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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

1. Fachtag Wohnraumanpassung

Drese auf Fachtag Wohnraumanpassung: Gute Wohnberatung ist von hoher Wichtigkeit für ein selbstbestimmtes Leben im Alter

Parchim – In Parchim findet heute im Beisein von Sozialministerin Stefanie Drese der 1. Fachtag Wohnraumanpassung „Zukunft Zuhause“ statt. Die Veranstaltung wird von der Landesfachstelle für Wohn- und Digitalisierungsberatung MV organisiert und bringt Expertinnen und Experten aus Beratung, Pflege, Medizin und Kommunen zusammen.

„Die seit 2024 bestehende Landesfachstelle soll insbesondere älteren Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen sowie Personen mit pflegerischem Bedarf im Alltag unterstützen und so ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen“, verdeutlichte Drese zum Start des Fachtags. Ziel sei der Aufbau einer landesweit leicht zugänglichen, qualitativ hochwertigen und zukunftsfähigen Beratungsstruktur im Bereich barrierefreies Bauen und Wohnen, so die Ministerin.

Im Mittelpunkt stehe die Wohnberatung als zentrale Anlaufstelle. Sie analysiert den individuellen Hilfebedarf, berät zu Möglichkeiten der Wohnraumanpassung und Finanzierung, unterstützt bei der Antragstellung und vermittelt passende Kontakte. „Die Wohnberatung ist der Schlüssel, um Menschen konkret und passgenau zu unterstützen“, sagte Drese.

Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der Vermittlung von Informationen zu technischen und digitalen Hilfsmitteln. Diese leisten nach Aussage von Drese einen entscheidenden Beitrag dazu, dass Menschen möglichst lange in ihrer eigenen Häuslichkeit verbleiben können. Digitale Lösungen seien dabei ein zentraler Bestandteil der Angebote und unterstützen den Grundsatz „ambulant vor stationär“.

Die Landesfachstelle setzt bewusst auf die enge Verzahnung von Praxis, Wissenschaft und Forschung. Durch die Anbindung an das Altersmedizinische Zentrum des Kreiskrankenhauses Wolgast sowie an die Abteilung für Geriatrie der Universitätsmedizin Greifswald steht ein multiprofessionelles Team mit hoher wissenschaftlicher Expertise zur Verfügung.

„Gerade im Hinblick auf die Gesundheit im Alter spielt die Verbindung von Forschung und praktischer Beratung eine entscheidende Rolle“, betonte Drese. Erste wissenschaftliche Erkenntnisse werden mit Spannung erwartet.

Zugleich unterstrich die Ministerin die Bedeutung von Netzwerken: „Nur durch eine enge Zusammenarbeit aller Akteure – von Pflege über Medizin bis hin zu kommunalen Strukturen – können wir die Angebote kontinuierlich verbessern und den Ratsuchenden noch mehr Vorteile bieten.“

Die Wohn- und Digitalisierungsberatung ergänze die bestehenden Angebote der Pflegestützpunkte. Sie richte sich ausdrücklich nicht nur an pflegebedürftige Menschen, sondern steht im Sinne der Prävention allen Bürgerinnen und Bürgern offen, so Drese.

Das Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern fördert die Landesfachstelle mit jährlich 600.000 Euro. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen, dass die Menschen in unserem Land so lange wie möglich selbstbestimmt, sicher und gut versorgt in ihrem eigenen Zuhause leben können. Die Landesfachstelle leistet dazu einen wichtigen Beitrag“, so Drese auf dem Fachtag.

Schwesig: Gestaltet Eure Zukunft, so wie Ihr es wollt!

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat in ihrer Festrede auf zwei Jugendweihefeiern im Filmpalast Capitol Schwerin die Jugendlichen ermuntert, sich im Land zu engagieren: „Gestaltet Eure Zukunft, so wie Ihr es wollt! Nehmt Euch die Freiheit unser Land mitzugestalten.“ Viele täten dies bereits.

