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Tag: 16. September 2026

Schwimmstarter-Kitas: 50 pädagogische Fachkräfte weitergebildet

Große Nachfrage an Weiterbildungen für Wassergewöhnung

Schwerin – Die ersten vorsichtigen Versuche im kühlen Nass zu machen, sich an das Wasser zu gewöhnen und die Angst vor ihm zu verlieren – das ist das Ziel von „Schwimmstarter-Kitas“ in Mecklenburg-Vorpommern. Hier werden Erzieherinnen und Erzieher sowie weitere pädagogische Fachkräfte zu sogenannten Instruktorinnen bzw. Instruktoren für Wassergewöhnung ausgebildet. 50 von ihnen haben diese Ausbildung bereits absolviert. 17 weitere Beschäftigte folgen noch in diesem Jahr. Dank des 2024 gestarteten Modellprojektes erhalten Mädchen und Jungen im Vorschulalter durch ausgebildete Fachkräfte die Möglichkeit, das Wasser und das Schwimmen spielerisch kennenzulernen.

„Schwimmen, tauchen, springen – mit diesen Fähigkeiten können sich Kinder sicher im Wasser bewegen. Das ist in einem Bundesland mit vielen Seen und der Ostseeküste besonders wichtig. Umso mehr freue ich mich, dass wir die Fördermittel verdoppeln konnten“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Das Land hat die jährliche Förderung in diesem und im kommenden Jahr von zuvor 15.000 Euro auf jeweils 30.000 Euro erhöht. Dadurch können doppelt so viele Kindertageseinrichtungen bei diesem Projekt mitmachen. Für das Jahr 2026 ist die Förderung für 17 Einrichtungen bereits bewilligt. Für 2027 liegen derzeit 27 Anträge vor.

Zweimal jährlich bietet das Land in Kooperation mit der Stiftung „Deutschland Schwimmt“ die Weiterbildung zur/zum „Instruktorin/Instruktor – Wassergewöhnung“ an. Die Weiterbildung umfasst ein flexibles Selbststudium, ein Praxiswochenende und eine praktische Prüfung. Während ihrer Ausbildung lernen die pädagogischen Fachkräfte unter anderem, wie sie die Basiskompetenzen spielerisch vermitteln können, wie eine Musterstunde aufgebaut ist und wie sie mit Notfallsituationen im Wasser umgehen. Für die Fachkräfte ist die Ausbildung kostenlos.

Zusätzlich stellt das Bildungsministerium in Kooperation mit der Stiftung „Deutschland Schwimmt“ allen Kindertageseinrichtungen die Schwimmfibel „Das Wasser und ich!“ zur Verfügung. Die dort enthaltenen Übungen sind so konzipiert, dass sie von Eltern und Fachkräften sowohl im familiären Umfeld als auch im Schwimmbad umgesetzt werden können. Die Schwimmfibel ist auf dem Bildungsserver MV abrufbar.

Welttag der Patientensicherheit

„Sicherheit beginnt damit, Patientinnen und Patienten wirklich in den Mittelpunkt zu stellen“ / Modernes Landeskrankenhausgesetz stärkt Patientenrechte, Qualität und Sicherheit in den Kliniken

Schwerin – Was zählt, wenn Menschen im Krankenhaus besonders verletzlich sind? Nicht nur die richtige medizinische Behandlung, sondern auch ihre Würde, ihre Selbstbestimmung und das Recht, mit ihren Sorgen und Bedürfnissen gehört zu werden. Genau hier setzt Mecklenburg-Vorpommern mit dem neuen Landeskrankenhausgesetz an: Es stärkt die Patientenrechte und macht Beteiligung und Schutz zu einem festen Bestandteil der Krankenhausversorgung. Zum Welttag der Patientensicherheit am 17. September hat Gesundheitsministerin Stefanie Drese deshalb auf die neuen Regelungen des seit Ende Oktober 2025 geltenden Gesetzes hingewiesen.

„Unser neues Landeskrankenhausgesetz ist ein modernes Gesetz, weil es die Perspektive der Patientinnen und Patienten konsequent ins Zentrum stellt. Wer sich in die Obhut eines Krankenhauses begibt, soll dort nicht nur medizinisch gut versorgt werden. Die eigene Würde, Selbstbestimmung und die persönlichen Bedürfnisse müssen ebenso zählen“, sagte Drese.

