Medizinische Versorgung im ländlichen Raum

Schwerin – Mit europäischen Fördermitteln, ausgereicht durch das Land, sollen in Mecklenburg-Vorpommern bis Ende 2023 elf Vorhaben umgesetzt werden, mit denen die medizinische Versorgung insbesondere mit Haus- und Kinderärzten auf dem Land verbessert werden kann. Die Projekte haben sich im Rahmen eines Wettbewerbes durchgesetzt, zu dem das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt und die 14 lokalen Aktionsgruppen (LAGn) im Sommer 2019 aufgerufen hatten.

16 Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen haben die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt; ihre Projektideen sind in die Bewertung durch die LAG-Mitglieder eingeflossen. Nun stehen die Siegervorhaben fest: Insgesamt elf Projekte werden mit 6 Millionen Euro Fördermitteln bei der Umsetzung unterstützt.

„Mit dem Wettbewerb reagiert die Landesregierung auf die Auswirkungen des demografischen Wandels im ländlichen Raum hinsichtlich der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Einerseits braucht die immer älter werdende Bevölkerung, die zusätzlich oft chronisch krank und mobilitätseingeschränkt ist, eine intensive Betreuung in Wohnortnähe. Andererseits verabschieden sich auch immer mehr praktizierende Ärzte in die Rente, sodass es innovativer Lösungen für die Ansiedlung junger Ärzte auf dem Land bedarf“, sagte der für die Entwicklung der ländlichen Räume zuständige Fachminister Dr. Till Backhaus.

„Zu den Herausforderungen in unserem Bundesland zählen die flächendeckende Erreichbarkeit einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung sowie die Fachkräftegewinnung vor allem im ländlichen Raum. Die Initiatoren der Projekte haben zukunftsweisende Ideen eingereicht. So entstehen im Land weitere wohnortnahe, ambulante Versorgungsstrukturen, die für die Bürger in ländlichen Regionen eine Verbesserung der medizinischen Betreuung bringen. Jeder Arzt, der sich für den ländlichen Raum entscheidet, ist am Ende ein Gewinn für die Menschen vor Ort. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, beispielsweise durch die Verbesserung der Infrastruktur vor Ort“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Zu den elf Siegervorhaben gehören:

  • Erweiterung des Gesundheitshauses Mirow
  • Neubau des Gesundheits- und Begegnungszentrums Neubukow
  • Neubau eines Gesundheitszentrums in Tribsees
  • Umbau des Ärztehauses Altentreptow
  • Neubau eines Gesundheitszentrums in Marlow
  • Umbau des ehemaligen Jugendclubs zur Kinderarztpraxis in Thiessow
  • Neubau einer barrierefreien digitalen familienmedizinischen Einrichtung in Loitz
  • Um- und Ausbau der „Mühlenbruchschen Schenkung“ zum Gesundheitshaus in Warin
  • Sanierung und Ausbau eines unter Denkmalschutz stehenden Dreiseitenhofes zum Medizinischen Versorgungszentrum mit angegliederter Physiotherapie in Dobbertin
  • Umbau von vorhandenen Räumen zur Landarztpraxis in der Gemeinde Hanshagen
  • Sanierung und Erweiterung des Arzthauses in Vitte.

Um von den Fördermitteln zu profitieren, müssen die ausgewählten Vorhabenträger bis zum 15. März 2020 einen formalen Förderantrag beim örtlich zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt stellen.

Die Gesamtinvestitionssumme für die elf ausgewählten Vorhaben beträgt rund 14,5 Millionen Euro.

Deutsch-polnisches Kinderkrebszentrum

Greifswald – Die Universitätsmedizin Greifswald und das unabhängige öffentliche klinische Krankenhaus Nummer 1 der Pommerschen Medizinischen Universität in Stettin (Polen) wollen künftig noch enger zusammenarbeiten, um ein telemedizinisch vernetztes, deutsch-polnisches Kinderkrebszentrum einzurichten. Weitere Projektpartner sind die Pommersche Medizinische Universität in Stettin, die Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH in Eberswalde (Land Brandenburg) sowie die Jagiellonen-Universität – Collegium Medicum in Krakau (Polen).

„Mit dem Projekt wird die Behandlung krebskranker Kinder in der gesamten Region grenzüberschreitend deutlich verbessert. Mit der Bündelung der Fachkompetenz der einzelnen Partner können das medizinische Wissen, die Diagnostik und die Therapiemöglichkeiten zum Wohl der erkrankten Kinder und ihrer Familien bestmöglich eingesetzt werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

In der Euroregion Pomerania sind die Universitätsmedizin Greifswald und das Universitätsklinikum Nr. 1 der Pommerschen Medizinischen Universität auf Kinderonkologie und -hämatologie spezialisiert. Unter anderem bietet die Universitätsmedizin Greifswald eine Radioisotopentherapie zur Behandlung schwerer Krebserkrankungen. Das Universitätsklinikum Nr. 1 der Pommerschen Medizinischen Universität hat beispielsweise umfangreiche Erfahrungen bei der Behandlung akuter Leukämie. Beide Universitätskliniken arbeiten bereits langjährig zusammen.

„Ziel des neuen Vorhabens ist, die Zusammenarbeit im medizinischen Betrieb und in der Lehre deutlich auszubauen. Dazu sollen die diagnostischen Möglichkeiten verbessert und telemedizinisch verknüpft werden. Zudem ist unter anderem vorgesehen, eine grenzüberschreitenden e-learning-Plattform zur gemeinsamen Aus- und Weiterbildung von Medizinern und medizinischem Personal zu entwickeln. Vor allem die Telemedizin wird künftig bei der medizinischen Versorgung eine größere Rolle spielen. Es gilt, die innovativen Möglichkeiten der Digitalisierung optimal im Sinne der Patienten zu nutzen. Mit dem deutsch-polnischen Kinderkrebszentrum ist dabei ein wichtiger Schritt gemacht“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten betragen knapp 2,5 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Projekt in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen.

Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung.

Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

Masernimpfung wird zur Pflicht

Berlin – Die Masernimpfung in Schulen und Kitas wird künftig zur Pflicht: Der Bundesrat hat die vom Bundestag beschlossene gesetzliche Impflicht in Gemeinschaftseinrichtungen am 20. Dezember 2019 gebilligt.

Ab dem 1. März 2020 müssen Eltern nachweisen, dass ihre Kinder gegen Masern geimpft sind, wenn sie sie in einer Kita oder Schule anmelden. Auch für die Aufnahme in anderen Gemeinschaftseinrichtungen wie Heimen oder die Unterbringung in Asylbewerberunterkünften ist die Masernimpfung dann Voraussetzung. Von der Impfpflicht erfasst sind auch Beschäftigte solcher Einrichtungen oder im medizinischen Bereich.

Bei Verstößen gegen die Impfpflicht droht ein Bußgeld bis zu 2.500 Euro. Das Bußgeld kann auch gegen Kindertagesstätten verhängt werden, die nicht geimpfte Kinder zulassen. Nicht geimpftes Personal in Gemeinschaftseinrichtungen oder Bewohner solcher Einrichtungen müssen nach den Neuregelungen ebenfalls mit Bußgeldern rechnen.

Der Bundestag hat den ursprünglichen Gesetzentwurf der Bundesregierung am 14. November 2019 mit einigen Änderungen beschlossen, die teilweise auch auf Anregungen des Bundesrates zurückgingen. Außerdem hat er die Vorlage um einige fachfremde Regelungen ergänzt. Hierzu gehört unter anderem ein Werbeverbot für Schönheitsoperationen, die sich ausschließlich oder überwiegend an Jugendliche richten.

Außerdem wird mit dem Gesetz das Wiederholungsrezept eingeführt. Es ermöglicht Ärzten, eine Verordnung auszustellen, die Apotheken eine bis zu dreimal wiederholte Abgabe eines Arzneimittels erlaubt. Ebenfalls neu ist der Anspruch von Missbrauchs- oder Gewaltopfern auf Kostenübernahme einer vertraulichen Spurensicherung am Körper und auf Rückstände von k.o.-Tropfen.

Der Bundespräsident muss das Gesetz jetzt noch unterzeichnen. Dann kann es im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Es soll zum überwiegenden Teil am 1. März 2020 in Kraft treten.

