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Kategorie: Digitalisierung / IT / Technik / KI

Mehr Schutz in der Schule und im digitalen Raum

Kinder- und Jugendmedienschutztagung 2026 an der Universität Greifswald

Greifswald – Social Media, Online-Spiele und Messenger Chats gehören für Kinder und Jugendliche heute zum Alltag – persönliche Treffen mit Freundinnen und Freunden werden nicht selten durch digitale Begegnungen ersetzt. Junge Menschen stehen täglich im Spannungsfeld zwischen intensiver Mediennutzung und realer Lebenswelt. Um Kinder und Jugendliche wirksam vor Gewalt,

Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt zu schützen, sind tragfähige Schutzkonzepte und eine starke, präventiv ausgerichtete Schulkultur notwendig. Darüber sprechen Expertinnen, Experten, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte von Schulen und der Jugendhilfe bei der Kinder- und Jugendmedienschutztagung Mecklenburg-Vorpommern am 24. Februar 2024 an der Universität Greifswald.

Tom Scheidung, Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern: „Schulen sind Orte des Lernens, des Miteinanders und des Vertrauens. Damit sie es bleiben, brauchen sie starke Schutzkonzepte – sowohl analog als auch digital. Die Kinder- und Jugendmedienschutztagung leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Lehrkräfte zu sensibilisieren, Handlungssicherheit zu stärken und eine Schulkultur zu fördern, in der Sicherheit, Respekt und Teilhabe selbstverständlich sind.“

Dr. Christian Frenzel, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern: „Schutzkonzepte sind ein zentrales Instrument der Gewaltprävention – in der Schule ebenso wie im digitalen Raum. Der wirksame Schutz von Kindern und Jugendlichen gelingt nur im engen Zusammenspiel von Bildung, Prävention und Sicherheitsbehörden. Die Fachtagung schafft hierfür einen wichtigen Rahmen, um diejenigen zu vernetzen, die Verantwortung tragen und mit ihnen gemeinsam Lösungen zu entwickeln.“

Prof. Dr. Ines Sura-Rosenstock, Lehrstuhl für Medienpädagogik und Medienbildung, Institut für Erziehungswissenschaften, Universität Greifswald: „Schutzkonzepte entfalten ihre Wirkung dort, wo Schule als gemeinsamer Schutz- und Entwicklungsraum verstanden wird. Die Kinder- und Jugendmedienschutztagung bringt wissenschaftliche Erkenntnisse und schulische Praxis zusammen und stärkt damit die professionelle Handlungssicherheit aller Beteiligten. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche nachhaltig zu schützen und ihre Beteiligung an einer respektvollen und sicheren Schulkultur zu fördern.“

Die Fachtagung mit dem Titel „Analog. Digital. Sicher. Schutzkonzepte für eine starke Schulkultur“ ist eine Kooperationsveranstaltung des Innenministeriums mit dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung, dem Landeskriminalamt, der Universität Greifswald und dem Medienpädagogischen Zentrum des Ministeriums für Bildung und Kindertagesförderung. Im Fokus stehen die Prävention sexualisierter Gewalt, die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern an Schutzprozessen sowie die Handlungssicherheit bei Verdachtsfällen.

In Gesprächsforen, Fachvorträgen und praxisnahen Workshops beleuchten Expertinnen und Experten aus Bildung, Psychologie, Wissenschaft, Polizei, Justiz sowie der Kinder- und Jugendhilfe konkrete Handlungsmöglichkeiten. Impulse geben unter anderem Prof. Dr. Simone Pülschen und Dr. Elisabeth Quendler-Adamo.  

Maßnahmen des Landes gegen Gewalt  

Mecklenburg-Vorpommern hat in den vergangenen Jahren viele Maßnahmen zur Stärkung des Kinderschutzes und der Gewaltprävention an Schulen auf den Weg gebracht. Das Bildungsministerium hat mit dem neuen Anti-Gewalt-Konzept und der landesweiten Aufklärungskampagne zu den Themen psychische Belastungen und sexualisierte Gewalt den Kinderschutz und die Gewaltprävention an unseren Schulen zusätzlich gestärkt.

