Landkreis Rostock gestaltet Ländertag auf der Internationalen Grünen Woche

Berlin – Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin richtet der Landkreis Rostock am Samstag, den 19. Januar 2019, den traditionellen Ländertag unter dem Motto „Genuss mittendrin“ aus. Zu einem Rundgang durch die MV-Halle (ab 11.30 Uhr) wird auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erwartet.

„Der Landkreis Rostock ist zum ersten Mal auf der Grünen Woche mit dabei, der diesjährige Ländertag ist damit in mehrfacher besonders. Unbestritten ist die Region das wirtschaftliche Zentrum Mecklenburg-Vorpommerns. Mehr als 70 Prozent der Kreisfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Rohwaren aus der Region werden in der Region weiterverarbeitet. Eine anspruchsvolle Auswahl dieser Produkte wird in Berlin präsentiert. Ich freue mich, dass der Landkreis unseren Länderauftritt komplettiert und wir Mecklenburg-Vorpommern in all seinen Facetten präsentieren können“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt.

Mit der Ostseeküste, der Mecklenburgischen Schweiz, der Seenplatte, dem Warnowtal und seiner Nähe zur Hansestadt Rostock habe der Kreis auch in Sachen Natur und Tourismus viel zu bieten, unterstreicht Landrat Sebastian Constien. Hinzu kämen kurze Entfernungen nach Berlin und Hamburg sowie schnelle Fährverbindungen nach Skandinavien und ins Baltikum. „Diesen unvergleichlichen Mix aus guter Wirtschaftsentwicklung, intakter Natur und hoher Lebensqualität werden wir auch auf der Grünen Woche zeigen“, sagte er weiter. Der Schwerpunkt liege natürlich auf den kulinarischen Highlights.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt hat die Weiterentwicklung der Region maßgeblich unterstützt. So wurden im gesamten Landkreis seit 2007 fast 8.000 Projekte mit ca. 270 Millionen Euro unterstützt.

Finanzielle Unterstützung für den Messeauftritt erhalten die Unternehmen aus der Region Rostock durch die Wirtschaftsförderung des Landkreises Rostock (WLR). „Mit der Teilnahme an der Internationalen Grünen Woche wollen wir kleine und mittlere Unternehmen bei der Vermarktung ihrer Produkte unterstützen. Aus diesem Grund werden unsere Aussteller ihre Spezialitäten auch im Professional Center vorstellen, einem speziellen Areal für Fachbesucher aus dem Ernährungsbereich“, hebt WLR-Geschäftsführer Christian Fink hervor.

Die Aussteller aus dem Landkreis Rostock stellen edle Süßwaren von Pralinés und Schokoladen über Torten und Kuchen bis hin zu regionalen Spirituosen und schmackhaften Spezialitäten wie Wurst, Schafskäse oder Fischwaren her. Einen Vorgeschmack auf die Region bieten die Aussteller an, die ihre Produkte auch online verkaufen.

IGW-Aussteller aus dem Landkreis Rostock:

Milchhof Alt Sührkow (Alt Sührkow)
Schwaaner Fischwaren (Schwaan)
Genuss Manufaktur Edle Tropfen – Kräuterspezialitäten (Heiligenhagen)
Weinhandlung Schollenberger (Bad Doberan)
Genuss und Tradition (Reimershagen)
Schokoladerie de Prie (Rostock)
Erste MAENNERHOBBY (Klein Kussewitz)
Hofgut Rosengarten (Walkendorf)
Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH (Kühlungsborn)
Fleischerei Ledder (Stäbelow)
Pistol Prime BBQ (Roggentin)
Schafscheune Hofkäserei (Vietschow)

Der Landkreis Rostock ist flächenmäßig der viertgrößte Landkreis Deutschlands. Er vereint fast 120 Städte und Gemeinden unter einem Dach. Mit rund 215.000 Einwohnern hat er die Nase knapp vor der Hansestadt, die auf gut 208.000 Einwohner kommt.

Schwesig: Land- und Ernährungswirtschaft sind wichtige Wirtschaftsfaktoren bei uns

Berlin – „Die Internationale Grüne Woche ist ein wichtiges Schaufenster für die Land- und Ernährungswirtschaft aus Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr sind wir zum 29. Mal hier vertreten, schon zum 20. Mal mit einer eigenen Länderhalle. Sie ist ein Besuchermagnet mit einem besonderen Flair und einem abwechslungsreichen Programm“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Eröffnung des Ländertages Mecklenburg-Vorpommern auf der 84. Internationalen Grünen Woche in Berlin. Aus dem Land sind 71 Ausstellerinnen und Aussteller vertreten. Besonderer Partner ist in diesem Jahr der Landkreis Rostock.

Die Land- und Ernährungswirtschaft habe in Mecklenburg-Vorpommern eine lange Tradition und sind „wichtige Wirtschaftsfaktoren in unserem Land. Sie gehören zu den modernsten und leistungsfähigsten in ganz Europa.“

Es sei gut, dass die Grüne Woche die Möglichkeit biete Spezialitäten der einzelnen Bundesländer kennenzulernen und man andererseits mitten in der Großstadt Landwirtschaft hautnah erleben könne. „Wir vergessen manchmal: Brot, Butter, Fleisch und Käse kommen nicht von allein auf den Teller. Landwirt zu sein ist kein Job wie jeder andere. Ein Bauer ernährt 145 Menschen. Landwirte sorgen für Arbeitsplätze in ländlichen Räumen und lebendige Dörfer“, sagte die Regierungschefin und erinnerte in diesem Zusammenhang an die für Landwirte schwierigen letzten Jahre.

