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Kategorie: Insel News Rügen

Bundeserfolg für Gingster Welle

Redakteure der Schülerzeitung holen sich 2. Platz im Ländervergleich

Insel Rügen – Fantastisch! Die „Gingster Welle“ gewann im Vergleich der besten Schülerzeitungen aller Bundesländer den 2. Platz. In der Kategorie Realschulen punkteten die Redakteure mit „gut recherchierten Texten, aussagekräftigen Bildern und einem professionellen Layout.“ Darüber war sich die Jury einig, die die Gingster Zeitungsmacher zum zweiten Mal in Folge überzeugen konnten.

„Für unsere Schüler aus einer eher ländlichen Schule ist das ein Riesenerfolg“, meint Emilia Friedrich, die bei der Auszeichnungsveranstaltung im Bundesratsgebäude in Berlin dabei sein durfte. In einem Radio-Interview mit NDR-Redakteur Marek Walde erzählte die Schülersprecherin und freie Autorin von dem bewegenden Moment. Ihre Mitschülerin Elise Ganzlin ergänzte: „Schüler wollen gute und lesenswerte Themen, die sie wirklich interessieren.“ Die jungen Redakteure suchen immer wieder danach, wenn sie sich einmal in der Woche mit Projektleiterin Michelle Freudenreich treffen und an der jeweils aktuellen Ausgabe arbeiten.

Freudestrahlen im Bundesrat. Emilia Friedrich, Elise Ganzlin, Martina Zabel und André Farin (v. l. n. r.) freuen sich über den 2. Platz im Bundesvergleich. Foto: privat
Freudestrahlen im Bundesrat. Emilia Friedrich, Elise Ganzlin, Martina Zabel und André Farin (v. l. n. r.) freuen sich über den 2. Platz im Bundesvergleich. Foto: privat

Conny Eigler von der MV-Landesinformationsstelle für Schülerzeitungen gratulierte den Gingstern. „Sie sind die einzigen Vertreter unseres Bundeslandes, die mit einer Printausgabe in die engere Wahl der Wettbewerbsjury kamen“, sagt sie am Rande der Veranstaltung. Die Jury hatte sich in hervorragender Weise durch 600 eingereichte Schülerzeitungen gelesen und nach festen Kriterien eine Auswahl betrieben. Alle Vertreter der Preisträgerschulen trafen sich in Berlin, um nach der Teilnahme an dem Schülerzeitungskongress in der Friedrich-Ebert-Stiftung ihre Preise von verschiedenen Laudatoren entgegenzunehmen.

„Wir sind so stolz auf diese Teamleistung“, meint Schulleiter André Farin, der seit fast 20 Jahren die Arbeit der Gingster Schülerzeitung begleitet. „Über Jahre sorgen viele Mitstreiter für ein Produkt mit sehr guter Qualität. Und jeder Erfolg auf Landes- oder Bundesebene spornt für die Fortsetzung des Projekts an.“ In einer schulinternen Auswertung dankte er unter anderem seiner Kollegin Martina Zabel, die bei der inhaltlichen und fotografischen Ausgestaltung der Zeitung sowie der Förderung von Schreibtalenten eine sehr wichtige Rolle spiele.

Mit dem Preisgeld vom Landessieg in Schwerin und dem Bundessilber in Berlin werde die Redaktion neben einem Arbeitsessen die nächste Ausgabe der „Gingster Welle“ finanzieren. Diese erscheint als Sommerausgabe Nr. 59 pünktlich zum Schulhof-Sommerfest am 25. Juni.

Grundschüler pflanzen Klimabaum

Spendenlauf-Gelder für Spitzahorn und Sitzbank auf dem Schulhof

Unterm Klimabaum sitzen Ida Andreas und Marten Briesemeister aus der 4. Klasse mit Baumschul-Chef Max Kieker (links) und Hausmeister Ulf Hensel an der Investition der Grundschüler. Foto: A. Farin
Unterm Klimabaum sitzen Ida Andreas und Marten Briesemeister aus der 4. Klasse mit Baumschul-Chef Max Kieker (links) und Hausmeister Ulf Hensel an der Investition der Grundschüler. Foto: A. Farin

Insel Rügen – Geglückt! Der Klimabaum auf dem Gingster Grundschulhof ist angewachsen. Zusammen mit Max Kieker von der Putbusser Baumschule und dem Hausmeister Ulf Hensel nahmen zwei Spendenläufer den neu gepflanzten Spitzahorn ab.