Neue Ergotherapie

Greifswald – Mit Unterstützung des Landes hat die Evangelische Krankenhaus Bethanien gGmbH Greifswald einen modernen Neubau für die ergotherapeutische Betreuung der Patienten errichtet. Gesundheitsminister Harry Glawe hat heute anlässlich der feierlichen Einweihung die verbesserten Bedingungen für die Mitarbeiter und Patienten hervorgehoben.

„Die optimale therapeutische Betreuung spielt für den Genesungsprozess der Patienten mit einer seelischen Erkrankung eine enorme Rolle. Dabei kommt dem therapiefördernden Umfeld und der personellen Ausstattung eine besondere Bedeutung zu“, betonte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. „Die Arbeitsbedingungen mit ausreichend Zeit und Möglichkeiten für den Patienten sind auch ein gutes Argument für die Gewinnung von jungen und motivierten Fachkräften.“ Die Eröffnung konnte der Minister aus terminlichen Gründen nicht vor Ort wahrnehmen.

Die Gesamtinvestitionen für den Neubau des Ergotherapiegebäudes betrugen rund 1,5 Millionen Euro. Das Wirtschafts- und Gesundheitsministerium hat das Vorhaben in Höhe von einer Million Euro unterstützt. „Mit Hilfe der Landesförderung konnten wir die Rahmenbedingungen für die begleitende Ergotherapie maßgeblich verbessern und auf Spitzenniveau heben. Das kommt unseren Patienten direkt zugute“, hob Dr. Hanns-Diethard Voigt, Geschäftsführer der Evangelischen Krankenhaus Bethanien gGmbH hervor.

Nach einjähriger Bauzeit mit ausschließlich regionalen Firmen wurde der Neubau im Sommer bezogen und eingerichtet. Notwendig wurde dieser, weil die damalige Unterkunft in einem schwedischen Holzbau aus dem Jahr 1963 nicht mehr den medizinischen Erfordernissen einer modernen Ergotherapie entsprach. Nun ist Platz auf 630 Quadratmetern für bis zu 200 Patienten täglich. Dafür stehen in dem energetischen Flachbau acht helle Werkräume, ein Raum für das Gedächtnistraining sowie Sozial-, Lager- und Nebenräume und eine Tischlerei zur Verfügung. Besonders stolz sind die Ergotherapeuten auf ihren hochmodernen Brennofen für Keramik und ihre Tischlerwerkstatt.

Geleitet wird das Team von Julia Skladny. Als die Ergotherapeutin 1998 zur Odebrecht-Stiftung kam, hatte sie sechs Kollegen. Inzwischen steht sie an der Spitze eines 21-köpfigen Teams, das nach dem Leitspruch von Abraham Lincoln arbeitet: „Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können.“

„Nach der interdisziplinären Besprechung mit den Fachärzten im Krankenhaus können wir für unsere Patienten individuell passende Kurse und therapeutische Maßnahmen anbieten, um ihre gesundheitliche Situation zu verbessern“, so Julia Skladny. „Dabei geht es oftmals um Aktivitäten des täglichen Lebens wie Kochen, Spazieren und sportliche Bewegung und ein gezieltes Wahrnehmungs- und Genusstraining. Darüber hinaus steht ein breites Spektrum an kunst- und handwerklicher Gruppenarbeit zur Auswahl, wie beispielsweise Körbe flechten, Ton- und Specksteingestaltung, Malerei, Textil- und Mosaikarbeiten. Unser Kernanliegen ist es, die gesunden Seiten zu betonen und den Patienten aufzuzeigen, was sie alles tun können, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen“, unterstrich die 56-Jährige.

„Unsere Ergotherapeuten arbeiten stationsbezogen, so dass sie mit den jeweiligen Krankheitsbildern vertraut sind“, erklärte Julia Skladny. „Die werden durch die zunehmende Demenz, gesellschaftlichen Stress und ein verändertes Suchtverhalten immer komplexer und anspruchsvoller, so dass eine Spezialisierung Sinn macht. Für viele Patienten ist die Ergotherapie und die Arbeit in einer Gruppe der erste Schritt wieder zurück in den Alltag.“

Rund 2.000 Frauen und Männer ab 18 Jahren absolvieren jährlich eine ergotherapeutische Behandlung in der Odebrecht-Stiftung. Der größte Teil der Patienten kommt aus dem stationären Bereich, fast 90 Prozent der dortigen Patienten mit einer durchschnittlichen Liegezeit von 20 Tagen nehmen eine ergotherapeutische Behandlung in Anspruch. Betreut werden auch ambulante Patienten und Patienten der psychiatrischen Tageskliniken. Die Arbeit mit den Patienten findet in der Regel in kleinen Gruppen von fünf bis zehn Personen, teilweise auch direkt auf den Stationen statt. Dabei ist die räumliche Nähe zum Krankenhaus ein großer Vorteil.

Auch wenn die Ergotherapie ihren Ursprung in der Psychiatrie hat, kommt sie doch inzwischen überall dort zum Einsatz, wo funktionelle Beeinträchtigungen auftreten, so unter anderem in der Kinderheilkunde und in der Schlaganfallrehabilitation. Das noch relativ junge Berufsbild des Ergotherapeuten mit einer dreijährigen Ausbildungszeit unterliegt dabei einer ständigen Weiterentwicklung und Wandlung. In Deutschland wurde erst 1953 die erste Lehreinrichtung für Ergotherapie, damals noch unter dem Begriff „Beschäftigungstherapie“, in Hannover gegründet.

Umbau am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum

Neubrandenburg – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Mittwoch einen Fördermittelbescheid an das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg für die Erweiterung der Psychiatrie übergeben.

„In der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik sollen künftig die stationäre und die tagesklinische Betreuung der Patienten im Bereich der Psychiatrie auf einer gemeinsamen Station erfolgen. Dafür sind umfangreiche Umbaumaßnahmen nötig, um für die Erkrankten und das medizinische Personal optimale Bedingungen zu schaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg ist derzeit mit 63 Betten im Fach Psychiatrie und Psychotherapie sowie mit 16 Betten Psychosomatik im Krankenhausplan aufgenommen. Dazu kommen 47 tagesklinische Plätze am Standort Neubrandenburg und 20 Plätze am Standort Neustrelitz. Künftig sollen insgesamt sechs Stationen mit je 13 bis 14 stationären Betten und vier bis fünf tagesklinischen Plätzen vorgehalten werden. Daneben wird nach wie vor eine Tagesklinik mit 20 Plätzen im Bestandsgebäude betrieben. Das Gesundheitsministerium unterstützt das Vorhaben in Höhe von 4,6 Millionen Euro. Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen betragen rund 5,5 Millionen Euro.

„Das Klinikum hat in der Region für die medizinische Versorgung der Bevölkerung eine große Bedeutung. Dank der hohen Kompetenz und der medizinischen Kompetenz der Mitarbeiter werden hier mehr als 40.000 Patienten pro Jahr stationär versorgt“, sagte Glawe.

Das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin Greifswald und Onkologisches Schwerpunktkrankenhaus. Die Klinik hat 944 Betten und 121 tagesklinische Plätze. In Neubrandenburg gibt es ein Perinatalzentrum, eine regionale Stroke Unit, eine Adipositas-Chirurgie und ein Onkologisches Zentrum. Die Planbetten verteilen sich auf folgende 16 Fachabteilungen: Augenheilkunde, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Innere Medizin, Kinderchirurgie, Kinder- und Jugendmedizin, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie; Neurochirurgie, Neurologie, Orthopädie/Unfallchirurgie, Strahlentherapie, Urologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

In den fünf Tageskliniken stehen Plätze für die Betreuung in den Bereichen Geriatrie, Onkologie, Rheumatologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie zur Verfügung. Am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg befindet sich weiterhin eine Fachklinik für geriatrische Rehabilitation. Die Bethesda Klinik ist eine mit einem Versorgungsvertrag nach § 111 SGB V zugelassene Klinik für geriatrische Rehabilitation. Träger dieser Einrichtung ist die Bethesda Klinik GmbH, eine gemeinnützige Tochtergesellschaft der Diakonie Klinikum Dietrich Bonhoeffer GmbH. Über Verbindungsgänge ist die Bethesda Klinik mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum verbunden. Somit steht den geriatrischen Reha-Patientinnen und Reha-Patienten die medizinisch-technische Ausstattung des Klinikums zur Verfügung.

Die stationäre Gesundheitsversorgung ist in Mecklenburg-Vorpommern durch 37 moderne, leistungsfähige Krankenhäuser sichergestellt. Aktuell sind im Krankenhausplan 10.099 Betten und 1.419 tagesklinische Plätze ausgewiesen.

