Menü Schließen

Kategorie: Veranstaltungen / Termine

Erfolgreiche Katastrophenschutzübung erprobt Versorgung von Einheiten

Schwerin – Eine lang anhaltende Trockenphase, ausgedehnte Vegetationsbrände, eine Hilfeleistungsersuchen der polnische Regierung: Unter Federführung des Innenministeriums trainierten in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg mehr als 350 Einsatzkräfte am 15. November 2025 in Nordwestmecklenburg im Rahmen einer Landeskatastrophenschutzübung Mecklenburg-Vorpommern die Versorgung marschierender Verbände von Katastrophenschutzeinheiten, Polizei, Bundespolizei, Technischem Hilfswerk (THW) und Bundeswehr unter realistischen Bedingungen.

Das Szenario: Ein Flächenbrand auf einer Fläche von 1250 Hektar gut 100 Kilometer im Landesinnern hinter dem polnischen Stettin drohte, sich weiter auszubreiten. Zur Bekämpfung der Brände und zur Eindämmung der Folgen hat die polnische Regierung ein internationales Hilfeleistungsersuchen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union (UCPM) an ihre europäischen Nachbarstaaten gerichtet.

Deutschland hat infolge dessen Unterstützung durch THW, Bundespolizei und Bundeswehr zugesagt. Die Niederlande und Dänemark haben ebenfalls Unterstützung angeboten. Das Land Mecklenburg-Vorpommern will gemäß der Vereinbarung über gegenseitige Hilfeleistung bei Katstrophen und schweren Unglücksfallen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Polen eine Unterstützungsleistung prüfen. Dazu soll der Landeskoordinierungs- und Unterstützungsstab (LKUSt) temporär aktiviert werden, um die erforderlichen Maßnahmen hierfür landesweit zu koordinieren.

Zentrale Aufgabe der heutigen Übung war in diesem Zusammenhang der Aufbau und Betrieb eines Versorgungspunktes Marschierender Verbände (VMV), der innerhalb einer vorgegebenen Zeit eine gewisse Anzahl an Einsatzkräften zu verpflegen und an Einsatzfahrzeugen zu betanken hat. Dies beinhaltete darüber hinaus die Erprobung der Alarmierung und des koordinierten Marsches der Einsatzkräfte über große Entfernungen sowie die Zusammenarbeit zwischen Landes- und Bundeseinheiten zu stärken.

Innenminister Christian Pegel verschaffte sich vor Ort einen Überblick von der Übung und ein Bild von der Einsatzbereitschaft und den logistischen Herausforderungen:  „Diese Übung zeigt eindrucksvoll, wie wichtig ein verlässliches und gut abgestimmtes Logistikkonzept in Krisenfällen ist. Die Versorgung und Betankung großer Einheiten entscheidet oft darüber, ob Einsätze effektiv fortgeführt werden können. Ich danke allen Akteurinnen und Akteuren, die heute mit großem Engagement, Professionalität und Teamgeist gezeigt haben, wie leistungsfähig unser Katastrophenschutz ist. Solche Übungen sind nicht selbstverständlich – sie erfordern Zeit, Einsatzbereitschaft und Erfahrung. Das verdient meinen ausdrücklichen Respekt. Nur wenn alle Organisationen Hand in Hand arbeiten, können wir im Ernstfall schnell, flexibel und sicher reagieren. Die heutige Übung war ein Beispiel dafür, wie gut diese Zusammenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern funktioniert.“

„Ich bin froh, dass die vom Innenministerium orchestrierte Übung bei uns im Landkreis stattfindet. Eine so lebensnahe Großübung bietet unserem Fachdienst Bevölkerungsschutz sowie den Akteuren vor Ort ideale Einblicke, um im Fall des Falles zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger sowie denen von befreundeten Staaten bestmöglich zu helfen“, ergänzte Nordwestmecklenburgs Landrat Tino Schomann.

