Neue Tagesklinik für Psychiatrie geplant

Ueckermünde – Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat heute einen Fördermittelbescheid an das AMEOS Klinikum Ueckermünde für Umbaumaßnahmen übergeben. Dort soll eine neue Tagesklinik für Psychiatrie entstehen.

„Derzeit sind die räumlichen und therapeutischen Gegebenheiten für die Patienten und das medizinische Personal nicht gut geeignet für eine umfassende Behandlung. Nach Ende der Baumaßnahmen wird in der Region eine wohnortnahe, gute medizinische Versorgung von psychisch kranken Menschen entstehen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Wirtschaftsminister Glawe wurde vor Ort vertreten von Ralf Iwohn, Referatsleiter Öffentliches Gesundheitswesen, Infektionsschutz und Rettungsdienst im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit.

In Ueckermünde soll das „Haus 13“ zu einer Tagesklinik für Psychiatrie umgebaut werden. Das unsanierte Gebäude gehört zum historischen Gebäudebestand der ehemaligen „Provinzial-Irrenanstalt Ueckermünde“ und befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Gebäuden der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

Derzeit ist die Tagesklinik im Dachgeschoss des Hauses 12. Das Angebot richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen, für die eine ambulante Behandlung nicht mehr ausreicht und eine vollstationäre Therapie noch nicht erforderlich ist. Behandlungsschwerpunkte sind unter anderem Angst- und Panikstörungen, Zwangserkrankungen, Depressionen sowie Essstörungen. Das Gesundheitsministerium unterstützt das Vorhaben in Höhe von zwei Millionen Euro. Die Gesamtkosten des Neubaus betragen rund 2,3 Millionen Euro.

„Tagesklinische Angebote sind ein unverzichtbarer Baustein in der medizinisch-psychiatrischen Versorgung. Die Patienten werden umfassend betreut und können dennoch abends und am Wochenende in ihrem gewohnten Umfeld bleiben“, sagte Glawe.

In den Bereichen Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie stehen in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1.078 tagesklinische Plätze zur Verfügung.

Das Krankenhaus Ueckermünde ist mit 105 Planbetten in den Fachabteilungen Chirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Innere Medizin, Neurologie, Orthopädie/Unfallchirurgie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Psychiatrie und Psychotherapie sowie Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Krankenhausplan ausgewiesen.

Am Standort Ueckermünde werden Tageskliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und Psychiatrie und Psychotherapie mit insgesamt 11 Plätzen betrieben. Die AMEOS Krankenhausgesellschaft Vorpommern mbH hat insgesamt 324 Planbetten und 37 tagesklinischen Plätze.

Der private Krankenhausträger ist Arbeitgeber für rund 700 Mitarbeiter. Das Ueckermünder Klinikum gehört zur AMEOS Gruppe mit Sitz in Zürich, die nach eigenen Angaben 13.300 Mitarbeiter in 85 Einrichtungen (Krankenhäuser, Poliklinika, Pflege- und Eingliederungseinrichtungen) an 47 Standorten beschäftigt.

„Das AMEOS Klinikum Ueckermünde hat mit den beiden Krankenhausstandorten in Ueckermünde und Anklam als Arbeitgeber im Bereich der Gesundheitsversorgung im Landkreis Vorpommern-Greifswald eine große regionale Bedeutung. Dank der hohen Kompetenz und des umfassenden Engagements der Mitarbeiter erhalten Patienten neben einer guten medizinischen Versorgung ein Gefühl von Geborgenheit. Das ist bei der Versorgung psychisch kranker Menschen von besonderer Bedeutung“, dankte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe den Mitarbeitern abschließend.

Die stationäre Gesundheitsversorgung ist in Mecklenburg-Vorpommern durch 37 moderne, leistungsfähige Krankenhäuser sichergestellt. Aktuell sind im Krankenhausplan 10.099 Betten und 1.419 tagesklinische Plätze ausgewiesen.

Insgesamt standen den Krankenhäusern in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2018 Einzelfördermittel (= langfristige Investitionen wie etwa Neubauten oder Sanierungsmaßnahmen) in Höhe von rund 24 Millionen Euro und Pauschalfördermittel (Förderung für kleinere bauliche Maßnahmen und die Wiederbeschaffung kurzfristiger Anlagegüter) in Höhe von rund 22,8 Millionen Euro zur Verfügung. Seit 1990 sind im Rahmen der Krankenhausfinanzierung mit mehr als 2,8 Milliarden Euro erhebliche finanzielle Mittel in die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern geflossen.

Bündelung von Krankenhausleistungen

Asklepios Klinik Parchim und MEDICLIN Krankenhaus am Crivitzer See bündeln Gynäkologie und Geburtshilfe am Standort Parchim

Die Asklepios Klinik Parchim und das MEDICLIN Krankenhaus am Crivitzer See werden ihre Abteilungen für Gynäkologie und Geburtshilfe an einem Standort bündeln. In Abstimmung mit dem Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern Harry Glawe haben beide Klinken beschlossen, ihre gynäkologischen und geburtshilflichen Fachabteilungen ab dem 01. Januar 2020 in der Asklepios Klinik Parchim zusammenzuführen und entsprechend in Crivitz zu schließen. Werdende Eltern, die eine Geburt nach dem 31. Dezember 2019 im MEDICLIN Krankenhaus am Crivitzer See geplant haben, können in Parchim versorgt werden.

„Grund für den Zusammenschluss sind qualitätsmedizinische Erwägungen im Zusammenhang mit der seit langem rückläufigen Geburtenzahl an beiden Standorten in Folge des demografischen Wandels. Diese Entwicklung ist gleichzeitig mit verantwortlich für zuletzt immer wieder auftretende personelle Engpässe bei Hebammen und Fachärzten in den beiden Einrichtungen“, so die gemeinsame Erklärung der Geschäftsführungen von Asklepios und MEDICLIN.

Im aktuellen Jahr werden an beiden Standorten jeweils weniger als 400 Kinder zur Welt gebracht und jeweils knapp 1.000 gynäkologische Fälle behandelt. Als Mindestrichtwert für eine routinierte und auf möglichst viele Eventualfälle vorbereitete Geburtshilfe gelten laut Fachgesellschaften mehr als 500 Geburten an einem Standort. „Nur mit der Zusammenlegung am Standort Parchim können wir verantwortungsbewusst eine Station mit genügend qualifiziertem Fachpersonal betreiben und die gute medizinische Qualität, die wir in Crivitz über Jahrzehnte angeboten haben, auch für die Zukunft sichern“, sagt Yvonne Bartels, Kaufmännische Direktorin im MEDICLIN Krankenhaus am Crivitzer See. „Damit übernehmen wir Verantwortung für die Versorgung in der Region.“

„Gerade in der Geburtshilfe hängt die Sicherheit von Mutter und Kind untrennbar mit geübter Routine und Erfahrung zusammen. Je mehr Kinder an einem Standort entbunden wurden, desto besser ist das medizinische Team auf Besonderheiten und Notsituationen vorbereitet und eingespielt. Durch die Zusammenlegung der Abteilungen an einem Standort erreichen wir die von den Fachgesellschaften vorgesehene kritische Größe für eine routinierte Geburtshilfe und werden als großer Standort auch für medizinisches Fachpersonal wieder deutlich attraktiver“, sagt Matthias Dürkop, Geschäftsführer der Asklepios Klinik Parchim. „Die Aufgabe der Gynäkologie und Geburtshilfe in Crivitz fällt uns nicht leicht. Wir sind aber der festen Überzeugung, hier einen verantwortungsbewussten und richtigen Schritt zu gehen, um im Interesse unserer Patienten die gynäkologische und geburtshilfliche Versorgung in der Region zu sichern. Wir bündeln unser Know-how und unsere Ressourcen, um mit geeinter Kraft ein verlässlicher Gesundheitspartner für Frauen und werdende Mütter in der Region zu bleiben“, sagt Yvonne Bartels.

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe unterstützt das gemeinsame Vorgehen der Kliniken in Crivitz und Parchim. „Der Zusammenschluss ist keine leichte Entscheidung, aber vor allem ein notwendiger Schritt für die Region insgesamt. Parchim und Crivitz ziehen an einem Strang. Mit dem Zusammenschluss wird die gynäkologische und geburtshilfliche Fachabteilung in Parchim auf hohem Niveau weiterbetrieben werden können. Von den langjährigen Erfahrungen im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe können Mediziner und Patienten profitieren. Nicht zuletzt wird Arbeit vor Ort gesichert“, sagte Gesundheitsminister Glawe.

