insgesamt über vier Jahre.

Neu ist darüber hinaus, dass Personen mit einem universitären Hochschulabschluss den Weg in den Schuldienst über den Berufsbegleitender Vorbereitungsdienst gehen können. Er startet mit einer sechsmonatigen Qualifizierung. Es folgt ein berufsbegleitender Vorbereitungsdienst, der 18 Monate dauert und mit der Zweiten Staatsprüfung abschließt. 

Mehr Personal an den Schulen

An den Schulen des Landes gibt es deutlich mehr Personal und damit die größte Anzahl an Beschäftigten innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Neben den rund 12.850 Lehrkräften beschäftigt das Land 674 Referendarinnen und Referendare sowie rund 1.000 unterstützende pädagogische Fachkräfte und Verwaltungsfachkräfte

„Wir setzen alles daran, den Unterricht abzusichern und die Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern. Dafür benötigen wir heute mehr Vielfalt in den Schulen. Dazu gehören ausgebildete Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und unterstützendes Personal – und natürlich weitere Bewerberinnen und Bewerber, die sich entsprechend qualifizieren möchten. Mit zahlreichen Angeboten und Informationsveranstaltungen werben wir intensiv für den Lehrkräftenachwuchs“, so die Ministerin.

Allein bis 2030 müssen weit über 3.300 Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern eingestellt werden, von denen das Land 2.300 selbst ausbildet. Oldenburg: „Das bedeutet, dass wir in den kommenden fünf Jahren mehr als 1.000 Fachkräfte einstellen müssen, die kein grundständiges Lehramtsstudium im Land absolviert haben. Die ‚Stralsunder Beschlüsse‘ der KMK untersagen richtigerweise das Abwerben von Lehrkräften aus anderen Bundesländern, da fast in jedem Land Lehrkräftemangel herrscht.“ 

Ganzjährige Stellenausschreibungen und beschleunigte Verfahren

Das Land schreibt ganzjährig Stellen im Karriereportal lehrer-in-mv.de aus, sodass täglich pädagogisches Personal eingestellt werden kann.

„Wir setzen alles daran, weiterhin Lehrkräfte zu gewinnen. Dazu hat die Landesregierung zahlreiche Maßnahmen ergriffen. Wir haben unter anderem die Bewerbungsverfahren gestrafft – vom Bewerbungseingang bis zur Aushändigung des Arbeitsvertrags sollen nur sechs Wochen vergehen. Mit einem Übernahmeverfahren stellen wir sicher, dass Referendarinnen und Referendare nach ihrem Vorbereitungsdienst direkt in den Schuldienst einsteigen können“, erklärt Oldenburg.

Außerdem hat das Land gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern des Bildungspakts die Möglichkeiten für Zuschläge zur Personalgewinnung ausgeweitet. Nicht nur Lehrkräfte mit den MINT-Fächern Mathematik, Chemie, Physik, Biologie und Informatik, sondern auch Lehrkräfte mit den Fächern Arbeit-Wirtschaft-Technik und Geographie an Regionalen Schulen und Gesamtschulen im ländlichen Raum können einen Zuschlag erhalten, wenn sie sich auf entsprechende Stellen bewerben. Gleiches gilt für Lehrkräfte mit MINT-Fächern an Beruflichen Gymnasien unabhängig vom Standort der Schule.