Gelungene Premiere: NDR-Produktion überzeugt in Berlin

Berlin/Schwerin – Am Freitag, den 17. November 2017, feierte die NDR-Produktion „Von der Ostsee in die Südsee: Der Urgroßonkel vom anderen Ende der Welt“ in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in den Berliner Ministergärten Publikumspremiere. Entstanden ist die Dokumentation im Rahmen der Reportagereihe nordstory, die jeden Freitag um 20:15 Uhr bemerkens- und liebenswerte Geschichten aus dem Norden erzählt.

Die einstündige Dokumentation begleitet den Wahl-Mecklenburger Peter von Oertzen, der nach der deutschen Wiedervereinigung das frühere Anwesen seiner Familie in Roggow an der mecklenburgischen Ostseeküste erworben und renoviert hat. Bei seiner Suche in den verstaubten Archiven und der Bibliothek stößt er auf die vergessene Geschichte seines Urgroßonkels Gustav von Oertzen, dem ersten kaiserlichen Kommissar der Verwaltungsinseln Neupommern und Neumecklenburg im heutigen Papua-Neuguinea. Immer tiefer taucht er in die 800-jährige Familienchronik ein. Kurzerhand beschließen Peter von Oertzen und seine Tochter Alina selbst in die Südsee zu reisen. Der Beginn einer spannenden Spurensuche.

Die Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund, Staatssekretärin Bettina Martin, zeigte sich in ihrer Begrüßung über das große Interesse des Berliner Publikums an der Fernsehproduktion des NDR Landes-funkhauses M-V erfreut und betonte vor den rund 200 Gästen des Preview-Abends die gelungene Kooperation mit dem Norddeutschen Rundfunk: „NDR-Produktionen aus Mecklenburg-Vorpommern laufen allabendlich nicht nur über die TV-Geräte im Nordosten, sondern werden in ganz Deutschland – sei es im NDR Fernsehen oder in der ARD – gerne gesehen. Gerade auch die nordstory erfreut sich bundesweit einer großen Beliebtheit und erzählt interessante Geschichten über unser Land und seine Menschen. Der NDR in Mecklenburg-Vorpommern, der in diesem Jahr seinen 25-jährigen Geburtstag feiern konnte, ist als öffentlich-rechtlicher Rundfunk ein wichtiger Auftraggeber und Motor für die regionale Filmwirtschaft. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir die neue nordstory bei uns in der Landesvertretung schon einmal vorab dem Berliner Publikum präsentieren konnten.“

Die Direktorin des NDR-Landesfunkhauses Mecklenburg-Vorpommern Elke Haferburg freute sich über die Einladung in die Vertretung und dass die Preview auf so positive Resonanz stößt: „Mit der heutigen Veranstaltung lassen wir eine wunderbare Tradition wieder aufleben, die hoffentlich auch in den kommenden Jahren weiter fortgesetzt wird: Nämlich ganz besondere Produktionen aus dem NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern in die Landesvertretung M-V zu bringen und ihnen damit auch eine Bühne in der Bundeshauptstadt zu geben.“

Die Dokumentation „Von der Ostsee in die Südsee: Der Urgroßonkel vom anderen Ende der Welt“ wurde am selben Abend um 20:15 Uhr im NDR-Fernsehen ausgestrahlt. Der Film ist auch in der Mediathek unter NDR.de zu sehen.

„Need for Speed Payback“ brettert in die Games-Charts

Von 0 auf 100 schaffen viele, aber von 0 auf 2, das bekommt in dieser Woche nur „Need for Speed Payback“ hin. Die Rennsimulation von Electronic Arts drückt ordentlich auf die Tube und düst im PS4- und Xbox One-Ranking direkt zur Silbermedaille. „Call of Duty: WWII“ sieht die Sportwagen herannahen, gibt das Kommando über beide Hitlisten aber vorerst nicht aus der Hand.

Blau, stachelig, kultig: Seit einem Vierteljahrhundert rast Videospielheld Sonic durch die Gegend und hat immer noch genügend Ausdauer für weitere Abenteuer. Seine aktuelle Mission heißt „Sonic Forces“, hat die Rettung der Welt zum Ziel und startet in der Bonus Edition an sechster (PS4), siebter (Xbox One) bzw. dritter Stelle (Switch). Auf der Nintendo-Plattform verkaufen sich nur „Super Mario Odyssey“ und „Mario Kart 8 Deluxe“ besser.

Die alten Nintendo Wii-Abräumer, „Just Dance 2018“ und „Mario Kart Wii Selects“, sind auch die neuen Spitzenreiter. Auf 3DS übernimmt „Miitopia“ die Krone von „Super Mario 3D Land Selects“, das sich auf Platz zwei zurückzieht.

