Sanierung des Schlossturmes in Ueckermünde

Ueckermünde – „Das Seebad Ueckermünde wird mit Unterstützung des Landes noch attraktiver“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Übergabe von vier Zuwendungsbescheiden mit einer Gesamtsumme von rund 672.000 Euro an den Bürgermeister der Stadt Gerd Walther.

„Wir werden mit rund 300.000 Euro aus EFRE-Mitteln die Sanierung des Schlossturmes unterstützen. Dabei sollen das Mauerwerk und die Fassade erneuert werden. Der Turm beherbergt das Schlossmuseum und gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Er ist wichtig für die regionale Identität und für den Tourismus. Wir wollen dafür sorgen, dass der Turm in neuem Glanz erstrahlt“, sagte Dahlemann.

Mit über 320.000 Euro wird die energetische Sanierung der Turnhalle der Regionalen Schule gefördert. „Ueckermünde profitiert davon gleich doppelt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine moderne Turnhalle. Und die Stadt kann Energiekosten sparen“, erläuterte der Staatssekretär. Ueckermünde habe in den letzten Jahren mit Unterstützung des Landes viel in seine Schulstandorte investiert. „Das ist vorbildlich. Darüber freue ich mich sehr.

Außerdem wird der Abfluss von Regenwasser an der Kirche St. Marien verbessert. Schließlich wird eine Freifläche an der Belliner Straße neu gestaltet und behindertengerecht saniert. Am Wochenende steht bereits der nächste Besuch Dahlemanns in Ueckermünde an. Dann nimmt der Parlamentarische Staatssekretär an der Eröffnung der Hafftage teil. „Das ist eines der wichtigsten Volksfeste bei uns in der Region. Ueckermünde präsentiert sich von seiner schönsten Seite. Ich bin fest davon überzeugt: Das werden wieder drei großartige Tage für die Stadt.“

Tolkien auf Platz eins der Bestsellerliste

Fantastischer Verkaufserfolg für J. R. R. Tolkiens „Beren und Lúthien“: 100 Jahre nach ihrer Entstehung stürmt die Liebesgeschichte, die erstmals in eigenständiger Fassung erscheint, direkt an die Spitze der deutschen Bestsellerliste (Hardcover-Belletristik), ermittelt von GfK Entertainment. Das Buch, das in der „Herr der Ringe“-Welt Mittelerde angesiedelt ist und von Tolkiens Sohn Christopher herausgegeben wird, verdrängt Andreas Föhrs Bayern-Krimi „Schwarzwasser“ an die dritte Stelle.

Neben Andreas Föhr sind kurz vor der Urlaubszeit auch viele weitere Krimiautoren in den Charts vertreten: Dora Heldt startet mit ihrem Sylt-Roman „Wir sind die Guten“ als zweithöchste Neueinsteigerin auf Rang zwei; Jörg Maurer erzählt seine Alpen-Geschichte „Im Grab schaust du nach oben“ an siebter Stelle.

Im Bereich Sachbuch/Ratgeber (Hardcover) ist Alexandra Reinwarth („Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“) momentan am gefragtesten. Die Positionen zwei und drei belegen Eric Stehfest und Michael J. Stephan („9 Tage wach“) sowie Yuval Noah Harari („Eine kurze Geschichte der Menschheit“).

Höherer Schaden: Staat verlor mindestens 31,8 Milliarden Euro durch Steuertricks mit Aktien

TV-Tip: „Panorama“: Donnerstag, 8. Juni, 22.00 Uhr, Das Erste

Der Schaden durch Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte ist für den Staat weitaus größer als bisher bekannt. Das ergeben Berechnungen der Universität Mannheim für das NDR-Magazin „Panorama“ (Das Erste), die Wochenzeitung „Die Zeit“ und „Zeit Online“.

Durch solche Aktiengeschäfte rund um den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Cum und Cum-Ex-Geschäfte), deren einziger Zweck die Erzielung von Steuervorteilen war, sind dem Staat nach einer Berechnung der Universität Mannheim seit 2001 mindestens 31,8 Milliarden Euro entgangen. Der Finanzwissenschaftler Professor Christoph Spengel, der auch als Sachverständiger für den Cum-Ex-Untersuchungsausschuss des Bundestags tätig war, hat dazu für „Panorama“, „Die Zeit“ und „Zeit Online“ historische Marktdaten ausgewertet. Bei beiden Geschäften geht es im Kern darum, sich Kapitalertragsteuer erstatten zu lassen, die einem eigentlich nicht zusteht. „Es ist der größte Steuerskandal in der Geschichte der Bundesrepublik“, sagt Spengel.

