Schutz gegen Influenza und Tetanus

Impfaktion für Studierende in Rostock

Rostock – „MV impft – gemeinsam Verantwortung übernehmen“ – mit einer Impfaktion im Rahmen der Immatrikulationswoche haben Ärzte der Universitätsmedizin Rostock und des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) Studierende für das Thema sensibilisiert und Impfungen gegen Influenza (4-fach Impfstoff) und Tetanus/Diphtherie/Pertussis/Poliomyelitis angeboten. „Überall dort, wo Menschen in Kontakt kommen, wie beispielsweise in den Hörsälen der Universität, wird die Übertragung von Infektionskrankheiten begünstigt. Da gilt es vorzubeugen. Wer sich selber mit einer Impfung schützt, übernimmt auch Verantwortung gegenüber anderen. Deshalb ist das Impfangebot zu Studienbeginn des neuen Semesters ein wichtiger Beitrag für die Gesunderhaltung aller“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

„Wir hatten im letzten Jahr eine sehr starke Grippewelle mit zahlreichen Todesfällen. Diese sind vermeidbar. Mit dem neuen Vierfach-Impfstoff können wir unsere Studierenden und Mitarbeiter effektiv schützen. Insbesondere ältere Menschen und jeder, der beruflich oder privat mit vielen Menschen zusammenkommt, sollte sich gegen Grippe impfen lassen“, ergänzte Prof. Dr. Emil C. Reisinger, Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektionskrankheiten und Wissenschaftlicher Vorstand der Unimedizin Rostock.

Die Impfquote bei den Kindern in Mecklenburg-Vorpommern liegt im Bundesvergleich überdurchschnittlich hoch. Das Land lag im Schuljahr 2016/2017 bei allen dokumentierten Impfungen nach Angaben des LAGuS in der Altersgruppe der Einschüler deutschlandweit im Spitzenbereich (16x Spitzenreiter bei 16 dokumentierten Impfungen). Auch Schüler der 4. und 8. Klassen haben bei den dokumentierten Impfungen einen hervorragenden Impfschutz. „Wir wollen die hohen Impfquoten bei Kindern halten und verbessern. Bei den Erwachsenen sehe ich aber noch Lücken bei den sogenannten Auffrischungsimpfungen wie beispielsweise Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung. Mit der Impfaktion in Rostock wird den Studierenden die Möglichkeit gegeben, unkompliziert die Impfungen vornehmen zu lassen“, sagte Glawe.

Neben der zweitägigen Impfaktion in Rostock bot das Centrum für Reisemedizin (CRM) am Campus Informationen zu erforderlichen Impfungen bei Auslandsaufenthalten an. Auf einer Weltkugel mit zweieinhalb Metern Durchmesser waren alle Länder der Erde mit sogenannten NFC-Chips sowie einem QR-Code ausgestattet, so dass Interessierte sich die Daten kostenfrei herunterladen konnten. „Viele Studierende entscheiden sich für ein Auslandssemester, um ihr Studium mit internationalen Erfahrungen anzureichern. Da ist es elementar, über Einreise-Impfvorschriften und Impfschutz-Empfehlungen ausreichend informiert zu sein“, sagte Gesundheitsminister Glawe.

Die Impfaktion in Rostock war Bestandteil der landesweiten Impfkampagne „MV impft – gemeinsam Verantwortung übernehmen“ (www.mv-impft.de). Ziel der Impfkampagne ist es, das Thema Impfen wieder stärker in den Blickpunkt der Bevölkerung zu rücken. Im Rahmen der Kampagne werden Informationen zielgruppenspezifisch für Eltern, Kinder, junge Erwachsene, Familien sowie Senioren angeboten. Neben dem Internetauftritt www.mv-impft.de wird mit gedrucktem Informationsmaterial wie Plakaten und Faltblättern geworben. Darüber hinaus werden auch digitale Medien, wie beispielsweise Kinos und YouTube als Informationsträger eingesetzt. Damit sollen unter anderem gezielt Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen werden. Hinzu kommen Hinweise auf die zahlreichen Impfangebote der niedergelassenen Ärzte, der Gesundheitsämter und auch der Betriebsärzte im Land.

Bio-Brotboxen an 6000 Schulanfänger im Land verteilt

Rostock – Milch, Brötchen, Brot, Butter, Fruchtaufstriche, Äpfel und Möhren – an die 60 Schulanfänger dreier Klassen der Rostocker Schule „Am Alten Markt“ ließen sich ihr Frühstück heute in prominenter Runde im Rostocker Rathaus schmecken. Mit den Lütten hatten Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus, Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling und Umweltsenator Holger Matthäus an der Tafel Platz genommen, dazu Vertreter von einigen der Unternehmen, und Verbände, die die Aktion Bio-Box in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen.

„Damit ihr heute eure Brotbox in den Händen halten könnt, haben sich in den vergangenen Monaten wirklich viele Menschen so richtig ins Zeug gelegt“, erklärte der Minister den Kleinen, die erwartungsvoll nach den gelben, mit Müsli, Kräutertees, Lebensmittel-Gutscheinen und Informationen zur gesunden Ernährung gefüllten Boxen griffen.

„Ein wichtiges Anliegen der Aktion Bio-Brotbox ist es, bereits die Jüngsten über die Herkunft und die Herstellung von Lebensmitteln zu informieren“, so der Minister. Zudem wolle die Aktion verdeutlichen, dass jedes Kind täglich ein gesundes Schulfrühstück benötigt.

Landesweit werden in diesem Jahr mehr als 6000 Erstklässler aus 105 Schulen bei einem gesunden Frühstück mit einer Bio-Brotbox ausgestattet. Im Vorjahr waren von den 70 ehrenamtlichen Bio-Brot-Box-Initiativen deutschlandweit rund 190.000 Boxen verteilt worden; damit profitierte statistisch gesehen etwa jeder vierte Schulanfänger von der Aktion.

In Mecklenburg-Vorpommern sind überwiegend regionale Unternehmen in die Gesundheitsaktion eingebunden. Möglich ist die bei den Schulen beliebte Bio-Brotbox-Aktion durch die Unterstützung von 30 engagierten Unternehmen und Verbänden.

Die Bio-Brotbox-Aktion Mecklenburg-Vorpommern wird von folgenden Unternehmen und Einrichtungen unterstützt:

AOK Nordost, Schwerin; Bio am Hafen – Naturkost Vorpommern GmbH, Greifswald; Bio-Behr GmbH, Gresse; Biofrisch Nordost GbR, Teschendorf; Bio-Insel Naturkostladen, Stralsund; Biomarkt KARO, Schwerin; Biomarkt Neubrandenburg; Biopark Markt GmbH, Malchin; denn`s Biomarkt, Rostock; Deutschen Jugendherbergsverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., Rostock; Gläsernen Molkerei, Dechow; Grell Naturkost, Kaltenkirchen; Gut Nisdorf, Bio-Familienhotel,Nisdorf; Hofkiste, Schwerin; Inselwerkstätten des Insel e.V., Kransdorf/Altefähr; Kraftverkehr Nagel GmbH & Co KG/Nagel-Group, Laage; Kräutergarten Pommerland e.G., Pulow; Landfrauenverband MV e.V., Neubrandenburg; LandWertschulbauernhof e.V., Sundhagen OT Stahlbrode; Lebensbaum, Diepholz; Mühlenbäckerei GmbH, Schwerin; Ökologischen Obstbaugruppe Norddeutschland, Jork; Ölmühle Sander, Rühn; PSD Bank Nord eG, Hamburg/Schwerin; Rapunzel Naturkost GmbH, Legau; Sonnentor Kräuterhandelsgesellschaft mbH; den ökologischen Anbauverbänden Demeter, Naturland, Biopark und Bioland; der Vernetzungsstelle für Kita- und Schulverpflegung in MV der DGE und dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV.

