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Kategorie: Insel News Rügen

Buchwürmer in Gingster Gemeindebibliothek

Leiterin Maren Kerfack lässt Tradition eines Grundschulprojektes wieder aufleben

Insel Rügen – „Das war ein besonderer Ausflug für unsere beiden dritten Klassen“, erzählt Klassenleiter Clemens Oppermann. Zusammen mit seiner Grundschulkollegin Christiane Müller hatte er die Stippvisite in der Gemeindebibliothek von Gingst organisiert. „Wir wollen bewusst an eine Tradition anknüpfen, die wir jahrzehntelang gepflegt haben“, erklärt er, war sie die Idee der neuen Bibliotheksleitung unterstützen.

Maren Kerfack übernahm im Januar die Führung des Hauses von Veronika Barck. Die selbstständige Buchbinderin aus Garz begrüßte die Bücherfreunde und beschrieb ihnen zunächst die Abläufe in der Bücherei. Dabei erfuhren sie, wie eine Anmeldung funktioniert und wie einfach es ist, sich Bücher auszuleihen. „Spannend war für viele der Überblick über das vielfältige Angebot“, meint Christiane Müller. Neben einer großen Auswahl an Kinderbüchern gebe es auch zahlreiche andere Medien wie CDs und DVDs zu entdecken.

Gingster Grundschüler erkunden mit ihrem Klassenlehrer Clemens Oppermann und Bibliotheksleiterin Maren Kerfack das Haus der vielen Bücher. Foto: privat
Gingster Grundschüler erkunden mit ihrem Klassenlehrer Clemens Oppermann und Bibliotheksleiterin Maren Kerfack das Haus der vielen Bücher. Foto: privat

Der Start zur Büchersuche löste eine neugierige Erkundung der Schüler aus. Sie durchsuchten die Regale und stöberten in den verschiedenen Büchern. Dabei wurde ihnen schnell deutlich, wie vielfältig und interessant das Angebot gerade für ihre Altersgruppe ist.

Die in der Projektstunde ausgeliehenen Bücher spielen nun im Schulalltag eine wichtige Rolle. Im täglichen „Leseband“ nutzen die Kinder ihre Entdeckungen, um ihre eigene Lesekompetenz zu verbessern. Ein weiterer Vorteil des Projekts ist, dass sie mit ihrer Anmeldung die Möglichkeit haben, auch in ihrer Freizeit, an jedem Donnerstag zwischen 11 und 17 Uhr, Bücher und andere Medien auszuleihen. So wird die Freude am Lesen nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause gefördert.

Der Zugang wurde vor einem Jahr durch die Gemeinde erleichtert, denn seitdem sind alle Angebote der Bibliothek wieder vollständig kostenlos und beitragsfrei für alle angemeldeten Leseratten von Jung bis Alt.

„Die Kooperation zwischen Schule und Ortsbibliothek ist ein wichtiger Baustein der Leseförderung“, findet Schulleiter André Farin, der das Vorhaben ausdrücklich begrüßt. Lesen sei eine der Schlüsselkompetenzen in der analogen und digitalen Welt.

Neues Ölbekämpfungsschiff „LÜTT MATTEN“

Taufe am. 12. März 2026 in Sassnitz

Insel Rügen – Das neue Ölbekämpfungs- und Mehrzweckarbeitsschiff „LÜTT MATTEN“ steht kurz vor seiner offiziellen Indienststellung. Die Probefahrten des Neubaus aus der niederländischen Damen-Werft in Gorinchem sind erfolgreich verlaufen. Damit wird ab morgen ein modernes und leistungsfähiges Einsatzmittel für die Bekämpfung von Meeresverschmutzungen in der Ostsee und hier insbesondere im Raum Rügen und der Pommerschen Bucht zur Verfügung stehen.

Das Havariekommando hatte bei dem Neubauprojekt die Federführung – von der europaweiten Ausschreibung über den Bau bis hin zur anstehenden Übergabe. Das Schiff geht nach der Fertigstellung in treuhänderisches Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern über und wird künftig in Sassnitz stationiert.

