5. Krebsinformationstag in Schwerin

Schwerin – „Ernährung bei Krebserkrankungen“ ist das zentrale Thema des 5. Krebsinformationstages, der am Sonnabend, den 25. August 2018, in Schwerin stattfindet. An der Veranstaltung können Ärzte, medizinisches Personal, Erkrankte, Angehörige und Interessierte kostenfrei teilnehmen.

„Der Krebsinformationstag stellt praxisnahe Informationen und aktuelle Erkenntnisse rund um das Thema Krebs vor. Das ist ein wichtiges Forum, um ein umfassendes Bild zur Bedeutung der Ernährung bei Krebserkrankungen zu erhalten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Vorfeld. Die Veranstaltung wird von der Krebsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. organisiert.

Auf dem Programm stehen unter anderem Vorträge über den „Sinn und Unsinn von Krebsdiäten“ sowie Vorträge zu gesicherten Erkenntnissen über die Zusammenhänge von Krebs und Ernährung. Ein weiteres Thema auf der Tagung werden die zukünftigen Möglichkeiten einer personalisierten onkologischen Behandlung sowohl mittels medikamentöser als auch chirurgischer Therapieverfahren sein. Die robotergestützte Radiochirurgie stellt nach Angaben der Krebsgesellschaft ein aktuelles etabliertes strahlentherapeutisches Verfahren dar. Die neusten Daten zu Behandlungsergebnissen bei Einsatz der Radiochirurgie und zu Einsatzmöglichkeiten werden auf dem Krebsinformationstag weitergegeben.

„Jede Krebserkrankung hat einen eigenen Verlauf, deshalb müssen auch die Therapien so weit wie möglich individualisiert sein. Zu Möglichkeiten und Zukunftsperspektiven der Behandlungsmöglichkeiten erhalten Sie Informationen aus erster Hand, beispielsweise von Spezialisten der Universitätsmedizin in Rostock und Greifswald“, sagte Glawe.

Der Krebsinformationstag findet von 09:30 bis 15:00 Uhr im Campus am Ziegelsee (Ziegelseestraße 1, 19055 Schwerin) statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Anmeldung wird gebeten.

Zuschuss für Geothermieanlage

Rostock – Die Universitätsmedizin Rostock erhält für die Errichtung einer Geothermieanlage für den Neubau „Biomedicum“ einen Zuwendungsbescheid über 153.533,20 Euro (Fördersatz 40 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Im Zuge der Neubaumaßnahmen soll ein modernes und wirtschaftliches Haustechnikkonzept umgesetzt werden, welches auf dem Einsatz energieeffizienter Technologien und regenerativen Energien basiert. Dafür soll eine Geothermieanlage bestehend aus 16 Erdwärmesonden mit einer Tiefe von 93 Metern in Kombination mit einer Geo-Kälte-Wärme-Verbundanlage errichtet werden. Die Energiezentrale des Geo-Kälte-Wärmeverbundes ermöglicht es, Heiz- und Kühlverbraucher gleichzeitig mit der benötigten Heizwärme bzw. Klimakälte zu versorgen. Dabei dient das Erdreich über die Erdwärmesonden als Wechselspeicher.

Die Spitzenlastabdeckung für die Beheizung kann mit der am Standort anliegenden Fernwärme erfolgen. Einen zusätzlichen Kältebedarf sichern Freikühler und eine Kompressionskältemaschine ab. Ein softwaregestütztes Energiemanagement steuert den sparsamen Energieverbrauch.

Mit der Investition wird eine jährlich nutzbare Wärmemenge von 166.000 Kilowattstunden bereitgestellt. Eine Kohlendioxideinsparung von bis zu rund 19 Tonnen jährlich wird erwartet.

Bluttransfusionen retten Leben

Berlin – Bluttransfusionen beinhalten nach Angaben der Bundesregierung trotz großer Fortschritte in Wissenschaft und Technik immer ein Restrisiko. Blutprodukte seien jedoch lebensrettende Arzneimittel, mit denen schwere gesundheitliche Schäden und Todesfälle vermieden werden könnten, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke.

Ursprünglich bestand den Angaben zufolge das Hauptrisiko in Blutgruppenunverträglichkeiten. Diese Gefahr sei heute auf ein Minimum reduziert. Eine größere Gefahr gehe von Verwechselungen aus. So seien 2015 insgesamt 58 Fehltransfusionen mit drei Todesfällen gemeldet worden, allerdings bei rund fünf Millionen hergestellten Blutprodukten.

Bis Mitte der 1980er Jahre wurden oft Infektionserreger wie HIV oder HCV (Hepatitis) über Blutprodukte übertragen. Durch spezifische Testsysteme und Spenderauswahlkriterien liege das geschätzte Übertragungsrisiko heute bei 1:20 Millionen für HIV und 1:100 Millionen für HCV. In Deutschland habe es zuletzt 2010 eine HIV-Übertragung durch ein Blutprodukt gegeben, bei HCV im Jahr 2004.

Anfang dieses Jahrtausends rückte die Vermeidung von Nebenwirkungen in den Vordergrund. Im Jahr 2000 wurde den Angaben zufolge in Deutschland die Leukozytendepletion bei der Herstellung von Erythrozytenkonzentraten (EK) und Thrombozytenkonzentraten (TK) eingeführt, um nicht-hämolytisch febrile Transfusionsreaktionen (NHFTR) zu verringern. 2015 wurden jeweils pro eine Million Einheiten 63 akute allergische (anaphylaktoide) Reaktionen für TK, 24 für EK und 19 für Plasma gemeldet.

Zu den am schwersten zu beziffernden Risiken gehören die Langzeitfolgen von Bluttransfusionen. Bekannt seien bei untertransfundierten Patienten Wundheilungsstörungen mit erhöhter Infektionsgefahr aufgrund der zu geringen Sauerstoffversorgung des Gewebes. Diskutiert werde zudem bei übertransfundierten Patienten über unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse, unspezifische Infektionen und eine erhöhte Mortalität.

Pflegeberatung im Land wird weiter ausgebaut

Neuer Pflegestützpunkt in Ribnitz-Damgarten

17 Pflegestützpunkte gibt es mittlerweile im Land.

Ribnitz-Damgarten – Ministerin Stefanie Drese hat heute in Ribnitz-Damgarten den insgesamt 17. Pflegestützpunkt im Land und den dritten Pflegestützpunkt im Landkreis Vorpommern-Rügen eröffnet. Damit wird nach Ansicht Dreses eine Angebotslücke im westlichen Bereich des Landkreises gedeckt. Denn die bisherige Außensprechstunde konnte die ständig steigende Nachfrage und den Bedarf an Beratung kaum noch bewältigen.