Hospiz-Tagespflege landesweit einmaliges Angebot

Drese würdigt Wohlfahrtseinrichtungen der Hansestadt Stralsund

Stralsund – Gut 14.000 Personen sind im Landkreis Vorpommern-Rügen pflegebedürftig. Das sind über 2.600 bzw. knapp 20 Prozent mehr als im Jahr 2011. „Die Wohlfahrtseinrichtungen der Hansestadt Stralsund gGmbH hat durch den stetigen Ausbau ihres Service- und Betreuungsangebotes maßgeblich dazu beigetragen, dass der Pflege- und Betreuungsbedarf im Stralsunder Raum bisher gut abgedeckt werden kann“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese auf der Festveranstaltung zum 25-jährigen Jubiläum heute in Stralsund.

Die Ministerin hob dabei das breite Leistungsspektrum der Wohlfahrtseinrichtungen (WFE) in der Hansestadt hervor, das eine stationäre Pflege in fünf Einrichtungen, Kurzzeitpflege, Nachtpflege sowie das Hospiz „Gezeiten“ umfasst.

Als vorbildlich bezeichnete Ministerin Drese die Errichtung von zwei Hospiz-Tagespflegeplätzen. „Das ist bisher ein in unserem Land einmaliges Angebot“, sagte Drese. „Ich wünsche mir, dass dieses Beispiel Schule machen wird, da ich glaube, dass es hierfür einen erheblichen Bedarf gibt.“

Ministerin Drese dankte in ihrem Grußwort allen Beschäftigen und Verantwortlichen der WFE Stralsund gGmbH für ihre engagierte Arbeit in den zurückliegenden 25 Jahren. „Sie sorgen dafür, dass die Pflegebedürftigen ein an ihren individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten orientiertes Leben führen können. Diese Arbeit in der Pflege braucht mehr Anerkennung und auch finanzielle Wertschätzung“, so Drese.

„Das zusätzliche Geld durch die geplante Erhöhung des Pflege-Beitragssatzes muss deshalb vor allem für mehr Personal und höhere Löhne der Pflegebeschäftigten eingesetzt werden“, sagte Ministerin Drese heute in Stralsund.

Präventionspreis M-V vergeben

Güstrow – „Potentiale der Gesundheitsförderung in Städten und Gemeinden“ stand als Thema im Mittelpunkt der Landesgesundheitskonferenz am Montag in Güstrow. „Der Wohnort kann einen großen Einfluss auf die Lebensbedingungen und das Gesundheitsverhalten von Kindern, Jugendlichen, Familien sowie älteren Menschen haben. Deshalb ist es wichtig, dass es kommunale Angebote zur Gesundheitsförderung gibt, die sich leicht in den Alltag der Menschen integrieren lassen. Das sorgt für eine hohe Lebensqualität und wirkt als Standortfaktor einer Region. Die mit dem Präventionspreis ausgezeichneten Projekte beweisen, dass Prävention und Gesundheitsförderung in allen Lebenswelten umzusetzen sind“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Im Rahmen der Konferenz ist zum zweiten Mal der Präventionspreis Mecklenburg-Vorpommern verliehen worden. Die Gewinner wurden je Kategorie mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro prämiert. Die Preisgelder stifteten der Verband der Ersatzkassen Mecklenburg-Vorpommern e.V., die IKK Nord, die AOK Nordost und der Kommunale Schadenausgleich (KSA).

Die Preisträger

Kategorie „Gesundes Aufwachsen“: Das Boot Wismar e. V. mit der „Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Familien mit seelischen Belastungen/Behinderungen“

Der Verein bietet individuelle Angebote, unter anderem Einzel-Paar- oder Familiengespräche, Beratungen und die Vermittlung weiterer Hilfen für Kinder, Jugendliche, Eltern, Familien und Angehörige. „Im Boot Wismar finden Kinder und Jugendliche gemeinsam mit ihren Familien einen Ort der Entlastung von ihren Sorgen. Vor allem für die jüngeren Besucher ist es wichtig, dass sie die Möglichkeit haben, sich kindgerecht zu entwickeln“, sagte Glawe.

Kategorie „Gesunde Lebensmitte“: Horst Pietschmann GmbH mit „Gesunde und motivierte Mitarbeiter im Unternehmen Horst Pietschmann GmbH“

Der Handwerksbetrieb aus Waren (Müritz) arbeitet in den Bereichen Heizung, Sanitär und Bauklempnerei. „Für und mit seinen Mitarbeitern hat der Geschäftsführer Horst Pietschmann ein betriebliches Gesundheitsmanagement als selbstverständlichen Teil der Unternehmenskultur implementiert“, sagte Glawe.

Kategorie „Gesundes Älterwerden“: SV Medizin Stralsund mit „Mit regelmäßigem Sport gesund älter werden“

Seit dem Jahr 2015 hat der Verein eine Umorientierung seiner Aktivitäten vorgenommen: – neben dem freizeitorientierten Sport spielt der gesundheitssportliche Aspekt eine große Rolle. In den Abteilungen Reha- und Behindertensport, Gesundheitssport und Sporttherapie, Tischtennis im Freizeitsport und Reha-Volleyball sind mehr als 600 der über 1.000 Mitglieder aktiv. „Sport und regelmäßige Bewegung sind auch unabhängig vom Alter möglich. Das beweist der SV Medizin Stralsund und bietet Sport in der Gemeinschaft ohne Wettkampfdruck“, sagte Glawe.

Sonderpreis „Kommunale Netzwerke“: Gemeinde Balow mit „Ein Dorf für alle – Lebensqualität in Balow“

Die Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat ein gut ausgebildetes soziales Netz: Neben Grundschule und Kindertagesstätte hält die Gemeinde eine Begegnungsstätte vor. Das Kultur- und Kommunikationszentrum (KUK) bietet Raum für überregionale Kultur- und Sportveranstaltungen. Auch die Kulturarena sowie der Schulsport-, Fußballplatz und die Spielplätze dokumentieren das Balower Leitbild: „Ein Dorf für Kinder- ein Dorf für alle“. Jüngste Errungenschaft ist die Bewegungslandschaft – eine Outdoorfitnessanlage für alle. „Vor allem dank der engagierten Bürger in Balow ist es gelungen, ein aktives Dorfleben auf die Beine zu stellen und so ein Wohnort für alle Generationen mit hoher Lebensqualität zu sein“, sagte Glawe.

