Menü Schließen

Kategorie: Insel News Rügen

SailGP Inklusiv 2026 startet heute

Neben den schnellsten Booten der Welt: In Sassnitz zeigt sich, was Inklusion im Sport leisten kann / 16 Crews aus vier Nationen segeln vom 18. bis 20. August vor Rügen

Sassnitz – Heute ist im Stadthafen Sassnitz die inklusive Regatta im Rahmen des Sail Grand Prix gestartet. 16 Crews aus Belgien, Deutschland, Norwegen und Tschechien gehen an den Start. Für Sozial- und Sportministerin Stefanie Drese, die die Schirmherrschaft der SailGP Inklusiv übernommen hat, ist die Veranstaltung ein herausragendes Beispiel für gelebte Inklusion im Sport.

„Menschen mit und ohne Behinderung segeln gemeinsam, im selben Boot, nach denselben Regeln und mit dem gleichen Ziel: zu gewinnen. Genau das macht diese Regatta vor der traumhaften Kulisse auf Rügen so einzigartig. Sie zeigt eindrucksvoll, dass sportliche Leistung und Inklusion keine Gegensätze sind. Es zählen Teamgeist, Strategie und Können – nicht die Frage, ob jemand eine Behinderung hat“, betonte   Stefanie Drese zum Start der einzigartigen Segelwoche.

Gesegelt wird auf acht barrierefreien RS Venture Connect, die vom Veranstalter gestellt werden. „Damit entfällt eine zentrale Hürde: Die Crews müssen weder ein eigenes Boot noch Trailer und Bootslogistik organisieren“, hob Drese hervor. Auch der Zugang zum Wasser wird durch einen mobilen barrierefreien Steg ermöglicht.

„Mich begeistert besonders, dass hier Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Voraussetzungen gemeinsam an der Startlinie stehen. Von der zehnjährigen sehbehinderten Sophia, die erst 2025 mit dem Segeln begonnen hat, bis zum Medaillengewinner der Europameisterschaften 2026 – alle sind Teil desselben Wettbewerbs. Das ist gelebte Teilhabe und zugleich ein starkes Signal für den gesamten Sport. Mecklenburg-Vorpommern ist stolz darauf, dieser besonderen Regatta in Sassnitz eine Bühne zu geben“, sagte Drese.

Ein weiterer Meilenstein in diesem Jahr: Vom 18. bis 23. August können bis zu 40 rollstuhlfahrende Gäste den SailGP direkt vom Wasser aus erleben. Auf dem barrierefreien Segelboot „Henk de Mol“ müssen sie ihren Rollstuhl nicht verlassen. Damit wird ein internationales SailGP-Event erstmals unmittelbar vom Wasser aus für rollstuhlfahrende Gäste zugänglich.

Die Veranstaltung wird von fünf Segelvereinen gemeinsam mit dem Germany SailGP Team realisiert. Das Land Mecklenburg-Vorpommern und der Vorpommern-Fonds unterstützen die inklusive Regatta als öffentliche Förderer.

„Bevor am Wochenende die schnellsten Segelboote der Welt mit weit über 90 km/h über das Wasser fliegen, wird Sassnitz in diesen Tagen zu einem besonderen Ort für den inklusiven Sport. Die inklusiven Crews zeigen, dass auch im Regattasport Grenzen überwunden werden können. Ich wünsche allen Seglerinnen und Seglern faire Wettfahrten, viel Erfolg und vor allem viel Freude und unvergessliche Erlebnisse auf und am Wasser“, so Stefanie Drese.

Die inklusive Regatta findet vom 18. bis 20. August 2026 täglich etwa von 10:00 bis 17:00 Uhr im Stadthafen Sassnitz statt. Die Siegerehrung mit Ministerin Stefanie Drese ist für den 20. August um 19:00 Uhr in der Team Base des Germany SailGP Teams vorgesehen. Erwartet wird auch der viermalige Formel-1-Weltmeister und Mitinhaber des deutschen SailGP-Teams, Sebastian Vettel, der sich stark für das wegweisende inklusive Segelprojekt engagiert.

Sommerferienspiele mit Kunstkurs

Schul- und Sportverein 09 Gingst organisiert 14 Tage langes Kinderprogramm

Insel Rügen – „Die Sommerferienspiele sind Erfolgstage in Gingst“, sagt Schulleiter André Farin in einer Auswertungsrunde des Fördervereins der Schule. Seit Jahren unterstützt der Schul- und Sportverein 09 Gingst die ersten 14 Tage in den Ferien, an denen Kinder aus Gingst und Umgebung ganz unterschiedliche Aktivitäten erleben und ausprobieren können.