Nur eine Neuveröffentlichung wagt den Ausflug in die PC Games-Hitliste: der Wimmelbild-Thriller „Maze: Proband 360“ (13). Das Podium setzt sich aus „Die Sims 4“, „Assassin’s Creed Origins“ sowie dem „Landwirtschafts-Simulator 17“ zusammen. In den PS3- und Xbox 360-Charts führt „FIFA 18“ abermals vor „Call of Duty: Black Ops 2“ bzw. „Minecraft“.

Games-Charts: Soldat schlägt Assassine

Die Herrschaft der Assassinen-Bruderschaft über die offiziellen deutschen PS4- und Xbox One-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, ist vorerst beendet. Wo in der vergangenen Woche noch ägyptische Meuchelmörder ihr Unwesen trieben, strecken nun die Soldaten aus „Call of Duty: WWII“ ihre Waffen in die Höhe. Der neueste Teil von Activisions Ego-Shooter-Reihe, der im Zweiten Weltkrieg spielt, verdrängt „Assassin’s Creed Origins“ in beiden Hitlisten auf den Silberplatz.

Wenn andere Fahrzeuge längst kapitulieren, schlägt die Stunde der „Spintires: MudRunner“. Die wendigen Geländemobile fühlen sich auf matschigen Waldstraßen erst richtig wohl und kurven an die achte (PS4) bzw. fünfte Stelle (Xbox One). Im PC Games-Ranking, das weiterhin von „Assassin’s Creed Origins“ und „Die Sims 4“ angeführt wird, brettert die Simulation auf Position sechs.

Auch nach über 80 Jahren hat „Monopoly“ nichts an Faszination eingebüßt. Die digitale Variante des Brettspiel-Klassikers startet von Rang sieben der Nintendo Switch-Charts. Meistverkaufte Titel sind erneut „Super Mario Odyssey“ und „Mario Kart 8 Deluxe“. Auf Nintendo Wii bleibt das Spitzenduo aus „Just Dance 2018“ und „Mario Kart Wii Selects“ bestehen. 3DS Spieler bugsieren „Super Mario 3D Land Selects“ von zwei auf eins; dahinter rangiert Vorwochensieger „Miitopia“.

Die beiden PS3-Gewinner lauten „FIFA 18“ und „Call Of Duty: Black Ops 2“. Auf Xbox 360 führt kein Weg an „FIFA 18“ und „Minecraft“ vorbei.

Schwesig: Wir brauchen eine vielfältige Medienlandschaft und guten Journalismus

Rostock – „Herzliches Willkommen allen Gästen zum 25. Landespresseball. Ich freue mich, dass ich für den Ball des Jahres, für den gesellschaftlichen Höhepunkt bei uns im Land, Schirmherrin sein kann. Hier hat man hervorragende Gelegenheit, mit so vielen Gästen aus Wirtschaft und Politik, aus Sport und Kultur ins Gespräch zu kommen. Dazu kommen gute Musik und eine entspannte Stimmung. Der Presseball hat immer wieder ein ganz besonderes Flair“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Eröffnung des 25. Landespresseballs in der Rostocker Stadthalle.

Das fröhliche Feiern stehe ganz im Vordergrund. „Ich bin mir aber sicher, dass es viele Gespräche geben wird, die sich mit wichtigen Themen unserer Zeit beschäftigen: Themen aus unserem Land und von der Bundesebene, wo gerade über die Bildung einer neuen Regierung gesprochen wird“, so die Regierungschefin.

Die Kommunikation habe sich geändert. „Wir erleben eine zunehmende Polarisierung in wichtigen Debatten. Und wir erleben den Aufstieg neuer Medien, vor allem der sozialen Medien, die neue Wege der Kommunikation und der Information eröffnen, in denen aber auch Gerüchte an die Stelle von Fakten treten und die auch als Mittel der Desinformation missbraucht werden können.“

Gerade in diesen Zeiten sei es wichtig, dass es Medien gäbe, die Behauptungen überprüfen, Nachrichten aufbereiten und Ereignisse kompetent kommentieren und kritisch hinterfragen.

Schwesig: „Weil es mehr Information gibt als je zuvor, brauchen wir eine starke und vielfältige Medienlandschaft. Und wir brauchen einen guten Journalismus. Dazu gehören gut ausgebildete Journalistinnen und Journalisten. Deshalb finde ich es eine ausgezeichnete Idee, dass der Erlös der Tombola des Landespresseballs auch in diesem wieder der Aus- und Weiterbildung von Nachwuchsjournalisten zugutekommt.“

Games-Charts: „Assassin’s Creed Origins“ schickt Konkurrenz in die Wüste

Mit „Assassin’s Creed Origins“ läutet Ubisoft nicht nur das zehnjährige Jubiläum seiner beliebten Meuchler-Reihe ein, sondern geht auch an die Ursprünge der Bruderschaft zurück, die im alten Ägypten zu finden sind. In den offiziellen deutschen Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, legt der Neustart des Franchises selbst einen gelungenen Auftakt hin: Auf PC, PS4 und Xbox One winkt die Goldmedaille, dazu dank Gold- und Gods Edition die Positionen vier und acht (PS4) bzw. vier und sechs (Xbox One).

