Menü Schließen

Tag: 18. September 2026

Bio-Landpartie: 57 Betriebe öffnen ihre Türen

Neustrelitz – Zur 19. BIO-Landpartie öffnen am morgigen Samstag, den 19.09. 2026, 57 Unternehmen und Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern ihre Türen. Besucherinnen und Besucher können dort und an vielen weiteren Orten erleben, wie ökologische Lebensmittel erzeugt, verarbeitet und regional vermarktet werden. Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus eröffnet als Schirmherr die landesweite Aktion auf dem Hof Dudziak in Neustrelitz; die Bio-Landpartie wird koordiniert vom BUND-Landesverband MV.

Ende März 2026 wurden rund 206.500 Hektar im Land ökologisch bewirtschaftet. Jeder 4. Landwirtschaftsbetrieb in MV ist biozertifiziert „Mir ist die kontinuierliche Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in unserem Land ein großes Anliegen. Die Bio–Branche steht vor enormen Herausforderungen, die sich den aktuellen Entwicklungen nicht verschließen will und darf, die aber auch weiterhin Möglichkeiten finden muss, am Markt bestehen zu können.“

Backhaus betont, dass für die weitere Entwicklung des Ökolandbaus nicht allein die Erzeugung entscheidend sei: „Bio funktioniert auf Dauer nur, wenn die gesamte Kette funktioniert. Wir brauchen Landwirte, Verarbeiter, Schlachter, Handel und Verbraucher, die zusammenfinden. Unser Ziel ist deshalb klar: Mehr von dem, was in Mecklenburg-Vorpommern erzeugt wird, soll auch hier verarbeitet, veredelt und vermarktet werden. So bleibt Wertschöpfung im Land.“

Eine konkrete Antwort ist die Grundsteinlegung am 15.09.2026 für den modernsten Geflügelschlachthof Europas in Severin bei Domsühl. „Gerade bei Fleisch zeigt sich, wie wichtig funktionierende regionale Ketten sind. Wer Tiere regional hält, braucht auch Möglichkeiten, sie möglichst regional zu schlachten und zu verarbeiten. Sonst entstehen lange Wege und ein wichtiger Teil der Wertschöpfung wandert ab. Deshalb wollen wir Erzeuger, Schlachtung, Verarbeitung und Vermarktung stärker miteinander vernetzen.“

Weitere Beispiele für regionale Verarbeitung und damit Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern sind die Bio-Eichenmühle in Stavenhagen, die Mecklenburger Biofleischveredlungs GmbH in Waren und die Gläserne Molkerei Dechow.

Um die Wertschöpfung im Land weiter zu verbessern und zu erhöhen fördert das Land das Netzwerk „Bioregionale Wertschöpfung in MV“EU und Land unterstützen den Aufbau über vier Jahre mit 422.500 Euro, weitere 77.500 Euro kommen von der Stiftung NUE. „Inhaltliche Schwerpunkte sind unter anderem die Außer-Haus-Verpflegung, Leguminosen und Spezialkulturen, dezentrale Lagerkapazitäten für Bio-Getreide sowie ausdrücklich mobile Schlachtung und regionale Fleischverarbeitung. Mit Modellprojekten sollen Antworten für zukünftige weitere Wertschöpfung in der Region gegeben werden.

Ein zweites Netzwerk stärkt seit Juni 2026 die Solidarische Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Bis 2029 stehen dafür 200.000 Euro aus EU- und Landesmitteln zur Verfügung. Die solidarische Landwirtschaft ist eine besondere Vermarktungsform und basiert auf gemeinsamem Wirtschaften, Organisieren und Finanzieren durch Landwirte und Verbraucher.

Backhaus abschließend: „Wir müssen weg vom Denken in einzelnen Gliedern und die ganze Wertschöpfungskette sehen. Gute Lebensmittel brauchen starke Betriebe – aber ebenso Schlachtung, Verarbeitung und Absatz. Genau dafür sind Netzwerke so wichtig: Sie bringen die richtigen Partner zusammen und schaffen aus regionaler Erzeugung auch regionale Wertschöpfung.“

Wie regionale Kreisläufe praktisch funktionieren, zeigt der Hof Dudziak, auf dem die diesjährige Bio-Landpartie am 19.09.2026 um 10:00 Uhr eröffnet wird. Der Betrieb bewirtschaftet mehr als 500 Hektar und hält unter anderem Rinder, Schweine und Geflügel. Eigene Erzeugnisse werden über Hofladen und Verkaufswagen vermarktet.