Zugleich setzt das Land auf die kontinuierliche Sensibilisierung und Qualifizierung von Lehrkräften, damit sie handlungssicher werden. Das Medienpädagogische Zentrum bietet hierzu Fortbildungen im Bereich der Medienbildung, Digitalisierung und Prävention in unterschiedlichen Veranstaltungen an. Auch die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Bildungs- und Innenressort, insbesondere im und mit dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung, trägt dazu bei, Schutzräume zu schaffen – in der Schule, im digitalen Raum und im gesellschaftlichen Umfeld.

Senioren-Internet-Initiativen im ländlichen Raum gesucht

DigitalPakt Alter fördert

Schwerin – Im Jahr 2023 ist das Land Mecklenburg-Vorpommern dem DigitalPakt Alter beigetreten. Dieser geht auf die Initiative der Bundesarbeitsgemeinschaft für Seniorenorganisationen (BAGSO) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zurück und hat sich die Förderung digitaler Kompetenzen von älteren Menschen zur Aufgabe gemacht.

„Innerhalb des Paktes stehen nun wieder Fördermittel für Senioren-Internet-Initiativen bereit. In diesem Jahr werden dabei gezielt Angebote im ländlichen Raum gesucht“, warb Sozialministerin Stefanie Drese heute für die Teilnahme von Initiativen aus Mecklenburg-Vorpommern.

Noch bis zum 28. Februar können sich demnach Träger von Angeboten, die ältere Menschen bei der digitalen Teilhabe oder dem Kompetenzerwerb unterstützen, für die Förderung bewerben. „Neben einer finanziellen Förderung in Höhe von 2.000 Euro, etwa für neue Anschaffungen, Arbeitsmaterialien oder für eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, profitieren die ausgewählten Erlebnisorte auch von einer professionellen Begleitung, Schulungen und einer stärkeren Vernetzung untereinander“, hob die Ministerin hervor.

Strukturschwächere Regionen mit weniger als 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern werden bei der Auswahl der Projekte in diesem Durchlauf bevorzugt. „In meinen Augen ist das eine Chance für viele unserer kleineren Projekte im Land, die genau dort ihre Dienste anbieten, wo die digitale Teilhabe den größten Unterschied macht“, hob Drese hervor.

So könne allein die Fähigkeit, selbstständig online Tickets zu erwerben, etwa für Bus, Bahn und Kultur oder der schnellere Draht zur Familie via Videotelefonie einen großen Unterschied für die selbstständige Lebensgestaltung bedeuten.

„Ich hoffe deshalb, dass unter den 25 geförderten Initiativen auch viele aus MV vertreten sein werden“, so die Ministerin. Eine Bewerbung ist noch bis zum Monatsende möglich. Sie muss per Online-Formular abgegeben werden, Bewerbungen per Post, E-Mail oder Fax sind nicht möglich. Weitere Informationen zum Förderprogramm sowie Antworten auf häufige Fragen finden Interessierte unter

 https://www.digitalpakt-alter.de/digitalpakt-alter/unser-foerderprogramm/foerderung-fuer-den-laendlichen-raum/.

14. Fachkongresses des IT-Planungsrats 2026

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern richtet in diesem Jahr den 14. Fachkongress des IT-Planungsrats aus. Am 18. und 19. März 2026 treffen sich Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen in Hohe Düne (Rostock-Warnemünde), um über die Zukunft der digitalen Verwaltung in Deutschland zu diskutieren und neue Impulse für die föderale Zusammenarbeit zu setzen.

Der Fachkongress steht unter dem Motto „Digitale Horizonte – Gemeinsam Kurs auf morgen setzen“ und bietet zwei Tage voller Fachforen, Workshops und Diskussionsrunden. Im Mittelpunkt stehen Themen wie digitale Souveränität, nachhaltige Verwaltungsmodernisierung, Nutzerorientierung, Künstliche Intelligenz in der Verwaltung sowie Kooperation im föderalen System.

