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Kategorie: Digitalisierung / IT / Technik / KI

Rostocker KI-Unternehmen ausgezeichnet: Hidden Champion in MV

Rostock – Das Rostocker Unternehmen PLANET AI hat mit seinem System Luna + IDA die renommierte DocVQA 2026 Challenge gewonnen und sich damit gegen die weltweit führenden KI-Modelle internationaler Technologiekonzerne durchgesetzt. In sieben von acht Wettbewerbskategorien belegte das Unternehmen den ersten Platz und verwies damit unter anderem die Systeme von Google und OpenAI deutlich auf die weiteren Plätze.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue gratuliert dem Unternehmen zu diesem außergewöhnlichen Erfolg: „Der Erfolg von PLANET AI zeigt eindrucksvoll, dass Spitzen-KI nicht ausschließlich in den großen internationalen Technologiekonzernen entsteht. Mitten in Mecklenburg-Vorpommern werden Lösungen entwickelt, die weltweit Maßstäbe setzen. PlanetAI ist ein hidden champion. Das ist ein starkes Signal für unseren Digitalstandort und ein Beleg dafür, welches Innovationspotenzial in unserem Land steckt.“

Die DocVQA Challenge gilt als einer der weltweit anspruchsvollsten Wettbewerbe für maschinelles Dokumentenverständnis. Erstmals mussten die teilnehmenden Systeme Dokumente aus unterschiedlichsten Bereichen – darunter Geschäftsberichte, wissenschaftliche Poster, Karten, Infografiken, Comics und technische Zeichnungen – analysieren und komplexe Zusammenhänge erkennen. Gefordert war nicht nur das Auslesen von Informationen, sondern ein tiefes Verständnis komplexer Dokumente.

Für die öffentliche Verwaltung eröffnet diese Technologie erhebliche Potenziale. Moderne KI-Systeme können Beschäftigte künftig bei der Bearbeitung umfangreicher Dokumente unterstützen, Informationen schneller erschließen und Verwaltungsprozesse effizienter gestalten.

„Gerade für die Digitalisierung der Verwaltung sind leistungsfähige und vertrauenswürdige KI-Anwendungen von großer Bedeutung. Wenn intelligente Systeme Dokumente nicht nur lesen, sondern tatsächlich verstehen, können sie Mitarbeitende gezielt entlasten und Verwaltungsverfahren beschleunigen. Voraussetzung bleibt dabei stets ein verantwortungsvoller, transparenter und datenschutzkonformer Einsatz der Technologie“, erläutert Minister Dr. Geue.

Besonders bemerkenswert ist, dass PLANET AI dabei einen eigenständigen technologischen Ansatz verfolgt. Statt ausschließlich auf immer größere KI-Modelle zu setzen, kombiniert das Unternehmen verschiedene spezialisierte Systeme miteinander und erreicht dadurch eine deutlich höhere Qualität bei der Dokumentenanalyse.

„Deutschland braucht eigene technologische Stärken und innovative Unternehmen, die unabhängige Lösungen entwickeln und so zur digitalen Souveränität beitragen. Der Erfolg von PLANET AI zeigt, dass es dabei nicht auf die Größe des Unternehmens ankommt, sondern auf kluge Ideen, exzellente Forschung und den Mut, neue Wege zu gehen“, ergänzt Dr. Geue.

PLANET AI wurde 2015 in Rostock gegründet und arbeitet eng mit der Universität Rostock zusammen. Die offizielle Preisverleihung findet im Rahmen der ICDAR-Konferenz vom 30. August bis 4. September 2026 in Wien statt.

KI aus Rostock international erfolgreich

Jochen Schulte: „PLANET AI zeigt, was in Mecklenburg-Vorpommern möglich ist“

Rostock – Das Rostocker Unternehmen PLANET AI hat den internationalen Dokumenten-KI-Wettbewerb DocVQA 2026 gewonnen. Bei dem Wettbewerb wird geprüft, wie gut KI-Systeme unterschiedliche Dokumente verstehen und Fragen dazu beantworten können. PLANET AI setzte sich gegen ein internationales Teilnehmerfeld durch und belegte in sieben von acht Kategorien den ersten Platz.

Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte gratulierte dem Unternehmen: „Das ist ein starkes Signal für den KI-Standort Mecklenburg-Vorpommern. PLANET AI zeigt, dass in Rostock Technologie entsteht, die international mithalten kann. Besonders wichtig ist: Diese KI hat einen klaren praktischen Nutzen. Sie kann Dokumente auswerten, Informationen schneller verfügbar machen und Unternehmen wie Verwaltungen im Alltag entlasten.“

PLANET AI wurde 2015 in Rostock gegründet und arbeitet eng mit der Universität Rostock zusammen. Das Unternehmen beschäftigt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unterstützt wird die Entwicklung unter anderem durch das Forschungsvorhaben SPOC-AI, das PLANET AI gemeinsam mit ALTOW und der Universität Rostock umsetzt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert das Projekt mit ca. 7,1 Mio. Euro. Das Gesamtvolumen beträgt 11,4 Mio. Euro.

„Der Erfolg zeigt, dass gezielte Technologieförderung wirkt. Wenn Unternehmen, Wissenschaft und Land zusammen-arbeiten, kann daraus echte Wertschöpfung entstehen. Genau solche Entwicklungen wollen wir in Mecklenburg-Vorpommern weiter stärken“, sagte Staatssekretär Schulte.

Zugleich bereitet das Wirtschaftsministerium eine eigene KI-Förderrichtlinie vor. Damit sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Einführung konkreter KI-Anwendungen unterstützt werden. Vorgesehen ist eine Förderung von bis zu 50 Prozent und maximal 50.000 Euro je Unternehmen. Insgesamt stehen dafür 3 Mio. Euro zur Verfügung.

„Nicht jedes Unternehmen muss selbst KI entwickeln. Aber viele Unternehmen können KI sinnvoll nutzen. Unser Ziel ist, dass solche Technologien auch in der Breite der Wirtschaft ankommen – gerade im Mittelstand“, so Staatssekretär Schulte.

Die offizielle Preisverleihung findet im Rahmen der internationalen ICDAR-Konferenz vom 30. August bis 4. September 2026 in Wien statt.

Zusammenarbeit bei der Digitalisierung

Dataport und DVZ vereinbaren strategische Zusammenarbeit für die digitale Verwaltung

Schwerin – Dataport und die DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH (DVZ MV) haben heute eine Kooperationsvereinbarung zur Intensivierung ihrer Zusammenarbeit bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Schwerin unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist es, Kompetenzen zu bündeln, Innovationen voranzutreiben und die Entwicklung moderner digitaler Verwaltungsleistungen im Interesse von Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung zu stärken.

Die Vereinbarung schafft den Rahmen für eine enge Zusammenarbeit insbesondere bei der Weiterentwicklung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), bei Plattformen für digitale Verwaltungsleistungen sowie in ausgewählten Beschaffungs- und Infrastrukturthemen. Grundlage der Kooperation ist eine öffentlich-öffentliche Zusammenarbeit, die auf gemeinsamen Interessen und einer langfristigen strategischen Partnerschaft basiert.

Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von Dr. Heiko Geue, Minister für Finanzen und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dirk Schrödter, Minister für Digitalisierung und Chef der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender von Dataport, sowie Hubert Ludwig, Geschäftsführer der DVZ MV GmbH.

„Die Herausforderungen der Digitalisierung machen nicht an Landesgrenzen halt. Im Norden arbeiten wir zusammen. Durch die Kooperation zwischen Dataport und dem DVZ schaffen wir Synergien, von denen alle profitieren werden. Das ist deutlich besser als digitale Leuchttürme, die nur in einem Land leuchten“, sagte Dr. Heiko Geue.

„Die Digitalisierung verändert unser Leben und Zusammenleben sowie unser Arbeiten und Zusammenarbeiten grundlegend. Deswegen ist es wichtig, gemeinsam anzupacken“, sagte Dirk Schrödter. „Wir setzen in Schleswig-Holstein bei der Digitalisierung auf einen breiten gesellschaftlichen Ansatz mit Partnern aus Kommunen und Zivilgesellschaft. Darüber hinaus können wir durch die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg zusätzlich voneinander profitieren. Die Kooperation unserer IT-Dienstleister wird die Digitalisierung der Verwaltung weiter vorantreiben und damit Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen konkrete Mehrwerte bieten.“

Auch die beiden IT-Dienstleister sehen in der Vereinbarung einen wichtigen Schritt für die weitere Digitalisierung. Dr. Johann Bizer erklärte: „Der Norden rückt zusammen. Wir vertiefen unsere gute Zusammenarbeit mit dem DVZ MV. Wir beide wollen die digitale Verwaltung im Norden durch Austausch und Zusammenarbeit voranbringen. Die Kooperationsvereinbarung ist Ausweis und Grundlage dieser strategischen Ausrichtung.“

