Menü Schließen

Kategorie: Veranstaltungen / Termine

Zusätzliche Züge zum Martinimarkt

Dr. Wolfgang Blank: „Bessere Bahnverbindungen sind ein Gewinn für Besucherinnen und Besucher – und für den ländlichen Raum.“

Parchim – Zum diesjährigen Martinimarkt in Parchim verstärkt das Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der ODEG – Ost­deutsche Eisenbahn GmbH – das Zugangebot auf der Linie RB13 zwischen Schwerin und Parchim. Die zusätzlichen Fahrten sind Teil der Mobilitätsoffensive des Landes, die den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) insbesondere in länd­lichen Regionen stärkt.

„Mit den zusätzlichen Zügen ermöglichen wir eine bequeme Anreise zum Martinimarkt. Das ist ein Gewinn für Besucher­innen und Besucher und zugleich ein weiterer Beitrag zur Stärkung des Nahverkehrs im ländlichen Raum“, sagte Wirt­schafts- und Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank.

Der Martinimarkt – Mecklenburgs größter Jahrmarkt – findet vom 31. Oktober bis 3. November 2025 statt und bietet ein vielfältiges Programm, von Fahrgeschäften bis zum Höhen­feuerwerk. Die ODEG führt im Auftrag des Landes Mecklen­burg-Vorpommern am Wochenende vom 01. und 02. Novem­ber 2025 insgesamt 16 zusätzliche Fahrten auf der Linie RB13 durch. Damit können Gäste den Martinimarkt auch am Samstag und Sonntag im Stundentakt erreichen. Die genauen Fahrzeiten werden rechtzeitig durch die ODEG veröffentlicht, unter anderem in der App „MV FÄHRT GUT“.

Veranstaltungszeiten des Martinimarkts:

  • Freitag, 31.10.2025: 14:00 – 24:00 Uhr
  • Samstag, 01.11.2025: 14:00 – 24:00 Uhr
  • Sonntag, 02.11.2025: 11:00 – 21:00 Uhr
  • Montag, 03.11.2025: 14:00 – 21:00 Uhr

Weitere Informationen zur Veranstaltung: www.parchim.de Weitere Informationen zum Angebot: www.odeg.de

Die Fahrplanauskunft „MV FÄHRT GUT“

Die landesweite Fahrplanauskunft „MV FÄHRT GUT“ berück­sichtigt alle Änderungen des neuen Fahrplans. Die kostenlose App des Landes enthält deutschlandweite Fahrplandaten des ÖPNV in Mecklenburg-Vorpommern und steht für Android und iOS zur Verfügung: www.fahrplanauskunft-mv.de

Drese eröffnet Deutschen Betriebsärztekongress in Rostock

„Gesundheitssystem ist zu statisch aufgeteilt in den stationären und ambulanten Sektor“

Rostock – Bis zum 25 Oktober findet in Rostock der bundesweite Deutsche Betriebsärztekongress 2025 statt. Unter dem Motto „Grenzen überwinden – Schnittstellen der Arbeitsmedizin“ diskutieren rund 700 Expertinnen und Experten aus Medizin, Wissenschaft, Praxis und Politik über moderne Versorgung, Prävention und die sektorenübergreifende Versorgung der Zukunft.

Gesundheitsministerin Stefanie Drese eröffnete den renommierten Kongress heute und hob in ihrer Rede die tragende und gleichzeitig oft unterschätzte Rolle hervor, die Betriebsärztinnen und Betriebsärzte bei der Gestaltung einer verantwortungsvollen und gesundheitsorientierte Arbeitsgesellschaft einnehmen.

„Nur wer gesund und fit ist, kann uneingeschränkt am Leben teilnehmen – im Beruf wie im Privaten. Beide Bereiche lassen sich deshalb auch in der Prävention nicht trennen. Insbesondere deshalb, weil für die meisten Menschen der Arbeitsplatz ein zentraler Lebensbereich ist, an dem wir den Großteil unserer Zeit verbringen“, betonte Drese in ihrer Eröffnungsrede.

Vor dem Hintergrund, dass die Anforderungen an die Beschäftigten komplexer werden, das Alter der Erwerbsbevölkerung steige und auch chronische wie psychische Erkrankungen weiter zunehmen, sei es wichtiger denn je, Arbeit auch langfristig gesund zu gestalten und Beschäftigte gesund zu erhalten, so Drese.