Ausschlaggebend für den Zusammenschluss beider Fachabteilungen am Standort Parchim war insbesondere die räumliche Infrastruktur, die es ermöglicht, alle Geburten, die im Verlauf des vergangenen Jahres in Crivitz stattgefunden haben, aufzunehmen. Aktuell verfügt Parchim in der Gynäkologie und Geburtshilfe über zehn Planbetten. Nach dem Zusammenschluss soll es weitere Betten geben. Wie bislang in Crivitz können auch in Parchim die U2-Untersuchungen der Neugeborenen vorgenommen werden. Abgedeckt wird das durch Pädiater im direkt an der Klinik befindlichen Medizinischen Versorgungszentrum. Darüber hinaus haben in Parchim unlängst alle Anästhesisten, Intensivmediziner und die Gynäkologen ein Training zur Neugeborenen-Erstversorgung erhalten und können im Notfall bei einer Entbindung unterstützen.

Mit dem Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe, wurde auch über die Zukunft der stationären pädiatrischen Versorgung am Standort Parchim entschieden. Trotz größter Bemühungen ist es über Monate hinweg nicht gelungen, neue Fach- und Assistenzärzte für die rund-um-die-Uhr-Versorgung am Standort zu gewinnen. An die Stelle der bisherigen stationären Versorgung tritt auf Initiative des Ministers zukünftig eine tagesklinische, intersektorale Versorgung für Kinder und Jugendliche.

Bei dem Modellprojekt werden erkrankte Kinder tagsüber in der Klinik medizinisch ärztlich und pflegerisch betreut. Vier Betten will das Ministerium für dieses Modellprojekt in den Krankenhausplan aufnehmen. Auch die Besetzung einer ärztlichen Stelle hat das Ministerium bereits in Aussicht gestellt. Die stets geforderte engere Verzahnung ambulanter und stationärer Versorgungsformen bekommt damit auch in Parchim ein Gesicht. Im Rahmen des Asklepios MVZ am Krankenhaus in Parchim können die kleinen Patienten auch weiterhin ambulant behandelt werden. Sollte der Behandlungsbedarf der behandelten Kinder die Möglichkeiten einer Tagesklinik überschreiten, kann auf die Kinderklinik des Klinikums Schwerin zurückgegriffen werden.

Zum Wegfall der stationären pädiatrischen Versorgung erklärt Matthias Dürkop, Geschäftsführer der Asklepios Klinik Parchim: „Wir haben über diverse Kanäle bundesweit und auch mit Headhuntern über Monate mit größtmöglichem Engagement nach neuen Ärzten für die Kinder- und Jugendmedizin gesucht. Leider ohne Erfolg. Wir hatten nicht eine Bewerbung! Schweren Herzens müssen wir den Realitäten ins Auge sehen und unseren Versorgungsauftrag für die stationäre pädiatrische Versorgung zum 31.12.2019 zurückgeben. Wir bedauern das sehr und ich möchte ausdrücklich erwähnen, dass die Klinik noch nie so viel Aufwand bei der Akquise von Ärzten betrieben hat, wie im Fall der Pädiatrie.“

Und weiter: „Wir haben immer betont, dass uns ein Erhalt der kindermedizinischen Versorgung an unserer Klinik am Herzen liegt, wir aber bei unserem Versorgungsangebot auf die 24/7-Anwesenheit von Fachärzten angewiesen sind. Dies ließ sich aber angesichts des bekannten bundesweiten Mangels an Fachkräften absehbar nicht mehr gewährleisten. Das ist für uns alle und insbesondere für die Eltern der kleinen Patienten keine gute Nachricht, aber wir können es nicht ändern. Wir werden aber mithilfe des neuen tagesklinischen Angebots und unseres bewährten Angebots im ambulanten Bereich weiterhin Kinder und Jugendliche versorgen und so auch künftig die pädiatrische Grundversorgung im Landkreis sichern“, so Dürkop.

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe bedauerte den Wegfall der stationären pädiatrischen Versorgung. Er machte zugleich deutlich, dass intensiv nach Alternativen gesucht werden musste. „Gerade in einem Flächenland brauchen wir innovative Lösungen, um die Versorgung bestmöglich zu gewährleisten. Deshalb starten wir das Modellprojekt. Mit dem Projekt sollen dabei die Vorteile einer stationären Anbindung mit denen einer ambulanten Versorgung verbunden werden. Ziel ist es dabei, eine Versorgung vorzuhalten, die sich an unterschiedliche Bedarfe anpassen kann. Wir wollen die medizinische Versorgung vor Ort weiter bestmöglich sichern. Das Projekt wird nun Schritt für Schritt umgesetzt“, so Gesundheitsminister Glawe.

Welt-AIDS-Tag – mit Vorurteilen aufräumen

Schwerin – Unter dem Motto „Du hast HIV? Damit komme ich klar!“ ruft die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zu mehr Solidarität und einen offenen Umgang mit HIV-positiven Menschen im Arbeitsleben auf.

Anlass ist der Welt-AIDS-Tag am Sonntag (01.12.); mit dem Aktionstag soll aufgezeigt werden, dass ein Zusammenleben zwischen Menschen mit und ohne HIV („Human Immunodeficiency Virus“) bereits stattfindet und möglich ist. „Ziel des Welt-AIDS-Tages in diesem Jahr ist es, über die Krankheit aufzuklären, mit Vorurteilen aufzuräumen und Ängste abzubauen. Denn: HIV-Infizierte können arbeiten und ihre Freizeit gestalten wie andere auch. Wichtig ist es daher, die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und Wissenslücken zu schließen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (Epidemiologisches Bulletin 46/2019 „Schätzung der Zahl der HIV-Neuinfektionen und der Gesamtzahl von Menschen, die mit HIV in Deutschland leben“) stieg bis Ende 2018 die Zahl der Menschen mit einer HIV-Infektion in Deutschland auf 87.900. In Mecklenburg-Vorpommern wird die Zahl der Menschen mit einer HIV-Infektion auf etwa 1.000 geschätzt. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland sowie bei Menschen deutscher Herkunft, die sich im Ausland mit HIV infiziert haben, wird für das Jahr 2018 auf 2.400 geschätzt und nimmt damit gegenüber 2017 (nach aktualisierter Schätzung 2.500 Neuinfektionen) ab. In Mecklenburg-Vorpommern sind es geschätzt 55 Neuinfektionen (2017 waren es 65).

„Heute besteht die Möglichkeit, mit Medikamenten zu verhindern, dass AIDS ausbricht. Entscheidend ist, dass eine Diagnose rechtzeitig gestellt und Therapien zeitnah eingeleitet werden. Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern ein Netz an Beratungs- und Aufklärungsstellen für sexuelle Gesundheit; dorthin kann sich jeder wenden“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern informiert die Internetseite www.sg-mv.de umfassend über Informations-, Weiterbildungs- und Beratungsstellen zu den verschiedenen Themen der sexuellen Gesundheit und die entsprechenden Ansprechpartner. Um Neuinfektionen zu vermeiden, gibt es sogenannte „Notfalldepots“ in Mecklenburg-Vorpommern.

Bei einem HIV-Risikokontakt (zum Beispiel durch ungeschützten Geschlechtsverkehr oder Nadelstichverletzungen) wird empfohlen, vor Ablauf von 24 Stunden mit einer „Postexpositionellen Prophylaxe“ (PEP) zu beginnen: Jeder niedergelassene Arzt hat die Möglichkeit, Patienten zu einer Einrichtung zu überweisen; die unter Umständen erforderliche Weiterbehandlung erfolgt dann durch die HIV-Ambulanz des Zentrums für Innere Medizin der Universitätsmedizin Rostock. Die HIV-PEP-Notfalldepots sind unter www.aek-mv.de gelistet.

2019 findet der Welt-AIDS-Tag zum 32. Mal statt. Seit 1988 wird er jährlich am 01. Dezember begangen. AIDS ist eine Schwäche des körpereigenen Abwehrsystems, die durch das Humane Immundefizienz-Virus HIV (= Human Immunodeficiency Virus) verursacht wird. Die Abkürzung AIDS steht für die englische Bezeichnung „Acquired Immune Deficiency Syndrome“ und heißt auf deutsch „Erworbenes Immundefektsyndrom“. www.welt-aids-tag.de

Gesetzentwurf zur Landarztquote

Schwerin – Im Landtag ist am Mittwoch der Gesetzentwurf zur Sicherstellung der wohnortnahen hausärztlichen Versorgung diskutiert worden. Im Mittelpunkt stand die Einführung einer Landarztquote. „Es gibt in Teilen einen Ärztemangel, insbesondere auf dem Land. Die Stellen zu besetzen, sind große Herausforderungen des Gesundheitssystems und das nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch im Landtag in Schwerin.

