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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

Ausschreibungsstart für das Referendariat ab 1. Oktober 2026

Oldenburg: In Mecklenburg-Vorpommern erhält jede zulassungsfähige Bewerbung ein Einstellungsangebot

Schwerin – Lehramtsabsolventinnen und -absolventen können sich bis zum 8. Juni 2026 für ein zum 1. Oktober 2026 beginnendes Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern bewerben. Die freien Stellen sind auf dem Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de ausgeschrieben. „In Mecklenburg-Vorpommern erhält jede zulassungsfähige Bewerbung auch ein Einstellungsangebot für den Vorbereitungsdienst“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die Absolventinnen und Absolventen können sich auf landesweite oder schulbezogene Stellen bewerben. Bei schulbezogenen Stellen ist die zukünftige Ausbildungsschule bereits in der Ausschreibung festgelegt. Bewerben können sich Personen, die neben dem erforderlichen Lehramt auch das entsprechende Bedarfsfach oder die Bedarfsfachrichtung studiert haben. Ein Abschluss im Zweitfach bzw. in der zweiten Fachrichtung erhöht die Chancen der Bewerberinnen und Bewerber, eine Zusage für die Wunschstelle zu bekommen, ist jedoch nicht zwingend erforderlich.

Bei landesweiten Stellen ist die Ausbildungsschule zum Zeitpunkt der Bewerbung noch offen. Sie wird nach Ablauf der Bewerbungsfrist anhand der Fächerkombination und des Bedarfs im Bundesland individuell gesucht und zugewiesen. Bei der Bewerbung auf eine landesweite Stelle können Wünsche hinsichtlich konkreter Schulen, Orte, Landkreise oder Schulamtsbereiche geäußert werden. Diese werden im Verteilungsverfahren nach Möglichkeit berücksichtigt. Erfahrungsgemäß werden bei rund 80 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber auf eine landesweite Stelle die Wünsche bei der Zuweisung umgesetzt.

„Um den Referendarinnen und Referendaren mehr Planungssicherheit für ihre Zukunft zu bieten, gibt es in Mecklenburg-Vorpommern die Übernahmegarantie“, so Simone Oldenburg. „Diese ermöglicht es den Absolventinnen und Absolventen, nach Abschluss ihres Vorbereitungsdienstes ohne ein erneutes Bewerbungsverfahren an ihrer Ausbildungsschule zu verbleiben oder in einem landesinternen Verfahren Wünsche für Schulen auszusprechen. So können sie nahtlos in den Schuldienst des Landes einsteigen.“

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bildungsministeriums informieren regelmäßig über das Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern. In Vorträgen an den Universitäten und in digitalen Informations-Veranstaltungen geben sie einen Einblick in den Ablauf des Referendariats und liefern hilfreiche Informationen für die Bewerbung. Lehramtsstudierende haben dabei die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen.

Die nächsten Vortragstermine:

  • Dienstag, 2. Juni 2026, 17:15 – 18:45 Uhr, Universität Rostock, Arno-Esch-Hörsaal 2, Ulmencampus
  • Donnerstag, 8. Juli 2026, 16:15 – 17:45 Uhr, Universität Greifswald, Ernst-Lohmeyer-Platz 6, Hörsaal 2
  • Mittwoch, 9. September 2026, digitale Informations-Veranstaltung zum Referendariat ab 1. Februar 2027
  • Mittwoch, 11. November 2026, digitale Informations-Veranstaltung zum Referendariat ab 1. April 2027

Weitere Informationen zum Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern sowie alle freien Stellen sind unter https://www.lehrer-in-mv.de/referendariat zu finden.

Deutsche Jugend-Motocross-Meisterschaft eröffnet

Tessin – Am heutigen Montag richtet der MCC Tessin e.V. bereits zum 68. Mal das Pfingstrennen im Motocross am Echoberg aus. In zwei Jugendklassen wird dabei um die deutsche Meisterschaft gefahren, in zwei weiteren um die Landesmeisterschaft. Sportministerin Stefanie Drese eröffnete das Rennen heute und hob in ihrer Ansprache die Tradition des Motorsports in Mecklenburg-Vorpommern und die hervorragende Jugendarbeit des MCC Tessin hervor.

„Der Echoberg gehört nicht umsonst zu den bekanntesten Rennstrecken im Land. Bereits seit 1991 werden hier auf 1450m Strecke Landes-Meisterschaften in allen Klassen ausgetragen“, erklärte Drese. Bis zu 40 Solomaschinen finden so zeitgleich Platz, 2500 regelmäßig vollständig belegte Zuschauerplätze und eine neu gestaltete Kindercrossbahn runden das Angebot ab.