Startup Factory MV: Land fördert Innovations- und Gründungsplattform

Dr. Wolfgang Blank: „Die Startup Factory MV soll landesweit Gründerinnen und Gründer von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Unternehmen unterstützen“

Rostock – Wirtschaftsminister Dr. Wolf­gang Blank hat heute in Rostock einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro übergeben. Mit der Förderung unterstützt das Land den Aufbau und Betrieb der Startup Factory Mecklenburg-Vorpommern.

„Mecklenburg-Vorpommern hat starke Hochschulen, Forschungseinrichtungen und innovative Unternehmen. Wir wollen noch besser darin werden, aus guten Ideen erfolg­reiche Unternehmen und neue, gut bezahlte Arbeitsplätze zu machen. Die Startup Factory bringt dafür Wissenschaft, Wirt­schaft und Kapital zusammen und unterstützt Gründerinnen und Gründer von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Unter­nehmen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank.

Die Startup Factory soll als landesweite Innovations- und Gründungsplattform insbesondere wissenschaftsbasierte und technologieorientierte Gründungen unterstützen. Vorgesehen sind Programme von der Ideengenerierung und Unter­nehmensgründung bis hin zu Wachstum und Internationa­lisierung. Schwerpunkte liegen in den Bereichen GreenTech, Blue Economy, Life Sciences, Engineering und Digitalisierung.

„Wir wollen noch mehr innovative Gründungen in Mecklen­burg-Vorpommern und bessere Bedingungen dafür schaffen, dass junge Unternehmen hier wachsen können. Dazu gehö­ren starke Netzwerke, Zugang zu Kapital und eine professio­nelle Begleitung. Genau hier setzt die Startup Factory an“, so Blank.

Die Förderung umfasst unter anderem Personalausgaben für die Betreuung von Start-ups, Programme zur Gründungs­förderung sowie Netzwerk- und Innovationsaktivitäten. Das Gesamtvolumen des Vorhabens beträgt rund 9 Millionen Euro. Das Land fördert das Vorhaben mit 50 Prozent bezie­hungsweise rund 4,5 Millionen Euro aus Mitteln der Gemein­schaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschafts­struktur“ (GRW). Der Eigen-Anteil an der Startup Factory in Höhe von rund 4,6 Millionen Euro wird von der Mittelstän­dischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern sowie von den Beteiligungsgesellschaften der Ostsee Spar­kasse Rostock und der Sparkasse Vorpommern finanziert.

Am 20. September ist Weltkindertag

Schutz, Gesundheit und Beteiligung: Mecklenburg-Vorpommern stärkt Jugendbeteiligung – erstmals dürfen 16- und 17-Jährige bei der Landtagswahl mitentscheiden

Schwerin – Kinderrechte sind mehr als der Schutz vor Gewalt. Sie bedeuten auch, sicher, gesund und gut aufzuwachsen, Unterstützung zu bekommen und mitreden zu können. Darauf weist Sozial- und Jugendministerin Stefanie Drese anlässlich des Weltkindertages am 20. September hin.

„Kinderrechte beginnen nicht erst, wenn etwas schiefgeht. Sie bedeuten, Kindern von Anfang an gute Bedingungen für ihr Aufwachsen zu geben, sie zu schützen, wenn sie Hilfe brauchen, und ihre Stimme ernst zu nehmen“, sagte Drese. „Kinderschutz, Gesundheitsförderung und Beteiligung gehören für mich deshalb zusammen.“

Mit dem neuen Kinderschutzgesetz hat Mecklenburg-Vorpommern erstmals ein eigenes Landesgesetz geschaffen und Prävention, fachübergreifende Zusammenarbeit sowie die Qualifizierung von Fachkräften gestärkt. Hinzu kommen die Rückübertragung des Landesjugendamtes in die Landesverwaltung und die neue Zentrale Stelle Kinderschutz. Angebote wie die Kinderschutz-Hotline, das Childhood-Haus und die Kontaktstelle Kinderschutz wurden fortgeführt und ausgebaut. „Kinderschutz braucht verlässliche Strukturen, gut ausgebildete Fachkräfte und kurze Wege, wenn Kinder oder Familien Unterstützung brauchen“, so Drese.