Die Landeskatastrophenschutzübung 2025 war Teil des kontinuierlichen Aus- und Fortbildungskonzepts des Landes im Bereich Gefahrenabwehr und Krisenmanagement. Sie soll praxisnahe Erfahrungen liefern, um Abläufe, Kommunikation und Einsatzstrukturen weiter zu optimieren.

Starke Stimme für den Naturschutz

Bundesvertreterversammlung des NABU 

Rostock – Anlässlich der Bundesvertreterversammlung des Naturschutzbundes Deutschland e.V. (NABU) hält Umwelt- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus morgen ein Grußwort in Vertretung für Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in der Stadthalle Rostock.

„Ich freue mich, dass die diesjährige Bundesvertreterversammlung des NABU in Rostock stattfindet. In einer Stadt, die für Meer, Natur und Wandel steht. Rostock ist das Tor zur Ostsee, ein Zentrum der Meeresforschung, ein Symbol für maritime Innovation und Klimaschutz. Dass die Versammlung hier stattfindet, ist ein starkes Zeichen für die Verbundenheit des NABU mit den Themen, die uns in MV besonders am Herzen liegen: der Schutz unserer Meere, der Erhalt der biologischen Vielfalt und die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft. Ich danke dem NABU für seine Leidenschaft und sein Engagement. Er trägt dazu bei, dass Natur- und Klimaschutz nicht nur politische Programme bleiben, sondern zu gelebter Verantwortung werden. Auch für die Landesregierung ist er ein verlässlicher Partner“, sagt er.

Besonders hebt der Minister den NABU-Klimafonds hervor, der gemeinsam mit REWE entwickelt wurde. Mit diesen Mitteln werden in Deutschland und der EU Moorflächen wiedervernässt und landwirtschaftliche Böden zu wertvollen Kohlenstoffspeichern umgebaut. „Damit trägt der NABU-Klimafonds unmittelbar zum Klimaschutz, zur Artenvielfalt und zur regionalen Wertschöpfung bei. Solche Initiativen zeigen, dass Naturschutz heute moderne Finanzierung, gesellschaftliche Verantwortung und lokale Umsetzung miteinander verbinden kann“, so Backhaus.

Ein Beispiel der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV und dem NABU ist ihm zufolge die jüngst unterzeichnete Kooperationsvereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung beim Moorklimaschutz in der Landwirtschaft. „Wir wissen: Moore sind Klimaschützer ersten Ranges. Obwohl sie nur rund 13 Prozent der Landesfläche einnehmen, verursachen sie mehr als 30 Prozent der Treibhausgasemissionen in MV – rund sechs Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr.

Seit 1990 konnten im Land bereits mehr als 35.000 Hektar Moorflächen wiedervernässt werden. Doch das reicht noch nicht. Mit der neuen Kooperationsvereinbarung bündeln wir die Kräfte von Politik, Verwaltung und Naturschutz, um die Emissionen aus entwässerten Mooren deutlich zu senken. Unser gemeinsames Ziel ist es, landwirtschaftlich genutzte Moorflächen so zu bewirtschaften, dass sie Wasser speichern und Treibhausgase binden, statt sie freizusetzen. Denn rund 52 Prozent aller Moore in MV werden landwirtschaftlich genutzt. Ohne die Landwirtinnen und Landwirte können wir die Klimaziele im Moor nicht erreichen“, appelliert der Minister.

Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV hat dazu neue Förderinstrumente geschaffen, etwa Agrarumweltmaßnahmen, die moorschonende Bewirtschaftung honorieren. Der NABU ergänzt diese Programme mit seinem Klima+ Programm, das bereits auf mehr als 1.100 Hektar moorschonende Grünlandbewirtschaftung in MV fördert. Beide Seiten wollen künftig ihre Programme enger verzahnen, Überschneidungen vermeiden und Synergien nutzen.

