Strandzugänge modernisiert

Schulte: Gäste und Anwohner kommen jetzt sicher und bequem an die Wasserkante

Zingst – Wirtschafts- und Tourismusstaatssekretär Jochen Schulte hat am Mittwoch im Ostseeheilbad Zingst die modernisierten Strandzu- und -abgänge offiziell eingeweiht.

„Die Modernisierung der Strandzugänge zusammen mit dem Ausbau des Deichkronenweges sind für die Region ein wichtiger touristischer Schritt. Kleinere Restarbeiten stehen noch aus. Dennoch sind mit dem Abschluss der Baumaßnahmen alle in der Gemeinde befindlichen Strandzugänge bis nach Prerow komplett erneuert und ausgebaut worden. So können Gäste und Anwohner des Ostseeheilbades Zingst sicher und bequem an die Wasserkante gelangen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte vor Ort.

Das Bauvorhaben umfasste unter anderem den Neubau der Deichtreppen, die Modernisierung der einzelnen Strandabgänge sowie die Ausstattung des gesamten Bereichs mit einheitlichem modernem Mobiliar wie beispielsweise Bänken, Papierkörben und Fahrradständern. Zudem wurden die Asphaltoberfläche des Deichkronenweges sowie die Deichzufahrten erneuert. Die Gesamtinvestition für die Maßnahmen beträgt rund 2,44 Millionen Euro.

„Das gesamte Vorhaben ist dank der engagierten Zusammenarbeit aller Beteiligten in kurzer Zeit umgesetzt worden. Von den Genehmigungsbehörden über die Gemeinde bis hin zu den bauausführenden Unternehmen haben alle an einem Strang gezogen. In Kombination mit dem Neubau der Uferpromenade und der Errichtung barrierefreier Strandzugänge in Zingst sind optimale Bedingungen für Spaziergänge im Ostseebad entstanden“, sagte Schulte.

In der Gemeinde Ostseeheilbad Zingst sind seit dem Jahr 1991 zudem weitere 25 touristische Infrastrukturmaßnahmen durch das Wirtschaftsministerium in Höhe von knapp 16 Millionen Euro unterstützt worden.

Die Gesamtinvestitionssumme betrug rund 24 Millionen Euro. Dabei handelte es sich unter anderem um die Erweiterung der Zingster Kinderwelt, den Bau des gebührenfreien Parkplatzes „Zur Wellenwiese“ sowie den Neubau der Uferpromenade.

Iberdrola – Spatenstich im Port Mukran

Die beiden Offshore Windparks Baltic Eagle und Windanker werden künftig wie bereits der Offshore Windpark Wikinger von Sassnitz auf Rügen betrieben

Insel Rügen – Iberdrola hat heute im Fährhafen Sassnitz/Port Mukran feierlich den Spatenstich für das zweite Betriebsgebäude der Offshore Windparks Baltic Eagle und Windanker gesetzt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern Jochen Schulte mit Frank Kracht, dem Bürgermeister von Sassnitz, und in Anwesenheit geladener Branchengäste begangen.

Iris Stempfle, Geschäftsführerin von Iberdrola in Deutschland, äußerte dazu: „Wir fühlen uns zu Hause in Sassnitz und Mecklenburg-Vorpommern. Mit dem Bau des zweiten Betriebsgebäudes für unseren Baltic Hub und einer durchschnittlichen Laufzeit von 25 Jahren von Offshore Windparks bekennen wir uns also bis zur Mitte des Jahrhunderts zum Standort und sichern so wertvolle Arbeitsplätze in der Region.“

Der Bau des neuen Betriebsgebäudes bedeutet einen weiteren Schritt für das dauerhafte Engagement des Unternehmens auf Rügen und in Mecklenburg-Vorpommern. Iberdrola produziert mit seinen drei Windparkprojekten (Wikinger in Betrieb mit 350 MW, Baltic Eagle im Bau mit 476 MW, Windanker in Planung mit 300 MW) mindestens bis ins Jahr 2051 vor der Insel Rügen grünen Strom für die deutsche Energiewende.

Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, betonte: „Die Errichtung einer weiteren Betriebsstätte ist das klare Bekenntnis des Unternehmens für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Das Unternehmen baut durch das Engagement die regionale Wertschöpfung aus. Es wird in dem zukunftsweisenden Feld der erneuerbaren Energien weiter investiert. Offshore-Windenergie ist dabei ein wichtiger Baustein zur Erreichung der Klimaneutralitätsziele und für den Aufbau einer klimaneutralen Wasserstoffwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem Meer weht der Wind stärker und kontinuierlicher als an Land – das macht Offshore-Windenergie nahezu grundlastfähig. Jeder Offshore-Windpark erhöht unsere Energieversorgungssicherheit. Darüber hinaus machen wir uns unabhängiger von Dritten.“