„Gerade in diesen Zeiten des Wandels braucht es starke betriebsärztliche Strukturen, die frühzeitig Risiken erkennen, Beschäftigten im Krankheitsfall zur Seite stehen und Mitarbeitende individuell betreuen, zum Beispiel auch beim Wiedereinstieg nach Krankheit“, erklärte die Ministerin. „Die Expertise der Betriebsärztinnen und Betriebsärzte ist daher ein Schlüssel, um durch frühzeitige Prävention Arbeitskraft und Gesundheit auch im anspruchsvollen Erwerbsleben langfristig zu erhalten“, sagte Drese in der HanseMesse.

Die Ministerin verwies in diesem Zusammenhang auch auf politische Bemühungen, um die Vorsorge zu stärken und die Patientenströme besser zu steuern. „Das gelingt zum Beispiel durch ein gutes Primärarztsystem auch unter Einbeziehung der betriebsärztlichen Strukturen sowie durch eine verbesserte sektorenübergreifende Zusammenarbeit“, verdeutlichte Drese.

„Unser Gesundheitssystem ist derzeit viel zu statisch aufgeteilt in den stationären und ambulanten Sektor, viel zu sehr gefangen in Fachgrenzen. Ich bin überzeugt, dass wir für eine gute flächendeckende Versorgung diese starren Grenzen überwinden müssen, damit alle Akteure im Gesundheitssystem unbürokratischer und selbstverständlicher zusammenarbeiten können. Gerade für den immer wichtiger werdenden Bereich der Prävention müssen wir daran arbeiten, dass die verschiedenen Bereiche noch selbstverständlicher ineinandergreifen“, forderte Drese. Dies sei auch einer der Punkte, die Mecklenburg-Vorpommern immer wieder im Bezug auf die Krankenhausreform gefordert habe, so die Ministerin.

Drese: „Ein gesundes Arbeitsumfeld ist keine Selbstverständlichkeit. Stattdessen muss es immer wieder neu gestaltet und von allen Akteurinnen und Akteuren aktiv angegangen werden. Ich freue mich sehr, dass wir dabei auf das Engagement der Betriebsärztinnen und -ärzte setzen können.“

75 Jahre Munitionsbergungsdienst Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Der Munitionsbergungsdienst Mecklenburg-Vorpommern beging heute mit einer Jubiläumsveranstaltung sein 75-jähriges Bestehen. Innenminister Christian Pegel dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierte Arbeit, die sie immer wieder unter Beweis stellen.

Seit mehr als sieben Jahrzehnten sorgt der Munitionsbergungsdienst, dass die Menschen und das Land vor den versteckten Gefahren vergangener Kriege geschützt sind. In diesen 75 Jahren sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unzählige Male ausgerückt, um Munition zu bergen und unschädlich zu machen, nicht selten unter lebensgefährlichen Bedingungen. Was sich unbemerkt unter uns befindet, stellt auch heute noch eine ernstzunehmende Gefahr dar.

Dazu Innenminister Christian Pegel: „Nach wie vor lagern Abertausende Tonnen an Kriegsmaterial aus zwei Weltkriegen in unseren Wäldern, auf den Äckern und in der Ostsee. Besonders heikel ist die Lage in Häfen und Küstengebieten, wo immer wieder Munition gefunden wird.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes in unserem Land verrichten ihre Arbeit stets mit großer Sorgfalt, fachmännisch und mit eiserner Disziplin und sind somit eine unentbehrliche Stütze für die Sicherheit hier in Mecklenburg-Vorpommern. 75 Jahre Präzision, Mut und Verantwortung, das ist gelebte Sicherheit für die Menschen in unserem Land. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes handeln mit höchster Professionalität und unermüdlichem Pflichtbewusstsein. Ihnen gilt unser Dank.“

Zahlen und Fakten:

– gesamte Munitionsbelastung in Mecklenburg-Vorpommern:
ca. 166.325 ha (Ostsee: 68.547 ha, Land: 97.778 ha)

– davon sind 90.378 ha als bedenklich eingestuft

– seit 1990 wurden 2.582 t Munition bei Beräumungen und
249 t bei Soforteinsätzen geborgen, darunter befanden
sich 222 t bzw. 29 t reiner Sprengstoff.

– die Gewichtsspanne von Munitionsfunden liegt zwischen
20 g (Gewehrpatrone) und 1.500 kg (Torpedos).

