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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

Fachtagung KI: 750 Schulleitungen und Lehrkräfte bilden sich weiter

Oldenburg: Schülerinnen und Schüler im Umgang mit KI-Anwendungen gezielt fördern

Schwerin – Künstliche Intelligenz (KI) verändert grundlegend, wie wir lernen, arbeiten und Wissen vermitteln. Lehrkräfte und Schulleitungen stehen vor der Aufgabe, neue Technologien pädagogisch sinnvoll, rechtssicher und verantwortungsvoll einzusetzen. Das Bildungsministerium unterstützt die Schulen bei dieser Aufgabe und lädt am Dienstag zur „Fachtagung KI in MV“ nach Rostock ein. Rund 750 Teilnehmende haben sich angemeldet.

„Wer KI kompetent nutzt, kann Lernprozesse individueller gestalten, Schülerinnen und Schüler gezielt fördern und sie auf eine digital geprägte Lebens- und Arbeitswelt vorbereiten“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg im Vorfeld der Veranstaltung. „Zugleich geht es nicht nur um konkrete Anwendungen im Unterricht, denn für Schulleitungen ist der Umgang mit KI auch eine zentrale Frage der Schulentwicklung. Es gilt, Orientierung zu geben, gemeinsame Haltungen im Kollegium zu entwickeln und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen.“

Das Land unterstützt die Schulen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz bereits umfassend. Lehrkräften stehen unter anderem eine Handreichung zum Umgang mit generativer KI, zahlreiche Fortbildungs- und Informationsangebote sowie die landesweite Lizenz für die Plattform „fobizz“ zur Verfügung. Darüber hinaus nutzen bereits einige Schulen das KI-gestützte Feedbacktool „FelloFish“ im Rahmen eines Pilotprojektes. Damit gehört Mecklenburg-Vorpommern zu den Vorreitern bei der strukturierten Einführung von KI in schulischen Kontext.

Die Fachtagung findet auf dem Ulmencampus der Universität Rostock statt und bietet neben praxisnahen Keynotes ein breites Workshop-Angebot. Ziel ist es, konkrete Handlungssicherheit im Umgang mit KI zu vermitteln und gleichzeitig Raum für Austausch, Diskussion und gemeinsame Entwicklung zu schaffen. Staatssekretär Tom Scheidung wird die Tagung um 9:00 Uhr eröffnen.

Internationaler Tag gegen Rassismus

Für Zusammenhalt, Respekt und Vielfalt

Schwerin – Anlässlich des morgigen Internationalen Tages gegen Rassismus (21. März 2026) ruft Jana Michael, Integrationsbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, zu einem klaren und gemeinsamen Engagement gegen jede Form von Rassismus und Ausgrenzung auf.

„Rassismus widerspricht unseren demokratischen Grundwerten und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betont Jana Michael und: „Gerade in Zeiten globaler Krisen, sozialer Unsicherheiten und zunehmender Polarisierung ist es wichtiger denn je, Haltung zu zeigen, Solidarität zu leben und Menschenwürde zu schützen.“

MV sei ein vielfältiges Land, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religionen und Lebensentwürfe zusammenleben. Diese Vielfalt sei eine Stärke, die es zu bewahren und aktiv zu fördern gelte. „Integration gelingt dort, wo Teilhabe ermöglicht wird, Diskriminierung keinen Platz hat und Begegnung auf Augenhöhe stattfindet“, so Michael.

Die Integrationsbeauftragte würdigt das Engagement zahlreicher Initiativen, Kommunen, Vereine und Ehrenamtlicher, die sich tagtäglich für ein respektvolles Miteinander einsetzen. Zugleich mahnt sie, rassistische Vorfälle konsequent zu benennen und Betroffene zu unterstützen.

„Rassismus beginnt nicht erst bei Gewalt – er zeigt sich auch in Worten, Blicken und Strukturen. Dem müssen wir entschieden entgegentreten. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für Offenheit, Respekt und Menschlichkeit. Eine demokratische Gesellschaft lebt davon, dass wir füreinander einstehen – heute und an jedem anderen Tag.“

Stadtradeln 2026: MV unterstützt Kommunen

Schwerin – Die bundesweite Aktion STADTRADELN ist in eine neue Runde gestartet: Seit wenigen Tagen ist die Anmeldeplattform für Kommunen freigeschaltet. Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Teilnahme auch in diesem Jahr aktiv – das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt übernimmt erneut die Teilnahmegebühren für interessierte Städte, Gemeinden und Landkreise.