Beim Thema Meeresschutz verweist Minister Backhaus auf das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK), mit dessen Unterstützung das Projekt „MV seagrass for climate“ umgesetzt wird. Ziel ist es, Seegraswiesen im Küstenmeer von MV vollständig zu erfassen, geeignete Standorte für die Wiederansiedlung zu identifizieren und in Pilotprojekten zu erproben. Darauf aufbauend soll eine Seegrasstrategie zur Mehrung, Erhaltung und Stabilisierung von Seegraswiesen erarbeitet werden. „Seegraswiesen sind wahre Wunderwerke der Natur – sie binden Kohlendioxid und bieten Lebensraum für unzählige Arten. Umgesetzt wird das Projekt mit den Universitäten Kiel, Rostock, Greifswald und Hannover, mit denen ein starkes wissenschaftliches Netzwerk geschaffen wurde. Dieses Projekt zeigt, dass Naturschutz und Klimaschutz untrennbar miteinander verbunden sind und dass natürlicher Klimaschutz im Meer genauso wichtig ist wie an Land“, so der Minister.

Eine weitere Maßnahme des Meeresnaturschutzes ist die Wiederherstellung natürlicher Riffstrukturen im Biosphärenreservat Südost-Rügen, die gemeinsam mit europäischen Partnern im Rahmen des Interreg-Projektes „Supported by Nature“ kürzlich umgesetzt wurde.

Mit dem neuen Klimaverträglichkeitsgesetz, das die Landesregierung Ende Oktober beschlossen hat, wird erstmals ein verbindlicher Rahmen geschaffen, um MV bis 2045 klimaneutral zu machen. „Denn der Klimawandel ist die größte ökologische und gesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit. Das Gesetz legt klare Treibhausgasminderungspfade fest, stärkt die Rolle der Moore und Böden als Kohlenstoffsenken, verpflichtet Landkreise und kreisfreie Städte zur Erstellung von Klimaanpassungskonzepten und sieht eine klimaneutrale Landesverwaltung bis 2030 vor. Zudem wird der Moorschutz als überragendes öffentliches Interesse festgeschrieben. Das ist ein wichtiger Schritt, den auch der NABU in seiner Stellungnahme begrüßt hat“, ergänzt Backhaus.

Eine weitere große Aufgabe der kommenden Jahre ist dem Minister zufolge der Ausbau der erneuerbaren Energien. Bis 2035 soll der gesamte Energiebedarf MVs aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. „Doch Windkraft- und Solaranlagen beanspruchen Raum, sie greifen in Landschaften ein und können Konflikte mit dem Arten- und Naturschutz erzeugen“, sagt er und fügt abschließend hinzu: „Mit Umsetzung des Windenergieflächenbedarfsgesetzes schaffen wir planungssichere Flächen, die zugleich naturverträglich ausgewiesen werden. Dabei darf der Klimaschutz nicht gegen den Naturschutz ausgespielt werden. Wir brauchen eine sorgsame Abwägung, eine gute Planung und gemeinsame Lösungen. Dazu gehören kluge Flächenkonzepte, neue Ansätze in der Raumordnung und eine offene Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern. Ich bin überzeugt: Nur wenn Energiewende und Naturschutz zusammen gedacht werden, gewinnen wir die Akzeptanz, die wir für diesen Prozess brauchen.“

Eine ganz besondere Rallye in MV

Schwerin – Der Startschuss zur „MV-Rallye mit Bike & Bahn“ ist heute gefallen. Wer im Digitalen Innovationszentrum eine ganz normale Rallye erhofft hatte mit rasanten Fahrten gegen die Zeit auf der Suche nach dem schnellsten Fahrzeug, wurde enttäuscht. Wer ein außergewöhnliches Programm zur Sicherheit von Jugendlichen erwartet hatte für Fahrten mit dem Fahrrad, der Fähre, der Bahn, dem E-Scooter, dem Fernbus, dem Linienbus und dem Pedelec, wurde zufriedengestellt.

Die Auftaktveranstaltung in Schwerin gestalteten Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Ann Christin von Allwörden, Präsidentin der Landesverkehrswacht sowie Partner des Projektes, mit deren Unterstützung das Programm finanziert wurde.