Länderübergreifende Meisterschaft des karnevalistischen Tanzsportes

Güstrow – An diesem Wochenende steht die Barlachstadt Güstrow ganz im Zeichen des karnevalistischen Tanzsports. Denn in der ausverkauften Sport- und Kongresshalle finden die 4. Gemeinsamen Landesmeisterschaften der Karnevalverbände Mecklenburg-Vorpommern und Berlin-Brandenburg im karnevalistischen Tanzsport statt, die Sportministerin Stefanie Drese heute offiziell eröffnete.

„Der karnevalistische Tanzsport ist in Mecklenburg-Vorpommern fest verwurzelt und populärer, als manch einer vielleicht glaubt. Das zeigen Veranstaltungen wie die gut besuchten Landesmeisterschaften genauso deutlich, wie auch der Blick auf unsere landesweite Vereinswelt“, erklärte die Ministerin. So werden Garde- und Schautanz derzeit in fast 90 Vereinen in MV angeboten, in 15 hiervon sogar leistungsorientiert. „Das bedeutet, dass etwa 700 Aktive auch regelmäßig an Turnieren teilnehmen“, hob Drese hervor.

Karnevalistischer Tanzsport sei deshalb auch weitaus mehr als nur ein Teil der närrischen Tradition, stellte die Ministerin in ihrem Grußwort heraus. „Als äußerst anspruchsvolle Sportart verbindet sie Elemente der Akrobatik, des Turnens und der Rhythmischen Sportgymnastik mit Kreativität und Brauchtum. Das werden auch die Zuschauerinnen und Zuschauer über diese zwei Tage hinweg beobachten können, wenn Garden, Tanzpaare und Solisten sich in verschiedenen Altersklassen messen“, unterstrich Drese.

Ganz besonders freue die Ministerin, dass für die gemeinsamen Landesmeisterschaften mit Berlin-Brandenburg wieder MV als Austragungsort gewählt wurde. „Das ist nicht nur eine schöne Anerkennung für die hervorragende Vereins- und Verbandsarbeit in unserem Land, sondern auch eine tolle Werbung für die Sportstadt Güstrow. Nicht zuletzt ist die zur Tradition gewordene Veranstaltung auch ein gelungenes Beispiel dafür, wie Sport über Landesgrenzen hinweg verbindet“, so Drese.

Nationalparktage Zingst: viele Veranstaltungen für die ganze Familie

Zingst – Natur erleben, entdecken und verstehen: Die Nationalparktage in Zingst laden am 4. und 5. Oktober 2025 zu spannenden Führungen, Touren und Veranstaltungen rund um den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ein. Zu den Höhepunkten gehören unter anderem exklusive Wanderungen in der Kernzone, die normalerweise für Besucher tabu ist, sowie ein Blick hinter die Kulissen der Arbeit des Nationalparkamtes.

„Fast vier Prozent der Landesfläche Mecklenburg-Vorpommerns sind Nationalparks. Rund 114.000 Hektar umfassen den Müritz-Nationalpark, den Nationalpark Jasmund und den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Nationalparks sind nicht nur Schutzgebiete von internationalem Rang, sondern ökologisch, ökonomisch und sozial auch für die Region von enormer Bedeutung. Vor dem Hintergrund freue ich mich sehr über die Nationalparktage in Zingst. Sie sind eine wertvolle Veranstaltung, die dazu beiträgt, das Verständnis und die Wertschätzung für die einzigartige Natur zu fördern.

Die Vorpommersche Boddenlandschaft und Jasmund sind die einzigen Ostsee-Nationalparks Deutschlands“, erläutert Umweltminister Dr. Till Backhaus die Besonderheit der Großschutzgebiete. Und ergänzt: „Vor allem der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist ein echter Meeresnationalpark: 83 Prozent des Parks sind Wasserfläche aus Bodden und Ostsee. Hier, an einem der bewegtesten Küstenabschnitte, findet man eine weltweit einzigartige Kaltwasserlagune. Außerdem sind 761 Hektar der Buchenwälder auf dem Jasmund und im Müritz-Nationalpark Teil der UNESCO-Weltnaturerbe-Familie – neben der afrikanischen Serengeti, dem Great Barrier Rief vor Australien oder den Everglades in den USA“.