Bei Cum-Cum-Geschäften hilft eine inländische Bank einem ausländischen Investor dabei, eine Steuerrückzahlung zu ergattern, auf die dieser keinen Anspruch hat. Der Gewinn wird aufgeteilt. Durch Cum-Cum Geschäfte sind dem Staat nach der Berechnung Spengels seit 2001 mindestens 24,6 Milliarden Euro entgangen, rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Cum-Ex-Geschäfte sind damit verwandt, aber weitaus komplizierter. Sie laufen darauf hinaus, dass eine Steuer einmal abgeführt und mehrfach – in der Praxis offenbar bis zu zehn Mal – vom Fiskus zurückgefordert wird. Zwischen 2005 und 2012, als diese Geschäfte unterbunden wurden, entstand den Berechnungen zufolge durch Cum-Ex ein Schaden von mindestens 7,2 Milliarden Euro, also von durchschnittlich gut einer Milliarde Euro pro Jahr. „Der Schaden durch Cum-Ex-Geschäfte dürfte insgesamt noch höher liegen, da sie auch schon vor 2005 getätigt wurden“, so Spengel.

Das bestätigt auch der frühere Börsenaufseher und hessische Staatskommissar August Schäfer gegenüber „Panorama“, „Die Zeit“ und „Zeit Online“. Schäfer hatte bereits 1992 in einem geheimen Bericht auf die Praktiken aufmerksam gemacht. Er beschreibt darin vor allem Cum-Cum-Geschäfte, warnt aber auch, dass diese so angepasst werden können, dass es zur „Produktion von doppelten Steuerbescheinigungen“ komme. Diese Variante bezeichnet man heute als Cum-Ex. Zusammen, so Schäfer, seien es bereits damals „weit mehr als 500 Millionen D-Mark pro Jahr“ gewesen. Über den Bericht, sagt Schäfer, wurde auch der damalige hessische Ministerpräsident Hans Eichel (SPD) informiert. Eichel kann sich auf Nachfrage nicht an den Bericht erinnern. Auch als Bundesfinanzminister habe er von Cum-Cum oder Cum-Ex nichts erfahren. 1998 wurde er Bundesfinanzminister unter Gerhard Schröder. Unterbunden wurden die Cum-Ex-Geschäfte erst 2012, die Cum-Cum-Geschäfte 2016.

Berechnungsmethode

Für die Berechnung des Cum-Cum-Schadens hat Finanzwissenschaftler Spengel die Dividendenzahlungen addiert, die von 2001 bis 2016 von deutschen Unternehmen an ausländische Investoren geleistet wurden. Legt man einen Kapitalertragssteuersatz von 15 Prozent zugrunde und nimmt an, dass jeder zweite Anleger im Ausland die Cum-Cum-Methode genutzt hat, ergibt sich der Betrag von 24,6 Milliarden Euro. Spengel hält die Annahme noch für vorsichtig. „Der überwiegende Teil der ausländischen Anleger sind institutionelle Anleger, also Banken und Fonds. Sie wären schlecht beraten gewesen, die Methode nicht anzuwenden.“ Den Schaden durch Cum-Ex-Geschäfte von 7,2 Milliarden Euro schätzt Spengel auf Basis von Daten des Wertpapier-Abwicklers Clearstream. Sie reichen bis 2005 zurück.

Zum Vergleich

Die Schadenssumme von 31,8 Mrd. Euro beträgt deutlich mehr, als die Bundesregierung im vergangenen Jahr für die Bewältigung der Flüchtlingskrise ausgegeben hat, und mehr als dreimal so viel, wie dem Bundesfamilienministerium als Etat zur Verfügung steht. Theoretisch hätte der Staat mit dem Geld eine 1200 Kilometer lange Autobahn oder 36 Elbphilharmonien bauen können.

Onleihe MV: Digitale Medien werden immer beliebter

Ministerin Hesse: Land unterstützt die Onleihe mit jährlich 100.000 Euro

Schwerin – Immer mehr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern greifen auf die digitalen Angebote der öffentlichen Bibliotheken zurück. Nach Angaben des Onleihe-Verbundes Mecklenburg-Vorpommern sind die Nutzerzahlen im Jahr 2016 um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Nutzerinnen und Nutzer haben sich 2016 über 300.000 E-Medien auf ihre mobilen Geräte oder den PC heruntergeladen. Die Zahl der Entleihungen hat sich damit fast verdoppelt. Bis April 2017 verzeichnete der Onleihe-Verbund MV 130.900 Downloads. Die Prognose für dieses Jahr liegt bei insgesamt 400.000 Downloads.