Die „MV-Rallye mit Bike & Bahn“ ist ein E-Learning-Programm für Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen. Bei einer virtuellen Tour reisen sie zusammen mit Tilla und Don, Studierende an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, von Sassnitz nach Zarrentin quer durch unser schönes Bundesland, die Ostsee “immer im Blick“. Bei mehreren eingestreuten Tests können die Kinder und Jugendlichen ihr frisch erworbenes Wissen zu regionalen Besonderheiten, zu unterschiedlichen Mobilitätsformen und zu Sicherheitsfragen unter Beweis stellen.

Das schulische Lernprogramm kann ohne große Vorbereitung im Unterricht eingesetzt werden, ideal bei Vertretungsstunden sowie beim Distanzunterricht bzw. als Hausaufgabe.

„Mit der MV-Rallye fördern wir die Mobilitätsbildung junger Menschen und zeigen, wie moderne Verkehrserziehung heute aussieht – digital, praxisnah und mit Spaß am Lernen“, sagte Staatssekretärin Ines Jesse. „Mit Erreichen des Teenageralters nutzen Jugendliche – je nach regionalem Angebot – verschiedene Verkehrsmittel wie Fahrrad, Bus, Bahn oder E-Scooter. Das Programm stärkt das Bewusstsein für sichere, nachhaltige und vernetzte Mobilität und leistet einen wichtigen Beitrag zur Mobilität in Mecklenburg-Vorpommern. Dazu passt auch unsere Mobilitätsoffensive mit mehr Angeboten mit der Bahn, den Regiobussen und Rufbussen.“

Ann Christin von Allwörden griff den Gedanken auf. „Bei der Nutzung dieser unterschiedlichen Mobilitätsformen muss es immer auch darum gehen, dass die Jugendlichen sicher ihr Ziel erreichen. Was ist wichtig bei Fahrten mit dem Pedelec, der Fähre, dem E-Scooter und beim Warten auf Bus und Bahn?“ All das und noch viel mehr, führte sie weiter aus, werde in dem zeitgemäßen, digitalen Programm der Landesverkehrswacht interessant und spannend in Szene gesetzt, verbunden mit einem kleinen Wettbewerb innerhalb der Klasse. Denn Schülerinnen und Schüler können bei richtiger Beantwortung aller Fragen insgesamt 46 Punkte erwirtschaften.

Bildungsministerin Simone Oldenburg sagt: „Sicherheit im Straßenverkehr beginnt mit fundiertem Wissen und bewusstem Handeln. Das neue E-Learning-Angebot ist für Schülerinnen und Schüler entwickelt worden und passt sich flexibel ihrem Schulalltag an. Die MV-Rallye ist niedrigschwellig dank praxisnaher Inhalte, gibt Orientierung und informiert über Risiken. Wenn junge Menschen sicher unterwegs sind, fördern wir nicht nur ihre Selbständigkeit, sondern auch ein Bewusstsein für nachhaltige Mobilität.“

In Mecklenburg-Vorpommern sind im Jahr 2024 insgesamt 247 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren im Straßenverkehr verunglückt und wurden dabei verletzt, 35 von ihnen schwer. Bei der Mitfahrt im Pkw verunglückten 80, auf Krafträdern drei, mit Fahrrädern 103 und zu Fuß 35 Kinder und Jugendliche. Die Gefahren auf dem Rad werden von dieser Altersgruppe oft unterschätzt. Männliche 10- bis 15-Jährige (71) verunglücken mit dem Rad deutlich häufiger als weibliche (32). Die Erhöhung der Risikokompetenz der Schülerinnen und Schüler für Fahrten mit dem Rad sollte deshalb ein Schwerpunkt der schulischen Unfallprävention sein, außerdem Informationen zur relativ sicheren und umweltverträglichen Mobilität mit Bus und Bahn.