In Mecklenburg-Vorpommern droht derzeit im hausärztlichen Bereich in verschiedenen Bedarfsplanungsbereichen eine Unterversorgung. Hierzu zählen beispielsweise Demmin, Greifswald Umland, Grimmen, Hagenow, Parchim, Rostock Umland oder Wismar und Waren (Müritz). Diese Berechnung beruht auf Daten der Kassenärztlichen Vereinigung M-V (KVMV), die sich im Wesentlichen auf die Zahl der Ärzte bezieht, die 60 Jahre und älter sind und die ihre Praxis deshalb voraussichtlich in den nächsten Jahren abgeben werden.

Im Landtag wurde der Gesetzentwurf in seiner ersten Lesung diskutiert. Die Studienplätze werden nach diesem Gesetz nur an Bewerber vergeben, die sich zuvor vertraglich verpflichten, eine entsprechend einschlägige Weiterbildung, die zu einer Ausübung einer hausärztlichen Tätigkeit berechtigt, zu absolvieren und für zehn Jahre eine vertragsärztliche Tätigkeit in unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Gebieten auszuüben.

„Es geht darum die Möglichkeiten auszuschöpfen, um bereits bei der Auswahl der Medizinstudierenden darauf hinzuwirken, Hausärztinnen und Hausärzte für die ambulante medizinische Versorgung unserer Bevölkerung vor allem auf dem Lande zu gewinnen“, so Glawe. Zur Absicherung der Verpflichtung ist eine Vertragsstrafe in Höhe von 250.000 Euro vorgesehen. Da die Verpflichtung zur Zahlung der Vertragsstrafe den Bewerber nicht in eine existenzielle Bedrängnis bringen darf, ist eine Härtefallregelung vorgesehen.

Insgesamt werden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 32 Medizinstudienplätze zur Verfügung stehen. „Um die angehenden Ärztinnen und Ärzte frühzeitig für eine hausärztliche Tätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern zu gewinnen, sollen sie durch die an den Lehrstühlen für Allgemeinmedizin eingerichteten Kompetenzzentren betreut werden“, so Glawe weiter. Im Zusammenwirken mit der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern wird das Land regelmäßig den Bedarf an Hausärzten überprüfen. Die Kassenärztliche Vereinigung wird als zuständige Stelle des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Ausführung des Landarztgesetzes das gesamte Verfahren durchführen.

Außerdem wird gesetzlich geregelt, die Bewerberinnen und Bewerber zu strukturierten Auswahlgesprächen einzuladen. Die Auswahlgespräche sollen im Rahmen eines Assessment-Centers aus kurzen Interviews und Szenarien (Stationen) bestehen, die von Juroren bewertet werden. Dabei sollen auch – wissenschaftlich fundiert – wichtige Schlüsselfaktoren des ärztlichen Berufes wie die Orientierung an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten in Verbindung mit Empathie und Sozialkompetenz erkannt werden. Auf Grundlage einer wissenschaftlich fundierten Konzeption, die von den Hochschulen des Landes erstellt wird, werden auch die Qualitätsstandards berufsbezogener Eignungsdiagnostik berücksichtigt.

„Spätestens mit Beginn des Wintersemesters 2021 sollen die ersten Studierenden, die nach dem Landarztgesetz und der Verordnung dazu ausgewählt wurden, mit ihrem Studium an den beiden Unimedizinen in Rostock und Greifswald starten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend im Landtag.

Volkskrankheit Diabetes

Lions Clubs engagieren sich verstärkt gegen Volkskrankheit Diabetes

Verchen – Die Lions Clubs aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern weiten Ihr Engagement gegen die fortschreitende Volkskrankheit Diabetes aus. Notwendig machen dieses Engagement die Zahlen zu den Erkrankungen, die zum bevorstehenden Welt-Diabetes-Tag am 14.11.2019 veröffentlicht wurden.

Trotz aller nationalen Programme, Empfehlungen und Schulungssysteme gibt es neuesten Ermittlungen zufolge (Deutsche Diabetes Gesellschaft, 2019) in Deutschland aktuell mehr als 7,5 Millionen Diabetiker; man nimmt an, dass sich aktuell weitere zwei Millionen Menschen ihrer Erkrankung an Diabetes nicht bewusst sind. Deutschland hat die höchste Zuwachsrate in Europa mit ca. 500.000 Neudiagnosen pro Jahr. Ganz besonders betroffen sind die östlichen Bundesländer (siehe Grafik). Dies, so die Wissenschaftler, wird für die Zukunft fatale gesellschaftliche, volkswirtschaftliche und gesundheitsökonomische Folgen mit sich bringen.

Die Lions Clubs des Distrikts 111 Ost-Nord sind deshalb am 16. November 2019 zum WeltDiabetesErlebnisTag im Sony Center in Berlin (10:00 bis 18:00) mit einem eigenen Informationsstand vertreten, um ihre Maßnahmen und Konzepte im Engagement gegen die Volkskrankheit Diabetes vorzustellen.

Gemäß ihrem Motto „We serve“ werden die Lions den Besuchern und Betroffenen Informationen zur Bewältigung und vor allem zur Vorbeugung und Früherkennung dieser Krankheit näherbringen. Dabei bieten die Lions mit medizinischen Fachkräften vor Ort den Standbesuchern im Sony Center Berlin an, mit einem Diabetesrisikotest und der Langzeit-Blutzucker-Messung (HbA 1C ) die persönliche Risikosituation, an Diabetes zu erkranken, zu ermitteln. Ferner wird ein Online-Schulungsprogramm angeboten, das bei der Ernährungsumstellung behilflich ist, um das Diabetesrisiko zu senken.

Der Distrikt 111 Ost-Nord von Lions Deutschland hat sich vorgenommen, mit gezielter Aufklärung, aktiver Vorsorge und Früherkennung sowie nachhaltiger Unterstützung therapiebegleitender Maßnahmen durch Ernährung und Bewegung diesem rasanten Zuwachs der äußerst komplexen Zivilisationskrankheit „Diabetes“ mit aller Macht zu begegnen – im Alltag der Menschen, außerhalb von Klinik und Arztpraxis.

In den regionalen und örtlichen Lions Clubs integrieren und erweitern dafür ernannte Clubbeauftragte bereits laufende Clubaktivitäten um das Thema „Diabetes“. In Jugendcamps werden bereits erkrankte bzw. gefährdete Kinder und Jugendliche über die Entstehung von Diabetes aufgeklärt und in Lebensstil-, Bewegungs- und Ernährungsprogrammen angeleitet.

Zudem möchte sich Lions Deutschland, ganz besonders aber der Distrikt 111 Ost-Nord, auf vielfältige Weise für eine verbesserte Gemeinschaftsverpflegung In den Kindertagesstätten, Schulen und Betriebskantinen einsetzen.

Impfaktionen im ganzen Land

Jetzt gegen Influenza sowie Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung schützen

Schwerin – Herbstzeit ist Impfzeit – vor allem gegen Grippe (Influenza) lassen sich jetzt viele Menschen schützen. „Impfen ist ein wichtiges Thema für die ganze Familie. In jedem Lebensalter gibt es spezielle Situationen, in denen der Impfschutz individuell angepasst werden sollte. Zu Beginn der kühleren Jahreszeit gilt es, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Denn: Impfungen bieten Schutz für den Einzelnen und führen zugleich zu einem Kollektivschutz in der Bevölkerung. Deshalb werben wir dafür. Im Rahmen unserer landesweiten Impfkampagne `MV impft – Gemeinsam Verantwortung übernehmen´ bieten die Gesundheitsämter an vielen Orten Mecklenburg-Vorpommerns spezielle Impftermine an. Das ist für jedermann eine gute Gelegenheit, den Impfschutz aufzufrischen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Gesundheitsminister Glawe warb dafür, die landesweiten Impfangebote zu nutzen. Interessierte können sich beispielsweise am Mittwoch, den 06. November in Schwerin (von 15:00 – 19:00 Uhr im Schleswig-Holstein-Haus) oder am Donnerstag, den 07. November in Rostock (von 13:00 – 16:00 Uhr im Gesundheitsamt) gegen Grippe (Influenza), Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten-Kinderlähmung als Kombination und Pneumokokken impfen lassen. Auch in Güstrow und in Bad Doberan (beide Landkreis Rostock) gibt es im November noch ergänzende Impftermine zu den regulären Impfsprechstunden. Mit den Krankenkassen hat Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren eine Impfvereinbarung gemäß SGB V, nach der Kosten für Impfstoffe und Verbrauchsmaterialien für die von den Gesundheitsämtern durchgeführten Impfungen erstattet werden.