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue: „Mit dem Fachkongress des IT-Planungsrats holen wir die bundesweite Digitalcommunity der Verwaltung nach Mecklenburg-Vorpommern. Wir wollen zeigen, dass Digitalisierung in einem Flächenland wie MV mit Mut, Kooperation und Innovation gelingen kann. Unser Ziel ist es, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen für eine moderne, bürgernahe Verwaltung zu gestalten.

Der Fachkongress des IT-Planungsrats ist das zentrale jährliche Vernetzungstreffen für die Digitalisierungsakteurinnen und -akteure der öffentlichen Verwaltung in Deutschland. Rund 400 Teilnehmende aus Bund, Ländern und Kommunen werden in Hohe Düne erwartet.

Die Veranstaltung soll dazu beitragen, die föderale Digitalstrategie in die praktische Wirksamkeit zu bringen. Die Strategie ist ein Gesamtkonzept, das sich aus drei klar aufeinander aufbauenden Teilen zusammensetzt:

  1. Die Dachstrategie legt die übergeordneten Leitlinien und Grundprinzipien fest.
  2. Die Schwerpunktthemen konkretisieren diese Leitlinien für zentrale Bereiche der Verwaltungsdigitalisierung wie KI, digitale Souveränität oder Interoperabilität.
  3. Die zentrale Portfoliosteuerung stellt sicher, dass die Projekte der föderalen Ebene wirksam auf die Ziele der Strategie einzahlen. Sie wird jährlich evaluiert, um Fortschritte und Zielerreichung zu prüfen.

Der Fachkongress wird gemeinsam vom Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern und der FITKO – Föderale IT-Kooperation organisiert. Ziel ist es, aktuelle Projekte, Strategien und Zukunftsthemen der Verwaltungsdigitalisierung im föderalen Kontext zu präsentieren und miteinander zu diskutieren.

Die Teilnahme richtet sich ausschließlich an Beschäftigte aus Behörden und Ministerien, aller föderalen und hierarchischen Ebenen.

Das Veranstaltungsprogramm sowie Informationen zur Anmeldung sind auf der Website des Fachkongresses des IT-Planungsrats verfügbar.

Land startet neue Ideenaufrufe der Transformationsrichtlinie

Dr. Wolfgang Blank: „Transformation entfaltet Wirkung, wenn gute Ideen auf gute Rahmenbedingungen treffen. Davon profitieren Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen.“

Schwerin – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute die zweite Etappe der Transformationsförderung des Landes eingeleitet. Im Rahmen einer Online-Veranstaltung wurden den teilnehmenden Unternehmen, Kammern, Verbänden und Gewerkschaften drei neue Ideenaufrufe vorgestellt und die Bedeutung der praxisnahen Förderung hervorgehoben.

„Mit dem ersten Ideenaufruf der Transformationsrichtline mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz haben wir im vergangenen Jahr einen neuen Weg eingeschlagen, der uns bereits auf einen erfolgreichen Kurs geführt hat. Aus zahlreichen Projektideen zur Fachkräftesicherung, modernen Arbeitsformen und zukunftsorientierten Perspektiven wurden konkrete und geförderte Vorhaben. Transformation entfaltet Wirkung, wenn gute Ideen in unseren Unternehmen und bei Expertinnen und Experten auf unterstützende Rahmenbedingungen treffen“, sagte Minister Dr. Blank.

Die Vorhaben befassen sich beispielsweise mit der intelligenten Bewerberinnen- und Bewerberauswahl in Personalabteilungen, mit der digitalen Verarbeitung von Dokumenten im Gesundheitsbereich oder mit interaktiven Schulungsformaten für Beschäftigte.