Die Landesgesundheitskonferenz wurde organisiert von der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e.V. (LVG), die sich dafür einsetzt, die Themen Gesundheit, Ernährung, Bewegung und Entspannung in der öffentlichen Wahrnehmung voranzubringen und so ein gesundes Leben für alle zu ermöglichen. Unter anderem unterstützt die LVG Landkreise bei Maßnahmen in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention. Mit dem Landesprogramm „Gute gesunde Schule“ begleitet die LVG Schulen auf ihrem Weg zum gesunden Lehr- und Lernort. Auf der Grundlage einer schulinternen Evaluation legen die Schulen ihre Ziele und Präventionsmaßnahmen fest und setzen diese in die Praxis um. Hierbei werden sie durch Beratungslehrer für Gesundheitsförderung und Prävention in den Schulamtsbereichen unterstützt und begleitet. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die LVG in diesem Jahr mit Landesmitteln in Höhe von rund 97.000 Euro.

Start der Impfkampagne „MV impft – gemeinsam Verantwortung übernehmen“

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat heute gemeinsam mit Dr. Martina Littmann vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) eine neue Impfkampagne für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat heute gemeinsam mit Dr. Martina Littmann vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) eine neue Impfkampagne für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt.

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat heute gemeinsam mit Dr. Martina Littmann vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) eine neue Impfkampagne für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. Die Kampagne trägt den Namen „MV impft – Gemeinsam Verantwortung übernehmen“ (www.mv-impft.de).

„Wir wollen, das Thema Impfen wieder stärker in den Blickpunkt der Bevölkerung rücken und gemeinsam über die Notwendigkeit des Impfens informieren und aufklären. Durch die Kampagne sollen Eltern, Kinder, junge Erwachsene, Familien sowie Senioren erreicht und für das Thema Impfen sensibilisiert werden. Die Bevölkerung soll dazu motiviert werden, ihren eigenen Impfstatus überprüfen zu lassen und Schutzimpfungen auffrischen zu lassen. Krankheitsgefährdungen können so verringert werden. Es geht darum: Gemeinsam Verantwortung zu übernehmen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag bei der offiziellen Vorstellung im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK).

„MV gilt zwar deutschlandweit als vorbildliches Impfland, trotzdem dürfen wir nicht müde werden, immer wieder für diese Maßnahme zum Schutz der Gesundheit des einzelnen Menschen und der gesamten Bevölkerung zu werben“, sagt Dr. Martina Littmann.

Die Kampagne „MV Impft“ (www.mv-impft.de) ist zunächst für zwei Jahre konzipiert. Die Kosten belaufen sich auf 150.000 Euro. Heute ist der offizielle Startschuss. „Sie wird innerhalb dieser Zeit stetig weiterentwickelt werden“, so Glawe weiter. Innerhalb der Kampagne werden Informationen zielgruppenspezifisch beispielsweise für Eltern, Kinder, junge Erwachsene, Familien sowie Senioren erarbeitet. Neben dem neuen Internettauftritt (www.mv-impft.de) wird mit gedrucktem Informationsmaterial wie Plakaten und Faltblättern geworben. Darüber hinaus werden auch digitale Medien, wie Spots für Verkehrsmittel oder Kinos, sowie YouTube und Facebook als Informationsträger zum Einsatz kommen, um gezielt Jugendliche und junge Erwachsene anzusprechen. Hinzu kommen Hinweise auf die zahlreichen Impfangebote der niedergelassenen Ärzte, der Gesundheitsämter und auch der Betriebsärzte im Land.

Geplant sind darüber hinaus verschiedene Veranstaltungen. Am 24. Oktober 2018 wird es einen ersten offiziellen Impfaktionstag des Gesundheitsamtes Schwerin im Landtag geben, an dem sich sowohl Abgeordnete als auch Besucher impfen lassen können. An verschiedenen zusätzlichen Impfaktionstagen der Gesundheitsämter und in deren regelmäßigen Impfsprechstunden können der Impfstatus überprüft sowie relevante Impfungen durchgeführt werden. Tage und Sprechzeiten sind ebenfalls unter www.mv-impft.deeinsehbar. „Es besteht besonders auch ein hoher Informationsbedarf in Bezug auf die jährlich wiederkehrende Grippe. Es kommt in dieser Saison ein vierfacher Grippeimpfstoff zum Einsatz, der einen noch besseren Schutz versprechen soll“, sagte Gesundheitsminister Glawe.

„Der Zeitpunkt für den Beginn unserer gemeinsamen Impfkampagne ist ideal, um auch wieder auf die jährlich notwendige Grippe-Schutzimpfung hinzuweisen, die insbesondere für Risikogruppen von Bedeutung ist“, so Dr. Littmann. Von jetzt an bis Ende November ist die günstigste Zeit, sich gegen Influenza impfen zu lassen.

Präventive Impfungen sind bisher die einzige Möglichkeit, um vor Infektionskrankheiten zu schützen, für die es keine oder nur eingeschränkte Therapiemöglichkeiten gibt. Insbesondere Krankheiten wie z. B. Kinderlähmung, Masern, Diphtherie, Wundstarrkrampf, Hepatitis B oder Influenza können zu schwerwiegenden Komplikationen führen. „Durch Impfungen lassen sich entsprechend schwere Verläufe, wie z. B. eine Gehirnhautentzündung in Folge einer Maserninfektion, verhindern. Besonders wichtig sind die Basisimpfungen im Kindes- und Jugendalter und die späteren Auffrischungsimpfungen, um lebenslang einen Schutz aufzubauen“, betonte Glawe weiter. „Schutzimpfungen bieten nicht nur Schutz für den Einzelnen, sondern führen auch zu einem Kollektivschutz in der Bevölkerung. Dadurch lassen sich Epidemien verhindern, wodurch wiederum auch Risikopatienten (Ältere und Schwangere) geschützt werden. Impflücken entstehen meist durch Wissenslücken. Wer sich selber schützt, schützt auch seine Umgebung – seine Familie und Freunde, Kolleginnen und Kollegen.“

Dr. Martina Littmann ergänzte: „Wir haben festgestellt, dass zeitlich nicht immer entsprechend dem Impfkalender geimpft wird, sondern häufig etwas später. Hier gibt es Reserven. Insbesondere vor Aufnahme in eine Kindereinrichtung ist es besonders wichtig, einen Masern-Impfschutz vorzuweisen.“

Bei der Analyse der Durchimpfungsraten belegt Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich einen der vordersten Plätze. „Durch eine hohe Impfbereitschaft hat Mecklenburg-Vorpommern eine hohe kollektive Immunität in der Bevölkerung erreicht. Die Impfquoten eingeschulter Kinder sind ebenso hoch. Neben Brandenburg erreicht M-V als einziges Bundesland die für die angestrebte Elimination der Masern geforderten 95 Prozent bei der zweiten Masern-Impfung“, sagte Glawe.