Frank Kracht, der Bürgermeister von Sassnitz, sagte: „Als Bürgermeister freue ich mich über die Entscheidung von Iberdrola, ein zweites Betriebsgebäude zu errichten. Für uns auf der Insel Rügen sind saisonunabhängige Arbeitsplätze wichtig, um jungen Menschen eine Perspektive bieten zu können.“

Von dem neuen Gebäude werden künftig gleich zwei weitere Offshore Windparks betrieben, überwacht und gewartet. Baltic Eagle hat erst kürzlich den Planfeststellungsbeschluss des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie erhalten und soll 2024 in Betrieb gehen. Für den geplanten Windpark Windanker wurde im November 2021 erfolgreich das Eintrittsrecht für die vom eigenen Tochterunternehmen Windanker GmbH vorentwickelte Fläche O-1.3 ausgeübt. Das Projekt wird 2026 abgeschlossen.

Insgesamt wird der Baltic Hub bis 2026 über eine installierte Leistung von mehr als 1,1 GW verfügen und Gesamtinvestitionen von rund 3,5 Milliarden Euro auslösen. Dabei wird allein Baltic Eagle Emissionen von etwa 800.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden und zirka 475.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen. Das entspricht über 50 % der privaten Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern. Zusammengenommen kann der Baltic Hub dann ab 2026 über 1,1 Millionen Haushalte in Deutschland mit Strom versorgen. Das entspricht in etwa dem gesamten Energiebedarf der Privathaushalte in Mecklenburg-Vorpommern.

Iberdrola ist ein weltweit führendes Energieunternehmen, die Nummer eins bei der Erzeugung von Windenergie und gemessen an der Marktkapitalisierung einer der größten Stromversorger der Welt. Die Gruppe liefert Energie an fast 100 Millionen Menschen in Dutzenden von Ländern, darunter Spanien, Deutschland, Großbritannien, die Vereinigten Staaten, Brasilien, Mexiko, Portugal, Italien, Frankreich, Australien sowie Griechenland und ist ebenfalls als Innovationstreiber auf weiteren Märkten wie Japan, Irland, Schweden und Polen präsent. Mit mehr als 38.000 Mitarbeitern und einem Vermögen von mehr als 141 Milliarden Euro erwirtschaftete das Unternehmen im Jahr 2021 einen Umsatz von 39 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von über 3,8 Milliarden Euro.

Das Unternehmen trägt zum Erhalt von 400.000 Arbeitsplätzen entlang seiner Lieferkette bei, mit einem jährlichen Beschaffungsvolumen von 14 Milliarden Euro. Als Vorreiter im Kampf gegen den Klimawandel hat das Unternehmen in den letzten zwei Jahrzehnten mehr als 120 Milliarden Euro in den Aufbau eines nachhaltigen Energiemodells investiert, das auf strengen Umwelt-, Sozial- und Governance-Prinzipien (ESG) basiert. Zusätzlich setzt sich Iberdrola aktiv für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung ein.

Kostenfreie Welterbe-Stadtführung

Stralsund – Im Jubiläumsjahr „20 Jahre Welterbe Stralsund und Wismar“ bietet die Tourismuszentrale Stralsund eine kostenfreie Welterbe-Stadtführung von Mai bis Oktober immer samstags um 14:00 Uhr an.

Die Gästeführer nehmen alle Welterbe-Fans und diejenigen, die es werden wollen, mit auf eine lebendige Zeitreise durch die von der UNESCO im Jahre 2002 zum Welterbe erklärten Altstadtinsel und besuchen neben imposanten Gebäuden verschiedener Epochen auch die Welterbe-Ausstellung und das kunsthistorische Kleinod, den Hackertschen Tapetensaal, im Olthofschen Palais in der Ossenreyerstraße 1.

Eine Anmeldung für die Welterbe-Stadtführung ist erforderlich unter www.stralsundtourismus.de.  Treffpunkt ist immer 15 Minuten vor Führungsbeginn vor der Tourismuszentrale am Alten Markt.

Gingster Turner glänzen in Berlin

MV-Landessieger landen im Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ auf Platz 6

Insel Rügen – Die extra Übungseinheiten im Trainingslager der Gingster Turner haben sich gelohnt. Bei dem Bundeswettbewerb „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ erkämpften sich fünf Gingster Schüler mit ihrer Trainerin Birgit Eicke einen 6. Platz. Die Sportlehrerin und zugleich Wettkampfleiterin in der Schöneberger Turnhalle strahlt zufrieden. „Das erste Mal überhaupt nahm eine Jungenmannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern am Bundesfinale teil“, sagt sie nach dem spannenden Wettbewerb, „und dann erreichen wir auf Anhieb eine solche Platzierung.“

Die Gingster Turner mit ihrer Trainerin Birgit Eicke (rechts im Bild) holen bei „Jugend trainiert für Olympia“ einen 6. Platz für MV. Foto: privat