Ausgewählte Veranstaltungstipps:

  • 10., 10 Uhr: Der Regional- und Kunstmarkt Zingst, Strandhotelvorplatz, lockt mit Unikaten, handgemachten Kunstwerken und regionalen Spezialitäten.
  • 10., 10 Uhr: Insel Kirr – Radwanderung ins Vogelparadies, Treff: Kurhaus Zingst, Seestraße 57
  • 10., 11 Uhr: MoorWaldWandel: Auf dieser ca. 8 km langen Radtour geht es um die Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushaltes im Osterwald und um die Schutzwürdigkeit von Mooren. Treff: Kurhaus Zingst, Seestraße 57
  • 10., 12.30 Uhr: Renaturierung Sundische Wiese: Mit Revierförster Sebastian Berndt geht es ins zweite Baufeld der Renaturierung. Es gibt Einblicke in die aktuellen Arbeiten. Treff: Schlösschen Sundische Wiese, Zingst

 Die Nationalparktage sind eine gemeinsame Veranstaltung der Kur- und Tourismus GmbH Zingst – als zertifizierter Nationalparkpartner – und dem Nationalparkamt Vorpommern. „Der Erfolg hängt im Wesentlichen von den handelnden Akteuren ab. Ich danke allen, die zum Gelingen beitragen“, sagte Minister Dr. Backhaus.

Für einige Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Alle Informationen unter: Nationalparktage am Schlösschen Sundische Wiese | Zingst.de

34. Landeserntedankfest: Einheit von Stadt und Land

Wismar – Es ist angerichtet: Das 34. Landeserntedankfest Mecklenburg-Vorpommern steht vor der Tür. Am 4. und 5. Oktober 2025 feiern erstmals gemeinsam der Landkreis Nordwestmecklenburg, die Hansestadt Wismar und die Gemeinde Insel Poel das traditionsreiche Fest – unter dem Motto „Einheit von Stadt und Land“.

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus betont: „Das Erntedankfest erinnert uns daran, dankbar zu sein für das, was wir trotz aller Unsicherheiten ernten dürfen. Es ist zugleich eine Gelegenheit, Landwirtinnen und Landwirten, aber auch der gesamten Ernährungswirtschaft Anerkennung und Respekt für ihre Arbeit auszusprechen.“

Programm-Höhepunkte auf Poel (Samstag, 4. Oktober)

Das Fest startet um 9:30 Uhr in Niendorf mit einer Andacht und Parforcehornbläsern. Es folgen der Empfang des Landrats mit Jazz-Orchester, Grußworte, ein Kartoffelschälwettbewerb mit Showkochen, Blasmusik, Trachten- und Tanzeinlagen, Kunstauktionen und Line Dance. Ab 14 Uhr lockt die Bauernolympiade, während Kinder bei Hüpfburg, Basteln, Ponyreiten oder Laternenumzug auf ihre Kosten kommen. Höhepunkt am Abend ist der Bauernball ab 20 Uhr mit den „Ostseebanditen“, der Band „Revoc“ und einem Feuerwerk.

Festprogramm in Wismar (Sonntag, 5. Oktober)

Am Sonnabend gibt es in der Hansestadt ein „Warm up“ rund ums Rathaus mit Koch-Show „Vom Feld auf den Teller“, Auftritten der Kreismusikschule und Live-Musik mit der Band „Tonfall“.

Der Sonntag beginnt mit dem Erntedankfestgottesdienst in St. Nicolai. Anschließend zieht der große Festumzug mit Landmaschinen, Oldtimern und Vereinen durch die Innenstadt – angeführt von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig als Schirmherrin und Minister Till Backhaus. Auf dem Marktplatz folgt ein vielfältiges Programm mit dem Landespolizeiorchester, Reden von Ministerpräsidentin, Bauernverband und Kommunalvertretern sowie der Übergabe der Landeserntekrone und des Staffelstabs an den Ausrichter 2026. Abgerundet wird der Tag durch eine weitere Koch-Show, Ausstellungshöhepunkte am Alten Holzhafen und eine Kunstperformance im St.-Marien-Forum.