Die Ministerpräsidentin dankte Ausstellern und Organisatoren: „Es ist wieder eine eindrucksvolle und schöne Präsentation unseres Landes gelungen.“

Minister Backhaus eröffnet Länderhalle auf der Grünen Woche

Berlin – Das gab es noch nie: Erstmals präsentieren sich alle Landkreise in der Mecklenburg-Vorpommern-Halle auf der 84. Internationalen Grünen Woche in Berlin. Die Länderhalle wurde heute durch Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, eröffnet – und das inzwischen zum 20. Mal. Insgesamt präsentiert sich Mecklenburg-Vorpommern bereits zum 28. Mal auf der weltgrößten Messe im Bereich Land- und Ernährungswirtschaft.

„Unsere Länderhalle hat von Anfang an mit konstanter Qualität überzeugt. Natürlich haben wir in den vergangenen 20 Jahren viele Erfahrungen gesammelt und sind immer weiter gewachsen. Mit der erstmaligen Teilnahme des Landkreises Rostock sind in diesem Jahr alle sechs Landkreise mit insgesamt 70 Ausstellern in der Länderhalle vertreten. Damit präsentiert sich unser Land in Berlin so umfassend und facettenreich wie nie“, betonte Minister Backhaus bei der Eröffnung.

„Die Teilnahme aller Kreise zeigt den Stellenwert der Internationalen Grünen Woche für Mecklenburg-Vorpommern. Die Kreise haben das Marketingpotenzial der Messe erkannt. Nicht nur die einschlägigen Urlaubsregionen an der Ostseeküste oder der Mecklenburgischen Seenplatte haben verstanden, die Verbindung von regionaler Wertschöpfung und Tourismus für sich zu nutzen. Alle Aussteller bieten Produkte oder Dienstleistungen an, die Lust auf Genuss und Urlaub in der jeweiligen Region machen“, führte der Minister aus.

Von Anfang an in der Länderhalle dabei sind Unternehmen wie die Mecklenburger Kartoffelveredlung aus Hagenow, die Mecklenburgische Brauerei Lübz, die LFW Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten, aber auch Landkreise wie der ehemalige Uecker-Randow-Kreis und Ostvorpommern (jetzt gemeinsam als Vorpommern-Greifswald), Ludwigslust und Parchim (jetzt gemeinsam als Ludwigslust-Parchim), Nordwestmecklenburg oder aber Produzenten der Insel Rügen.

„Die Aussteller zeigen eindrucksvoll, dass wir eben nicht nur mit unserer beeindruckenden Naturlandschaft bei den jährlich mehr als 7,5 Mio. Übernachtungsgästen punkten können, sondern dass unser Land auch für eine starke Land- und Ernährungswirtschaft mit qualitativ hochwertigen Produkten steht“, so Backhaus.

Insgesamt sind hierzulande fast 15.000 Menschen im Ernährungsgewerbe beschäftigt, davon ca. 13.600 im Bereich Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln und etwa 1.200 in der Getränkeherstellung (statistisch erfasst werden nur Personen in Unternehmen > 50 Personen).

Internationale Grüne Woche i Berlin

Zukunftstrends der Ernährung erkennen und Wertschöpfung im Land weiter erhöhen

Berlin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat sich am Freitag auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin über die heimische Ernährungswirtschaft und Innovationen informiert.

„Ich erwarte zum Beispiel vom Verbundforschungsvorhaben der Bäckerei & Konditorei Reichau (Landkreis Vorpommern-Greifswald) aus Grambin und dem Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie gGmbH (ZELT) aus Neubrandenburg neue Produktionsverfahren für neue marktfähige und hoch innovative Produkte. Die Internationale Grüne Woche eignet sich hervorragend für unsere heimische Ernährungswirtschaft auch als Testmarkt für neue Produkte und Dienstleistungen, für mehr Wertschöpfung und Wirtschaftswachstum. Hier werden Zukunftstrends vorgestellt und traditionelle regionale Highlights der Ernährungswirtschaft präsentiert. In Kombination mit den touristischen Ausstellern zeigt sich Mecklenburg-Vorpommern auf der Messe auch als attraktives Urlaubsland mit großem wirtschaftlichem Potenzial“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Insgesamt sind 72 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft sowie Verbände, Vereine und Institutionen aus dem Land unter dem Motto „Genieß Mecklenburg-Vorpommern“ auf der IGW. Die Projektpartner Bäckerei & Konditorei Reichau aus Grambin und das Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie gGmbH (ZELT) aus Neubrandenburg entwickeln gemeinsam ein Verfahren zur Aufbereitung und zum Einsatz von Amaranth in veganen, glutenfreien, eiweißreichen Backwaren. Amaranth gilt als sogenanntes „Pseudogetreide“. Das bedeutet, obwohl es botanisch nicht zu den Süßgräsern gehört, lassen sich die feinkörnigen Samen für die menschliche Ernährung nutzen und wie Getreide verarbeiten.

„Amaranth enthält kein Gluten, daher ist es als Getreideersatz für Personen geeignet, die auf glutenfreie Nahrungsmittel angewiesen sind oder diese bevorzugen. Amaranthmehl ist für die Ausbildung großvolumiger Teigstrukturen, wie sie bei Brot nötig sind, nicht geeignet. Deshalb wird Amaranth zur Proteinanreicherung in Backwaren oft nur in geringeren Anteilen eingesetzt. Die Entwicklung eines spezifischen Verfahrens zum Backen mit Amaranthmehl und den dafür notwendigen Verfahrensumstellungen in Rohstoffvorbehandlung und Teigbereitung ist Kern des Vorhabens. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von knapp 422.000 Euro die Arbeit. Die Gesamtkosten betragen knapp 547.000 Euro. Das ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit für Wirtschaft und Wissenschaft. Aus steigenden Kundenwünschen nach glutenfreiem Essen heraus entwickelt ein Handwerksbetrieb mit wissenschaftlicher Unterstützung ein innovatives Produkt, das hier im Land auch produziert werden soll. So wird Wertschöpfung geschaffen. Unternehmen und Hochschulen sollten noch stärker in der Ernährungswirtschaft in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zusammenarbeiten“, betonte Rudolph.