Mit den drei neuen Ideenaufrufen setzte das Wirtschaftsministerium jetzt weitere Schwerpunkte:

Wissenstransfer – Generationswechsel und Wissenserhalt

Ziel ist es, Erfahrungen und Wissen von Beschäftigten langfristig zu sichern und für nachfolgende Generationen nutzbar zu machen.

Chancengleichheit am Arbeitsmarkt

Betriebliche Strukturen und Arbeitskulturen sollen so weiterentwickelt werden, dass alle faire Zugänge zu Beschäftigung und beruflicher Entwicklung haben, unabhängig von Geschlecht, Alter, familiären Verpflichtungen, Behinderung oder Herkunft.

Nachhaltigkeit

Der Fokus liegt auf fairen und chancengerechten Arbeitsbedingungen, einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und der Stärkung der Resilienz von Unternehmen in Zeiten wachsender Unsicherheit.

Die Ideenaufrufe fördern praxisnahe Projekte, die Transformation im Unternehmensalltag konkret umsetzen und damit einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern leisten. mv-works begleitet die Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Vorhaben und die Gesellschaft für Infrastruktur und Arbeitsmarktentwicklung (GSA) berät bei der Antragstellung.

„Gemeinsam wollen wir Mecklenburg-Vorpommern zukunftsfest machen – mit Erfahrungen vor Ort und neuen Ideen aus der Praxis. So werden wir den konkreten Herausforderungen der Unternehmen in unserem Land begegnen und Lösungen für erfolgreiche Transformation entwickeln. Die Transformationsrichtlinie eröffnet hierfür gezielt Raum zur Entwicklung, zum Austausch und zur Umsetzung solcher Ideen“, sagte Minister Dr. Blank.

Symposium für „Digitale Staatsmodernisierung“

Schwerin – Das Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern veranstaltete heute im Schloss Hasenwinkel ein Symposium für „Digitale Staatsmodernisierung“.

Wie kann der Staat bürgernäher werden und mit digitalen Methoden mehr entlasten? Wie kann die Handlungsfähigkeit im Fachkräftemangel erhalten bleiben? Wie kann der notwendige Kulturwandel in der staatlichen Verwaltung vorangetrieben werden? Und wie gelingt digitale Staatsmodernisierung im Zusammenspiel von Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Symposiums.

Dr. Heiko Geue, Minister für Finanzen und Digitalisierung, betonte in seinem Vortrag: „Wichtig ist, dass wir mutig den Kulturwandel im Staat voranbringen. Unser Ziel ist, dass der Staat zunehmend entlastend und nicht so bürokratisch belastend wie in der Vergangenheit auftritt. Dass er bürgernäher wird. Dazu brauchen wir eine enge Partnerschaft mit den Kommunen und der digitalen Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpom-mern. Ein gutes Beispiel für die digitale Staatsmodernisierung ist der von Mecklenburg-Vorpommern entwickelte digitale Bauantrag, der in-zwischen von fast allen Bundesländern genutzt wird. So verstandene Digitalisierung ist für uns nicht nur das nächste Innovationsprojekt, sondern der Ausgangspunkt für den Paradigmenwechsel hin zur Staats-modernisierung.“

Im Anschluss an den Beitrag von Minister Dr. Geue hat Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank einen Impuls gegeben: „Staatsmodernisierung und Bürokratieentlastung bilden zwei Seiten derselben Medaille. Indem wir beides gemeinsam entschlossen und zielgerichtet vorantreiben, stärken wir Staat und Wirtschaft gleicher-maßen nachhaltig. Eine schnelle und effektive öffentliche Verwaltung wird zunehmend zum echten Standortfaktor.“

Anschließend gaben ausgewählte Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft Einblicke in ihre Perspektiven und Erfahrungen. Als Gastredner waren Prof. Dr. Kurt Sandkuhl (Universität Rostock), Torsten Hecht (Co-mIn), Christian Langbehn (u+i interact) und Welf Wustlich (Planet AI) vor Ort. Im Anschluss nutzen die Gäste die Gelegenheit zum fachlichen Netzwerkaustausch und Besichtigung der Infostände.