„Ich freue mich sehr, dass wir das sehr gute und sinnvolle Beratungs- und Serviceangebot der Pflegestützpunkte flächendeckend im gesamten Land ausbauen können“, sagte Drese in ihrem Grußwort. „Pflegebedürftige, pflegende Angehörige, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich frühzeitig über Pflegemöglichkeiten und Pflegeangebote informieren wollen, werden es danken.“

Die Ministerin verdeutlichte, dass bereits heute in Mecklenburg-Vorpommern 23 Prozent der Gesamtbevölkerung über 65 Jahre sind. Im Jahr 2030 werde dieser Anteil Prognosen zufolge bereits über 30 Prozent betragen. Rund 75 Prozent der pflegebedürftigen Personen im Land werden zu Hause betreut – entweder ausschließlich durch Angehörige oder mit Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes.

Drese: „Besonders die pflegenden Angehörigen, die oft an der Grenze ihrer Belastungsfähigkeit sind, brauchen deshalb kompetente und unabhängige Beratungs- und Hilfsangebote. Genau das bieten die Pflegestützpunkte im Land“, verdeutlicht Ministerin Drese. „Damit stärken wir vor Ort die häusliche und ambulante Pflege.“

Pflegestützpunkte bündeln alle Leistungen und Beratungen. Bürgerinnen und Bürger können sich zu allen Fragen der Pflege informieren und praktischen Rat und Hilfestellung „aus einer Hand“ holen. Die Ministerin hob zudem die gute Zusammenarbeit des Landes mit den Kommunen und Pflegekassen hervor.

Drese: „Für die Landesregierung war von Anfang an klar, dass die Pflegestützpunkte nur dann zu einem Erfolgsprojekt werden können, wenn sie in gemeinsamer Trägerschaft von den Pflege- und Krankenkassen und den Landkreisen und kreisfreien Städten betrieben werden. Nur so ist eine neutrale, kostenlose und auf den jeweiligen Einzelfall bestmöglich abgestimmte Beratung gewährleistet. Die gute Arbeit der bereits bestehenden Pflegestützpunkte und der fachlich hervorragend qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Land bestätigt diese Auffassung.“

Das Sozialministerium fördert mit 750.000 Euro jährlich die Pflegestützpunkte. Für den Landkreis Vorpommern-Rügen mit drei Pflegestützpunkten beinhaltet dies etwa 120.000 Euro pro Jahr.

Vernetzung in der Alters- und Palliativmedizin

Unimedizin Greifswald entwickelt Lösungen für die regionale Versorgung in MV

Greifswald – Heute fand in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald das 1. Statussymposium zur „Regionalen Versorgung in MV“ statt. Das Projekt und neue Lösungsansätze für spezielle Versorgungsbereiche wurde erstmals öffentlich vorgestellt.

In einigen ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns ist die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen medizinischen und pflegerischen Versorgung problematisch. Zu den Ursachen gehören die geringe Bevölkerungsdichte und große Entfernungen zu bestimmten stationären und ambulanten Versorgungsangeboten. „Im Projekt ‚Regionale Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern‘ werden gemeinsam mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten, Krankenhäusern, der Pflege, Physio-, Ergo- und Logotherapeuten innovative, sektorenübergreifende Modelle entwickelt, um die Versorgung in ländlichen Regionen zu sichern“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Greifswald, Prof. Dr. Max P. Baur. „Im Fokus stehen dabei die Kinderheilkunde, die Altersmedizin und die Palliativversorgung.“ Das Projekt wird seit Januar 2017 vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern mit 1 Million Euro bis Ende 2021 gefördert.

„Wir müssen bereit sein, neue Wege zu gehen, um die medizinische Versorgung in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern bestmöglich zu gestalten. Die Alterung der Bevölkerung führt unter anderem zu einer Zunahme von altersbedingten Erkrankungen und dem Anstieg des Versorgungsbedarfes und der Pflegebedürftigkeit der Menschen. Die Versorgung muss stärker an den regionalen Gegebenheiten ausgerichtet werden. Um auch zukünftig eine ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen auf dem bisherigen, hohen Niveau zu sichern, ist es notwendig, innovative, regionale und am Patienten orientierte Versorgungsmodelle zu entwickeln. Wir brauchen neue kluge Ideen für die Gesundheitsversorgung. Die Nutzung der Telemedizin sowie die Fachkräftegewinnung und neue Formen der Arbeitsteilung sind dabei zentrale Elemente“, sagte Gesundheitsmister Harry Glawe.

Mecklenburg-Vorpommern unterliegt einem tiefgreifenden demografischen Wandel. Bereits im Jahr 2015 waren 23 Prozent der über 1,6 Millionen Einwohner 65 Jahre und älter. Laut der letzten Prognose der Obersten Landesplanungsbehörde MV wird sich dieser Anteil auf rund 36 Prozent bis zum Jahr 2030 erhöhen. Die Bevölkerung schrumpft voraussichtlich auf 1,45 Millionen Einwohner.

„Die medizinische und pflegerische Versorgung in den gering bevölkerten Regionen in Mecklenburg-Vorpommern ist eine große Herausforderung und erfordert die Entwicklung von sektoren- und berufsübergreifenden Versorgungsmodellen“, beschreibt Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Community Medicine, Universitätsmedizin Greifswald, das Ziel des Projekts.

Etwa 10.000 Kinder und Jugendliche in MV wohnen weiter als 20 km entfernt von der nächsten Kinderarztpraxis. Um eine fachärztliche pädiatrische Versorgung in Regionen ohne kinderärztliche Versorgung zu gewährleisten, sollen Kooperationen zwischen Haus- und Kinderarztpraxen, sogenannte „Tandempraxen“ etabliert werden. Kinderärzte oder deren Praxismitarbeiter können auf diese Art und Weise regelmäßig Sprechstunden in Hausarztpraxen anbieten. Dieses Modell soll zunächst in den Regionen Goldberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und Woldegk (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) eingeführt und getestet werden. „Die Vorbereitungen mit potenziellen Kinder- und Hausarztpraxen laufen erfolgversprechend, so dass die ersten Tandems bald loslegen können“, kündigte Projektleiterin PD Dr. Neeltje van den Berg vom Institut für Community Medicine an.

Im Bereich Altersmedizin (Geriatrie) gibt es Regionen in MV, so unter anderem im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, mit einer geringen Dichte an medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Angeboten für geriatrische Patienten. Hier ist es besonders wichtig, dass sich die Behandler in den verschiedenen Sektoren und Gesundheitsberufen (z.B. Hausärzte, Ergo- und Physiotherapeuten, Krankenhäuser, Apotheken) untereinander besser vernetzen und regional abgestimmte Behandlungspfade entwickeln. Um diese Entwicklung zu unterstützen, wird eine regionale digitale Fallakte für die geriatrische Versorgung aufgebaut. Durch die regionale Fallakte sind die Diagnostik- und Therapieschritte, Befunde und Berichte bei allen Behandlern des Patienten bekannt und können aufeinander abgestimmt und optimiert werden. Die regionale, digitale Fallakte wird zunächst als Modell in der Region Waren (Müritz/Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) zusammen mit den dortigen Akteuren umgesetzt. Wenn sich das Modell bewährt, sollen weitere Regionen folgen.