Die Gingster Turner mit ihrer Trainerin Birgit Eicke (rechts im Bild) holen bei „Jugend trainiert für Olympia“ einen 6. Platz für MV. Foto: privat

Insgesamt waren 278 Mannschaften aus allen Bundesländern angereist, um nach einer fast dreijährigen Pause wieder live und in Farbe im begehrten Bundesfinale die sportlichen Sieger in ganz unterschiedlichen olympischen und paralympischen Disziplinen zu ermitteln. Die Insulaner gehörten zu den gut 2.300 Sportlern, die in die Hauptstadt eingeladen wurden. Sie hatten sich bei dem MV-Landeswettbewerb als Turnsieger dafür qualifiziert, genügend Motivation im Vorfeld gesammelt und viel Power im Gepäck, um nach Gold zu greifen.

Fion Raben, Alexander Schulze, Felix Schwarzer, Jennifer Lewandowski und Leonie Heidenreich wuchsen an dem Entscheidungstag über sich hinaus, erinnert sich Sportlehrerkollege Marc Burmeister. „Die Stärke der Mannschaft lag vor allem bei den Sonderprüfungen“, erklärt er und hat dabei zwei Beispiele im Kopf. Beim Staffellauf liefen sie als viertschnellstes Team aller teilnehmenden Schulen ins Ziel. Und Felix Schwarzer glänzte beim Standweitsprung. Nach drei fließenden, hintereinander ausgeführten Sprüngen schaffte er einen Satz von sieben Metern und war damit der beste Springer in dieser Wettkampfklasse.

„Das Mitfiebern hat sich für uns gelohnt“, meint André Farin, der Vorsitzende des Gingster Schul- und Sportvereins. Zusammen mit der Sparkasse Vorpommern, der Apotheke Gingst, dem C+C Großhandel und der Familie Lewandowski hat der Förderverein das Sportprojekt unterstützt. „Wir sind auf die Fortsetzung gespannt“, sagt er und schmiedet mit seinen Vereinsmitgliedern die nächsten Pläne für die talentierten Turner der Gingster Schule.

Museumstag im Fischerei- und Hafenmuseum

Insel Rügen – Das Fischerei- und Hafenmuseum Sassnitz beteiligt sich am Internationalen Museumstag. Am 15. Mai 2022 erhalten Besucherinnen und Besucher freien Eintritt zu den Museumsräumen sowie für den Museumskutter „Havel“. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Museums wird im Rahmen des Aktionstages außerdem eine neue Sonderausstellung eröffnet.

AK_Ansicht_W_ @ Maren_Melzow

Sie gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Fischerei- und Hafenmuseums Sassnitz nach dem geplanten Umzug in das Alte Kühlhaus im Stadthafen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen insbesondere die Visualisierungen der Künstlerin Marlen Melzow. Darüber hinaus informieren ein Stand des Fördervereins sowie ehemalige Hochseefischer vor dem Museum über die Geschichte des Standorts.

Begleitet wird der Museumstag durch eine musikalische Darbietung des deutsch-finnischen Trios BELTANGO. Die drei Musikerinnen spielen mit Klarinette, Cello und Akkordeon finnischen Tango. Als Bühne dient ihnen dabei das Deck der „Havel“. Der Museumstag dauert von 10 bis 17 Uhr, der erste Auftritt von BELTANGO beginnt um 10.30 Uhr.

Der Stadthafen Sassnitz präsentiert sich als eine attraktive Mischung aus Fischerei- und Tourismushafen. Wasserwanderer, die mit ihren Booten hier anlegen, erwartet eine Marina, die den höchstmöglichen Komfort bietet. Über kurze Wege erreicht man Schiffsausrüster, Segelmacher, Bunkerstation, Einkaufsmöglichkeiten sowie Gaststätten, die alle direkt im Stadthafen ansässig sind. In zwei Bäckereien werden frische Backwarenangeboten, auf ehemaligen Fischkuttern Räucherfisch und Fischbrötchen. Museen, Kunsthandwerker und lokale Händler bieten Kultur, Kunst und Kulinarisches aus der Region.

Operation „Schneller Adler“

Sassnitz-Mukran: Schauplatz der Operation „Schneller Adler“

Insel Rügen – Deutsche und niederländische Spezialkräfte führen seit dem 2. Mai in Mecklenburg-Vorpommern die Übung „Schneller Adler“ zur Evakuierung von gefährdeten Personen aus Krisenländern durch. Am 6. und 7. Mai wird der Standort Sassnitz im Rahmen einer „Schnellen Seeevakuierung“ ebenfalls Schauplatz der Übung sein.

Eine Woche lang operieren die Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland und den Niederlanden gemeinsam, um auch die Abstimmung zwischen den Verbündeten weiter zu verbessern. Ziel der Übung ist es, verschiedene Rettungsszenarien zu Lande, zu Wasser und aus der Luft zu proben, um Staatsangehörige im Ernstfall schnell aus Krisenregionen evakuieren zu können. Erkenntnisse aus der Rettungsmission in Afghanistan aus dem Jahr 2021 fließen ebenfalls mit ein.