Die Regie für das bunte Programm hat Schulsozialarbeiterin Karin Degner übernommen und kann stolz auf die Auswahl und Vorbereitung der Projekte sein. „Wir knüpfen an die Erfahrungen der letzten Jahre an“, erklärt Karin Degner ihre Planung der sommerlichen Vormittage zwischen 7.30 und 12 Uhr. An manchen Tagen kommen über 20 Jungen und Mädchen, um gemeinsam zu spielen, zu basteln, zu backen, zu wandern oder Kunst zu erleben.

Kunstwerkstatt in der Schule Gingst. Petra Saal (links) zeigt ihren interessierten Sommerferien-Kindern das Marmorieren von Papier. Foto: André Farin
Kunstwerkstatt in der Schule Gingst. Petra Saal (links) zeigt ihren interessierten Sommerferien-Kindern das Marmorieren von Papier. Foto: André Farin

Das konnten sie gleich an zwei Tagen, an denen die ehemalige Kunstlehrerin Petra Saal ihre Papierwerkstatt in der Schule eröffnete. Sie zeigte den interessierten Teilnehmern, wie man mit viel Geduld, unendlicher Fantasie und passenden Hilfsmitteln Papier marmoriert. „Die Kinder staunten nicht schlecht über ihre herrlichen Ergebnisse“, findet Petra Saal, die mit Leib und Seele Kunst betreibt und vermittelt. Die beiden Tage nutzte sie auch, um für das kommende Schuljahr zu werben. Dann möchte sie nämlich die Kunstwerkstatt fortsetzen und Kinder für Kunst begeistern.

Auf dem Stundenplan der Ferientage stand auch der Besuch auf dem Museumshof, wo Waldemar Opolski alles für das traditionelle Brotbacken im Steinbackofen vorbereitet hatte. „Ich freue mich sehr, dass er auch dieses Jahr alles so unkompliziert und kinderfreundlich organisiert hat“, meint Karin Degner. Sie hat sich nämlich bewusst dazu entschieden, mit vielen Gingster Personen und Einrichtungen zusammenzuarbeiten, wie beispielsweise auch mit Ortsführerin Bärbel Weiss oder der Bibliotheksleiterin Maren Kerfack. Sie dankte ihnen für die Kooperation, die im nächsten Jahr fortgeführt wird.

Robbentotfunde vor Rügen

Insel Rügen – Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern beobachtet derzeit im Rahmen des routinemäßigen Totfundmonitorings in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund (DMM) auftretende Totfunde von Kegelrobben an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns mit großer Aufmerksamkeit. Die zuständigen Fachbehörden stehen zur Aufklärung der Todesursachen in engem Austausch.

Seit Anfang Mai wurden mehr als 20 tote Robben im Bereich der Ostküste Rügens, des Greifswalder Boddens und Usedoms registriert. Die Fundorte konzentrieren sich insbesondere auf den Bereich der Südostküste Rügens, vereinzelt wurden Tiere auch an der Außenküste Usedoms und im Greifswalder Bodden gefunden.

Die adulten Tiere befanden sich bereits längere Zeit im Wasser und wiesen zum Teil einen fortgeschrittenen Verwesungsgrad auf. Mehrere Kadaver wurden geborgen und dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund zur weiteren Untersuchung übergeben. Bisher ist bei einem der bislang drei aus diesem Gebiet untersuchten Tiere eine unnatürliche Todesursache nicht auszuschließen.

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass die aktuelle Anzahl der Totfunde auf die Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern zurückzuführen ist.

Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) hat die örtliche Reusenfischerei überprüft. Im Greifswalder Bodden sowie an der Außenküste Südost-Rügens und Usedoms waren im maßgeblichen Zeitraum keine Reusen im Einsatz.

Eine erst kürzlich im westlichen Greifswalder Bodden aufgestellte Reuse wurde ordnungsgemäß angezeigt und kontrolliert. Alle in 2026 aufgestellten Reusen verfügen über die durch Minister Dr. Backhaus vorgeschriebenen Einschwimmsperren.  Kontrollen durch die Fischereiaufsicht bestätigen dies. Hinweise auf Robbenbeifänge liegen der Fischereiaufsicht bislang nicht vor.

Um mögliche Ursachen weiter einzugrenzen, arbeiten das Ministerium, das LALLF, das Biosphärenreservatsamt Südost-Rügen und das Deutsche Meeresmuseum eng zusammen.

Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus erklärt: „Die Robbentotfunde nehmen wir sehr ernst. Derzeit wäre es jedoch verfrüht, Rückschlüsse auf die Todesursachen zu ziehen. Unser Ziel ist es, die Ursachen auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse aufzuklären und nicht zu spekulieren.

Nach dem derzeitigen Stand halten alle in der Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern eingesetzten Reusen die aktuellen gesetzlichen Vorgaben ein. Dennoch arbeiten alle zuständigen Fachbehörden eng zusammen, um den Sachverhalt vollständig aufzuklären.“

Fraktion spendet für Fahrradparcours

Wählergemeinschaft übergibt 400-Euro-Spende für den Verkehrsgarten der Schule Gingst

Insel Rügen – Pünktlich zum Baustart für den Fahrradparcours auf dem Grundschulhof übergeben Clemens Oppermann und Astrid Dürkoop von der Fraktion „Gemeinsam für Gingst“ ihren Spendenscheck. „Wir haben Spenden in der Fraktion gesammelt“, erklärt Clemens Oppermann beim Besichtigen der Baustelle.

Mit dem Betrag von 400 Euro wollen seine Mitstreiter und er zum Gelingen des Vorhabens beitragen. Dabei zähle jeder Cent, unterstützt ihn Astrid Dürkoop, die 2. Stellvertreterin des Gingster Bürgermeisters. Der Wählergemeinschaft liege es am Herzen, alle Möglichkeiten zu suchen und zu nutzen, um den Schulstandort zu fördern. Das Engagement des Fördervereins der Schule sei dabei unverzichtbar.

„Unser Förderverein freut sich über jeden Spendeneuro“, sagt Schulleiter André Farin, als er von den Details des Projekts und der Finanzierung berichtet. Den überwiegenden Teil der Investition von 50.000 Euro trage der Schul- und Sportverein 09 Gingst. Der Förderverein der Schule Gingst hat zudem die Regie für die Baumaßnahme übernommen, die in enger Abstimmung mit dem Unternehmen TIEWA GmbH seit Beginn der Sommerferien läuft.

Clemens Oppermann (rechts) und Astrid Dürkoop (Mitte) übergeben an Schulleiter André Farin den Spendenscheck für den Fahrradparcours. Foto: Martina Zabel
Clemens Oppermann (rechts) und Astrid Dürkoop (Mitte) übergeben an Schulleiter André Farin den Spendenscheck für den Fahrradparcours. Foto: Martina Zabel

„Wenn die Grundschüler im August wieder in die Schule kommen, soll der Parcours fertig sein“, schaut André Farin in die nahe Zukunft. Aus einer maroden Betonfläche zwischen beiden Schulgebäuden entstehe in den kommenden Wochen ein Verkehrsgarten. Die Schüler aus den 4. Klassen werden hier unter anderem in der Fahrradwoche auf die sichere Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet.

Finanziert mit zahlreichen Spenden, unter anderem von der Sparkasse Vorpommern, der MV-Ehrenamtsstiftung und einiger am Schulneubau beteiligten Unternehmen, und Eigenmitteln entsteht der Verkehrsgarten. „Das ist die bislang größte Vereinsinvestition in unsere Schule“, sagt Tino Tittel, der Schatzmeister des Fördervereins. Bei ihm laufen alle Fäden der Finanzierung und Spendeneinnahmen zusammen.

Aktuell laufen parallel zu den Baumaßnahmen die Vorbereitungen für die mobilen Verkehrsschilder und die Informationstafeln. Im September werden diese wichtigen Bestandteile fertig sein, damit die erste Fahrradwoche ordnungsgemäß und gut informiert ablaufen kann.

Gingster Schüler auf archäologischer Rügenreise

Rügens Bodendenkmalpfleger Rene Schön erzählt von den wichtigsten Funden vergangener Zeiten

Insel Rügen – Große staunende Augen verfolgen einen Vortrag in die Geschichte der Insel. Rene Schön, ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger auf Rügen, zieht die Jungen und Mädchen der drei fünften Klassen in seinen Bann. Denn er berichtet in einem Workshop über seine Aufgaben und die bedeutendsten Funde der vergangenen Jahre. Dabei nutzt er neben Beispielen aus ganz unterschiedlichen Rügenorten auch einen Ausschnitt aus einer Stern-TV-Dokumentation.