Im Rahmen des Projektes wurde ein umfassender Lagebericht zur Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern erstellt. In diesem Bericht wurden die Bedarfsentwicklung in der ambulanten und stationären Palliativ- und Hospizversorgung sowie die aktuelle Struktur der Versorgungsangebote untersucht. Die geringe Bevölkerungsdichte ist eine Herausforderung für die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Palliativ- und Hospizversorgung. Die Schnittstellen zwischen den verschiedenen Leistungserbringern, insbesondere zwischen der allgemeinen und der spezialisierten Palliativversorgung sowie zwischen dem ambulanten und stationären Sektor müssen verbessert werden.

Auf der Basis der Evaluationsergebnisse wird zunächst ein Modellprojekt zur besseren Vernetzung von Pflegeeinrichtungen mit Palliativversorgern, beispielsweise Hausärzten und SAPV-Teams (SAPV=Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) umgesetzt. In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern werden zusätzliche Qualifizierungen für Pflegekräfte in den Pflegeeinrichtungen angeboten mit dem Ziel, den Bedarf für Palliativversorgung zu erkennen und die richtigen Partner einzubeziehen. An diesem Vorhaben können sich stationäre Pflegeeinrichtungen aus ganz MV beteiligen.

„Die regionalen Akteure in MV beteiligen sich intensiv an der Entwicklung der verschiedenen Versorgungsmodelle. Das sind keine Konzepte vom grünen Tisch, sondern Lösungen aus der Praxis, in denen die regionalen Bedarfe und Möglichkeiten berücksichtigt werden“, betonte Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann abschließend.

Ministerin Drese übernimmt Schirmherrschaft für das Kita-Programm „Papilio“

Ministerin Stefanie Drese traf sich heute im Sozialministerium mit der geschäftsführenden Vorsitzenden des Papilio e.V., Heidi Scheer und Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der BARMER.

Ministerin Stefanie Drese traf sich heute im Sozialministerium mit der geschäftsführenden Vorsitzenden des Papilio e.V., Heidi Scheer und Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der BARMER.

Schwerin – „Kinder lernen mit ‚Papilio‘ spielerisch den Umgang mit ihren Gefühlen und den Gefühlen anderer, sie lernen soziale Regeln und das gewaltfreie Lösen von Konflikten. Insgesamt fördert das die sozial-emotionale Kompetenz und gibt den Kindern ein Rüstzeug mit auf den Lebensweg.“ Sozialministerin Stefanie Drese hat heute die Schirmherrschaft für das Präventionsprogramm „Papilio“ übernommen. „Ich bin sehr angetan vom Konzept. Das Programm stärkt die positive kindliche Entwicklung und trägt zur Prävention von Risiken wie Sucht und Gewalt bei“, verdeutlicht Drese.

„Papilio“ ist für Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren konzipiert. Drese: „Es ist unabhängig von dem individuellen Kita-Konzept anwendbar und damit für alle interessierten Einrichtungen nutzbar. Eltern sollen in die Prozesse bewusst einbezogen und über die Inhalte informiert werden.“

Ergebnisse internationaler Studien belegen, dass gewalttätige oder suchtgefährdete Jugendliche schon in frühen Jahren Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Diese erst gar nicht entstehen zu lassen, ist das Ziel von „Papilio“. Mit dem „Spielzeug-macht-Ferien-Tag“, „Paula und die Kistenkobolde“ oder dem „Meins-deinsdeins-unser-Spiel“ will das Programm schon früh Sucht- und Gewaltverhalten in Kindertagesstätten vorbeugen.

Heidi Scheer, geschäftsführende Vorsitzende des Papilio e.V., freut sich über die Unterstützung der Ministerin: „Wir wollen, dass Kinder im Kindergarten ihre zweite Chance bekommen, wenn sie sie von zuhause aus nicht erhalten. Ziel ist, in Mecklenburg-Vorpommern noch stärker als bisher Kitas zu gewinnen, die Papilio in ihren Einrichtungen aktiv einsetzen und das Personal entsprechend zertifizieren lassen.“ Die Fortbildung besteht aus Basisseminar, Vertiefungsseminar und Supervisionen. Seit 2003 wurden im Land mehr als 330 pädagogische Fachkräfte aus 90 Kitas fortgebildet.

Die BARMER ist Präventionspartner des Programms und fördert die Kosten der Ausbildung. Landesgeschäftsführer Henning Kutzbach ist überzeugt, dass bereits im Kindergarten die psychische Gesundheit der Kleinsten nachhaltig gefördert werden muss. „Der dramatische Anstieg von psychischen Erkranken zeigt, dass die frühkindliche Prävention immer wichtiger wird“.

Drei Kind orientierte Maßnahmen

Im Rahmen von Papilio -3-6 werden im Kindergarten drei Maßnahmen für die Kinder eingeführt:

Erste Kind orientierte Maßnahme ist der Spielzeug-macht-Ferien-Tag. Die Kinder lernen dabei, sich mit sich selbst und den anderen Kindern zu beschäftigen sowie ohne vorgegebene Mittel kreativ zu spielen.

Mit „Paula und die Kistenkobolde“ lernen die Kinder die grundlegenden Gefühle Trauer, Zorn, Angst und Freude kennen – personifiziert in Heulibold, Zornibold, Bibberbold und Freudibold. Sie lernen, über ihre eigenen Gefühle zu sprechen und auf die Gefühlslage anderer Kinder einzugehen. Die Geschichte wurde auch von der Augsburger Puppenkiste inszeniert und steht als Hörspiel zur Verfügung.

In der dritten Maßnahme, dem Meins-deinsdeins-unser-Spiel, lernen Kinder in der Gruppe spielerisch den Umgang mit sozialen Regeln. Im Vordergrund steht dabei die gegenseitige Unterstützung beim Einhalten der mit den Kindern gemeinsam vereinbarten Regeln. Die erfolgreichste Gruppe darf sich am Ende etwas wünschen, was aber allen Kindern zugutekommt, zum Beispiel: eine bestimmte Geschichte vorlesen oder gemeinsam Obstsalat zubereiten.

Drese: Barrieren müssen vor allem in den Köpfen überwunden werden

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese stellte heute im Rahmen der Landespressekonferenz den Evaluationsbericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Mecklenburg-Vorpommern vor. Drese verdeutlichte, dass die aktive und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gemeinschaft als handlungsfeldübergreifendes Prinzip in allen gesellschaftlichen Bereichen Berücksichtigung finden muss.