Das Gesetz stärkt dafür ganz konkrete Rechte. So wird die Selbstbestimmung der Frau während der Geburt ausdrücklich berücksichtigt. Der Kinderschutz im Krankenhaus wird gestärkt. Menschen mit Behinderungen erhalten ein stärker abgesichertes Recht auf die Mitaufnahme einer Begleitperson. Und auch für Menschen am Lebensende schreibt das Gesetz eine Behandlung vor, die ihrer Würde entspricht und einen selbstbestimmten Abschied ermöglicht.

„Wir wollen eine Krankenhausversorgung, in der Menschen nicht auf ihre Diagnose oder ihre Behandlung reduziert werden. Es geht auch darum, ob jemand verstanden wird, ob die eigenen Bedürfnisse berücksichtigt werden und ob man Unterstützung bekommt, wenn man sie braucht“, so Drese. „Das ist für mich moderne Patientensicherheit.“

Eine wichtige Neuerung ist die Möglichkeit, unabhängige Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher einzusetzen. Landkreise und kreisfreie Städte können sie für die Krankenhäuser in ihrem Gebiet bestellen. Sie dürfen nicht beim Krankenhausträger beschäftigt sein und sind bei ihrer Tätigkeit keinen Weisungen unterworfen. Auf Wunsch nehmen sie Anregungen, Bitten und Beschwerden auf und können sich unmittelbar an die Krankenhausleitung oder andere zuständige Stellen wenden.

„Wenn es im Krankenhaus ein Problem gibt, darf niemand das Gefühl haben, allein dazustehen. Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher schaffen eine unabhängige und niedrigschwellige Anlaufstelle. Das stärkt die Rechte der Patientinnen und Patienten ganz praktisch“, sagte Drese.

Auch Qualität und Patientensicherheit werden verbindlicher in den Krankenhausstrukturen verankert. Jedes Krankenhaus muss mindestens eine Qualitätsbeauftragte oder einen Qualitätsbeauftragten bestellen. Zu den gesetzlichen Aufgaben gehört ausdrücklich die Weiterentwicklung der Qualitätssicherung und Patientensicherheit sowie die Information der Beschäftigten über geltende Qualitätsstandards. Auffällige Qualitätsergebnisse müssen zudem der zuständigen Behörde angezeigt werden.

„Patientensicherheit darf nicht erst dann zum Thema werden, wenn etwas schiefgegangen ist. Sie muss Bestandteil der täglichen Arbeit im Krankenhaus sein. Deshalb verbinden wir in Mecklenburg-Vorpommern mit unserem neuen Gesetz starke Patientenrechte mit verbindlichen Strukturen für Qualität und Sicherheit“, verdeutlichte Drese.

11 Millionen Euro für moderne Polizei in Sassnitz auf Rügen

Insel Rügen – In Sassnitz ist heute der symbolische Startschuss für den Neubau des Polizeireviers und der Kriminalkommissariat-Außenstelle gefallen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert rund 11 Millionen Euro in einen modernen, funktionalen und energieeffizienten Polizeistandort. Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue und Innenminister Christian Pegel setzten gemeinsam mit Bürgermeister Leon Kräusche, Heiko Miraß, parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg, Polizeidirektor Nils Rosada, Polizeiinspektionsleiter Rainer Dittschlag und Polizeirevierleiter Alexander Diekmann den symbolischen Spatenstich.

Der Neubau ist Teil des Landesbauprogramms „Sieben auf einen Streich“. Mit rund 95 Millionen Euro entstehen landesweit sieben neue Polizeigebäude. Die Neubauten schaffen zeitgemäße Arbeitsbedingungen für die Polizei und sichern gleichzeitig eine moderne und langfristig nutzbare Infrastruktur.

„Mit ,Sieben auf einen Streich‘ verbinden wir drei Dinge: Wir investieren in die Sicherheit unseres Landes, wir bauen nachhaltig und wir geben einen wichtigen Impuls für die heimische Bauwirtschaft. Gerade bei einem großen Bauprogramm wie diesem zeigt sich, was öffentliche Investitionen bewirken können: Von der Planung bis zur Ausführung profitieren Unternehmen und Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern. Dafür ist auch dieser Neubau in Sassnitz ein tolles Beispiel, denn rund 90 Prozent der bislang beauftragten Unternehmen stammen aus Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue.