Insgesamt standen den Krankenhäusern in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2018 Einzelfördermittel (= langfristige Investitionen wie etwa Neubauten oder Sanierungsmaßnahmen) in Höhe von rund 24 Millionen Euro und Pauschalfördermittel (Förderung für kleinere bauliche Maßnahmen und die Wiederbeschaffung kurzfristiger Anlagegüter) in Höhe von rund 22,8 Millionen Euro zur Verfügung. Seit 1990 sind im Rahmen der Krankenhausfinanzierung mit mehr als 2,8 Milliarden Euro erhebliche finanzielle Mittel in die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern geflossen.

Naschereien in der Lebensmittelkontrolle

Schwerin – Die Untersuchung von Lebensmitteln ist ein wichtiger Teil der amtlichen Überwachung, die in Mecklenburg-Vorpommern vom Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) wahrgenommen. Zum Jahresende werden auch immer Lebensmittel untersucht, die gerne zu Weihnachten verzehrt werden. In diesem Jahr waren es unter anderem, Schoko-Weihnachtsmänner, Nüsse, Mandeln und Kürbiskerne sowie Weihnachtsgebäck (Spekulatius, Dominosteine).

Die Naschereien müssen neben einer sensorischen Prüfung auf Aussehen, Geruch, Geschmack, auch die Anforderungen der Kakao-Verordnung hinsichtlich ihrer Zusammensetzung erfüllen. In den Vorgaben der Kakao-Verordnung sind: der Kakao-Gehalt, der Anteil aus Kakaobutter, der Milchanteil und der Milchfettanteil, geregelt.

Weihnachtsmänner

Im Labor untersucht wurden 15 weihnachtliche Schokoladen-Hohlkörper der Saison, also Weihnachtsmänner, Schneemänner und andere Formen. Sie alle bestanden aus Vollmilchschokolade und stammten aus Supermärkten des Lebensmitteleinzelhandels in M-V. Sie wurden neben den vorgeschriebenen Kriterien auch ihre Gehalte des Schwermetalls Cadmium überprüft, da Edelkakaosorten aus Südamerika hohe Cadmiumgehalte aufweisen können. Ursache sind die naturgemäß entsprechend hohen Gehalte der dortigen vulkanischen Böden. Die Kakaopflanze nimmt über das Wurzelwerk die Schadstoffe natürlicherweise auf. Je höher der Cadmiumgehalt des Bodens, desto höher auch der Cadmiumgehalt in der Kakaobohne. Je höher der Kakaogehalt in der Schokolade, desto höher kann deren Cadmiumgehalt sein. Cadmium kann die menschliche Gesundheit schädigen. Im Ergebnis der Untersuchungen waren alle Schokoloden in Ordnung.

Nüsse, Mandeln, Kürbiskerne

Im Labor untersucht wurden 55 Proben verschiedener Nusssorten (u.a. Haselnüsse, Erdnüsse, Walnüsse), Kürbiskernen und Mandeln. Sie stammten aus Supermärkten des Lebensmitteleinzelhandels in M-V.

In 9 Fällen konnten Aflatoxin-Pilzgifte aber unterhalb der zulässigen Höchstmenge nachgewiesen werden (bei maximal 25 % der erlaubten 10 Mikrogramm/kg). Dies betraf ausschließlich gemahlene Mandeln und Haselnüsse.

Aflatoxine sind hitze- und säurestabil. Sie überstehen daher übliche Verarbeitungs- und Zubereitungsmethoden von Lebensmitteln und sind somit nicht nur in gerösteten Nüssen, sondern auch in zubereiteten Speisen oder Gebäcken zu finden. Aflatoxine sind Vertreter der stärksten in der Natur vorkommenden Gifte und krebserregenden Stoffe. Sie können beim Menschen die Entstehung von Krebs begünstigen, Nieren und Leber schädigen, das Immunsystem beeinträchtigen oder Durchfall und Erbrechen verursachen Daher gibt es regelmäßig amtliche Untersuchungen, um dem Verbraucherschutz gerecht zu werden.

Pilzgifte sind weder mit bloßem Auge sichtbar, noch am Geruch oder Geschmack erkennbar. Um einen Schimmelpilzbefall im eigenen Haushalt zu vermeiden, sollten Nüsse und Trockenfrüchte kühl, trocken und luftig gelagert werden. Wichtig: Nüsse können bereits am Baum, aber auch beim Transport oder bei der Lagerung durch hohe Luftfeuchte und Wärme von Pilzen befallen werden. Diese können Gifte (Mykotoxine) entwickeln.

Weihnachtsgebäck (Spekulatius und Dominosteine)

Im Labor untersucht wurden 20 Proben unterschiedliche Spekulatius und 6 Proben Dominosteine aus dem Lebensmitteleinzelhandel auf Acrylamid (potentiell krebserregend).

Acrylamid ist ein Nebenprodukt der sogenannten Bräunungsreaktion. Es entsteht dann, wenn Stärke, Zucker und bestimmte Aminosäuren ohne Wasser miteinander reagieren. Je dunkler ein Produkt durch das Erhitzen wird, das bei Röst-, Back- und Bratvorgängen stattfindet, desto höher ist in der Regel auch sein Acrylamid-Gehalt. Das gilt unter anderem besonders für Chips, Pommes, Toast- und Knäckebrot sowie Kaffee.

Verglichen mit den Ergebnissen der vergangenen Jahre können im LALLF stetig geringere Acrylamidgehalte bestätigt werden. Bei den jetzigen Proben Weihnachtsgebäck lag der Acrylamidgehalt bei einem Drittel des Richtwertes.

Die Lebensmittelindustrie hat inzwischen Einiges zur Verringerung des Acrylamidgehaltes in Lebensmitteln getan. Neben der Auswahl von Getreide und Kartoffeln mit geringen Gehalten an Acrylamid bildenden Substanzen, sind optimierte Herstellungsrezepturen und -prozesse wichtig. Auch Verbraucherinnen und Verbraucher können etwas tun. Die Devise: Vergolden statt Verkohlen! Bei Gartemperaturen unterhalb von 180 Grad entstehen deutlich geringere Mengen an Acrylamid als bei höheren Temperaturen.

Neue Tagesklinik für Psychiatrie geplant

Ueckermünde – Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat heute einen Fördermittelbescheid an das AMEOS Klinikum Ueckermünde für Umbaumaßnahmen übergeben. Dort soll eine neue Tagesklinik für Psychiatrie entstehen.

„Derzeit sind die räumlichen und therapeutischen Gegebenheiten für die Patienten und das medizinische Personal nicht gut geeignet für eine umfassende Behandlung. Nach Ende der Baumaßnahmen wird in der Region eine wohnortnahe, gute medizinische Versorgung von psychisch kranken Menschen entstehen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Wirtschaftsminister Glawe wurde vor Ort vertreten von Ralf Iwohn, Referatsleiter Öffentliches Gesundheitswesen, Infektionsschutz und Rettungsdienst im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit.

In Ueckermünde soll das „Haus 13“ zu einer Tagesklinik für Psychiatrie umgebaut werden. Das unsanierte Gebäude gehört zum historischen Gebäudebestand der ehemaligen „Provinzial-Irrenanstalt Ueckermünde“ und befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Gebäuden der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

Derzeit ist die Tagesklinik im Dachgeschoss des Hauses 12. Das Angebot richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen, für die eine ambulante Behandlung nicht mehr ausreicht und eine vollstationäre Therapie noch nicht erforderlich ist. Behandlungsschwerpunkte sind unter anderem Angst- und Panikstörungen, Zwangserkrankungen, Depressionen sowie Essstörungen. Das Gesundheitsministerium unterstützt das Vorhaben in Höhe von zwei Millionen Euro. Die Gesamtkosten des Neubaus betragen rund 2,3 Millionen Euro.

„Tagesklinische Angebote sind ein unverzichtbarer Baustein in der medizinisch-psychiatrischen Versorgung. Die Patienten werden umfassend betreut und können dennoch abends und am Wochenende in ihrem gewohnten Umfeld bleiben“, sagte Glawe.

In den Bereichen Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie stehen in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1.078 tagesklinische Plätze zur Verfügung.