„Der Medienrummel war damals groß“, erklärt er in seinem Vortrag über den berühmten Blauzahn-Schatz, der in der Nähe von Schaprode gefunden wurde. Die dabei gut 100 gefundenen Münzen aus der Zeit des Dänenkönigs Harald Blauzahn sind besonders wertvoll. Sogar ein ehemaliger Schüler aus der Gingster Schule gehörte zu der Gruppe „Ackerlöper“, die hier 2018 erfolgreich fündig wurde. Rene Schön erklärte an einigen Funden die Bedeutung der Hinterlassenschaft aus der Wikingerzeit. Hauptsächlich Münzen und Schmuck belegen Münzprägungen und Handelswege der Wikinger und zeigen Verwandtschaftsverhältnisse der Könige. Auf Großvater Harald Blauzahn folgten nämlich Zeugnisse von Sven Gabelbart, Knud dem Großen und Harald Hasenfuß.

Rügens Denkmalpfleger zu Besuch in der Schule Gingst. Rene Schön (2. v. l.) erklärt Schülern der 5. Klassen seine Funde aus der Bronzezeit. Foto: André Farin
Rügens Denkmalpfleger zu Besuch in der Schule Gingst. Rene Schön (2. v. l.) erklärt Schülern der 5. Klassen seine Funde aus der Bronzezeit. Foto: André Farin

„Meine Schüler waren sehr begeistert und wollten immer noch mehr wissen“, meint Geschichtslehrer Gustav Pastor, der die drei Stundenseminare organisiert hat. Beispielsweise fragten sie nach dem Wert der Schätze von Rügens Äckern. Rene Schön erklärte dabei die Unterscheidung zwischen Material- und kunsthistorischem Wert. Das Beispiel leuchtet ein: Eine Silbermünze aus dem Blauzahn-Schatz habe einen Materialwert von weniger als einem Euro. Der historische Wert aber ist „unbezahlbar“, weil es sich um extrem seltene Sachzeugen handle. Stolz erzählt er von einem weiteren bedeutenden Hortfund bei Lancken-Granitz, wo im vergangenen Jahr über 9.000 Objekte aus Silber geborgen wurden.

„Herr Schön ist ein wichtiger Zeuge für unsere ersten Geschichtsstunden“, sagt Gustav Pastor. Anschaulichkeit und Expertenwissen bereichern den Unterricht ungemein und hinterlassen viel mehr Eindrücke als drei Lehrbuchseiten und ein Arbeitsheft. Deshalb komme der Bodendenkmalpfleger gern in die Schule, wo er zudem im Ganztagsbereich tätig ist und das Schulhof-Sommerfest mit einem Ackerlöper-Stand bereichert.

Emilia Friedrich bekommt Ehrenamtspreis

Holger-Kliewe-Preis 2026 für die engagierte Schülersprecherin an der Schule Gingst

Insel Rügen – Emilia Friedrich erhielt am letzten Unterrichtstag des Schuljahres den „Holger-Kliewe-Preis für besonderes Engagement in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales“. Lehrerin Heide Saathoff hatte sie vorgeschlagen und in ihrer Laudatio zahlreiche Gründe dafür genannt. „Immer wenn wir Hilfe brauchten oder für die Schule etwas organisieren wollten“, sagt sie freudestrahlend, „ist Emilia engagiert dabei, ohne auf die Uhr zu schauen.“

Emilia brachte sie sich aktiv in das Schulleben ein. Sie übernahm die Aufgabe der Schülersprecherin für 300 Regionalschüler und vertrat sie bei verschiedenen Höhepunkten der Schule. Im Schülerrat galt ihre Stimme und ihre Mitstreiter in dem Gremium konnten sich auf sie verlassen. Bei den Schüler-Highlights Halloween-Party und Winterball übernahm sie die Regie und überzeugte als Organisations- und Motivationstalent. Mit ihren Mitschülern gestaltete sie eine moderne Sitzecke als Treffpunkt zum Sprechen und Chillen.

Emilia Friedrich (Bildmitte) bekommt den Holger-Kliewe-Preis 2026 und erste Glückwünsche von Holger Kliewe, Heide Saathoff und André Farin (v. r. n. l.) Foto: Martina Zabel
Emilia Friedrich (Bildmitte) bekommt den Holger-Kliewe-Preis 2026 und erste Glückwünsche von Holger Kliewe, Heide Saathoff und André Farin (v. r. n. l.) Foto: Martina Zabel

„Junge Leute, die Verantwortung übernehmen und sich engagieren, brauchen wir in diesen Tagen mehr denn je“, erklärt Holger Kliewe vor Schülern und Lehrern der Gingster Schule. Die traditionelle Stunde für Ehrungen und Verabschiedungen nutzten der Ummanzer Bürgermeister und Schulleiter André Farin für eine besondere Anerkennung von lobenswerter Einsatzbereitschaft über das Maß hinaus. „Emilia hat ihre Mitschüler mitgerissen und für eine positive Atmosphäre an der Schule gewirkt“, sagt André Farin. Sie habe die Idee von einer familiären Schulgemeinschaft mit ihrem eigenen Charme sehr geprägt.