Unter dem Aufstieg der Assassinen hat „FIFA 18“ am meisten zu leiden, das nach vier Wochen Tabellenführung erstmals Gegentore einsteckt. Die Fußball-Simulation weicht nun an die zweite Stelle des PS4- und Xbox One-Rankings aus. Auch das deutsche Rollenspiel „ELEX“, das von eins auf vier der PC Games-Charts rutscht, bekommt einen leichten Dämpfer. Mächtig aufwärts geht’s dagegen für den neu erschienenen Ego-Shooter „Wolfenstein II – The New Colossus“, der böse Nazis und die Plätze drei (PC), sechs (PS4) und fünf (Xbox One) ins Visier nimmt.

Wer statt der Kanone lieber das Tanzbein schwingt, ist bei „Just Dance 2018“ genau richtig. Musikalisch begleitet von Popstars wie Shakira, Bruno Mars oder Ariana Grande schnellt das Spiel direkt an die Spitze der Nintendo Wii-Charts. „Mario Kart Wii Selects“ bleibt nur der Vizesieg. Im Switch-Ranking beginnt die heiß ersehnte und von Kritikern und Fans gefeierte „Super Mario Odyssey“ standesgemäß auf Platz eins. „Mario Kart 8 Deluxe“ rangiert dahinter. Auf 3DS übergibt „Mario & Luigi: Super Star Saga + Bowsers Schergen“ das Kommando an „Miitopia“.

Die PS3- und Xbox 360-Charts vermelden mit „FIFA 18 Legacy Edition“ denselben Spitzenreiter wie vor sieben Tagen. Einziger Neuzugang ist „Just Dance 2018“, das sich die sechste Stelle der Xbox 360-Titel schnappt.

Rollenspiel-Hit „ELEX“ erobert PC-Thron

Mit den Fantasy-Reihen „Gothic“ und „Risen“ setzte Piranha Bytes die Messlatte im Rollenspiel-Genre höher. Bei seinem jüngsten Projekt „ELEX“ beschreitet der Essener Entwickler neue Wege und lässt Mittelalter und Zukunft unmittelbar aufeinanderprallen. Schauplatz ist der nach einem Meteoriteneinschlag verwüstete Planet Magalan, der seine Geheimnisse auf Platz eins der offiziellen deutschen PC Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, offenbart. Auf PS4 (acht) und Xbox One (vier) startet das RPG ebenfalls direkt in der Top 10.

Vor einer „rektakulären Zerreißprobe“ stehen die Superhelden aus „South Park“, die alles daransetzen, ihre friedliche Stadt vor dem Bösen zu retten. Gleich drei Versionen des schrägen Spaßes entern die PC-Hitliste, und zwar die Standard-Variante (drei), Collector’s Edition (sechs) und Gold Edition (sieben). In den PS4- und Xbox One-Charts winkt als höchste Position jeweils Rang fünf.

Neue Strecken, neue Fahrzeuge, neue Physik-Engine: Sony motzt seine Rennsportsimulation „Gran Turismo Sport“ mächtig auf und rast mit der Standard Plus-, Standard-, Special- und Collector‘s Edition auf die Plätze zwei, drei, vier und zehn der PS4-Tabelle. Nur der abermalige Spitzenreiter „FIFA 18“ bremst die PS-Protze aus. Auch auf Xbox One stellt sich „FIFA 18“ einem riesigen Fuhrpark in den Weg, dieses Mal aber dem Rennstall des zweitplatzierten „Forza Motorsport 7“.

Wer die „Fire Emblem“-Serie und das „Warriors“-Franchise mag, kommt mit „Fire Emblem Warriors“ voll auf seine Kosten. Hinter „Mario Kart 8 Deluxe“ erkämpft sich das Crossover die Silber- und Bronzemedaille der Nintendo Switch-Charts. Auf 3DS beginnt das Schlacht-Spektakel an siebter Stelle. „Mario & Luigi: Super Star Saga + Bowsers Schergen“ und „Miitopia“ haben hier Oberwasser.

Einen New Entry vermelden die Nintendo Wii-Charts mit „Sonic & Sega All-Stars Racing“ (neun). Vorne tauschen wieder einmal „Mario Kart Wii Selects“ (jetzt eins) und „Mario Party 9 Selects“ (jetzt zwei) das Kommando. Auf PS3 und Xbox 360 hält „FIFA 18“ den Kasten sauber.