Das Angebot wird bereits intensiv genutzt: Von dem durch das Umweltministerium bereitgestellten Fördertopf in Höhe von 60.000 Euro sind bereits rund 58 Prozent für die Anmeldegebühr gebunden.

Beim STADTRADELN treten Kommunen, Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie kommunale Vertreterinnen und Vertreter für einen Zeitraum von 21 Tagen gemeinsam in die Pedale. Ziel ist es, möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen und so ein Zeichen für klimafreundliche Mobilität, weniger Verkehr und mehr Lebensqualität vor Ort zu setzen. Die gefahrenen Kilometer werden online erfasst und können innerhalb der Kommunen und bundesweit verglichen werden.

Umweltminister Dr. Till Backhaus ruft weitere Kommunen zur Teilnahme auf: „Das STADTRADELN zeigt, wie Klimaschutz ganz konkret im Alltag funktionieren kann. Jede Strecke, die mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt wird, spart CO₂ und stärkt gleichzeitig Gesundheit und Lebensqualität. Deshalb unterstützen wir als Land die Kommunen ganz bewusst, indem wir die Teilnahmegebühren übernehmen.“

Die Aktion bietet Kommunen eine niedrigschwellige Möglichkeit, den Radverkehr sichtbarer zu machen und Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubinden.

„Dass bereits mehr als die Hälfte der Mittel nach kurzer Zeit gebunden ist, zeigt das große Interesse im Land. Ich kann alle Kommunen nur ermutigen, sich jetzt noch anzumelden und die verbleibenden Fördermittel zu nutzen“, so Backhaus.

Interessierte Kommunen können sich ab sofort über die Plattform anmelden:
https://www.stadtradeln.de/home

Bundesweiter Tag der Gesundheitsämter

Drese würdigt Arbeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes und zieht Bilanz zu Modernisierungsprogramm

Schwerin – Anlässlich des morgigen bundesweiten Tages der Gesundheitsämter hat Gesundheitsministerin Stefanie Drese heute in Schwerin die Bedeutung des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) für den Bevölkerungsschutz hervorgehoben. „Ob im Infektionsschutz, in der Prävention, bei Schuleingangsuntersuchungen oder mit Angeboten in der Gesundheitsberatung: Der ÖGD hat sich den Aufgaben verschrieben, die die Gesundheit der gesamten Bevölkerung in den Blick nehmen“, hob Drese hervor.

Dieses umfassende Aufgabengebiet ist in diesem Jahr auch der Impulsgeber für das Motto des Aktionstages, das „Vielfalt für die Gesundheit“ lautet. „Viele der Tätigkeiten unserer Gesundheitsämter laufen für die Bürgerinnen und Bürger eher im Verborgenen ab. Das kann die Trinkwasserüberprüfung sein, die Überwachung der Krankenhaus-, Umwelt- und Infektionshygiene oder die Gesundheitsberichterstattung. Dabei bieten unsere acht Gesundheitsämter mit ihren jeweils bis zu vier Außenstellen sowie unser Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) auch handfeste Hilfe und Unterstützung im Alltag“, erklärte die Ministerin.

Neben Beratungsangeboten zur Familienplanung, zu sexuell übertragbaren Krankheiten oder zur Zahngesundheit gebe es etwa die zahnärztlichen Gruppenprophylaxe, wie sie zum Beispiel in Kitas durchgeführt wird, sowie verschiedene Impfangebote. „Insgesamt 20.875 Impfungen, etwa gegen die Grippe, HPV oder Herpes Zoster wurden allein im vergangenen Jahr über die Gesundheitsämter verabreicht. Das sind rund 33 Prozent mehr, als noch 2023“, verdeutlichte Drese.