„Mit dem heutigen Spatenstich geben wir den Startschuss für ein wichtiges Zukunftsprojekt in Sassnitz. Die Polizei ist ein unverzichtbarer Pfeiler unseres Rechtsstaates und sorgt Tag für Tag dafür, dass sich die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sicher fühlen können. Dafür braucht sie nicht nur engagierte und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch moderne, funktionale und zukunftsfähige Arbeitsbedingungen“, so Innenminister Christian Pegel und weiter: „Mit einer Gesamtinvestition von rund 11 Millionen Euro schaffen wir als Land hier die Voraussetzungen für ein neues Polizeirevier, das den Anforderungen an eine leistungsfähige Polizei gerecht wird. Eine gute Ausstattung und zeitgemäße Räumlichkeiten sind kein Selbstzweck: Sie stärken die Einsatzbereitschaft, erleichtern die tägliche Arbeit und kommen damit unmittelbar der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger zugute. Sassnitz erhält damit einen modernen Standort, der die Polizei vor Ort langfristig stärkt.“

Das neue Polizeirevier entsteht als dreigeschossiges Verwaltungsgebäude nach dem von der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung entwickelten „Modell Heringsdorf“. Auf diese Weise wird eine wirtschaftliche und flexible Bauweise ermöglicht. Die Grundrissstruktur kann an veränderte Anforderungen angepasst werden und macht das Gebäude damit auch langfristig nutzbar.

Bei der Planung spielt zudem die Energieeffizienz eine zentrale Rolle: Das Gebäude wird die Anforderungen an ein Effizienzgebäude 40 unterschreiten. Vorgesehen sind unter anderem eine Wärmepumpe, LED-Beleuchtung und eine Photovoltaikanlage. Damit wird der Neubau auf einen möglichst geringen Energieverbrauch und einen langfristig wirtschaftlichen Betrieb ausgerichtet.

Auf einer Bruttogrundfläche von rund 2.000 Quadratmetern entstehen unter anderem Räume für die Verwaltung des Polizeireviers, einen gesicherten Einsatzbereich mit Wache und Gewahrsam sowie Arbeits- und Spezialräume für die Kriminalkommissariat-Außenstelle. Auch ein barrierefreier Besucherbereich und ein gesicherter Polizeihof sind vorgesehen.

Die ersten Vorbereitungen für das Bauvorhaben in Sassnitz sind bereits abgeschlossen. Die Räumung und der Abbruch auf dem Grundstück sollen bis Ende November 2026 abgeschlossen sein. Im Januar 2027 beginnen die ersten Arbeiten zur Erschließung des Grundstücks. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Herbst 2029 vorgesehen.

Mit dem Bauprogramm „Sieben auf einen Streich“ nutzt das Land Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), um die Polizeiinfrastruktur an mehreren Standorten gleichzeitig zu modernisieren. Neben Sassnitz entstehen neue Polizeigebäude in Gadebusch, Ueckermünde, Friedland und Bad Doberan nach dem Vorbild in Heringsdorf. Für Güstrow und Waren werden individuelle Planungen umgesetzt.

Pflegesymposium an der Unimedizin Greifswald

„Pflege braucht Kompetenz – und den Mut, Verantwortung zu übernehmen“

Greifswald – Pflege ist mehr als die Umsetzung ärztlicher Anordnungen: Sie ist eine eigenständige Profession mit eigener Expertise und wachsender Verantwortung. Das betonte Gesundheits-Staatssekretärin Sylvia Grimm beim Pflegesymposium der Universitätsmedizin Greifswald, das in diesem Jahr gemeinsam mit der Universitätsmedizin Rostock ausgerichtet wurde. Unter dem Motto „Kompetenz trifft Haltung“ kamen Fachleute aus Wissenschaft, Lehre und Praxis zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen und neue Netzwerke zu knüpfen.

„Eine starke Pflege braucht nicht nur qualifizierte Fachkräfte, sondern auch mehr Möglichkeiten, ihre Kompetenz einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Wer pflegt, muss auch mitentscheiden können. Genau dahin muss sich die Pflegeprofession weiterentwickeln“, sagte Grimm.

Die Universitätsmedizin Greifswald (UMG) leiste dazu einen wichtigen Beitrag. Seit dem Wintersemester 2021/22 bietet die Universität den Bachelorstudiengang „Klinische Pflegewissenschaft“ an, der einen akademischen Abschluss und die Berufsqualifikation als Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann verbindet. 51 Studierende haben sich zuletzt für den Studiengang eingeschrieben – mehr als doppelt so viele wie im ersten Jahrgang. Darüber hinaus bietet die UMG zahlreiche staatlich anerkannte Weiterbildungen an, unter anderem in Intensivpflege und Anästhesie sowie seit Herbst 2025 auch in der Onkologie.