„Die Ostsee ist Lebensraum, Wirtschaftsraum und Naturerbe zugleich. Mit der LÜTT MATTEN stärken wir unsere Fähigkeit, schnell und wirksam auf Schadstoffunfälle zu reagieren und unsere Küsten zu schützen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. „Gerade im Raum Rügen mit zunehmendem Schiffsverkehr ist eine leistungsfähige maritime Notfallvorsorge von großer Bedeutung.“

Die „LÜTT MATTEN“ wurde als modernes Ölbekämpfungs- und Mehrzweckarbeitsschiff konzipiert. Das rund 24 Meter lange und 9 Meter breite Spezialschiff ist mit einem modernen Ölauffangsystem samt entsprechenden Tanks sowie über einen leistungsstarken Kran, einem Schlepphaken und einer Schwerlastwinde ausgestattet, die unter anderem Bergungs- und Schleppaufgaben ermöglichen. Dank eines Tiefgangs von rund zwei Metern kann es auch in flachen Küstengewässern eingesetzt werden.

Neben der Schadstoffunfallbekämpfung kann das Schiff auch für weitere maritime Aufgaben eingesetzt werden – etwa bei der Ankerbergung, bei Transportaufgaben oder für unterstützende Tätigkeiten auf See. Insbesondere soll die LÜTT MATTEN aber auch für Gewässermonitoringaufgaben eingesetzt werden. Hierfür verfügt das Schiff über einen so genannten Moonpool, eine Öffnung im Rumpf des Schiffes, die das Aussetzen spezieller Messsonden erlaubt. Zudem wird aktuell die Beschaffung eines Laborcontainers vorbereitet.

 „Mit der LÜTT MATTEN erhalten wir ein modernes und vielseitiges Schiff, das die maritime Notfallvorsorge in der östlichen Ostsee nachhaltig stärken wird“, so der Leiter des Havariekommandos Dr. Robby Renner. „Die LÜTT MATTEN wird sich in ein schlagkräftiges System von Schiffen und Geräten integrieren, das die Menschen entlang der Küste und unsere Umwelt vor den Auswirkungen von Unfällen schützt.“

Bei Bau und Betrieb des Schiffes wurde ein neues Konzept umgesetzt: Beschafft wurde die LÜTT MATTEN von den Küstenländern im Rahmen ihrer gemeinsamen Vorsorge zur Bekämpfung von Meeresverschmutzungen. Der nautische und technische Betrieb erfolgt durch die Reedereien Otto Wulf GmbH & Co. KG und Pegasus Shipping GmbH & Co. KG. Im Alltagsbetrieb kann das Schiff auch für gewerbliche Aufträge eingesetzt werden, wodurch die laufenden Kosten für die öffentliche Hand reduziert werden.

Im Einsatzfall steht das Schiff dem Land und dem Havariekommando zur Verfügung und muss innerhalb von zwei Stunden bereitgestellt werden. Die Einsatzleitung übernimmt im Falle einer komplexen Schadenlage das Havariekommando.

Der Neubau entstand in rund einem Jahr Bauzeit. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 8,2 Millionen Euro, die von den Küstenländern im Rahmen der Bund-Länder-Vereinbarung zur Bekämpfung von Meeresverschmutzungen entsprechend ihrer Anteile getragen werden, für MV bedeutet dies einen Anteil von etwa 1,4 Mio. Euro.

Die fünf norddeutschen Küstenländer stellen jährlich etwa 10,14 Millionen. Euro im Rahmen der Bund-Länder-Vereinbarung zur Schadstoffunfallbekämpfung bereit. M-V hat in den letzten 23 Jahren (2003 bis 2025) circa 33,3 Millionen Euroin die Vorsorge zur Schadstoffunfallbekämpfung investiert.

Die feierliche Schiffstaufe und Indienststellung der „LÜTT MATTEN“ findet morgen (12. März 2026) im Hafen von Sassnitz statt. Die Taufpatenschaft übernimmt Dr. Sylva Rahm-Präger, Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis 34 auf Rügen und Vorsitzende des Ausschusses für Klimaschutz, Landwirtschaft und Umwelt im Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Als Vertreterin der Region, in der das Schiff künftig stationiert sein wird, wird sie dem neuen Ölbekämpfungs- und Mehrzweckarbeitsschiff symbolisch eine sichere Fahrt und erfolgreiche Einsätze zum Schutz der Ostsee wünschen.