Der Standort Sassnitz ist für alle im Ostseeraum operierenden Schiffsklassen fahrbar und bietet darüber hinaus einen direkten Zugang zur offenen See. Dies macht ihn zu einem idealen Schauplatz der Bundeswehrübung „Schneller Adler“. ©Bundeswehr

Der Standort Sassnitz ist für alle im Ostseeraum operierenden Schiffsklassen fahrbar und bietet darüber hinaus einen direkten Zugang zur offenen See. Dies macht ihn zu einem idealen Schauplatz der Bundeswehrübung „Schneller Adler“. ©Bundeswehr

Der Standort Sassnitz bietet sich dank seiner guten Infrastruktur als idealer Übungsplatz an. Den Einsatzkräften stehen weitreichende Flächen und funktionale Gebäude für die verschiedensten Szenarien zur Verfügung. Der Standort ist zudem für alle im Ostseeraum operierenden Schiffsklassen fahrbar und bietet darüber hinaus einen direkten Zugang zur offenen See.

„In Zeiten weltweit zunehmender Krisenherde sind Übungsmissionen wie „Schneller Adler“ für die Einsatzfähigkeit unserer Bundeswehr von hoher Bedeutung. Die Vergangenheit hat gezeigt, wie schnell der Einsatz der „Division Schnelle Kräfte“ von Nöten sein kann. Selbstverständlich unterstützen wir als Stadt und Standort diese Übung mit allen notwendigen Ressourcen. Dank der vielfältigen und guten Infrastruktur finden die Soldatinnen und Soldaten eine Vielzahl an unterschiedlichen Einsatzbedingungen, welche sie auf kommende Aufgaben vorbereitet“, so Frank Kracht, Bürgermeister der Stadt Sassnitz, am Rande der Übung.

Bereits im Jahr 2020 hat der Standort sich als Stützpunkt für Versorgungs- und Evakuierungsmissionen von und ins Baltikum verdient gemacht. So wurden im Zuge der Grenzschließungen auf Grund von Corona, gestrandete Geschäftsleute und Touristen in ihre Heimat zurückgebracht und Angestellte estnischer Firmen unter Umgehung der Landesgrenzen aus Mitteleuropa zurückgeholt.

Die Stadt Sassnitz ist ein staatlich anerkannter Erholungsort an der Ostsee. Sie liegt auf der Halbinsel Jasmund im Nordosten der Insel Rügen und gehört zum Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern.

 Sassnitz erhielt 2012 den UNESCO-Weltnaturerbe-Titel für die reichhaltigen Buchenurwälder im Nationalpark Jasmund. Nordöstlich an die Kernstadt angrenzend beginnt die Kreideküste mit der Stubbenkammer und dem Königsstuhl. Zudem ist Sassnitz für seine Bäderarchitektur im Kurviertel sowie für den Fährhafen Sassnitz im südlichen Ortsteil Mukran bekannt.

Erste Erdbeeren aus heimischem Anbau

Rövershagen – Heute besucht Agrarminsiter Dr. Till Backhaus Karls Erdbeerhof in Rövershagen. Hier wird er die ersten Erdbeeren der Saison ernten. In Mecklenburg-Vorpommern wurden im vergangenen Jahr Erdbeeren in 20 Betrieben auf einer Fläche von 1.095 Hektar angebaut (das sind fast 10 Prozent der Anbaufläche für Erdbeeren in Deutschland), davon waren 476 Hektar nicht im Ertrag.

„Die Erdbeerbestände sind gut durch den Winter gekommen“, stellt der Minister fest. „Die insgesamt milde und sehr sonnenscheinreiche Witterung im März hat den unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen verfrühten Beständen einen kräftigen Wachstumsschub verliehen. Der Blütenansatz sei hier gut bis sehr gut, sagen die Fachleute. Trotz der inzwischen wieder kühleren Witterung sind jetzt in den Hochtunneln die ersten reifen Früchte zu finden“, so der Minister.

Allerdings stünden zunächst nur kleine Mengen zur Verfügung, da in Mecklenburg-Vorpommern nur zwei Unternehmen die kostenintensive Verfrühung im Wandertunnel betreiben. Das Gros der Erdbeererzeuger wird die Ernte wohl ab Mitte Mai vermarkten. Der Höhepunkt der Erdbeersaison aus dem Freiland ist dann spätestens Mitte Juni erreicht.

„Dank einer großen Sortenvielfalt und verschiedenen Verfrühungs- und Verspätungstechniken können sich Erdbeerfans auf eine immer längere Saison freuen“, berichtet Backhaus.