„Diese schafft beste Bedingungen für die starke Kinder- und Jugendarbeit, die sich der Verein auf die Fahnen geschrieben hat. Und das äußerst eindrucksvoll, so gehören den jungen Sparten mehr als 100 Mitglieder an“, erklärte Drese. Zudem veranstalte der MCC Tessin regelmäßig Sommercamps sowie kostenlose Schnuppertrainings, bei denen Interessierte den Motorsport selbst ausprobieren können.

„Die Ergebnisse dieser intensiven Arbeit können sich sehen lassen. Allein im letzten Jahr sind 34 Fahrer des Vereins bei Landesmeisterschaften angetreten – der jüngste davon im Alter von nur fünf Jahren“, so Drese weiter. Auch über die Landesgrenzen hinaus habe sich der MCC so Rang und Namen gemacht.

Drese freue sich deshalb, dass zuletzt auch das Land mit einer Förderung aus dem Bürgerfonds für einen WC-Container zur Attraktivitätssteigerung des Vereins beigetragen könnte. „Dieser sorgt für eine enorme Verbesserung der Bedingungen für Training und Wettkämpfe. Denn gerade im Nachwuchsbereich sind längere Trainingseinheiten ohne ein WC nur mangelhaft umsetzbar“, verdeutlichte die Ministerin.

Drese brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass der Verein nun noch weiter wächst und noch mehr Kindern den Motorsport näherbringt. „Veranstaltungen wie das Pfingstrennen tragen dazu mit ihrer Strahlkraft sicherlich weiterhin bei“, erklärte Drese. Die Ministerin wünschte allen Fahrerinnen und Fahrern faire und erfolgreiche Wettkämpfe sowie den Zuschauerinnen und Zuschauern noch viele spannende Rennen am Echoberg.

Jugendgruppen üben für den Ernstfall

Drese besucht Länderjugendlager des Technischen Hilfswerkes

Stralsund – Einmal im Jahr treffen sich die Jugendgruppen des Technischen Hilfswerks (THW) der Nordländer abwechselnd in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zum traditionellen Länderjugendlager. Gemeinsam gestalten sie das kommende Wochenende in Stralsund mit verschiedenen Ausflügen und Workshops, etwa zur Ersten Hilfe oder zum richtigen Retten aus Höhen und Tiefen.

Sozialministerin Stefanie Drese besuchte die Teilnehmenden heute am ersten Tag des Jugendlagers und hob die große Bedeutung des Ehrenamtes für den Bevölkerungsschutz hervor. „Das THW zeigt eindrucksvoll, wie wichtig engagierte Menschen für unsere Gesellschaft sind. Gerade junge Menschen übernehmen hier früh Verantwortung, lernen Teamgeist und Hilfsbereitschaft. Das stärkt nicht nur den Katastrophenschutz, sondern auch den solidarischen Zusammenhalt“, erklärte sie.

Besonders beeindruckt zeigte sich die Ministerin vom Engagement der Jugendlichen und Betreuenden, die ihre Freizeit investieren, um sich auf Einsätze und Notlagen vorzubereiten. „Statt eines freien Pfingstwochenendes stehen hier die Grundsätze der Ersten Hilfe und verschiedene Rettungsmethoden auf dem Plan. Ganz praxisnah werden die Teilnehmenden also zu echten Lebensretterinnen und Lebensrettern, stärken aber auch ihr Selbstvertrauen und das eigene Verantwortungsbewusstsein“, so Drese.

Damit würden die Teilnehmenden wichtige Fähigkeiten erwerben, die auch fernab der Veranstaltung in den mittlerweile 18 Jugendgruppen (Ortsgruppen) des THW in Mecklenburg-Vorpommern vermittelt werden. Das Eintrittsalter liegt dabei in der Regel bei 10 Jahren. „Manche Ortsgruppen bieten aber auch sogenannte Minigruppen für Interessierte Kinder ab sechs Jahren an“, hob die Ministerin hervor.

Sie hoffe, dass die länderübergreifenden Jugendlager dazu beitragen, die Mitgliedschaft im THW noch attraktiver zu machen. „Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen brauchen junge Menschen Orte, an denen sie Gemeinschaft erleben, sich bewegen, sich weiterentwickeln und aktiv einbringen können“, erklärte Drese und dankte allen, die an der Organisation mitgewirkt haben.