„Nichts geht über ein richtiges Buch, das man in den Händen halten kann. Aber auch digitale Bücher haben ihre guten Seiten. Sie wiegen nichts, sind auf dem Computer leicht zu transportieren und lange Anfahrtswege, um sie in Bibliotheken auszuleihen, entfallen“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Mit der Onleihe machen heute 33 Bibliotheken im Land ihren Nutzerinnen und Nutzern ein modernes Medienangebot. Ich freue mich dass es so gut ankommt. Das Land unterstützt die Onleihe jährlich mit 100.000 Euro“, erläuterte Hesse.

Ziel ist es, den Onleihe-Verbund weiter auszubauen und möglichst vielen öffentlichen Bibliotheken den Beitritt zu ermöglichen. Das Land stellt jährlich für zwei Bibliotheken Sondermittel in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung, die auch für einen Beitritt zum Verbund verwendet werden können. Die Stadtbibliotheken in Malchow und Bad Doberan haben diese Sondermittel 2014 bzw. 2016 erhalten. So konnte auf der diesjährigen Verbundkonferenz der Onleihe Mecklenburg-Vorpommern die Stadtbibliothek Bad Doberan als 32. Mitglied des Verbundes begrüßt und dem Zustieg der Stadtbibliothek Malchow noch in diesem Jahr zugestimmt werden.

Der Onleihe-Verbund ging im November 2015 ans Netz. Nutzerinnen und Nutzer einer teilnehmenden Bibliothek können mit einem gültigen Mitgliedsausweis E-Books, E-Magazines, E-Musik und E-Videos für eine bestimmte Zeit online ausleihen und auf ihr Endgerät herunterladen. Ihnen stehen 60.108 E-Medien zur Verfügung.

Bibliotheken im Onleihe-Verbund Mecklenburg-Vorpommern

Ahrenshoop, Altentreptow, Anklam, Bad Doberan, Barth, Bergen auf Rügen, Bützow, Demmin, Gadebusch, Graal-Müritz, Greifswald, Güstrow, Hagenow, Klütz, Kröpelin, Ludwigslust, Lübtheen, Malchow, Neubrandenburg, Neukloster, Parchim, Pasewalk, Rehna, Ribnitz-Damgarten, Rostock, Schwaan, Schwerin, Stralsund, Teterow, Wismar, Wolgast, Wustrow und Zingst

Sellering: NDR hat die gute Entwicklung unseres Landes mitgeprägt

Schwerin – „Der NDR gehört ganz selbstverständlich zu Mecklenburg-Vorpommern. Er hat seit 25 Jahren das Bild und den Klang unseres Landes mitgeprägt. 25 Jahre, auf die alle, die an dieser Entwicklung beteiligt waren, wirklich stolz sein können“, betonte Ministerpräsident heute beim Empfang anlässlich der 25-jährigen Zugehörigkeit Mecklenburg-Vorpommerns zum Norddeutschen Rundfunk.

Mecklenburg-Vorpommern sei ein Land des Nordens mit der längsten Küstenlinie in Deutschland, mit dem alten und vielfältigen kulturellen Erbe der Hanse und der plattdeutschen Sprache, dazu mit wichtigen Werftstandorten und maritimem Tourismus. „All das haben wir mit unseren Nachbarn gemeinsam – unverwechselbare Natur und Kultur, unsere Sprache und Mentalität, prägende Wirtschaftszweige.“ Gleichzeitig sei Mecklenburg-Vorpommern auch ein ostdeutsches Bundesland. „Wir sind beides. Es macht die Mecklenburger und Vorpommern stolz, ihr schönes Land mit all seinen Stärken im gemeinsamen Fernsehen zu erleben. Das vermittelt Wissen und Verständnis über uns und stärkt zugleich Identität und Selbstbewusstsein im Land.“ Diese Aufgabe erfülle der NDR auf sehr überzeugende Weise. Sellering: „Und für uns als neu hinzugekommenes ostdeutsches Bundesland war wichtig, dass der Sender auch Mecklenburg-Vorpommern, seine Geschichte, seinen Aufbruch in das vereinte Deutschland und seinen erfolgreichen Aufbauprozess so dargestellt und den Menschen in den drei anderen Bundesländern nahgebracht hat. Vielen Dank dafür.“

Der Ministerpräsident ging auch auf die Verantwortung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Gesellschaft ein: „Wie die unabhängigen Gerichte ist gerade auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein Garant für Freiheit, Demokratie, Rechtsstaat.“

Neue Medien hätten schon lange das Kommunikationsverhalten verändert, auch das Informationsverhalten. „In dieser Situation brauchen wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ganz besonders mit seiner Kernkompetenz: mit seiner Stärke der soliden Informationsvermittlung. Das Geschehen zu hinterfragen, gründlich zu recherchieren, die Flut an Informationen zu sortieren, sorgfältig zu ordnen, klug abzuwägen und zu kommentieren – das ist die wesentliche Kompetenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.“ Gerade in Zeiten, in denen die Emotionen im Internet und in den sozialen Medien schnell hochkochten, seien journalistische Sorgfaltspflicht, Sachlichkeit und Urteilskraft gefragt.

Zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehöre aber noch mehr, „beispielsweise die Förderung der Kultur. Ein großes Engagement gerade hier im Land, für das ich sehr dankbar bin und bei dem ich mir wünschen würde, dass wir im Bereich Filmförderung künftig noch mehr gemeinsam tun können.“ Und dazu gehöre natürlich auch Unterhaltung.

Sellering: „Ich bin davon überzeugt: Wir brauchen in Zukunft einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Mit Sendern, die sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst sind.“

„Goldener Ochse“ an die Schauspielerin Iris Berben verliehen

Schwerin – Ministerpräsident Erwin Sellering hat zum Abschluss des 27. Filmkunstfestes MV den Ehrenpreis „Goldener Ochse“ an die Schauspielerin Iris Berben verliehen: „Mit Iris Berben setzt das Festival die beeindruckende Reihe hochrangiger Künstlerinnen und Künstler fort, die für ihr filmisches Schaffen geehrt werden, für ihre großen Verdienste um die Filmkunst. Ihr ist als enorm wandlungsfähige Künstlerin eine außergewöhnliche Film-Karriere gelungen.“

Als Präsidentin der Deutschen Filmakademie setze sie sich seit 2010 für ihre Kolleginnen und Kollegen ein und sei darüber hinaus ein zutiefst politischer Mensch mit großem Engagement gegen Rechtsextremismus und Ausgrenzung, für Verständnis und Toleranz, für Humanität und Frieden – „über alle Grenzen hinweg und bewusst auch in Zeiten, in denen Kräfte stärker werden, die unserer freiheitliche Demokratie den Kampf angesagt haben. Es ist für mich eine große Freude, Iris Berben den Ehrenpreis des Filmkunstfestes MV, den „Goldenen Ochsen“ zu verleihen.“

Der Ministerpräsident würdigte das Filmkunstfest als „ein sehr attraktives Treffen für Filmschaffende aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Es ist ein Traum für das Publikum.“ In Schwerin gäbe es in jedem Jahr ein ganz besonderes Flair. Sellering: „Die ganze Stadt ist im Festivalfieber, einzigartige Begegnungen sind möglich. Wo sonst treffen Schauspieler, Filmschaffende und Publikum so unmittelbar aufeinander? Ich freue mich, dass der Einsatz des Landes, gemeinsam mit vielen engagierten Sponsoren, die Voraussetzungen für das schaffen konnte, was dieses Festival ausmacht, die Voraussetzungen dafür, dass sich das Filmkunstfest so gut entwickelt hat, zum wichtigsten Filmfestival in Ostdeutschland, zum Flaggschiff des Filmlandes MV.“

Frenzel: Filmkunstfest wirbt für Schwerin und ganz MV

Schwerin – „Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern ist beste Werbung für unsere Landeshauptstadt Schwerin und für ganz Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte der Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, Staatssekretär Dr. Christian Frenzel heute bei der Eröffnung des Festivals im Schweriner Filmpalast „Capitol“.

„Viele freuen sich schon Wochen vorher auf das Filmkunstfest. Das Festival begeistert jedes Jahr aufs Neue sein Publikum mit einer großen Vielfalt an Filmen und anderen kulturellen Veranstaltungen. Und es sorgt auch dafür, dass Filmemacher, Schauspieler und Produktionsteams aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland viele positive Eindrücke aus Mecklenburg-Vorpommern mit nach Hause nehmen“, sagte Frenzel weiter.

Die Landesregierung unterstütze das Filmkunstfest und die Filmszene im Land gern. Frenzel kündigte an, die Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden Jahren auf neue Füße zu stellen. „Unsere Überlegungen gehen dahin, die bislang in getrennter Zuständigkeit wahrgenommene wirtschaftliche und kulturelle Filmförderung einschließlich der Drehstandortförderung in einer gemeinnützigen GmbH zusammenzuführen. Und wir wollen die Weichen dafür stellen, dass es künftig mehr heimische Film- und Fernsehproduktionen gibt. Dabei setzen wir auch auf eine Beteiligung des Norddeutschen Rundfunks und des Zweiten Deutschen Fernsehens“, sagte der Staatssekretär. Erste konstruktive Gespräche dazu hätten bereits stattgefunden. Weitere Gespräche sollen in den nächsten Monaten folgen.