Das Krankenhaus Ueckermünde ist mit 105 Planbetten in den Fachabteilungen Chirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Innere Medizin, Neurologie, Orthopädie/Unfallchirurgie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Psychiatrie und Psychotherapie sowie Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Krankenhausplan ausgewiesen.

Am Standort Ueckermünde werden Tageskliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und Psychiatrie und Psychotherapie mit insgesamt 11 Plätzen betrieben. Die AMEOS Krankenhausgesellschaft Vorpommern mbH hat insgesamt 324 Planbetten und 37 tagesklinischen Plätze.

Der private Krankenhausträger ist Arbeitgeber für rund 700 Mitarbeiter. Das Ueckermünder Klinikum gehört zur AMEOS Gruppe mit Sitz in Zürich, die nach eigenen Angaben 13.300 Mitarbeiter in 85 Einrichtungen (Krankenhäuser, Poliklinika, Pflege- und Eingliederungseinrichtungen) an 47 Standorten beschäftigt.

„Das AMEOS Klinikum Ueckermünde hat mit den beiden Krankenhausstandorten in Ueckermünde und Anklam als Arbeitgeber im Bereich der Gesundheitsversorgung im Landkreis Vorpommern-Greifswald eine große regionale Bedeutung. Dank der hohen Kompetenz und des umfassenden Engagements der Mitarbeiter erhalten Patienten neben einer guten medizinischen Versorgung ein Gefühl von Geborgenheit. Das ist bei der Versorgung psychisch kranker Menschen von besonderer Bedeutung“, dankte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe den Mitarbeitern abschließend.

Die stationäre Gesundheitsversorgung ist in Mecklenburg-Vorpommern durch 37 moderne, leistungsfähige Krankenhäuser sichergestellt. Aktuell sind im Krankenhausplan 10.099 Betten und 1.419 tagesklinische Plätze ausgewiesen.

Insgesamt standen den Krankenhäusern in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2018 Einzelfördermittel (= langfristige Investitionen wie etwa Neubauten oder Sanierungsmaßnahmen) in Höhe von rund 24 Millionen Euro und Pauschalfördermittel (Förderung für kleinere bauliche Maßnahmen und die Wiederbeschaffung kurzfristiger Anlagegüter) in Höhe von rund 22,8 Millionen Euro zur Verfügung. Seit 1990 sind im Rahmen der Krankenhausfinanzierung mit mehr als 2,8 Milliarden Euro erhebliche finanzielle Mittel in die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern geflossen.

Bündelung von Krankenhausleistungen

Asklepios Klinik Parchim und MEDICLIN Krankenhaus am Crivitzer See bündeln Gynäkologie und Geburtshilfe am Standort Parchim

Die Asklepios Klinik Parchim und das MEDICLIN Krankenhaus am Crivitzer See werden ihre Abteilungen für Gynäkologie und Geburtshilfe an einem Standort bündeln. In Abstimmung mit dem Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern Harry Glawe haben beide Klinken beschlossen, ihre gynäkologischen und geburtshilflichen Fachabteilungen ab dem 01. Januar 2020 in der Asklepios Klinik Parchim zusammenzuführen und entsprechend in Crivitz zu schließen. Werdende Eltern, die eine Geburt nach dem 31. Dezember 2019 im MEDICLIN Krankenhaus am Crivitzer See geplant haben, können in Parchim versorgt werden.

„Grund für den Zusammenschluss sind qualitätsmedizinische Erwägungen im Zusammenhang mit der seit langem rückläufigen Geburtenzahl an beiden Standorten in Folge des demografischen Wandels. Diese Entwicklung ist gleichzeitig mit verantwortlich für zuletzt immer wieder auftretende personelle Engpässe bei Hebammen und Fachärzten in den beiden Einrichtungen“, so die gemeinsame Erklärung der Geschäftsführungen von Asklepios und MEDICLIN.

Im aktuellen Jahr werden an beiden Standorten jeweils weniger als 400 Kinder zur Welt gebracht und jeweils knapp 1.000 gynäkologische Fälle behandelt. Als Mindestrichtwert für eine routinierte und auf möglichst viele Eventualfälle vorbereitete Geburtshilfe gelten laut Fachgesellschaften mehr als 500 Geburten an einem Standort. „Nur mit der Zusammenlegung am Standort Parchim können wir verantwortungsbewusst eine Station mit genügend qualifiziertem Fachpersonal betreiben und die gute medizinische Qualität, die wir in Crivitz über Jahrzehnte angeboten haben, auch für die Zukunft sichern“, sagt Yvonne Bartels, Kaufmännische Direktorin im MEDICLIN Krankenhaus am Crivitzer See. „Damit übernehmen wir Verantwortung für die Versorgung in der Region.“

„Gerade in der Geburtshilfe hängt die Sicherheit von Mutter und Kind untrennbar mit geübter Routine und Erfahrung zusammen. Je mehr Kinder an einem Standort entbunden wurden, desto besser ist das medizinische Team auf Besonderheiten und Notsituationen vorbereitet und eingespielt. Durch die Zusammenlegung der Abteilungen an einem Standort erreichen wir die von den Fachgesellschaften vorgesehene kritische Größe für eine routinierte Geburtshilfe und werden als großer Standort auch für medizinisches Fachpersonal wieder deutlich attraktiver“, sagt Matthias Dürkop, Geschäftsführer der Asklepios Klinik Parchim. „Die Aufgabe der Gynäkologie und Geburtshilfe in Crivitz fällt uns nicht leicht. Wir sind aber der festen Überzeugung, hier einen verantwortungsbewussten und richtigen Schritt zu gehen, um im Interesse unserer Patienten die gynäkologische und geburtshilfliche Versorgung in der Region zu sichern. Wir bündeln unser Know-how und unsere Ressourcen, um mit geeinter Kraft ein verlässlicher Gesundheitspartner für Frauen und werdende Mütter in der Region zu bleiben“, sagt Yvonne Bartels.

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe unterstützt das gemeinsame Vorgehen der Kliniken in Crivitz und Parchim. „Der Zusammenschluss ist keine leichte Entscheidung, aber vor allem ein notwendiger Schritt für die Region insgesamt. Parchim und Crivitz ziehen an einem Strang. Mit dem Zusammenschluss wird die gynäkologische und geburtshilfliche Fachabteilung in Parchim auf hohem Niveau weiterbetrieben werden können. Von den langjährigen Erfahrungen im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe können Mediziner und Patienten profitieren. Nicht zuletzt wird Arbeit vor Ort gesichert“, sagte Gesundheitsminister Glawe.

Ausschlaggebend für den Zusammenschluss beider Fachabteilungen am Standort Parchim war insbesondere die räumliche Infrastruktur, die es ermöglicht, alle Geburten, die im Verlauf des vergangenen Jahres in Crivitz stattgefunden haben, aufzunehmen. Aktuell verfügt Parchim in der Gynäkologie und Geburtshilfe über zehn Planbetten. Nach dem Zusammenschluss soll es weitere Betten geben. Wie bislang in Crivitz können auch in Parchim die U2-Untersuchungen der Neugeborenen vorgenommen werden. Abgedeckt wird das durch Pädiater im direkt an der Klinik befindlichen Medizinischen Versorgungszentrum. Darüber hinaus haben in Parchim unlängst alle Anästhesisten, Intensivmediziner und die Gynäkologen ein Training zur Neugeborenen-Erstversorgung erhalten und können im Notfall bei einer Entbindung unterstützen.

Mit dem Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe, wurde auch über die Zukunft der stationären pädiatrischen Versorgung am Standort Parchim entschieden. Trotz größter Bemühungen ist es über Monate hinweg nicht gelungen, neue Fach- und Assistenzärzte für die rund-um-die-Uhr-Versorgung am Standort zu gewinnen. An die Stelle der bisherigen stationären Versorgung tritt auf Initiative des Ministers zukünftig eine tagesklinische, intersektorale Versorgung für Kinder und Jugendliche.

Bei dem Modellprojekt werden erkrankte Kinder tagsüber in der Klinik medizinisch ärztlich und pflegerisch betreut. Vier Betten will das Ministerium für dieses Modellprojekt in den Krankenhausplan aufnehmen. Auch die Besetzung einer ärztlichen Stelle hat das Ministerium bereits in Aussicht gestellt. Die stets geforderte engere Verzahnung ambulanter und stationärer Versorgungsformen bekommt damit auch in Parchim ein Gesicht. Im Rahmen des Asklepios MVZ am Krankenhaus in Parchim können die kleinen Patienten auch weiterhin ambulant behandelt werden. Sollte der Behandlungsbedarf der behandelten Kinder die Möglichkeiten einer Tagesklinik überschreiten, kann auf die Kinderklinik des Klinikums Schwerin zurückgegriffen werden.