Über die Hälfte der Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren engagierten sich ehrenamtlich. Das seien mehr als in anderen Altersgruppen. „Ob als Trainer oder Schiedsrichterin im Sportverein, ob als Teil der Jugendfeuerwehren oder in gesellschaftlichen Debatten. Ich treffe überall auf junge Menschen die sich einbringen. Und ich bin immer wieder beeindruckt mit wieviel Herzblut und Leidenschaft alle dabei sind“, so die Regierungschefin weiter.

Das Ehrenamt junger Menschen müsse stärker sichtbar gemacht werden. Schwesig sagte: „Ich habe deshalb vorgeschlagen, dass wir zukünftig gemeinsam mit unserer Ehrenamtsstiftung und mit den Vereinen und Verbänden, die für Jugendliche da sind, einen Jugend-Engagementpreis ausloben, der vorbildliches Engagement junger Menschen würdigt und damit zeigt, was Jugendliche in unserem Land alles anpacken.“ Der Jugend-Engagementpreis wird in diesem Jahr auf Anregung der Ministerpräsidentin erstmalig verliehen.

Schwesig griff auch das 2022 geänderte Wahlalter in MV auf, wodurch Jugendliche bereits ab 16 Jahren das aktive Wahlrecht bei Landtagswahlen haben: „Ihr habt die Freiheit, zu wählen. Ihr bestimmt, wer Ihr sein wollt und wofür Ihr eintretet“, sagte sie.

Sie bedanke sich bei den Eltern, Großeltern und Geschwistern, die den Jugendweihetag und im Leben begleiten. Ihr Dank gelte auch den Akteuren des Jugendweihe-Vereins Schwerin e.V. Dieser habe im Vorfeld viele spannende Kurse, Veranstaltungen, Besuche und Jugendweihefahrten organisiert.

„Windflüchter“ Charity Gala

Schwesig würdigt Stiftung „Betroffen“ bei „Windflüchter“ Charity Gala

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat auf der „Windflüchter“ Charity Gala am 28. März die wertvolle Arbeit der Stiftung „Betroffen“ gewürdigt: „Sie haben etwas Großartiges und sehr Wichtiges aufgebaut. Die Stiftung unterstützt von Krebs Betroffene unkompliziert und unbürokratisch, mit Beratung, Hilfe und auch mit Geld.

Die Stiftung fördert Angebote, die Krebskranke stärker machen, zum Beispiel Nachsorgekurse oder Vorsorgeangebote. Ich finde auch das Sportangebot für Krebspatientinnen und -patienten wichtig, von dem schon über 100 Betroffene profitiert haben, mit Sportgruppen in Stralsund, Bergen, Ribnitz-Damgarten und Barth. Speziell ausgebildete Physiotherapeuten helfen kostenfrei, fit zu sein für die Tumortherapie.“

Sie hat außerdem das Engagement von Stiftungsgründer Prof. Dr. Matthias Birth wertgeschätzt: „Sie haben viel erreicht für Menschen, die in unserem Land von Krebs betroffen sind. Sie sind ein Vorbild, Sie zeigen mit der Gala und ihrem persönlichen Engagement, wie gut und wichtig es ist, selbst aktiv zu sein und wieviel wir erreichen können, wenn wir uns einbringen.“

Schwesig machte in ihrer Rede auf die Bedeutung der Vorsorge, insbesondere der HPV-Impfung aufmerksam und sagte: „Für die meisten jungen Mädchen ist die Impfung inzwischen Standard und schützt sie ihr Leben lang, unter anderem vor Gebärmutterhalskrebs. Aber nur etwa die Hälfte der Jungen in unserem Land nimmt die Möglichkeit der Impfung wahr. Mit der HPV Impfung haben wir eine wirksame Waffe im Kampf gegen den Krebs.

Sie wirkt und verhindert eine Krebserkrankung im Nachfeld einer Infektion durch das Humane Papillom Virus. “Das Virus verursache nicht nur Gebärmutterhalskrebs, sondern auch Krebs im Mund- und Rachenbereich. Die Stiftung setze sich deshalb für eine bessere Aufklärung direkt an den Schulen ein und helfe so, weitere Erkrankungen zu verhindern.