Energieministerkonferenz 2026

Minister Dr. Blank: „M-V steht für einen Ausbau der Erneuerbaren – Hand in Hand mit den Menschen“

Norderney – Zum Auftakt der Energieministerkonferenz (ENMK) auf Norderney hat Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Dr. Wolfgang Blank, die energiepolitischen Schwerpunkte des Landes bekräftigt. Mecklenburg-Vorpommern setzt auf einen klug ausgesteuerten Ausbau der erneuerbaren Energien, mehr Wertschöpfung vor Ort, und eine hohe Resilienz und Sicherheit der Energieversorgung.

Mecklenburg-Vorpommern schlägt „Resilienzcluster“ vor – Unterstützung durch E.DIS und WEMAG

Mecklenburg-Vorpommern setzt sich im Rahmen der ENMK für mehr Resilienz und Versorgungssicherheit ein. „Die Energieversorgung muss auch in Krisenlagen verlässlich funktionieren. Deshalb setzen wir uns für den Aufbau sogenannter Resilienzcluster ein. Sie sollen dazu beitragen, die Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit Energie auch in Ausnahmesituationen sicherzustellen“, so Blank weiter.

Innerhalb dieser Resilienzcluster sollen Netzersatzanlagen, wichtiges Material für Reparaturen sowie geschulte Einsatzteams zentral gebündelt werden: „Statt, dass jeder Netzbetreiber individuelle Redundanzen schafft, werden die Kapazitäten effizient in Clustern gebündelt. Ich freue mich über die klare Unterstützung unserer Idee von E.DIS und WEMAG, die Energieversorgung mit Resilienzclustern abzusichern.“

Patrick Wittenberg, Vorstandsvorsitzender der E.DIS AG, erklärt dazu: „Das Thema Resilienz ist uns sehr wichtig. Schon heute gehört gegenseitige, freiwillige Hilfe zur gelebten Praxis unter den Netzbetreibern. Die E.DIS befürwortet, Fachwissen, Ressourcen und Handlungsfähigkeit verschiedener Akteure noch stärker zusammen zu denken. Am Ende gilt es, die Resilienz des gesamten Energiesystems möglichst effizient zu stärken.“

Thomas Murche, Vorstandsmitglied WEMAG: „Die sichere Energieversorgung für Wirtschaft und Bevölkerung hat für uns oberste Priorität. Den Vorschlag aus Mecklenburg-Vorpommern zur Stärkung der Resilienz unterstützen wir ausdrücklich – insbesondere den Ansatz gemeinsamer Resilienzcluster, die Ressourcen bündeln und im Krisenfall schnelle Hilfe ermöglichen. Die WEMAG kann sich gut vorstellen, als Modellregion einen aktiven Beitrag zu leisten und praktische Erfahrungen in den weiteren Ausbau solcher Strukturen einzubringen.“

M-V setzt sich zudem dafür ein, dass die Standorte Rostock und Lubmin bei der Kraftwerkstrategie des Bundes gesetzt werden. Diese Standorte sind aufgrund der bestehenden Infrastruktur, ihrer Netzanbindung sowie ihrer Perspektive im Wasserstoffsystem in besonderer Weise geeignet. Der Nordosten muss ausreichend berücksichtigt werden, um die Versorgungssicherheit jederzeit zu gewährleisten.

„Mecklenburg-Vorpommern steht für ein Zusammenspiel der Stromnetze und des erneuerbaren Energieausbaus. Wir setzen auf mehr regionale Wertschöpfung und auf hohe Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger“, sagte Blank zum Start der Konferenz.

Rechenzentren und andere große Stromverbraucher sollen entstehen, wo es strategisch sinnvoll ist

Mit Blick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes verwies Minister Dr. Blank auf die besonderen Standortvorteile Mecklenburg-Vorpommerns: „Mit viel erneuerbarem Strom und einer geografisch günstigen Lage im Ostseeraum bietet Mecklenburg-Vorpommern hervorragende Voraussetzungen für die Ansiedlung stromintensiver Unternehmen – etwa von Rechenzentren.

Solche Ansiedlungen sollen dort entstehen, wo sie strategisch sinnvoll sind. Wie Batteriespeicher und andere große Stromverbraucher können auch Rechenzentren einen Beitrag zu einem flexibleren und effizienteren Energiesystem leisten. Dazu gehört, dass die erzeugte Abwärme gezielt in Wärmenetze oder industrielle Anwendungen vor Ort fließt.“ Wichtig für Mecklenburg-Vorpommern ist außerdem, dass die Länder ausreichend „Beinfreiheit behalten“, um Neuansiedlungen strategisch zu steuern und regionale Potenziale nutzen zu können.