„Wir sind in Mecklenburg-Vorpommern seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im März 2009 auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft gut vorangekommen“, betonte Drese. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung, drohender Behinderung oder chronischer Erkrankung dürfe jedoch nicht als etwas Abgeschlossenes begriffen werden, sondern sie sei ein fortlaufender Prozess, der auf verschiedenen Ebenen stattfindet.

Einen wichtigen Baustein bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bildet der 2013 beschlossene Maßnahmeplan der Landesregierung, der nun durch die Prognos AG einer Bestandsaufnahme unterzogen wurde.

Der Bericht konstatiert, dass die Anforderungen grundsätzlich erfüllt werden und alle wichtigen Bestandteile eines Aktionsplans Beachtung finden. Optimierungspotenzial besteht hinsichtlich der konzeptionellen Ordnung, der Übersichtlichkeit des Plans sowie der einheitlichen Binnenstruktur.

Für die Zielerreichung der insgesamt 113 Einzelmaßnahmen des Landes auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft besteht eine positive Prognose. 78 Prozent aller Maßnahmen werden ihre Ziele vollständig erreichen oder haben diese bereits erreicht, nur bei sechs Prozent traten Verzögerungen auf.

Als vorbildlich wurde die intensive Beteiligung von Menschen mit Behinderung an der Entwicklung des Maßnahmeplans bewertet. Drese: „Wir haben mit dem Rat für Integrationsförderung ein bundesweit einmaliges Gremium, dass sich seit über 17 Jahren für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzt und die Landesregierung berät. Diese Kompetenz und konstruktiv-kritische Begleitung gilt es weiter zu nutzen.“

Ministerin Drese: „Unser gemeinsames gesellschaftliches Ziel muss es sein, Barrieren für Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen abzubauen – vor allem auch in den Köpfen.“

20 Jahre Krankenhaus Bad Doberan GmbH

Bad Doberan – Die Krankenhaus Bad Doberan GmbH hat am Sonnabend mit einer Festveranstaltung ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. „Das Krankenhaus Bad Doberan ist ein wichtiger Bestandteil der leistungsfähigen Krankenhauslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Rund 270 Mitarbeiter, die zum großen Teil aus der Region kommen, arbeiten Tag und Nacht mit großem Engagement für das Wohl ihrer Patienten. Gemeinsam leisten sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Versorgung der Menschen in der Region“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Gesundheitsminister Glawe übergab an die Krankenhausleitung einen sogenannten „Feststellungsbeschluss“, der die Inbetriebnahme einer Schmerz-Tagesklinik für Patienten mit orthopädischen Krankheitsbildern mit fünf Plätzen genehmigt. „Das ist der Startschuss, damit sich nach entsprechender Vorbereitung die Türen der Tagesklinik zum 01. Januar 2019 öffnen können. So wird die Versorgung von Schmerzpatienten in und um Bad Doberan erheblich verbessert“, sagte Glawe bei Übergabe des Bescheides.

Das Krankenhaus Bad Doberan hat 134 Planbetten und hat mit vier Fachabteilungen – Innere Medizin, Chirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie, Urologie – sowie Anästhesiologie und Intensivmedizin Aufnahme in den Krankenhausplan des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefunden. Die Anzahl der behandelten Patienten lag im Jahr 2017 nach Angaben des Krankenhauses bei rund 6.700 stationären und rund 8.000 ambulanten Fällen; zudem wurden 460 ambulante Operationen durchgeführt. Vor acht Jahren hat das Krankenhaus Bad Doberan in der Fachabteilung Innere Medizin eine in sich geschlossene geriatrische Station mit 14 Betten eingerichtet. Im Laufe der Zeit haben sich Synergien mit dem Tessinum Therapiezentrum für Geriatrie und Schlaganfall ergeben. Das Tessinum ist eine stationäre geriatrische Rehabilitationseinrichtung mit rund 70 Betten. „Besonders wertvoll sind die engen Kooperationen mit weiteren Gesundheitsdienstleistern vor Ort, etwa Vertretern des Rettungsdienstes und den niedergelassenen Ärzten. So wird in Bad Doberan ein für die Region bedarfsgerechtes Leistungsspektrum rund um die Gesundwerdung und -erhaltung angeboten“, sagte Glawe.

Eine Besonderheit des Krankenhauses ist die private Trägerschaft. Im Rahmen der Privatisierung durch den Landkreis Bad Doberan wurde eine Mitarbeiter GmbH gegründet, so dass sich die dort Tätigen an der Betriebsgesellschaft beteiligen konnten. Die Mitarbeiter-Gesellschaft hat 40 Mitarbeiter als Gesellschafter, die mit ihren Anteilen 20 Prozent des Eigenkapitals zeichnen. Weiterer Gesellschafter ist die Familie Herr Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Berlin. „So haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, bei der langfristigen Ausrichtung des Krankenhauses Mitsprache auszuüben und gemeinsam Verantwortung für Medizin, Pflege und Verwaltung zu tragen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend.

Ärztliche Versorgung auf dem Land

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommerns Landtag in Schwerin ist am Freitag die ärztliche Versorgung auf dem Land diskutiert worden. „Um die Allgemeinmedizin aufzuwerten, wurden in den vergangenen Jahren eine Menge Maßnahmen zur Ärztegewinnung auf den Weg gebracht. Dennoch: Um die ambulante medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten sicherzustellen, sind weiter intensive Kraftanstrengungen nötig. Wir brauchen individuelle Lösungen für einzelne Regionen“, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe im Landtag.

Neben der klassischen Niederlassung von Ärzten wird es erforderlich sein, neben medizinischen Versorgungszentren und Gesundheitshäusern weitere sektorenübergreifende Projekte zu entwickeln, um das künftige Ziel der guten ambulanten medizinischen Versorgung der Bevölkerung insbesondere in ländlichen Räumen bewältigen zu können. „Es sind viele Aspekte und regionale Besonderheiten zu beachten, um auch in Zukunft den Beruf der Hausärztin oder des Hausarztes attraktiv zu gestalten“, betonte Glawe weiter.

