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Kategorie: Veranstaltungen / Termine

Drese auf dem Landes-Hausärztetag

Stärkung und Entlastung der Hausärztinnen und Hausärzte ist dringend geboten

Rostock – Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat auf dem Landes-Hausärztetag den täglichen Einsatz der Hausärztinnen und Hausärzte im Land für das Wohl ihrer Patientinnen und Patienten hervorgehoben. „Sie sind weit mehr als medizinische Expertinnen und Experten. Sie sind für viele Menschen Vertrauenspersonen, Lotsen in gesundheitlichen Krisen, Begleiter in schwierigen Lebenssituationen – und für viele Familien über Jahrzehnte hinweg feste Bezugspunkte“, sagte Drese am Sonnabend in Rostock.

Vor diesem Hintergrund sei eine Stärkung und Entlastung der Hausärztinnen und Hausärzte nach Einschätzung der Ministerin dringend geboten. Land und Bund seien dabei, die Rahmenbedingungen in der hausärztlichen Versorgung zu verbessern. „Im Land fördern wir Famulaturen und die die ärztliche Aus- und Weiterbildung in der Allgemeinmedizin. Mit dem Landarztgesetz reservieren wir gut 30 Plätze jährlich für angehende Mediziner, die sich für eine Tätigkeit in der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Raum entscheiden. Und mit einer aktuellen Gesetzesinitiative wollen wir die Gesundheitsversorgung in ländlichen oder strukturschwachen Regionen im Land stärken“, verdeutlichte Drese.

Zudem unterstützen Land und Kassenärztliche Vereinigung (KV) die Praxisgründung oder -übernahme mit diversen Zuschüssen und Maßnahmen und helfen Kommunen, Landkreise und Träger bei der Anwerbung von Hausärztinnen und -ärzten. Auf Bundesebene sei mit der Entbudgetierung der hausärztlichen Leistungen in diesem Jahr ein wichtiger Schritt gemacht worden.

  Unbedingt erforderlich ist nach Einschätzung von Drese darüber hinaus eine bessere ambulante Patienten-Steuerung durch ein hausarztzentriertes Versorgungssystem mit dem Hausarzt als Lotsen.  „Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner wissen in aller Regel am besten, welche Behandlung die richtige ist und wer diese am besten durchführen kann“, betonte Drese. Das vom Bund geplante Primärarztsystem gehe deshalb in die richtige Richtung.

Auch die bevorstehende Notfallreform des Bundes, wird nach Ansicht Dreses Folgen auf die Not- und Bereitschaftsdienststruktur der Hausärzte haben. Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung bündelt die bisher getrennten Systeme des Rettungsdienstes und der Kassenärztlichen Vereinigung, also 112 mit 116117, so dass eine effiziente Patientensteuerung entsteht.

Ebenso werden in Integrierten Notfallzentren in Krankenhäusern die Notaufnahmen mit den Notdienstpraxen der KV verwoben. „Diese Verbindung des stationären mit dem ambulanten Sektor erfordert eine neue Zusammenarbeit der Akteure. Doch das lohnt sich“, warb Drese vor dem Hausärzteverband für die Notfallreform. „Denn am Ende erhalten die Patientinnen und Patienten eine passgenaue Versorgung in Notfällen“, so die Ministerin.

Drese: „Die Herausforderungen sind groß. Zaubern können wir alle nicht. Aber alle aufgeführten Maßnahmen verfolgen ein gemeinsames Ziel: die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern zukunftsfest aufzustellen. Die Menschen in unserem Land sollen überall im Land eine verlässliche und moderne ärztliche Versorgung erhalten.“

In Mecklenburg-Vorpommern hat im Jahr 2024 eine Hausärztin oder ein Hausarzt rein rechnerisch im Durchschnitt 1.149 Einwohnerinnen und Einwohner versorgt, in Deutschland waren es durchschnittlich 1.264.

Der Anteil der Hausärztinnen und Hausärzte, die 60 Jahre oder älter sind, beträgt in Mecklenburg-Vorpommern 37,2 Prozent, in Deutschland 40,8 Prozent (Stand 2024).

Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ in 80 Bäckereien in M-V

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „Auf Brötchentüten ist die Hilfehotline für Frauen gedruckt, um sie bekannt zu machen.“

Wismar – Zum dritten Mal haben das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz und der Landesinnungsverband des Bäcker- und Konditorenhandwerks Mecklenburg-Vorpommern die gemeinsame Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ gestartet. Sie ist Teil der Internationalen Woche gegen Gewalt an Frauen und Kindern. Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt eröffnete die Aktionswoche in Wismar. Auch die Landesbeauftragte für Frauen und Gleichstellung der Landesregierung Wenke Brüdgam, der Landesinnungsmeister Matthias Grenzer und Tino Schomann, Landrat des Landkreises Nordwestmecklenburg waren beim Auftakt dabei.

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „Dieses Jahr wurde die Anzahl der Brötchen-Tüten auf 128.000 Stück erhöht. Immer mehr Mitmachende erkennen die große Bedeutung der Aktion. Auf den Tüten ist jeweils das Hilfetelefon abgedruckt für Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind. Diese Nummer wollen wir noch bekannter machen. Frauen und Mädchen erhalten hier Hilfe in schwierigen, oftmals ausweglos scheinenden Situationen. Die Gewalt ist leider noch immer ein großes Problem. Laut Bundeslagebild waren es voriges Jahr 187.000 Betroffene häuslicher Gewalt Frauen und Mädchen. Das sind ungefähr zweimal so viel wie Schwerin Einwohnende hat.

Gewalt in jeder Form muss darum thematisiert werden. Betroffenen müssen Auswege aufgezeigt werden können. Jahr für Jahr ist die Aktion ‚Gewalt kommt nicht in die Tüte‘ mit dem Landesinnungsverband des Bäcker- und Konditorenhandwerks eine sehr gute Gelegenheit, die Hotline gegen Gewalt an Frauen und Mädchen im Alltag der Menschen zu platzieren. Hilfe ist eigentlich so selbstverständlich wie das Brötchen am Frühstückstisch. Aus diesem Grund stärken wir als Landesregierung auch das Hilfe- und Beratungsnetz“, so die Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt.

Wenke Brüdgam Landesbeauftragte für Frauen und Gleichstellung: „Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Um Betroffenen Hilfe anbieten und sie besser schützen zu können, müssen wir als Gesellschaft hinschauen und sensibel sein. Genau diese Sensibilität stärken wir mit einer Aktion, die den Menschen in ihrem Alltag, also beim Brot- und Brötchenkauf, begegnet. Ich freue mich, dass wir mit dem Landesinnungsverband des Bäcker- und Konditorenhandwerks und den teilnehmenden Bäckereien und Konditoreien tolle Partnerinnen und Partner haben, die den Kampf gegen häusliche Gewalt nun schon im dritten Jahr unterstützen.“

24 Handwerksbäckereien und -konditoreien in Mecklenburg-Vorpommern beteiligen sich an der diesjährigen Aktionswoche und werden in ihren 80 Verkaufsstellen im ganzen Land ab heute die insgesamt rund 128.000 Aktionstüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ über den Ladentisch reichen. „Damit geht jedes Mal mit den Brötchen oder dem Brot eine klare Botschaft mit nach Hause: Gewalt an Frauen und Kindern wird in keinem Fall toleriert. Und vor allem geht der Hinweis mit, dass es Wege und Möglichkeiten gibt, aus dieser Situation, die so oft als ausweglos erscheint, zu entkommen“ sagt Landesinnungsmeister Matthias Grenzer. „Eine erste Anlaufstelle ist das Hilfetelefon (116 016), die Telefonnummer, über die Betroffene aller Nationalitäten, 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, Unterstützung bekommen“.

Mit der Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ starten auch die Anti-Gewalt-Wochen in Mecklenburg-Vorpommern. Kommunen, Vereine und Verbände bieten Ausstellungen, Aktionen und Veranstaltungen an. Das Programm der Anti-Gewaltwochen finden Sie per Klick ->hier.