„Sehr gern hat die Provinzial Nord Brandkasse die ‚MV-Rallye mit Bike & Bahn‘ finanziell unterstützt“, informierte Matthias Naumann, Bevollmächtigter Politik und Öffentlichkeitsarbeit des öffentlichen Versicherers. „Das Digitalangebot für Schulen ist neben unserem Engagement in der vorschulischen Verkehrserziehung und der schulischen Radfahrausbildung ein weiterer Baustein für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und mehr Verkehrsprävention in Mecklenburg-Vorpommern.“

Das E-Learning-Programm für zwei zusammenhängende Unterrichtsstunden kann von Lehrkräften im Lernmana­gementsystem „it`s learning“ unter der Aufgabensammlung edupool abgerufen werden. Begleitet wird es von einem Informationsvideo für Pädagoginnen und Pädagogen. Auch auf der Website der Landesverkehrswacht kann das Unter­richtsprogramm aufgerufen und bearbeitet werden. https://www.verkehrswacht-mv.de/angebote/schule/mv-rallye-mit-bike-und-bahn

Start der Landestechnologiekonferenz 2025

Dr. Wolfgang Blank: „Technologische Innovationen sichern Wohlstand und gute Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern“

Rostock – Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute in Warnemünde die Landestechnologiekonferenz Mecklenburg-Vorpommern 2025 eröffnet. Knapp 300 Expertinnen und Experten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Unternehmen sowie Studierende nutzen die Konferenz, um sich über aktuelle Entwicklungen und Trends in der Medizintechnik und Biotechnologie auszutauschen.

„Mit der Landestechnologiekonferenz machen wir die Innovationskraft unseres Landes deutlich sichtbar und stärken die Zusammenarbeit regionaler Partner“, betonte Minister Dr. Blank. „Gerade in der Medizintechnik und Biotechnologie zeigt sich, wie entscheidend Forschung, Kooperation und gut ausgebildete Fachkräfte für den wirtschaftlichen Erfolg und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes sind.“

Unter dem Motto „Technologien – Innovationen – Fachkräfte“ widmet sich die Konferenz in diesem Jahr dem Aktionsfeld „Medizintechnik und Biotechnologie“ der Regionalen Innovationsstrategie für intelligente Spezialisierung 2021–2027 Mecklenburg-Vorpommern (RIS). Im Mittelpunkt steht der Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, um Innovationen zu fördern und dem Fachkräftemangel in der Branche begegnen können. Beim Programmpunkt „MEDTECH MATCH – Wo der Funke überspringt“ präsentieren sich Unternehmen als attraktive Arbeitgeber und treten mit Studierenden in direkten Dialog.

Begleitet wird die Konferenz neben vielfältigen Vorträgen und Workshops von einer Ausstellung, in der regionale Unternehmen ihre Technologien und Projekte präsentieren. Das Veranstaltungskonzept wurde gemeinsam vom Institut für Implantattechnologien und Biomaterialien e.V., BioCon Valley ®, der IHK zu Rostock und dem Wirtschaftsministerium entworfen und organisiert.

Die Landestechnologiekonferenz ist Teil der Umsetzung der Regionalen Innovationsstrategie. Ziel ist es, die Sichtbarkeit von Spitzentechnologien im Land zu erhöhen, Netzwerke zu stärken und Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern. In Mecklenburg-Vorpommern sind über 12.000 Erwerbstätige in der Industriellen Gesundheitswirtschaft beschäftigt. Sie erwirtschaften eine Bruttowertschöpfung von rund 700 Millionen Euro.

Über die Richtlinie zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEuI) stehen in der laufenden EU-Förderperiode 2021–2027 rund 266 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für wirtschaftsnahe Forschung zur Verfügung. In der aktuellen Förderperiode wurden bisher Zuschüsse von ca. 90 Millionen Euro für Unternehmen und Forschungseinrichtungen bewilligt. Davon entfielen bislang rund 49 Millionen Euro auf das Aktionsfeld Medizintechnik und Biotechnologie, in dem bislang 56 Projekte gefördert wurden.