„Dank des Engagements der Gesundheitsämter ist es für viele Menschen möglich, unkompliziert eine Impfung durchführen zu lassen. Auch die Ärzte im Land bieten Schutzimpfungen an. Wichtig ist, dass sich jeder gut informiert, um den passenden Impfschutz zu erhalten“, sagte Glawe.

„MV impft“ ist eine Kampagne des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales. Mecklenburg-Vorpommern hat im Oktober 2018 die Kampagne „MV impft – Gemeinsam Verantwortung übernehmen“ (www.mv-impft.de) gestartet. Ziel der Impfkampagne ist es, das Thema Impfen wieder stärker in den Blickpunkt der Bevölkerung zu rücken. Im Rahmen der Kampagne werden Informationen zielgruppenspezifisch für Eltern, Kinder, junge Erwachsene, Familien sowie Senioren angeboten.

Neben dem Internetauftritt www.mv-impft.de wird mit gedrucktem Informationsmaterial wie Plakaten und Faltblättern geworben. Darüber hinaus werden auch digitale Medien, wie beispielsweise Kinos und YouTube als Informationsträger eingesetzt. Damit sollen unter anderem gezielt Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen werden. Hinzu kommen Hinweise auf die zahlreichen Impfangebote der niedergelassenen Ärzte, der Gesundheitsämter und auch der Betriebsärzte im Land.

Impftermine in Mecklenburg-Vorpommern

Hansestadt Rostock
Gesundheitsamt Rostock
Paulstr. 22, 18055 Rostock
Tel.: 0381 / 381-5339

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 10:00 – 12:00 Uhr & 13:00 – 17:30 Uhr und nach Vereinbarung

Impfaktionstag
07.11. von 13:00 – 16:00 Uhr

Landeshauptstadt Schwerin
Gesundheitsamt Schwerin
Am Packhof 2-6, 19053 Schwerin
Tel.: 0385 / 545-2821

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 14:00 – 17:30 Uhr

Impfaktionstag im Schleswig-Holstein-Haus
06.11. von 15:00 – 19:00 Uhr

Landkreis Rostock
Gesundheitsamt Güstrow
Am Wall 5, 18273 Güstrow
Tel.: 03843 / 7555-3999

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 08:30 – 12:00 Uhr & 13:30 – 16:00 Uhr
Donnerstag: 08:30 – 12:00 Uhr & 13:30 – 17:00 Uhr

Impfaktionstage
14.11.2019 und 04.06.2020

Außenstelle Bad Doberan
Dammchaussee 30a, 18209 Bad Doberan
Tel.: 03843 / 7555-3999

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 08:30 – 12:00 Uhr & 13:30 – 16:00 Uhr
Donnerstag: 08:30 – 12:00 Uhr & 13:30 – 17:00 Uhr

Impfaktionstage
21.11.2019 und 04.06.2020

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Regionalstandort Neubrandenburg
Platanenstr. 43, 17033 Neubrandenburg
Tel.: 0395 / 57087-5345
Donnerstag: 13:00 – 16:00 Uhr

Regionalstandort Demmin
A.-Pompe-Str. 12-15, 17109 Demmin
Tel.: 0395 / 57087-4217
Dienstag: 08:30 – 12:00 Uhr mit Terminabsprache

Regionalstandort Neustrelitz
Woldegker Chaussee 35, 17235 Neustrelitz
Tel.: 0395 / 57087-5346

Regelmäßige Impfsprechstunde
Freitag: 08:00 – 12:00 Uhr

Regionalstandort Müritz
Zum Amtsbrink 2, 17192 Waren (Müritz)
Tel.: 0395 / 57087-2398

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 08:00 – 12:00 Uhr & 14:30 – 17:30 Uhr
Donnerstag: 08:30 – 12:00 Uhr

Landkreis Vorpommern-Rügen
Hauptstandort Stralsund
Carl-Heydemann-Ring 67, 18437 Stralsund
Tel.: 03831 / 357-2301

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 13:30 -18:00 Uhr
Donnerstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 13:30 – 16:00 Uhr

Impfaktionstag
Impfaktion in der Hochschule Stralsund
13.11.2019 von 8:30 – 12:00 Uhr und 12:45 – 14:30 Uhr

Standort Bergen
Störtebekerstraße 30, 18528 Bergen auf Rügen
Tel.: 03831 / 357-2301

Regelmäßige Impfsprechstunde
Nach Vereinbarung unter Tel.: 03831 / 357-2301

Standort Ribnitz-Damgarten
Scheunenweg 10, 18311 Ribnitz-Damgarten
Tel.: 03831 / 357-2301

Regelmäßige Impfsprechstunde
Nach Vereinbarung unter Tel.: 03831 / 357-2301

Landkreis Vorpommern-Greifswald
Fachdienst Gesundheit Pasewalk
An der Kürassierkaserne 9,· 17309 Pasewalk
Tel.: 03834 / 8760-2449

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 14:00 – 18:00 Uhr
Donnerstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 14:00 – 16:00 Uhr

Fachdienst Gesundheit Anklam
Leipziger Allee 26, 17389 Anklam
Tel.: 03834 / 8760-2421

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 14:00 – 18:00 Uhr;
Donnerstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 14:00 – 16:00 Uhr

Fachdienst Gesundheit Greifswald
Stralsunder Str. 5-6, 17489 Greifswald
Tel.: 03834 / 8760-2401

Regelmäßige Impfsprechstunde
Dienstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 14:00 – 18:00 Uhr;
Donnerstag: 09:00 – 12:00 Uhr & 14:00 – 16:00 Uhr

Landkreis Ludwigslust-Parchim
Fachdienst Gesundheit Ludwigslust
Garnisonsstr. 1, 19288 Ludwigslust
Tel.: 03871 / 722-5300

Regelmäßige Impfsprechstunde
Donnerstag nach Vereinbarung unter Tel.: 03871 / 722-5300

Fachdienst Gesundheit Parchim
Putlitzer Str. 25, 19370 Parchim
Tel.: 03871 / 722-5311

Regelmäßige Impfsprechstunde
Donnerstag: 11:00 – 12:00 Uhr & 16:30 – 17:30 Uhr

Landkreis Nordwestmecklenburg
Fachdienst Öffentlicher Gesundheitsdienst Wismar
Rostocker Str. 76, 23966 Wismar
Tel.: 03841 / 3040-5300

Regelmäßige Impfsprechstunde
Donnerstag: 14:00 – 18:00 Uhr

Einführung einer Landarztquote

Schwerin – Die Landesregierung hat in ihrer heutigen Kabinettssitzung den Gesetzentwurf zur „Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung mit besonderem öffentlichen Bedarf des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ beschlossen. Ziel ist es, die hausärztliche Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern auch in ländlichen Räumen auch in Zukunft sicherzustellen. Dazu sollen künftig in jedem Jahr 32 Medizin-Studienplätze an Bewerberinnen und Bewerber vergeben werden, die sich verpflichten, nach Abschluss ihres Studiums und einer fachärztlichen Weiterbildung für zehn Jahre als Hausärzte in ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns tätig zu sein.

„Wir wollen, dass es überall im Land eine gute medizinische Versorgung gibt. Für die Menschen ist besonders wichtig, dass sie einen Hausarzt oder eine Hausärztin in der Nähe haben“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Deshalb führen wir jetzt in Mecklenburg-Vorpommern eine Landarztquote ein. Wir wollen junge Menschen besonders fördern, die später als Hausarzt oder Hausärztin arbeiten wollen. Denn sie leisten einen besonders wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung in unserem Land.“

Spätestens mit Beginn des Wintersemesters 2021 soll eine Vorabquote für die Bewerberinnen und Bewerber des Studiums der Humanmedizin eingeführt werden.

„Mit der Entscheidung im Kabinett wird ein weiterer Schritt in Richtung Landarztquote genommen. Jetzt ist der Landtag am Zug“, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe. „Wir freuen uns über jeden, der den Schritt als Landarzt wagt. Deshalb wollen wir Anreize für mehr Ärzte im ländlichen Raum geben. Es ist notwendig, möglichst frühzeitig diejenigen potentiellen Medizinstudierenden für eine Tätigkeit als Hausarzt zu gewinnen, die sich die Arbeit im ländlichen Raum aktiv vorstellen können. Neu ist im Auswahlverfahren, dass soziale Kompetenz und Empathie eine Rolle spielen. Gute Noten sind das Eine. Wichtig sind kommunikative Fähigkeiten des angehenden Arztes. Wem nützt ein ´Einser-Abitur´, wenn in Patientengesprächen am Ende nicht der richtige Ton getroffen wird“, so Glawe.