„Und die Weiterentwicklung der Anbauverfahren schreitet unablässig voran. Die traditionelle Freilandkultur verliert stetig an Bedeutung, während die bodengebundene geschützte Produktion im Hochtunnel weiter ausgedehnt wird. Nun hebt der Erdbeeranbau sogar buchstäblich vom Boden ab. Ein weiterer großer Schritt zur Intensivierung der Erdbeerproduktion ist nämlich die in Rövershagen im vergangenen Jahr aufgenommene Stellagekultur in ungeheizten Foliengewächshäusern. Hier wachsen die Erdbeeren in mehr als einem Meter Höhe in mit Substrat gefüllten Kästen oder Rinnen. Hohen Investitionskosten stehen eine bessere Produktqualität, höhere Erträge und eine deutlich höhere Pflückleistung gegenüber. Die Früchte können im Stehen gepflückt werden, was dieses Kulturverfahren bei den Erntehelfern besonders beliebt macht“, sagt der Minister.

„Hatte in den beiden Vorjahren die Corona-Pandemie der Erdbeerernte ihren Stempel aufgedrückt, so sehe man das jetzt dank perfekt eingeschliffener spezieller Hygienekonzepte alles in allem etwas entspannter, entnehme ich Berichte aus den Betrieben“, fährt der Minister fort. „Wachsam bleibe man trotz alledem. Der zusätzliche Kosten- und Arbeitsaufwand sei dabei beträchtlich. Aber das gesundheitliche Wohlergehen der Mitarbeiter habe absoluten Vorrang.“

Große Sorgen bereiteten den Unternehmen die massiv steigenden Kraftstoff- und Betriebsmittelkosten. Auch der wachsende Lohnkostenanteil aufgrund der Mindestlohnerhöhungen treibe die Kosten (1. Januar 2022: 9,82 €/h, 1. Juli 2022: 10,45 €/h, 1. Oktober 2022: 12 €/h). Um das einigermaßen auffangen zu können, würden Preiserhöhungen von 20 bis 25 Prozent und mehr unumgänglich sein. Nichtsdestotrotz hofften die Erdbeererzeuger in Mecklenburg-Vorpommern, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher auch weiterhin auf Regionales direkt vor der Haustür setzen.

Wanderweg auf Rügen wird eröffnet

Insel Rügen – Am kommenden Samstag (23.04.2022) eröffnet Minister Dr. Till Backhaus auf der Insel Rügen den Wanderweg „Rund um Middelhagen“. Los geht es um 10 Uhr an der Kurverwaltung, Dorfstraße 4 in Middelhagen.

Der Wanderweg ist etwa acht Kilometer lang und führt durch die Orte Middelhagen, Alt Reddevitz und Mariendorf. Entlang des Wanderwegs sind 13 Audioguide-Stationen installiert, welche über Geschichte, Flora, Fauna und alte Sagen informieren. Interessierte lernen zum Beispiel etwas über die Bedeutung der Schutzzone, die heilende Kraft des Waldes, den historischen Gutshof und zur Entstehung der Insel Rügen.

„Wandern ist nicht nur gut für die Gesundheit, man kann hierbei die Natur erleben, den Kopf frei bekommen und die Region erkunden. All das wird durch die neuen Audio­­­guide-Stationen noch abwechslungsreicher und interessanter, auch für junge Menschen. Der hier geschaffene Wanderweg ist ein hervorragendes Beispiel für nachhaltigen Tourismus. Hier verbinden sich Erholung mit Heimatkunde und Umweltbildung“, so der Minister.

Der Rundwanderweg ergänzt das bereits bestehende Wanderwegnetz von 250 Kilometern im Biosphärenreservat Südost-Rügen.

Ideengeber für das Projekt ist der Vorsitzende des Tourismus- und Gewerbevereins Mönchgut e. V., Karl-Heinz Ließmann. Der Bürgermeister der Gemeinde Ostseebad Mönchgut, Dr. Detlef Besch, hat die Idee weiter vorangetrieben.

Die Erarbeitung erfolgte im Rahmen des Netzwerkprojektes „Netzwerk für nachhaltige Entwicklung in der UNESCO Biosphärenreservatsregion Südost-Rügen“ in Trägerschaft des INSULA RUGIA e.V., dem Förderverein des Biosphärenreservates.

Bei der Umsetzung waren das Biosphärenreservatsamt und die Gemeinde Ostseebad Mönchgut involviert. Finanziert wurde es durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und das Land Mecklenburg-Vorpommern. Die Investitionssumme lag bei rund 220.000 Euro.

Passend zu der Gelegenheit eröffnet Dr. Backhaus am Sonnabend den diesjährigen Rügener Wanderfrühling. Die Veranstaltung schaut bereits auf eine zehnjährige Tradition zurück. Sie dauert immer zwei Wochen, dieses Jahr vom 23. April bis 8. Mai.