„Aber gerade weil viele gefährliche Krankheiten wie Mumps, Masern und Röteln durch hohe Impfquoten seltener geworden sind, ist vielen Menschen nicht mehr bewusst, welche teils schwerwiegenden Folgen – bis hin zu Todesfällen – manche Infektionen haben können. Deutlich wird dies an den geringeren Durchimpfungsraten bei den Auffrischungsimpfungen für Diphtherie und Tetanus in Mecklenburg-Vorpommern. Gerade für junge Menschen ist Aufklärung für die hocheffektive HPV-Impfung (HPV = Humane Papillomviren) nötig“, fordert Gesundheitsminister Glawe. Diese Impfung nutzen bisher in MV 52 Prozent der Mädchen und jungen Frauen. Seit 2018 wird die HPV-Impfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) jetzt auch für Jungen empfohlen, da sie sich auch mit dem HP-Virus infizieren können. Durch die HPV-Impfung von Mädchen und Jungen soll die Krankheitslast durch HPV-assoziierte Tumoren reduziert werden.

Es muss die individuelle Fähigkeit und Bereitschaft gegeben sein, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Diese Bereitschaft unterliegt dem Einfluss verschiedener Faktoren: u. a. der Qualität von Bildung und Erziehung, berufliche Anforderungen und Belastungen sowie der sozialen Teilhabe und Einkommenssituation. „Im Rahmen der Impfkampagne soll daher die Gesundheitskompetenz erhöht werden, indem Menschen in ihren Lebenswelten erreicht, über Impfungen informiert und durch gezielte Angebote zu einem gesundheitsförderlichen Verhalten motiviert werden“, erläuterte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend.

Die Fraktionen CDU, SPD, LINKE und BMV haben gemeinsam im vergangenen Jahr einen Antrag für eine Impfkampagne im Landtag gestellt. Mit Beschluss vom 29. November 2017 wurde der Antrag von allen Fraktionen sowie den fraktionslosen Abgeordneten angenommen. Den Landtagsauftrag zur Initiierung und Umsetzung einer Impfkampagne hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit übernommen und die Kampagne „MV impft“ erarbeitet. An der Umsetzung wirken viele Akteure mit. Hierzu zählen das Landesamt für Gesundheit und Soziales und die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte. Unterstützt wird die Kampagne auch von der Kassenärztlichen Vereinigung M-V, der Ärztekammer M-V, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst, den Universitäten in Rostock und Greifswald, vom Apothekerverband, den Krankenkassen sowie dem Landesfeuerwehrverband.

Kommission Universitätsmedizin 2020 nimmt Arbeit auf

Ministerin Hesse: Eine klare Orientierung an medizin-ethischen Werten muss Vorrang haben

Schwerin – Die unabhängige Kommission Universitätsmedizin 2020 hat ihre Arbeit aufgenommen. Zum Auftakt haben sich der Vorsitzende der Kommission und die Mitglieder mit Wissenschaftsministerin Birgit Hesse in Schwerin über die Aufgabenschwerpunkte ausgetauscht. Das Gremium besteht aus sechs Personen und wird für anderthalb Jahre eingesetzt. Die Kommission soll Empfehlungen erarbeiten, wie die beiden Universitätsklinika in Mecklenburg-Vorpommern vor dem Hintergrund der zunehmenden Ökonomisierung im Gesundheitswesen ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen können.

„Kernaufgaben der Universitätsmedizin sind Forschung und Lehre. Die Krankenversorgung kommt dazu. Es ist notwendig, dass wir uns wieder stärker darauf besinnen“, betonte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Die Universitätsklinika haben als staatliche Einrichtungen eine Vorbildfunktion, der sie als große Arbeitgeber, Forschungsstätten und Hochleistungsversorger gerecht werden müssen. Ich erhoffe mir von der Kommission Empfehlungen, wie sich unsere beiden Häuser künftig aufstellen können, damit sich Anspruch und Wirklichkeit decken. Dabei müssen das Patientenwohl und eine klare Orientierung an medizin-ethischen Werten Vorrang haben. Den Mitgliedern der Kommission danke ich sehr, dass sie ihre Expertise einbringen wollen“, lobte Hesse.

„In der Kommission wollen wir Empfehlungen erarbeiten, wie unter dem sozialgesetzlichen Gebot der Wirtschaftlichkeit und dem ökonomischen Gewinnstreben das Patientenwohl und die Mitarbeitermotivation in den Universitätsklinika des Landes nachhaltig gesichert werden können und welche Regeln für die Vorstände sich daraus ergeben“, erläuterte der Vorsitzende der Kommission, Dr. med. Harald Terpe.

„Interdisziplinäre Zusammenarbeit von Experten unterschiedlicher Fachgebiete, aufwändige medizin-technische Infrastruktur und der Innovationszyklus von Grundlagenforschung, translationaler Forschung und klinischer Forschung kennzeichnen die universitäre Medizin“, sagte Dr. Brunhilde Seidel-Kwem. „Deren Zukunft, eingebettet in den wissenschaftlichen Wettbewerb und die Versorgungsansprüche der Bevölkerung, wirtschaftlich stabil und entwicklungsfähig zu halten, gehört zu den anspruchsvollsten und spannendsten Managementaufgaben im Gesundheits-und Wissenschaftssystem. Unabdingbare Voraussetzungen hierfür sind glaubwürdige Qualitätsversprechen und eine offene und partizipative Unternehmenskultur“, so Seidel-Kwem.

„Die deutschen Universitätsklinika und medizinischen Fakultäten haben den Auftrag, in der Einheit von Forschung, Lehre und Krankenversorgung die komplette Bandbreite medizinischer Angebote sowie die Sicherstellung des Medizinischen Nachwuchses zu entwickeln und auf hohem Niveau anzubieten“, so Hedwig François-Kettner. Dabei sind sowohl die Qualifizierungen aller weiteren Gesundheitsberufe wie auch die kontinuierliche Weiterentwicklung adäquater Patientenversorgungsstrukturen beinhaltet und von sehr großer Bedeutung. Alle ökonomischen Herausforderungen sind unter der o. a. Zielsetzung zu meistern, auftretende Probleme entsprechend zu managen. Aus meiner Sicht müssen nach entsprechenden Analysen der Vorgänge und vorliegenden Fragestellungen im Kreis der ausgewählten Experten sachkundig und vorbehaltlos Antworten erarbeitet werden, die Aufklärung und Vorschläge für die Zukunft der Universitätsmedizin in Mecklenburg-Vorpommern beinhalten“, so François-Kettner.

„Da finanzielle Ressourcen immer nur begrenzt zur Verfügung stehen, müssen sich alle Kliniken in Deutschland, auch die Universitätsklinika, mit dem ethischen Spannungsfeld eines sparsamen Umgangs mit den Ressourcen und einer medizinisch angemessenen und patientengerechten Behandlung auseinandersetzen“, sagte Dr. med. Hermann Schulte Sasse. „Dieses Thema hat mich auf meinem gesamten Berufsweg begleitet, sowohl als Klinikarzt als auch in den verschiedenen politischen Ämtern auf kommunaler, Landes- und Bundesebene“, so Schulte Sasse.