Fachkräfte beraten über besseren Schutz von Kindern

Innenminister Christian Pegel und Justizminis-terin Jacqueline Bernhardt eröffneten die 5. Interdisziplinäre Opferschutztagung

Stralsund – Minister für Inneres und Bau Christian Pegel und die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt haben heute in Stralsund die 5. Interdisziplinäre Opferschutztagung eröffnet. Die Veranstaltung markiert zugleich den Beginn der Internationalen Woche zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder. In diesem Jahr steht ein Thema im Mittelpunkt, das besonders sensibel und dringend ist: der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor häuslicher und sexualisierter Gewalt.

„Dieser Fachtag dient insbesondere der Sensibilisierung und praktischen Hinweisen im Umgang mit Kindern, die häusliche oder sexualisierte Gewalt erleben,“ so Innenminister Christian Pegel. „Jedes Kind hat ein Recht darauf, vor Gewalt geschützt zu werden und Hilfe zu erhalten, ganz gleich, ob es um körperliche oder emotionale Misshandlung, sexuellen Missbrauch oder Vernachlässigung geht. Wenn Kinder oder Jugendliche von Gewalt zu Hause, in der Schule oder der Kita erzählen, sollten wir ihnen zuhören und sie ernst nehmen. Dazu kann jede und jeder von uns beitragen.“

Rund 200 Fachkräfte aus Polizei, Justiz, Beratungsstellen, Frühen Hilfen, Kinderschutzeinrichtungen, Schulen sowie aus psychologischen und medizinischen Bereichen kamen ins Rathaus in Stralsund. Die hohe Beteiligung beweist das Bedürfnis nach Austausch und gemeinsamer Verantwortung.

Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt hob hervor: „Das Recht auf Schutz und Beratung haben wir erst vor kurzem mit den Stimmen Mecklenburg-Vorpommerns im Gewalthilfegesetz des Bundes festgeschrieben. Dieses wichtige Zeichen an alle Opfer, eben auch an die Kinder, war überfällig. Wir als Landesregierung setzen alles daran, die Strukturen des Hilfe- und Beratungsnetzes zu festigen. Wir arbeiten engagiert an der Umsetzung der Istanbul-Konvention. Auf unsere Initiative hin wurde die Bundesministerin der Justiz gebeten, den Wegfall der Antragserfordernis bei der psychosozialen Prozessbegleitung zu prüfen. Außerdem werden in Mecklenburg-Vorpommern die Familienrichterinnen und Familienrichter zum Thema Gewalt an Frauen und Kindern sensibilisiert. Kein Mensch, dem Gewalt angetan wurde, darf allein gelassen werden.“

Auf der Tagung führen Expertinnen und Experten in die Grundlagen der Istanbul-Konvention ein. Sie geben Einblicke in Themen wie frühe Präventionsansätze oder angemessenes Frageverhalten bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. In sieben Workshops tauschen sich die Teilnehmenden intensiv aus. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Erfahrungen aus der Beratungsarbeit, Erkenntnisse aus der Polizeiarbeit, Beiträge aus der Rechtsmedizin, juristische Fragestellungen sowie kommunale Herausforderungen. Viele der Teilnehmenden bringen ihre eigenen beruflichen Erfahrungen ein und diskutieren konkrete Handlungsmöglichkeiten.

Tag der Kinderrechte

Einführung Wahlalter 16, Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz und Kinderschutzgesetz

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese hat anlässlich des heutigen Tags der Kinderrechte auf wichtige Fortschritte für Kinder und Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern hingewiesen. „Die drei Säulen der Kinderrechte sind Schutz, Förderung und Beteiligung. Auf allen Feldern sind wir aktiv, es bleibt aber noch viel zu tun, damit jedes Kind unabhängig davon, wo es geboren wird oder aufwächst wirklich dieselben Rechte hat“, sagte Drese am Donnerstag in Schwerin.

Ein wichtiger Meilenstein ist nach Ansicht der Ministerin die Absenkung des aktiven Wahlalters bei Landtagswahlen auf 16 Jahre. „Das bedeutet auf Landesebene mehr Demokratie für junge Menschen, mehr politische Mitgestaltung und mehr Beteiligung“, so Drese.

Als weiteren Meilenstein bezeichnete Drese das Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz, das im April vergangenen Jahres in Kraft getreten ist. Darin sind erstmalig Mitsprache- und Teilhaberechte von Kindern und Jugendlichen landesgesetzlich verankert.