Bedeutung für Landwirtschaft und ländliche Räume

Backhaus erinnerte daran, dass die Land- und Ernährungswirtschaft systemrelevant ist: „Sie sichert unsere Ernährung, versorgt uns mit Energie und trägt entscheidend zur Lebensqualität im ländlichen Raum bei. Mit rund 28,5 Milliarden Euro an Fördermitteln seit der Wende konnten Betriebe modernisiert und Arbeitsplätze gesichert werden. Für manche Regionen war der Wandel schmerzhaft. Deshalb setzen wir uns dafür ein, ländliche Räume zu stärken und gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen.“

Der Minister hob hervor, dass die vergangenen 35 Jahre Deutsche Einheit zugleich eine Erfolgsgeschichte für die Landwirtschaft waren. Fast 5.000 landwirtschaftliche Betriebe tragen heute die Hauptlast der Versorgung und haben die Branche zu einer entscheidenden Säule der Wirtschaft und der ländlichen Entwicklung gemacht.

Mit Blick auf die aktuelle Ernte 2025 sprach Backhaus von einem insgesamt durchschnittlichen Ergebnis: „Wir haben gute Erträge und gute Qualitäten eingefahren. Dennoch gibt es große Sorgen wegen der niedrigen Preise auf den Märkten, die die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe erheblich belasten. Diese Entwicklung beobachten wir mit großer Aufmerksamkeit.“

Er verwies zugleich auf den engagierten Nachwuchs mit über 600 neuen Ausbildungsverträgen in Agrarberufen und warnte vor den EU-Plänen zur GAP ab 2028: „Die vorgesehenen Kürzungen würden ganze Betriebe existenziell bedrohen und wichtige Investitionen in Klima- und Umweltschutz verhindern. MV setzt sich daher mit Nachdruck für eine eigenständige und zukunftsfeste GAP ein.“

Backhaus abschließend: „Das Landeserntedankfest ist ein lebendiger Ausdruck unseres Zusammenhalts in Stadt und Land. Mein Dank gilt allen, die es möglich machen. Ich wünsche allen Gästen viele gute Begegnungen und unvergessliche Eindrücke.“

Themenpark Holz präsentiert sich auf Landesbaumesse RoBau 2025

Rostock – Die Landesbaumesse Robau 2025 findet ab morgen, 26. September, bis zum 28. September in der HanseMesse Rostock statt. Auch in diesem Jahr wird sich der 2002 im Landwirtschaftsministerium gegründete Landesbeirat Holz MV mit einem Themenpark Holz beteiligen, um gemeinsam mit Partnern kommunale und private Bauherren sowie Bauplaner über nachhaltiges, ressourcenschonendes und ökologisches Bauen zu informieren. Zu finden ist der Landesbeirat Holz in der Messehalle unter anderem an den Ständen 345 und 347.

„Aufgrund der langfristigen Bindung von Kohlenstoff und der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist Holz unverzichtbar für einen nachhaltig angelegten Klimaschutz. Außerdem bietet der Holzbau konstruktive Vorteile. Holz ist wesentlich leichter als andere Baustoffe. Damit ist es für Aufstockungen bestens geeignet. Zudem macht der hohe Vorfertigungsgrad den Holzbau attraktiv. Vieles ist mit Holz möglich. Das belegen zahlreiche Beispiele in unserem Land, wie der Neubau der Zollhochschule in Rostock-Lichtenhagen als eines der größten Holzbauprojekte Europas mit mehr als 1.000 vorgefertigten Holzmodulen. Wir wollen weiterhin die Potenziale des gesamten Clusters Forst und Holz für den Klimaschutz nutzen und die Rahmenbedingungen so gestalten, dass Forst- und Holzwirtschaft in unserem Bundesland zukunftsfähig sind“, sagte Forstminister Dr. Till Backhaus.

Als Informationsplattform für alle Bereiche des Bauwesens ist die RoBau mit ca. 15.000 Besuchern die größte Baumesse in Mecklenburg-Vorpommern. Der Themenpark Holz informiert über neue Holzbauten in MV, über Bauingenieure und Holzbauunternehmen, die Objekte in MV umsetzen, über neue Produkte und deren Einsatzmöglichkeiten. Es werden Architekten und Bauingenieure vor Ort sein, die Fragen zu Bauweisen, Brandschutz und Wirtschaftlichkeit beantworten. Im Werkstoff-Forum erhalten die Messebesucher Informationen über Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen und deren bautechnische Einsatzmöglichkeiten.