„Das zeigt aus meiner Sicht sehr eindrucksvoll, was unsere Gesundheitsämter leisten, unterstreicht aber auch, dass die Rolle des ÖGDs als dritte Säule des Gesundheitswesens weiter an Bedeutung zunimmt – auch fernab von Krisen wie Corona- und EHEC-Ausbrüchen“, so die Ministerin weiter. Mit einem mehrjährigem Modernisierungsprogramm habe das Land deshalb seit Oktober 2022 insbesondere die Digitalisierung im ÖGD vorangetrieben. Das Projekt wurde im Rahmen des bundesweiten Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst realisiert und durch Mittel der Europäischen Union in Höhe von insgesamt 6,39 Millionen Euro unterstützt.

„Eine Investition, die unseren Öffentlichen Gesundheitsdienst nachhaltig besser aufstellt“, zeigte sich Drese sicher. So seien unter anderem Investitionen in Hard- und Software getätigt und die Weichen für eine Anbindung der Gesundheitsämter sowie des LAGuS an die Telematikinfrastruktur gestellt worden. „Auf diesem Wege kann künftig eine sichere und direkte Kommunikation untereinander, aber auch zu Praxen und Krankenhäusern gewährleistet werden“, begrüßte die Ministerin. Erprobt wurde dieser Austausch etwa bei den Meldungen der kindlichen U-Untersuchungen.

„Damit nicht nur die Technik auf dem neusten Stand der Zeit ist, haben wir zudem in Personalfortbildung investiert, die Landarztquote auf den ÖGD ausgeweitet und erstmals sogar eine eigene Digitalisierungsstrategie erarbeitet, damit wir nach dem Ende dieses Modernisierungsprogrammes nicht stehen bleiben, sondern auch den Weg in die Zukunft schon einleiten“, bilanzierte Drese und dankte allen, die an diesem Prozess mitgewirkt haben.

Wer die Gesundheitsämter in MV nun besser kennenlernen möchte, hat morgen bereits die Chance dazu. In HagenowBergen auf Rügen und in Wismar öffnen die Gesundheitsämter zum Aktionstag ihre Türen und bieten ein spannendes Programm für Jung und Alt. Weitere Informationen finden Interessierte auf den Seiten der jeweiligen Landkreise.

Bürgerforum mit Minister Backhaus im Nationalparkamt

Schwerin – Im Rahmen des Saisonauftaktes im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft lädt das Nationalparkamt gemeinsam mit dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern zu einem Bürgerforum ein.

Die Veranstaltung findet am 25. März um 17:00 Uhr im Nationalparkamt Vorpommern in Born, Im Forst 5, 18375 Born a. Darß, statt. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, ihre Fragen, Anregungen und Anliegen einzubringen und direkt mit Minister Dr. Till Backhaus ins Gespräch zu kommen.

Im Mittelpunkt stehen dabei Themen, die derzeit viele Menschen in der Region bewegen. Dazu gehört unter anderem der geplante Offshore-Windpark „Gennaker“, eines der größten Windenergieprojekte in der deutschen Ostsee, um die Entwicklung der Halbinsel Pütnitz bei Ribnitz-Damgarten, wo auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflugplatzes ein großes touristisches Projekt entstehen soll, und den geplanten Bau eines Tourismuszentrums in Ahrenshoop.

„Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist ein einzigartiger Naturraum und zugleich Lebens- und Arbeitsraum vieler Menschen. Mir ist wichtig, dass wir über aktuelle Entwicklungen offen sprechen und die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen“, sagte Minister Backhaus im Vorfeld der Veranstaltung.

Das Bürgerforum ist Teil des Saisonauftaktes 2026 im Nationalparkamt Born, der bereits ab dem Nachmittag mit einem Tag der offenen Tür, Vorträgen, Führungen und Informationsangeboten der Nationalparkpartner beginnt. Besucherinnen und Besucher können sich über die Arbeit des Nationalparks informieren, an Führungen teilnehmen und mit Mitarbeitenden des Nationalparkamtes sowie Partnern aus der Region ins Gespräch kommen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen und sich zu informieren.

Der Eintritt ist frei.