Gingster Schüler besuchen Fertighausbauer

Schule Gingst und ScanHaus Marlow starten Kooperation in der Berufsorientierung

Insel Rügen – „Die Schüler staunten nicht schlecht“, sagt Klassenleiter Marc Burmeister, der mit über 40 Jugendlichen die deutschlandweit agierenden Fertighausbauer von ScanHaus Marlow besuchte. „Die Firma gestaltete für uns einen Tag der offenen Tür und zeigte den 8-Klässlern alle Bereiche des Unternehmens.“ Sie durften das Werk besichtigen, in dem jährlich bis zu 700 Häuser vorgefertigt werden. An verschiedenen Stationen schauten sie sich Planung und Produktion der 70 verschiedenen Haustypen an. Außerdem zeigten die Jungen und Mädchen spielerisch eigene Fähigkeiten und beschäftigten sich mit Fragen aus Werkzeuglehre und Materialkunde.

„Ich möchte zwar nicht Hausbauer werden“, meint Wyatt Scheer in der anschließenden Auswertung des Projekttages. „Aber ich interessiere mich schon dafür, wie so ein Holzhaus entsteht. Ich baue selbst gern mit meinem Opa.“ Ähnlich ging es seinen Klassenkameraden, die das Erlebte in einer Extrastunde aus- und bewerteten. Sie wiederholten ausgewählte Prozesse, Berufsbilder und Aufgaben oder sprachen über Fachbegriffe und Fragestellungen. In Marlow nahmen sie nämlich ganz unterschiedliche Ausbildungsberufe, wie beispielsweise Bauzeichner, Zimmermann oder Kaufmann für Büromanagement, unter die Lupe. „Cool war, dass wir auch verschiedene Werkzeuge ausprobieren konnten“, erinnert sich Wyatt.

Bildtext: Werkzeugkunde in Marlow. Gingster Schüler besichtigten das Bauunternehmen ScanHaus, in dem gut 500 Mitarbeiter beschäftigt sind. Foto: Marc Burmeister
Bildtext: Werkzeugkunde in Marlow. Gingster Schüler besichtigten das Bauunternehmen ScanHaus, in dem gut 500 Mitarbeiter beschäftigt sind. Foto: Marc Burmeister

Anja Einenkel, Personalleiterin beim ScanHaus, möchte die Gingster Schule in das Netzwerk aufnehmen, mit dem das Unternehmen Angebote der Berufsorientierung ausbaut. „Wir können uns einen regelmäßigen Besuch bei uns vorstellen“, erklärt sie am Rande des Projekts. Denkbar wäre zudem eine Teilnahme an der schuleigenen Berufsmesse. Neben informativen Messeständen gestalten dort interessierte Betriebe aus der Region immer auch Fachvorträge und Workshops für Schüler der Jahrgänge 8 bis 10. Das unterstützt Marc Burmeister, der als verantwortlicher Lehrer für Berufsorientierung die Praktika der Schüler und seit diesem Jahr auch den Praxislerntag der 9. Klassen erfolgreich betreut.

„Wir haben ein gemeinsames Anliegen“, findet Schulleiter André Farin, der das Projekt gern in das Schulprogramm aufnimmt. „Betriebe und wir sind daran interessiert, dass Schüler Einblicke in die Berufswelt bekommen und eine gute Ausbildung finden.“ Dafür seien Kooperationen wie die mit dem ScanHaus Marlow eine gute Grundlage.

Kleine Schritte, große Wirkung

Kinder der Evangelischen Kita „LÖWENZAHN“ in Gingst setzen sich für mehr Sicherheit ein

Insel Rügen – Jeden Tag machen sich die Hortkinder der Evangelischen Kita „LÖWENZAHN“ in Gingst auf den Weg von der Schule zurück in ihre vertraute Einrichtung. Ein kurzer Weg – und doch einer, der Mut erfordert. Denn auf diesem Weg müssen die Kinder eine Straße überqueren, die durch parkende Autos schlecht einsehbar ist. Obwohl sich der Übergang in einer 30er Zone befindet, fahren viele Autofahrerinnen und Autofahrer deutlich zu schnell. Für die Kinder bedeutet das: stehen bleiben, schauen, warten – manchmal auch mit einem mulmigen Gefühl im Bauch.

Genau aus diesem Gefühl heraus entstand im Jahr 2024 eine besondere Idee. Unter dem Motto „Schüler für Schüler“ organisierten die Hortkinder mit ihren Erzieherinnen und Erziehern in den letzten eineinhalb Jahren mehrere Tombolas. Sie verkauften Lose, erklärten den Besucherinnen und Besuchern ihr Anliegen und sammelten Geld für mehr Sicherheit auf ihrem Schulweg. Gemeinsam mit den Spenden und den Einnahmen auf den Flohmärkten 2024/2025 kamen insgesamt 970 Euro zusammen – ein großartiger Erfolg für die Kinder, denn sie spürten: Unser Einsatz zählt!