„Wir alle erwarten viel von unseren Universitätskliniken. Sie sollen dem Patientenwohl optimal durch Behandlung und Forschung dienen, ethischen und rechtlichen Maßstäben gerecht werden und zugleich bezahlbar bleiben“, sagte Prof. Dr. Karsten Gaede. Die Kommission Universitätsmedizin 2020 will die wieder dringliche Frage, wie diese Ziele unter aktuellen Bedingungen in ein Gleichgewicht gebracht werden können, von neuem stellen. Dies ist eine sehr anspruchsvolle, aber auch reizvolle Aufgabe. Konkret möchte ich, entsprechend der Ausrichtung meines Forschungsinstituts, vor allem die Möglichkeiten und Grenzen einer rechtlichen Steuerung und eine verlässlichen Anleitung der Mitarbeiter der Kliniken in den Blick nehmen“, so Gaede.

„Die hoheitlichen Aufgaben der Universitätsmedizin in Forschung und Lehre markieren den wesentlichen Unterschied zum Aufgabenprofil von reinen Krankenhäusern der Maximalversorgung“, erläuterte Prof. Dr. Reiner Biffar. „So muss die Patientenversorgung an einer Universitätsmedizin ungehindert auch der Ausbildung von Ärzten, Zahnärzten, Wissenschaftlern und Gesundheitsfachberufen sowie der universitären Wissenschaft dienen. Das reibungslose Funktionieren dieses Dreiklangs aus Forschung, Lehre und Krankenversorgung ist entscheidender Garant für den kontinuierlichen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn und die Weitergabe dieses Wissens in Lehre, Fort- und Weiterbildung. Nur so kann die Universitätsmedizin ein Hort der aktuellsten Erkenntnis sein und dieses Wissen auf vielen Wegen in die Patientenversorgung zum Wohle der Bevölkerung zurückgeben“, so Biffar.

Drese auf Unternehmertag: Beschäftigte in der Altenpflege besser bezahlen

Schwerin – „Die eingeleiteten Maßnahmen für eine Pflegeoffensive werden aus meiner Sicht nur erfolgversprechend sein, wenn die so wichtige Arbeit in der Pflege auch angemessen bezahlt wird.“ Sozialministerin Stefanie Drese hat sich auf dem Unternehmertag des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Mecklenburg-Vorpommern für eine fairere Entlohnung der Beschäftigten im Altenpflegebereich ausgesprochen.

So lagen nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung die monatlichen Median-Bruttoentgelte der Fachkräfte (mit 2.180 Euro) als auch der Helferberufe (1.621 Euro) in der Altenpflege im Jahr 2016 in Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich unterhalb fast aller anderen Bundesländer. Der Abstand zu der Bezahlung in der Krankenpflege im Land lag bei den Fachkräften im Schnitt bei 618 Euro.

„Um den wachsenden Fachkräftebedarf decken und gute Pflege sicherstellen zu können, muss eine Tätigkeit als Pflegekraft auch finanziell attraktiver werden“, betonte Drese. „Nach meiner Bewertung müssen sich Anbieter und Pflegekassen deshalb zukünftig auf höhere Pflegesätze für Mecklenburg-Vorpommern einigen und flächendeckende Tarifverträge zur Anwendung kommen.“

Die Ministerin sprach sich vor diesem Hintergrund für eine breite politische Debatte über die Finanzierung und Bezahlbarkeit der Pflege in Deutschland aus. „Es lässt sich nicht mehr vermitteln, dass Pflegebedürftige, ihre Angehörigen oder letztlich die Sozialhilfe die finanziellen Lasten allein zu tragen haben, die durch die demografische Entwicklung und steigende Pflegekosten anfallen“, verdeutlichte Drese.

Drese: „Diskussionswürdige Vorschläge liegen auf dem Tisch: Ausbau der Pflegeversicherung zur Vollversicherung, Verbreiterung der Finanzierungsbasis, höhere Versicherungsbeiträge oder Bundeszuschuss für eine gute Pflege. Ich bin überzeugt, dass viele Menschen solche Ideen positiv bewerten, sofern dies tatsächlich den Pflegebeschäftigten zu Gute kommt, der Personalschlüssel angehoben wird und es Verbesserungen in der Pflegeinfrastruktur gibt.“

25 Jahre Luftrettung der Johanniter-Unfall-Hilfe in Rostock

Rostock – Mit einer Festveranstaltung beging die Johanniter Luftrettung – Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. (JUH) am 26.09 das 25-jährige Jubiläum der Stationierung ihres Hubschraubers in Rostock. „Die Johanniter-Unfallhilfe ist ein kompetenter und verlässlicher Partner bei der Erfüllung zahlreicher gesundheitlicher und sozialer Aufgaben in Mecklenburg-Vorpommern. Pflegedienste, Kindertagesstätten, Sanitätsdienst auf Veranstaltungen und Verlegungsflüge gehören zum umfangreichen Angebot der Johanniter. Mit großer Fachkompetenz und hoher Einsatzbereitschaft tragen die Luftrettungsmitarbeiter am Standort Rostock dazu bei, die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung stetig zu verbessern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Gemeinsam mit der Rotorflug GmbH hatten die Johanniter 1993 außerhalb des öffentlichen Rettungsdienstes einen Hubschrauber in Rostock stationiert. Die JUH führt sogenannte „Sekundärflüge“ durch. Dabei handelt es sich beispielsweise um Transportflüge von Patienten, die für eine Weiterbehandlung in ein anderes Krankenhaus verlegt werden, Inkubatortransporte, Transporte von Spenderorganen und Blutkonserven. Wenn die drei im Land stationierten Rettungshubschrauber nicht zur Verfügung stehen, führt der Hubschrauber bei dringendem Bedarf auf Anforderung der Rettungsleitstellen auch Einsätze in der Notfallrettung durch. Der Hubschrauber ist der einzige im Land, der über eine Nachtflugerlaubnis verfügt. Nach Angaben der JUH wurde der Hubschrauber im Jahr 2015 rund 340 Mal alarmiert, im Jahr 2016 rund 370 Mal und im Jahr 2017 fast 400 Mal. „Schnell, effektiv und rund um die Uhr stehen die Johanniter in Rostock bereit, auch über die Landesgrenzen hinaus Hilfe und Unterstützung zu geben“, sagte Glawe.

Der Hubschrauber ist stationiert auf dem Landeplatz des Klinikums Südstadt in Rostock, der im vergangenen Jahr neu errichtet wurde. Der Landeplatz wird von allen Rettungstransporthubschraubern im Rahmen des Rettungsdienstes und bei der Verlegung von Patienten angeflogen. Die Kosten der Errichtung beliefen sich auf 700.000 Euro. Das Gesundheitsministerium hat sich an den Kosten in Höhe von 500.000 Euro beteiligt.