Europäischer Buchmarkt: Heimische Autoren statt „Shades of Grey“

Europa präsentiert sich vielfältig, auch im Buchmarkt: Nachdem in den vergangenen Jahren oft globale Phänomene wie „Shades of Grey“ oder „Harry Potter“ die Bestsellerlisten anführten, stehen 2017 bislang nationale Autoren hoch im Kurs. Wie eine Sonderauswertung von GfK Entertainment anlässlich des „Welttag des Buches“ zeigt, landen heimische Schriftsteller bei neun von zehn untersuchten Ländern in der Top 3 der meistverkauften Bücher des laufenden Jahres. Insgesamt schaffen viele Polit-Titel den Sprung nach vorne, darunter Hugo Portischs „Leben mit Trump“ (meistverkauftes Sachbuch in Österreich), Mohamed El Bachiris „Ein Dschihad der Liebe“ (dritterfolgreichster Belletristik-Titel in den Niederlanden) oder die Analyse „Quinta-Feira e Outros Dias“ von Ex-Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva (beliebtestes Buch in Portugal).

Schweizer Leser haben es mehrheitlich auf Martin Suter abgesehen, dessen neuer Roman „Elefant“ sich 2017 bisher besser als jedes andere Buch verkauft. Auch das erfolgreichste Sachbuch stammt von einem Landsmann, und zwar Philipp Gurt, der in „Schattenkind“ das schwierige Thema Kindesmissbrauch behandelt. In Österreich platziert sich Bernhard Aichner mit seinen Krimis „Totenrausch“, „Totenhaus“ sowie „Totenfrau“ gleich dreifach in der Top 5. In Deutschland rangiert Jojo Moyes („Im Schatten das Licht“) zwar wie in Österreich ganz oben – aber auch hier erobern zwei nationale Titel die Top 5: Sebastian Fitzeks „AchtNacht“ und Klaus-Peter Wolfs „Ostfriesentod“.

Belgier hieven die Comic-Schreiber Merho (Flandern) und Hergé (Wallonien) an die Spitze, während Niederländer den Kinderbuchautor Jacques Vriens bevorzugen. In Italien kommt „Good Night Stories for Rebel Girls“, Francesca Cavallos und Elena Favillis Märchenbuch für starke Mädchen, am besten an. Spanier setzen auf ihre Topautoren Fernando Aramburo („Patria“) und Carlos Ruiz Zafón („Das Labyrinth der Lichter“); Polen lassen sich von Sexualwissenschaftlerin Michalina Wisłocka in die „Kunst der Liebe“ einführen.

Obgleich nicht ganz so omnipräsent wie E. L. James & Co., gibt es dennoch einige Bestsellerautoren, die in mehreren Länder-Hitlisten vertreten sind. Neben der bereits genannten Jojo Moyes zählen dazu Elena Ferrante („Neapolitanische Saga“, Plätze eins und zwei in Frankreich sowie drei und vier in der Schweiz) und Paula Hawkins („Girl on the Train“, Rang drei Belletristik in Frankreich und Belgien/Flandern).

Games-Charts: „Persona 5“ begeistert Playstation-Fans

Das Japan-RPG „Persona 5“ wird von Kritikerlob überschüttet und setzt neue Maßstäbe in Punkto Grafikstil, Inszenierung und Kreativität. Auch Videospieler finden Gefallen an der Geschichte über eine Gruppe von Highschool-Schülern, die ein geheimnisvolles Doppelleben führen. Sie befördern den neuesten Teil der „Persona“-Reihe auf Platz eins der offiziellen deutschen PS3-Charts, ermittelt von GfK Entertainment. „Call Of Duty: Black Ops 2“ tritt nach sechs Wochen den Rückzug an die zweite Stelle an.

In der PS4-Tabelle ordnet sich „Persona 5“ auf den Positionen zwei (Limited Steelbook D1 Edition) und sieben (Collector’s „Take your Heart“-Premium Edition) ein. „Kingdom Hearts HD 1.5 & 2.5 Remix“ (jetzt Rang sechs) macht an der Spitze Platz für „Horizon Zero Dawn“. Das mit dem „Deutschen Kindersoftwarepreis 2013“ prämierte „Lego City Undercover“ erstrahlt in neuem HD-Glanz an vierter Stelle.

Geheimagent Chase McCain aus „Lego City Undercover“ verfolgt noch eine weitere Spur, die ihn auf Rang zwei der Xbox One-Hitliste führt. Auch die Goldmedaille geht an einen Titel aus dem „Lego“-Universum, und zwar „Lego Worlds“. Dem Flugsimulator „X-Plane 11“ gelingt derweil eine Musterlandung auf Platz sieben der PC Games-Charts. Bis zum erneuten Abräumer „Die Sims 4“ sind es allerdings noch einige Flügellängen Abstand. Die übrigen Wochengewinner lauten „Minecraft“ (Xbox 360) sowie „Mario Kart Wii Selects“ (Nintendo Wii).