Schwesig: Wir machen unsere Netze widerstandsfähiger

Schwerin – Die WEMAG erhält ein Investitionsdarlehen der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 220 Millionen Euro für Ausbau und Modernisierung der Stromnetzinfrastruktur in Westmecklenburg. Ein entsprechender Vertrag wurde heute im Beisein von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei einem Besuch des Schweriner Batteriespeichers unterzeichnet. Insgesamt plant die WEMAG sogar Investitionen in ihre Netze in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro.

„Wir in Mecklenburg-Vorpommern sind ein Vorreiter beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Wir produzieren schon lange mehr als doppelt so viel Strom aus erneuerbaren Energien, als wir selbst verbrauchen. Das macht uns unabhängig und gibt uns einen Standortvorteil“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Ziel sei es, dass das Land bis 2035 seinen gesamten Energiebedarf für Strom, Wärme und Mobilität aus erneuerbaren Quellen deckt. Neben der Entwicklung von Speichertechnologien wie dem Schweriner Batteriespeicher sei hierfür der weitere Ausbau der Netze nötig. „Wir müssen sie moderner, widerstandsfähiger und leistungsstärker machen. Eine leistungsfähige Energieinfrastruktur ist notwendig für eine gelingende Energiewende. Gleichzeitig ist sie ein wichtiger Standortfaktor, um Industrieansiedlungen zu versorgen, Wirtschaftswachstum zu schaffen und Arbeitsplätze zu sichern“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Die geplanten Investitionen der WEMAG würden den Westen Mecklenburg-Vorpommerns besser an das Stromnetz anbinden. „Mit der Europäischen Investitionsbank und der WEMAG kommen europäische Unterstützung und regionale Tatkraft zusammen. Gemeinsam stellen wir die Weichen dafür, dass unser Stromnetz auch morgen sicher, widerstandsfähig und leistungsstark ist. Ich wünsche dem Vorhaben viel Erfolg.“

Zehn Jahre Breitbandförderung in MV

Erfolgsbilanz eines konsequenten Kurses

Schwerin – Vor zehn Jahren startete Mecklenburg-Vorpommern in eine digitale Zukunft, die heute durch zahlreiche fertiggestellte Glasfaseranschlüsse bereits sichtbar Form angenommen hat.

Seit dem Startschuss für das bundesweite Breitbandförderprogramm im Jahr 2015 verfolgt das Land eine klare Strategie: flächendeckender Glasfaserausbau, zentrale Steuerung, starke kommunale Beteiligung und gezielte Förderung in Regionen, in denen Marktmechanismen an ihre Grenzen stoßen. „Seit zehn Jahren investiert die Landesregierung so entschlossen wie kaum eine andere in den Breitbandausbau.

Als der Bund 2015 sein erstes Förderprogramm startete, zeigte eine erste in Auftrag gegebene Studie, dass ein flächendeckender Glasfaserausbau in MV rund 2,3 Milliarden Euro kosten würde – eine Summe, die für unser Land mit seiner geringen Bevölkerungsdichte und den damit verbundenen wirtschaftlichen Herausforderungen schlichtweg nicht zu stemmen war“, fasst Christian Pegel, Minister für Inneres und Bau, zusammen und ergänzt: „Damals gab es in Mecklenburg-Vorpommern so gut wie keine Glasfaseranschlüsse. Wir haben uns deshalb als Ziel gesetzt, die Breitbandförderung des Bundes möglichst umfassend zu nutzen und mit Landesmitteln zu unterstützen.“

Über die Hälfte der Haushalte hat Zugang zu Glasfaser

Im Ergebnis zeichnet sich mittlerweile ein ganz anderes Bild als noch vor zehn Jahren: Mehr als 60 Prozent der Haushalte können bereits einen Glasfaseranschluss nutzen.