Tag der Schulleiterinnen und Schulleiter

Psychische Gesundheit der Schulleitungen im Fokus

Rostock – An der Rostocker Universität treffen sich heute 265 Schulleiterinnen und Schulleiter aus ganz Mecklenburg-Vorpommern sowohl in Präsenz als auch digital, um über psychische Gesundheit zu sprechen. Der inzwischen 18. Tag der Schulleiterinnen und Schulleiter steht in diesem Jahr unter dem Thema „Gesund Führen in einer Welt, die von Komplexität, Digitalität und Pluralität geprägt ist“.

„Der anspruchsvolle Arbeitsalltag von Schulleitungen kann sehr herausfordernd sein – Sie tragen Verantwortung für Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte Kollegium. Darüber hinaus unterrichten sie, führen unzählige Gespräche, sind Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Kinder, Eltern und Schulträger. Sie sind unsere Schnittstelle zwischen Schulamt, Eltern- und Schülervertretungen.

Umso wichtiger ist es für Schulleitungen, ihre eigene physische und psychische Gesundheit zu erhalten und zu fördern. Denn nur so können sie die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden positiv beeinflussen. Daher freue ich mich sehr, dass so viele Schulleitungen dieses Angebot der Fortbildung und des Austausches wahrnehmen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg zum Auftakt des Schulleitungstages in Rostock.

Impulse zu diesem Thema gibt unter anderem Prof. Dr. Jörg Felfe. Der Universitätsprofessor für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg spricht darüber, wie „Gesundes Führen“ Teil einer professionellen Führungskultur ist. Darüber hinaus hebt die Sopranistin Claudia Duschner die Bedeutung der Stimme hervor. Bei einem abschließenden Table Talk kommen Schulleitungen, Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums und der Schulaufsicht sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Kultur miteinander ins Gespräch.

Fachtagung KI: 750 Schulleitungen und Lehrkräfte bilden sich weiter

Oldenburg: Schülerinnen und Schüler im Umgang mit KI-Anwendungen gezielt fördern

Schwerin – Künstliche Intelligenz (KI) verändert grundlegend, wie wir lernen, arbeiten und Wissen vermitteln. Lehrkräfte und Schulleitungen stehen vor der Aufgabe, neue Technologien pädagogisch sinnvoll, rechtssicher und verantwortungsvoll einzusetzen. Das Bildungsministerium unterstützt die Schulen bei dieser Aufgabe und lädt am Dienstag zur „Fachtagung KI in MV“ nach Rostock ein. Rund 750 Teilnehmende haben sich angemeldet.

„Wer KI kompetent nutzt, kann Lernprozesse individueller gestalten, Schülerinnen und Schüler gezielt fördern und sie auf eine digital geprägte Lebens- und Arbeitswelt vorbereiten“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg im Vorfeld der Veranstaltung. „Zugleich geht es nicht nur um konkrete Anwendungen im Unterricht, denn für Schulleitungen ist der Umgang mit KI auch eine zentrale Frage der Schulentwicklung. Es gilt, Orientierung zu geben, gemeinsame Haltungen im Kollegium zu entwickeln und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen.“

Das Land unterstützt die Schulen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz bereits umfassend. Lehrkräften stehen unter anderem eine Handreichung zum Umgang mit generativer KI, zahlreiche Fortbildungs- und Informationsangebote sowie die landesweite Lizenz für die Plattform „fobizz“ zur Verfügung. Darüber hinaus nutzen bereits einige Schulen das KI-gestützte Feedbacktool „FelloFish“ im Rahmen eines Pilotprojektes. Damit gehört Mecklenburg-Vorpommern zu den Vorreitern bei der strukturierten Einführung von KI in schulischen Kontext.

Die Fachtagung findet auf dem Ulmencampus der Universität Rostock statt und bietet neben praxisnahen Keynotes ein breites Workshop-Angebot. Ziel ist es, konkrete Handlungssicherheit im Umgang mit KI zu vermitteln und gleichzeitig Raum für Austausch, Diskussion und gemeinsame Entwicklung zu schaffen. Staatssekretär Tom Scheidung wird die Tagung um 9:00 Uhr eröffnen.