Zum Wegfall der stationären pädiatrischen Versorgung erklärt Matthias Dürkop, Geschäftsführer der Asklepios Klinik Parchim: „Wir haben über diverse Kanäle bundesweit und auch mit Headhuntern über Monate mit größtmöglichem Engagement nach neuen Ärzten für die Kinder- und Jugendmedizin gesucht. Leider ohne Erfolg. Wir hatten nicht eine Bewerbung! Schweren Herzens müssen wir den Realitäten ins Auge sehen und unseren Versorgungsauftrag für die stationäre pädiatrische Versorgung zum 31.12.2019 zurückgeben. Wir bedauern das sehr und ich möchte ausdrücklich erwähnen, dass die Klinik noch nie so viel Aufwand bei der Akquise von Ärzten betrieben hat, wie im Fall der Pädiatrie.“

Und weiter: „Wir haben immer betont, dass uns ein Erhalt der kindermedizinischen Versorgung an unserer Klinik am Herzen liegt, wir aber bei unserem Versorgungsangebot auf die 24/7-Anwesenheit von Fachärzten angewiesen sind. Dies ließ sich aber angesichts des bekannten bundesweiten Mangels an Fachkräften absehbar nicht mehr gewährleisten. Das ist für uns alle und insbesondere für die Eltern der kleinen Patienten keine gute Nachricht, aber wir können es nicht ändern. Wir werden aber mithilfe des neuen tagesklinischen Angebots und unseres bewährten Angebots im ambulanten Bereich weiterhin Kinder und Jugendliche versorgen und so auch künftig die pädiatrische Grundversorgung im Landkreis sichern“, so Dürkop.

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe bedauerte den Wegfall der stationären pädiatrischen Versorgung. Er machte zugleich deutlich, dass intensiv nach Alternativen gesucht werden musste. „Gerade in einem Flächenland brauchen wir innovative Lösungen, um die Versorgung bestmöglich zu gewährleisten. Deshalb starten wir das Modellprojekt. Mit dem Projekt sollen dabei die Vorteile einer stationären Anbindung mit denen einer ambulanten Versorgung verbunden werden. Ziel ist es dabei, eine Versorgung vorzuhalten, die sich an unterschiedliche Bedarfe anpassen kann. Wir wollen die medizinische Versorgung vor Ort weiter bestmöglich sichern. Das Projekt wird nun Schritt für Schritt umgesetzt“, so Gesundheitsminister Glawe.

Welt-AIDS-Tag – mit Vorurteilen aufräumen

Schwerin – Unter dem Motto „Du hast HIV? Damit komme ich klar!“ ruft die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zu mehr Solidarität und einen offenen Umgang mit HIV-positiven Menschen im Arbeitsleben auf.

Anlass ist der Welt-AIDS-Tag am Sonntag (01.12.); mit dem Aktionstag soll aufgezeigt werden, dass ein Zusammenleben zwischen Menschen mit und ohne HIV („Human Immunodeficiency Virus“) bereits stattfindet und möglich ist. „Ziel des Welt-AIDS-Tages in diesem Jahr ist es, über die Krankheit aufzuklären, mit Vorurteilen aufzuräumen und Ängste abzubauen. Denn: HIV-Infizierte können arbeiten und ihre Freizeit gestalten wie andere auch. Wichtig ist es daher, die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und Wissenslücken zu schließen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (Epidemiologisches Bulletin 46/2019 „Schätzung der Zahl der HIV-Neuinfektionen und der Gesamtzahl von Menschen, die mit HIV in Deutschland leben“) stieg bis Ende 2018 die Zahl der Menschen mit einer HIV-Infektion in Deutschland auf 87.900. In Mecklenburg-Vorpommern wird die Zahl der Menschen mit einer HIV-Infektion auf etwa 1.000 geschätzt. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland sowie bei Menschen deutscher Herkunft, die sich im Ausland mit HIV infiziert haben, wird für das Jahr 2018 auf 2.400 geschätzt und nimmt damit gegenüber 2017 (nach aktualisierter Schätzung 2.500 Neuinfektionen) ab. In Mecklenburg-Vorpommern sind es geschätzt 55 Neuinfektionen (2017 waren es 65).

„Heute besteht die Möglichkeit, mit Medikamenten zu verhindern, dass AIDS ausbricht. Entscheidend ist, dass eine Diagnose rechtzeitig gestellt und Therapien zeitnah eingeleitet werden. Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern ein Netz an Beratungs- und Aufklärungsstellen für sexuelle Gesundheit; dorthin kann sich jeder wenden“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern informiert die Internetseite www.sg-mv.de umfassend über Informations-, Weiterbildungs- und Beratungsstellen zu den verschiedenen Themen der sexuellen Gesundheit und die entsprechenden Ansprechpartner. Um Neuinfektionen zu vermeiden, gibt es sogenannte „Notfalldepots“ in Mecklenburg-Vorpommern.

Bei einem HIV-Risikokontakt (zum Beispiel durch ungeschützten Geschlechtsverkehr oder Nadelstichverletzungen) wird empfohlen, vor Ablauf von 24 Stunden mit einer „Postexpositionellen Prophylaxe“ (PEP) zu beginnen: Jeder niedergelassene Arzt hat die Möglichkeit, Patienten zu einer Einrichtung zu überweisen; die unter Umständen erforderliche Weiterbehandlung erfolgt dann durch die HIV-Ambulanz des Zentrums für Innere Medizin der Universitätsmedizin Rostock. Die HIV-PEP-Notfalldepots sind unter www.aek-mv.de gelistet.

2019 findet der Welt-AIDS-Tag zum 32. Mal statt. Seit 1988 wird er jährlich am 01. Dezember begangen. AIDS ist eine Schwäche des körpereigenen Abwehrsystems, die durch das Humane Immundefizienz-Virus HIV (= Human Immunodeficiency Virus) verursacht wird. Die Abkürzung AIDS steht für die englische Bezeichnung „Acquired Immune Deficiency Syndrome“ und heißt auf deutsch „Erworbenes Immundefektsyndrom“. www.welt-aids-tag.de

Gesetzentwurf zur Landarztquote

Schwerin – Im Landtag ist am Mittwoch der Gesetzentwurf zur Sicherstellung der wohnortnahen hausärztlichen Versorgung diskutiert worden. Im Mittelpunkt stand die Einführung einer Landarztquote. „Es gibt in Teilen einen Ärztemangel, insbesondere auf dem Land. Die Stellen zu besetzen, sind große Herausforderungen des Gesundheitssystems und das nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch im Landtag in Schwerin.

In Mecklenburg-Vorpommern droht derzeit im hausärztlichen Bereich in verschiedenen Bedarfsplanungsbereichen eine Unterversorgung. Hierzu zählen beispielsweise Demmin, Greifswald Umland, Grimmen, Hagenow, Parchim, Rostock Umland oder Wismar und Waren (Müritz). Diese Berechnung beruht auf Daten der Kassenärztlichen Vereinigung M-V (KVMV), die sich im Wesentlichen auf die Zahl der Ärzte bezieht, die 60 Jahre und älter sind und die ihre Praxis deshalb voraussichtlich in den nächsten Jahren abgeben werden.

Im Landtag wurde der Gesetzentwurf in seiner ersten Lesung diskutiert. Die Studienplätze werden nach diesem Gesetz nur an Bewerber vergeben, die sich zuvor vertraglich verpflichten, eine entsprechend einschlägige Weiterbildung, die zu einer Ausübung einer hausärztlichen Tätigkeit berechtigt, zu absolvieren und für zehn Jahre eine vertragsärztliche Tätigkeit in unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Gebieten auszuüben.

„Es geht darum die Möglichkeiten auszuschöpfen, um bereits bei der Auswahl der Medizinstudierenden darauf hinzuwirken, Hausärztinnen und Hausärzte für die ambulante medizinische Versorgung unserer Bevölkerung vor allem auf dem Lande zu gewinnen“, so Glawe. Zur Absicherung der Verpflichtung ist eine Vertragsstrafe in Höhe von 250.000 Euro vorgesehen. Da die Verpflichtung zur Zahlung der Vertragsstrafe den Bewerber nicht in eine existenzielle Bedrängnis bringen darf, ist eine Härtefallregelung vorgesehen.