Ida Andreas und Marten Briesemeister aus der 4. Klasse sind zufrieden mit dem Ergebnis der Spendenaktion des letzten Jahres.

„Unsere Grundschüler haben einen Teil ihrer Spenden bewusst für das Projekt eingesetzt“, erklärt Organisatorin Grit Radig. Zusammen mit dem Hausmeister hat sie die Pflanzaktion des Klimabaumes vorbereitet.

Für den Spitzahorn sprachen seine idealen Eigenschaften: Anpassungsfähigkeit, Frosthärte und Schulhoftauglichkeit. Die passende Sitzbank um den Stamm des Baumes wurde gleich mitangeschafft und nun aufgestellt.

„Der Schulhof verändert sich fast nach jedem Spendenlauf“, sagt Schulleiter André Farin ganz stolz. Immer wieder sprechen sich die Kinder aus den Klassenstufen 1 bis 4 für eine Investition aus.

Nach Tischtennisplatte und Klettergerüst war es die „Gingster Wave“, die für spielende und spaßige Abwechslung sorgt. Im vergangenen Jahr einigten sich die Läufer auf den Beitrag von gut 2.000 Euro für die Begrünung des sonnigen Schulhofes und den Kauf einer hölzernen Bank.

In den kommenden Wochen und Monaten braucht der neue Baum noch etwas Hilfe. „Ich habe den Grundschulkollegen vorgeschlagen, dass wir Gießpaten einsetzen“, sagt Ulf Hensel.

Er unterstütze das Vorhaben, weil der Hof damit einen ganz anderen Eindruck gewinne. Bis eine mächtige Krone Schatten und Ruhe spende, werde es noch dauern. Aber schon jetzt hat die Mitte des Hofes mit Baum und Bank gewonnen.

Schulhof-Sommerfest in Gingst

Lehrer, Schüler und Eltern feiern mit ihren Gästen einen farbenfrohen Schuljahresabschluss 2026

Insel Rügen – Die Gingster Schule nutzt den Start in die warme Jahreszeit für eine gemeinsame Feier. Zusammen mit dem Schul- und Sportverein Gingst lädt sie alle Interessierten zum Schulhof-Sommerfest in Gingst ein. „Wir präsentieren dieses Mal wieder viele coolen Attraktionen und bewährte Angebote“, erklärt Chef-Organisator Ulf Todenhagen die Grundidee des sommerlichen Vorhabens.

Der dreistündige Festzauber beginnt am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, um 15 Uhr auf dem Hof der Grundschule. Das Gemeinschaftsprojekt aller Lehrer und Schüler wird von den Eltern unterstützt und soll alle Beteiligten zusammenzuführen. „Kinderwünsche stehen in diesem Jahr wieder im Mittelpunkt“, sagt Schulleiter André Farin beim Blick auf die vielfältigen Bausteine: Cocktails und Kinderschminken, Wikingerschach und Stock-Twister oder Dosenwerfen, Tombola und die Glücksrad-Station locken die aktiven Besucher. Kulinarische Besonderheiten bieten die schuleigenen Grillexperten und Waffelbäcker an.

Höhepunkt des Tages werden die Führungen auf der Baustelle des neuen Regionalschulgebäudes sein. Bewohner und Besucher in Gingst erhalten in kleinen Gruppen einen Einblick in den Jahrhundertbau der Gemeinde. Außerdem sind junge Archäologen unterwegs, die erneut nach den Schätzen auf dem Schulhof suchen und das Gefundene vor Ort bestimmen. Die Redakteure der Schülerzeitungen „Gingster Welle“ und „Kleine Welle“ verkaufen ihre aktuelle Ausgabe und recherchieren gleich für die nächste Ausgabe. Einen sportlichen Programmpunkt gestalten die Mitglieder der Turn-AG in der Turnhalle und die jungen Künstler laden mit einem Theaterprogramm zum Zuhören und Staunen ein.