Europäische Tagung der Leitungen von Justizvollzugsschulen in M-V

Justizministerin Jacqueline Bernhardt begrüßt in Güstrow Gäste aus 15 deutschen Bundesländern, Österreich und der Schweiz.

Güstrow – „Ich freue mich, die Leiterinnen und Leiter der Justizvollzugsschulen aus fast allen Bundesländern, der Schweiz und Österreich dieses Jahr in Güstrow begrüßen zu dürfen. Die jährliche Tagung hat in Güstrow historischen Charakter. Hier soll Luxemburg offiziell als neuer Teilnehmer aufgenommen werden. Der Austausch auf der Tagung ist wie die Arbeit im Vollzug sehr wichtig. Länderübergreifend haben wir alle ein Ziel:

Unsere Auszubildenden sollen das Rüstzeug für die Straffälligenarbeit, für Resozialisierungsarbeit bekommen. Wenn es uns gelingt, verurteilte Menschen nach der Haftentlassung auf ein Leben ohne neue Straftaten vorbereitet zu haben, dann haben wir für das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft das Beste geleistet. Das bedeutet aber auch, dass wir unsere Ausbildung stetig auf den Prüfstand stellen und mit der Zeit gehen“, sagte die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow zur Begrüßung der 20 Tagungsgäste.

„Wir haben unsere Ausbildung bewusst praxisnah ausgerichtet. Die Lernphasen in den Justizvollzugsanstalten sind unverzichtbar für das Verständnis im Vollzug. Auch dass wir am Ende der Ausbildung eine praktische Prüfung fordern, trägt zur Qualität der Ausbildung bei. Der theoretische Teil wurde weiterentwickelt. Als Ministerin, die neben der Justiz auch für Gleichstellung zuständig ist, bin ich sehr dankbar, dass aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und Themen Einzug in den Lehrplan gehalten haben wie etwa der Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz oder Mobbing. Diese Themen sollen aber nicht nur Theorie sein. Wir haben auch praktische Umsetzungen vollzogen. In der JVA Bützow beispielsweise gibt es ein Supervisions- und Schutzformat für weibliche Bedienstete“, so Ministerin Bernhardt.

„Die Gleichstellungspolitik hat in meiner Amtszeit einen sehr bedeutenden Platz in der gesamten Justiz eingenommen. Wenn ich mir die gesellschaftlichen Debatten und auch die Vorfälle zum Nachteil von Frauen ansehen, muss ich sagen: Endlich hat das Umdenken auch hier begonnen. In jedem Bereich des Lebens sollte Gleichstellung eine Rolle spielen“, erklärte die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt weiter.

„Wie alle suchen auch wir händeringend Nachwuchs. Dafür investieren wir. In diesem Jahr wurde die Zulage für Anwärterinnen und Anwärter von 35 auf 50 Prozent erhöht. Das machen immerhin rund 200 Euro mehr im Monat aus. Wir haben das Einstiegsalter auf 18 herabgesetzt. Somit sind die Klassen jünger geworden. Früher lag der Durchschnitt um 26 bis 29 Jahre.

Heute liegt er im Schnitt bei 22 Jahren. Wir werben auf Social Media oder auf Ausbildungsmessen. Die Justizvollzugsanstalten organisieren Berufsinfotage, an denen junge Menschen hautnah den Beruf im Vollzug kennenlernen können. Auf Veranstaltungen wie dem MV-Tag, den Gänsemarkttagen in Bützow oder bei Tagen der offenen Tür im Ministerium in Schwerin fahren wir den großen Gefangenenbus auf. Das alles hat uns zumindest in den letzten Jahren wieder steigende Bewerbungszahlen beschert.

Wir müssen laut trommeln, um sogar innerhalb des öffentlichen Dienstes auf uns aufmerksam zu machen. Das machen wir, obwohl der Justizvollzug eigentlich am erfolgreichsten ist, wenn es nahezu still um ihn ist. Aber er ist eben eine der verantwortungsvollsten und damit wichtigsten Bereiche unseres Rechtsstaates. Einher geht auch die Frage nach der Gewinnung von Lehrkräften. Denn keine Ausbildung ohne Ausbilderinnen und Ausbilder“, so Ministerin Bernhardt.