„Wir brauchen attraktive Bildungswege, wenn wir junge Menschen für den Pflegeberuf gewinnen und ihnen langfristige Perspektiven eröffnen wollen. Akademische Ausbildung, spezialisierte Weiterbildungen und neue Rollen in der Versorgung machen Pflege anspruchsvoller – und zugleich attraktiver“, so Grimm.

Mit Blick auf die anstehenden Veränderungen in der Pflege verwies die Staatssekretärin auch auf die geplante Pflegefachassistenzausbildung in Mecklenburg-Vorpommern. Das Land arbeite derzeit an der entsprechenden Umsetzungsverordnung. Ein klareres Rollenverständnis zwischen den unterschiedlichen Qualifikationsniveaus könne die Zusammenarbeit verbessern und damit auch die Versorgung stärken.

„Die Herausforderungen sind groß: Der Pflegebedarf steigt, gleichzeitig fehlen Fachkräfte. Wir werden diese Herausforderungen nicht lösen, indem wir Pflege nur verwalten. Wir müssen Kompetenzen weiterentwickeln, Verantwortung neu verteilen und gute Ideen schneller in die Praxis bringen“, sagte Grimm.

Das gemeinsame Pflegesymposium der Universitätsmedizin Greifswald und der Universitätsmedizin Rostock bot dafür ein breites Forum. Neben Fachvorträgen und Diskussionsformaten richteten sich Sessions gezielt an pflegepädagogische Expertinnen und Experten, Praxisanleitende, Lehrende in den Gesundheitsberufen sowie junge Pflegefachpersonen.

Interkulturelle Woche 2026 in Stralsund

„dafür!“ – für Vielfalt und ein gutes Miteinander  / 32 Veranstaltungen laden zu Begegnung, Austausch und gemeinsamem Erleben ein

Stralsund – Vom 16. September bis 14. Oktober findet in Stralsund die Interkulturelle Woche 2026 statt. Unter dem Motto „dafür!“ laden in unserer Hansestadt insgesamt 32 kunterbunte Veranstaltungen dazu ein, die Vielfalt der Hansestadt zu entdecken, neue Menschen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Das Motto steht für eine klare Haltung: für Demokratie, für Menschenrechte, für Vielfalt und für ein respektvolles Zusammenleben aller Menschen.

Organisiert wird die Interkulturelle Woche von der Migrationsbeauftragten der Hansestadt Stralsund, Anja Schmuck, gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus der Hansestadt.

„Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen und Einrichtungen diese Interkulturelle Woche mitgestalten, und lade alle Stralsunderinnen und Stralsunder herzlich ein, dabei zu sein“, sagt Anja Schmuck. „Das Programm ist so vielfältig wie die Menschen, die in unserer Hansestadt leben.“

Die Angebote reichen von kulturellen Veranstaltungen und Begegnungsformaten über Seminare, Workshops und Filme bis hin zu Mitmachangeboten – auch für Kinder und Jugendliche. Die meisten Veranstaltungen sind kostenfrei.

Zu den Highlights gehören unter anderem internationale Stadt- und Begegnungsfeste mit landestypischen kulinarischen Köstlichkeiten, der Blaulichttag der Polizei, kreative Mitmachangebote, ein Mahl- und Backtag im Zoo, interaktive Führungen im Museumshaus sowie Konzerte, spannende Seminare, Lesungen, Ausstellungen und Filmvorführungen.

Das vollständige Programm ist unter www.stralsund.de/ikw2026 zu finden. Programm-Flyer liegen zudem an verschiedenen Orten in der Stadt aus.

Die Interkulturelle Woche bietet viele Gelegenheiten, gemeinsam ein Zeichen zu setzen: dafür! – für ein respektvolles Miteinander in der weltoffenen Hansestadt Stralsund.

„Ein herzlicher Dank gilt allen Engagierten, die mit ihrem Einsatz und ihren Ideen dieses vielfältige und abwechslungsreiche Programm zur Interkulturellen Woche 2026 in Stralsund möglich machen“, so Anja-Isabelle Schmuck, Migrationsbeauftragte der Hansestadt Stralsund.