„Mit der Regionalen Innovationsstrategie und der FuEuI-Förderung schaffen wir die Grundlagen dafür, dass Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern auch in Zukunft innovative Produkte und Verfahren entwickeln und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit behaupten können“, sagte Minister Dr. Blank. „Damit sichern wir regionale Wertschöpfung und schaffen neue, gut bezahlte Arbeitsplätze – und unser Land bleibt ein attraktiver Standort für Investitionen und Fachkräfte gleichermaßen.“

Schwesig und Günther erinnern an den Mut der Friedlichen Revolution

Schwerin – Die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig und der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther haben heute an die Öffnung der innerdeutschen Grenze am 9. November 1989 erinnert.

„Es waren die Menschen in der DDR, die im Herbst 1989 mit sehr viel Mut und mit Erfolg Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Reisefreiheit und freie Wahlen eingefordert haben“, erklärte Ministerpräsidentin Schwesig. Der 9. November sei der Auftakt eines Prozesses gewesen, der nicht einmal ein Jahr später zur Deutschen Einheit führte. „Die Jahre 1989 und 1990 zeigen, was alles möglich ist, wenn Menschen zusammenstehen und gemeinsam für Verbesserungen eintreten. Diese Kraft und diesen Zusammenhalt wünsche ich uns auch für die Zukunft.“

„Der 9. November ist ein Tag, der bis heute die Menschen bewegt. Ich erinnere mich gut an die emotionalen Bilder des Mauerfalls und an die Menschen in der DDR, die mit ihrem Mut Geschichte geschrieben haben. Ohne ihre Zivilcourage gäbe es unser heutiges Miteinander nicht. Dieser Mut war friedlich, entschlossen und er ist eine Kraft, die wir auch heute dringend brauchen, wenn wir auf die großen Aufgaben unserer Zeit schauen“, sagte Ministerpräsident Günther.

Schwesig und Günther treffen sich traditionell am 9. November an einem Ort entlang der früheren innerdeutschen Grenze, um an die Überwindung von Mauer und Grenze zu erinnern. In diesem Jahr nahmen die Beiden am 35-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Boizenburg in Mecklenburg-Vorpommern und Lauenburg in Schleswig-Holstein teil. Die gute Nachbarschaft der 40 Jahre getrennten Nachbarstädte an der Elbe sei ein schönes Beispiel für das Zusammenwachsen von Ost und West. Dazu gehöre auch der jährliche Grenzlauf, an dem Schwesig und Günther im letzten Jahr teilgenommen haben.

Schwesig: Die Demokratie muss aktiv gestaltet und verteidigt werden

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat an die historischen Ereignisse am 9. November 1918, 1938 und 1989 erinnert. „Der 9. November ist ein besonderer Tag in der deutschen Geschichte. Er steht für besonders helle, aber auch für besonders dunkle Stunden in unserer Geschichte“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Am 9. November 1918 wurde in Berlin die Republik ausgerufen. „Das war die Geburtsstunde der ersten deutschen Demokratie. Auch wenn die Weimarer Republik nur etwas mehr als 13 Jahre dauerte, ist sie ein wichtiger Abschnitt der deutschen Geschichte. Sie ist am Ende daran gescheitert, dass sich zu wenig Kräfte für die Demokratie einsetzten, während zu viele auf eine Diktatur hinarbeiteten. Das Scheitern der Weimarer Republik ist Mahnung, dass die Demokratie aktiv gestaltet und verteidigt werden muss“, sagte die Ministerpräsidentin.

Am 9. November 1938 sind in Mecklenburg-Vorpommern und ganz Deutschland Synagogen zerstört und niedergebrannt worden. Jüdinnen und Juden wurden angegriffen, jüdische Geschäfte zerstört. „Der 9. November 1938 zeigt, dass Menschen in einer Diktatur ihrer Grundrechte beraubt werden und schutzlos sind. Diskriminiert und verfolgt wurden die Juden schon seit Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Der 9. November 1938 markiert den Beginn der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens. Am Ende stand der Massenmord an 6 Millionen Juden, das schlimmste Verbrechen in der deutschen Geschichte“, verurteilte die Ministerpräsidentin.