In Mecklenburg-Vorpommern ist der Intensivtransporthubschrauber (ITH) Christoph Rostock mit Intensiv-Verlegungsflügen für die Johanniter Luftrettung im Einsatz. Seit dem Jahr 1993 besteht eine Kooperation mit dem Klinikum Südstadt in Rostock. Am Klinikum befindet sich auch die Basis, von der aus der Hubschrauber rund um die Uhr zu seinen Einsätzen abhebt. Das Team von Christoph Rostock ist 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Das Einsatzgebiet von Christoph Rostock erstreckt sich von Mecklenburg-Vorpommern über die Ostseeinseln und umliegende Bundesländer. Sekundärtransporte werden deutschlandweit sowie bei Bedarf auch nach Dänemark, Polen, Tschechien und in die Niederlande durchgeführt. Christoph Rostock ist in Mecklenburg-Vorpommern das einzige arztbesetzte Luftrettungsmittel, das auch nachts verfügbar ist.

22 Inklusionsbetriebe im Land beschäftigen rund 100 besonders schwerbehinderte Menschen

Ministerin Drese gratuliert ZAGAPU gGmbH in Schwerin zum 20-jährigen Jubiläum

Schwerin – „Es ist für mich immer wieder beeindruckend, wie gut und produktiv Menschen mit und ohne Behinderungen in den inzwischen 22 Inklusionsbetrieben in unserem Land zusammenarbeiten. Erfolgreiche Beispiele wie die ZAGAPU gGmbH zeigen, dass durch passgenaue Hilfen und große soziale Kompetenz Hemmnissen und Barrieren aktiv entgegengewirkt werden kann.“ Mit diesen Worten würdigte Sozialministerin Stefanie Drese zum 20-jährigen Jubiläum die Arbeit des Inklusionsbetriebs ZAGAPU gGmbH heute in Schwerin.

Inklusionsbetriebe sind rechtlich und wirtschaftlich selbständige Dienstleistungsunternehmen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Sie dienen der Beschäftigung besonders betroffener schwerbehinderten Menschen (z.B. Menschen mit geistiger oder seelischer Behinderung, einer schweren Körper-, Sinnes- oder Mehrfachbehinderung).

Das Unternehmen ZAGAPU ist ein Dienstleitungsunternehmen und übernimmt Aufträge im industriellen Bereich, als Hausmeisterservice, im Garten-, Landschafts- und Zaunbau sowie in der Metallbearbeitung. Acht von 18 Angestellten haben eine Schwerbehinderung.

Die finanzielle Förderung für Aufbau, Erweiterung, Modernisierung und Ausstattung erfolgt überwiegend durch das Integrationsamt mit Mitteln der Ausgleichsabgabe. Damit wird das Ziel verfolgt, die Teilhabe am Arbeitsleben auch von langzeitarbeitslosen schwerbehinderten Menschen, von Menschen, die den Übergang aus einer Werkstatt für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt anstreben, sowie von chronisch psychisch kranken Menschen zu verbessern.

„Hier ist noch viel Überzeugungsarbeit bei Arbeitgebern zu leisten um Vorurteile gegenüber schwerbehinderten Menschen abzubauen. Integrationsbetriebe wie ZAGAPU beweisen, welches Potenzial in Menschen mit Handicap steckt. Sie wären ein Gewinn für Unternehmen“, appellierte Ministerin Drese an Unternehmen Schwerbehinderten eine Chance auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu geben.

Sowohl für den schwerbehinderten Beschäftigten als auch für Arbeitgeber stehen eine Vielzahl von Hilfsmöglichkeiten zur Verfügung. Informationen und Anträge zu den sogenannten „Begleitenden Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsleben“ können beim Integrationsamt des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) angefordert werden.

Welt-Alzheimertag: Deutlich bessere Unterstützung für Demenzkranke

Schwerin – Anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21. September weist Sozialministerin Stefanie Drese auf Förder- und Unterstützungsleistungen für Menschen mit Demenz hin und wünscht sich eine verstärkte Integration von Demenzkranken in das gesellschaftliche Leben. Rund 35.000 Menschen haben in Mecklenburg-Vorpommern eine Demenz, etwa zwei Drittel davon Alzheimer.

„Das kurze Gespräch im Treppenhaus, Hilfe beim Einkaufen, ein gemeinsamer Spaziergang: schon Kleinigkeiten helfen, das Leben von Menschen mit Demenz und ihrer sie pflegenden Angehörigen etwas leichter und schöner zu machen“, betont Drese zum Alzheimertag.

Mit der Pflegereform 2017 und dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff erhalten vor allem Personen mit geistigen Einschränkungen wie Demenz deutliche bessere Leistungen. „Sie sind nunmehr mit körperlich eingeschränkten Menschen gleichgestellt und erhalten – je nach Grad der Pflegebedürftigkeit – dieselben Leistungen“, verdeutlicht Drese. „Das ist ein wichtiger Fortschritt.“

Das Land fördert gezielt Projekte zur Betreuung von Demenzerkrankten in der Familie. „Niedrigschwellige Maßnahmen wie Einzelbetreuung in der Häuslichkeit und spezielle Betreuungsgruppen helfen demenzerkrankten Pflegebedürftigen und tragen zur maßgeblichen stundenweisen Entlastung der Angehörigen bei“, so Drese.

Zudem unterstützt das Sozialministerium Selbsthilfeorganisationen und -kontaktstellen. Diese beraten und begleiten Angehörige oder die Betroffenen und leisten auch regionale Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit im Bereich Demenz.

Drese: „Demenzerkrankungen werden zukünftig weiter zunehmen. Etwa 300.000 Neuerkrankungen sind deutschlandweit jedes Jahr zu konstatieren. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr das Modellprojekt „Kompetenzzentrum Demenz Mecklenburg-Vorpommern“ gestartet, um unser Wissen über die Krankheit zu vertiefen und wirksame Versorgungs- und Beratungsstrukturen weiterzuentwickeln.“

Onkologieexperten treffen sich in Rostock

Rostock – Die Themen Mammakarzinom (Brustkrebs) und kolorektales Karzinom (Darmkrebs) standen im Mittelpunkt des 16. Ostseesymposiums Onkologie am Sonnabend in Rostock. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es vier onkologische Zentren. Zwei Zentren befinden sich in Rostock, jeweils ein Zentrum in Greifswald und Schwerin.

„Besonders wichtig ist mir, dass diese Zentren sehr gut mit anderen Krankenhäusern und den ambulant tätigen Ärzten kooperieren. So gelingt es, umfangreiche Behandlungs- und Betreuungsmöglichkeiten für Krebspatienten in unserem Flächenland zu leisten. Veranstaltungen wie das Ostseesymposium Onkologie tragen dazu bei, dass Ärzte, medizinisches Fachpersonal und Pflegekräfte sich fachlich weiterbilden und intensiv auch außerhalb des täglichen Praxisalltags austauschen können“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Die Veranstaltung wurde von der Universitätsmedizin Rostock organisiert; Gesundheitsminister Glawe hatte die Schirmherrschaft übernommen.