Insgesamt werden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 32 Medizinstudienplätze zur Verfügung stehen. „Um die angehenden Ärztinnen und Ärzte frühzeitig für eine hausärztliche Tätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern zu gewinnen, sollen sie durch die an den Lehrstühlen für Allgemeinmedizin eingerichteten Kompetenzzentren betreut werden“, so Glawe weiter. Im Zusammenwirken mit der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern wird das Land regelmäßig den Bedarf an Hausärzten überprüfen. Die Kassenärztliche Vereinigung wird als zuständige Stelle des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Ausführung des Landarztgesetzes das gesamte Verfahren durchführen.

Außerdem wird gesetzlich geregelt, die Bewerberinnen und Bewerber zu strukturierten Auswahlgesprächen einzuladen. Die Auswahlgespräche sollen im Rahmen eines Assessment-Centers aus kurzen Interviews und Szenarien (Stationen) bestehen, die von Juroren bewertet werden. Dabei sollen auch – wissenschaftlich fundiert – wichtige Schlüsselfaktoren des ärztlichen Berufes wie die Orientierung an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten in Verbindung mit Empathie und Sozialkompetenz erkannt werden. Auf Grundlage einer wissenschaftlich fundierten Konzeption, die von den Hochschulen des Landes erstellt wird, werden auch die Qualitätsstandards berufsbezogener Eignungsdiagnostik berücksichtigt.

„Spätestens mit Beginn des Wintersemesters 2021 sollen die ersten Studierenden, die nach dem Landarztgesetz und der Verordnung dazu ausgewählt wurden, mit ihrem Studium an den beiden Unimedizinen in Rostock und Greifswald starten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend im Landtag.

Volkskrankheit Diabetes

Lions Clubs engagieren sich verstärkt gegen Volkskrankheit Diabetes

Verchen – Die Lions Clubs aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern weiten Ihr Engagement gegen die fortschreitende Volkskrankheit Diabetes aus. Notwendig machen dieses Engagement die Zahlen zu den Erkrankungen, die zum bevorstehenden Welt-Diabetes-Tag am 14.11.2019 veröffentlicht wurden.

Trotz aller nationalen Programme, Empfehlungen und Schulungssysteme gibt es neuesten Ermittlungen zufolge (Deutsche Diabetes Gesellschaft, 2019) in Deutschland aktuell mehr als 7,5 Millionen Diabetiker; man nimmt an, dass sich aktuell weitere zwei Millionen Menschen ihrer Erkrankung an Diabetes nicht bewusst sind. Deutschland hat die höchste Zuwachsrate in Europa mit ca. 500.000 Neudiagnosen pro Jahr. Ganz besonders betroffen sind die östlichen Bundesländer (siehe Grafik). Dies, so die Wissenschaftler, wird für die Zukunft fatale gesellschaftliche, volkswirtschaftliche und gesundheitsökonomische Folgen mit sich bringen.

Die Lions Clubs des Distrikts 111 Ost-Nord sind deshalb am 16. November 2019 zum WeltDiabetesErlebnisTag im Sony Center in Berlin (10:00 bis 18:00) mit einem eigenen Informationsstand vertreten, um ihre Maßnahmen und Konzepte im Engagement gegen die Volkskrankheit Diabetes vorzustellen.

Gemäß ihrem Motto „We serve“ werden die Lions den Besuchern und Betroffenen Informationen zur Bewältigung und vor allem zur Vorbeugung und Früherkennung dieser Krankheit näherbringen. Dabei bieten die Lions mit medizinischen Fachkräften vor Ort den Standbesuchern im Sony Center Berlin an, mit einem Diabetesrisikotest und der Langzeit-Blutzucker-Messung (HbA 1C ) die persönliche Risikosituation, an Diabetes zu erkranken, zu ermitteln. Ferner wird ein Online-Schulungsprogramm angeboten, das bei der Ernährungsumstellung behilflich ist, um das Diabetesrisiko zu senken.

Der Distrikt 111 Ost-Nord von Lions Deutschland hat sich vorgenommen, mit gezielter Aufklärung, aktiver Vorsorge und Früherkennung sowie nachhaltiger Unterstützung therapiebegleitender Maßnahmen durch Ernährung und Bewegung diesem rasanten Zuwachs der äußerst komplexen Zivilisationskrankheit „Diabetes“ mit aller Macht zu begegnen – im Alltag der Menschen, außerhalb von Klinik und Arztpraxis.

In den regionalen und örtlichen Lions Clubs integrieren und erweitern dafür ernannte Clubbeauftragte bereits laufende Clubaktivitäten um das Thema „Diabetes“. In Jugendcamps werden bereits erkrankte bzw. gefährdete Kinder und Jugendliche über die Entstehung von Diabetes aufgeklärt und in Lebensstil-, Bewegungs- und Ernährungsprogrammen angeleitet.

Zudem möchte sich Lions Deutschland, ganz besonders aber der Distrikt 111 Ost-Nord, auf vielfältige Weise für eine verbesserte Gemeinschaftsverpflegung In den Kindertagesstätten, Schulen und Betriebskantinen einsetzen.

Impfaktionen im ganzen Land

Jetzt gegen Influenza sowie Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung schützen

Schwerin – Herbstzeit ist Impfzeit – vor allem gegen Grippe (Influenza) lassen sich jetzt viele Menschen schützen. „Impfen ist ein wichtiges Thema für die ganze Familie. In jedem Lebensalter gibt es spezielle Situationen, in denen der Impfschutz individuell angepasst werden sollte. Zu Beginn der kühleren Jahreszeit gilt es, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Denn: Impfungen bieten Schutz für den Einzelnen und führen zugleich zu einem Kollektivschutz in der Bevölkerung. Deshalb werben wir dafür. Im Rahmen unserer landesweiten Impfkampagne `MV impft – Gemeinsam Verantwortung übernehmen´ bieten die Gesundheitsämter an vielen Orten Mecklenburg-Vorpommerns spezielle Impftermine an. Das ist für jedermann eine gute Gelegenheit, den Impfschutz aufzufrischen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Gesundheitsminister Glawe warb dafür, die landesweiten Impfangebote zu nutzen. Interessierte können sich beispielsweise am Mittwoch, den 06. November in Schwerin (von 15:00 – 19:00 Uhr im Schleswig-Holstein-Haus) oder am Donnerstag, den 07. November in Rostock (von 13:00 – 16:00 Uhr im Gesundheitsamt) gegen Grippe (Influenza), Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten-Kinderlähmung als Kombination und Pneumokokken impfen lassen. Auch in Güstrow und in Bad Doberan (beide Landkreis Rostock) gibt es im November noch ergänzende Impftermine zu den regulären Impfsprechstunden. Mit den Krankenkassen hat Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren eine Impfvereinbarung gemäß SGB V, nach der Kosten für Impfstoffe und Verbrauchsmaterialien für die von den Gesundheitsämtern durchgeführten Impfungen erstattet werden.

„Dank des Engagements der Gesundheitsämter ist es für viele Menschen möglich, unkompliziert eine Impfung durchführen zu lassen. Auch die Ärzte im Land bieten Schutzimpfungen an. Wichtig ist, dass sich jeder gut informiert, um den passenden Impfschutz zu erhalten“, sagte Glawe.

„MV impft“ ist eine Kampagne des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales. Mecklenburg-Vorpommern hat im Oktober 2018 die Kampagne „MV impft – Gemeinsam Verantwortung übernehmen“ (www.mv-impft.de) gestartet. Ziel der Impfkampagne ist es, das Thema Impfen wieder stärker in den Blickpunkt der Bevölkerung zu rücken. Im Rahmen der Kampagne werden Informationen zielgruppenspezifisch für Eltern, Kinder, junge Erwachsene, Familien sowie Senioren angeboten.

Neben dem Internetauftritt www.mv-impft.de wird mit gedrucktem Informationsmaterial wie Plakaten und Faltblättern geworben. Darüber hinaus werden auch digitale Medien, wie beispielsweise Kinos und YouTube als Informationsträger eingesetzt. Damit sollen unter anderem gezielt Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen werden. Hinzu kommen Hinweise auf die zahlreichen Impfangebote der niedergelassenen Ärzte, der Gesundheitsämter und auch der Betriebsärzte im Land.