„Wir haben damit klare Beteiligungsrechte etabliert und spezifische Regelungen für Kinder- und Jugendgremien auf kommunaler Ebene. Darüber hinaus bestehen gesetzliche Grundlagen für die Verstetigung und den Ausbau von Angeboten und Strukturen der Kinder- und Jugendbeteiligung“, verdeutlichte Drese. Kinder- und Jugendbeteiligungsgremien steht nun zum Beispiel in kommunalen Vertretungsorganen und Ausschüssen ein Anhörungs-, Rede- sowie Antragrecht zu.

Erstmalig wird es in Mecklenburg-Vorpommern auch ein eigenständiges Kinderschutzgesetz geben. Dieses befindet sich gerade in der Endphase der parlamentarischen Beratungen und soll in der Dezember-Sitzung des Landtages beschlossen werden.  „Wir wollen damit die Strukturen im Kinderschutz stärken und fachübergreifende Prozesse und Kooperationen ausbauen, damit die Akteure aller Ebenen künftig noch besser zusammenwirken.

Um die Chancengerechtigkeit für alle Kinder zu erhöhen, seien weitere Maßnahmen auf allen Ebenen notwendig. „Die beitragsfreie Kita ist nicht nur eine große finanzielle Entlastung für Familien, sondern damit gewährleisten wir eine umfassende Förderung und eine gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder in unserem Land – unabhängig von ihrer sozialen Stellung“, so die Ministerin. Ein wichtiger Schritt wäre die Einführung einer bundesweiten Kindergrundsicherung, die Kindergeld, Kinderzuschlag und andere Leistungen bündelt. Dadurch würde die Bekämpfung von Kinderarmut schneller, einfacher und direkter erfolgen.

Am 20. November ist Internationaler Tag der Kinderrechte, da am 20. November 1989 die Generalversammlung der Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedete. Der Tag soll darauf aufmerksam machen, dass Kinder besondere Rechte haben, die sie schützen und ihre Entwicklung fördern.

Zuwendung für die Sicherung der Zukunftstage in M-V

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt übergab einen Bescheid über gut 627.000 Euro an das Bildungswerk der Wirtschaft.

Schwerin  – Mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) wird die Koordinierung der nächsten drei Zukunftstage „Girls’Day“ und „Boys’Day“ in Mecklenburg-Vorpommern abgesichert. Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt hat an das Bildungswerk der Wirtschaft einen Zuwendungsbescheid in einer Höhe von bis zu 627.630,74 Euro überreicht. Das Bildungswerk der Wirtschaft, das Bildungsinstitut der Vereinigung der Unternehmensverbände (VU) in Mecklenburg-Vorpommern e. V., ist mit Arbeit und Leben M-V e.V., einer gemeinsamen Landesorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes Bezirk Nord (DGB) und des Volkshochschulverbandes M-V Landeskoordinator der jährlichen Aktionstage. ->ZU!MV

„Mit dem ‚Girls’Day‘ und dem ‚Boys’Day‘ gibt es ein wirksames Instrument zur geschlechtergerechten Berufsorientierung. Eine aktuelle Evaluation von Prognos zeigt, dass die Mehrheit der Mädchen und Jungen nach der Teilnahme diesen Tag weiterempfehlen würden. In Mecklenburg-Vorpommern kann nun an dieser Stelle angesetzt und das Projekt weiterentwickelt werden. Es soll künftig noch nachhaltiger im schulischen, betrieblichen und gesellschaftlichen Kontext eine Rolle spielen. Wenn wir Gleichstellung erreichen wollen, müssen Klischees aufgebrochen und alte Rollenbilder ad acta gelegt werden.

Denn nur, wer sich über den Tellerrand hinaus orientiert, sieht das gesamte Angebot der Gesellschaft. Niemand soll vorgeben, welches Geschlecht wo arbeiten darf oder muss. In einem freiheitlich-demokratischen Land wie Deutschland entscheidet jeder Mensch selbst. Die Zukunftstage zeigen Wirkung. Sieben von zehn teilnehmenden Mädchen und fast genauso viele Jungen sagen in Befragungen, dass der Aktionstag in ihrer Berufswahl geholfen habe.