Im Zeitraum 2014 bis 2020 stehen in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 236,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für den Bereich Forschung, Entwicklung und Innovationen (FuEuI) zur Verfügung. Im Zeitraum von 2014 bis 2018 hat das Wirtschaftsministerium Zuschüsse von insgesamt 140,5 Millionen Euro für 423 Vorhaben bewilligt. Auf das Jahr 2018 entfielen davon 17,9 Millionen Euro für 69 Projekte. Im Bereich Ernährung wurden im Jahr 2018 sechs Projekte mit einem Zuschuss von insgesamt knapp 1,6 Millionen Euro bewilligt. „Die Branche der Ernährungswirtschaft ist im stetigen Wandel – ein höheres Gesundheitsbewusstsein, der Wunsch nach regional produziertem Essen und möglichst naturbelassenen Lebensmitteln bestimmen derzeit die Ernährungstrends. Hier sehe ich viel Potential für unsere heimischen Unternehmen, mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und am Markt anzubieten“, sagte Rudolph abschließend.

In Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich die Ernährungsindustrie durch eine große Zahl leistungsfähiger mittelständischer Unternehmen sowie ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktsortiment aus. Derzeit sind in den 88 Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern insgesamt über 15.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete dabei einen Jahresumsatz von rund 4,7 Milliarden Euro. Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes beträgt etwa 33 Prozent. Die Ernährungswirtschaft ist damit innerhalb des verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes.

Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung. Zudem sind im Land wichtige Tochterunternehmen von internationalen Konzernen ansässig, z. B. die Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH in Wittenburg und die Pfanni GmbH & Co. KG in Stavenhagen. Dazu kamen in den letzten Jahren regelmäßig weitere Ansiedlungen und Investitionen von Unternehmen der Ernährungsbranche. Dazu zählen insbesondere der Bau einer Betriebsstätte für Lebensmittelzusatzstoffe der SternMaid GmbH in Wittenburg, die Errichtung eines Edeka-Fleischwerkes in Valluhn, die Ansiedlung der Süßwarenhersteller Toffee Tec GmbH und Sweet Tec GmbH in Boizenburg oder des Nescafé Dolce-Gusto-Werkes in Schwerin. Viele Unternehmen der Ernährungsindustrie haben eine lange Tradition in Mecklenburg-Vorpommern, wie zum Beispiel die Mecklenburgische Brauerei Lübz GmbH, die Mecklenburger Kartoffelveredelung GmbH und die Mecklenburger Backstuben GmbH.

Die Internationale Grüne Woche (IGW) findet noch bis zum 27. Januar zum 84. Mal statt. Sie gilt als weltweit größte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Veranstaltet wird die Grüne Woche von der Messe Berlin GmbH. Ideelle Träger sind der Deutsche Bauernverband (DBV) sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Nach Veranstalterangaben sind über 1.700 Aussteller mit mehr als 100.000 Produkten aus Deutschland und der Welt vor Ort vertreten. Die Messe ist für Fach- und Privatbesucher täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, am „langen Freitag“ (25.1.) von 10.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Mecklenburg-Vorpommern präsentiert seine Aussteller zum 20. Mal in einer eigenen Länderhalle auf 1.800 Quadratmetern mit 40 Verkaufs- und Präsentationsständen sowie rund 60 Ausstellern.

„FIFA 19“ war Europas Games-Bestseller 2018

Im Weltmeisterschaftsjahr 2018 war König Fußball auch bei den Videospielen das Maß der Dinge. Wie eine plattformübergreifende Auswertung von GfK Entertainment für 15 Länder zeigt, verkaufte sich europaweit kein Titel häufiger als die Ballsportsimulation „FIFA 19“ (Publisher: Electronic Arts). Obwohl erst seit Herbst im Einsatz, sprinteten Cristiano Ronaldo & Co. an der versammelten Konkurrenz vorbei und wiederholten ihren Erfolg aus dem Vorjahr: Bereits 2017 hatten sich der Vorgänger „FIFA 18“ durchgesetzt.

Zweiterfolgreichstes Videospiel der vergangenen Monate war das Western-Abenteuer „Red Dead Redemption 2“ aus dem Hause Take 2. Für den Ego-Shooter „Call of Duty: Black Ops 4“ (Publisher: Activision) springt die Bronzemedaille heraus.

Basis der europäischen Games-Charts 2018 sind die Daten aus folgenden Ländern: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweiz, Schweden und Spanien.

Ein separater Blick auf die offiziellen deutschen Games-Jahrescharts belegt, dass sich die Vorlieben von Plattform zu Plattform durchaus unterscheiden. Während „FIFA 19“ auf PS4 (Platz eins), Xbox One (Rang zwei hinter „Red Dead Redemption 2“) und PS3 (Rang zwei hinter „FIFA 18“) überzeugt, räumt Dauerbrenner „Die Sims 4“ im PC-Ranking ab. Nintendo-Fans entschieden sich mehrheitlich für „Mario Kart 8 Deluxe“ (Switch), „Pokémon Ultrasonne“ (3DS) und „Minecraft“ (Wii U), das auch auf Xbox 360 gewinnt.