„Kingdom Hearts” ist neue Nummer 1 auf PS4

Micky Maus, Goofy, Donald Duck, Sora, Riku, Kairi: Sie alle sind in der Parallelwelt von „Kingdom Hearts“ zu Hause. Mit „Kingdom Hearts HD 1.5 & 2.5 Remix“, einer Zusammenstellung aus insgesamt sechs Abenteuern, versüßt SquareEnix seinen Fans nun die Wartezeit auf „Kingdom Hearts III“. In den offiziellen deutschen PS4-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, kommt das Action-Rollenspiel-Paket gut an und saust direkt von null auf eins.

Der Science-Fiction-Kracher „Mass Effect: Andromeda” rückt an die zweite Stelle ab, performt auf Xbox One aber weiter galaktisch gut. Hier greift „Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands“ zu Silber. Die PC-Spitzenreiter heißen „Die Sims 4“ und „Landwirtschafts-Simulator 17“. Nintendo Wii-Fans greifen neuerdings lieber zu „Just Dance 2017“ als zu „Mario Kart Wii Selects“, dem Rang zwei bleibt. Die weiteren Wochengewinner sind „Call Of Duty: Black Ops 2“ und „Plants vs. Zombies: Garden Warfare 1“ (PS3) bzw. „Minecraft“ und „Call Of Duty: Black Ops 2“ (Xbox 360).

Mehr Staatsferne und Transparenz beim Deutschlandradio

Schwerin – In Vertretung des Ministerpräsidenten hat heute der Stellvertretende Ministerpräsident Lorenz Caffier den Zwanzigsten Rundfunkänderungsstaatsvertrag in den Landtag eingebracht. Dieser beinhaltet neben kleineren Anpassungen beim Rundfunkstaatsvertrag und beim Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag insbesondere Änderungen beim Deutschlandradiostaatsvertrag.

Anlass der Änderungen beim DLR-Staatsvertrag ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aus dem März 2014 zum ZDF-Staatsvertrag. „Speziell die Regelungen zur Zusammensetzung von Fernsehrat und Verwaltungsrat in bisheriger Form hatten bislang gegen die Rundfunkfreiheit verstoßen“, sagte Caffier. Wichtigste Forderung des Gerichts war, den staatlichen Einfluss auf die Gremien zu vermindern und den Anteil der staatlichen und staatsnahen Vertreter auf ein Drittel zu begrenzen. Caffier: „Es ging insgesamt um eine größere Staatsferne, es ging um mehr Transparenz in der Arbeit der Gremien.“

Diese Forderung werde auch für das Deutschlandradio umgesetzt. Von den zukünftig 45 Mitgliedern des Hörfunkrates wird nur ein Drittel von staatlichen Institutionen entsandt. 13 Mitglieder kommen aus den Ländern, zwei vom Bund. Weitere fünf Mitglieder werden von Verbänden und Organisationen gestellt, die schon jetzt entsendeberechtigt sind. Neun Verbände und Organisationen entsenden zum ersten Mal einen Vertreter oder eine Vertreterin. Der Verwaltungsrat des Deutschlandradios wird künftig 12 Mitglieder haben, auch hier nur ein Drittel durch Bund und Länder besetzt. Darüber hinaus werden zur Begrenzung des staatlichen Einflusses die Vorschriften der Inkompatibilität verschärft und die Mitgliedschaft in Hörfunkrat und Verwaltungsrat auf insgesamt drei Amtsperioden begrenzt.

Caffier: „Es geht also vor allem um eine Reihe von Veränderungen, insbesondere beim Deutschlandradio, vor allem bei den Regelungen zu größerer Staatsferne und mehr Transparenz mit wichtigen guten Entscheidungen für die Freiheit der Berichterstattung von Rundfunk und Film in Deutschland, ein gutes Beispiel in Europa.“

„Mass Effect: Andromeda“ toppt Games-Charts

Die offiziellen deutschen Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, bekommen den „Mass Effect“ zu spüren. Der aktuelle Ableger der Science-Fiction-Reihe, „Mass Effect: Andromeda“ (Electronic Arts), reist mit Lichtgeschwindigkeit durchs All und erobert den ersten Platz der PS4- und Xbox One-Hitliste. Die Handlung spielt 600 Jahre in der Zukunft, wo die Menschheit in der Andromeda-Galaxie eine neue Heimat sucht.