Landesfinale des 17. Plattdeutsch-Wettbewerbs

Oldenburg: Der Wettbewerb zeigt, wie jung und zeitgemäß unsere Traditionen interpretiert werden können

Güstrow – Am Samstag, 9. Mai 2026, treffen sich die besten jungen Plattschnackers in der Aula der Regionalen Schule „Richard Wossidlo“ in Güstrow zum Landesfinale des 17. Plattdeutsch-Wettbewerbs. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 9:30 Uhr. Unter dem Motto „Plattdüütsch allerwägens ünnerwägens – 150 Johr Martha Müller-Grählert“ präsentieren Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ihre Beiträge und stellen unter Beweis, wie lebendig und vielfältig die plattdeutsche Sprache heute ist.

„Der Wettbewerb zeigt, wie jung und zeitgemäß unsere Traditionen interpretiert werden können. Ich bin jedes Mal aufs Neue beeindruckt, mit welcher Kreativität und Leidenschaft die Teilnehmenden ‚Plattdüütsch‘ leben: allerwägens ünnerwägens“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Sprachen, und dabei gerade das Plattdeutsche, verbinden Menschen und Generationen. Wer Plattdeutsch spricht, bewahrt nicht nur eine Regionalsprache, sondern stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl in unserem Land. Mein besonderer Dank gilt den Lehrerinnen und Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern, Eltern und Großeltern, die die jungen Talente so engagiert unterstützen“, so Oldenburg.

Insgesamt 219 Kinder und Jugendliche aus 21 angemeldeten Einrichtungen haben am Wettbewerb teilgenommen und 32 Beiträge eingereicht. Die Finalisten haben die Jury bereits in den Regionalwettbewerben der Schulamtsbereiche Greifswald, Schwerin, Rostock und Neubrandenburg mit ihren digitalen Projekten überzeugt. Die Beiträge sind vielfältig: Von Video- und Audioaufnahmen über Lesungen und szenische Darstellungen bis hin zu digitalen Formaten wie Kurzfilmen. Eine Fachjury bewertete die Beiträge nach Kriterien wie Aussprache, Interpretation, Originalität und Kreativität.

Beim Landesfinale in Güstrow wird Jette Bolz, Botschafterin für Niederdeutsch, die Preise und Urkunden an die Gewinnerinnen und Gewinner überreichen. „Ich bin schon jetzt gespannt auf die Auftritte und freue mich auf viele unvergessliche Momente. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, mit wie viel Kreativität und Leidenschaft sich junge Menschen mit der plattdeutschen Sprache auseinandersetzen. Die Jury wird es sicherlich nicht leicht haben, die besten Beiträge zu küren, denn jede Darbietung trägt auf ihre Weise dazu bei, unsere Sprache lebendig zu halten. Välen Dank, leiwe Plattdüütschfrünn!“, so die Botschafterin, die selbst Teil der Jury ist.

Organisiert wird der Plattdeutsch-Wettbewerb vom Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Ministeriums für Bildung und Kindertagesförderung. Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und steht 2026 im Zeichen des 150. Geburtstags der Zingster Heimatdichterin Martha Müller-Grählert, der Verfasserin des berühmten „Ostseewellen-Liedes“.

22. Rapsblütenfest eröffnet

Schwesig: Rapsblütenfest ist Sternberger Tradition und Frühlingshöhepunkt

Sternberg – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat die Sternbergerinnen und Sternberger sowie die Gäste der Stadt zur Eröffnung des diesjährigen Rapsblütenfestes begrüßt: „Das Rapsblütenfest ist Sternberger Tradition und ein Frühlingshöhepunkt in der ganzen Region. Herzlich willkommen zum 22. Rapsblütenfest.“

Raps sei eine wichtige Pflanze für das Land, indem die Landwirtschaft sowieso eine größere Rolle spiele als anderswo. „Wir sind in Mecklenburg-Vorpommern die deutschen Meister im Rapsanbau. Fast 200.000 Hektar stehen unter Raps, fast ein Fünftel der gesamten deutschen Anbaufläche. Raps ist eine Erwerbsquelle für unsere Bauern und außerdem gut für Leben und Umwelt.

Aus Raps entsteht hochwertiges Öl, Biokraftstoff und Futtermittel, er tut den Böden gut und gibt den Bienen Nahrung. Ich wünsche allen Landwirten, die Raps anbauen, einen guten Sommer und eine gute Ernte!“, sagte sie weiter.