95% der teilnehmenden Mädchen und rund 89 % der teilnehmenden Jungen empfehlen die Zukunftstage weiter. Der Tag ist unverzichtbar und sollte umfangreich genutzt werden. Die Mittel aus dem ESF+ sichern die Organisation und Durchführung der nächsten drei Girls’Days und Boys‘Days nun ab. Ich danke dem DGB und der VUMV, dass sie das Konzept engagiert fortführen wollen“, so Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt zur Übergabe des Zuwendungsbescheids.

Die nächsten Zukunftstage „Girls’Day“ und „Boys’Day“ sind wieder zeitgleich am 23. April 2026. Ziel ist es, mehr Chancengleichheit durch praxisnahe Einblicke in Berufsfeldern zu erreichen, die bislang oft geschlechtsspezifischen Zuschreibungen unterliegen.

Landesbranchenkonferenz „Kreatopia“

Dr. Blank: „Unsere Kultur- und Kreativwirtschaft trägt erheblich zur Wirtschaftsleistung bei“

Rostock  –  „Die Kreativwirtschaft in Mecklen­burg-Vorpommern ist ein wichtiger Innovationstreiber mit wirtschaftlichem Potenzial, das es weiter zu stärken gilt. So kann MV seine kulturelle Vielfalt wirtschaftlich nutzen und neue regionale Wertschöpfung schaffen.“ Das hat Dr. Wolf­gang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, heute bei seinem Besuch der Kreatopia im Warnow Valley Lab in Rostock gesagt. Die Kreatopia ist die Landesbranchekonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Dr. Blank: „Unsere Kultur- und Kreativwirtschaft hat auf Grund ihrer kleinteiligen Struktur nicht immer die Sichtbarkeit, die sie eigentlich verdient. Das gilt es zu ändern.“ Die rund 2.200 Unternehmen – vom Architekturbüro bis zur Werbeagentur – und ihre knapp 13.000 Beschäftigten würden „nahezu unbe­merkt“ jährlich fast eine Milliarde Euro Umsatz erzielen und so erheblich zur Wirtschaftsleistung Mecklenburg-Vorpommerns beitragen.

Die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft verläuft dabei unterschiedlich. Gemessen am Umsatz zählen der Pressemarkt (z.B. Verlegen von Zeitschriften), die Software-/ Games-Branche und der Architekturbereich zu den stärksten Teilmärkten. Diese drei Teilmärkte erwirtschaften gut zwei Drittel des Branchenum­satzes. Klares geographisches Zentrum der Branche in Meck­lenburg-Vorpommern ist Rostock, wo mehr als 40 Prozent der Beschäftigten leben und arbeiten.

Auf der Kreatopia wird eine im Auftrag des Wirtschafts­ministeriums erstellte aktuelle Potenzialanalyse der Kultur- und Kreativwirtschaft vorgestellt. Die Branche hat demnach großes Potenzial für die wirtschaftliche und kulturelle Entwick­lung Mecklenburg-Vorpommerns.

Messe GastRo: Backhaus ehrt die besten Gastronomen des Jahres

Rostock – Heute hat Ernährungsminister Dr. Till Backhaus die Preisverleihung „Gastronomie des Jahres Mecklenburg-Vorpommern“ in der Hansemesse Rostock eröffnet. Sie findet im Rahmen der 34. Branchenmesse GastRo statt.

„Die GastRo ist ganz klar die Nummer eins der Branchentreffs im Nordosten. Hier präsentieren sich mehr als 180 nationale und internationale Großhändler und Dienstleister, Hersteller, Produzenten und Lieferanten. Sie zeigen die Vielfalt, Innovationskraft und Leidenschaft der Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Gastronomie ist ein unverzichtbarer Teil unseres Landes.

Sie ist Gastgeber, Wirtschaftsfaktor und Kulturbotschafter zugleich. Mit einem Umsatz von rund 3,5 Milliarden Euro in Mecklenburg-Vorpommern trägt sie wesentlich zur touristischen Wertschöpfung von rund 7 Milliarden Euro jährlich bei. Damit diese Erfolgsgeschichte weitergeschrieben werden kann, braucht die Branche verlässliche politische Rahmenbedingungen. Die Diskussion um die Mehrwertsteuer zeigt, wie wichtig Planungssicherheit ist.