Hubert Ludwig ergänzte: „Die Kooperationsvereinbarung mit Dataport ist ein wichtiger Schritt für die länderübergreifende Weiterentwicklung der digitalen Verwaltung im Nordverbund. Sie verbindet gemeinsame Projekte mit dem klaren Ziel, die Zusammenarbeit der öffentlichen IT-Dienstleister nachhaltig zu stärken. Ob im Programm Nordstern oder in der Deutschen Verwaltungscloud: Wir bündeln unsere Kompetenzen, um größere Herausforderungen gemeinsam anzugehen und zukunftsfähige Lösungen für die öffentliche Verwaltung zu schaffen.“

Zur strategischen Steuerung wird ein gemeinsamer Lenkungskreis eingerichtet. Er soll die Umsetzung konkreter Vorhaben begleiten, Prioritäten festlegen und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Zusammenarbeit sicherstellen.

Mit der Vereinbarung bekräftigen Dataport und das DVZ ihren Anspruch, die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung gemeinsam voranzutreiben und nachhaltige Mehrwerte für die Träger, Verwaltungen sowie die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.

M-V fordert digitalen Hilfe-Button gegen Cybermobbing

Verbraucherschutzministerin Jacqueline Bernhardt legt in Potsdam auf der Fachkonferenz einen entsprechenden Beschlussvorschlag vor.

Schwerin – „Cybermobbing hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen und ist ein ernstzunehmendes gesellschaftliches Problem. Das belegen viele Studien. Insbesondere Kinder, Jugendliche, aber Frauen sind von beleidigenden, herabwürdigenden, bedrohenden oder systematisch ausgrenzenden Verhaltensweisen im digitalen Raum betroffen. Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation zeigen, dass ein erheblicher Anteil gerade junger Menschen bereits Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht hat.

Da Cybermobbing gravierende Folgen für die psychische Gesundheit haben kann, muss stärker dagegen vorgegangen werden. Darum lege ich diese Woche der Konferenz der Verbraucherschutzministerinnen und -minister in Potsdam einen Beschlussvorschlag vor, wonach die Einführung eines Hilfebuttons in den sozialen Netzwerken geprüft werden soll“, so die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt.

„Cybermobbing kann Angststörungen, Depressionen, sozialen Rückzug sowie ein erhöhtes Risiko für selbstschädigendes Verhalten auslösen. Gleichzeitig ist ein Großteil der Betroffenen gehemmt und meldet die Vorfälle nicht. Oftmals mangelt es am Wissen, wo sie konkrete Hilfe erhalten können. Hilfe muss dort ansetzen, wo sich das digitale Leben abspielt:  in den sozialen Netzwerken. Denn als zentrale Drehscheibe der digitalen Kommunikation tragen die Social Media Plattformen eine besondere Verantwortung für ihre Nutzerinnen und Nutzer.

Meldefunktionen für rechtswidrige Inhalte sind bislang oft komplex, wenig transparent oder primär auf die Löschung einzelner Inhalte ausgerichtet. Darüber hinausgehende Unterstützungsangebote für Betroffene sind nicht flächendeckend etabliert und hauptsächlich außerhalb von Social Media“, sagt Verbraucherschutzministerin Jacqueline Bernhardt.

„Frankreich hat mit der Einführung eines Hilfebuttons auf großen Social Media Plattformen einen interessanten Ansatz gewählt, den wir in Deutschland betrachten sollten. Der ‚Hilfebutton‘ verbindet Betroffene von Cybermobbing mit spezialisierten Beratungsstellen zur direkten, wirksamen, niedrigschwelligen Hilfestellung und Unterstützung. Durch die direkte Verknüpfung der Plattformen mit einer staatlich organisierten, professionell besetzten Hotline wird Hilfe unmittelbar am Ort des Geschehens verfügbar gemacht.

Die Plattformen selbst beraten dabei nicht, sondern stellen nur die technische Schnittstelle bereit. In Deutschland könnte so auf bestehende bundesweite Hilfs- und Beratungsangebote verlinkt werden, um eine niedrigschwellige Soforthilfe zu gewährleisten, ohne neue Parallelstrukturen aufzubauen. Betroffene sollten unmittelbar nach dem Auslösen dieses digitalen Alarmknopfes einen persönlichen Kontakt bekommen, der stabilisiert, informiert und bei Bedarf gezielt an weiterführende Unterstützungsangebote vermittelt“, schlägt Ministerin Bernhardt zur VSMK vor.