Bundesverfassungsschutz erklärt AfD zum Prüffall

Innenminister Caffier: Politische Parteien genießen Privileg, aber keinen Freibrief für menschenverachtendes Handeln

Schwerin – Der Verfassungsverbund hat Material zusammengetragen, um eine mögliche Beobachtung der AfD wegen rechtsextremistischer Bestrebungen zu prüfen. Innenminister Lorenz Caffier: „Für die Beobachtung einer Partei durch den Verfassungsschutz gibt es klare Rechtsgrundlagen und der Maßstab ist hoch. Offensichtlich gibt es nach Auswertung der Materialsammlung ausreichend tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht von Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung, die diese Vorstufe zur Beobachtung der AfD rechtfertigen. Die Entscheidung über den Umgang mit der AfD ist keine politische Frage, sondern eine rechtlich-fachliche. Im Verfassungsschutzverbund werden die weiteren Schritte abgestimmt.“

Innenminister Lorenz Caffier wird die Parlamentarische Kontrollkommission des Landes zeitnah informieren.

Als Sprecher der unionsgeführten Innenressorts kritisierte Lorenz Caffier das Verfahren seitens des Bundes. „Meine Länderkollegen und ich hätten erwartet, dass die Ergebnisse der Bewertung der Unterlagen, die schließlich die Länder zugeliefert haben, zunächst auch mit den Ländern kommuniziert werden.“

Die heutige Entscheidung zeige, dass unsere Demokratie wehrhaft ist. „Der Verfassungsschutz hat die Aufgabe, frühzeitig Gefahren für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat zu erkennen, um Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Politische Parteien genießen das Parteienprivileg, aber das gibt ihnen keinen Freibrief für menschenverachtendes Handeln.“ Der Minister mahnte die demokratischen Parteien, jetzt nicht bei der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Politik der AfD nachzulassen. „Die Beobachtung durch den Verfassungsschutz ersetzt nicht die politische Auseinandersetzung.“

Internationale Grüne Woche: MV wirbt für den Wert von Lebensmitteln

Schwerin – Vom 18. bis 27. Januar präsentiert sich Mecklenburg-Vorpommern zum 28. Mal auf der 84. Internationalen Grünen Woche in Berlin, der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau – zum 20. Mal mit einer eigenen Länderhalle.

„Ich freue mich ganz besonders, dass zu diesem Jubiläum erstmals alle Landkreise an der Messe beteiligt sind und wir mit Fug und Recht davon sprechen können, dass wir auf der IGW Werbung für das ganze Land, seine einzigartige Natur und die unverwechselbaren Produkte machen. Dafür reisen insgesamt 70 Unternehmen nach Berlin – so viele wie nie, seit MV in 2009 begann, den Länderauftritt auf einer Fläche von rund 1.800 Quadratmetern zu gestalten. Für mich ist die rege Teilnahme ein Zeichen dafür, dass Unternehmergeist, Umsetzungswille und die Liebe zum Land unter den Ausstellern auch nach so vielen Jahren nicht erschöpft sind“, betonte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute im Rahmen der Landespressekonferenz in Schwerin.

Das Land möchte die jährlich mit rund 400.000 Besucherinnen und Besuchern stark frequentierte MV-Halle in diesem Jahr dazu nutzen, um noch stärker auf die Herkunft und den Wert von Lebensmitteln aufmerksam zu machen: „Noch immer ist der Welthunger das zentrale Thema in den vielen Fachveranstaltungen rund um die Messe. Für die westliche Welt ist dieses Problem aber oftmals weit weg. Wir erleben stattdessen, dass Lebensmittel zuhauf weggeworfen werden. Doch auch in den Industrieländern gibt es Menschen, die an Hunger leiden. Und die Weltbevölkerung wächst weiter an: Im Jahr 2050 werden voraussichtlich 9,7 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Sie zu ernähren, wird die dringendste globale Herausforderung“, führte der Minister aus.

Junge Menschen seien die wichtigsten Adressaten, wenn es darum geht, diese Zukunftsthemen anzugehen, sagte Backhaus. In der MV-Halle werde es deshalb wieder verschiedene Mitmach-Aktionen für Kinder geben. Schon jetzt hätten sich fast 900 Schülerinnen und Schüler angemeldet, um aus Äpfeln unter Anleitung sortenreinen Saft herzustellen. Das sei ein Rekordstand. Vor zwei Jahren waren es noch 350 Anmeldungen. Die Äpfel stammen vom Obstgut Coorßen in Boddin (LK LUP). In Zusammenarbeit mit der Kräuterpädagogin Jana Schäfer aus Luplow bei Rosenow (LK MS) würden Kinder mit auf eine Reise durch die Welt der Kräuter mitgenommen.

Ein wichtiger Schlüssel für die Ernährungssicherheit seien die Chancen, die Innovationen und Technologien im Rahmen der Digitalisierung bieten, so Backhaus. Sie seien in Teilen kostengünstig, leicht verfügbar und nahezu weltweit einsetzbar. Bereits heute böten digitale Lösungen den Landwirtinnen und Landwirten Möglichkeiten, ressourcen- und umweltschonender zu wirtschaften, Verluste zu reduzieren, Ertrage zu steigern oder leichteren Zugang zu Beratungsleistungen zu erhalten. „Für MV ist natürlich die Frage besonders spannend, inwieweit digitale Lösungen die Strukturen der ländlichen Räume verändern“, sagte er weiter. Offene Fragen zu Nutzen und Auswirkungen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft werden vom 17. bis 19. Januar 2019 auf dem 11. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) unter dem Leitthema „Landwirtschaft digital – Intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft“ erörtert.