Neu: Zentrales Infoportal für Umweltverträglichkeitsprüfungen

Schwerin – Nach neuem europäischem Recht und dessen Umsetzung in Deutschland ist die Öffentlichkeit über sämtliche Zulassungsverfahren, die mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) verbunden sind, elektronisch an zentraler Stelle zu unterrichten.

Daher haben alle 16 Bundesländer gemeinsam ein neues Internetportal für Informationen über Umweltverträglichkeitsprüfungen entwickelt. Das Portal https://www.uvp-verbund.de/mv gibt künftig über jegliche durchzuführende Zulassungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfungen in Mecklenburg-Vorpommern Auskunft.

Umweltverträglichkeitsprüfungen dienen dazu, die Umweltauswirkungen von bestimmten Vorhaben in einem öffentlichen Verfahren frühzeitig zu ermitteln, zu beschreiben und zu bewerten. Sie sind in Deutschland in die laufenden Zulassungsverfahren, etwa nach Immissionsschutz-, Fernstraßen- oder Bergrecht, integriert.

Im neuen UVP-Portal sind Informationen über alle laufenden UVP-pflichtigen Verfahren zu finden, sobald das öffentliche Beteiligungsverfahren begonnen wurde: Um welche Art von UVP-pflichtigem Vorhaben geht es, welche Behörde führt das Verfahren durch, wo und wann können Unterlagen eingesehen werden? In das Portal werden außerdem der UVP-Bericht, in dem die Umweltauswirkungen eines Vorhabens beschrieben werden, entscheidungserhebliche Berichte und Empfehlungen sowie die Entscheidung zur Zulassung oder Ablehnung des Vorhabens eingestellt.

Die rechtliche Grundlage für die Einrichtung des Zentralen UVP-Portals fußt auf der Änderung der EU-Richtlinie 2011/92/EU – UVP-Richtlinie, die durch die EU-Richtlinie 2014/52/EU erfolgte.

Sanierung des Schlossturmes in Ueckermünde

Ueckermünde – „Das Seebad Ueckermünde wird mit Unterstützung des Landes noch attraktiver“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Übergabe von vier Zuwendungsbescheiden mit einer Gesamtsumme von rund 672.000 Euro an den Bürgermeister der Stadt Gerd Walther.

„Wir werden mit rund 300.000 Euro aus EFRE-Mitteln die Sanierung des Schlossturmes unterstützen. Dabei sollen das Mauerwerk und die Fassade erneuert werden. Der Turm beherbergt das Schlossmuseum und gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Er ist wichtig für die regionale Identität und für den Tourismus. Wir wollen dafür sorgen, dass der Turm in neuem Glanz erstrahlt“, sagte Dahlemann.

Mit über 320.000 Euro wird die energetische Sanierung der Turnhalle der Regionalen Schule gefördert. „Ueckermünde profitiert davon gleich doppelt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine moderne Turnhalle. Und die Stadt kann Energiekosten sparen“, erläuterte der Staatssekretär. Ueckermünde habe in den letzten Jahren mit Unterstützung des Landes viel in seine Schulstandorte investiert. „Das ist vorbildlich. Darüber freue ich mich sehr.

Außerdem wird der Abfluss von Regenwasser an der Kirche St. Marien verbessert. Schließlich wird eine Freifläche an der Belliner Straße neu gestaltet und behindertengerecht saniert. Am Wochenende steht bereits der nächste Besuch Dahlemanns in Ueckermünde an. Dann nimmt der Parlamentarische Staatssekretär an der Eröffnung der Hafftage teil. „Das ist eines der wichtigsten Volksfeste bei uns in der Region. Ueckermünde präsentiert sich von seiner schönsten Seite. Ich bin fest davon überzeugt: Das werden wieder drei großartige Tage für die Stadt.“

Tolkien auf Platz eins der Bestsellerliste

Fantastischer Verkaufserfolg für J. R. R. Tolkiens „Beren und Lúthien“: 100 Jahre nach ihrer Entstehung stürmt die Liebesgeschichte, die erstmals in eigenständiger Fassung erscheint, direkt an die Spitze der deutschen Bestsellerliste (Hardcover-Belletristik), ermittelt von GfK Entertainment. Das Buch, das in der „Herr der Ringe“-Welt Mittelerde angesiedelt ist und von Tolkiens Sohn Christopher herausgegeben wird, verdrängt Andreas Föhrs Bayern-Krimi „Schwarzwasser“ an die dritte Stelle.