Backhaus weiht neue Straße und Museums-Kutter in Ummanz ein

Insel Rügen – Zwei wichtige Vorhaben zur Sicherung der Zukunft des ländlichen Raums wurden in der Gemeinde Ummanz (Rügen) umgesetzt. Minister Dr. Till Backhaus, zuständig für die ländlichen Räume Mecklenburg-Vorpommerns, eröffnet heute zunächst eine neu gebaute Straße von Waase nach Freesenort. Anschließend weiht er die Fischkutter UMM-55 und UMM-6 ein.

„Leistungsfähige Straßen sind gerade im ländlichen Raum von zentraler Bedeutung. Sie verbinden Orte, Menschen und Betriebe. Sie erleichtern den Alltag, stärken die Landwirtschaft, den Tourismus und das Handwerk. Und sie sorgen dafür, dass Gemeinden wie Ummanz auch in Zukunft attraktiv bleiben.

Die Boote hingegen stehen für die Boddenfischerei, für die harte Arbeit vieler Fischerfamilien und für eine Tradition, welche die Region über Jahrzehnte geprägt hat. Beide Boote werden dank der EU-Förderung zu Lernorten, Erinnerungsorten und touristischen Anziehungspunkten“, sagt er.

Die Projekte im Überblick:

Mit dem Ausbau der Straßenbaumaßnahme M 08/1 von Waase nach Freesenort wurde eine wichtige Verbindung grundlegend verbessert.

Auf einer Länge von rund 1,5 km entstand eine neue Ortbetonspurbahn mit fünf Durchlässen. Die Straße bestand vor dem Ausbau teilweise aus Grünweg und alten DDR-Betonplatten. Die Betonplatten waren teilweise abgesackt. Die Straße ist zudem die einzige Wegeführung nach Feesenort. Die Gesamtinvestition liegt bei 1,14 Millionen Euro. Davon stammen gut 1,03 Millionen Euro aus der Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung. Der Eigenanteil lag bei rund 115.000 Euro.

Mit der Instandsetzung der Fischkutter UMM-55 und UMM-6 wird ein Stück maritimer Geschichte der Insel Rügen bewahrt. Um den Verfall vorzubeugen, mussten die Boote instandgesetzt werden. Das Boot UMM-6 ist als Museumsteil auf dem Hafenvorplatz ausgestellt. Die UMM-55 soll hingegen als schwimmender Museumsort weiter ihren Platz am Kai im Hafen behalten.

Für die Instandsetzung der beiden Kutter wurden über LEADER rund 193.000 Euro bereitgestellt. Hinzu kamen weitere gut 132.000 Euro aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds für das Projekt „Zukunft Boddenfischereiplatz“. Gefördert wurde die Visualisierung, ein Museumskonzept und deren Durchführung für das Boot UMM-6 sowie der Einbau eines Elektroantriebs für das Boot UMM-55 als Modelprojekt für E-Mobilität in Schutzgebieten.

„Hier wurde nicht nur in Gebäude, Straßen oder Technik investiert, sondern auch in Heimat. In Identität. In das, was eine Gemeinde unverwechselbar macht. Beide Projekte tragen zur Sicherung der Zukunft des ländlichen Raums der Insel Rügen bei und bewahren zugleich deren Geschichte und Identität“, sagt der Minister abschließend.

Seit 2015 sind insgesamt rund 3,5 Millionen Euro Fördermittel nach Ummanz geflossen. Der Landkreis Vorpommern-Rügen wurde seit 2007 mit rund 337 Millionen Euro unterstützt.

Dünenverstärkung und Strandaufspülung für 6,2 Mio. Euro bei Glowe

Insel Rügen – Im Ostseebad Glowe auf Rügen wurde mit der Pflanzung von Strandhafer eine größere Küstenschutzmaßnahme des Landes MV abgeschlossen. Die Pflanzung ist der letzte Arbeitsschritt einer Sandaufspülung im Bereich von Strand und Düne. Die Sandaufspülung selbst wurde bereits zum Jahreswechsel fertiggestellt. Aufgrund der kalten Witterung konnte die Strandhaferpflanzung aber erst jetzt erfolgen.

Das Küstenschutzsystem seeseitig von Glowe wurde mit dieser Maßnahme deutlich gestärkt und soll nun planmäßig wieder über mehrere Jahre sehr schweren Sturmfluten standhalten. Heute fand neben der technische Abnahme der Bauleistungen auch eine symbolische Übergabe der Bauwerke an die Gemeinde durch Minister Dr. Backhaus statt.