Dank einer großzügigen Spende der Firma RWE Offshore Wind GmbH sowie weiterer Spendeneinnahmen des Elternrates von der Adventskirmes 2024 in Gingst, ist es endlich soweit: Zwei Geschwindigkeitsanzeigen wurden angebracht und machen nun sichtbar, wie schnell Autos wirklich unterwegs sind – ein wichtiges Signal zum Schutz der jüngsten Verkehrsteilnehmer.

Gingster Kindergartenkinder, ihre Erzieherinnen und Förderer weihten die neue Geschwindigkeitstafeln ein. Foto: privat
Gingster Kindergartenkinder, ihre Erzieherinnen und Förderer weihten die neue Geschwindigkeitstafeln ein. Foto: privat

Ein besonderer Dank gilt unserer Kollegin und Erzieherin Catrin Elgeti, die den Kindern unentwegt mit Rat und Tat zur Seite stand und die Umsetzung dieses Wunsches maßgeblich vorangetrieben hat.

Die Einweihung der Geschwindigkeitstafeln war ein besonderer Moment für alle Beteiligten. Mit dabei waren Mitarbeiter*innen der Kita, unser Elternrat sowie Vertreterinnen des Fördervereins der Kita „LÖWENZAHN“, der Bürgermeister und die Gemeindearbeiter aus Gingst, für deren Hilfe, auch während des Aufbaus, wir uns herzlich bedanken – und natürlich die Kinder, die dieses Projekt überhaupt erst möglich gemacht haben. Stolz standen sie daneben und wussten: Das haben wir geschafft.

Dieses Projekt zeigt, wie wichtig es ist, Kinder ernst zu nehmen und ihnen zuzutrauen, ihre Umwelt mitzugestalten. Und was möglich ist, wenn Kinder, Eltern, Gemeinde, Förderer und Einrichtungen gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Die Evangelische Kindertagesstätte „LÖWENZAHN“ in Gingst ist mehr als ein Betreuungsort – sie ist ein Ort, an dem Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen, füreinander einzustehen und gemeinsam etwas zu bewegen.

Schüler organisieren Winterball

Premierenidee der Schülersprecherin Emilia Friedrich an Gingster Schule

Insel Rügen – „Unsere Schulgemeinschaft hat so einen Winterball verdient“, sagt Emilia Friedrich, Schülersprecherin an der Schule Gingst. Zusammen mit ihren Mitschülern aus den 10. Klassen und den Klassenlehrern organisierte sie den Januarhöhepunkt zum ersten Mal. Über 60 Schüler aus den Klassenstufen 7 bis 10 folgten am letzten Januarfreitag ihrer Einladung, in dieser Jahreszeit bei guter Musik, Drinks und Snacks einen besonderen Abend zu erleben.

Das Winterballprojekt bestimmte den Schulalltag den ganzen Januar über. Die 10. Klassen machten es zu ihrer Gemeinschaftsaufgabe, denn mit der Halloween-Party der Orientierungsstufe hatten sie erste gute Erfahrungen im Herbst gesammelt. Die Mädchen gestalteten Werbeposter, Eintrittskarten und Deko-Sterne für die Mensa. Dabei halfen ihnen Schüler aus den 6. Klassen, denn fast 100 nachhaltige Papiersterne mit Klettverschluss entstanden dabei. Jungen planten die Außenlichter, Feuerschalen und Stockbrot oder machten sich Gedanken über Tanzfläche, Anordnung der Stehtische und den Einlass. Das Team teilte sich die Aufträge für Auf- und Abbau der Ballkulisse.

In freudiger Winterball-Stimmung: Emilia Friedrich, Leon Ruback, Amy Schönrogge und Heide Saathoff. (v.l.n.r.) Foto: Martina Zabel
In freudiger Winterball-Stimmung: Emilia Friedrich, Leon Ruback, Amy Schönrogge und Heide Saathoff. (v.l.n.r.) Foto: Martina Zabel

„Solche Klassen sind für eine Klassenleitung ein Geschenk“, erklärt Heide Saathoff, Klassenleiterin der 10a. Sie strahlt, als sie von der Gruppendynamik berichtet, die für ein so großes Vorhaben greifen muss. Zusammen mit ihrem Kollegen Ulf Todenhagen unterstützte sie ihre Schützlinge und führte sie mit vielen Absprachen und Änderungen zum gewünschten Ziel. „Ich bin so glücklich über unseren Erfolg“, meint Emilia Friedrich, auch wenn es im Team manchmal gekracht habe. Das gehöre aber einfach dazu.