Die Bundesländer sind verpflichtet, Klinische Krebsregister einzurichten. Zu den erfassten Daten gehören insbesondere Diagnosen, Befunde sowie Angaben über Behandlungen und zum Krankheitsverlauf. „Entscheidend ist, Krebserkrankungen und deren möglichst wirksamste Behandlung zu verstehen. Dafür braucht es neben einem fachlichen, interdisziplinarem Austausch von medizinischem Fachpersonal auch eine verlässliche Datenbasis. Diese Aufgaben übernimmt das Klinische Krebsregister in Mecklenburg-Vorpommern. So kann beispielsweise der Erfolg von Tumortherapien besser ausgewertet werden. Dafür ist die engagierte Mitarbeit der Ärzte gefordert. Von den vollumfänglichen Meldungen werden im Ergebnis alle profitieren können“, forderte Glawe „Die klinische Krebsregistrierung dient der möglichst lückenlosen Erfassung von Krebserkrankungen sowie deren Verlauf und Therapie mit der Zielstellung der Verbesserung der Qualität der ambulanten und stationären onkologischen Versorgung“, so Gesundheitsminister Glawe.

Nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern rund 53.500 Menschen, die in den vergangenen zehn Jahren die Diagnose Krebs erhielten (Stand 31.12.2015). Krebserkrankungen treten zumeist im höheren Lebensalter auf: Die Hälfte der neuerkrankten Männer im Diagnosejahr 2015 waren 69 Jahre oder älter. Bei den Frauen betrug das mittlere Erkrankungsalter 70 Jahre. In der Altersgruppe der über 70-Jährigen leben in Mecklenburg-Vorpommern rund jeder siebente Mann und jede vierzehnte Frau mit einer in den vergangenen 10 Jahren diagnostizierten Krebserkrankung. Im Jahr 2015 sind 747 Männer und 546 Frauen neu an Darmkrebs erkrankt. Bei einer Lokalisation in der Brustdrüse (Brustkrebs) waren es 1.239 Frauen und 16 Männer.

Die Daten werden in verschlüsselter Form gespeichert und ausgewertet, um wichtige Informationen über Ursachen, Entwicklung und Vorbereitung der verschiedenen Krebsarten zu gewinnen. In Mecklenburg-Vorpommern sind alle Ärzte zur Meldung verpflichtet.

Ministerin Drese wirbt für demenzfreundliche Gesellschaft

Berührungsängste abbauen, Teilhabe ermöglichen

Schwerin – Anlässlich der bundesweiten Woche der Demenz vom 17. bis 23. September ruft Sozialministerin Stefanie Drese dazu auf, Menschen mit Demenz mit Respekt zu begegnen und sie in das gesellschaftliche Leben zu integrieren.

„Das kurze Gespräch im Treppenhaus, Hilfe beim Einkaufen, ein gemeinsamer Spaziergang: schon Kleinigkeiten helfen, das Leben von Menschen mit Demenz und ihrer sie pflegenden Angehörigen etwas leichter und schöner zu machen“, betont Drese zum Start der Aktionswoche.

In Mecklenburg-Vorpommern leben derzeit ca. 35.000 Menschen mit Demenz mit steigender Tendenz. Davon werden etwa 75 Prozent zu Hause betreut. Bundesweit leiden ungefähr 60 Prozent der an einer Demenz Erkrankten am Alzheimer-Typ.

„Das Wissen um die Krankheit ist noch nicht allzu verbreitet und es bestehen teilweise Berührungsängste“, so Ministerin Drese. Darum sei es wichtig, möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern Kenntnisse zum Krankheitsbild und Tipps zum Umgang mit Menschen mit Demenz zu vermitteln. Hier seien z.B. der Landesverband der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft und die Lokalen Demenz-Allianzen kompetente Ansprechpartner. Drese: „Dort gibt es zahlreiche und ganz unterschiedliche Angebote – von der Beratung und Unterstützung bis hin zu Bewegungs-, Kultur- und Bildungsangeboten.“

Das Sozialministerium fördert zudem maßgeblich Projekte zur Betreuung von Demenzerkrankten in der Familie. Drese: „Die niedrigschwelligen Betreuungsangebote zielen direkt auf die in der Häuslichkeit befindlichen demenzerkrankten Pflegebedürftigen ab und tragen zur maßgeblichen stundenweisen Entlastung der Angehörigen bei.“ Darüber hinaus hat das Land im vergangenen Jahr das Modellprojekt „Kompetenzzentrum Demenz Mecklenburg-Vorpommern“ gestartet.

Drese: „Nur die Begegnung baut Ängste ab und lässt an Demenz erkrankte Menschen dabei und mittendrin sein. Auf diese Weise kommen wir voran auf dem Weg zu einer demenzfreundlichen Gesellschaft.“

Europäischer Prostatatag am 15. September

Schwerin – Am 15. September ist der Europäische Prostatatag. Ziel des Aktionstages ist es, über Erkrankungen der Prostata, ihre Risiken und Folgen hinzuweisen. „Krebserkrankungen frühzeitig zu erkennen, ist ein wichtiger Faktor auf dem Weg zur Heilung. Das gilt auch beim Thema Prostatakrebs. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sollten selbstverständlich sein. Mit dem Europäischen Prostatatag soll auch auf das wichtige Thema der Vorsorge aufmerksam gemacht werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Prostatakrebs ist bei Männern nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters (GKM) die häufigste Krebserkrankung. In Mecklenburg-Vorpommern erkranken daran jedes Jahr über 1.200 Männer neu (Durchschnitt der Diagnosejahre 2013 bis 2015). Die meisten von ihnen sind im Alter zwischen 70 und 75 Jahren. Ungefähr 72 Prozent sind zum Zeitpunkt der Diagnose älter als 65 Jahre. An Prostatakrebs versterben pro Jahr in Mecklenburg-Vorpommern 280 Männer. Damit ist Prostatakrebs als Todesursache fast genauso häufig wie Darmkrebs (9 bzw. 11 Prozent aller Krebstodesfälle). Nur Lungenkrebs ist mit 25 Prozent aller Krebstodesursachen noch häufiger. „Die Diagnose Prostatakrebs ist für viele Männer mit Unsicherheit und Scham verbunden. Entscheidend ist, dass Patienten umfassend informiert sind, sich Hilfe und Unterstützung suchen. Neben einer umfassenden ärztlichen Betreuung kann der Austausch mit anderen Betroffenen helfen, mit der Krankheit besser umzugehen“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit fünf Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen, die als Ansprechpartner für Betroffene und deren Angehörige tätig sind. Beratungspunkte sind Schwerin, Rostock, Wolgast mit Greifswald, Neubrandenburg und Vellahn bei Boizenburg/Hagenow. Diese Gruppen sind Mitglieder des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) in Bonn. Ebenso gehören sie dem Regionalverband (RNBPS) Neue Bundesländer und Berlin an. Zudem haben sich die Gruppen zur „Prostatakrebs-Selbsthilfe-Gemeinschaft-MV (PSG-MV)“ zusammengeschlossen. Betroffene, Angehörige und Interessierte finden unter www.psg-mv.de aktuelle Informationen und Ansprechpartner. Dort wird auch „hellMut“ angeboten, eine „Erste Hilfe Hotline“ für Männer, die gerade die Diagnose „Prostatakrebs“ bekommen haben (Tel. 038848 – 170998 oder Tel. 0163 – 6965108).