Das Gesundheitsministerium plant im Rahmen von Regionalkonferenzen mit den Akteuren der Kassenärztlichen Vereinigung, den niedergelassenen Ärzten, den kommunalen Spitzenverbänden und den Amtsvorstehern und Bürgermeistern in einzelnen Regionen des Landes gezielt alle Akteure zusammen zu holen. „Ziel ist es speziell auch von den vor Ort tätigen Ärzten zu erfahren, welche Maßnahmen regional geeignet sind, Hausärzte für die zukünftige Versorgung der Bevölkerung zu gewinnen“, machte Glawe deutlich. Als ein funktionierendes Beispiel nannte der Gesundheitsminister das Modellprojekt Gesundheitshaus Woldegk. „Es kann sehr wohl gelingen, Hausärzte und Fachärzte im ländlichen Bereich zu gewinnen, wenn ihnen attraktive Arbeitsräumlichkeiten und sonstige Möglichkeiten zur Verfügung stehen sowie die von ihnen einzugehenden finanziellen Risiken sich in Grenzen halten.“

Ursache des Haus- und Fachärzteproblems ist, dass mehr Ärzte ausgebildet werden müssen. „Hinzu kommt, dass heutzutage vielfältige Arbeitsmöglichkeiten für junge Allgemeinmediziner bestehen. Hausarzt zu werden ist nur eine Option unter vielen. Deshalb muss weiter geworben werden. Wir unterstützen Medizinstudierende mit einem Stipendium. Sie verpflichten sich, nach ihrer Weiterbildung in Mecklenburg-Vorpommern ärztlich tätig zu werden“, so Glawe weiter. Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern rund 4.000 Medizinstudenten. Auf einen Studienplatz kommen etwa vier Bewerber. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung sind in Mecklenburg-Vorpommern rund 1.200 Hausärzte (Stand Januar 2018) tätig, davon sind 120 hausärztliche Pädiater. Dabei sind 35 Prozent der Allgemeinmediziner und Kinderärzte 50 bis 59 Jahre alt, werden wahrscheinlich in sechs bis 15 Jahren in den Ruhestand gehen.

„Studierende der Humanmedizin müssen frühzeitig mit der ärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum vertraut gemacht werden, um ihre Bereitschaft zu steigern, später in unterversorgten Regionen tätig zu werden. Zudem ist es wichtig, insbesondere im ländlichen Raum tätigen Ärzten Weiterbildungsermächtigungen zu erteilen. Die Erfahrungen haben gelehrt, dass gerade in den Bereichen, in denen Weiterbildungsermächtigungen vorliegen, es gute Chancen gibt, die weitergebildeten Ärzte als Nachfolger für die hausärztlichen Praxen zu gewinnen“, sagte Glawe.

Sowohl das Land als auch die Kassenärztliche Vereinigung in M-V haben in den vergangen Jahren vielfältige Aktivitäten unternommen, um insbesondere mehr Hausärzte für das Land zu gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden Lehrstühle an den Universitäten Rostock und Greifswald für Allgemeinmedizin eingerichtet. Es findet beispielsweise eine Förderung eines Quartals Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr statt und Weiterbildungsverbünde wurden eingerichtet, die den Weiterbildungs-Assistenten die Koordination der Weiterbildung erleichtern. Es ist ein Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin etabliert worden und es werden Sicherstellungs- und Investitionszuschüsse für niederlassungswillige Ärzte gezahlt. Daneben besteht die Möglichkeit der Einrichtung von Zweigpraxen und Gesundheitshäusern.

Mit der Aufhebung der Residenzpflicht sowie der Altersgrenzen für Ärzte bis zur Möglichkeit einer Tätigkeit in einem medizinischen Versorgungszentrum oder einer Gemeindepraxis sind die Rahmenbedingungen insbesondere für Medizinerinnen und Mediziner, die in der Allgemein-Medizin tätig werden möchten, wesentlich verbessert worden. „Dass diese Anstrengungen nicht erfolglos waren, zeigt sich darin, dass in Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile über 200 Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten im Bereich der Allgemeinmedizin vorhanden sind“, erläuterte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe im Landtag abschließend.

16. Pflegestützpunkt im Land öffnet auf Rügen

Insel Rügen – Mit der Eröffnung des Pflegestützpunktes in Bergen haben nun auch die Bürgerinnen und Bürger auf Rügen eine zentrale Beratungsstelle für alle Fragen rund um das Thema Pflege. Die Insellage von Rügen macht nach Ansicht von Sozialministerin Stefanie Drese eine ortsnahe Beratung besonders notwendig, gerade in dem überaus wichtigen Bereich der Pflege.

„Ich freue mich, dass wir mit dem insgesamt 16. Pflegestützpunkt im Land und dem zweiten im Landkreis Vorpommern-Rügen dem Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Pflegestützpunkten damit erneut einen guten Schritt nähergekommen sind“, so Drese. Der 17. Pflegestützpunkt wird demnächst in Ribnitz-Damgarten eröffnet.

Rund 75 Prozent der pflegebedürftigen Personen im Land werden zu Hause betreut – entweder ausschließlich durch Angehörige oder mit Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes.

„Besonders die pflegenden Angehörigen, die oft an der Grenze ihrer Belastungsfähigkeit sind, brauchen deshalb kompetente und unabhängige Beratungs- und Hilfsangebote. Genau das bieten die Pflegestützpunkte im Land“, verdeutlicht Ministerin Drese. „Damit stärken wir vor Ort die häusliche und ambulante Pflege.“

Pflegestützpunkte bündeln alle Leistungen und Beratungen. Bürgerinnen und Bürger können sich zu allen Fragen der Pflege informieren und praktischen Rat und Hilfestellung „aus einer Hand“ holen.

Drese: „So ist es möglich, unmittelbar Betroffenen oder deren Angehörige in einer oftmals schwierigen Lebenssituation bei plötzlich auftretender Pflegesituation schnell zu helfen und all die Möglichkeiten aufzuzeigen, die es gestatten, trotzdem in der eigenen Wohnung zu verbleiben. Denn Pflegebedürftigkeit bedeutet heute lange nicht mehr die Aufgabe der eigenen Häuslichkeit und eines selbstbestimmten Lebens.“

Die Teams der Pflegestützpunkte sind auch darauf eingestellt, Bürgerinnen und Bürger zu Hause zu besuchen. So können auch in den eigenen vier Wänden alle notwendigen Gespräche geführt werden.

Land würdigt gute Pflege: Bewerbungen für Altenpflegepreis noch wenige Tage möglich

Noch sind Bewerbungen für den Altenpflegepreis des Landes möglich.

Schwerin – Nur noch bis zum 30. Juni können Bewerbungen für den diesjährigen Altenpflegepreis des Landes eingereicht werden. Sozialministerin Stefanie Drese wirbt für die Teilnahme am Wettbewerb, der vom Sozialministerium in Zusammenarbeit mit dem Landespflegeausschuss ausgeschrieben wird.

„Bei allen Herausforderungen sollte das Thema Pflege nicht immer nur mit negativen Etiketten behaftet werden. Das wird in keiner Weise den dort arbeitenden Menschen, den pflegenden Angehörigen und ehrenamtlich Engagierten sowie der Entwicklung im Pflegebereich in den vergangenen Jahren gerecht“, sagte Drese heute in Schwerin. Viele hervorragende Projekte und Angebote seien in Mecklenburg-Vorpommern entstanden.