„In der MV-Halle machen Landkreise und Unternehmen aber nicht nur auf Produkte und Themen der Land- und Ernährungswirtschaft aufmerksam. Auch der touristische Bereich, die Gastronomie inbegriffen, wird wieder eine zentrale Rolle spielen. Mit mehr als 30 Millionen Übernachtungen in 2018 sind wir Deutschlands beliebtes Reiseziel für Touristen. Diese Führung gilt es weiter auszubauen. Mit dem Landkreis Rostock, der sich in diesem Jahr mit zwölf Unternehmen zum ersten Mal auf der IGW präsentiert, haben wir eine starke Urlaubsregion hinzugewonnen und können unser Image als Urlaubs- und Gesundheitsland konsequent weiterentwickeln“, erklärte Minister Backhaus. Als Vertreter für den Landkreis Rostock begleitete ihn die Schokoladerie de Prie aus Rostock in die Landespressekonferenz.

Auch Finnland, erstmals Partnerland der Grünen Woche, stellt unter dem Motto „Aus der Wildnis“ hochwertige Produkte auf Hafer- und Roggenbasis sowie Fisch-, Fleisch- und Milcherzeugnisse und die naturverbundene finnische Lebensart in den Fokus. „Finnland wird im Herbst 2019 den Ratsvorsitz in der EU übernehmen und die IGW sicherlich auch dazu nutzen, um Gespräche über die europäischen Landwirtschaftspolitik nach 2020 zu führen“, so Backhaus. Eine Delegation von 15 Vertreterinnen und Vertretern aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Wissenschaft und Verwaltung wird sich am Montag, dem 21. Januar (ab 10 Uhr) auch mit Minister Backhaus dazu austauschen. Darüber hinaus wird es um die Organisation gemeinsamer Messeauftritte oder absatzfördernden Aktivitäten gehen.

BA-Haushalt 2018: Besserer Abschluss als erwartet

Nürnberg – Der Jahresabschluss der Bundesagentur für Arbeit (BA) fiel besser aus als geplant: im ursprünglichen Haushaltsplan, der auf den Eckwerten der Bundesregierung beruht, war ein Plus von 2,5 Milliarden Euro kalkuliert. Tatsächlich schloss die BA das Haushaltsjahr 2018 jetzt mit einem Überschuss von 6,2 Milliarden Euro ab.

Valerie Holsboer, Vorstand für Finanzen und Personal, sagte am Dienstag in Nürnberg: „Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat zu deutlich geringeren Ausgaben im Jahresverlauf geführt. Die Arbeitslosigkeit ist das fünfte Mal in Folge gesunken und liegt auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Diese Ausgangslage hat uns dabei geholfen, ein gutes finanzielles Ergebnis zu erzielen. Damit können wir jetzt den Beitragssatz deutlich senken und trotzdem mit solider Konjunkturvorsorge in die Zukunft blicken. Das Jahr 2019 sehen wir deshalb als ein Jahr der Chancen und setzen mit unserem Haushalt wichtige Impulse für Weiterbildung und Qualifizierung.“

Die hohe Arbeitskräftenachfrage führte zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr. Die BA musste daher weniger Arbeitslosengeld I auszahlen als im Haushaltsplan veranschlagt. Die Gesamtausgaben lagen mit 33,1 Milliarden Euro rund 3,3 Milliarden Euro unter der Planung. Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt spiegelt sich auch in den Ausgaben für Insolvenzgeld wider, die mit 588 Millionen Euro rund 212 Millionen Euro unter den Erwartungen lagen.

Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung war so hoch wie nie. Die Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlten daher 363 Millionen Euro mehr ein als im Haushaltsplan vorgesehen.

Jahresrückblick 2018 – Arbeitsmarkt entwickelte sich weiter sehr gut

Nürnberg – „Der Arbeitsmarkt 2018 hat sich sehr gut entwickelt. Dies ist auch der positiven konjunkturellen Entwicklung geschuldet. Erfreulich sind besonders der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit und die Fortschritte bei der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.“

Arbeitslosenzahl im Jahr 2018: 2.340.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -193.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vorjahr: -0,5 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent

Im Jahresdurchschnitt 2018 waren in Deutschland 2.340.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Damit reduzierte sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 193.000. Einen großen Anteil an diesem Rückgang hat hierbei der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, belief sich 2018 durchschnittlich auf 3.286.000 Personen. Das waren 231.000 weniger als im Vorjahr. Da die Entlastung durch die Arbeitsmarktpolitik geringer war als vor einem Jahr, ist die Unterbeschäftigung im Jahresdurchschnitt stärker zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben 2018 weiter zugenommen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Erwerbstätigkeit im Jahresdurchschnitt um 562.000 auf 44,83 Mio. gestiegen. Damit erreichte die Erwerbstätigkeit ihren höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Wie schon in den Vorjahren hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung 2018 stärker zugenommen als die Erwerbstätigkeit. Sonstige Formen der Erwerbstätigkeit, z.B. geringfügige Beschäftigung oder Selbstständigkeit, waren weiterhin rückläufig. Im Juni 2018 waren 32,87 Mio. Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 705.000 mehr als ein Jahr davor. Die Konjunktur erklärt den kräftigen Beschäftigungsanstieg nur zum Teil. Andere Faktoren wie der sektorale Wandel, eine hohe Arbeitsmarktanspannung und Zuwanderung gewannen an Bedeutung für die Beschäftigung und führten zu einem stabilen Aufwärtstrend.

Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen lag im Jahresdurchschnitt 2018 bei 796.000. Das waren 66.000 mehr als im Vorjahr. Die meisten Stellenangebote richteten sich 2018 an Arbeitskräfte in den Bereichen Verkehr und Logistik, Verkauf, Metall, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Energie- und Elektrotechnik sowie Gesundheit. Der BA-X, ein saisonbereinigter Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland, bewegte sich im gesamten Jahr 2018 über 250 Punkte und hat sich damit auf einem hohen Niveau eingependelt. Zum Jahresende steht er – ebenso wie im Dezember 2017 – bei 253 Punkten. Trotz der sehr hohen Nachfrage nach Arbeitskräften kann man nach wie vor nicht von einem umfassenden Fachkräftemangel sprechen. Gleichwohl nimmt die Zahl der Berufe zu, in denen Engpässe zu verzeichnen sind. Dies gilt vor allem für Berufe in der IT, in der Energietechnik, in Bau- und Ausbauberufen sowie bei Gesundheits- und Pflegeberufen.