Vor allem dem Verein „Sternberg und MEHR“ verdanke man das Rapsblütenfest, das viele Ehrenamtliche organisieren und betreuen. „Vielen Dank und einen großen Applaus für den Einsatz! Ein großes Dankeschön geht auch an die Unternehmen und Einrichtungen, die sich im Festumzug oder als Sponsor am Rapsblütenfest beteiligen. Ohne sie wäre das Fest in dieser Form nicht möglich“, betonte Manuela Schwesig.

Als Dankeschön für besonderes ehrenamtliches Engagement bekämen einige Mitglieder des Vereins noch eine Ehrenamtskarte. Diese unterstütze die Landesregierung über die Ehrenamtsstiftung. „Wir wissen, was wir an den ungefähr 500.000 Ehrenamtlichen in Mecklenburg-Vorpommern haben. Sie halten unser Land zusammen – und schenken uns so tolle Feste wie das Rapsblütenfest“, so die Regierungschefin.

Schwesig für Wirtschaftskraft, Arbeitsplätze und faire Löhne

Rostock – Auf der Kundgebung zum 1. Mai des DGB hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig eine weitere Stärkung der Wirtschaftskraft und die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen als wichtigste Aufgabe für die kommenden Jahre bezeichnet. „Wir wollen unser Land wirtschaftlich weiter voranbringen. Denn das ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Arbeitsplätze entstehen und gesichert werden“, erklärte die Ministerpräsidentin in Rostock.

Aktuell würden viele Unternehmen und ihre Beschäftigten die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland spüren. „Aber das Wirtschaftswachstum lag bei uns im Land höher als der deutsche Durchschnitt in den vergangenen fünf Jahren. Die Arbeitslosigkeit geht zurück. Die Arbeit der Menschen hat unser Land vorangebracht“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Gemeinsam mit dem DGB engagiere sich die Landesregierung für bessere Löhne im Land. Zwar könne die Landesregierung die Löhne nicht festlegen. Sie nutze aber die Möglichkeiten, die eine Landesregierung hat.

„Erstens setzen wir uns für den bundesweiten Mindestlohn ein. Den brauchen wir aus Respekt und als Grundlage für alles weitere. Wer Vollzeit arbeitet, muss auch davon leben können. Zweitens haben wir unseren eigenen Vergabemindestlohn und unser Tariftreue- und Vergabegesetz. Das ist ein Impuls für höhere Löhne und stärkt gleichzeitig die Unternehmen, die ihre Beschäftigten besser bezahlen“, so die Ministerpräsidentin.

Auf eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften setze die Landesregierung auch bei der zukünftigen Entwicklung des Landes. Gemeinsam mit der Wirtschaft und Kommunen habe man sich auf Schwerpunkte bei der Umsetzung des Sondervermögens Infrastruktur verständigt. „Wir investieren in Verkehrswege, Krankenhäuser, Kommunen und Schulen, weil das die Wirtschaft ankurbelt und gleichzeitig gut für die Zukunft ist. Wir wollen, dass die Mittel aus dem Sondervermögen den arbeitenden Menschen zugutekommen.“

Die Landesregierung setze ich zudem für Entlastungen der arbeitenden Bürgerinnen und Bürger ein. „Bei uns in Mecklenburg-Vorpommern beitragsfrei. Dadurch sparen Eltern pro Kind rund 18.000 Euro von der Krippe bis zum Hort“, sagte Schwesig. Auf Bundesebene habe man sich für Entlastungen bei den Kraftstoffpreisen eingesetzt.

Schwesig ging in ihrer Rede auf die aktuelle Debatte um die Sozialstaatsreform ein. „Es muss Schluss damit sein, dass der Bundeskanzler und andere in der Bundesregierung immer wieder behaupten, die Menschen in Deutschland würden nicht genug arbeiten. Die meisten der arbeitenden Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zeigen jeden Tag vollen Einsatz. Und mit Teilzeit finanzieren die Menschen hier keinen Lifestyle, sondern ziehen Kinder groß, pflegen den Vater oder die Schwiegermutter“, erklärte die Ministerpräsidentin. Diese Arbeit verdiene Respekt.

Der Sozialstaat müsse auch in Zukunft bei Alter, Krankheit, Pflegebedürftigkeit und unverschuldeter Arbeitslosigkeit Schutz bieten. „Es ist richtig, die Wirtschaft anzukurbeln und den Sozialstaat zu modernisieren. Aber dabei muss es ausgewogen und gerecht zu gehen. Sozialabbau ist mit uns nicht zu machen“, sagte die Ministerpräsidentin.