Das Angebot umfasst 122 Veranstaltungen an 22 Orten. Es gibt unter anderem Rund-, Strecken-, Strand- und Rangerwanderungen, kulinarische Führungen, Fotosafaris, Fledermaus- und Wildkräuterwanderungen, literarische Spaziergänge sowie historische Ortsführungen. Das Programm beinhaltet auch spezielle Angebote für Kinder. Neu ist die Rubrik „Wandern mit Locals“, bei der Einheimische den Gästen ihre Lieblingstouren abseits der touristischen Hotspots vorstellen.

Der Wanderfrühling wird vom Tourismusverband Rügen und zahlreichen Partnern ausgerichtet.

Mehr als ein Drittel der Veranstaltungen finden im Biosphärenreservat Südost-Rügen statt. Die Ranger stellen „ihre“ Naturschutzgebiete vor. Auf sechs Wanderungen werden Gebiete von hervorragender Schönheit erkundet. Dazu zählen die Goor, das Göhrener Nordperd, die Zicker Berge und die Granitz.

„Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und die herausragende Arbeit. Solche Projekte sind nicht nur eine Bereicherung für die Attraktivität der Insel. Sie dienen auch als Leuchtturmprojekte, sie sind beispielgebend für andere Regionen“, so der Minister.

Zur Sommerfrische an die Ostsee

André Farin liest aus seinem neuen Buch über Rügens Tourismusanfänge

Insel Rügen – Die Insel Rügen und der Tourismus sind seit über 200 Jahren eng miteinander verbunden. Das erste Badejahrhundert dieser Beziehung betrachtet der Lehrer und Autor André Farin in seinem neuesten Buch „Zur Sommerfrische an die Ostseeküste“.

Der Lehrer und Autor André Farin liest am 26. April in Baabe. Foto @ privat

Der Lehrer und Autor André Farin liest am 26. April in Baabe. Foto @ privat

In der Reihe „Baabe liest“ wird er am 26. April einige Episoden aus den Anfangsjahren der rügenschen Seebäder vorstellen, die fast alle zwischen 1815 und 1915 entstanden sind.

Dabei stehen Gastgeber und Gäste ebenso im Mittelpunkt der kurzweiligen Geschichtsexkurse wie amüsante Baderegeln und Skandale, mit heute vergleichbare Geschäftemacher und romantische Abenteurer.

Die Lesung im „Haus des Gastes“ von Baabe (Am Kurpark 9) beginnt um 19 Uhr und bietet im Anschluss die Möglichkeit für Gespräche, den Erwerb des Buches und das passende Autogramm darin.

Fitness-Parcours für Schüler

Förderverein der Gingster Schule finanziert Sportgeräte für mehr Bewegung

Insel Rügen – Ein sportliches Glas Orangensaft gab es zur Eröffnung des neuen Fitness-Parcours auf dem Gingster Schulhof. „Wir haben damit ein Versprechen eingelöst“, sagt Schulleiter André Farin, „denn für die Regionalschüler sollte sich der Pausenhof schon lange verändern.“ Insgesamt 12.500 Euro investierte der Schul- und Sportverein 09 in eine Zehner-Reihe ganz unterschiedlicher Fitnessgeräte, die jetzt eine der grauen Hofecken beleben.

Einen Finanzbeitrag haben die Schüler selbst dazu beigesteuert, denn sie erliefen mehrere Tausend Euro in ihren Spendenläufen. „Das Geld ist gut angelegt“, meint Schülersprecherin Jennifer Thurow, die sich an die zahlreichen Runden auf Sportplatz, Radweg oder Walkingsstrecke erinnert. Die 270 Jungen und Mädchen aus den Klassenstufen 5 bis 10 waren voll motiviert, denn sie wünschten sich einen Hof mit mehr Möglichkeiten für Spiel, Spaß und Bewegung.

Schülersprecherin Jennifer Thurow, Schulleiter André Farin und Felix Reuter (v. r. n. l.) freuen sich über den neuen Fitnessparcours. Foto: Martina Zabel

Schülersprecherin Jennifer Thurow, Schulleiter André Farin und Felix Reuter (v. r. n. l.) freuen sich über den neuen Fitnessparcours. Foto: Martina Zabel

„Mehr Pepp auf dem Schulhof“ nannte der Förderverein deshalb seine Aktion schon im letzten Jahr, mit der unter anderem einige Lümmelbänke, eine Kletterwand oder die Basketball-Anlage angeschafft wurden. Der Verein entlaste dadurch bewusst die Gemeinde Gingst als Schulträgerin, erklärt André Farin. Denn alle zugesagten Förder- und Gemeindemittel sollen für die zwei geplanten neuen Schulgebäude an diesem Standort eingesetzt werden.