Holger Kliewe steht als Namenspate des Preises, denn er selbst hat sein Leben lang in vielen Bereichen ehrenamtlich und politisch gewirkt. Nicht zuletzt profitiert Gingst auch von seiner Hartnäckigkeit bei der Beschaffung von Fördermitteln für den Neubau der Regionalen Schule. „Auf dem Land ist das so“, meint er, „da kann man sich immer auf Mitmacher wie Emilia verlassen.“ Das müsse so bleiben und gefördert werden. Emilias Beispiel soll nicht nur hier Schule machen, sondern weit darüber hinauswirken. Der Preis wurde mit 100 Euro dotiert und ist mit dem höchsten Geldbetrag versehen, der bisher an einen Schüler aus Gingst verliehen wurde.

Wanderpokal für beste Radprofis

Gingster Grundschüler legen die beste Verkehrsprüfung der Insel ab

Insel Rügen – Gewonnen! Die Gingster Grundschüler holen sich zum zweiten Mal in Folge den Wanderpokal der Rügener Verkehrswacht. „Damit ehrt der Verein die Viertklässler, die am besten die jährliche Fahrradprüfung gemeistert haben“, erklärt Mandy Jeschkeit. Die Mitarbeiterin der Polizeidirektion Stralsund arbeitet seit über 20 Jahren unter diesen präventiven Bereich und begleitet Rügener Schulen in den Radwochen. Jetzt kam sie nach Gingst und überreichte den besten Teilnehmern den verdienten Pokal. Mit strahlenden Gesichtern nahmen Moritz Kalendruschat, Thea Hesemann und Karl Jähn die Auszeichnung entgegen.

Mandy Jeschkeit (rechts) überreicht den Pokal für die Radprofis an Moritz Kalendruschat, Thea Hesemann, Karl Jähn und Kathrin Böttcher (v. l. n. r.). Foto: A. Farin
Mandy Jeschkeit (rechts) überreicht den Pokal für die Radprofis an Moritz Kalendruschat, Thea Hesemann, Karl Jähn und Kathrin Böttcher (v. l. n. r.). Foto: A. Farin

„Unser Team hat sich mit den Kindern sehr gut auf die Herausforderung vorbereitet“, meint Kathrin Böttcher, die an der Gingster Schule die Radwoche 4 organisiert. Die Teilnahme von Polizei und Verkehrswacht motiviere die kleinen Fahranfänger, sich mit theoretischen und praktischen Aufgaben zu beschäftigen. Die Prüfung am Ende der Woche ist auf dem Grundschulhof ein besonderer Tag. Denn dann müssen Helm und sicheres Rad da sein, Regeln im Kopf sitzen und die Teststrecke passen.

Schulleiter André Farin gratuliert stolz den Radprofis und löst ein Versprechen ein. „Wir werden in den Sommerferien euren Verkehrsgarten bauen“, sagt er vor den Preisträgern. Zusammen mit dem Unternehmen TIEWA GmbH werde der Förderverein der Schule den Fahrradparcours anlegen. Dieser entstehe anstelle einer maroden Betonfläche im Wert von fast 50.000 Euro. Der Betrag wird mit Spendengeldern und Fördermitteln finanziert.

Nationalpark Jasmund feiert 15 Jahre UNESCO-Weltnaturerbe

Insel Rügen – Die Alten Buchenwälder Deutschlands feiern Geburtstag: Vor 15 Jahren, am 25. Juni 2011, wurden fünf wertvolle alte Buchenwaldgebiete in Deutschland in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen – darunter der Nationalpark Jasmund auf Rügen und Serrahn in Mecklenburg-Vorpommern. Dieses besondere Jubiläum feiern das Nationalparkamt Vorpommern und das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL mit einem Festakt am Donnerstag, 25. Juni, sowie weiteren Jubiläumsangeboten am Festwochenende.