Impftermine in Mecklenburg-Vorpommern

Hansestadt Rostock
Gesundheitsamt Rostock
Paulstr. 22, 18055 Rostock
Tel.: 0381 / 381-5339

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 10:00 – 12:00 Uhr & 13:00 – 17:30 Uhr und nach Vereinbarung

Impfaktionstag
07.11. von 13:00 – 16:00 Uhr

Landeshauptstadt Schwerin
Gesundheitsamt Schwerin
Am Packhof 2-6, 19053 Schwerin
Tel.: 0385 / 545-2821

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 14:00 – 17:30 Uhr

Impfaktionstag im Schleswig-Holstein-Haus
06.11. von 15:00 – 19:00 Uhr

Landkreis Rostock
Gesundheitsamt Güstrow
Am Wall 5, 18273 Güstrow
Tel.: 03843 / 7555-3999

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 08:30 – 12:00 Uhr & 13:30 – 16:00 Uhr
Donnerstag: 08:30 – 12:00 Uhr & 13:30 – 17:00 Uhr

Impfaktionstage
14.11.2019 und 04.06.2020

Außenstelle Bad Doberan
Dammchaussee 30a, 18209 Bad Doberan
Tel.: 03843 / 7555-3999

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 08:30 – 12:00 Uhr & 13:30 – 16:00 Uhr
Donnerstag: 08:30 – 12:00 Uhr & 13:30 – 17:00 Uhr

Impfaktionstage
21.11.2019 und 04.06.2020

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Regionalstandort Neubrandenburg
Platanenstr. 43, 17033 Neubrandenburg
Tel.: 0395 / 57087-5345
Donnerstag: 13:00 – 16:00 Uhr

Regionalstandort Demmin
A.-Pompe-Str. 12-15, 17109 Demmin
Tel.: 0395 / 57087-4217
Dienstag: 08:30 – 12:00 Uhr mit Terminabsprache

Regionalstandort Neustrelitz
Woldegker Chaussee 35, 17235 Neustrelitz
Tel.: 0395 / 57087-5346

Regelmäßige Impfsprechstunde
Freitag: 08:00 – 12:00 Uhr

Regionalstandort Müritz
Zum Amtsbrink 2, 17192 Waren (Müritz)
Tel.: 0395 / 57087-2398

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 08:00 – 12:00 Uhr & 14:30 – 17:30 Uhr
Donnerstag: 08:30 – 12:00 Uhr

Landkreis Vorpommern-Rügen
Hauptstandort Stralsund
Carl-Heydemann-Ring 67, 18437 Stralsund
Tel.: 03831 / 357-2301

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 13:30 -18:00 Uhr
Donnerstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 13:30 – 16:00 Uhr

Impfaktionstag
Impfaktion in der Hochschule Stralsund
13.11.2019 von 8:30 – 12:00 Uhr und 12:45 – 14:30 Uhr

Standort Bergen
Störtebekerstraße 30, 18528 Bergen auf Rügen
Tel.: 03831 / 357-2301

Regelmäßige Impfsprechstunde
Nach Vereinbarung unter Tel.: 03831 / 357-2301

Standort Ribnitz-Damgarten
Scheunenweg 10, 18311 Ribnitz-Damgarten
Tel.: 03831 / 357-2301

Regelmäßige Impfsprechstunde
Nach Vereinbarung unter Tel.: 03831 / 357-2301

Landkreis Vorpommern-Greifswald
Fachdienst Gesundheit Pasewalk
An der Kürassierkaserne 9,· 17309 Pasewalk
Tel.: 03834 / 8760-2449

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 14:00 – 18:00 Uhr
Donnerstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 14:00 – 16:00 Uhr

Fachdienst Gesundheit Anklam
Leipziger Allee 26, 17389 Anklam
Tel.: 03834 / 8760-2421

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 14:00 – 18:00 Uhr;
Donnerstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 14:00 – 16:00 Uhr

Fachdienst Gesundheit Greifswald
Stralsunder Str. 5-6, 17489 Greifswald
Tel.: 03834 / 8760-2401

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 14:00 – 18:00 Uhr;
Donnerstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 14:00 – 16:00 Uhr

Landkreis Ludwigslust-Parchim
Fachdienst Gesundheit Ludwigslust
Garnisonsstr. 1, 19288 Ludwigslust
Tel.: 03871 / 722-5300

Regelmäßige Impfsprechstunde
Donnerstag nach Vereinbarung unter Tel.: 03871 / 722-5300

Fachdienst Gesundheit Parchim
Putlitzer Str. 25, 19370 Parchim
Tel.: 03871 / 722-5311

Regelmäßige Impfsprechstunde
Donnerstag: 11:00 – 12:00 Uhr & 16:30 – 17:30 Uhr

Landkreis Nordwestmecklenburg
Fachdienst Öffentlicher Gesundheitsdienst Wismar
Rostocker Str. 76, 23966 Wismar
Tel.: 03841 / 3040-5300

Regelmäßige Impfsprechstunde
Donnerstag: 14:00 – 18:00 Uhr

Einführung einer Landarztquote

Schwerin – Die Landesregierung hat in ihrer heutigen Kabinettssitzung den Gesetzentwurf zur „Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung mit besonderem öffentlichen Bedarf des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ beschlossen. Ziel ist es, die hausärztliche Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern auch in ländlichen Räumen auch in Zukunft sicherzustellen. Dazu sollen künftig in jedem Jahr 32 Medizin-Studienplätze an Bewerberinnen und Bewerber vergeben werden, die sich verpflichten, nach Abschluss ihres Studiums und einer fachärztlichen Weiterbildung für zehn Jahre als Hausärzte in ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns tätig zu sein.

„Wir wollen, dass es überall im Land eine gute medizinische Versorgung gibt. Für die Menschen ist besonders wichtig, dass sie einen Hausarzt oder eine Hausärztin in der Nähe haben“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Deshalb führen wir jetzt in Mecklenburg-Vorpommern eine Landarztquote ein. Wir wollen junge Menschen besonders fördern, die später als Hausarzt oder Hausärztin arbeiten wollen. Denn sie leisten einen besonders wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung in unserem Land.“

Spätestens mit Beginn des Wintersemesters 2021 soll eine Vorabquote für die Bewerberinnen und Bewerber des Studiums der Humanmedizin eingeführt werden.

„Mit der Entscheidung im Kabinett wird ein weiterer Schritt in Richtung Landarztquote genommen. Jetzt ist der Landtag am Zug“, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe. „Wir freuen uns über jeden, der den Schritt als Landarzt wagt. Deshalb wollen wir Anreize für mehr Ärzte im ländlichen Raum geben. Es ist notwendig, möglichst frühzeitig diejenigen potentiellen Medizinstudierenden für eine Tätigkeit als Hausarzt zu gewinnen, die sich die Arbeit im ländlichen Raum aktiv vorstellen können. Neu ist im Auswahlverfahren, dass soziale Kompetenz und Empathie eine Rolle spielen. Gute Noten sind das Eine. Wichtig sind kommunikative Fähigkeiten des angehenden Arztes. Wem nützt ein ´Einser-Abitur´, wenn in Patientengesprächen am Ende nicht der richtige Ton getroffen wird“, so Glawe.

Als Auswahlkriterien sind neben der Durchschnittsnote das Ergebnis eines strukturierten fachspezifischen Studierfähigkeitstests sowie die Art und Dauer einer einschlägigen Berufsausbildung oder Berufstätigkeit vorgesehen. Außerdem wird gesetzlich geregelt, die Bewerberinnen und Bewerber zu strukturierten Auswahlgesprächen einzuladen, die sich unter Berücksichtigung der weiteren Kriterien qualifiziert haben.

In Mecklenburg-Vorpommern praktizieren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern momentan etwa 1.200 Hausärztinnen und Hausärzte. Diese Tätigkeit dürfen nach den gesetzlichen Vorgaben Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner, Internistinnen und Internisten sowie Kinderärztinnen und Kinderärzte ausüben. 35 Prozent dieser Hausärztinnen und Hausärzte sind zwischen 50 und 59 Jahren alt und gehen voraussichtlich in sechs bis 15 Jahren in den Ruhestand.

Medizintechnikentwicklung

Wirtschaftsminister informiert sich über Medizintechnikentwicklung in Baden-Württemberg

Tuttlingen – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat sich in Tuttlingen (Baden-Württemberg) über die Gesundheitswirtschaft und im Besonderen über die Entwicklung der Medizintechnik informiert.