„Oft werde ich gefragt, ob der Herbst oder der Winter die richtige Jahreszeit für solche Maßnahmen ist. Grundsätzlich könnten Aufspülungen und die Neuprofilierung von Dünen und Strand auch im Sommer stattfinden. Das würde aber bedeuten, dass wir dann die Strände für touristische Aktivitäten sperren müssen. Insofern stellen Herbst und Winter einen guten Kompromiss zwischen Küstenschutz und Tourismus dar“, erklärt der für Küsten- und Hochwasserschutz zuständige Minister Dr. Till Backhaus.

„Mit dieser Baumaßnahme investieren das Land und Bund insgesamt etwa 6,2 Mio. Euro in die Verbesserung des Küstenschutzes. Davon profitiert nicht nur das Ostseebad Glowe hinsichtlich der Sicherheit gegen Sturmhochwasser, sondern auch die Touristen, die in der kommenden Badesaison einen verbreiterten Strand vorfinden werden.“

Insgesamt wurde auf einem Küstenabschnitt von 1.860 m ca. 240.000 m³ Sand aufgespült. Der Sand wurde aus einer landeseigenen marinen Sandlagerstätte vor Koserow gewonnen. Bevor der Sand in den Laderaum des Schiffes gelangt, wird er in zwei Stufen gesiebt. So wird verhindert, dass in der Ostsee befindliche Munitionsreste an den Strand gelangen. Darüber hinaus wurde eine Fläche von ca. 16.000 m² mit Strandhafer bepflanzt.

Bauherr ist das Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM), das auch die Planung in Eigenregie und die Bauoberleitung durchgeführt hat. Die bauliche Realisierung der Maßnahme hatte das dänische Unternehmen „Rohde Nielsen A/S“ aus Kopenhagen übernommen.

Die letzte Aufspülung an diesem Küstenabschnitt fand im Jahr 2017 statt. Damals wurden rund 131.000 Kubikmeter Sand aufgespült. Dieses Wiederholungsintervall von ca. 8 Jahren für Aufspülungen entspricht den im Küstenschutz in M-V üblichen Zeiträumen. Grundsatz an im Zusammenhang bebauten sandigen Küsten ist, dass Sanddefizite regelmäßig ausgeglichen werden, um an Rückgangsküsten stabile Verhältnisse und natürliche Sedimenttransportprozesse zu gewährleisten.

Backhaus wirbt für Balance zwischen Küstenfischerei und Naturschutz

Insel Rügen – Anlässlich des Reusenfestes in Baabe beteiligt sich Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, am Freitag, den 22. Mai 2026, am sogenannten „Reusentalk“ zur Zukunft der Küstenfischerei. Die Gesprächsrunde beginnt gegen 16.30 Uhr im Rahmen des traditionellen Festprogramms am Hafen von Baabe.

Gemeinsam mit Fischern, Vertretern der Gemeinde, des Tourismus sowie weiteren Akteuren will der Minister über die aktuelle Situation der Küstenfischerei, den Naturschutz und die Zukunft der Küstenregionen sprechen.

„Die Küstenfischerei gehört zu Mecklenburg-Vorpommern wie die Ostsee selbst. Sie ist Teil unserer kulturellen Identität, sichert regionale Wertschöpfung und prägt seit Generationen das Leben an unseren Küstenorten. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für den Schutz unserer Meere und ihrer empfindlichen Ökosysteme. Beides gegeneinander auszuspielen, führt nicht weiter“, sagte Backhaus im Vorfeld der Veranstaltung.

Die Branche steht seit Jahren unter erheblichem Druck. Stark gesunkene Fangquoten bei Dorsch und Hering, steigende Betriebskosten, Umweltauflagen sowie Konflikte mit Prädatoren wie Kegelrobben und Kormoranen belasten viele Betriebe existenziell. Während in Mecklenburg-Vorpommern 2017 noch bis zu [] über (genau 15.663 t) 15.000 Tonnen Fisch angelandet wurden, lag der Gesamtfang 2024 nur noch bei rund 2.400 Tonnen.