Kinderoper für Gingster Schüler

Neue Philharmonie MV präsentierte Prokofjews Musikmärchen „Peter und der Wolf“

Insel Rügen –  Mit Prokofjews Kindermärchen „Peter und der Wolf“ tourt die Neue Philharmonie MV durch das Land und machte für das 99. Konzert Station an der Grundschule Gingst. Für 130 Jungen und Mädchen hatte das Lehrerteam die Turnhalle in ein kleines Opernhaus verwandelt und die Zuhörer für die besondere Musikstunde vorbereitet. „Unsere Idee ist aufgegangen“, sagt Grete Hesemann, eine der Grundschulkoordinatorinnen. Die Kinder waren hochmotiviert. Das spürte man, denn lobenswerte Disziplin, Instrumentenkenntnis und die Begeisterung der Zuhörer überzeugten die Organisatoren. Gespannt verfolgten 260 Kinderaugen und -ohren, mit welchem Trick der kleine Peter den gefräßigen Wolf fing und ihn ganz zeitgemäß von einem vegetarischen Leben überzeugte.

Conner Kasten aus der 4. Klasse bedankt sich beim Dirigenten Andreas Schulz mit einer aktuellen Schülerzeitung. Foto: André Farin

Conner Kasten aus der 4. Klasse bedankt sich beim Dirigenten Andreas Schulz mit einer aktuellen Schülerzeitung. Foto @ André Farin

„Ich bin darüber erfreut, wie gut das hier in Gingst läuft“, meint Dirigent und Geschäftsführer Andreas Schulz. Mit seinem 15-Personen-Orchester und der moderierenden Schauspielerin nahmen sie die Schüler der 1. bis 4. Klasse mit in eine bezaubernde musikalische Märchenwelt. Das über 85 Jahre alte Stück sei genau für diese Altersgruppe konzipiert, erklärte er nach der Veranstaltung, die mit einem Sonder-Applaus endete. Den hatte Schulleiter André Farin eingefordert, weil er so testen wollte, ob das junge Publikum im neuen Schuljahr wieder einmal ins Konzert gehen möchte. „Genau das ist eine Abwechslung in der Schule, die unsere Schüler beim Lernen brauchen“, erklärt er.

Der Zugang zur klassischen Musik könne nicht früh genug angesetzt werden. Mit der willkommenen MV-Förderung und der Unterstützung des Schul- und Sportvereins sollte es möglich sein, eine Neuauflage der Konzertstunde zu organisieren.

Turnmaus gewinnt bei erster Teilnahme

Insel  Rügen – Seit Januar gibt es bei der SANA Sportgemeinschaft Rügen in Bergen eine Turngruppe für Mädchen und Jungen unter der Leitung von Birgit und Falko Eicke. Hier können sich die Kinder unter fachkundiger Anleitung an den Geräten probieren und turnerische Elemente erlernen.

Jetzt startete man mit einer kleinen Turnerin, Jördis Deichen 7 Jahre, erstmals an den Landesmeisterschaften im Turnen für Kinder in Greifswald. Die Aufregung war bei Jördis sehr groß. Die Turnhalle war riesig und es turnten dort so viele Kinder, die schon beachtliches Können beim Aufwärmen zeigten. Es war nun notwendig, unsere kleine Turnmaus zu beruhigen und zu trösten.

Das gelang mit Hilfe der Eltern und einem kleinen Teddy der Trainer sehr gut. Nun begann der Wettkampf mit dem Reck, dem Lieblingsgerät von Jördis. Hier turnt sie bereits den Hüftaufzug und den Umschwung mit anschließendem Unterschwung. Es gelang alles prima und die Kampfrichter zogen gleich in ihrer Riege die Höchstwertung von 12,30. Jetzt war Jördis im Wettkampf drin und es lief sehr gut weiter.

Am Schwebebalken klappte alles bestens, wie das Rondat beim Abgang und auch am Boden stand sie den Handstand perfekt. Nun folgte als letztes Gerät, der Sprung. Jördis schafft bereits die Grätsche über den Bock. Selbst die Kampfrichter waren begeistert und gaben ihr die höchste Wertung mit 12,65 Punkten. Nun warteten alle, die Eltern, der Betreuer, Falko Eicke, die Kampfrichterin, Birgit Eicke und natürlich Jördis auf die Siegerehrung. Gespannt saß sie mit den anderen Turnerinnen und Turnern aus dem gesamten Land MV vor dem Siegerpodest. Wo werde ich stehen, darf ich auf das Treppchen?

Es wurde eine riesige Überraschung. Jördis schaffte es gleich bei der ersten Teilnahme auf das oberste Treppchen und wurde Landesmeisterin in der Altersklasse 7, eine sehr beachtliche Leistung. Jördis strahlte mit der Goldmedaille um die Wette. Freudestrahlend traten alle die Heimreise nach Rügen wieder an und nun wird für die nächsten Herausforderungen weiter trainiert.