Die Konferenz der Verbraucherschutzministerinnen, -minister und -senatorinnen der Länder sollen die Bundesregierung um Prüfung bitten, inwieweit das in Frankreich bestehende Modell eines „Hilfebuttons“ für Betroffene von Cybermobbing in sozialen Netzwerken auf Deutschland übertragbar ist. Im Rahmen dieser Prüfung sollte insbesondere untersucht werden, inwiefern eine nationale Regelung europarechtlich zulässig ist oder sich eine dahingehende freiwillige Selbstverpflichtung der Online-Plattformbetreiber wirksam umsetzen ließe.

Darüber hinaus wird die Bundesregierung gebeten, sich auf europäischer Ebene für eine Ergänzung des Digital Services Act einzusetzen, mit Hilfe derer Anbieter großer Social Media Plattformen zur Bereitstellung eines gut sichtbaren „Hilfebuttons“ verpflichtet werden.

Digitale Baugenehmigung aus M-V ausgezeichnet

Schwerin – Die „Digitale Baugenehmigung“ aus Mecklenburg-Vorpommern ist mit dem Public Leadership Award 2026 in der Kategorie „Award für sichere (digitale) Infrastrukturen & öffentliche IT-Landschaft“ ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand am heutigen Dienstag (9. Juni 2026) beim 12. Zukunftskongress Staat & Verwaltung in Berlin statt.

Die Digitale Baugenehmigung ermöglicht es, Bauanträge vollständig digital einzureichen, zu prüfen und zu genehmigen. Medienbrüche werden vermieden, Prozesse beschleunigt und die Transparenz für Antragstellende, Kommunen und Fachbehörden deutlich erhöht.

Durch die Nutzung des bundesweit einheitlichen Standards XBau und den Aufbau eines gemeinsamen technischen Systems, des sogenannten Vorgangsraums, konnten digitale Antragsstrecken etabliert werden. Damit bildet die Lösung erstmals einen digitalen Bau-Lebenszyklus ab, der bundesweit nutzbar ist. Bis Mai 2026 sind bereits 316 Vorgangsräume für Bürgerinnen und Bürger erreichbar und circa 100.000 Vorgänge eingereicht.

Christian Pegel, Minister für Inneres und Bau von Mecklenburg-Vorpommern, erklärt: „Mit der Auszeichnung des Public Leadership Awards würdigt die Jury ein wegweisendes Digitalisierungsprojekt aus unserem Land, das bundesweit Maßstäbe für eine moderne, leistungsfähige und bürgernahe Verwaltung setzt. Gleichzeitig ist es eine große Anerkennung für die Arbeit vieler Beteiligter.

Die ‚Digitale Baugenehmigung‘ zeigt, dass Digitalisierung kein Selbstzweck ist, sondern ganz konkret den Alltag von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Verwaltungen erleichtert. Schnellere Verfahren und mehr Transparenz sind ein echter Standortvorteil für unser Land.“

Dr. Heiko Geue, Minister für Finanzen und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, ergänzt: „Zu dieser Auszeichnung gratuliere ich den beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr herzlich. Die Digitale Baugenehmigung ist ein hervorragendes Beispiel dafür, was möglich wird, wenn fachliche Expertise und digitale Kompetenz Hand in Hand arbeiten.

Mecklenburg-Vorpommern zeigt damit einmal mehr, dass nicht die Größe eines Bundeslandes entscheidend ist, sondern der Wille, Innovationen konsequent umzusetzen. Als vergleichsweise kleines Land haben wir hier etwas geschaffen, das bundesweit Maßstäbe setzt und von dem Verwaltungen in ganz Deutschland profitieren können. Darauf können wir gemeinsam stolz sein.“

Der digitale Bauantrag ist Teil der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Mecklenburg-Vorpommern hat das Themenfeld „Bauen und Wohnen“ übernommen. Jährlich werden in Deutschland etwa 220.000 Baugenehmigungen erteilt – vornehmlich als Papierantrag. Mit dem digitalen Bauantrag ist eine ortsungebundene, vollständig digitale Antragstellung möglich.

Der Zukunftskongress Staat & Verwaltung ist die Leitveranstaltung für das moderne und digitale Deutschland und bringt einmal jährlich rund 2.000 Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Bund, Ländern und Kommunen sowie aus Wissenschaft, Gesellschaft und (Digital-)Wirtschaft zusammen.