Für Familien gibt es zudem ein Netz niedrigschwelliger Hilfen – von den Frühen Hilfen und Familienhebammen bis zu inzwischen zehn Kinder- und Familienzentren. Mit KipsFam werden Kinder und Jugendliche aus Familien mit psychischen oder Suchterkrankungen unterstützt.

Auch ein gesundes Aufwachsen ist ein Kinderrecht. Die Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention setzt deshalb Schwerpunkte bei Bewegung, psychischer Gesundheit, Suchtprävention und Gesundheitskompetenz. „Kinder brauchen Bewegung, verlässliche Beziehungen und Unterstützung, wenn es ihnen nicht gut geht. Deshalb setzen wir früh an, um Familien, Kitas, Schulen und Fachkräfte zu stärken“, sagte Drese.

Zum Kinderrecht auf Beteiligung gibt es in Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls einen aktuellen Anlass: Am Sonntag dürfen bei der Landtagswahl erstmals 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Das Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz stärkt darüber hinaus die Mitsprache junger Menschen auf kommunaler Ebene und verpflichtet dazu, sie bei Planungen und Vorhaben zu beteiligen, die ihre Interessen berühren.

„Mit 16 bei einer Landtagswahl wählen zu dürfen, ist ein starkes Zeichen: Junge Menschen sind nicht nur die Zukunft unseres Landes, sondern Teil unserer Gesellschaft – mit eigenen Rechten und eigenen Vorstellungen“, sagte Drese. „Wenn junge Menschen etwas betrifft, müssen wir ihnen zuhören und ihnen echte Möglichkeiten geben, Einfluss zu nehmen.“

Mit zusätzlichen Fördermitteln für demokratische Jugendarbeit unterstützt das Land 2026 und 2027 außerdem Jugendverbände, Beteiligungsnetzwerke und weitere Projekte, die demokratische Teilhabe junger Menschen stärken.

„Starke Kinder brauchen Schutz, Chancen und eine Stimme. Genau darum geht es am Weltkindertag – und genau daran müssen wir jeden Tag arbeiten“, so Drese.

Land fördert Entwicklungsplan für den Zoologischen Garten

Dr. Wolfgang Blank: „Wir stärken den Rostocker Zoo als ganzjähriges Ausflugsziel für Jung und Alt“

Rostock – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat einen Zuwen­dungsbescheid in Höhe von rund 150.000 Euro an den Rostocker Zoo übergeben. Gefördert wird die Erstellung eines Masterplans für die Weiterentwick­lung des Zoologischen Gar­tens. Die Gesamtausgaben be­tragen rund 200.000 Euro. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Ver­besserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

„Der Rostocker Zoo ist ein Anziehungspunkt für Urlauber, Tagesgäste und Familien. Mit dem Masterplan schaffen wir die Grundlage, um den Zoo als ganzjähriges Angebot weiter zu stärken und zukünftige Investitionen gezielt vorzubereiten. Das macht Rostock auch außerhalb der Hauptsaison als Aus­flugs- und Urlaubsziel noch attraktiver. Davon profitieren ebenso die Gastronomie, das Gastgewerbe und weitere Unternehmen in der Region“, sagte Minister Dr. Blank.

Der Masterplan soll Konzepte und Strategien für die weitere Entwicklung des Zoologischen Garten bündeln. Dazu gehören Kosten-Nutzen-Analysen sowie mögliche Zeitrahmen für erfor­derliche Maßnahmen und künftige Projekte. Ziel ist es, vor­handene Konzeptideen und notwendige Maßnahmenpakete in umsetzbare Planungs- und Bauvorhaben zu überführen.

„Mit einer vorausschauenden Planung ermöglichen wir die verfügbaren Mittel wirksam einzusetzen. Der Masterplan soll aufzeigen, welche Vorhaben den Zoo weiter voranbringen und in welchen Schritten sie umgesetzt werden können. Damit wird aus guten Ideen eine konkrete Perspektive für die Zukunft“, so Minister Dr. Blank.