Diverse Bestien, Untote und Dämonen müssen im Action-Rollenspiel „Vikings – Wolves of Midgard“ besiegt werden. Der „Diablo 3“-Konkurrent, der Spieler in die nordische Mythenwelt entführt, debütiert auf den Positionen sieben (PS4), vier (Xbox One) bzw. fünf (PC Games). Vorwochensieger „Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands“ ist in allen drei Rankings nun an zweiter Stelle zu finden. Die PC-Krone wird an „Die Sims 4“ weitergereicht. Auf PS3 („Call Of Duty: Black Ops 2“), Xbox 360 („Minecraft“) und Nintendo Wii („Mario Kart Wii Selects“) bleiben die Spitzenreiter dieselben wie vor sieben Tagen.

„Ghost Recon Wildlands“ macht kurzen Prozess in Games-Charts

Auf verschlungene Dschungelpfade, eisbedeckte Gipfel und abgelegene Inseln verschlägt es die Spezialeinheiten aus „Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands“ (Ubisoft), dem zehnten Abenteuer der „Ghost Recon“-Reihe. Dabei heben die Ghosts nicht nur bolivianische Drogenplantagen aus, sondern nebenbei auch Platz eins der offiziellen deutschen PS4-, Xbox One- und PC Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment. Zusätzlich zur Standard-Version deckt sich die Gold Edition mit Rang drei (PS4, Xbox One) bzw. zwei (PC) ein.

Auf PS4 überzeugen als weitere New Entries der Klötzchenspaß „Lego Worlds“ (vier) sowie das explosive Action-Rollenspiel „Nier: Automata – Day One Edition“ (fünf). Für „Horizon Zero Dawn“ geht’s runter von eins auf zwei. Xbox One-Fans hieven „Lego Worlds“ an die zweite Stelle; Computerspieler mögen das Wimmelbild-Paket „Mystery Trackers: Übernatürliche Phänomene“ (sieben).

Einziger Neueinsteiger bei den Nintendo Wii-Titeln ist „Skylanders Trap Team – Starter Pack“ auf Position sechs. Spitzenreiter „Mario Kart Wii Selects“ bleibt ebenso am Zug wie seine Pendants auf PS3 („Call Of Duty: Black Ops 2“) und Xbox 360 („Minecraft“).

„Bibi & Tina“ ist Nummer 1 im Kinder-Unterhaltungsbereich

„Bibi & Tina“ und die magische Zahl zwölf: Ab Ende 2017 tourt das Musical „Bibi & Tina – Die große Show“ wieder durch zwölf deutsche Städte. In den aktuellen Kinderalben-, Kinderbuch- und Kinder-Hörbuch-Rankings von GfK Entertainment sind die junge Hexe und ihre beste Freundin ebenfalls zwölf Mal vertreten. Darüber hinaus führen sie sämtliche Hitlisten an und setzen sich gegen Dauerbrenner wie „Die Eiskönigin“, „Harry Potter“ und „Die drei ???“ durch.

Bei den Kinderalben stürmt der von Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Daniel Faust komponierte Soundtrack zu „Bibi & Tina – Tohuwabohu Total“ direkt an die Spitze. Auch die Filmmusik der Vorgänger „Bibi & Tina – Mädchen gegen Jungs“ (drei), „Bibi und Tina“ (sieben) und „Bibi und Tina – Voll verhext!“ (neun) erobert die Top 10.

Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Daniel Faust: „Wir sind völlig verhext und überglücklich von so einer tollen Resonanz. Besonders freut es uns, ein Teil sein zu dürfen bei einem Film, der dann eben doch sehr besonders ist: Die heile Welt in schwierigen Zeiten und zu erleben, dass Kinder sich für Politik eben doch interessieren…das ist ermutigend!“

Neben dem erstplatzierten „Bibi & Tina – Tohuwabohu Total – Das Buch zum Film“ hexen sich zwei weitere Leseausgaben zum aktuellen Kinoerfolg in die Top 10 der Kinderbuch-Tabelle: Das „Erstlese-Buch“ notiert auf vier, das „Große Fanbuch“ auf sieben.

Kleine Hörbuch-Fans haben es parallel zu „Bibi & Tina – Tohuwabohu total – Das Hörspiel zum 4. Kinofilm“ (Platz eins) auf die Folgen „Bibi & Tina – Der Waldbrand“ (fünf), „Bibi & Tina – Das Geheimnis der alten Mühle“ (sechs) und „Bibi Blocksberg – Die Austauschschülerin“ (acht) sowie das Original-Hörspiel zum dritten Leinwandausflug „Mädchen gegen Jungs“ (sieben) abgesehen.