Insgesamt 715.000 Personen erhielten 2018 durchschnittlich Arbeitslosengeld, 30.000 weniger als 2017. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten betrug nach hochgerechneten Werten im Jahr 2018 im Rechtskreis SGB II rund 4.144.000. Nach dem Anstieg im Vorjahr ist ihre Zahl um 218.000 gesunken. Ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos gemeldet. Das liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden. Arbeitslos gemeldet waren 2018 im Rechtskreis SGB II durchschnittlich 1.538.000 Personen.

Der Arbeitsmarkt im Dezember 2018 – Positive Entwicklung auch am Jahresende

Nürnberg – „Der Arbeitsmarkt hat sich weiter sehr gut entwickelt, obwohl der wirtschaftliche Aufwärtstrend etwas an Schwung verloren hat. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist weiterhin rückläufig, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setzt ihren Wachstumskurs fort, und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern liegt unverändert auf einem sehr hohen Niveau.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Dezember: +23.000 auf 2.210.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -175.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent

Mit der einsetzenden Winterpause ist die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember um 23.000 auf 2.210.000 gestiegen. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den Dezember ein Rückgang um 14.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 175.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 11.000 gesunken. Insgesamt lag die Unterbeschäftigung im Dezember 2018 bei 3.162.000 Personen. Das waren 210.000 weniger als vor einem Jahr. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im November auf 1,41 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,2 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im November saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 34.000 erhöht. Mit 45,22 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 483.000 höher aus. Der Anstieg beruht weit überwiegend auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 696.000 gestiegen. Insgesamt waren im Oktober nach hochgerechneten Angaben der BA 33,47 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Saisonbereinigt ergibt sich von September auf Oktober ein Anstieg um 68.000.

Der Personalbedarf bleibt zum Jahresende anhaltend hoch. Im Dezember waren 781.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 20.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen leicht um 1.000 Stellen verringert. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Dezember 2018 um einen Punkt auf 253 Punkte, was dem Vorjahreswert entspricht.

Insgesamt 705.000 Personen erhielten im Dezember 2018 Arbeitslosengeld, 6.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Dezember bei 4.005.000. Gegenüber Dezember 2017 war dies ein Rückgang von 242.000 Personen. 7,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Archäologische Schätze aus M-V in Berlin zu sehen

  Ministerin Hesse: Tollensetal ist eines der spannendsten Ausgrabungsfelder

Schwerin – Pfeilspitzen, Sklavenfessel, Goldschmuck: Archäologische Schätze aus Mecklenburg-Vorpommern sind seit rund drei Monaten in der Berliner Sonderausstellung „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“ zu sehen. Bis Sonntag, 6. Januar 2019, können die spektakulärsten Funde aus den vergangenen 20 Jahren im Martin-Gropius-Bau noch bestaunt werden, dann schließt die Sonderausstellung. Rund 100.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnet die Schau bislang.

„Archäologische Schätze aus Mecklenburg-Vorpommern sind neben der Himmelsscheibe von Nebra zu entdecken. Das zeigt, in welcher Liga wir spielen“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Vor allem die Funde aus dem Tollensetal haben in der Ausstellung viele Besucherblicke auf sich gezogen. Das Tollensetal ist eines der spannendsten Ausgrabungsfelder in Deutschland – übrigens nicht nur für Archäologinnen und Archäologen. Es ist wichtig, dass wir unsere Exponate auch außerhalb des Landes zeigen, wenngleich wir in dieser Zeit auf sie verzichten müssen. Nur so können wir erzählen, welche Schätze bei uns lagern“, betonte Hesse.

Die Ausstellung zeigt die wichtigsten archäologischen Neufunde von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert. Mecklenburg-Vorpommern steuerte über 300 Exponate bei. Aus dem Tollensetal sind vor allem Waffen, Schädel und Knochen mit Verletzungsspuren oder Geschossspitzen zu sehen. Dort ereignete sich vor über 3.200 Jahren eine große Schlacht, bei der sich Hunderte von jungen Männern gegenüberstanden. Am Ende waren viele von ihnen tot – getroffen von Pfeilen, Lanzen, Schwertern und Keulen. Die Ausgrabungen verweisen damit auf das älteste Schlachtfeld Europas und werfen ein neues Licht auf die Bronzezeit, die bislang als weitgehend friedliche Ära galt.

„Es ist faszinierend, welchen Erkenntniszuwachs die Archäologie gerade erlebt. Wichtige neue Funde tragen dazu ebenso bei wie die enormen Fortschritte der naturwissenschaftlichen Analyseverfahren“, sagte Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen. „Die Forschungen im Tollensetal sind ein zentraler Baustein für das neue Bild der Bronzezeit, das in der Berliner Ausstellung präsentiert wird. Aber auch für andere Zeiten spielen Funde aus Mecklenburg-Vorpommern eine wichtige Rolle. An diesen Erfolgen sind ehrenamtliche Bodendenkmalpflegerinnen und Bodendenkmalpfleger maßgeblich beteiligt – Archäologie ist eine echte Bürgerwissenschaft“, so Jantzen.