Berufswahl-SIEGEL: 13 Schulen ausgezeichnet

Oldenburg: Eine gute Berufliche Orientierung eröffnet jungen Menschen Perspektiven

Schwerin – Wie gelingt der Übergang von der Schule in die Ausbildung, in das Studium und in den Beruf? 13 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern zeigen mit ihren Konzepten und Angeboten, wie Schülerinnen und Schüler frühzeitig Orientierung erhalten und praxisnah Einblicke in die Arbeitswelt gewinnen können. Für ihr besonderes Engagement in der Beruflichen Orientierung sind sie in dieser Woche mit dem Berufswahl-SIEGEL ausgezeichnet worden. Sieben Schulen haben das Siegel bereits zum vierten Mal erhalten.

„Eine gute Berufliche Orientierung eröffnet jungen Menschen Perspektiven und hilft ihnen dabei, eigene Interessen, Fähigkeiten und berufliche Möglichkeiten zu entdecken. Die ausgezeichneten Schulen zeigen, wie vielfältig und praxisnah diese Aufgabe gestaltet werden kann“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Mein Dank gilt den Lehrkräften, Schulleitungen, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern sowie außerschulischen Partnern, die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg begleiten und ihnen die Türen zur Arbeitswelt öffnen.“

Das Berufswahl-SIEGEL zeichnet Schulen aus, die sich in besonderer Weise für die Berufliche Orientierung ihrer Schülerinnen und Schüler einsetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem vielfältige Angebote zur Berufs- und Studienorientierung, praxisnahe Erfahrungen sowie Kooperationen mit Unternehmen, Institutionen und weiteren Partnern außerhalb der Schule.

„Berufliche Orientierung gelingt dann besonders gut, wenn Schule und Arbeitswelt eng miteinander verbunden sind. Praktika, Betriebserkundungen, Gespräche mit Auszubildenden oder die Zusammenarbeit mit Unternehmen eröffnen Wege in den Beruf und stellen erste wichtige Kontakte her“, so die Bildungsministerin weiter. „Die Schulen mit Berufswahl-SIEGEL zeigen, dass Schülerinnen und Schüler von solchen Erfahrungen profitieren und dadurch ihre eigenen Entscheidungen zielgerichteter treffen können.“

Sieben der ausgezeichneten Schulen haben das Siegel bereits zum vierten Mal erhalten. „Das ist ein starkes Zeichen für die Kontinuität ihrer Arbeit. Sie gehören damit zu den Schulen, die seit Beginn der Auszeichnung im Jahr 2013 dabei sind“, sagte Oldenburg. „Berufliche Orientierung ist keine einzelne Veranstaltung, sondern ein Prozess, der junge Menschen über mehrere Jahre hinweg begleitet. Dafür braucht es engagierte Schulen und verlässliche Partnerschaften.“

Neben den rezertifizierten Schulen sind in diesem Jahr auch Schulen zum ersten Mal mit dem Berufswahl-SIEGEL ausgezeichnet worden. „Ich gratuliere allen 13 Schulen zu dieser Auszeichnung. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Schülerinnen und Schüler Perspektiven entwickeln und gezielter den Beruf ergreifen, der am besten ihren Neigungen entspricht“, so die Bildungsministerin.

Diese Schulen wurden 2026 mit dem Berufswahl-SIEGEL MV ausgezeichnet:

  • Regionale Schule mit Grundschule „Martha Müller-Grählert“ Franzburg (3. Zertifizierung)
  • Integrierte Gesamtschule „Erwin Fischer“ Greifswald (4. Zertifizierung)
  • Regionale Schule mit Grundschule „Prof. Gustav Pflugradt“ Niepars (4. Zertifizierung)
  • GodeWind Schule Rostock – Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen (4. Zertifizierung)
  • ecolea – Internationale Schule Güstrow (2. Zertifizierung)
  • Kooperative Gesamtschule mit Grundschule RecknitzCampus Laage (Erstzertifizierung)
  • John-Brinckman-Gymnasium Güstrow (Erstzertifizierung)
  • Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg (4. Zertifizierung)
  • Gymnasium Carolinum Neustrelitz (3. Zertifizierung)
  • Gymnasiales Schulzentrum „Fritz Reuter“ Dömitz (4. Zertifizierung)
  • Gymnasium Am Sonnenkamp Neukloster (4. Zertifizierung)
  • Neumühler Schule Schwerin (4. Zertifizierung)
  • Niels-Stensen-Schule Schwerin (3. Zertifizierung)

Das Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg und die Niels-Stensen-Schule Schwerin werden am Nachmittag auf dem 12. bundesweiten Netzwerktag des Berufswahl-SIEGEL-Netzwerks in Berlin als Botschafterschule ausgezeichnet.