Neben Andreas Föhr sind kurz vor der Urlaubszeit auch viele weitere Krimiautoren in den Charts vertreten: Dora Heldt startet mit ihrem Sylt-Roman „Wir sind die Guten“ als zweithöchste Neueinsteigerin auf Rang zwei; Jörg Maurer erzählt seine Alpen-Geschichte „Im Grab schaust du nach oben“ an siebter Stelle.

Im Bereich Sachbuch/Ratgeber (Hardcover) ist Alexandra Reinwarth („Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“) momentan am gefragtesten. Die Positionen zwei und drei belegen Eric Stehfest und Michael J. Stephan („9 Tage wach“) sowie Yuval Noah Harari („Eine kurze Geschichte der Menschheit“).

Höherer Schaden: Staat verlor mindestens 31,8 Milliarden Euro durch Steuertricks mit Aktien

TV-Tip: „Panorama“: Donnerstag, 8. Juni, 22.00 Uhr, Das Erste

Der Schaden durch Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte ist für den Staat weitaus größer als bisher bekannt. Das ergeben Berechnungen der Universität Mannheim für das NDR-Magazin „Panorama“ (Das Erste), die Wochenzeitung „Die Zeit“ und „Zeit Online“.

Durch solche Aktiengeschäfte rund um den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Cum und Cum-Ex-Geschäfte), deren einziger Zweck die Erzielung von Steuervorteilen war, sind dem Staat nach einer Berechnung der Universität Mannheim seit 2001 mindestens 31,8 Milliarden Euro entgangen. Der Finanzwissenschaftler Professor Christoph Spengel, der auch als Sachverständiger für den Cum-Ex-Untersuchungsausschuss des Bundestags tätig war, hat dazu für „Panorama“, „Die Zeit“ und „Zeit Online“ historische Marktdaten ausgewertet. Bei beiden Geschäften geht es im Kern darum, sich Kapitalertragsteuer erstatten zu lassen, die einem eigentlich nicht zusteht. „Es ist der größte Steuerskandal in der Geschichte der Bundesrepublik“, sagt Spengel.

Bei Cum-Cum-Geschäften hilft eine inländische Bank einem ausländischen Investor dabei, eine Steuerrückzahlung zu ergattern, auf die dieser keinen Anspruch hat. Der Gewinn wird aufgeteilt. Durch Cum-Cum Geschäfte sind dem Staat nach der Berechnung Spengels seit 2001 mindestens 24,6 Milliarden Euro entgangen, rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Cum-Ex-Geschäfte sind damit verwandt, aber weitaus komplizierter. Sie laufen darauf hinaus, dass eine Steuer einmal abgeführt und mehrfach – in der Praxis offenbar bis zu zehn Mal – vom Fiskus zurückgefordert wird. Zwischen 2005 und 2012, als diese Geschäfte unterbunden wurden, entstand den Berechnungen zufolge durch Cum-Ex ein Schaden von mindestens 7,2 Milliarden Euro, also von durchschnittlich gut einer Milliarde Euro pro Jahr. „Der Schaden durch Cum-Ex-Geschäfte dürfte insgesamt noch höher liegen, da sie auch schon vor 2005 getätigt wurden“, so Spengel.

Das bestätigt auch der frühere Börsenaufseher und hessische Staatskommissar August Schäfer gegenüber „Panorama“, „Die Zeit“ und „Zeit Online“. Schäfer hatte bereits 1992 in einem geheimen Bericht auf die Praktiken aufmerksam gemacht. Er beschreibt darin vor allem Cum-Cum-Geschäfte, warnt aber auch, dass diese so angepasst werden können, dass es zur „Produktion von doppelten Steuerbescheinigungen“ komme. Diese Variante bezeichnet man heute als Cum-Ex. Zusammen, so Schäfer, seien es bereits damals „weit mehr als 500 Millionen D-Mark pro Jahr“ gewesen. Über den Bericht, sagt Schäfer, wurde auch der damalige hessische Ministerpräsident Hans Eichel (SPD) informiert. Eichel kann sich auf Nachfrage nicht an den Bericht erinnern. Auch als Bundesfinanzminister habe er von Cum-Cum oder Cum-Ex nichts erfahren. 1998 wurde er Bundesfinanzminister unter Gerhard Schröder. Unterbunden wurden die Cum-Ex-Geschäfte erst 2012, die Cum-Cum-Geschäfte 2016.

Berechnungsmethode

Für die Berechnung des Cum-Cum-Schadens hat Finanzwissenschaftler Spengel die Dividendenzahlungen addiert, die von 2001 bis 2016 von deutschen Unternehmen an ausländische Investoren geleistet wurden. Legt man einen Kapitalertragssteuersatz von 15 Prozent zugrunde und nimmt an, dass jeder zweite Anleger im Ausland die Cum-Cum-Methode genutzt hat, ergibt sich der Betrag von 24,6 Milliarden Euro. Spengel hält die Annahme noch für vorsichtig. „Der überwiegende Teil der ausländischen Anleger sind institutionelle Anleger, also Banken und Fonds. Sie wären schlecht beraten gewesen, die Methode nicht anzuwenden.“ Den Schaden durch Cum-Ex-Geschäfte von 7,2 Milliarden Euro schätzt Spengel auf Basis von Daten des Wertpapier-Abwicklers Clearstream. Sie reichen bis 2005 zurück.