Als Auswahlkriterien sind neben der Durchschnittsnote das Ergebnis eines strukturierten fachspezifischen Studierfähigkeitstests sowie die Art und Dauer einer einschlägigen Berufsausbildung oder Berufstätigkeit vorgesehen. Außerdem wird gesetzlich geregelt, die Bewerberinnen und Bewerber zu strukturierten Auswahlgesprächen einzuladen, die sich unter Berücksichtigung der weiteren Kriterien qualifiziert haben.

In Mecklenburg-Vorpommern praktizieren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern momentan etwa 1.200 Hausärztinnen und Hausärzte. Diese Tätigkeit dürfen nach den gesetzlichen Vorgaben Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner, Internistinnen und Internisten sowie Kinderärztinnen und Kinderärzte ausüben. 35 Prozent dieser Hausärztinnen und Hausärzte sind zwischen 50 und 59 Jahren alt und gehen voraussichtlich in sechs bis 15 Jahren in den Ruhestand.

Medizintechnikentwicklung

Wirtschaftsminister informiert sich über Medizintechnikentwicklung in Baden-Württemberg

Tuttlingen – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat sich in Tuttlingen (Baden-Württemberg) über die Gesundheitswirtschaft und im Besonderen über die Entwicklung der Medizintechnik informiert.

„Tuttlingen ist ein hervorragendes Beispiel wie sich über die Jahre ein Wachstumskern im Bereich der Medizintechnik durch die Ansiedlungen von produzierenden und zuliefernden Unternehmen herausgebildet hat. Hier wurde auch gezielt wissenschaftliche Forschung angesiedelt. Von den Erfahrungen können wir profitieren. Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft sind der Schlüssel für mehr innovative Produkte, für mehr Wertschöpfung und für mehr Beschäftigung bei uns im Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag.

Wirtschaftsminister Glawe hat mit der Invest in MV GmbH und der BioCon Valley GmbH in Tuttlingen auf den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam gemacht.

„Der Medizintechnikmarkt wächst deutlich auch bei uns im Land. Die Branche umfasst eine große Bandbreite von Produkten und Verfahren und gilt als besonders innovativ, wachstumsstark und zukunftsträchtig. Medizintechnikunternehmen haben oftmals eine hohe Exportquote, weil ihre Produkte international gefragt sind. Export schafft und sichert Arbeitsplätze im eigenen Land“, machte Glawe deutlich.

Mit einem Anstieg der Bruttowertschöpfung von durchschnittlich 4,7 Prozent pro Jahr seit 2006 bis 2015 (aktuellster Wert) verzeichnete der Bereich Medizintechnik in Mecklenburg-Vorpommern eine weit überdurchschnittliche Wachstumsdynamik (Bundesschnitt: 2,6 Prozent pro Jahr). Im Jahr 2015 betrug die Bruttowertschöpfung der Medizintechnik 213 Millionen Euro in MV. Überdurchschnittlich wuchs auch die Zahl der Beschäftigen um 3,4 Prozent pro Jahr (=4.400 Erwerbstätige; Bundeschnitt 0,6 Prozent pro Jahr). Deutliche Zuwächse gab es auch im Export. 7,7 Prozent beträgt das durchschnittliche Wachstum pro Jahr seit 2006. (Bundesdurchschnitt: 4,1 Prozent pro Jahr).*

„Medizinprodukte leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesundheitsversorgung und sind ein bedeutender Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor. Hier müssen wir weiter ansetzen. Mir ist wichtig, dass die Produkte der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt und vor allem auch bei uns im Land produziert werden. Dies sichert und schafft nachhaltig Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt. Gerade der Medizintechnikbereich zeigt, wie wettbewerbsfähige Produkte aus unserem Land auch international erfolgreich vermarktet und angeboten werden können. Für Investitionen in Mecklenburg-Vorpommern werden wir weiter überregional und international werben“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

In Tuttlingen gibt es mehr als 400 Medizintechnikunternehmen mit rund 8000 Beschäftigten. Sie arbeiten in Europas größtem Medizintechnikcluster an innovativen chirurgischen Instrumenten und modernsten Implantattechnologien. Hinzu kommen zahlreiche auf Medizintechnik spezialisierte Zulieferer und Dienstleister. Quelle: Tuttlingen/ Weltzentrum-der-Medizintechnik.de).

*Auf Initiative der BioCon Valley® GmbH wurde in Kooperation mit dem unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR die Studie „Ökonomischer Fußabdruck – Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ erstellt. Darin wurden erstmals bundesweit vergleichbare Zahlen zur Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern ausgewertet.

Impfaktion für Studierende

Rostock – Mit einer Impfaktion sind noch bis morgen vier Impfteams der Universitätsmedizin Rostock und des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) in Rostock aktiv, um Studierende für das Thema Impfen zu sensibilisieren und Impfungen gegen Influenza und Tetanus/Diphtherie/Keuschhusten/Kinderlähmung anzubieten. Die Aktion ist Bestandteil der landesweiten Kampagne „MV impft – gemeinsam Verantwortung übernehmen“.

„Mecklenburg-Vorpommern ist ein Land mit einer sehr hohen Impfbereitschaft und überdurchschnittlich hohen Impfquoten im bundesweiten Vergleich. Das ist richtig so, denn Impfungen sind der beste Schutz vor Infektionskrankheiten. Aber: Gute Impfquoten sind kein Selbstläufer und bedürfen immer wieder großen Engagements und vieler Teamplayer. Die Aktion an der Universität Rostock ist dabei ein wichtiger Baustein unserer Kampagne und zugleich ein unkompliziertes Angebot für Studierende, den eigenen Impfstatus aufzufrischen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph, der sich vor Ort gegen Grippe impfen ließ.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Universität im Rahmen der Immatrikulationswoche eine Impfaktion initiiert. Rund 800 Studierende nahmen die Gelegenheit wahr, sich impfen zu lassen.

„Die hohen Impfquoten im Land sind das Resultat zahlreicher Maßnahmen, die seit Jahren bei uns Anwendung finden“, sagte Rudolph. Um beispielsweise die Zirkulation der Masern zu verhindern, werden von der Weltgesundheitsorganisation Impfraten von 95 Prozent gefordert. Bei den 17 im Rahmen von Schuleingangsuntersuchungen jährlich erhobenen Impfquoten liegt Mecklenburg-Vorpommern im Bundesländervergleich 13 Mal auf Rang eins und drei Mal auf Rang drei. Bei der zweiten Masern-Impfung erreichen bundesweit nur Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die angestrebten 95 Prozent.

„Um die hohe Impfbereitschaft weiter zu fördern und mögliche Sorgen der Bürger im Vorfeld auszuräumen, müssen Grundbedingungen eingehalten werden. Zunächst gilt es, kontinuierlich Aufklärung über das Impfen zu leisten. Das machen wir sehr erfolgreich mit unserer landesweiten Kampagne `MV impft – gemeinsam Verantwortung übernehmen´. Zum anderen gilt es, ein breites und niedrigschwelliges Impfangebot zur Verfügung zu stellen. Deshalb ist es sinnvoll, die Durchführung von Schutzimpfungen jedem Arzt zu ermöglichen, der entsprechend ausgebildet ist“, betonte Rudolph.

In Mecklenburg-Vorpommern benötigen Ärzte, die Impfungen durchführen wollen, ein Impfzertifikat. Dieses kann bei der Ärztekammer erworben werden und ist alle fünf Jahre durch Fortbildung zu aktualisieren. „Das ist bislang bundesweit vorbildlich und schafft Vertrauen. Wir stellen sicher, dass unsere Ärzte stets über ein profundes und aktuelles Wissen zum Thema Impfen verfügen. Insbesondere vor dem Hintergrund der fortlaufenden Neu- und Weiterentwicklung von Impfstoffen ist ein regelmäßiges Wissens-Update der impfenden Ärzte wichtig, um die Patienten zielgruppenspezifisch und kompetent zu beraten“, hob Rudolph hervor.

Das Wirtschafts- und Gesundheitsministerium hat gemeinsam mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales die Impfkampagne „MV impft – gemeinsam Verantwortung übernehmen“ initiiert. Ziel ist es, das Thema Impfen wieder stärker in den Blickpunkt der Bevölkerung zu rücken. Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Besonders wichtig sind die Basisimpfungen im Kindes- und Jugendalter und später die sogenannten Auffrischimpfungen, um lebenslang einen Schutz zu haben.