„Ich kann mich noch an die Übergabe der ersten beiden Bescheide im Juli 2016 an den Landkreis Vorpommern-Rügen erinnern. Das war unser Startpunkt für diese Entwicklung, die Mecklenburg-Vorpommern in nur einer Dekade geschafft hat. Ein großer Teil der Bevölkerung hat jetzt schon die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss zu nutzen. Darauf können wir alle stolz sein“, so Christian Pegel: „Unser Kursziel bleibt die flächendeckende Versorgung bis an jede Milchkanne.“

Strategie: Ressourcen bündeln und zentral steuern

Der Erfolg basiert auch auf einer klaren Strategie: Das Land setzte von Beginn an konsequent auf Glasfaser. Anstatt viele kleine Einzelprojekte zu fördern, organisierte Mecklenburg-Vorpommern den strukturierten Ausbau über die Landkreise, um Know-how und Ressourcen zu bündeln. Das Ministerium steuerte zentral, während das Breitbandkompetenzzentrum (BKZ) bei Planung, Markterkundung und Umsetzung unterstützte. So konnte das Land bereits in den ersten beiden Förderaufrufen insgesamt 77 Projekte einreichen und Fördermittel in Milliardenhöhe sichern.

„Wir haben früh erkannt, dass wir nur mit einer klaren Struktur und gebündelten Kräften erfolgreich sein können. Dass wir heute zu den Spitzenreitern im bundesweiten Vergleich gehören, ist das Ergebnis von strategischer Planung und großer gemeinsamer Anstrengungen. Ohne unsere frühe, entschlossene Antragstellung – zu einer Zeit, als andere Länder noch zögerten – hätten wir einen großen Teil der Fördermittel nicht erhalten. Dass wir heute insgesamt rund 2,9 Milliarden Euro Fördermittel zur Verfügung haben, von denen etwa die Hälfte bereits abgerufen wurde, zeigt, wie richtig und notwendig unser damaliger Kurs war“, führt der Minister weiter aus. Rund 247.000 Haushalte konnten bereits mit einem geförderten Glasfaseranschluss versorgt werden.

Auch Für die lokale Wirtschaft erwies sich die Breitbandförderung bisher als großer Gewinn. Lokale Tiefbau- und Glasfasermontageunternehmen konnten viele Aufträge ergattern und von Anfang an setzten sich auch lokale Telekommunikationsunternehmen in Ausschreibungen für den Ausbau der geförderten Breitbandnetze durch.

Die Digitalisierung nimmt weiter Fahrt auf

Um den Ausbau weiter zu beschleunigen, setzt das Land auf moderne, digitale und vereinfachte Verfahren. Durch Änderungen in der Landesbauordnung, den digitalen Bauantrag und das Breitbandportal können Planungen und Genehmigungen zunehmend schneller abgewickelt werden.

„Wir haben heute Möglichkeiten, die uns vor Jahren noch gefehlt haben. Wenn wir sie alle konsequent nutzen, kommen wir deutlich schneller voran. Unser Wunsch ist, dass die Telekommunikationsunternehmen künftig das Breitbandportal verstärkt nutzen. Das würde den Ausbau spürbar beschleunigen. So schaffen wir es gemeinsam, unser Ziel der Glasfaseranbindung bis an jede Milchkanne im Land zu erreichen“, betont der Minister. Das Breitbandportal wird bereits im Landkreis Rostock, in der Mecklenburgischen Seenplatte sowie in einigen Kommunen genutzt.

„Der Unterschied zwischen dem damaligen Beginn und dem heutigen Stand könnte kaum größer sein– das zeigt, was wir gemeinsam erreichen können. Dank des Engagements, des Durchhaltevermögens und der gemeinsamen Entschlossenheit aller Beteiligten sind wir heute weiter als je zuvor. Und wir sind noch nicht am Ende: Die flächendeckende Versorgung mit Glasfaser ist in Sicht, und diesen Weg werden wir weiter entschlossen, partnerschaftlich und mit viel Erfahrung im Rücken gehen“, bilanziert Minister Christian Pegel.