Laut DEHOGA erwarten 76 Prozent der Betriebe, dass ein Steuersatz von 7 Prozent ihre wirtschaftliche Lage stabilisiert. Fast 60 Prozent würden dann wieder investieren in Modernisierung, Digitalisierung und neue Arbeitsplätze. Das wäre ein wichtiges Signal, nicht nur für die Branche, sondern auch für den ländlichen Raum. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass Gastronomie und Hotellerie die Anerkennung bekommen, die sie verdienen als Arbeitgeber, Ausbilder und regionale Wertschöpfungspartner“, sagte Backhaus.

Ihm zufolge kämpft die Branche derzeit außerdem mit gestiegenen Energiepreisen und Inflation. „Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes verzeichnete das Gastgewerbe in Deutschland im Juli 2025 einen realen Umsatzrückgang von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Gastronomie selbst sind es sogar minus 4,1 Prozent. Verglichen mit 2019 liegen die Umsätze der ersten sieben Monate dieses Jahres immer noch 18 Prozent unter dem damaligen Niveau“, ergänzte er.

Auch die jüngste DEHOGA-Umfrage zeigt, wie ernst die Situation ist: Fast 40 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer befürchten für 2025 Verluste, weitere 28 Prozent wissen es noch nicht. Nur ein Drittel der Betriebe blickt derzeit mit Zuversicht auf die kommenden Monate. Dazu kommen Herausforderungen bei der Fachkräftesicherung. Bundesweit sind im Gastgewerbe rund 65.000 Stellen unbesetzt, in Mecklenburg-Vorpommern etwa 2.000.

„Das bedeutet: weniger Öffnungstage, kleinere Speisekarten und eine hohe Belastung für die Teams, die tagtäglich mit Leidenschaft ihren Gästen begegnen. Umso mehr verdienen diejenigen, die heute hier nominiert sind, unseren Respekt und unseren Dank. Sie stehen stellvertretend für eine Branche, die trotz aller Widrigkeiten neue Wege geht mit Ideen, Herzblut und Unternehmergeist“, führte der Minister aus.

Abschließend dankte Backhaus den Ausrichtern, der inRostock GmbH, der Ostsee-Zeitung und der Mecklenburgischen Brauerei Lübz und wünschte allen Nominierten viel Erfolg.

Start der Aktionswoche „Gegen Gewalt an Frauen“

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „Rund 70 Bäckereien werden im gesamten Land bedruckte Brötchentüten verteilen.“

Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“

Wismar – Auch in diesem Jahr setzen rund 70 Bäckerei-Filialen in Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit dem Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt und die Landesbeauftragte für Frauen und Gleichstellung der Landesregierung Wenke Brüdgam starten mit der Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ die Aktionswoche in Wismar.

Sie werden Brötchen in speziellen Tüten verteilen, auf denen die Telefonnummer der Hotline gegen Gewalt abgedruckt ist. Wie in der Hansestadt werden diese Tüten die nächsten Wochen im ganzen Land befüllt.

Auftakt der Verteilaktion in Zusammenarbeit mit dem Landesinnungsverband des Bäcker- und Konditorenhandwerks Mecklenburg-Vorpommern ist am

Dienstag, 25. November 2025 um 14:00 Uhr.

Conditorei Senf GmbH, Krämerstraße 19, 23966 Wismar.

Beim Aktionsstart dabei sein werden auch der Landrat des Landkreises Nordwestmecklenburg Tino Schomann, der Wismarer Bürgermeister Thomas Beyer und Landesinnungsmeister Matthias Grenzer. Medienvertreterinnen und –vertreter sind herzlich willkommen.

Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt: „Noch ist es wieder und wieder wichtig, dieses Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Der jährliche Aktionstag am 25. November ist unverzichtbar. Aber wir sind auf gutem Weg. Das Gewalthilfegesetz auf Bundesebene sieht ab 2032 einen bundesgesetzlich abgesicherten Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung vor. Eine Säule unseres Gewaltschutzsystems ist das Beratungs- und Hilfenetz in Mecklenburg-Vorpommern.“