Zum Vergleich

Die Schadenssumme von 31,8 Mrd. Euro beträgt deutlich mehr, als die Bundesregierung im vergangenen Jahr für die Bewältigung der Flüchtlingskrise ausgegeben hat, und mehr als dreimal so viel, wie dem Bundesfamilienministerium als Etat zur Verfügung steht. Theoretisch hätte der Staat mit dem Geld eine 1200 Kilometer lange Autobahn oder 36 Elbphilharmonien bauen können.

Onleihe MV: Digitale Medien werden immer beliebter

Ministerin Hesse: Land unterstützt die Onleihe mit jährlich 100.000 Euro

Schwerin – Immer mehr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern greifen auf die digitalen Angebote der öffentlichen Bibliotheken zurück. Nach Angaben des Onleihe-Verbundes Mecklenburg-Vorpommern sind die Nutzerzahlen im Jahr 2016 um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Nutzerinnen und Nutzer haben sich 2016 über 300.000 E-Medien auf ihre mobilen Geräte oder den PC heruntergeladen. Die Zahl der Entleihungen hat sich damit fast verdoppelt. Bis April 2017 verzeichnete der Onleihe-Verbund MV 130.900 Downloads. Die Prognose für dieses Jahr liegt bei insgesamt 400.000 Downloads.

„Nichts geht über ein richtiges Buch, das man in den Händen halten kann. Aber auch digitale Bücher haben ihre guten Seiten. Sie wiegen nichts, sind auf dem Computer leicht zu transportieren und lange Anfahrtswege, um sie in Bibliotheken auszuleihen, entfallen“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Mit der Onleihe machen heute 33 Bibliotheken im Land ihren Nutzerinnen und Nutzern ein modernes Medienangebot. Ich freue mich dass es so gut ankommt. Das Land unterstützt die Onleihe jährlich mit 100.000 Euro“, erläuterte Hesse.

Ziel ist es, den Onleihe-Verbund weiter auszubauen und möglichst vielen öffentlichen Bibliotheken den Beitritt zu ermöglichen. Das Land stellt jährlich für zwei Bibliotheken Sondermittel in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung, die auch für einen Beitritt zum Verbund verwendet werden können. Die Stadtbibliotheken in Malchow und Bad Doberan haben diese Sondermittel 2014 bzw. 2016 erhalten. So konnte auf der diesjährigen Verbundkonferenz der Onleihe Mecklenburg-Vorpommern die Stadtbibliothek Bad Doberan als 32. Mitglied des Verbundes begrüßt und dem Zustieg der Stadtbibliothek Malchow noch in diesem Jahr zugestimmt werden.

Der Onleihe-Verbund ging im November 2015 ans Netz. Nutzerinnen und Nutzer einer teilnehmenden Bibliothek können mit einem gültigen Mitgliedsausweis E-Books, E-Magazines, E-Musik und E-Videos für eine bestimmte Zeit online ausleihen und auf ihr Endgerät herunterladen. Ihnen stehen 60.108 E-Medien zur Verfügung.

Bibliotheken im Onleihe-Verbund Mecklenburg-Vorpommern

Ahrenshoop, Altentreptow, Anklam, Bad Doberan, Barth, Bergen auf Rügen, Bützow, Demmin, Gadebusch, Graal-Müritz, Greifswald, Güstrow, Hagenow, Klütz, Kröpelin, Ludwigslust, Lübtheen, Malchow, Neubrandenburg, Neukloster, Parchim, Pasewalk, Rehna, Ribnitz-Damgarten, Rostock, Schwaan, Schwerin, Stralsund, Teterow, Wismar, Wolgast, Wustrow und Zingst

Sellering: NDR hat die gute Entwicklung unseres Landes mitgeprägt

Schwerin – „Der NDR gehört ganz selbstverständlich zu Mecklenburg-Vorpommern. Er hat seit 25 Jahren das Bild und den Klang unseres Landes mitgeprägt. 25 Jahre, auf die alle, die an dieser Entwicklung beteiligt waren, wirklich stolz sein können“, betonte Ministerpräsident heute beim Empfang anlässlich der 25-jährigen Zugehörigkeit Mecklenburg-Vorpommerns zum Norddeutschen Rundfunk.