Internationaler Tag gegen Rassismus

Für Zusammenhalt, Respekt und Vielfalt

Schwerin – Anlässlich des morgigen Internationalen Tages gegen Rassismus (21. März 2026) ruft Jana Michael, Integrationsbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, zu einem klaren und gemeinsamen Engagement gegen jede Form von Rassismus und Ausgrenzung auf.

„Rassismus widerspricht unseren demokratischen Grundwerten und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betont Jana Michael und: „Gerade in Zeiten globaler Krisen, sozialer Unsicherheiten und zunehmender Polarisierung ist es wichtiger denn je, Haltung zu zeigen, Solidarität zu leben und Menschenwürde zu schützen.“

MV sei ein vielfältiges Land, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religionen und Lebensentwürfe zusammenleben. Diese Vielfalt sei eine Stärke, die es zu bewahren und aktiv zu fördern gelte. „Integration gelingt dort, wo Teilhabe ermöglicht wird, Diskriminierung keinen Platz hat und Begegnung auf Augenhöhe stattfindet“, so Michael.

Die Integrationsbeauftragte würdigt das Engagement zahlreicher Initiativen, Kommunen, Vereine und Ehrenamtlicher, die sich tagtäglich für ein respektvolles Miteinander einsetzen. Zugleich mahnt sie, rassistische Vorfälle konsequent zu benennen und Betroffene zu unterstützen.

„Rassismus beginnt nicht erst bei Gewalt – er zeigt sich auch in Worten, Blicken und Strukturen. Dem müssen wir entschieden entgegentreten. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für Offenheit, Respekt und Menschlichkeit. Eine demokratische Gesellschaft lebt davon, dass wir füreinander einstehen – heute und an jedem anderen Tag.“

Stadtradeln 2026: MV unterstützt Kommunen

Schwerin – Die bundesweite Aktion STADTRADELN ist in eine neue Runde gestartet: Seit wenigen Tagen ist die Anmeldeplattform für Kommunen freigeschaltet. Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Teilnahme auch in diesem Jahr aktiv – das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt übernimmt erneut die Teilnahmegebühren für interessierte Städte, Gemeinden und Landkreise.

Das Angebot wird bereits intensiv genutzt: Von dem durch das Umweltministerium bereitgestellten Fördertopf in Höhe von 60.000 Euro sind bereits rund 58 Prozent für die Anmeldegebühr gebunden.

Beim STADTRADELN treten Kommunen, Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie kommunale Vertreterinnen und Vertreter für einen Zeitraum von 21 Tagen gemeinsam in die Pedale. Ziel ist es, möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen und so ein Zeichen für klimafreundliche Mobilität, weniger Verkehr und mehr Lebensqualität vor Ort zu setzen. Die gefahrenen Kilometer werden online erfasst und können innerhalb der Kommunen und bundesweit verglichen werden.

Umweltminister Dr. Till Backhaus ruft weitere Kommunen zur Teilnahme auf: „Das STADTRADELN zeigt, wie Klimaschutz ganz konkret im Alltag funktionieren kann. Jede Strecke, die mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt wird, spart CO₂ und stärkt gleichzeitig Gesundheit und Lebensqualität. Deshalb unterstützen wir als Land die Kommunen ganz bewusst, indem wir die Teilnahmegebühren übernehmen.“

Die Aktion bietet Kommunen eine niedrigschwellige Möglichkeit, den Radverkehr sichtbarer zu machen und Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubinden.

„Dass bereits mehr als die Hälfte der Mittel nach kurzer Zeit gebunden ist, zeigt das große Interesse im Land. Ich kann alle Kommunen nur ermutigen, sich jetzt noch anzumelden und die verbleibenden Fördermittel zu nutzen“, so Backhaus.