Drese: „Pflege braucht Anerkennung. Pflege braucht Öffentlichkeit. Pflege braucht feierliche Anlässe. Mit der Verleihung des Altenpflegepreises wollen wir einen Beitrag leisten, die vielen Facetten der Pflege zu würdigen und ihre gesellschaftliche Bedeutung hervorzuheben.“

Ministerin Drese wird den Altenpflegepreis 2018 auf dem Landespflegekongress im Rahmen der PflegeMesse am 19. September in Rostock überreichen.

An der Ausschreibung können Unternehmen, Initiativen, Verbände oder Vereine teilnehmen. Vorschläge bzw. Bewerbungen für den Altenpflegepreis 2018 können noch bis Ende der Woche bei der Geschäftsstelle des Landespflegeausschusses im Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung eingereicht werden.

Jeder Vorschlag wird durch eine Jury bewertet, die aus je einem Vertreter der Verbände der gesetzlichen und der privaten Pflege- und Krankenkassen, der privaten, kommunalen und gemeinnützigen Einrichtungsträger sowie des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung und des Ministeriums besteht.

Vom Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.000 Euro sollen für den ersten Preis 3.000 Euro, für den zweiten Preis 1.500 Euro und für den dritten Preis 500 Euro ausgereicht werden.

Diskussion zur Erhöhung der Impfquote in M-V

Schwerin – Über Maßnahmen zur Erhöhung der Impfquote in Mecklenburg-Vorpommern hat Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe am Montag (25.06.) beim AOK Forum in Schwerin diskutiert. „Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, um Krankheiten zu verhindern. Besonders wichtig sind die Basisimpfungen im Kindes- und Jugendalter und später die sogenannten Auffrischimpfungen, um einen lebenslangen Schutz zu haben. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zeichnen sich durch eine hohe Impfbereitschaft aus. Die hohen Werte wollen wir halten und möglichst noch weiter verbessern. Deshalb werden wir stetig weiter aufklären und werben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Die Veranstaltung „Erhöhung der Impfquoten – wie schaffen wir das?“ wurde von der Krankenkasse AOK Nordost organisiert.

So ist beispielsweise die Impfquote bei den Schulanfängern (Jahrgang 2016/2017) in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Robert-Koch-Institutes bundesweit mit Abstand am höchsten. Erstmals hat das Land bei allen 16 im Rahmen der Einschulungsuntersuchungen dokumentierten Impfungen den ersten Platz errungen. Die bei knapp 15.000 Kindern vorgelegten Impfausweise dokumentierten für die vier- bis siebenjährigen Kinder bei allen in den ersten Lebensjahren empfohlenen Impfungen die besten Impfquoten bundesweit. Zudem hat Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Brandenburg als einziges Bundesland die für die Masern-Elimination geforderte Impfquote von 95 Prozent erreicht – 95,8 Prozent aller Einschüler im Land waren zweimal gegen Masern geimpft. „In jedem Lebensalter – vom Säugling über Kinder und Jugendliche bis hin zu Erwachsenen und Senioren – trägt der individuell notwendige Impfstatus dazu bei, länger gesund zu bleiben. Besonders wichtig ist: Alle von der Kommission empfohlenen Impfungen werden durch die Krankenkassen bezahlt“, sagte Glawe. Die bundesweit tätige Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut (RKI) stellt regelmäßig die entsprechenden Impf-Empfehlungen auf. Sie hat eine App entwickelt, die aktualisierte Impfempfehlungen enthält: STIKO@rki.

Gesundheitsminister Glawe verwies auf weitere Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern, die zu einer hohen Impfquote beitragen. „Uns ist es wichtig, dass wir möglichst viele Angebote unterbreiten, damit alle gesundheitlich Interessierten unkompliziert und medizinisch gesichert geimpft werden können“, forderte Glawe. So bieten beispielsweise alle Gesundheitsämter im Land zur umfassenden Information Impfsprechstunden an. Mit den Krankenkassen hat das Land seit einigen Jahren eine Impfvereinbarung getroffen, nach der Kosten für Impfstoffe und Verbrauchsmaterialien für die von den Gesundheitsämtern durchgeführten Impfungen erstattet werden.

Alle Ärzte, die in Mecklenburg-Vorpommern impfen, sind verpflichtet, sich regelmäßig fortzubilden und ein Impfzertifikat zu erwerben, das alle fünf Jahre erneuert werden muss. Auch im Rahmen einer Vereinbarung zur Verbesserung der Qualität und Effizienz der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin in Mecklenburg-Vorpommern zwischen der AOK NordOst, der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Land ist das Thema Impfen enthalten. Angehende Allgemeinmediziner erhalten im Rahmen der Weiterbildung einen „Grundkurs Impfen“. Der Kurs beinhaltet auch Schulungen zur Aufklärung und Beratung der Patienten, zur Gesprächsführung mit sogenannten Impfskeptikern und zum Impfmanagement in der Praxis. Gegenwärtig wird im Wirtschafts- und Gesundheitsministerium an einer landesweiten Impfkampagne gearbeitet. Die Ergebnisse sollen im Herbst vorgestellt werden.

Erster Bericht zur Hospiz- und Palliativversorgung in M-V

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Dienstag im Kabinett den ersten Bericht „Die Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern“ vorgelegt. Inhaltlich geht es dabei um die Bedarfsentwicklung in der ambulanten sowie stationären Palliativ- und Hospizversorgung im Hinblick auf eine bedarfsgerechte Versorgung.

„In den vergangenen Jahren ist in unserem Land eine ausdifferenzierte Struktur der Hospiz- und Palliativversorgung aufgebaut worden. Wir haben allerdings auch noch Hausaufgaben. Das macht der Bericht deutlich. Im Rahmen einer Evaluation wurden verschiedene Bereiche und Barrieren in der Hospiz- und Palliativversorgung untersucht sowie Handlungsempfehlungen entwickelt. Wir setzen mit dem Bericht einen Beschluss des Landtages um“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe bei der Vorstellung im Rahmen der Landespressekonferenz. Der Landtag beauftragte die Landesregierung im Dezember 2016. Das Gesundheitsministerium wurde bei der Erstellung des Berichtes vom Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald unterstützt.

Bei der Analyse der palliativmedizinischen Versorgungsstrukturen in Mecklenburg-Vorpommern wurden zwölf Spezialisierte-Ambulante-Palliativteams, einschließlich eines pädiatrischen Teams; neun Hospize; 16 Krankenhäuser mit palliativmedizinischem Angebot; 88 niedergelassene Ärzte mit der Zusatz-Weiterbildung „Palliativmedizin“, 22 ambulante Hospizdienste sowie neun Angebote identifiziert, die Angehörige bei der Trauerarbeit unterstützen. „Wichtig ist es, Palliativpatienten und ihren Angehörigen im Verlauf einer Erkrankung die bestmögliche soziale und auch medizinisch-pflegerische Betreuung zukommen zu lassen – ob zu Hause mit ambulanter Betreuung, stationär oder auch in einem Hospiz“, erläuterte Gesundheitsminister Glawe.