Klimaschutz beginnt vor Ort

Wirtschaftsforum der SPD sieht Kommunen im Kampf gegen Klimawandel gestärkt

Berlin – Das Wirtschaftsforum der SPD begrüßt die Stärkung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld. „Die neue Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums schafft zusätzliche Anreize für Klimaschutzprojekte in Städten und Gemeinden“, sagt die Vizepräsidentin des Wirtschaftsforums der SPD, Dr. Ines Zenke. „Denn sie bietet Fördergelder für nachhaltige Mobilität, den Ausbau des Radverkehrs oder intelligente Verkehrssteuerung – und zwar für alle Betriebe mit mindestens 25 Prozent kommunaler Beteiligung. Gerade die Öffnung für neue Antragsteller und die Ausweitung der Förderung war uns schon lange ein Anliegen. Auch dass jetzt Personalstellen bereits in der Konzeptphase von Klimaschutzprojekten besetzt werden können, ist richtig.“

Im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) seit zehn Jahren den Klimaschutz in Städten und Gemeinden. Über 12.500 Projekte in mehr als 3.000 Kommunen wurden seither gefördert. Ab dem ersten Januar 2019 erhalten Kommunen nun noch mehr Unterstützung im Kampf gegen Treibhausgasemissionen und Klimawandel. So wird künftig beispielsweise auch die Einführung eines kommunalen Energiemanagements und die klimafreundliche Abwasserbehandlung in Kläranlagen gefördert.

„Der weltweite CO2-Ausstoß liegt auf einem Rekordstand. Auch Deutschland ist weit davon entfernt, seine selbstgesteckten Klimaziele zu erreichen. Gleichwohl ist es nach wie vor möglich, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen“, so Zenke weiter. „Und Kommunen sind ein entscheidender Akteur der Klimapolitik. Klimaschutz beginnt in der Verwaltung und reicht über die Planungshoheit bei Bauvorhaben oder Verkehrsprojekten bis hin zu kommunalen Unternehmen wie den Stadtwerken. Klimaschutz kommt auch und gerade von unten.“ Während auf internationaler und europäischer Ebene verhandelt wird, sollten Städte und Gemeinden anpacken und Klimaschutzprojekte im direkten Lebensumfeld der Bürgerinnen und Bürgern ansetzen.

Der Leiter des Fachforums Kommunales beim Wirtschaftsforum der SPD, Michael Wübbels, zeigt sich optimistisch, dass die Kommunen dieser Verantwortung gerecht werden. „Klimaschutz ist längst ein Wirtschaftsfaktor und Wettbewerbsvorteil. Wenn Kommunen in Radwege und Mobilitätskonzepte investieren, wenn sie die Entwicklung von Quartierskonzepten zur Energieeinsparung vorantreiben oder über ihre Stadtwerke Fernwärmenetze errichten oder modernisieren, macht sie das bei Unternehmen wie Bürgern attraktiv“, sagt Wübbels. „Solche Faktoren fließen in die Standort- oder Wohnortauswahl ein und können regionalwirtschaftliche Impulse setzen. Wir unterstützen deshalb ganz ausdrücklich, dass die Kommunalrichtlinie jetzt noch stärker auf die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen ausgerichtet ist.“

Wie erfolgreich Städte und Gemeinden beim Klimaschutz sein können, zeigt der Wandel der polnischen Bergbaustadt Katowice. Einst Herz des oberschlesischen Kohlereviers ist die 300.000 Einwohner zählende Hauptstadt Oberschlesiens heute Spitzenreiter bei neuen Technologien und Innovationen in Polen. Mehr als 40 Prozent der Stadtfläche wurden aufgeforstet, ein weitläufiges Radwegenetz wurde angelegt. Das verbesserte die Luftqualität – und die Lebensqualität der Bewohner. Die Stadt Katowice ist vom 3. bis 14. Dezember 2018 Gastgeber der UN-Klimakonferenz (COP24).

Der Arbeitsmarkt im November 2018

Nürnberg – „Auch in diesem Monat sind die Nachrichten vom Arbeitsmarkt günstig: Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gehen weiter zurück, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nimmt erneut zu und die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im November: -18.000 auf 2.186.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -182.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent

Die Arbeitslosigkeit ist von Oktober auf November um 18.000 auf 2.186.000 gesunken. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den November ein Rückgang um 16.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 182.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 18.000 gesunken. Insgesamt lag die Unterbeschäftigung im November 2018 bei 3.135.000 Personen. Das waren 224.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Oktober auf 1,41 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,2 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Oktober saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 37.000 erhöht. Mit 45,24 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 559.000 höher aus. Der Anstieg beruht weit überwiegend auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 675.000 gestiegen. Insgesamt waren im September nach hochgerechneten Angaben der BA 33,41 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Saisonbereinigt ergibt sich von August auf September ein Anstieg um 19.000.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hält ihr hohes Niveau. Im November waren 807.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 35.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen um 1.000 Stellen verringert. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stand im November 2018 unverändert bei 252 Punkten. Der Vorjahreswert wird um 3 Punkte übertroffen.

Insgesamt 672.000 Personen erhielten im November 2018 Arbeitslosengeld, 4.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im November bei 4.006.000. Gegenüber November 2017 war dies ein Rückgang von 262.000 Personen. 7,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Integrationsbeauftragte der Länder fordern umfassendes Einwanderungsgesetz

Die Integrations- und Ausländerbeauftragten der Länder auf der Jahreskonferenz in Erfurt.

Die Integrations- und Ausländerbeauftragten der Länder auf der Jahreskonferenz in Erfurt.

Erfurt – Die Integrations- und Ausländerbeauftragten der Länder haben auf ihrer Jahreskonferenz in Erfurt eine Resolution für ein umfassendes Einwanderungsgesetz sowie eine Erklärung zur Achtung und Wahrung der Würde der Menschen verabschiedet.