Digitalisierung von Schulen

Fünf Milliarden Euro für die Bildungsmodernisierung bis 2030

Berlin – Die Bildungsminister der 16 Länder und Bundesbildungsministerin Karin Prien haben sich im Rahmen der Bildungsministerkonferenz in Berlin auf den Digitalpakt 2.0 geeinigt. Der Digitalpakt 2.0 investiert in fünf Jahren insgesamt 5 Milliarden Euro bundesweit – je zur Hälfte finanziert durch Bund und Länder. Der Bund stellt 2,5 Milliarden Euro größtenteils aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ bereit, die Länder erbringen einen gleichwertigen Anteil. Damit knüpft der Digitalpakt 2.0 an den vorherigen Digitalpakt Schule (2019 bis 24) an. Neu: Der Verwaltungsaufwand für Länder und kommunale Schulträger ist deutlich reduziert und Bürokratie wurde abgebaut.

Bundesbildungsministerin Karien Prien: „Der Digitalpakt 2.0 ist ein entscheidender Schritt in die Zukunft unserer Schulen und ein wichtiger Beitrag zur Gleichwertigkeit der Bildungschancen in Deutschland. Durch die Vereinfachung der Verwaltungsprozesse und die Förderung von länderübergreifenden Projekten stellen wir sicher, dass alle Schülerinnen und Schüler von digitaler Bildung profitieren – unabhängig von ihrem Wohnort. Wir schaffen die Grundlage für eine moderne Bildungslandschaft, damit alle Schulen die notwendige Ausstattung erhalten, um in der digitalen Welt zu bestehen. Wir stärken auch die Fortbildung unserer Lehrkräfte, damit die digitale Transformation im Unterricht gelingt. Die deutsche Schulbildung wird digital anschlussfähig – das sind gut investierte fünf Milliarden Euro. Der Bund unterstützt auch hier Länder und Kommunen bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben.“

Simone Oldenburg, Präsidentin der Bildungsministerkonferenz und Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern: „Mit dem Digitalpakt 2.0 sichern wir die Zukunftsfähigkeit unserer Schulen. Bund und Länder haben gemeinsam ein verlässliches und wirksames Förderinstrument geschaffen, das Unterrichtsentwicklung, Infrastruktur und pädagogische Qualität gleichermaßen stärkt. Der heutige Beschluss zeigt: Wir handeln gemeinsam und entschlossen für gute Bildung in einer digitalen Welt.“

Christine Streichert-Clivot, saarländische Ministerin für Bildung und Kultur und Koordinatorin der A-Länder: „Unsere Kinder und Jugendlichen unterscheiden nicht mehr zwischen analogen und digitalen Welten. Künstliche Intelligenz tritt in allen Lebensbereichen auf. Mit guter digitaler Bildung belgeiten wir junge Menschen und nehmen ihre Lebensrealität ernst. Der Digitalpakt trägt dazu bei, dass über eine gute Verzahnung von technischer Infrastruktur und pädagogischen Inhalten eine verantwortungsbewusste Medienbildung in unseren Schulen stattfinden kann.“

Dorothee Feller, nordrhein-westfälische Ministerin für Schule und Bildung und Koordinatorin der B-Länder: „Gerade in großen und vielfältigen Bildungssystemen zeigt sich, wie wichtig leistungsfähige Infrastrukturen und verlässliche Unterstützungssysteme sind. Ich bin dem Bund und den Ländern sehr dankbar, dass alle in den vergangenen Monaten konstruktiv und zügig zusammengearbeitet und so den Digitalpakt 2.0 erfolgreich zum Abschluss geführt haben. Der Digitalpakt 2.0 gibt uns die Möglichkeit, genau das auszubauen: eine gute digitale schulische Infrastruktur, guten Unterricht und gute Konzepte für digitales Lehren und Lernen. Damit schaffen wir die Grundlagen für eine zeitgemäße Bildung in allen Regionen.“

Mit der politischen Verständigung in der Bildungsministerkonferenz beginnt nun das formale Unterzeichnungsverfahren in Bund und Ländern. Bund und Länder haben sich auf den vorzeitigen Maßnahmenbeginn bereits für den 1. Januar 2025 verständigt. Offiziell läuft der Digitalpakt 2.0 über die Jahre 2026 bis 2030.