Ihre Idee von einem schulischen Winterhöhepunkt ging auf. Schüler rockten zusammen mit ihren Lehrern die Tanzfläche, erlebten niveauvolle Programmpunkte und erfreuten sich an den Buffets mit Bowlen und Buletten. Sie genossen sichtlich die Ballstimmung in edlen Kleidern, mit Anzugsjacken und Hemden sowie den passenden Accessoires. Zudem wählten sie das königliche Paar des Abends: Ballkönigin Amy Schönrogge und Ballkönig Leon Ruback fühlten sich sichtbar geehrt und tanzten ganz zünftig zum besten Lied des Wintervergnügens.

Den Gingster Winterball unterstützten einheimische Firmen mit Finanzen und Sachmitteln. Dafür bedankten sich die Organisatoren bei den folgenden Unternehmen: Teppichwelt Kluis, Parkhotel Bergen, Saikana Bistro Gingst, EP Ohlhoff Bergen, Hansen GmbH Bergen und bei der Oase der Ruhe. Der Förderverein der Schule steht auch auf der Spenderliste und signalisiert bereits weitere Finanzen für die Neuauflage des Balls im nächsten Jahr.

Skywalk mit vier Millionen Gästen touristisches Highlight

Insel Rügen – Anlässlich des Neujahrsempfangs im Nationalpark Jasmund am morigen Samstag (31. Januar 2026) zieht Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, eine Zwischenbilanz zu 15 Jahren UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder“ sowie zur Leistungsfähigkeit des Natur- und Küstentourismus im Land. Der Empfang macht deutlich: Naturschutz, Umweltbildung und Tourismus sind in Mecklenburg-Vorpommern eng miteinander verzahnt – und zugleich eingebettet in größere gesellschaftliche und infrastrukturelle Fragestellungen, die das Land verantwortungsvoll steuert.

Der Neujahrsempfang findet am Vormittag im Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL statt und steht im Zeichen von 15 Jahren UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder“. Seit der Anerkennung im Jahr 2011 wurden im Nationalpark-Zentrum insgesamt rund 4,3 Millionen Besucherinnen und Besucher gezählt. Allein im Jahr 2025 kamen etwa 435.000 Gäste, davon nutzten rund 415.000 Besucherinnen und Besucher den Skywalk Königsstuhl als besonderes touristisches Highlight. Der barrierearme Rundweg ermöglicht spektakuläre Einblicke in die Kreideküste, ohne sensible Lebensräume zu beeinträchtigen, und gilt bundesweit als Vorzeigeprojekt für nachhaltigen Naturtourismus.

Die Zahlen belegen, dass moderne Besucherangebote ein wirksames Instrument der naturverträglichen Besucherlenkung sind: Der überwiegende Teil der Gäste bewegt sich gezielt auf ausgewiesenen Wegen, während sensible Schutzbereiche entlastet werden. Ergänzt wird das Angebot durch rund 45.000 Teilnehmende an Führungen, Bildungs- und Veranstaltungsformaten. An einzelnen Tagen lag der Anteil internationaler Gäste im Welterbeforum bei bis zu 90 Prozent. Auch das Naturerbezentrum Prora verzeichnet mit stabil über 200.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich eine konstant hohe Nachfrage.

Auch aktuelle Herausforderungen im Küsten- und Meeresraum werden beim Neujahrsempfang nicht ausgeblendet. So bleibt die Situation um das seit mehr als einem Jahr vor Rügen liegende Tankschiff EVENTIN für viele Menschen in der Region ein sensibles Thema. Das Land begleitet den Vorgang weiterhin eng im Rahmen seiner Zuständigkeiten und bringt sich gegenüber dem Bund und auf internationaler Ebene für eine rechtssichere und umweltverträgliche Lösung ein. Gleiches gilt für Fragen rund um den Betrieb des LNG-Terminals Mukran, insbesondere mit Blick auf Lärmschutz, Genehmigungsverfahren und den Schutz sensibler Natur- und Küstenräume. Minister Backhaus betont in diesem Zusammenhang, dass wirtschaftliche Nutzung, Energieversorgungssicherheit und der Schutz von Natur und Umwelt stets in einem verantwortungsvollen Ausgleich stehen müssen.