Das Land unterstützt die Küstenfischerei deshalb seit Jahren mit umfangreichen Hilfen. Allein für zeitweilige Stilllegungen zum Schutz von Dorsch und Hering flossen seit 2017 rund 23 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln nach Mecklenburg-Vorpommern. Hinzu kommen Investitionshilfen, Unterstützung bei der Direktvermarktung sowie Entschädigungen für Schäden durch Kegelrobben.

Gleichzeitig investiert Mecklenburg-Vorpommern massiv in den Meeresschutz. Knapp 50 Prozent des Küstenmeeres stehen bereits heute als Natura-2000-Gebiete unter europäischem Schutz. Hinzu kommen Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturschutzgebiete, die sich vielfach mit den europäischen Schutzkategorien überlagern. Aktuell ist keine Ausweisung neuer Schutzgebiete im Küstenmeer geplant.

Dazu gehören Renaturierungsprojekte an der Ostseeküste, Schutzgebietsbetreuungen, Monitoringprogramme sowie das mit rund 12 Millionen Euro geförderte Projekt „MV Seagrass for Climate“ zur Wiederansiedlung von Seegraswiesen als natürliche Kohlenstoffspeicher und Lebensräume vieler Arten.

Auch die Ereignisse rund um den gestrandeten Buckelwal vor Poel hätten gezeigt, wie sensibel die Ostsee als Lebensraum sei und wie wichtig klare Regeln und abgestimmte Verfahren für den Schutz mariner Arten künftig sein werden.

„Der Wal hat viele Menschen bewegt und deutlich gemacht, wie sensibel unsere Meeresökosysteme sind. Umso wichtiger ist es, Naturschutz, Fischerei, Tourismus und Küstenentwicklung gemeinsam zu denken“, sagte Backhaus.

Die Landesregierung setze bei Nutzungskonflikten bewusst auf Dialog, wissenschaftliche Grundlagen und möglichst tragfähige Lösungen gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Die Ostsee sei ein vergleichsweise kleines und intensiv genutztes Meer mit vielfältigen Interessen von Fischerei, Naturschutz, Tourismus, Wassersport, Schifffahrt und Energiewirtschaft.

„Wir brauchen einen fairen Ausgleich zwischen Natur-, Arten- und Meeresschutz auf der einen Seite und einer wirtschaftlich tragfähigen Fischerei auf der anderen Seite. Die Menschen an der Küste erwarten zurecht, dass ihre Interessen gehört werden“, betonte der Minister.

Das Reusenfest in Baabe verbindet maritime Tradition, regionale Kultur und aktuelle Diskussionen rund um die Zukunft der Fischerei. Neben dem Reusentalk stehen unter anderem das traditionelle Aufziehen einer Reuse, maritime Musik sowie Gespräche mit Fischern und Gästen auf dem Programm.

Gingster Turnerriege in der Hauptstadt

Mixed Team landet nach spannendem Wettkampf auf 14. Platz im Bundesvergleich

Insel Rügen – Ein Mixed Turnerteam aus der Schule Gingst reiste dieser Tage bereits zum fünften Mal zum Finale des jährlichen Bundeswettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“. Mit im Gepäck hatten sie das Ticket als MV-Landessieger, eine Menge an sportlicher Aufregung und Erfahrungen aus vielen Trainingsstunden in der Turn-AG. Sie landeten nach spannenden Wettbewerben auf einem verdienten 14. Platz.

„Als Team kämpfte und präsentierte sich unsere Schulmannschaft hervorragend“, erklärt Sportlehrerin Birgit Eicke, die sich über den Erfolg ihrer Schützlinge in der Wettkampfklasse U 14 (10-13-Jährige) riesig freut. Sie weiß um die Herausforderungen bei einer so hochkarätigen Veranstaltung. „Im Wettkampf musste man sich mit Schülern aus allen Bundesländern messen“, erklärt sie bei der Auswertung der Berlin-Zeit. Zahlreiche Teilnehmer kamen zum größten Teil aus Kunstturnzentren, wo sie jeden Tag trainieren können. Deshalb sagt sie überaus zufrieden: „Jeder von uns zeigte sein Bestes und alle kämpften gemeinsam um Punkte und Zeiten.“ Die Gingster erreichten bei der Teildisziplin Staffellauf sogar einen 6. Platz vor einigen Favoriten der Übung.