Im Rahmen der Kampagne werden zielgruppenspezifische Informationen für Eltern, Kinder, junge Erwachsene, Familien sowie Senioren angeboten. Neben dem Internetauftritt www.mv-impft.de wird mit gedrucktem Informationsmaterial wie Plakaten und Faltblättern geworben. Darüber hinaus werden auch Medien wie beispielsweise YouTube und Facebook sowie Kinospots als Informationsträger eingesetzt. Damit sollen unter anderem gezielt Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen werden. Hinzu kommen Hinweise auf die zahlreichen Impfangebote der niedergelassenen Ärzte, der Gesundheitsämter und auch der Betriebsärzte im Land.

Alle Gesundheitsämter im Land bieten regelmäßig wöchentliche Impfsprechstunden an. Informationen zu den Terminen sind zu finden unter: https://mv-impft.de/aktuelles-termine/. Weiterhin gibt es Vereinbarungen mit den Krankenkassen beziehungsweise mit den kommunalen Gesundheitsämtern, so dass dem öffentlichen Gesundheitsdienst und den Betriebsärzten die Durchführung aller öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen ermöglicht werden. Somit können Betriebsärzte nicht nur bei ihren Beschäftigten den Impfschutz kontrollieren sondern auch fehlende Schutzimpfungen nachholen.

Selbstbestimmung am Lebensende

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese eröffnete heute den Hospiz- und Palliativtag 2019 in Wittenburg. Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung stand die gesundheitliche bzw. vorausschauende Versorgungsplanung, „Advanced Care Planning“. „Das ist ein immer wichtiger werdendes Thema. Die Gewährleistung der Selbstbestimmung am Lebensende, so wie es in der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen festgeschrieben ist, muss im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen“, erklärte Drese in ihrem Grußwort.

Die Sozialministerin führte aus, dass dies gelingen würde, wenn jede stationäre Pflegeeinrichtung ein konkretes Konzept zur Sterbebegleitung der Bewohnerinnen und Bewohner entwickelt. „So ein Konzept muss festschreiben, wie sich die Zusammenarbeit mit den umliegenden Versorgern kooperativ gestaltet oder wie eine individuelle Sterbebegleitung z.B. zu Hause mit dem eigenen Personal gewährleistet werden kann.“ Entscheidende Voraussetzung für die richtige Versorgung sei eine starke Vernetzung der Akteure, so Ministerin Drese.

Mit dem 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung wurde die gesetzliche Grundlage für das Advanced Care Planning geschaffen. Das Gesetz enthält eine Vielzahl von Maßnahmen, die die Versorgung von Menschen in der letzten Lebensphase verbessern und einen flächendeckenden Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung fördern.

Ministerin Drese informierte, dass sich bereits gute Strukturen in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt haben: „Vielerorts existieren Informations- und Beratungsangebote, zum Beispiel durch Hospizvereine, Palliativärzte oder Pflegeeinrichtungen. Versicherte haben einen Anspruch auf individuelle Beratung und Hilfestellung durch die Krankenkassen bei der Auswahl und Inanspruchnahme von Leistungen der Palliativ- und Hospizversorgung. Nicht immer ist dies aber hinreichend bekannt. Veranstaltungen wie heute helfen deshalb dabei, dieses Thema stärker in die Öffentlichkeit zu bringen.“

Organisiert wird die regelmäßig stattfindende Veranstaltung von der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz und Palliativmedizin M-V (LAG). Die LAG ist ein Zusammenschluss der im Bereich Hospiz- und Palliativmedizin tätigen Dienste und Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern. Hierzu zählen ambulante Hospizdienste, stationäre Hospize, Träger von Hospizdiensten, Palliativstationen, SAPV-Teams und Einzelmitglieder. Ziel der LAG ist die Förderung der Hospizarbeit und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern und die Verknüpfung der einzelnen Dienste untereinander. Sie wurde im November 2000 gegründet.

10 Jahre Institut für Allgemeinmedizin

Rostock – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Sonnabend dem Institut für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Rostock zum zehnjährigen Bestehen gratuliert.

„Hausärzte übernehmen eine wichtige Schlüsselfunktion in der Behandlung Erkrankter. Sie sind oftmals erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen und auch seelischen Problemen, geben Rat und initiieren die ersten Behandlungsschritte. Das Institut für Allgemeinmedizin trägt mit seinem umfangreichen Aus- und Weiterbildungsangebot für Mediziner einen erheblichen Anteil an der hohen Qualität der Ärzte im Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Das Institut für Allgemeinmedizin engagiert sich in der Ausbildung von Studierenden sowie in der allgemeinmedizinischen Forschung. Zudem unterstützt es die Verbundweiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin an der Universitätsmedizin Rostock. Für Ärzte in Weiterbildung (ÄiW) bietet das Kompetenzzentrum pro Jahr acht landesweite Weiterbildungstage an.

Neben allgemeinmedizinisch-ärztlichen Themen werden auch weitere Aspekte wie z. B. Praxismanagement, Teamleitung sowie intra- und interprofessionelle Zusammenarbeit bearbeitet.

„Wir wollen die Allgemeinmedizin auf einem hohen Qualitätsniveau weiterentwickeln. Dabei unterstützt das Institut für Allgemeinmedizin mit seinen Aus- und Weiterbildungen, die neben den medizinischen Aspekten auch wichtige Elemente wie beispielsweise die Arzt-Patienten-Kommunikation trainieren. Im Anschluss an die Ausbildung muss es gelingen, die Medizinstudierenden für eine Tätigkeit in hausärztlichen Praxen in Mecklenburg-Vorpommern zu gewinnen. Dafür bieten wir attraktive Anreize“, sagte Glawe.

Gesundheitsminister Glawe verwies unter anderem auf die Medizinstipendien. Studierende, die an einer Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern immatrikuliert sind, können einen Antrag auf ein monatliches Stipendium in Höhe von 300 Euro einreichen. Für die finanzielle Unterstützung verpflichten sich die Medizinstudierenden im Gegenzug, nach dem Studium und der entsprechenden Facharztausbildung für eine Dauer von mindestens fünf Jahren in ländlichen Regionen – ambulant, im Krankenhaus oder im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns – ärztlich tätig zu sein.

Zudem erhalten Medizinstudierende in Mecklenburg-Vorpommern, die einen Teil ihres Praktischen Jahres in einer niedergelassenen allgemeinmedizinischen Praxis absolvieren, während dieser Zeit eine weitere finanzielle Unterstützung. Studierende der Medizin in Mecklenburg-Vorpommern können während eines Tertials des Praktischen Jahrs in niedergelassenen allgemeinmedizinischen Praxen eine finanzielle Unterstützung von 200 Euro pro Monat erhalten. Bei Einsätzen in Praxen, die außerhalb der Universitätsstädte Greifswald und Rostock liegen, haben Studierende die Möglichkeit, eine zusätzliche Unterstützung in Höhe von 800 Euro pro Monat zu erhalten. Die Förderung ist auf 16 Wochen begrenzt.

„In Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit über 200 Weiterbildungsassistenten tätig; das sind Ärzte, die nach ihrer Approbation eine Facharzt-Weiterbildung durchlaufen. Davon wollen wir möglichst viele als Hausärzte gewinnen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend.

Derzeit wird zudem ein Gesetz zur „Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung mit besonderem öffentlichen Bedarf des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ auf den Weg gebracht – die Landarztquote. Ab dem Wintersemester 2021 soll jeder zehnte Medizin-Studienplatz an den Universitäten für diejenigen reservieren, die für zehn Jahre als Landärzte im Land tätig werden, auch wenn der Numerus clausus für den Studienstart nicht erfüllt wird.

In Mecklenburg-Vorpommern praktizieren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung gegenwärtig rund 1.200 Hausärzte. 35 Prozent von ihnen sind zwischen 50 und 59 Jahren alt und gehen voraussichtlich in 6 bis 15 Jahren in den Ruhestand.

Neues Bettenhaus geplant

Anklam – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Freitag eine Fördermittelzusage für den Neubau eines Bettenhauses an das AMEOS Klinikum Anklam übergeben.