In den „Standards und Richtlinien für Hospiz- und Palliativversorgung in Europa: Teil 2“ wird der Bedarf für eine spezialisierte stationäre Versorgung auf acht bis zehn Betten pro 100.000 Einwohner geschätzt. Mecklenburg-Vorpommern er-füllt diesen Bedarf mit insgesamt 9,74 spezialisierten Betten pro 100.000 Einwohnern und liegt mit dieser Bettenanzahl im Bundesdurchschnitt an erster Stelle. Niedergelassene Ärzte mit der Zusatz-Weiterbildung „Palliativmedizin“ sind in allen Landkreisen in Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Es gibt pro 100.000 Einwohner 5,4 Arztpraxen mit der Zusatz-Weiterbildung „Palliativmedizin“ in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Hospiz- und Palliativversorgung befindet sich in einem andauernden Prozess des Aufbaus. „In einem dünn besiedelten Flächenland trifft dies auf besondere Herausforderungen. Im Ergebnis des Berichts wird festgestellt, dass durch die ländlichen Strukturen in M-V in einigen Regionen die Dichte spezifischer oder sogar aller Leistungserbringer in der Hospiz- und Palliativversorgung noch zu gering ist. Dadurch werden die zu versorgenden Regionen einzelner Leistungserbringer sehr groß“, betonte Glawe. In den Oberzentren (Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Stralsund und Greifswald) ist eine höhere Dichte an Palliativangeboten vorhanden. Ebenfalls wird deutlich, dass die eher ländlichen Regionen weniger Versorgungsangebote aufweisen.

Des Weiteren wurde in dem Bericht festgestellt, dass die Schnittstellen zwischen den verschiedenen Leistungserbringern, insbesondere zwischen der allgemeinen und der spezialisierten Palliativversorgung sowie zwischen dem ambulanten und stationären Sektor verbessert werden müssen. Das gilt auch für die palliativmedizinische Qualifikation der Leistungserbringer in der Primärversorgung und in stationären Pflegeeinrichtungen.

Der Bericht gibt entsprechende Handlungsempfehlungen. „So könnten einige strukturelle Lücken in der palliativen Versorgung insbesondere in den ländlichen Regionen durch eHealth und telemedizinische Funktionalitäten abgedeckt werden. Zur Verbesserung der Kooperation zwischen den Leistungserbringern können insbesondere entsprechend qualifizierte Mitarbeiter im ambulanten Bereich eine Standardisierung des Entlassmanagements für Palliativpatienten sowie die Einrichtung von Palliativkonsildiensten auf Ebene der Landkreise beitragen“, sagte Gesundheitsminister Glawe.

Die palliativmedizinische Fort- und Weiterbildung in der Primärversorgung sollte intensiviert werden und in jeder stationären Pflegeeinrichtung eine Palliative Care Fachkraft verfügbar sein. Zu diskutieren ist auch eine Koordinierung der Angebote der Palliativversorgung im Land. Eine wirksame Koordinierung der Versorgung kann nur regional erfolgen. „Unter den Aspekten der Zugänglichkeit der Angebote für diejenigen, die sie benötigen und einer flächendeckenden Versorgung ist die Bildung regionaler Netzwerke sinnvoll“, machte Glawe deutlich.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit wird die bereits derzeit herausgearbeiteten Handlungsbedarfe mit wesentlichen Akteuren der Hospiz- und Palliativversorgung erörtern, um konkrete Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren, insbesondere im Rahmen des regelmäßig tagenden Runden Tisches Hospiz- und Palliativversorgung. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern sich, zuletzt in Folge des Hospiz- und Palliativgesetzes, dessen Neuerungen sich teilweise noch in der Umsetzung befinden. „In diesem Sinne hat das Land auch im vergangenen Jahr erklärt, die Handlungsempfehlungen im Rahmen einer Nationalen Strategie zur Umsetzung der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland mitzutragen. Wir haben mit dem Bericht eine fortzuschreibende Bestandsaufnahme erhalten und arbeiten gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren an der Verbesserung der Bedingungen vor Ort“, erläuterte Gesundheitsminister Glawe.

Das Gesundheitsministerium unterstützt den Aufbau und die Etablierung einer Geschäftsstelle der Krebsgesellschaft M-V. „Krebs ist nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. In M-V gibt es jährlich ca. 11.000 Krebsneuerkrankungen. Die Tendenz ist steigend. Daher muss für die Krebsverhütung und -früherkennung, die Krebsbekämpfung, Nachsorge und Forschung mehr getan werden“, forderte Gesundheitsminister Harry Glawe. Um diese Themenbereiche kümmert sich die Krebsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Die Krebsgesellschaft M-V e.V. ist und wird u.a. auch für die Umsetzung der Gesundheitspolitik bei der onkologischen Versorgung ein wichtiger und verlässlicher Partner sein. Letztlich geht es um ein gemeinsames Ziel: Die Umsetzung des Nationalen Krebsplanes in M-V in Ausrichtung auf die Gegebenheiten und Möglichkeiten im Land.

Das Gesundheitsministerium fördert die Krebsgesellschaft in 2018 mit 130.000 Euro, eine Förderung in dieser Höhe ist auch für 2019 geplant. „Damit werden auch Voraussetzungen für den landesweiten Aufbau psychoonkologischer Beratungsmöglichkeiten geschaffen, da die Krebsgesellschaft an entsprechenden Konzepten arbeitet“, sagte Gesundheitsminister Glawe abschließend.

Schulleiterkonferenz Pflege diskutiert Änderungen der Ausbildungsstrukturen

Schwerin – Die Umsetzung des Pflegeberufereformgesetzes stand im Mittelpunkt der Schulleiterkonferenz Pflegeberufe, die am Montag (11.06.) in Schwerin tagte. „Mecklenburg-Vorpommern ist von dem bundesweit beschriebenen demografischen Wandel besonders betroffen. Es ist es für uns eine wichtige Aufgabe, die Sicherung einer guten Pflege flächendeckend zu gewährleisten. Dafür brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte, die mit Engagement und Tatkraft ihren Beruf ausüben. Der erste Schritt ist eine Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufes“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 38 Pflegeschulen, von denen 22 die Erstausbildung anbieten. Die weiteren sind Schulen der Erwachsenenbildung; dort wird in aller Regel Altenpflege und Pflegehilfe im Rahmen einer Umschulung gelehrt.