Das Gingster Mixed Team holte einen 14. Platz beim Bundesfinale des Turnwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ in Berlin. Foto: privat
Das Gingster Mixed Team holte einen 14. Platz beim Bundesfinale des Turnwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ in Berlin. Foto: privat

Wettkampffieber, turnerische Anstrengungen und das Anfeuern der anderen Turnmannschaften aus Mecklenburg-Vorpommern bestimmten die fünf Tage in der Hauptstadt. „Cool war, dass wir viele andere Turner kennenlernen konnten“, findet Carlotta Schilling aus dem Gingster Team. Das freute sich zudem über die Zeit, um die Hauptstadt zu erkunden. Sie besuchten mit der Mannschaft des Bergener Arndt-Gymnasiums die neue Show im Friedrichstadtpalast und bewunderten bei der Geschichtsführung unter anderem das Brandenburger Tor und die Reichstagskuppel. In der Trampolinhalle übten sie so klassische Turneraufträge wie Backflips, Überschläge und Schrauben.

„Das ist eine klasse Leistung für unsere Inselschule“, meint Schulleiter André Farin. „Meine Kollegin Birgit Eicke schafft es mit großer Einsatzbereitschaft und einem perfekten Teamgeist, eine Turnmannschaft für Bundesvergleiche vorzubereiten.“ Ohne Finanzhilfen von Menschen aus dem Schulort Gingst und von der Insel gehe es nicht. Daher bedanken sich die Schule und deren Förderverein bei der Provinzial-Versicherung, den Störtebeker-Festspielen, der Adler-Apotheke, dem Saikana Bistro, Herrn Lucht sowie den Familien Schilling und Koch.

Aktueller Führer für Putbusser Park sehr gefragt

Interesse an einzigem englischem Landschaftsgarten der Insel Rügen weiterhin groß

Insel Rügen – „Der Park zu Putbus wächst weiterhin in der Gunst der Bewohner und Besucher“, meint der Lehrer und Historiker André Farin in seinem aktuellen Führer durch den einzigen englischen Landschaftsgarten der Insel Rügen.

Das wachsende Interesse habe vielfältige Gründe, erklärte er während einer Lesung aus dem aktuellen Buch.

„Auf einer Fläche von 75 Hektar bietet die Anlage genügend Raum und Anregungen fürs Erholen, Auftanken und Lesen.“ Und vorzeigbar sei der Park allemal, denn in den zurückliegenden Jahren intensivierte die Stadt in die Pflege von Bäumen, Wegen und Grünflächen.

Mit Landesmitteln meisterten die Putbusser die dringend notwendige Sanierung einzelner historischer Gebäude.

Der Rüganer André Farin knüpft an bisherige Veröffentlichungen an und blickt strukturiert, kurz und prägnant auf die Pflanzen- und Tierwelt sowie auf die Geschichte der Bauwerke und Denkmale.

Erstmals spannt er einen größeren Bogen und stellt seine umfangreiche Sammlung von Informationen einem breiten Publikum zur Verfügung: Nachrichten über die Geschichte der Familie zu Putbus und ihre Parkanlage, Berichte über besondere Gäste des Parks, Sagen und Anekdoten, Rezepte und kleine Tipps für Kunst und Kultur sowie Sport und Spiel. Es entsteht ein ganzheitlicher und nachhaltiger Überblick über den Besuchermagneten im Südosten der Insel Rügen.

Das 120-seitige Buch bestückten Christoph Gebler mit beeindruckenden Fotografien aus allen Jahreszeiten in der Parkanlage und Grete Hesemann mit ganz individuell gehaltenen Zeichnungen und zwei Orientierungskarten.

Die Kurverwaltung Putbus ergänzt mit diesem regionalen Buchprojekt ihr aktuelles Informationsangebot für Einheimische und Gäste von Putbus. Dabei wurde sie unter anderem von der rügendruck GmbH Putbus unterstützt.

Weitere Lesungen und Führungen sowie die Möglichkeit einer Parkführer-Sprechzeit bietet André Farin auf seiner Website www.andre-farin.de an. Das Buch ist in der Kurverwaltung und im Rosencafé Putbus sowie in allen guten Buchhandlungen erhältlich.