Auf der Aktionsfläche werden zudem ausgewählte Wettbewerbsstücke der Leistungswettbewerbe „Die gute Form“ und „Bestes Gesellenstück“ unter Schirmherrschaft des Landesinnungsverbands des Tischlerhandwerks präsentiert. Die Siegerehrung mit Preisverleihung findet am 27. September ab 16.30 Uhr auf der Bühne des Messeforums statt. Umrahmt wird der Themenpark durch die Wanderausstellung „HOLZ.BAU.ARCHITEKTUR – Entwerfen, Konstruieren und Bauen mit Holz“ des Bundes Deutscher Zimmermeister. Zu sehen ist eine Projektauswahl des Holzbaupreises 2025 sowie des Hochschulpreises Holzbau 2025. Geöffnet ist an allen drei Tagen von 10 bis 18 Uhr.

Produktionsschulen für junge Menschen mit multiplen Problemlagen

Bundesfachtagung in Stralsund: Drese hebt Bedeutung der Produktionsschulen für junge Menschen mit multiplen Problemlagen hervor

Stralsund – In der Hansestadt Stralsund findet am Mittwoch und Donnerstag die diesjährige bundesweite Fachtagung der Produktionsschulen statt. Sozialministerin Stefanie Drese hob in ihrem Grußwort zur Eröffnung die große Bedeutung der Produktionsschulen für junge Menschen hervor, die auf dem Weg in ihr Leben gezielte Unterstützung benötigen.

Drese verwiese darauf, dass bundesweit mehr als 80.000 junge Menschen ohne Lehrstelle sind. Gründe dafür sind oftmals multiple Problemlagen, Lernbeeinträchtigungen, mangelnde Berufsreife oder schulverweigerndes Verhalten.

„Vor diesem Hintergrund bekommt das Konzept der Produktionsschule eine besondere Bedeutung. Denn dort wird in der Überzeugung gearbeitet, dass in jedem und jeder ihrer Teilnehmenden ganz eigene individuelle Potenziale, Talente und Fähigkeiten schlummern, die es zu entdecken, zu fördern und zu stärken gibt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Produktionsschulen geben diesen jungen Menschen eine dritte Chance“, verdeutlichte Drese.

Produktionsschulen sind betriebsähnliche Bildungseinrichtungen mit verschiedenen Werkstätten. In ihnen werden sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte junge Menschen mit mehrfachen arbeitsmarktlichen Vermittlungshemmnissen an die Aufnahme einer Ausbildung bzw. Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt durch produktionsorientiertes Lernen und Arbeiten herangeführt. Ziel ist es, ihnen die Chance zu eröffnen, sich auf die Berufsreife vorzubereiten sowie an ausbildungsverbessernden und fachpraktischen Bildungsmodulen teilzunehmen.

Die Zielgruppe der Produktionsschulen besteht aus jungen Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren in der Regel nach Vollendung der allgemeinen Schulpflicht, die noch keine berufliche Erstausbildung erworben haben, grundsätzlich aber eine Berufsausbildung anstreben. Der Zugang der Teilnehmenden erfolgt in der Regel freiwillig auf Initiative der jungen Menschen.

Drese: „Gerade in unseren heutigen Zeiten, mit vielen krisenhaften Entwicklungen und hohen Anforderungen und auch Erwartungen an die junge Generation ist das pädagogische Modell des produktiven Lernens in Werkstätten unter betriebsgleichen Bedingungen eine sinnvolle Alternative. Dadurch können junge Menschen, die Schwierigkeiten im regulären Bildungssystem haben, betriebsnahe praktische Fertigkeiten in bestimmten Berufszweigen erwerben. So wird ihnen eine Orientierung zur Aufnahme einer Berufsausbildung ermöglicht.“

Bundesweit gibt es derzeit rund 200 Produktionsschulen (PS) mit rund 7.500 Plätzen. In Mecklenburg-Vorpommern bestehen derzeit fünf verschiedene Produktionsschulen mit insgesamt 320 Plätzen, in der Trägerschaft von drei Trägern: CJD (PS Müritz, PS Vorpommern-Rügen, PS Vorpommern-Greifswald), Jugendhilfe Stadt und Land e.V. (Hanseproduktionsschule Rostock) sowie All Pütter gGmbH (PS Westmecklenburg). Sie stellen ein niederschwelliges, unverzichtbares Angebot beim Übergang Schule/Beruf dar. Seit 2004 erfolgt eine Förderung der Produktionsschulen durch das Land über den Europäischen Sozialfonds (ESF). In der aktuellen Förderperiode erhalten die Träger bis 2028 aus Mitteln des ESF+ 27,7 Millionen Euro für Personal- und Sachkosten.