„Die AMEOS Klinik in Anklam hat für die Region als Gesundheitsversorger und Arbeitgeber eine hohe Bedeutung. Mit dem Neubau des Bettenhauses und den daraus folgenden Modernisierungen werden sich die Bedingungen für die Patienten und die Mitarbeiter erheblich verbessern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Für den Neubau ist geplant, im Erdgeschoss einen neuen Haupteingang mit Cafeteria und Besprechungsräumen sowie die Notaufnahme einzurichten. Die Pädiatrie und die Intensivstation werden ebenfalls im Erdgeschoss untergebracht. Im Obergeschoss sollen die Stationen Innere Medizin, Gynäkologie und Chirurgie untergebracht werden. Räumlichkeiten wie die psychiatrische Tagesklinik und sonstige medizinische Räume (beispielsweise die Ambulanzen) werden in den jetzigen Räumlichkeiten belassen. Der Baubeginn ist für das Jahr 2020 vorgesehen. Das Gesundheitsministerium unterstützt das Vorhaben in Höhe von 25 Millionen Euro. Die Gesamtkosten des Neubaus betragen mehr als 29 Millionen Euro.

„Die Klinik ist ein modernes Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Greifswald ist zudem sichergestellt, dass die aktuellsten medizinischen Entwicklung ihren Weg nach Anklam finden“, sagte Glawe.

Die stationäre Gesundheitsversorgung ist in Mecklenburg-Vorpommern durch 37 moderne, leistungsfähige Krankenhäuser sichergestellt. Aktuell sind im Krankenhausplan 10.142 Betten und 1.428 tagesklinische Plätze ausgewiesen.

Insgesamt wurden den Krankenhäusern in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2018 Einzelfördermittel (= langfristige Investitionen wie etwa Neubauten oder Sanierungsmaßnahmen) in Höhe von rund 41 Millionen Euro und Pauschalfördermittel (Förderung für kleinere bauliche Maßnahmen und die Wiederbeschaffung kurzfristiger Anlagegüter) in Höhe von rund 22,8 Millionen Euro ausgereicht. Seit 1990 sind im Rahmen der Krankenhausfinanzierung mit mehr als 2,8 Milliarden Euro erhebliche finanzielle Mittel in die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern geflossen.

„Die Krankenhäuser sind ein wesentlicher Bestandteil des Gesundheitslandes Mecklenburg-Vorpommern. Um für eine flächendeckende, qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Bevölkerung zu sorgen, nehmen die Kliniken auch perspektivisch eine zentrale Rolle ein“, sagte Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend.

Das Anklamer Klinikum gehört zur AMEOS Gruppe mit Sitz in Zürich, die nach eigenen Angaben 13.300 Mitarbeiter in 85 Einrichtungen (Krankenhäuser, Poliklinika, Pflege- und Eingliederungseinrichtungen) an 47 Standorten beschäftigt.

Die AMEOS Krankenhausgesellschaft Vorpommern mbH hat insgesamt 324 Planbetten und 37 tagesklinische Plätze. Der private Krankenhausträger ist Arbeitgeber für rund 700 Mitarbeiter. Das Krankenhaus Anklam ist mit 101 Planbetten in den Fachabteilungen Chirurgie, Innere Medizin, Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin im Krankenhausplan ausgewiesen. Nach Angaben des Krankenhausträgers werden in Anklam jährlich etwa 400 Babys geboren. Im Jahr 2018 wurden nach Angaben des Klinikums 5.500 Patienten stationär und rund 5.100 Patienten ambulant behandelt.

Gesundheitspotential Wald in Girona (Spanien)

Schwerin – „Gesundheitspotential Wald“ – unter diesem Motto fand der 3. Internationale Kongress für die Tourismus- und Gesundheitswirtschaft im spanischen Girona statt.

„Wälder haben ein erhebliches Potential in der Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention. Die bekannte Wohlfühlnutzung des Waldes ist nicht ausreichend. Wir müssen den Wald als medizinisches Therapeutikum im Sinne eines prädikatisierten Heilwaldes besser verstehen lernen und das mit Hilfe dringend notwendiger wissenschaftlicher Studien zur Dosis- Wirkungsbeziehung und dazu, welche therapeutischen Indikationen am vielversprechendsten sind oder auch wie Heilwälder in der Prävention und in der Rehabilitation von Krankheiten wirken können. Dabei gilt es, die bestehende internationale Vorreiterrolle Mecklenburg-Vorpommerns zu behalten. Unsere Experten waren als Fachvortragende auf den Kongress eingeladen worden. Und alle konnten überzeugen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph, der vor Ort war.

Auf dem Kongress wurden internationale Projekte vorgestellt und deren Umsetzung in allgemeingültige Qualitätsstandards für Heilwälder sowie Grundlagen für ein strukturiertes Zertifizierungssystem diskutiert.

„Wir wollen in Mecklenburg-Vorpommern eine Zertifizierungsstelle Heilwald einrichten. So erreichen wir einheitliche Standards für prädikatisierte Wälder. Zugleich ist es möglich, das Curriculum für die Aus- und Fortbildung von hochqualifizierten Heilwaldtherapeuten einheitlich zu gestalten und zu internationalisieren. Ohne hochqualifizierte Heilwaldtherapeuten wird eine bewusst gezielte Wirkung auch unseres ersten Heilwaldes Europas in Heringsdorf auf Usedom kaum möglich sein“, sagte Rudolph.

„Unser Ziel ist es zu verstehen, warum und wie der Wald als wissenschaftlich evidentes Therapeutikum wirkt, um zukünftig relevante Anwendungen auf Rezept möglich zu machen, erstattet von den Kostenträgern. Die Nutzung des Heilwaldes als Therapeutikum darf keine Frage des Geldbeutels unserer Bürgerinnen und Bürger sein, sondern ausschließlich von den Antworten wissenschaftlich evidenzbasierter Studien abhängen“, so Rudolph weiter vor Ort.

In Girona tagte auch die Internationale Heilwald Fachgesellschaft „International Society of Forest Therapy (ISFT)“ als wissenschaftlicher Mitgestalter des Kongresses. Die weltweiten Mitglieder aus Europa, Asien, den USA und Südamerika wählten Professor Dr. Horst Klinkmann zum Präsidenten der Fachgesellschaft.

„Die Idee des Heilwaldes wurde durch Professor Doktor Horst Klinkmann in Mecklenburg-Vorpommern geboren und erstmals 2012 auf der Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft ausgesprochen. Ich gratuliere Professor Doktor Klinkmann zu seiner Wahl und habe die Unterstützung seiner Arbeit durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Wirtschaftsministerium zugesagt. Ich verstehe die International Society of Forest Therapy als qualitative und Nutzen stiftende Ergänzung zu den bestehenden Waldtherapie-Organisationen. So gelingt es uns, weltweit vorhandenes Wissen zu bündeln und gezielt wissenschaftlich weltweit zu kooperieren. Evidenzbasierte wissenschaftliche Studienergebnisse über die gesundheitlichen Auswirkungen von Anwendungen in Heilwäldern sind Voraussetzung für eine zukünftige Kostenübernahme der Therapie durch Krankenkassen, Rentenversicherungen oder andere Finanziers von Gesundheit. Ich bin stolz darauf, dass die Geschäftsstelle der International Society of Forest Therapy bei der BioCon Valley GmbH angesiedelt ist. Das ist ein deutlicher Vertrauensbeweis der internationalen Fachwelt gegenüber unserer Leistungsfähigkeit“, sagte Rudolph.

„Wenn wir auch morgen eine ganzheitliche Gesundheitsversorgung vorhalten wollen, müssen wir bereits jetzt über neue Aspekte, über neue Produkte nachdenken, die nachhaltig und urwüchsig sind. Und genau das werden unter anderem die zertifizierten Heilwälder sein. Die Summe der Maßnahmen wird die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern weiter stärken“, sagte Rudolph.

In Mecklenburg-Vorpommern gehört die Gesundheitswirtschaft in ihrer Gesamtheit zu den wichtigsten Wirtschafts- und Wachstumsbereichen. Mit rund 154.000 Erwerbstätigen arbeitet mittlerweile etwa jeder fünfte Beschäftigte in dieser Branche. Der Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung des Landes liegt bei 15 Prozent (5,8 Milliarden Euro). Jeder siebte Euro an Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern wird in der Gesundheitswirtschaft erarbeitet. Damit belegt die Branche im bundesweiten Vergleich einen Spitzenplatz.

„Unser Bundesland Mecklenburg-Vorpommern spielt bei der Gestaltung und Nutzung von Heilwäldern eine Vorreiterrolle. Andere Bundesländer wie Bayern und Rheinland-Pfalz greifen unsere Ideen auf. Weltweit besteht großes Interesse an der Idee Heilwald, so gibt es unter anderem Anfragen aus Bulgarien, Vietnam und Serbien“, sagte Rudolph.