Im Zentrum stehen zentrale Zukunftsaufgaben im Umfeld der Staats- und Verwaltungsmodernisierung, die zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Dienstleistungsorientierung staatlichen Handelns und damit zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland beitragen.

2026 findet der 12. Zukunftskongress Staat & Verwaltung statt.

Feierliche Inbetriebnahme Mobilfunkmast bei Cantnitz

Cantnitz – Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert weiter in den Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur. Insgesamt sind derzeit 17 Mobilfunkmasten im Landeseigentum geplant, um die Netzabdeckung in ländlichen Regionen deutlich zu verbessern.

Heute wurde der Mobilfunkmast bei Cantnitz, den die Funkmasten-Infrastrukturgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (FMI) im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern errichtet hat, feierlich in Betrieb genommen. Der Mast steht in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft im Südosten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Damit konnte der Bau des 50 Meter hohen Stahlgittermastes inklusive der Einrichtung der technischen Infrastruktur erfolgreich abgeschlossen werden.

„Zum erfolgreichen Abschluss des Baus des Mobilfunkmastes in Cantnitz hat vor allem das Engagement der Funkmasten-Infrastrukturgesellschaft M-V mbH beigetragen in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sowie mit den Netzbetreibern Vodafone, Telefónica und die Deutsche Telekom und allen anderen Beteiligten.“, so Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin für Bau im Innenministerium M-V in der Begrüßungsrede vor Ort.

Die Funkmasten-Infrastrukturgesellschaft M-V mbH setzt das Ausbauprogramm des Landes M-V um, das heißt, sie baut im Auftrag und mit Mitteln des Landes M-V die passive Infrastruktur für den Mobilfunk und verpachtet diese an die Mobilfunknetzbetreiber. Die Netzbetreiber verbauen dann die aktive Technik am Mast und versorgen das jeweilige Gebiet mit Mobilfunk.

Mit diesem Mobilfunkmast bei Cantnitz werden jetzt 120 Haushalte und Unternehmen in dieser Region mit Mobilfunk versorgt. Für den Bau des Mobilfunkmastes hat das Land ca. 785.000 EUR zur Verfügung gestellt.

Denn Ziel der Landesregierung ist eine flächendeckende Mobilfunkversorgung zur Verbesserung des Sprachmobilfunks und der mobilen Datennutzung um insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und die ländlichen Räume zu stärken.

Eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Zukunft unseres Landes: sie hat eine enorme Bedeutung für die Wirtschaft, den Tourismus aber auch für die Lebensqualität und Teilhabe der Einwohnerinnen und Einwohner in MV.

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist das Land dabei, weitere Maststandorte zu errichten und zeitnah an die Mobilfunknetzbetreiber zur Anbringung der aktiven Technik zu übergeben. So können weitere Versorgungslücken geschlossen werden.

NØRD 2026: Ministerin Bernhardt ehrt digitale Frauen-Power

In der Kategorie „Female Pioneers“ gewinnt Katja Fröhlich aus Rostock: „Sie setzt sich für mehr Diversität in der Tech-Branche ein.“

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt (Mitte) u.a. mit der Siegerin der NØRD-Award-Kategorie „Female Pioneers“ Katja Fröhlich (2.v.r.) @JM
Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt (Mitte) u.a. mit der Siegerin der NØRD-Award-Kategorie „Female Pioneers“ Katja Fröhlich (2.v.r.) @JM

Rostock – Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt hat auf der größten Digital-Messe des Landes Frauen für ihr Wirken in der IT-Branche geehrt.

„Die NØRD zeigt eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft in Mecklenburg-Vorpommern steckt. Als Schirmherrin für die Kategorie ‚Female Pioneers‘ konnte ich mich auch davon überzeugen, dass Frauen bei der Entwicklung der digitalen Zukunft ein gewichtiges Wort mitreden als Entwicklerinnen, Gründerinnen und Gestalterinnen.

Die Digitalisierung braucht diese Vielfalt. Sie braucht unterschiedliche Perspektiven, neue Ideen und Menschen, die den Mut haben, Veränderung aktiv zu gestalten. Frauen leisten dazu jeden Tag einen wichtigen Beitrag in den Unternehmen, in der Verwaltung, in Start-ups, in Wissenschaft und Gesellschaft.

Diese Leistungen sichtbar zu machen, ist mir persönlich ein wichtiges Anliegen. Der NØRD Award ist dabei weit mehr als eine Auszeichnung.