Eine Folge der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sei die deutsche Teilung gewesen. Dass diese 1989/1990 überwunden werden konnte, sei einer der größten Glücksfälle in der deutschen Geschichte. „Neben Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und freien Wahlen war Reisefreiheit eine der wichtigsten Forderungen in der Friedlichen Revolution. Binnen weniger Wochen brachten die Menschen in der DDR mit ihrem friedlichen Protest die SED-Herrschaft und die innerdeutsche Grenze zu Fall.

Am Abend des 9. November wurden die Mauer und die Grenzübergänge geöffnet. Wer diese Zeit miterlebt hat, wird diesen Tag und die grenzenlose Freude in Ost und West nie vergessen. Der 9. November 1989 zeigt, was möglich ist, wenn Menschen zusammenstehen und sich gemeinsam für Verbesserungen einsetzen“, sagte Schwesig.

Wie in den Vorjahren trifft die Ministerpräsidentin am 9. November ihren schleswig-holsteinischen Amtskollegen Daniel Günther an einem Ort entlang der früheren innerdeutschen Grenze. Am Nachmittag besuchen Schwesig und Günther die Feierlichkeiten zum 35-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Boizenburg in Mecklenburg-Vorpommern und Lauenburg in Schleswig-Holstein.

Ministerpräsidentin Schwesig lädt zum Bürgerforum in Wolgast ein

Wolgast – Die Ministerpräsidentin stellt sich am 10. November 2025 um 17.30 Uhr im Begegnungszentrum (frühere Stadtteilbibliothek), Hufelandstr. 2 in Wolgast den Fragen der Bürgerinnen und Bürger.

Die Veranstaltung ist für alle Bürgerinnen und Bürger offen. Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, wird um Anmeldung unter www.regierung-mv.de/buergerforum gebeten.

„Die Landesregierung ist regelmäßig mit Bürgerforen im ganzen Land unterwegs. Dieses Mal sind wir im Kreis Vorpommern-Greifswald unterwegs. Ich freue mich auf die Veranstaltung in Wolgast. Es ist mir wichtig, regelmäßig im Gespräch zu sein, Fragen zu beantworten und Anregungen für die Regierungsarbeit mitzunehmen“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Schwesig: Kirchen sind wichtig für den sozialen Zusammenhalt

Bad Doberan – Auf dem Reformationsempfang der Evangelisch-Lutherischen Nordkirche in Bad Doberan hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig das Wirken der Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern für den sozialen Zusammenhalt gewürdigt. Sie dankte allen, die sich in der Kirche engagieren, insbesondere den vielen Ehrenamtlichen.

Die Ministerpräsidentin betonte die gute Zusammenarbeit mit den Kirchen zu Fragen der Bildung, in der Sozialpolitik und beim ehrenamtlichen Engagement. „Wir treten gemeinsam ein für Demokratie und Toleranz, gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus“, sagte Manuela Schwesig. Dabei sei die Kirche eine wichtige Verbündete. „Mir ist diese enge Zusammenarbeit sehr wichtig“, sagte sie weiter.

In diesem Jahr stand der Empfang unter dem Motto „Alle um einen Tisch“. Das sei auch ein Leitbild für das Miteinander im Land. „Ob mit den Kirchen, mit Arbeitgebern und Gewerkschaften, mit den Kommunen und der Zivilgesellschaft: Ich setze auf Gespräch und Zusammenarbeit. Das braucht eine gemeinsame Grundlage: Respekt vor anderen Menschen und Respekt vor der Gleichwertigkeit unterschiedlicher Menschen“, so die Ministerpräsidentin.

Besonders hob sie in ihrer Rede die ehrenamtliche Arbeit von Barbara Niehaus hervor, die mit der Bugenhagen-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Evangelisch-Lutherischen Nordkirche geehrt wurde. Barbara Niehaus hat den „Treffpunkt Suppenküche“ in Bad Doberan mitbegründet, wo täglich etwa 100 Gäste essen und Zeit miteinander verbringen. Sie engagiert sich zudem im Kirchengemeinderat von Bad Doberan, in der Kirchenkreissynode und im Flüchtlingsnetzwerk.