Im Hörsaal Chirurgie der Uni-Klinik Rostock veranstaltet die Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rostock & Umgebung (prostatakrebs-shg-rostock.de) einen „Tag der Männergesundheit“, der unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsminister Glawe steht. Dort werden unter anderem neue Erkennungs- und Bestrahlungsmethoden vorgestellt sowie über die Bedeutung von Sport und körperlicher Aktivität bei Krebserkrankungen gesprochen.

Das Gemeinsame Krebsregister (GKR) der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen ist das bevölkerungsbezogene Krebsregister für die neuen Bundesländer und Berlin. Hauptaufgabe ist die Registrierung aller im Einzugsgebiet auftretenden Krebsneuerkrankungen und deren statistische Auswertung. Das GKR hat seinen Sitz in Berlin.

Marketingverein wirbt für Lebens- und Arbeitsregion Westmecklenburg

Schwerin – Ein gezieltes Außenmarketing für die Lebens- und Arbeitsregion Westmecklenburg zu kreieren ist das Ziel des Regionalmarketing Mecklenburg-Schwerin e.V. Der Verein, in dem sich Unternehmen, Gebietskörperschaften und Kammern, Verbände und Vereine regional engagieren, setzt sich aktiv für die Stärkung der Region Westmecklenburg mit den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg und der Landeshauptstadt Schwerin ein. Aus dem bisher eher heterogenen Bild vieler Aktivitäten in Westmecklenburg soll ein besser aufeinander abgestimmter Auftritt der Region werden.

„Es gibt viele gute Marketingmaßnahmen in der Region. Jetzt gilt es, diese miteinander zu vernetzen. Mit der Website ´westmecklenburg.de´ ist eine Plattform geschaffen worden, um die Potentiale besser zu bündeln und aufeinander abzustimmen. Dies ist auch eine gute Möglichkeit, Interessierte auf eine Region aufmerksam zu machen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Der Regionalmarketing Mecklenburg-Schwerin e.V. ist als Unternehmernetzwerk bereits seit 20 Jahren aktiv, um Westmecklenburg als Lebens- und Arbeitsstandort zu vermarkten. Das Projekt „westmecklenburg.de“ existiert seit dem vergangenen Jahr. In dieser Zeit wurden öffentliche und privatwirtschaftliche Akteure mit ihren individuellen Zielstellungen und unterschiedlichen Projekten evaluiert. Im Rahmen des Projektes entwickelte sich ein Außenmarketingkonzept für Westmecklenburg mit Fokus auf die heute gängigen Kommunikationskanäle im Social Web und Veranstaltungen sowie Roadshows vor Ort und in benachbarten Regionen. In Abstimmung mit den Partnern sind dabei verschiedene Zielgruppen wie Schulabgänger, Studenten, Fachkräfte, Ein- und Auspendler definiert und mit einem gezielten Online-Marketingmix sowie verschiedenen Veranstaltungen bedient worden. Ziel ist, die Außenbekanntheit der Region signifikant zu erhöhen.

„Der gewünschte Image-Effekt soll allen Einheimischen, Rückkehrern, Neu-Westmecklenburgern und besonders den Menschen von außerhalb vermitteln, welch attraktive Region der westliche Teil unseres Landes ist. Zugleich geht es darum, den Stellenwert hier erfolgreicher Unternehmen und attraktiver Arbeitgeber aufzuzeigen. Dass es hier hervorragende Bedingungen für ein Leben im Einklang zwischen Familie und Berufsleben gibt, ist genau die Botschaft, die wir vermitteln möchten“, so Mecklenburg-Vorpommern Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Im Förderzeitraum von September 2017 bis Dezember 2018 betragen die Gesamtkosten des Projektes 34.200 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von ca. 24.000 Euro.

Engagierte Unternehmen, Kommunen und Verbände aus der Region haben den Verein im Jahr 1999 gegründet. Heute arbeiten in diesem Rahmen ca. 115 Mitglieder aktiv gemeinsam an der Mission Westmecklenburgs. Für ihr Leben und die Arbeit und dafür, die Region gemeinsam stark zu machen.

Ziel der Arbeit ist es, die wunderbaren Lebensbedingungen in unserer Region bekannter zu machen. Zu zeigen, welche spannenden Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten sich bieten und wie gut sich Familien- und Erwerbsleben unter den viel zitierten Hut bringen lassen. Menschen zu ermuntern, ihren Lebensmittelpunkt in eine der schönsten Regionen Deutschlands zu verlagern. Oder sich einfach darüber zu freuen, schon da zu sein, zu Hause zu sein in Westmecklenburg.

Richtfest für Ergotherapiegebäude am Evangelischen Krankenhaus Bethanien

Greifswald – Am Donnerstag ist in Greifswald das Richtfest für den Neubau eines Ergotherapiegebäudes an der Evangelischen Krankenhaus Bethanien gGmbH begangen worden. Das Krankenhaus ist eine Fachklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und gehört zur Johanna-Odebrecht-Stiftung.

„Ergotherapie ist ein wichtiger Baustein in der Behandlung von Patienten mit seelischen Erkrankungen. Um erfolgreich an der Gesundung zu arbeiten, ist ein therapieförderndes Umfeld nötig. Mit dem Bau eines neuen Gebäudes am Evangelischen Krankenhaus Bethanien werden sich die Bedingungen für die Patienten und die Mitarbeiter erheblich verbessern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Evangelische Krankenhaus Bethanien gGmbH hält derzeit 172 vollstationäre und 101 teilstationäre Betten in Greifswald vor. Dort werden seelische Erkrankungen einschließlich der Akut- und Notfallbehandlung betreut. Neben der psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung gehören weitere Therapien zum Angebot, wie beispielsweise Sozio- und Familientherapie, Physiotherapie, Sport- und Bewegungstherapie, Musik- und Kunsttherapie, Entspannungstherapie sowie Lichttherapie.

Die Klinik verfügt zudem über eine Sporthalle und ein Bewegungsbad. Bislang wurde die Ergotherapie teilweise in einem 1963 errichteten schwedischen Fertigteilhaus in Holzrahmenbauweise vorgenommen, das heute nicht mehr den medizinischen Erfordernissen entspricht. Das Gebäude soll jetzt durch einen Neubau ersetzt werden.

„Das Krankenhaus ist ein wichtiger Akteur in der Akut- und Regelversorgung für die Region. Die Patienten kommen unter anderem aus den Städten Greifswald und Wolgast sowie aus Teilen der Landkreise Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte inklusive der Insel Usedom“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für den Neubau des Ergotherapiegebäudes betragen knapp 1,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben in Höhe von einer Million Euro.