Verletzung der Unparteilichkeit…………

Keinerlei Hinweise auf Verletzung der Unparteilichkeit durch Professor Wiegand-Hoffmeister

Schwerin – Das Sozialministerium weist den auf NDR Radio MV gesendeten Beitrag und auf der Homepage des Senders am 22.02.2017 platzierten Artikel („Interessenkonflikt bei AWO-Spitzenmann?“) mit Vorwürfen gegen Professor Bodo Wiegand-Hoffmeister in dessen Funktion als Vorsitzender der beim Landesamt für Gesundheit und Soziales angesiedelten Schiedsstelle nach §80 SGB XII entschieden zurück. Die dort aufgestellten Behauptungen und Vorwürfe sind aus Sicht des Sozialministeriums in maßgeblichen Punkten unzutreffend und tendenziös dargestellt. Die inzwischen vorgenommenen Änderungen in der Berichterstattung des NDR werden vom Sozialministerium begrüßt.

Das Sozialministerium stellt zu den aufgestellten Behauptungen und Vorwürfen fest:

  1. Die mit Verweis auf den Landesrechnungshof erhobenen Anschuldigungen gegen Prof. Bodo Wiegand-Hoffmeister sind unzutreffend. Die ursprünglich vom NDR angeführten Ausführungen des Landesrechnungshofs beziehen sich ausdrücklich nicht auf den Vorsitzenden der Schiedsstelle SGB XII Sozialhilfe, Prof. Bodo Wiegand-Hoffmeister. Dies hat der NDR inzwischen berichtigt.
  2. Herr Prof. Wiegand-Hoffmeister hat bei Antritt seiner Funktion darauf hingewiesen, im Falle notwendiger Abstimmungen, die den AWO-Regionalverband Bad Doberan betreffen, auf eine Mitwirkung in der Schiedsstelle zu verzichten. Ein Interessenkonflikt ist daher von vornherein ausgeschlossen.
  3. Seit 2013 sind 28 Verfahren bei der Schiedsstelle SGB XII anhängig. Hiervon wurden 13 Verfahren verhandelt. Davon endeten sechs mit einem Schiedsspruch. Von diesen sechs von Prof. Wiegand-Hoffmeister zu verantwortenden Schiedssprüchen endeten drei Verfahren zugunsten des Kommunalen Sozialverbandes (KSV) und drei zugunsten der Sozialhilfeträger. Die ursprünglich im NDR-Bericht mit Verweis auf den Bericht des Landesrechnungshofs aufgestellte Behauptung einer stets „zuungunsten der Kommunen“ ausgefallenen „Schiedsstellen-Praxis“ ist folglich falsch. Dies hat der NDR inzwischen berichtigt.
  4. Bei den sechs von Prof. Wiegand-Hoffmeister zu verantwortenden Schiedssprüchen war die AWO in keinem einzigen Fall Streitpartei.
  5. Bodo Wiegand-Hoffmeister ist vom Städte- und Gemeindetag M-V e.V. in Abstimmung mit dem Landkreistag M-V e.V. zum Vorsitzenden der Schiedsstelle vorgeschlagen worden und nicht von der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Der Vorwurf einer Parteilichkeit von Prof. Wiegand-Hoffmeister zugunsten der Wohlfahrtsverbände und zulasten der kommunalen Ebene erweist sich allein deshalb schon als konstruiert und in keiner Weise belegbar.
  6. Die Behauptung des NDR, dass Prof. Wiegand-Hoffmeister 2013 „per Los durch das SPD-geführte Sozialministerium zu der Aufgabe gekommen“ sei, ist falsch und tendenziös. In § 3 Abs. 4 S. 2 SchiedsLVO-SGB VIII ist das Losverfahren zwingend vorgeschrieben, wenn die Träger/Verbände sich nicht auf eine Person einigen können. Das Sozialministerium ist an der Durchführung des Losverfahrens in keiner Weise beteiligt.

Ministerin Stefanie Drese: „Ich habe nicht die geringsten Zweifel an der Neutralität von Prof. Wiegand-Hoffmeister in seiner Funktion als Vorsitzender der Schiedsstelle nach §80 SGB XII. Seine hohe fachliche Kompetenz ist ohnehin unbestritten. Es gibt keinerlei Hinweise auf eine Verletzung der Unparteilichkeit und keine dem Sozialministerium bekannten Beanstandungen durch Mitglieder der Schiedsstelle, Vertreter der Kommunen bzw. der Leistungserbringer.

Gerade vor diesem Hintergrund bedauere ich außerordentlich, dass Prof. Wiegand-Hoffmeister heute meinem Ministerium mitgeteilt hat, sein Amt niederlegen zu wollen. Mein Dank gilt Herrn Wiegand-Hoffmeister für seine jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit als Vorsitzender der Schiedsstelle nach §80 SGB XII.“