Er macht digitale Vorbilder sichtbar und würdigt Menschen, die Verantwortung übernehmen, neue Wege gehen und andere inspirieren“, sagte Ministerin Bernhardt am Abend bei der Übergabe der NØRD Award in der Kategorie „Female Pioneers“ in Rostock.

„Als Siegerin von den zuletzt drei nominierten Frauen gratuliere ich ganz herzlich Katja Fröhlich. Sie ist Vice President IT & Digital Products bei hepster in Rostock und gestaltet die technologische Zukunft eines international wachsenden Unternehmens. Mit der Verbindung von IT und Business schafft sie moderne Daten- und Plattformstrukturen und sorgt dafür, dass Technologie nicht komplizierter wird, sondern neue Möglichkeiten eröffnet.

Besonders bemerkenswert ist dabei ihre Fähigkeit, Menschen mitzunehmen. Sie baut Brücken zwischen Technologie und Organisation, fördert Austausch und Lernen rund um Künstliche Intelligenz und setzt sich gleichzeitig mit großem Engagement für Female Leadership und mehr Diversität in der Tech-Branche ein. Katja Fröhlich steht damit für eine neue Generation von Führungskräften: strategisch, empathisch, innovativ und inspirierend“, so Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt in ihrer Laudatio.

„Aber auch die beiden ebenfalls nominierten Frauen beweisen die Stärke dieser Kategorie. Eine Nominierte bringt künstliche Intelligenz auf Campingplätze. Mit dem Projekt KI-Camper zeigt sie, wie Digitalisierung verständlich, praktisch, menschlich und direkt vor Ort funktionieren kann. Eine weitere Nominierte hat im Landkreis Vorpommern-Greifswald ein System etabliert, um Prozesse effizienter, transparenter und nachhaltiger zu gestalten.

Digitalisierung beginnt eben nicht erst in Großkonzernen oder Metropolen, sondern dort, wo Menschen Chancen erkennen und andere mitziehen. Die nominierten Frauen sind daher Vorbilder vor allem für junge Mädchen, die sich so auch eine Zukunft in Technik, IT oder Innovation vorstellen könnten. Fortschritt entsteht durch Mut von Menschen, die neue Technologien erfinden oder bestehende optimieren und damit unser Land voranbringen“, erklärte Ministerin Jacqueline Bernhardt in Rostock.

Deutliche Fortschritte bei der Digitalisierung

Rostock – In Rostock ist heute die Digitalisierungsmesse NØRD eröffnet worden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte in ihrer Rede, dass Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren deutliche Fortschritte bei der Digitalisierung gemacht hat. „Die Glasfaserquote lag im Jahr 2015 bei 21%. Mittlerweile ist bereits für 64% der Adressen Glasfaser verfügbar. Die Glasfaserausbauquote und auch die Anschlussquote in Mecklenburg-Vorpommern liegen jeweils über dem Bundesdurchschnitt. Auch die Mobilfunkversorgung im Land hat sich deutlich verbessert: die 5G-Versorgung ist von Mitte 2022 bis Ende 2025 von 61% auf 97% gestiegen“, informierte die Ministerpräsidentin.

2018 habe das Land eine digitale Agenda für Mecklenburg-Vorpommern aufgebaut. „Heute bilden sechs Digitale Innovationszentren in Schwerin, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald und Neubrandenburg gemeinsam mit ihren Partnern in den Regionen ein starkes landesweites Netzwerk. Sie bringen Unternehmen, Kommunen, Wissenschaft, Start-ups und Zivilgesellschaft zusammen. Sie beraten, vernetzen und begleiten konkrete Projekte. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern ist das ein entscheidender Ansatz“, bilanzierte Schwesig. Aktuell arbeite die Landesregierung an einer Förderrichtlinie, die Unternehmen bei der Einführung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz unterstützen soll.

Partnerland der NØRD ist in diesem Jahr Lettland. Zu den Gästen der Messe aus Lettland zählt unter anderem der lettische „Minister für Smart Administration and Regional Development“ Raimonds Čudars  „Lettland zählt zu den europäischen Vorreitern im Bereich digitale Verwaltung. Die Erfahrungen aus dem Ostseeraum haben uns in Mecklenburg-Vorpommern wichtige Impulse gegeben“, sagte die Ministerpräsidentin. „Digitale Transformation ist kein Selbstzweck. Sie entscheidet darüber, wie attraktiv ein Land künftig sein wird – zum Leben, Arbeiten, Gründen und Investieren.“ Mecklenburg-Vorpommern wolle deshalb die Chancen der Digitalisierung in den kommenden Jahren noch konsequenter nutzen.