Gold für Gingster Turner

Gemischte Schülermannschaft qualifiziert sich bei „Jugend trainiert für Olympia“ für das Bundesfinale

Insel Rügen -Großer Erfolg für zehn Gingster Turner: Beim Landesfinale des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ holten die zwei teilnehmenden Mannschaften der Wettkampfklasse IV (10-13 Jahre) gleich zwei Medaillen im Gerätturnen. Während die Mädchengruppe sich nach einem spannenden Wettbewerb die Bronzemedaille erkämpfte, gewann die gemischte Jungenmannschaft Gold und damit die Tickets für das Bundesfinale im Mai in Berlin. Hier werden dann die besten Schulsportler aus 16 Bundesländern um die Medaillen der federführenden Deutschen Schulsportstiftung kämpfen.

Die erfolgreiche Turnermannschaft aus der Gingster Schule mit ihrer Sportlehrerin Birgit Eicke. Foto @ Martina Zabel

Die erfolgreiche Turnermannschaft aus der Gingster Schule mit ihrer Sportlehrerin Birgit Eicke. Foto @ Martina Zabel

Aus allen Schulamtsbereichen des Landes traten vier Mannschaften in Ribnitz-Damgarten an, um sich beim Turnen an den Geräten zu messen. Neben den klassischen Übungen am Reck, Balken, Barren, Boden und Sprung bereiteten sie im Vorfeld wochenlang ihren Einsatz auf die Disziplinen Standweitsprung und das Klettern an der Kletterstange vor. „Leider wurde die Vorbereitung durch viele Corona- und Quarantänefälle unterbrochen“, erklärt Sportlehrerin Birgit Eicke, „und trotzdem nahmen alle die Herausforderung an, um mit Aufregung, Spannung und dem nötigen Spaß an die Aufgabe zu gehen.“ Sie blickt auf bewundernswerte Einzelleistungen ihrer Schützlinge, wie etwa von Filia Schwarzer aus der 4. Klasse. Sie war an der Kletterstange die Schnellste und erreichte beim Standweitsprung die beste Weite aller Teilnehmer.

Tim Priebe, Alexander Schulze und Fion Raben (v. l. n. r.) erturnten sich in Ribnitz-Damgarten den Sieg. Foto @ Martina Zabel

Tim Priebe, Alexander Schulze und Fion Raben (v. l. n. r.) erturnten sich in Ribnitz-Damgarten den Sieg. Foto @ Martina Zabel

„Das Training hat sich wirklich gelohnt“, freut sich Sportlehrerkollegin Martina Zabel, die an der Gingster Schule die sechsköpfige Sportfachschaft leitet. Die Mädchen und Jungen investierten neben dem Fleiß in den Sportstunden zusätzliche Einheiten in der Arbeitsgemeinschaft Turnen, die Birgit Eicke im letzten Jahr ins Leben gerufen hat. Ihr gelang ein kleines Kunststück, denn sie brachte ihre Turner zum ersten Mal ins Landesfinale und den Landesmeistertitel mit nach Hause. Das bringe zusätzlichen Schwung in die Turnertradition an der Gingster Schule. Denn seit Jahrzehnten ist das Gerätturnen fester Baustein im dortigen Sportunterricht und endet für die erfolgreichen Sportler mit einer alljährlichen Turngala.

Barocke Meisterpoetin mit 17 Jahren

Sonderausstellung im Ernst-Moritz-Arndt-Museum
18. März bis 31. August 2022
„Gerne schryb ich weiter fort…“

Insel Rügen – Die Ausstellung würdigt eine herausragende barocke Dichterin: die Greifswalderin Sibylla Schwarz (1621-1638). Ihr kurzes Leben währte nur 17 Jahre. Und dennoch gelang es Sibylla Schwarz, in Greifswald geboren und aufgewachsen in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges, rund 100 Dichtungen in deutscher Sprache zu verfassen und in antiken und zeitgenössischen Vers- und Gedichtformen wie Ode, Epigramm oder Sonett pointiert und stilsicher zu reimen.

Ihr Werk ist geprägt von einem musikalischen Sprachempfinden, das sie voller poetischer Expressivität in handwerklicher Meisterschaft und gedanklicher Reife zu Papier gebracht hat: Ein Ausnahmetalent in der bis dato vornehmlich von Männern geprägten literarischen Welt des 17. Jahrhunderts.

Als Saisonauftakt im Ernst-Moritz-Arndt-Museum macht die Wanderausstellung des Sibylla-Schwarz-Vereins Greifswald hier in Garz Station und regt dazu an, auf den Spuren der vielfach als „pommersche Sappho“ bezeichneten jungen Barockpoetin zu wandeln, ihre wunderbaren Gedichte und Einzigartigkeit zu entdecken.

Die Ausstellung startet am 18. März 2022 und ist immer Montag bis Freitag von 11 bis 15 Uhr zu besichtigen. Der Museumsbesuch ist unter Beachtung der aktuellen Corona-Vorschriften möglich.