Derzeit gibt es die Pflegeausbildung in drei Fachrichtungen (Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege). Alle drei Berufsausbildungen werden innerhalb von drei Jahren absolviert, umfassen jeweils 2.100 Stunden theoretisch-praktischen Unterrichts und 2.500 Stunden praktische Ausbildung mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten. Künftig – ab 01.01.2020 – sollen die drei bislang getrennten Pflegeausbildungen zu einer sogenannten generalistischen Ausbildung mit dem Abschluss „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ zusammengefasst werden. Kernelement ist, dass in den ersten beiden Ausbildungsjahren eine Ausbildung in der allgemeinen Pflege über alle Altersgruppen erfolgt. Im dritten Ausbildungsjahr besteht für die Auszubildenden die Möglichkeit, die generalistische Ausbildung fortzuführen oder sich in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege bzw. Altenpflege zu spezialisieren.

„Um eine bedarfsgerechte und qualitätsgesicherte Pflegeausbildung umzusetzen, arbeiten wir in der Landesregierung unter Federführung des Wirtschaftsministeriums ressortübergreifend zusammen. Die wichtigsten Punkte sind eine Sicherstellung der Finanzierung der Pflegeausbildung, die Anpassung der beruflichen Ausbildung und die Einrichtung einer hochschulischen Ausbildung in der Pflege. In enger Zusammenarbeit mit den Schulleitern wollen wir dafür Sorge tragen, dass wir auch zukünftig ausreichend Fachkräfte zur Versorgung der Pflegebedürftigen im Land haben“, sagte Glawe.

Geplant ist auch der Ausbau einer hochschulischen Pflegeausbildung ab dem Jahr 2020. Gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald, der Universitätsmedizin Rostock und der Hochschule Neubrandenburg wird dafür ein landesweites Konzept entwickelt. Das Studium soll die Absolventen auf die künftig verstärkte Kooperation und das Arbeiten im multiprofessionellen Team vorbereiten.

Alle Ausbildungswege in der Pflege sollen künftig für die Lernenden kostenlos werden (derzeit bezahlen Pflege-Auszubildende teilweise Schulgeld). Die Finanzierung erfolgt über einen sogenannten Ausgleichsfonds, der vom Land Mecklenburg-Vorpommern, den Krankenhäusern, ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie sozialen und privaten Kranken-/Pflegekassen eingerichtet wird. Die Umsetzung wird vom Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Bildungs-, Sozial- und Finanzministerium unter Einbeziehung der Fachverbände vorbereitet.

In 2015 waren in den Krankenhäusern sowie ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen insgesamt 16.723 Pflegefachkräfte (Gesundheits- und Krankenpflege: 9.969, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege: 1.253, Altenpflege: 5.501) tätig. Davon arbeiteten 9.531 Pflegefachkräfte in den ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie 7.192 Pflegefachkräfte in den Krankenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns. Zum Ausbildungsstart im Oktober 2016 befanden sich insgesamt 2.436 Schüler in einer Pflegeausbildung (Gesundheits- und Krankenpflege: 1.569, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege: 84 und Altenpflege: 783).

Gesundheits-Check am Arbeitsplatz

PAKt-MV mobil Gesundheitsbus macht Station bei Grimmener Unternehmen

Grimmen – Sehtest, Blutdruckmessung und Lungenfunktionstest – die Mitarbeiter der UTL Verarbeitungs- und Dienstleistungs GmbH in Grimmen (Landkreis Vorpommern-Rügen) haben am Donnerstag einen Gesundheitscheck im PAKt-MV mobil Gesundheitsbus durchgeführt. Der mehr als 18 Meter lange Bus tourt durch Mecklenburg-Vorpommern, um bei kleinen und mittelständischen Unternehmen direkt vor Ort eine mobile Gesundheitsprävention anzubieten. „Gesunde Mitarbeiter tragen zum Unternehmenserfolg erheblich bei. Aber: Gerade die mittelständischen Betriebe haben oftmals nicht die Kapazitäten, eigenständige betriebliche Präventionsprojekte anzubieten. Hier hilft das PAKt-MV mobil mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums und kommt direkt zur Arbeitsstätte. So hat jeder Mitarbeiter die Chance, unkompliziert etwas für die eigene Gesundheit zu tun“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In dem 18 Meter langen Gelenkbus befinden sich moderne Check-up-Geräte. Diese sind in einer futuristischen Kugel, dem Präventiometer, integriert. Die Untersuchungen umfassen beispielsweise die Vermessung von Körperdaten (Größe, Gewicht etc.), einen Sehtest, Blutdruckmessung, Puls- und Sauerstoffsättigung, Körperfettmessung, Elektrokardiographie (Messung der Herzstromkurve), einen Lungenfunktionstest und einen Hörtest. Der Umfang der Checks kann an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst und individuell abgestimmt werden. Die Teilnehmer werden nach einem kurzen Informationsgespräch individuell vom Präventionsteam durch einen Gesundheits-Check-up geleitet.

Die Gesamtdauer mit Vor- und Nachbereitung beträgt für die Mitarbeiter zwischen 60 und 90 Minuten je nach Umfang der vereinbarten Checks. Die Teilnehmer erhalten optional die Möglichkeit, an einem individuellen Gesundheitscoaching über einen Zeitraum von bis zu einem Jahr teilzunehmen. „Individuell erhält jeder Mitarbeiter nach einem gründlichen Check Tipps und Hinweise zur Gesunderhaltung. Dieses personalisierte Interventionskonzept wird im Anschluss unter anderem durch mobile Präventionsberater und die gezielte Vermittlung regionaler Angebote von Ernährungs- und Bewegungsberatern, Sportvereinen und Fitnessstudios weitergegeben. Das ist eine ideale Kombination, um langfristig Körper und Seele zu stärken“, sagte Glawe.

Das Projekt PAKt-MV mobil wird vom Wirtschaftsministerium mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 2,25 Millionen Euro gefördert. Die Projektlaufzeit ist bis 2020 angelegt.

PAKt-MV mobil steht für eine „mobile Prävention und Gesundheitsförderung für Arbeitnehmer zur Reduktion von Krankheitstagen und Berufsunfähigkeit durch Motivation und Verhaltensänderung“. Projektleiter sind Prof. Reiner Biffar, Direktor der Poliklinik für zahnärztliche Prothetik, Alterszahnmedizin und klinische Werkstoffkunde, und Prof. Carsten Oliver Schmidt vom Institut für Community Medicine an der UMG.

Grundsätzlich alle kleinen, mittelständischen Unternehmen, Filialisten oder öffentliche Einrichtungen. Angebote können unter pakt-mv@uni-greifswald.de angefragt werden. Erste Ansprechpartnerin zur Kontaktaufnahme ist die Projektkoordinatorin der Universitätsmedizin Greifswald, Carmen Söhne. Informationen gibt es auch im Internet www.pakt-mv.de.