Weltverbrauchertag: Hoher Bedarf an Energieberatungen in M-V

Verbraucherschutzministerin Jacqueline Bernhardt: „Pro Arbeitstag führte die Verbraucherzentrale 2025 rund 14 Energiegespräche.“

Schwerin – „Die Energiepreise steigen wieder. Der Ausgang ist ungewiss. Für viele ist auch die Gesetzeslage zum Thema Heizen unklar. Der Bedarf an Energieberatungen der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern bleibt somit ungebrochen hoch. Im Jahr 2021 waren es insgesamt 2.286 Energieberatungen im Land. Dazu zählen neben den 1.900 technischen Beratungen auch 336 Rechtsberatungen zu Strom- und Gasverträgen.

Das hat sich in den letzten drei Jahren auf über 3.500 eingepegelt. Im Jahr 2025 waren es 3.565 Beratungsgespräche, davon 505 Rechtsberatungen. Statistisch gesehen kamen somit auf jeden der 251 Arbeitstage gerechnet rund 14 Energieberatungen täglich. Daher ist es wichtig, dass die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern von Bund und Land unterstützt wird. Allein das Land hat in 2025 insgesamt 927.000 Euro an Mitteln bereitgestellt.

Die Verbraucherzentrale M-V bleibt ein wichtiger Anlaufpunkt. Vor allem Menschen mit geringeren Einkommen sind von der unsicheren Lage betroffen und suchen die Beratung“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März.

Die Vorständin der Verbraucherzentrale Mecklenburg‑Vorpommern Wiebke Cornelius: „Die Beratungsnachfrage ist insbesondere in den Themenfeldern Energie und Wohnen hoch. Gefragt sind vor allem Unterstützung bei Heizkostenabrechnungen, Orientierung zu erneuerbaren Energien, etwa Photovoltaik, Eigenverbrauch, Speicher und Fördermöglichkeiten sowie Entscheidungshilfen zu moderner Heiztechnik im Bestand von der Eignungsprüfung bis zur Angebotsbewertung.

Unsere Beratung macht den Unterschied bei Betriebskosten, erneuerbaren Energien oder Wärmepumpen. Wir prüfen Angebote, erklären Abrechnungen und zeigen praxisnah, wie der Alltag sicher und bezahlbar bleibt.“ Die Verbraucherzentrale M-V berät landesweit in sechs Beratungsstellen und zusätzlich in 23 Energiestützpunkten mit 19 Beratenden.

Internationale Wochen gegen Rassismus ab Montag in M-V

Schwerin – Ab Montag, den 16. März 2026, starten die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Bis zum 29. März finden bundesweit und natürlich auch in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Aktionen, Veranstaltungen und Begegnungsformate unter dem Motto „100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ statt.

„Ich freue mich sehr, dass sich viele Organisationen, Initiativen und engagierte Menschen an den Internationalen Wochen gegen Rassismus beteiligen. Vielen Dank für dieses wichtige Engagement“, sagt die Integrationsbeauftragte des Landes MV, Jana Michael und ergänzt:

„Meine Botschaft für uns alle lautet: Wir alle müssen Antirassistinnen und Antirassisten werden – unabhängig davon, woher wir kommen. Rassismus und Antisemitismus wirken wie ein langsam wirkendes Gift in unserer Gesellschaft. Deshalb ist es wichtig, dass wir bereit sind, uns selbst zu reflektieren, Perspektiven zu wechseln und neue Ideen für ein respektvolles und solidarisches Zusammenleben umzusetzen.“

Auch in Mecklenburg-Vorpommern beteiligen sich zahlreiche Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteuren mit eigenen Veranstaltungen an den bundesweiten Aktionstagen.

Ein zentraler Akzent der diesjährigen Aktionswochen im Nordosten ist die gemeinsame Kooperationsveranstaltung von Jana Michael, der Landesintegrationsbeauftragten, mit der Amadeu Antonio Stiftung. Unter dem Titel „Zusammenleben unter Druck: Antisemitismus, Rassismus und ihre Auswirkungen auf Integration“ findet diese am Mittwoch, 25. März 2026, im Schloss in Schwerin statt. Die Veranstaltung bietet Fachimpulse, ein Podiumsgespräch sowie Raum für Austausch und Vernetzung.

„Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung brauchen wir Orte des Dialogs, der Information und der Solidarität. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus setzen dafür ein wichtiges Zeichen – auch hier in Mecklenburg-Vorpommern“, so Jana Michael abschließend.

Jahresempfang der Vereinigung der Unternehmensverbände

Schwesig: Bei den Benzinpreisen muss wirksam gegengesteuert werden

Hasenwinkel – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat auf dem Jahresempfang der Vereinigung der Unternehmensverbände wirksame Maßnahmen der Bundesregierung gegen den Anstieg der Benzinpreise gefordert.

„Der Angriff auf den Iran mit seinen unkalkulierbaren Folgen für die Menschen in der Region, für den Ölpreis, für internationale Lieferketten beunruhigt uns alle. In dieser Situation seien drei Punkte wichtig. „Deutschland darf keine Kriegspartei werden. Wir dürfen uns nicht in einen unkontrollierten Konflikt hineinziehen lassen.“, sagte die Ministerpräsidentin bei der Veranstaltung auf Schloss Hasenwinkel. Außerdem müsse alles getan werden, damit die Flugrouten und Handelswege schnell wieder passierbar werden. „Das Letzte, was wir jetzt brauchen, sind weitere weltwirtschaftliche Verwerfungen.“

Es sei „absolut inakzeptabel“, dass die Mineralölkonzerne  den Benzinpreis stark heraufgesetzt haben. „Die Benzinpreise in Deutschland sind viel zu hoch. Hier muss gegengesteuert werden. Die Benzinpreise in Deutschland müssen sofort wieder runter “, sagte Schwesig. Deshalb reiche der Vorschlag der Bundeswirtschaftsministerin, dass die Tankstellen die Preise nur einmal am Tag erhöhen dürfen, nicht aus. „Dieser Vorschlag ist zu schwach. Das Kartellrecht muss so verschärft werden, dass es erst gar nicht zu diesen spekulativen Preissteigerungen kommt.“, sagte Schwesig weiter. „Sonst müssen die Übergewinne der Mineralölkonzerne abgeschöpft und damit die Energiesteuern gesenkt werden. Wir müssen die Menschen jetzt dringend entlasten. Was wir brauchen, ist eine wirksame Spritpreisbremse.“

Im Land setzt die Ministerpräsidentin weiterhin auf Gemeinsamkeit, Verlässlichkeit und Stabilität. Es sei die wichtigste Aufgabe im Land, die Wirtschaft weiter voranzubringen, damit Arbeitsplätze entstehen und gesichert werden. Landesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften würden im Land eng zusammenarbeiten. „Die Sozialpartnerschaft ist auch eine Errungenschaft unserer Demokratie. Wir übernehmen gemeinsam Verantwortung, Staat und Wirtschaft, Arbeitgeber und Gewerkschaften. Wir suchen gemeinsam nach Lösungen und sind bereit zu Kompromissen. Wir teilen die Überzeugung, dass wirtschaftlicher Erfolg ein wichtiger Baustein des Vertrauens in ein Land und eine Demokratie ist. Wir teilen auch die Überzeugung, dass wirtschaftlicher Erfolg auf Dauer nur dann tragfähig ist, wenn er mit Arbeitsplatzsicherheit, gerechten Löhnen und sozialem Zusammenhalt verbunden ist. Damit ist Deutschland in mehr als 80 Jahren Nachkriegsgeschichte gut gefahren. Damit machen wir in Mecklenburg-Vorpommern seit 35 Jahren gute Erfahrungen. Das müssen wir uns gemeinsam bewahren“, erklärte die Ministerpräsidentin.

In den kommenden Jahren komme es vor allem darauf an, Investoren für das Land zu gewinnen, Wachstumsbranchen wie den Tourismus, die Gesundheitswirtschaft und die maritime Industrie zu stärken, die Infrastruktur weiter aus- und Bürokratie abzubauen. „Wir haben das gemeinsame Anliegen, unsere Wirtschaft voranzubringen und Arbeitsplätze zu sichern. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam weitergehen.“