„Tuttlingen ist ein hervorragendes Beispiel wie sich über die Jahre ein Wachstumskern im Bereich der Medizintechnik durch die Ansiedlungen von produzierenden und zuliefernden Unternehmen herausgebildet hat. Hier wurde auch gezielt wissenschaftliche Forschung angesiedelt. Von den Erfahrungen können wir profitieren. Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft sind der Schlüssel für mehr innovative Produkte, für mehr Wertschöpfung und für mehr Beschäftigung bei uns im Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag.

Wirtschaftsminister Glawe hat mit der Invest in MV GmbH und der BioCon Valley GmbH in Tuttlingen auf den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam gemacht.

„Der Medizintechnikmarkt wächst deutlich auch bei uns im Land. Die Branche umfasst eine große Bandbreite von Produkten und Verfahren und gilt als besonders innovativ, wachstumsstark und zukunftsträchtig. Medizintechnikunternehmen haben oftmals eine hohe Exportquote, weil ihre Produkte international gefragt sind. Export schafft und sichert Arbeitsplätze im eigenen Land“, machte Glawe deutlich.

Mit einem Anstieg der Bruttowertschöpfung von durchschnittlich 4,7 Prozent pro Jahr seit 2006 bis 2015 (aktuellster Wert) verzeichnete der Bereich Medizintechnik in Mecklenburg-Vorpommern eine weit überdurchschnittliche Wachstumsdynamik (Bundesschnitt: 2,6 Prozent pro Jahr). Im Jahr 2015 betrug die Bruttowertschöpfung der Medizintechnik 213 Millionen Euro in MV. Überdurchschnittlich wuchs auch die Zahl der Beschäftigen um 3,4 Prozent pro Jahr (=4.400 Erwerbstätige; Bundeschnitt 0,6 Prozent pro Jahr). Deutliche Zuwächse gab es auch im Export. 7,7 Prozent beträgt das durchschnittliche Wachstum pro Jahr seit 2006. (Bundesdurchschnitt: 4,1 Prozent pro Jahr).*

„Medizinprodukte leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesundheitsversorgung und sind ein bedeutender Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor. Hier müssen wir weiter ansetzen. Mir ist wichtig, dass die Produkte der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt und vor allem auch bei uns im Land produziert werden. Dies sichert und schafft nachhaltig Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt. Gerade der Medizintechnikbereich zeigt, wie wettbewerbsfähige Produkte aus unserem Land auch international erfolgreich vermarktet und angeboten werden können. Für Investitionen in Mecklenburg-Vorpommern werden wir weiter überregional und international werben“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

In Tuttlingen gibt es mehr als 400 Medizintechnikunternehmen mit rund 8000 Beschäftigten. Sie arbeiten in Europas größtem Medizintechnikcluster an innovativen chirurgischen Instrumenten und modernsten Implantattechnologien. Hinzu kommen zahlreiche auf Medizintechnik spezialisierte Zulieferer und Dienstleister. Quelle: Tuttlingen/ Weltzentrum-der-Medizintechnik.de).

*Auf Initiative der BioCon Valley® GmbH wurde in Kooperation mit dem unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR die Studie „Ökonomischer Fußabdruck – Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ erstellt. Darin wurden erstmals bundesweit vergleichbare Zahlen zur Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern ausgewertet.

Impfaktion für Studierende

Rostock – Mit einer Impfaktion sind noch bis morgen vier Impfteams der Universitätsmedizin Rostock und des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) in Rostock aktiv, um Studierende für das Thema Impfen zu sensibilisieren und Impfungen gegen Influenza und Tetanus/Diphtherie/Keuschhusten/Kinderlähmung anzubieten. Die Aktion ist Bestandteil der landesweiten Kampagne „MV impft – gemeinsam Verantwortung übernehmen“.

„Mecklenburg-Vorpommern ist ein Land mit einer sehr hohen Impfbereitschaft und überdurchschnittlich hohen Impfquoten im bundesweiten Vergleich. Das ist richtig so, denn Impfungen sind der beste Schutz vor Infektionskrankheiten. Aber: Gute Impfquoten sind kein Selbstläufer und bedürfen immer wieder großen Engagements und vieler Teamplayer. Die Aktion an der Universität Rostock ist dabei ein wichtiger Baustein unserer Kampagne und zugleich ein unkompliziertes Angebot für Studierende, den eigenen Impfstatus aufzufrischen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph, der sich vor Ort gegen Grippe impfen ließ.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Universität im Rahmen der Immatrikulationswoche eine Impfaktion initiiert. Rund 800 Studierende nahmen die Gelegenheit wahr, sich impfen zu lassen.

„Die hohen Impfquoten im Land sind das Resultat zahlreicher Maßnahmen, die seit Jahren bei uns Anwendung finden“, sagte Rudolph. Um beispielsweise die Zirkulation der Masern zu verhindern, werden von der Weltgesundheitsorganisation Impfraten von 95 Prozent gefordert. Bei den 17 im Rahmen von Schuleingangsuntersuchungen jährlich erhobenen Impfquoten liegt Mecklenburg-Vorpommern im Bundesländervergleich 13 Mal auf Rang eins und drei Mal auf Rang drei. Bei der zweiten Masern-Impfung erreichen bundesweit nur Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die angestrebten 95 Prozent.

„Um die hohe Impfbereitschaft weiter zu fördern und mögliche Sorgen der Bürger im Vorfeld auszuräumen, müssen Grundbedingungen eingehalten werden. Zunächst gilt es, kontinuierlich Aufklärung über das Impfen zu leisten. Das machen wir sehr erfolgreich mit unserer landesweiten Kampagne `MV impft – gemeinsam Verantwortung übernehmen´. Zum anderen gilt es, ein breites und niedrigschwelliges Impfangebot zur Verfügung zu stellen. Deshalb ist es sinnvoll, die Durchführung von Schutzimpfungen jedem Arzt zu ermöglichen, der entsprechend ausgebildet ist“, betonte Rudolph.

In Mecklenburg-Vorpommern benötigen Ärzte, die Impfungen durchführen wollen, ein Impfzertifikat. Dieses kann bei der Ärztekammer erworben werden und ist alle fünf Jahre durch Fortbildung zu aktualisieren. „Das ist bislang bundesweit vorbildlich und schafft Vertrauen. Wir stellen sicher, dass unsere Ärzte stets über ein profundes und aktuelles Wissen zum Thema Impfen verfügen. Insbesondere vor dem Hintergrund der fortlaufenden Neu- und Weiterentwicklung von Impfstoffen ist ein regelmäßiges Wissens-Update der impfenden Ärzte wichtig, um die Patienten zielgruppenspezifisch und kompetent zu beraten“, hob Rudolph hervor.

Das Wirtschafts- und Gesundheitsministerium hat gemeinsam mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales die Impfkampagne „MV impft – gemeinsam Verantwortung übernehmen“ initiiert. Ziel ist es, das Thema Impfen wieder stärker in den Blickpunkt der Bevölkerung zu rücken. Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Besonders wichtig sind die Basisimpfungen im Kindes- und Jugendalter und später die sogenannten Auffrischimpfungen, um lebenslang einen Schutz zu haben.

Im Rahmen der Kampagne werden zielgruppenspezifische Informationen für Eltern, Kinder, junge Erwachsene, Familien sowie Senioren angeboten. Neben dem Internetauftritt www.mv-impft.de wird mit gedrucktem Informationsmaterial wie Plakaten und Faltblättern geworben. Darüber hinaus werden auch Medien wie beispielsweise YouTube und Facebook sowie Kinospots als Informationsträger eingesetzt. Damit sollen unter anderem gezielt Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen werden. Hinzu kommen Hinweise auf die zahlreichen Impfangebote der niedergelassenen Ärzte, der Gesundheitsämter und auch der Betriebsärzte im Land.

Alle Gesundheitsämter im Land bieten regelmäßig wöchentliche Impfsprechstunden an. Informationen zu den Terminen sind zu finden unter: https://mv-impft.de/aktuelles-termine/. Weiterhin gibt es Vereinbarungen mit den Krankenkassen beziehungsweise mit den kommunalen Gesundheitsämtern, so dass dem öffentlichen Gesundheitsdienst und den Betriebsärzten die Durchführung aller öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen ermöglicht werden. Somit können Betriebsärzte nicht nur bei ihren Beschäftigten den Impfschutz kontrollieren sondern auch fehlende Schutzimpfungen nachholen.