500.000 Euro für das Gesundheitsland M-V

Neues Projekt soll gute Gesundheitsangebote besser zusammenbringen und besonders Menschen im ländlichen Raum erreichen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern ist Gesundheitsland – und das ist auch wirtschaftlich messbar: Rund 152.000 Menschen arbeiten in der Gesundheitswirtschaft des Landes. Im Jahr 2023 steuerte die Gesundheitswirtschaft 7,8 Milliarden Euro zur Wirtschaftsleistung Mecklenburg-Vorpommerns bei – das entspricht einem Anteil von 14,3 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung des Landes. Diese Stärke soll künftig noch stärker für die Gesundheit der Menschen genutzt werden. Das Gesundheitsministerium fördert deshalb ein neues Projekt bei der BioCon Valley® GmbH mit insgesamt 500.000 Euro.

„Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern eine starke Gesundheitswirtschaft. Jetzt wollen wir noch besser nutzen, was daraus für die Gesundheit der Menschen entstehen kann“, sagte Gesundheitsministerin Stefanie Drese. „Wenn Unternehmen, Kommunen und Akteure der Prävention enger zusammenarbeiten, können gute Ideen schneller in die Fläche kommen – gerade dort, wo Menschen nicht auf ein dichtes Netz von Angeboten zurückgreifen können.“

Genau hier setzt das neue Projekt an. Unternehmen der Gesundheitswirtschaft, Kommunen, Sport, Suchtprävention, Gesundheitsförderung und weitere Fachpartner sollen dauerhaft miteinander vernetzt werden. Gute Ideen sollen schneller zusammenfinden, innovative Projekte etwa zu Bewegung, psychischer Gesundheit, Suchtprävention und Gesundheitskompetenz auf den Weg gebracht und bei der Suche nach Fördermitteln unterstützt werden. Auch bestehende Angebote sollen für die Menschen besser auffindbar werden. Mindestens 30 neue Präventionsangebote sollen dafür in einem landesweiten Präventionskompass erfasst werden.

„Wir haben viele gute Angebote und engagierte Akteure im Land. Was manchmal fehlt, ist der kurze Weg zueinander. Genau diesen Weg wollen wir schaffen“, so Drese. „Aus vielen guten Einzelideen soll mehr gemeinsame Wirkung entstehen.“

Besonders wichtig ist das für ländliche und strukturschwache Regionen. Denn Prävention wirkt nur, wenn die Angebote die Menschen tatsächlich erreichen. Das Projekt soll deshalb auch Kommunen bei der Entwicklung eigener Vorhaben unterstützen, Fördermöglichkeiten erschließen und erfolgreiche Ansätze aus Mecklenburg-Vorpommern sowie aus dem Ostseeraum und anderen Ländern miteinander verbinden.

„Gesundheit darf keine Frage des Wohnortes sein. Gerade in einem Flächenland müssen wir deshalb dafür sorgen, dass gute Prävention nicht nur dort stattfindet, wo ohnehin viele Angebote vorhanden sind“, sagte Drese. „Wir wollen die vorhandenen Kräfte im ganzen Land besser miteinander verbinden und so die Gesundheitschancen der Menschen stärken.“

Drese: „Jede verhinderte Erkrankung ist ein Gewinn – für den einzelnen Menschen und für unser Land. Prävention ist deshalb kein Zusatz, sondern ein wichtiger Teil unserer Gesundheitsstrategie.“

Das Projekt „Koordinierung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention an der Schnittstelle zur Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ läuft von September 2026 bis Ende Dezember 2027. Es setzt die Landesstrategie für Gesundheitsförderung und Prävention im Zusammenspiel mit dem Masterplan Gesundheitswirtschaft MV 2030 um. Zu den Kooperationspartnern gehören unter anderem die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung MV, der Landessportbund MV, die Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung, kommunale Akteure sowie Unternehmen der Gesundheitswirtschaft.