„Wir begrüßen die Initiative der Bundesregierung für ein Fachkräftezuwanderungsgesetz. Wir fordern aber auch mehr Mut hin zu einem umfassenden Einwanderungsgesetz“, sagte die Integrationsbeauftragte der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern, Dagmar Kaselitz, nach Abschluss der Konferenz.

So müssen nach Ansicht der Integrations- und Ausländerbeauftragten der Länder auch widersprüchliche und intransparente gesetzliche Regelungen für bereits Zugewanderte auf den Prüfstand gestellt werden.

Kaselitz: „Gut integrierten geduldeten Menschen, die einer sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit nachgehen, muss der Wechsel in einen Aufenthaltstitel zum Zweck der Erwerbstätigkeit ermöglicht werden. Zudem fordern wir, die Ausbildungsduldung in eine Aufenthaltserlaubnis umzuwandeln und damit großzügiger zu gestalten.“

Die Resolution wurde durch folgende Bundesländer beschlossen: Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Bayern hat nicht zugestimmt. Die weiteren Bundesländer waren durch nicht stimmberechtigte Gesandte vertreten.

Mit der „Erfurter Erklärung“ bringen die Beauftragten ihre Sorge zum Ausdruck, Migrantinnen und Migranten im öffentlichen Diskurs zu Sündenböcken für gesellschaftliche Missstände zu machen. „Wir setzen uns entschieden dafür ein, in allen zuwanderungs- und integrationspolitischen Fragen, Debatten und Entscheidungen die Würde des Menschen zu achten und zu wahren“, betonte Kaselitz. „In der politischen Debatte müssen wir allen Versuchen, einzelnen ihre Menschenwürde abzusprechen und Vielfalt als Bedrohung darzustellen, mit einer klaren Haltung entgegentreten. Es geht um Menschen und ein gleichwertiges Miteinander. Das dürfen wir sowohl sprachlich als auch inhaltlich nie aus dem Auge verlieren. Und dies ist die Grundvoraussetzung dafür, die Einwanderungsgesellschaft, in der wir leben, gut zu gestalten“, so Kaselitz.

Die „Erfurter Erklärung“ wurde einstimmig von allen stimmberechtigten Bundesländer beschlossen.

Die „Resolution für ein umfassendes Einwanderungsgesetz“, die „Erfurter Erklärung“ zur Achtung und Wahrung der Würde der Menschen sowie ein Foto sind in der Anlage beigefügt.

Gesundheitswirtschaftsmesse in Düsseldorf

Wirtschaftsminister Glawe besucht weltgrößte Gesundheitswirtschaftsmesse in Düsseldorf

Düsseldorf – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe besucht von Dienstag bis Donnerstag die weltweit größte Gesundheitswirtschaftsmesse MEDICA in Düsseldorf. „Die Messe ist die internationale Bühne für die Vermarktung und das Kennenlernen der Branche. Umso wichtiger ist es, dass heimische Unternehmen vor Ort sind, um mit ihrem Potential, ihrem Know-how und ihren Produkten auf sich aufmerksam zu machen. Das verbessert auch die eigene Wettbewerbsposition, sichert und schafft Arbeitsplätze bei uns im Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag.

Insgesamt 21 Medizintechnikunternehmen aus M-V stellen ihre Produkte und Innovationen einem Fachpublikum vor; davon stehen 13 Unternehmen auf dem Gemeinschaftsstand des Landes. Für die Organisation und Durchführung sind die BioCon Valley GmbH und Rostock Business verantwortlich. „Wir verzeichnen wachsendes Interesse bei den Ausstellern. Es ist uns gelungen, noch mehr Unternehmen zu gewinnen, die sich auf der internationalen Fachmesse in Düsseldorf präsentieren“, so Glawe weiter.

„Die Gesundheitswirtschaft im Land boomt. Dennoch: Ziel muss es sein, dass wir uns noch stärker überregional ausrichten. Das ´Auf sich aufmerksam machen´ darf nicht am Ortsausgangsschild enden“, mahnte Wirtschaftsminister Glawe. „Gerade im überregionalen Geschäft braucht es einen langen Atem. Der erste Schritt zum Erfolg ist oft ein Messebesuch. Die überregionale Wahrnehmbarkeit der heimischen wettbewerbsfähigen Produkte muss intensiviert werden. Hier liegt noch enormes Potential“, forderte Glawe.

Der Exportanteil der Gesundheitswirtschaft an der Gesamtwirtschaft des Landes beträgt rund 5 Prozent. (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi); Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR), Ausgabe 2017; Berechnungen: WifOR). Mittlerweile sind ca. 150.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns beschäftigt. Jeder fünfte Erwerbstätige (20 Prozent) arbeitet in dieser Branche.

„Damit ist Mecklenburg-Vorpommern Spitzenreiter in Deutschland. In keinem anderen Bundesland gibt es einen derart hohen Beschäftigtenanteil“, sagte Glawe. Mit einem Anteil an der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft von 15,3 Prozent (Bund 12 Prozent) hat sich die Gesundheitswirtschaft zudem als Motor der Wirtschaft erwiesen. Jeder siebte Euro an Bruttowertschöpfung entsteht in der Gesundheitswirtschaft.

Die Landesregierung unterstützt Unternehmen dabei, ihre Produkte international zu vermarkten und dem Exportgeschäft einen höheren Stellenwert zu verleihen. „Wir haben wirksame Instrumente, wie zum Beispiel die finanzielle Unterstützung von Firmengemeinschaftsständen, Messeförderung, Förderung von Konzepten zur Markterschließung oder Unternehmensdelegationsreisen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. Darüber hinaus werden bei Unternehmensdelegationsreisen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern bei der Erschließung neuer Absatzmärkte und dem Ausbau internationaler Aktivitäten durch politische Flankierung unterstützt.