Die neuen Vereinbarungen schaffen effizientere Verfahren. Sie bieten Ländern und Schulträgern die Chance, die leistungsfähigen digitalen Infrastrukturen ihrer Schulen gezielt weiterzuentwickeln. Sie ermöglichen, dass die Investitionen in die Infrastruktur so eingesetzt werden können, dass sie unsere Schulen und den Unterricht nachhaltig verbessern. Der Digitalpakt 2.0 verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz: Neben leistungsfähiger technischer Ausstattung gehören verlässliche Wartungs- und Supportstrukturen sowie zeitgemäße digitale Lernumgebungen ausdrücklich dazu. Damit wird der gesamte digitale Lernraum gestärkt.

Ein zentrales Element des Digitalpakts 2.0 ist die Vereinfachung der administrativen Prozesse. Kommunalen Schulträger können künftig pauschalierte Zuweisungen erhalten, was den Bürokratieaufwand erheblich reduziert. Dies sorgt für eine schnellere und unkompliziertere Umsetzung der Maßnahmen. Besonders hervorzuheben ist auch die Förderung länderübergreifender Vorhaben (LüV), die mit dem Digitalpakt 2.0 neu aufgesetzt wurden. Künftig können sich 12 Länder zu einem gemeinsamen Vorhaben zusammenschließen und aus einem zentralen Pool auf Mittel zugreifen. Diese ausgeweitete Kooperation verstärkt die Zusammenarbeit zwischen den Ländern und gewährleistet eine effizientere Nutzung der Mittel.

Ein weiteres Element ist die Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren und Lernen“, die die Fortbildung von Lehrkräften in den Mittelpunkt stellt. Der Bund wird bis zu 250 Millionen Euro in praxisorientierte Forschung investieren, um mit fünf Forschungsclustern und einer wissenschaftlich geleiteten Transferstelle klare Schwerpunkte zu setzen. Ziel ist es, gemeinsam mit der Praxis innovative Ansätze für den digitalen Unterricht zu entwickeln und Lehrkräfte gezielt auf die neuen Anforderungen vorzubereiten.

Rückblick

Mit dem Digitalpakt Schule haben Bund und Länder seit 2019 die größte gemeinsame Investition in die digitale Bildungsinfrastruktur in der Geschichte der Bundesrepublik umgesetzt. Insgesamt standen 6,5 Milliarden Euro Bundesmittel zur Verfügung, ergänzt durch Landes- und kommunale Eigenanteile. Nahezu alle Schulen in Deutschland – rund 30.000 – wurden erreicht. Der Digitalpakt Schule ermöglichte den flächendeckenden Ausbau von WLAN, die Modernisierung schulischer Netzinfrastrukturen sowie die Anschaffung digitaler Endgeräte und Präsentationstechnik. Ergänzende Programme förderten Leihgeräte für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sowie den Aufbau professioneller IT-Administration an Schulen. Der Bilanzbericht zeigt, dass 97 Prozent der verfügbaren Mittel gebunden wurden und die Maßnahmen einen deutlichen Modernisierungsschub ausgelöst haben: Unterricht wird zunehmend digital unterstützt, mehr Lehrkräfte verfügen über medienpädagogische Qualifizierung und Schulen konnten ihre technische Ausstattung grundlegend erneuern. Der Digitalpakt 2.0 knüpft an diese Erfolge an und führt das Engagement von Bund und Ländern fort, ein Lehren und Lernen zu ermöglichen, das den Herausforderungen durch die digitale Transformation der Gesellschaft entspricht.