Am Donnerstag, dem 25. Juni, lädt das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL von 11 bis 15 Uhr zum Festakt „15 Jahre Welterbe Alte Buchenwälder Deutschlands“ auf die Romantikwiese ein. Gäste erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Musik von Thomas Putensen, Einblicken in das Welterbe in Mecklenburg-Vorpommern, der Premiere des neuen Films „Alte Buchenwälder Deutschlands“ sowie Mitmachangeboten für kleine wie große Gäste. Parallel findet hier die Kinder-Uni Rügen mit Schülerinnen und Schülern der Region statt.

„Dieses Welterbe ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Die alten Buchenwälder zeigen uns, was Natur leisten kann, wenn wir ihr Raum geben. Besonders freue ich mich, dass wir das Jubiläum mit der Kinder-Uni Rügen verbinden: Wer junge Menschen für Natur, Klima und biologische Vielfalt begeistert, stärkt den Schutz dieses Welterbes für die Zukunft“, sagt Dr. Till Backhaus, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern. Der Minister eröffnet am Vormittag persönlich die erste Vorlesung der Kinder-Uni Rügen im Nationalpark-Zentrum und wird anschließend beim Festakt Grußworte an die Gäste richten.

Die Kinder-Uni Rügen ist in diesem Jahr Teil der Jubiläumsveranstaltung. An drei Tagen werden knapp 400 Schülerinnen und Schüler aus der Region am Königsstuhl erwartet. In Vorlesungen, Workshops und Forschungsangeboten erleben sie Natur, Wissenschaft und Welterbe direkt vor Ort. Den Auftakt gestaltet Prof. Dr. Hans Dieter Knapp, Mitbegründer des Nationalparks Jasmund und Mitinitiator des Welterbes.

„Wenn Hunderte Kinder aus der Region bei uns am Königsstuhl zu jungen Forschenden werden, dann wird unser Bildungsauftrag lebendig. Die Kinder-Uni Rügen zeigt, wie Wissenschaft, Naturerlebnis und Welterbe-Vermittlung zusammenwirken können. Dieses Format auf die Beine zu stellen, ist anspruchsvoll. Aber genau dafür ist das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL da: Menschen für Natur zu begeistern und Verantwortung wachsen zu lassen.“, sagt Mark Ehlers, Geschäftsführer des Nationalpark-Zentrums KÖNIGSSTUHL.

Auch für Besucherinnen und Besucher bietet das Jubiläum zahlreiche Gelegenheiten, das Welterbe zu entdecken. Zum Festakt am 25. Juni gehören eine Welterbe-Outdoor-Ausstellung zu den Welterbe-Teilgebieten aus ganz Europa, Präsentationen der Welterbe-Partner aus M-V, Angebote des Nationalparkamtes Vorpommern und des Nationalpark-Zentrums KÖNIGSSTUHL, VR-Einblicke, eine Welterbe-Führung mit dem Ranger um 13.30 Uhr sowie das Familienquiz „1, 2 oder 3 – Im Welterbe dabei“ um 14 Uhr im Freiluft-Klassenzimmer.

Am Samstag und Sonntag, dem 27. und 28. Juni, wird das Jubiläum jeweils von 11 bis 16 Uhr mit Festtagen fortgesetzt. Gäste erwartet ein Wochenende voller Wissen, Naturbegeisterung und gemeinsamer Entdeckungen: mit Outdoor-Ausstellung, Welterbe-Rallye, Welterbe-Kurzführungen um 11 und 13 Uhr sowie um 14.30 Uhr das Familienquiz rund um die Alten Buchenwälder.

Auch abseits der Jubiläumstage lohnt sich der Besuch. Täglich um 13.30 Uhr startet am Eingang des Nationalpark-Zentrums die Rangerwanderung in den Nationalpark. Auf der rund 1,5 Kilometer langen Rundwanderung erfahren Gäste aus erster Hand, was den Jasmund besonders macht – vom Buchenwald über die Kreideküste bis zum Zusammenspiel von Schutz und Erlebnis.

Im Besucherzentrum rundet die Sonderausstellung „Wir sind Europas Wildnis“ im Kreidesaal das Jubiläumsangebot ab, die noch bis Ende des Jahres dort zu sehen ist.

Die Alten Buchenwälder Deutschlands sind Teil des transnationalen UNESCO-Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“. Insgesamt umfasst dieses Welterbe 93 Waldgebiete in 18 europäischen Ländern. Es steht für Europas ursprüngliche Wildnis, für biologische Vielfalt und für die Verantwortung, naturnahe Wälder für kommende Generationen zu bewahren.