Mecklenburg-Vorpommern sei ein Land des Nordens mit der längsten Küstenlinie in Deutschland, mit dem alten und vielfältigen kulturellen Erbe der Hanse und der plattdeutschen Sprache, dazu mit wichtigen Werftstandorten und maritimem Tourismus. „All das haben wir mit unseren Nachbarn gemeinsam – unverwechselbare Natur und Kultur, unsere Sprache und Mentalität, prägende Wirtschaftszweige.“ Gleichzeitig sei Mecklenburg-Vorpommern auch ein ostdeutsches Bundesland. „Wir sind beides. Es macht die Mecklenburger und Vorpommern stolz, ihr schönes Land mit all seinen Stärken im gemeinsamen Fernsehen zu erleben. Das vermittelt Wissen und Verständnis über uns und stärkt zugleich Identität und Selbstbewusstsein im Land.“ Diese Aufgabe erfülle der NDR auf sehr überzeugende Weise. Sellering: „Und für uns als neu hinzugekommenes ostdeutsches Bundesland war wichtig, dass der Sender auch Mecklenburg-Vorpommern, seine Geschichte, seinen Aufbruch in das vereinte Deutschland und seinen erfolgreichen Aufbauprozess so dargestellt und den Menschen in den drei anderen Bundesländern nahgebracht hat. Vielen Dank dafür.“

Der Ministerpräsident ging auch auf die Verantwortung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Gesellschaft ein: „Wie die unabhängigen Gerichte ist gerade auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein Garant für Freiheit, Demokratie, Rechtsstaat.“

Neue Medien hätten schon lange das Kommunikationsverhalten verändert, auch das Informationsverhalten. „In dieser Situation brauchen wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ganz besonders mit seiner Kernkompetenz: mit seiner Stärke der soliden Informationsvermittlung. Das Geschehen zu hinterfragen, gründlich zu recherchieren, die Flut an Informationen zu sortieren, sorgfältig zu ordnen, klug abzuwägen und zu kommentieren – das ist die wesentliche Kompetenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.“ Gerade in Zeiten, in denen die Emotionen im Internet und in den sozialen Medien schnell hochkochten, seien journalistische Sorgfaltspflicht, Sachlichkeit und Urteilskraft gefragt.

Zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehöre aber noch mehr, „beispielsweise die Förderung der Kultur. Ein großes Engagement gerade hier im Land, für das ich sehr dankbar bin und bei dem ich mir wünschen würde, dass wir im Bereich Filmförderung künftig noch mehr gemeinsam tun können.“ Und dazu gehöre natürlich auch Unterhaltung.

Sellering: „Ich bin davon überzeugt: Wir brauchen in Zukunft einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Mit Sendern, die sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst sind.“

„Goldener Ochse“ an die Schauspielerin Iris Berben verliehen

Schwerin – Ministerpräsident Erwin Sellering hat zum Abschluss des 27. Filmkunstfestes MV den Ehrenpreis „Goldener Ochse“ an die Schauspielerin Iris Berben verliehen: „Mit Iris Berben setzt das Festival die beeindruckende Reihe hochrangiger Künstlerinnen und Künstler fort, die für ihr filmisches Schaffen geehrt werden, für ihre großen Verdienste um die Filmkunst. Ihr ist als enorm wandlungsfähige Künstlerin eine außergewöhnliche Film-Karriere gelungen.“

Als Präsidentin der Deutschen Filmakademie setze sie sich seit 2010 für ihre Kolleginnen und Kollegen ein und sei darüber hinaus ein zutiefst politischer Mensch mit großem Engagement gegen Rechtsextremismus und Ausgrenzung, für Verständnis und Toleranz, für Humanität und Frieden – „über alle Grenzen hinweg und bewusst auch in Zeiten, in denen Kräfte stärker werden, die unserer freiheitliche Demokratie den Kampf angesagt haben. Es ist für mich eine große Freude, Iris Berben den Ehrenpreis des Filmkunstfestes MV, den „Goldenen Ochsen“ zu verleihen.“

Der Ministerpräsident würdigte das Filmkunstfest als „ein sehr attraktives Treffen für Filmschaffende aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Es ist ein Traum für das Publikum.“ In Schwerin gäbe es in jedem Jahr ein ganz besonderes Flair. Sellering: „Die ganze Stadt ist im Festivalfieber, einzigartige Begegnungen sind möglich. Wo sonst treffen Schauspieler, Filmschaffende und Publikum so unmittelbar aufeinander? Ich freue mich, dass der Einsatz des Landes, gemeinsam mit vielen engagierten Sponsoren, die Voraussetzungen für das schaffen konnte, was dieses Festival ausmacht, die Voraussetzungen dafür, dass sich das Filmkunstfest so gut entwickelt hat, zum wichtigsten Filmfestival in Ostdeutschland, zum Flaggschiff des Filmlandes MV.“

Frenzel: Filmkunstfest wirbt für Schwerin und ganz MV

Schwerin – „Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern ist beste Werbung für unsere Landeshauptstadt Schwerin und für ganz Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte der Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, Staatssekretär Dr. Christian Frenzel heute bei der Eröffnung des Festivals im Schweriner Filmpalast „Capitol“.