Im Seeheilbad Heringsdorf (Insel Usedom) wurde 2017 der erste Heilwald Europas ausgewiesen. Derzeit entsteht dort zusätzlich ein Kinderheilwald, der auf die Bewegungsförderung ausgerichtet ist und damit der Prävention von Übergewicht und weiteren bewegungsassoziierten Erkrankungen dient.

In Graal-Müritz (Landkreis Rostock) erfolgt derzeit die Ausgestaltung eines zukünftigen Kurwaldes mit einem Aktivbereich und einem Erholungsbereich. In weiteren fünf Kur- und Erholungsorten des Landes sind die Planungen sehr weit fortgeschritten und sieben Kommunen untersuchen ihre Chancen und Möglichkeiten zur Etablierung eines Kurwaldes oder Heilwaldes.

Des Weiteren geht es um eine Angebotsstrukturierung und Vermarktung, d.h. die Entwicklung bedarfsgerechter Programme und Bereitstellung über eine App. Eine Pilotstudie soll einen Nachweis der Wirkung des Heilwaldes bei chronischen Schmerzen erbringen und die Qualifizierung zum Heilwaldtherapeuten untermauern. Der internationale Erfahrungsaustausch soll verstärkt werden.

„Die ernsthafte Arbeit an prädikatisierten Kur- und Heilwäldern bietet große Chancen für die Gesundheitsbranche und den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb unterstützen wir diese Entwicklung umfänglich. Neben den gesundheitlichen Aspekten zur Prävention und Rehabilitation von Krankheiten schaffen alle Beteiligten zusätzlich attraktive Angebote für Aktivurlauber“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend.

Die Idee für Kur- und Heilwälder ist auf der 8. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2012 thematisiert und mit Unterstützung der BioCon Valley GmbH entwickelt worden. Der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat ein umfassendes Konzept für die Nutzung von Kur- und Heilwäldern im Land erarbeitet und setzt dieses im Land unter anderem mit der Landesforstanstalt und weiteren staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorten um.

Bei Kurwäldern handelt es sich um Waldgebiete, die aufgrund verschiedener Eigenschaften dazu prädestiniert sind, eine gesundheitsfördernde Breitenwirkung zu entfalten.

Heilwälder sind Waldgebiete, die zur therapeutischen Nutzung für Patientinnen und Patienten mit speziellen Indikationen gestaltet sind.

Erholungswälder sind Waldgebiete, die aufgrund verschiedener Eigenschaften geeignet sind, eine erholende und entschleunigende Wirkung zu entfalten.

In Mecklenburg-Vorpommern ist fast ein Viertel der Fläche mit Wald bedeckt und etwa 65 Prozent der Außenküste zur Ostsee bewaldet. Im Binnenland liegen viele der rund 2.200 Seen eingebettet in Waldgebiete. Die 70 staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorte in Mecklenburg-Vorpommern verfügen mit 72.000 Hektar über besonders viel Wald.

Digitale Vordenker gesucht

Gesundheitspreis MV 2020 für innovative Projekte im Land ausgeschrieben

Schwerin – „Digitale Vordenker gesucht“: So lautet das Motto, mit dem die AOK Nordost und die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern praxiserprobte und zukunftsweisende Projekte suchen. Bereits zum vierten Mal wird der mit 30.000 Euro dotierte Innovationswettbewerb von der Selbstverwaltung der Gesundheitskasse und der Landesärztekammer ausgeschrieben.

Der Wettbewerb widmet sich jeweils einem Thema, das eine besondere Bedeutung für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Land hat. Gesucht werden zukunftsweisende Versorgungskonzepte, die zur Verbesserung von Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen beitragen können und den Lebens- und Versorgungsalltag für Ärzte, Pflegende und Patienten erleichtern.

„Die Digitalisierung ist in vielen Bereichen im Alltag spürbar. Ich sehe die Digitalisierung des Gesundheitswesens dabei als Chance und als einen von vielen Wegen, um die grundlegende medizinische Versorgung sicherzustellen und weiter zu verbessern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Wirtschaftsminister Glawe hat die Schirmherrschaft des Wettbewerbs übernommen.

Der Gesundheitspreis MV 2020 widmet sich dem immer bedeutsamer werdenden Thema der Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung. Diese bietet den Akteuren im Gesundheitswesen die Chance, die medizinische Versorgung und die damit verbundenen Strukturen im Interesse der Ärzte, Pflegenden und Angehörigen neu zu denken, zu entwickeln und zu vernetzen. Aktuelle digitale Innovationen und Technologien wie tele-medizinische Versorgungsangebote, sektorenübergreifende und digitale Arztnetze oder auch der Einsatz einer digitalen Patientenakte in der Uecker-Randow-Region zeigen bereits heute einen echten Mehrwert für alle Beteiligten im Land.

„Wir sind bereits dabei, langfristige und praktikable Lösungen zu entwickeln, um vor allem auch in ländlichen Regionen eine flächendeckende und qualitativ hochwertige medizinische Betreuung zu gewährleisten. Ein innovativer Ansatz und digitaler Helfer ist die elektronische Patientenakte“, sagte Glawe.

Für den Gesundheitspreis 2020 können sich beispielsweise ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Arztpraxen und Arztnetze oder auch Universitäten, ehrenamtlich Tätige oder Start-up-Unternehmen im Bereich e-Health bewerben. Bewerbungen können bis Ende Dezember 2019 an die Geschäftsstelle des Gesundheitspreises bei der AOK Nordost unter gesundheitspreis.mv@nordost.aok.de gesandt werden.

Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen sind auf den Internetseiten www.aok.de/nordost/gesundheitspreis und www.aek.de beschrieben. Die Entscheidung über die Preisträger und die Verteilung der Preisgelder auf mehrere Gewinner trifft eine unabhängige Jury. Die Preisverleihung erfolgt im kommenden Jahr.

Prof. Dr. Andreas Crusius, Präsident der Ärztekammer M-V: „Die Digitalisierung in der Medizin und der Gesundheitsversorgung schreitet mit großen Schritten voran – auch in unserem Land. Wir begrüßen die Initiativen, die einen Mehrgewinn für die Arbeit des Arztes darstellen und dem Wohle des Patienten dienen.“

Frank Michalak, Vorstand der AOK Nordost: „Es gibt im Land bereits viele innovative Projekte für digitale Lösungen im Gesundheitswesen. Der Wettbewerb macht die Ideen und die Menschen dahinter sichtbar. Er soll ihnen auch eine Plattform für die künftige Vernetzung bieten. Davon profitieren wir alle!“

Tag der Zahngesundheit

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese ruft anlässlich des morgigen Tages der Zahngesundheit am 25. September zu vermehrten Anstrengungen für eine wirksame Kariesvorbeugung bereits bei Kindern im Kita-Alter auf.

„Eine gute Mundhygiene stellt die Weichen für ein gesundes Aufwachsen. Hierbei kommt der KiTa neben der Familie eine besondere Bedeutung zu“, betonte Drese heute in Schwerin. Gleichzeitig warb die Ministerin für die verstärkte Nutzung von Früherkennungsuntersuchungen für Kleinkinder auch im Zahnbereich.

Seit 2019 ist im Kindertagesförderungsgesetz (KiföG) des Landes deshalb die regelmäßige Zahnpflege als wichtiges gesundheitliches Ziel der frühkindlichen Bildung und Erziehung aufgenommen worden. „Leider ist es so, dass einige Kinder zu Hause nicht lernen, regelmäßig Zähne zu putzen. Vor allem um diese Kinder muss es uns gehen“, so die Ministerin.

Drese: „In Krippe, Kindergarten und Kindertagespflege profitieren alle von der frühen Bildung. Dazu gehört insbesondere die Gesundheitserziehung. Hier erwerben die Kinder gemeinschaftlich Kompetenzen zum hygienischen Verhalten, zur tägliche Zahnpflege, Bewegung und gesunden Ernährung. Unser Ziel muss es sein, die Kinder dahin zu bringen, dass sie das Zähneputzen als etwas Selbstverständliches annehmen.“

Die aktuellen Daten des Barmer-Zahnreportes würden deutlich zeigen, dass der eingeschlagene Weg der Landesregierung der richtige sei, so die Ministerin. Laut Bericht leide jedes siebte Kind unter drei Jahren in Mecklenburg-Vorpommern an Karies.

„Neben der Familie brauchen wir auch die Erzieherinnen und Erzieher, die bei Kindern eine gesundheitsbewusste Haltung wecken, mit ihnen das richtige Zähneputzen einüben und ihnen Angst vor dem Zahnarzt nehmen. Es ist wichtig, gemeinsam zu motivieren“, verdeutlichte Ministerin Drese.