Auch dem nahegelegenen Biosphärenreservat Südost-Rügen kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Es steht beispielhaft für den Anspruch Mecklenburg-Vorpommerns, Natur- und Landschaftsschutz, nachhaltigen Tourismus sowie wirtschaftliche Nutzung verantwortungsvoll miteinander zu verbinden. Gerade in einer Region, in der sensible Naturräume, internationale Schifffahrtswege, touristische Nutzung und energiepolitische Infrastruktur räumlich eng beieinanderliegen, zeigt sich, wie wichtig klare Schutzkonzepte, rechtssichere Verfahren und ein transparenter Dialog mit der Bevölkerung sind. Minister Backhaus unterstreicht, dass das Biosphärenreservat Südost-Rügen nicht nur ein Schutzraum von internationalem Rang ist, sondern auch ein Modellraum für nachhaltige Entwicklung, in dem Konflikte offen benannt, wissenschaftlich begleitet und lösungsorientiert bearbeitet werden müssen.

Ein besonderer Programmpunkt ist die offizielle Verabschiedung von Prof. Dr. Detlef Drenckhahn als Vorsitzender des Aufsichtsrates des Nationalpark-Zentrums Königsstuhl. Prof. Drenckhahn hatte dieses Amt seit dem 9. Dezember 2011 inne und prägte die Entwicklung des Zentrums über 14 Jahre maßgeblich. Zu seinen wichtigsten Verdiensten zählen die strategische Weiterentwicklung des Standorts, die Förderung eines konstruktiven Miteinanders zwischen Land, Stadt und Akteuren vor Ort sowie sein persönlicher Einsatz für herausragende Projekte wie das UNESCO-Welterbeforum (Waldhalle) und den Skywalk Königsstuhl. Beide Projekte wären ohne sein Engagement und seine Überzeugungskraft kaum realisierbar gewesen. Die Laudatio auf Prof. Drenckhahn wird von Vertreterinnen und Vertretern des WWF gehalten. Im Anschluss wird Minister Backhaus ihm in einem persönlichen Beitrag für sein langjähriges Wirken danken.

Der Neujahrsempfang bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Naturschutz, Tourismus und Wissenschaft zusammen. Neben dem Rückblick auf 15 Jahre Welterbe stehen Perspektiven für Naturerlebnis, Besucherlenkung und nachhaltigen Tourismus im Mittelpunkt. Mecklenburg-Vorpommern setzt damit ein klares Zeichen: für den Schutz seiner einzigartigen Natur, für Transparenz bei konfliktträchtigen Themen – und für eine verantwortungsvolle Entwicklung von Natur, Infrastruktur und Lebensqualität.

Sternsänger besuchen Gingster Schule

Pastor Gerber und Vorschulkinder sammeln Spenden für Kindergarten in Brasilien

Insel Rügen – Premiere an der Grundschule. In diesem Jahr legten die Sternsänger aus der Kita „Löwenzahn“ zusammen mit Pastor Joachim Gerber bei den Gingster Schülern und Lehrern einen Zwischenstopp ein.

Die drei Könige und ihre Mitstreiter hatten ein kleines Programm einstudiert und sangen gemeinsam mit den neugierigen Zuschauern. Sie überbrachten in Liedern und Reimen gute Wünsche zum neuen Jahr und den Segen für das Gebäude.

„Wir freuen uns, dass wir in der Schule sein durften“, sagt Joachim Gerber am Rande des Auftritts. „Schön war zu erleben, dass viele der ehemaligen Sternsänger begeistert dabei waren und einfach mitsingen konnten.“

Die Sternsänger besuchten unter der Regie von Pastor Joachim Gerber die Gingster Grundschule. Foto: A. Farin
Die Sternsänger besuchten unter der Regie von Pastor Joachim Gerber die Gingster Grundschule. Foto: A. Farin

Schulleiter André Farin begrüßt die gemeinsame Aktion. „Unsere Kooperation mit der Kirche und der evangelischen Kita bekommt immer wieder neue Bausteine dazu“, erklärt er. Gemeinsame Traditionen wie das Sommerfest oder das Adventssingen werden dadurch bereichert.

Die Gingster Sternsänger sammeln in diesem Jahr Finanzen für einen brasilianischen Kindergarten und strahlten, als auch in der Grundschule die Sammelbüchse zu klingen begann.