Interessierte Kommunen können sich ab sofort über die Plattform anmelden:
https://www.stadtradeln.de/home

Bundesweiter Tag der Gesundheitsämter

Drese würdigt Arbeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes und zieht Bilanz zu Modernisierungsprogramm

Schwerin – Anlässlich des morgigen bundesweiten Tages der Gesundheitsämter hat Gesundheitsministerin Stefanie Drese heute in Schwerin die Bedeutung des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) für den Bevölkerungsschutz hervorgehoben. „Ob im Infektionsschutz, in der Prävention, bei Schuleingangsuntersuchungen oder mit Angeboten in der Gesundheitsberatung: Der ÖGD hat sich den Aufgaben verschrieben, die die Gesundheit der gesamten Bevölkerung in den Blick nehmen“, hob Drese hervor.

Dieses umfassende Aufgabengebiet ist in diesem Jahr auch der Impulsgeber für das Motto des Aktionstages, das „Vielfalt für die Gesundheit“ lautet. „Viele der Tätigkeiten unserer Gesundheitsämter laufen für die Bürgerinnen und Bürger eher im Verborgenen ab. Das kann die Trinkwasserüberprüfung sein, die Überwachung der Krankenhaus-, Umwelt- und Infektionshygiene oder die Gesundheitsberichterstattung. Dabei bieten unsere acht Gesundheitsämter mit ihren jeweils bis zu vier Außenstellen sowie unser Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) auch handfeste Hilfe und Unterstützung im Alltag“, erklärte die Ministerin.

Neben Beratungsangeboten zur Familienplanung, zu sexuell übertragbaren Krankheiten oder zur Zahngesundheit gebe es etwa die zahnärztlichen Gruppenprophylaxe, wie sie zum Beispiel in Kitas durchgeführt wird, sowie verschiedene Impfangebote. „Insgesamt 20.875 Impfungen, etwa gegen die Grippe, HPV oder Herpes Zoster wurden allein im vergangenen Jahr über die Gesundheitsämter verabreicht. Das sind rund 33 Prozent mehr, als noch 2023“, verdeutlichte Drese.

„Das zeigt aus meiner Sicht sehr eindrucksvoll, was unsere Gesundheitsämter leisten, unterstreicht aber auch, dass die Rolle des ÖGDs als dritte Säule des Gesundheitswesens weiter an Bedeutung zunimmt – auch fernab von Krisen wie Corona- und EHEC-Ausbrüchen“, so die Ministerin weiter. Mit einem mehrjährigem Modernisierungsprogramm habe das Land deshalb seit Oktober 2022 insbesondere die Digitalisierung im ÖGD vorangetrieben. Das Projekt wurde im Rahmen des bundesweiten Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst realisiert und durch Mittel der Europäischen Union in Höhe von insgesamt 6,39 Millionen Euro unterstützt.

„Eine Investition, die unseren Öffentlichen Gesundheitsdienst nachhaltig besser aufstellt“, zeigte sich Drese sicher. So seien unter anderem Investitionen in Hard- und Software getätigt und die Weichen für eine Anbindung der Gesundheitsämter sowie des LAGuS an die Telematikinfrastruktur gestellt worden. „Auf diesem Wege kann künftig eine sichere und direkte Kommunikation untereinander, aber auch zu Praxen und Krankenhäusern gewährleistet werden“, begrüßte die Ministerin. Erprobt wurde dieser Austausch etwa bei den Meldungen der kindlichen U-Untersuchungen.

„Damit nicht nur die Technik auf dem neusten Stand der Zeit ist, haben wir zudem in Personalfortbildung investiert, die Landarztquote auf den ÖGD ausgeweitet und erstmals sogar eine eigene Digitalisierungsstrategie erarbeitet, damit wir nach dem Ende dieses Modernisierungsprogrammes nicht stehen bleiben, sondern auch den Weg in die Zukunft schon einleiten“, bilanzierte Drese und dankte allen, die an diesem Prozess mitgewirkt haben.

Wer die Gesundheitsämter in MV nun besser kennenlernen möchte, hat morgen bereits die Chance dazu. In HagenowBergen auf Rügen und in Wismar öffnen die Gesundheitsämter zum Aktionstag ihre Türen und bieten ein spannendes Programm für Jung und Alt. Weitere Informationen finden Interessierte auf den Seiten der jeweiligen Landkreise.