„Viele freuen sich schon Wochen vorher auf das Filmkunstfest. Das Festival begeistert jedes Jahr aufs Neue sein Publikum mit einer großen Vielfalt an Filmen und anderen kulturellen Veranstaltungen. Und es sorgt auch dafür, dass Filmemacher, Schauspieler und Produktionsteams aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland viele positive Eindrücke aus Mecklenburg-Vorpommern mit nach Hause nehmen“, sagte Frenzel weiter.

Die Landesregierung unterstütze das Filmkunstfest und die Filmszene im Land gern. Frenzel kündigte an, die Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden Jahren auf neue Füße zu stellen. „Unsere Überlegungen gehen dahin, die bislang in getrennter Zuständigkeit wahrgenommene wirtschaftliche und kulturelle Filmförderung einschließlich der Drehstandortförderung in einer gemeinnützigen GmbH zusammenzuführen. Und wir wollen die Weichen dafür stellen, dass es künftig mehr heimische Film- und Fernsehproduktionen gibt. Dabei setzen wir auch auf eine Beteiligung des Norddeutschen Rundfunks und des Zweiten Deutschen Fernsehens“, sagte der Staatssekretär. Erste konstruktive Gespräche dazu hätten bereits stattgefunden. Weitere Gespräche sollen in den nächsten Monaten folgen.

Europäischer Buchmarkt: Heimische Autoren statt „Shades of Grey“

Europa präsentiert sich vielfältig, auch im Buchmarkt: Nachdem in den vergangenen Jahren oft globale Phänomene wie „Shades of Grey“ oder „Harry Potter“ die Bestsellerlisten anführten, stehen 2017 bislang nationale Autoren hoch im Kurs. Wie eine Sonderauswertung von GfK Entertainment anlässlich des „Welttag des Buches“ zeigt, landen heimische Schriftsteller bei neun von zehn untersuchten Ländern in der Top 3 der meistverkauften Bücher des laufenden Jahres. Insgesamt schaffen viele Polit-Titel den Sprung nach vorne, darunter Hugo Portischs „Leben mit Trump“ (meistverkauftes Sachbuch in Österreich), Mohamed El Bachiris „Ein Dschihad der Liebe“ (dritterfolgreichster Belletristik-Titel in den Niederlanden) oder die Analyse „Quinta-Feira e Outros Dias“ von Ex-Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva (beliebtestes Buch in Portugal).

Schweizer Leser haben es mehrheitlich auf Martin Suter abgesehen, dessen neuer Roman „Elefant“ sich 2017 bisher besser als jedes andere Buch verkauft. Auch das erfolgreichste Sachbuch stammt von einem Landsmann, und zwar Philipp Gurt, der in „Schattenkind“ das schwierige Thema Kindesmissbrauch behandelt. In Österreich platziert sich Bernhard Aichner mit seinen Krimis „Totenrausch“, „Totenhaus“ sowie „Totenfrau“ gleich dreifach in der Top 5. In Deutschland rangiert Jojo Moyes („Im Schatten das Licht“) zwar wie in Österreich ganz oben – aber auch hier erobern zwei nationale Titel die Top 5: Sebastian Fitzeks „AchtNacht“ und Klaus-Peter Wolfs „Ostfriesentod“.

Belgier hieven die Comic-Schreiber Merho (Flandern) und Hergé (Wallonien) an die Spitze, während Niederländer den Kinderbuchautor Jacques Vriens bevorzugen. In Italien kommt „Good Night Stories for Rebel Girls“, Francesca Cavallos und Elena Favillis Märchenbuch für starke Mädchen, am besten an. Spanier setzen auf ihre Topautoren Fernando Aramburo („Patria“) und Carlos Ruiz Zafón („Das Labyrinth der Lichter“); Polen lassen sich von Sexualwissenschaftlerin Michalina Wisłocka in die „Kunst der Liebe“ einführen.

Obgleich nicht ganz so omnipräsent wie E. L. James & Co., gibt es dennoch einige Bestsellerautoren, die in mehreren Länder-Hitlisten vertreten sind. Neben der bereits genannten Jojo Moyes zählen dazu Elena Ferrante („Neapolitanische Saga“, Plätze eins und zwei in Frankreich sowie drei und vier in der Schweiz) und Paula Hawkins („Girl on the Train“, Rang drei Belletristik in Frankreich und Belgien/Flandern).